[0001] Die Erfindung betrifft eine mit einem Transportwagen verbindbare Tragvorrichtung
für das Webgeschirr einer Webmaschine gemäß Oberbegriff des Hauptanspruchs.
[0002] Eine bekannte Lösung der Anmelderin ist in der DE-Patentanmeldung P 42 34 563.4 dargestellt
und beschrieben. Diese Tragvorrichtung stellt für den Betreiber dieser Vorrichtung
nur sicher, daß das Webgeschirr mit der eingezogenen Grundkette von der Einziehmaschine
mittels eines Transportwagens übernommen und von diesem wiederum durch einen Kettbaumhubwagen
entnommen und der Webmaschine zugeführt werden kann. Bei jedem Kett- bzw. Artikelwechsel
sind aber neben den in das Webgeschirr einzuziehenden Kettfäden auch die Fäden der
Fangleistenspulen und die der Dreherspulen einzuziehen. Das Einziehen dieser Fäden
erfolgt bislang direkt an der Webmaschine, nämlich nachdem das Webgeschirr mit den
eingezogenen Kettfäden in die Webmaschine eingelegt wurde. Das Einziehen der Fangleisten-
und Dreherfäden unmittelbar an der Webmaschine erfordert einen erheblichen manuellen
Arbeitsaufwand. Dadurch wird das Anweben der neu eingezogenen Kette auf der Webmaschine
blockiert.
[0003] Die bekannte Tragvorrichtung ist auch nicht auf unterschiedliche Arbeitsbreiten einstellbar;
damit ist praktisch keine universelle Anwendung für unterschiedlich ausgebildete Webgeschirre
möglich.
[0004] Zur Übernahme der das Webgeschirr aufnehmenden Tragvorrichtung durch den Transportwagen
ist eine Steckverbindung zwischen den Trägern des Transportwagens und der Tragvorrichtung
vorgesehen. Diese Verbindung erschwert ein reibungsloses und schnelles Handhaben der
Tragvorrichtung beim Webgeschirrwechsel.
[0005] Ausgehend von den Mängeln der bekannten Tragvorrichtung liegt der Erfindung daher
die Aufgabe zugrunde, die Schnittstelle zwischen dem Transportwagen und der Tragvorrichtung
derart weiterzubilden, daß die Tragvorrichtung auf einfache Weise und funktionssicher
innerhalb kurzer Zeit mit dem Transportwagen verbindbar ist und die Tragvorrichtung
darüber hinaus universell für unterschiedliche Webgeschirr-Typen eingesetzt werden
kann und wobei ferner das Einziehen der Fäden zu den Drehereinrichtungen und den Fangleistenapparaten
nach dem Einlegen des Webgeschirrs in die Webmaschine entfallen kann. Die Aufgabe
wird durch die in den Patentansprüchen angegebenen Merkmalen gelöst.
[0006] Danach wird vorgeschlagen, die an sich bekannte Tragvorrichtung für Webgeschirre
zur Aufnahme und Positionierung weiterer Funktionskomponenten, wie z.B. Dreherspulen
und Fangleistenspulen auszurüsten.
Damit können die Fäden dieser Funktionskomponenten unmittelbar nach dem Einziehen
der Grundkette ebenfalls in der Einzieherei eingezogen werden.
[0007] Zur Übernahme der Tragvorrichtung durch den Transportwagen ist dieser beidseitig
mit einer Positioniereinrichtung ausgerüstet, die ein universelles Einstellen der
Arbeitsbreite der Tragvorrichtung ermöglicht.
Jede dieser Positioniereinrichtungen ist am freien Ende eines Teilträgers angeordnet,
der z.B. schwenkbar mit jeweils einem weiteren Teilträger verbunden ist, welcher seitlich
neben dem jeweiligen Kettbaumlager am Transportwagen positioniert ist.
[0008] Diese Positioniereinrichtungen bestehen aus einer quer zur Schwenkbewegung des Teilträgers
angeordneten Führung, in die ein Tragarm rollengelagert und axial verschiebbar aufgenommen
ist. An einem Ende besitzt jeder Tragarm ein zentrierendes Mittel.
[0009] Die zentrierenden Mittel sind vorzugsweise kegelförmig oder pyramidenförmig ausgebildet.
Die Tragvorrichtung selbst weist ebenfalls ein zentrierendes Mittel auf, welches vorzugsweise
an dem jeweiligen Führungs- oder Kreuzstück angeordnet ist, welches die Teilträgerpaare
der Tragvorrichtung miteinander verbindet. Diese zentrierenden Mittel bilden das Gegenstück
zu den erstgenannten zentrierenden Mittel der am Transportwagen angeordneten Einrichtung.
Bei einer pyramidalen Ausführung bilden die Aufnahmeflächen der zentrierenden Mittel
eine Verdrehsicherung aus.
[0010] Zur schonenden Verbindung der Kettwächtereinheit mit den sie tragenden Mitteln sind
einzelne biegeelastische Elemente vorgesehen, die klipsartig mit den Kettwächterrohren
verbunden werden können.
Im einzelnen besteht jedes Element gemäß der Merkmale von Patentanspruch 18 aus der
Kombination eines tragenden Teils mit einem aufnehmenden Teil. Das aufnehmende Teil
besitzt eine Innenkontur, die der Außenkontur der Kettwächterrohre entspricht und
vorzugsweise aus elastischem Material besteht. Das aufnehmende Teil ist, wie bereits
ausgeführt, klipsartig mit dem Kettwächterrohr verbindbar.
Als biegeelastisches Material kommt beispielsweise ein thermoplastischer Kunststoff
in Betracht.
Die erfindungsgemäße Lösung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher
dargestellt werden.
[0011] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- den Transportwagen mit der Tragvorrichtung und das von der Tragvorrichtung aufgenommene
Webgeschirr,
- Fig. 2
- die Fangleisten- und Dreherspulen an einem Arm der Tragvorrichtung,
- Fig. 3
- eine weitere Ausbildungsmöglichkeit zur Aufnahme der Fangleisten- und Dreherspule
an einem Arm der Tragvorrichtung,
- Fig. 4
- das zentrierende Mittel an der Positioniereinrichtung des Transportwagens und der
Tragvorrichtung außer Wirkverbindung,
- Fig. 5
- das zentrierende Mittel der Positioniereinrichtung des Transportwagens und der Tragvorrichtung
in Wirkverbindung,
- Fig. 6
- ein am Ende der Kettwächtereinrichtung mit dieser in Verbindung stehendes fixierendes
Mittel, welches in das Trägerelement der Tragvorrichtung teleskopierbar ist,
- Fig. 7
- das fixierende Mittel als Fixierbolzen ausgebildet in der und außerhalb der Fixierposition,
- Fig. 8
- die Ausbildung der Aufnahmeflächen des Lastaufnahmemittels in Verbindung mit einem
ersten und einem zweiten Tragelement,
- Fig. 9
- die Spulendorne gem. Fig. 2 und 3 mit Permanent-Bremselementen für die Fangleistenspule,
- Fig. 10
- das klipsartig ausgebildete Verbindungselement für die Kettwächtereinheit.
[0012] Der Transportwagen 1 trägt einen Kettbaum 19, der eine rechte und linke Kettbaumscheibe
18 aufweist.
Die Struktur des Transportwagens 1 ist in der DE-Patentanmeldung P 42 34 563.4 beschrieben.
[0013] Danach besteht der Transportwagen 1 aus den Kettbaum-Aufnahmen 1a und den Trägern
16. Die Träger 16 bestehen aus den Teilträgern 16a,16b. Die Teilträger 16a sind fest
mit dem Transportwagen 1 nahe der Kettbaum-Aufnahme 1a verbunden. Der Teilträger 16b
ist um eine Achse 17 am Teilträger 16a schwenkbar. Die Achse 17 des Teilträgers 16a
ist in der vertikalen Ebene unterhalb des höchstgelegenen Punktes der jeweiligen Kettbaumscheibe
18 festgelegt. Dies ist von Bedeutung für das Zusammenspiel zwischen einem hier nicht
dargestellten Einziehwagen einer Kettfaden-Einziehmaschine mit dem Transportwagen
1.
Am freien Ende besitzt jeder Teilträger 16b eine Positioniereinrichtung 11, um die
Arbeitsbreite der Tragvorrichtung 2, die zur Übernahme des Webgeschirrs von der Einziehmaschine,
zur temporären Lagerung und zur Übergabe des Webgeschirrs an eine Webmaschine dient,
variabel einstellen zu können, siehe auch Figur 4,5.
Die Einrichtung 11 besteht dabei aus einer U-förmig ausgebildeten Führung 31, deren
Schenkel an beiden Endbereichen ein Laschenpaar ausbildet. Die Laschenpaare sind in
der vertikalen Ebene entgegengesetzt gerichtet. Jedes Laschenpaar nimmt eine drehend
gelagerte Rolle 32 auf. Zwischen der ersten und zweiten Rolle 32 ist ein Tragarm 33
verschiebbar eingesetzt, der z.B. aus einem Kastenprofil bestehen kann. An dem in
die Tragvorrichtung 2 gerichteten freien Ende des jeweiligen Tragarmes 33 ist ein
zentrierendes Mittel 10 angeordnet.
Das zentrierende Mittel kann z.B. konisch, kegel- oder pyramidenförmig ausgebildet
sein.
Bei einer konischen bzw. kegligen Ausbildung besitzt das zentrierende Mittel 10 am
Umfang eine hier nicht dargestellte Abflachung. Diese Abflachung bildet im Zusammenspiel
mit dem an der Tragvorrichtung 2 angeordneten weiteren zentrierenden Mittel 9 eine
Verdrehsicherung zwischen dem Transportwagen 1 und der Tragvorrichtung 2 aus.
[0014] Die beiden Positioniereinrichtungen 11 nehmen, wie die Figur 1 in Verbindung mit
den Figuren 4 und 5 zeigt, die Tragvorrichtung 2 mit den zentrierenden Mittel 9 auf.
Um das Webgeschirr, das aus den Funktionskomponenten 3, wie den Webschäften und dem
Webblatt, dem Kettwächter, den Dreherspulen und den Fangleistenspulen besteht, der
Webmaschine webfertig übergeben zu können, müssen die Einzieharbeiten, die zusätzlich
zu dem Kettfadeneinziehen notwendig sind, außerhalb der Webmaschine erfolgen. Dazu
ist die an sich bekannte Tragvorrichtung 2 erfindungsgemäß derart weitergebildet,
daß zusätzliche Funktionskomponenten, wie z.B. die Fangleistenspulen 13 und die Dreherspulen
an Einrichtungen 12 aufgenommen werden können. Dabei besteht die Tragvorrichtung 2
aus einem ersten und einem zweiten Teilträgerpaar 6, siehe auch Figur 1. Jedes der
beiden Teilträgerpaare 6 ist in jeweils einem Führungs- oder Kreuzstück 7 axial verschiebbar
aufgenommen. Damit wird erreicht, daß die Teilträgerpaare 6 in einer gemeinsamen Querebene
relativ zueinander längsverschiebbar sind. Das eine freie Ende eines der Teilträgerpaare
6 besitzt eine Aufnahme 20, die U-förmig ausgebildet sein kann und die ein arretierendes
Mittel 20a trägt. In den Aufnahmen 20 wird ein Trägerelement 21 aufgenommen, das vorzugsweise
aus einem Holprofil besteht, in dem stirnseitig (ein- oder beidseitig) ein Arm 35
axial verschiebbar aufgenommen werden kann, siehe auch Figur 6. Ein arretierendes
Mittel 35a positioniert den Arm 35 im Träger 21.
Der Arm 35 seinerseits weist eine Führungsbuchse 36 auf, in der ein die Kettwächtereinheit
25 fixierendes Mittel 24 verschiebbar und einrastbar geführt ist, siehe auch Fig.
7.
Der in Figur 6 andeutungsweise mit unterbrochener Strichlinie dargestellte Fixierbolzen
38 gibt eine Position an, in welcher die Kettwächtereinheit 25 nicht fixiert ist.
[0015] An beiden freien Enden des Trägerelements 21 ist rechtwinklig eine Führung 22 angeordnet,
die als ein nach unten offenes U-Profil ausgebildet ist. Der geschlossene Profilgrund
22a dient der Begrenzung der Schwenkbewegung eines in der Führung 22 aufgenommenen
Armes 23, siehe auch Figuren 2,3 und 6. Der Arm 23 besitzt ein Langloch 28, durch
welches quer zu dem Langloch 28 ein Stift 27 geführt ist. Ein weiterer Stift 26 durchgreift
das Langloch 28 nicht. Beide Stifte 26,27 sind in den Schenkeln 22b der Führung 22
aufgenommen.
Das andere Ende jedes Armes 23 ist mit Halterungen 15,40,41,42 ausgerüstet. Diese
Halterungen nehmen die Fangleistenspule 13 und die nicht dargestellten Dreherspulen
auf.
Die andeutungsweise in Strichlinien ausgeführte obere Position des Armes 23 symbolisiert
diesen in arretierter Stellung, siehe auch Figur 2.
[0016] Die Spulendorne 41,42 sind mit wenigstens einem die Spulen permanent bremsenden Element
43 ausgerüstet, z.B. mit einem in eine um den Umfang der Dorne umlaufende Nut eingelegten
gummielastischen Rundring 9, siehe auch Figur 9.
[0017] Fig. 8 zeigt das Lastaufnahmemittel 8, welches mit dem Vertikalträger 5 verbunden
ist.
Der Vertikalträger 5 seinerseits steht mit dem Führungs- bzw. Kreuzstück 7 in Verbindung.
Das Lastaufnahmemittel 8 kann dabei als ein ein- oder zweiteiliger Haken ausgebildet
sein. Erfindungswesentlich ist, daß die Innenkontur des Lastaufnahmemittels 8 für
wenigstens zwei in der Außenkontur voneinander abweichende Tragelemente 44,45 eine
formschlüssige Aufnahme bildet.
Das Tragelement 44 ist beispielsweise Bestandteil einer Einziehmaschine, in welcher
die Tragvorrichtung 2 mit dem Webgeschirr zum Zwecke des Kettfadeneinziehens aufgenommen
ist. Ein weiteres Tragelement 45 kann an einem Kettbaumhubwagen vorhanden sein, der
die Tragvorrichtung 2 mit dem Webgeschirr von dem Transportwagen 1 übernimmt und das
Webgeschirr der Webmaschine übergibt.
[0018] Die Innenkontur des Lastaufnahmemittels 8 bildet eine erste Aufnahme 46 und eine
zweite Aufnahme 47 aus.
Die Aufnahmen 46,47 weisen eine Einlaufschräge 8a auf, die vorzugsweise einen Einlaufwinkel
α ausbildet, der mehr als 3 Winkelgrade von der Vertikalen abweicht.
Die der Einlaufschräge 8a gegenüberliegende ebene Anlagefläche 8b ist durch ein Mittel
48 unterbrochen, um einem Verklemmen des Lastaufnahmemittels 8 an den Tragelementen
44,45 entgegenzuwirken.
Figur 10 zeigt eines der Verbindungselemente 14 für die Kettwächtereinheit 25.
Jedes Verbindungselement 14 besteht aus der Kombination eines biegesteifen tragenden
Teils 14a, das aus einem sich längs erstreckenden Abschnitt in einen sich daran anschließenden
quer verlaufenden Schenkel 14b übergeht und ein aufnehmendes Teil 50 besitzt.
Das aufnehmende Teil 50 weist eine der Außenkontur der Kettwächterrohre 25a entsprechende
Innenkontur auf, siehe auch Figur 6.
Elemente 50b, die nur andeutungsweise dargestellt sind, verbinden das aufnehmende
Teil 50 mit dem tragenden Teil 14a.
[0019] Das aufnehmende Teil 50 besteht aus einem biegeelastischen Material, vorzugsweise
thermoplastischem Kunststoff. Das Teil 50 kann auch eine die Oberfläche der Kettwächterrohre
25a schonende Innenauskleidung 50a aufweisen.
Das Verbindungselement 14 ist klipsartig mit dem Kettwächterrohr 25a verbindbar.
Jedes Verbindungselement 14 besitzt ferner einen Anschluß 14c, in welchen ein Element
51 eingreift und die Kettwächtereinheit 25 mit der Tragvorrichtung 2 verbindet.
Das Element 51 ist, wie Fig. 7 zeigt, mit einer Halterung 29, z.B. einem Haken, verbunden.
Die Halterung 29 ihrerseits ist an tragenden Elementen der Tragvorrichtung 2, z.B.
an der Führung 22 befestigt.

1. Mit einem Transportwagen verbindbare Tragvorrichtung für ein Webmaschinen-Webgeschirr,
bestehend aus je einem ersten und zweiten in einer gemeinsamen Ebene liegenden Horizontalträger
und je einem mit jedem Horizontalträger verbundenen Vertikalträger, wobei jeder Vertikalträger
zum einen Mittel zur formschlüssigen Verbindung mit dem Transportwagen aufweist oder
mit Vorkehrungen am Transportwagen korrespondiert und zum anderen Lastaufnahmemittel
zur formschlüssigen Verbindung mit Arbeitseinheiten, z.B. einer Kettfaden-Einziehmaschine
oder einem Kettbaum-Hubwagen, besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Horizontalträger (4) aus wenigstens einem ersten und einem zweiten Paar
von Teilträgern (6) besteht, wobei jeder der Teilträger (6) in einer gemeinsamen Querebene
relativ zueinander längenverschiebbar in einem Führungsstück (7) aufgenommen ist und
wobei jedes Paar von Teilträgern (6) unmittelbar oder über Einrichtungen (12) mittelbar
Funktionskomponenten (3) des Webgeschirrs aufnimmt und
daß jeder Vertikalträger (5) an seinen dem Lastaufnahmemittel (8) gegenüberliegenden
Ende mit dem Führungsstück (7) verbunden ist und ein erstes zentrierendes Mittel (9)
für die Verbindung mit einem zweiten zentrierenden Mittel (10) aufweist, wobei das
zweite zentrierende Mittel (10) an einer Einrichtung (11) zur Einstellung der Arbeitsbreite
der Tragvorrichtung (2) auf dem Transportwagen (1) angeordnet ist.
2. Tragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende jedes der miteinander korrespondierenden Teilträger (6) des einen
Teilträgerpaares eine Einrichtung (12) zur Aufnahme einer Fangleistenspule (13), einer
Kettwächtereinheit (25) und eines Dreherspulenhalters (15) aufweist.
3. Tragvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen (12) aus einem in einer verdrehgesicherten Aufnahme (20) getragenen,
teleskopartig verlängerbaren Trägerelement (21) besteht, an dessen freien Ende rechtwinklig
eine Führung (22) zur schwenkbaren Verstellung und Arretierung eines die Fangleistenspulen
(13) und den Dreherspulenhalter (15) tragenden Armes (23) angeordnet ist und wobei
die Einrichtung (12) wenigstens ein fixierendes Mittel (24) für die Kettwächtereinheit
(25) aufweist.
4. Tragvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (22) aus einem nach unten offenen U-förmig ausgebildeten Profil
besteht und eine mechanische Kippsicherung für den Arm (23) in dessen oberen Position
ausbildet.
5. Tragvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippsicherung aus zwei die Seitenwände der Führung beabstandet durchgreifende
Stifte (26,27) besteht, wobei der im Bereich der Führungsöffnung liegende Stift (27)
den Arm (23) in einem Langloch (28) führt.
6. Tragvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenwand jeder Führung (22) Halterungen (29) zur Aufnahme eines die
Kettwächtereinheit (25) tragenden stabförmigen Elements (30) angeordnet sind.
7. Tragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Einrichtung (11) zur Einstellung der Arbeitsbreite der Tragvorrichtung
(2) mit dem freien Ende eines an sich bekannten um 90 Grad am Transportwagen (1) um
eine Achse (17) schwenkbar angeordneten Teilträgers (16b) verbunden ist.
8. Tragvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (17) des Teilträgers (16b) in vertikaler Ebene unterhalb des höchstgelegenen
Punktes der Kettbaumscheibe (18) eines von dem Transportwagen (1) aufgenommenen Kettbaumes
(19) liegt.
9. Tragvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jede Einrichtung (11) aus einer im wesentlichen nach oben hin offenen U-förmigen
Führung (31) mit wechselseitig in ihren Endbereichen zwischen den Profilschenkeln
angeordnete und als Lager fungierende Rollen (32) und einem zwischen den Rollen (32)
geführten Tragarm (33) besteht, an dessen in den Arbeitsbereich der Tragvorrichtung
(2) weisendem Ende das zweite zentrierende Mittel (10) vorgesehen ist, welches mit
dem ersten zentrierenden Mittel (9) korrespondiert.
10. Tragvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (33) in der horizontalen Ebene mittels Rollen (34) führbar ist.
11. Tragvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (33) zwischen den Rollen (32,34) stufenlos verschiebbar ist.
12. Tragvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in linearer Fortführung des Trägerelementes (21) ein Arm (35) teleskopierbar
angeordnet ist mit einer an dessen freien Ende vorhandenen Führungsbuchse (36) mit
integriertem Klemmelement (37) zur Führung und Arretierung eines Fixierbolzens (38),
der an seinem der Kettwächtereinheit (25) zugewandten Ende einen die Kettwächtereinheit
(25) fixierenden Ansatz (38a) aufweist.
13. Tragvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Fixierbolzen (38) mit einer Ringnut (39) ausgerüstet ist, in die im funktionslosen
Zustand des Fixierbolzens (38) das Klemmelement (37) eingreift.
14. Tragvorrichtung nach Anspruch 3, mit einer an den freien Ende des Armes (23) angeordneten
Lagerplatte (40), dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerplatte (40) beidseitig Spulendorne (41,42) aufweist.
15. Tragvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulendorne (41,42) wenigstens ein die Spulen permanent bremsendes Element
(43) aufweisen.
16. Ein am freien Ende jedes Vertikalträgers (5) der Tragvorrichtung (2) angeordnetes
Lastaufnahmemittel (8) zur formschlüssigen Verbindung mit Arbeitseinheiten, wie z.B.
einer Kettfaden-Einziehmaschine oder eines Kettbaumhubwagens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenkontur des Lastaufnahmemittels (8) für wenigstens zwei in der Außenkontur
voneinander abweichende Tragelemente (44,45) eine formschlüssige Aufnahme bildet.
17. Lastaufnahmemittel nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenkontur eine erste Aufnahme (46) und eine zweite Aufnahme (47) ausbildet
und wobei die Innenkontur eine Einlaufschräge (8a) mit vorzugsweise einem Einlaufwinkel
α größer als 3 Grad zur Vertikalen beschreibt und wobei die der Einlaufschräge (8a)
gegenüberliegende Anlagefläche (8b) Mittel (48) aufweist, die wenigstens eine Punktberührung
zwischen den Tragelementen (44,45) und der Anlagefläche (8b) herstellen.
18. Verbindungselement für die Kettwächtereinheit (25), gekennzeichnet durch die Kombination eines tragenden Teils (14) mit einem aufnehmenden Teil (50), wobei
das aufnehmende Teil (50) eine der Außenkontur der Kettwächterrohre (25a) entsprechende
Innenkontur besitzt, aus elastischem Material besteht und eine die Oberfläche der
Kettwächterrohre (25a) schützende Innenauskleidung (50a) aufweist.
19. Verbindungselement nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das aufnehmende Teil (50) C-förmig ausgebildet und klippsartig mit dem Kettwächterrohr
(25a) verbindbar ist.
20. Verbindungselement nach den Ansprüchen 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, daß das aufnehmende Teil (50) vorzugsweise aus thermoplastischem Kunststoff besteht.