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EP 0 624 697 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.07.2000 Patentblatt 2000/29 |
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Anmeldetag: 09.03.1994 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E04C 5/03 |
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Spannstahlbewehrung in Spannbetonschwellen mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund
Stressed steel reinforcement for prestressed concrete sleepers with grouted anchoring
Armature tendue en acier pour traverses en béton précontraint avec ancrage injecté
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR IT LI PT |
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Priorität: |
08.05.1993 DE 4315402
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.11.1994 Patentblatt 1994/46 |
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Patentinhaber: Pfleiderer Infrastrukturtechnik GmbH & Co. KG |
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92318 Neumarkt (DE) |
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Erfinder: |
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- Schimpff, Frithjof, Dipl.-Ing.
D-65193 Wiesbaden (DE)
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Entgegenhaltungen: :
BE-A- 479 679 DE-B- 1 058 909 US-A- 3 494 164
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DE-B- 1 035 606 DE-B- 1 084 464
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- SOVIET INVENTIONS ILLUSTRATED Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 177062 & SU-A-177
062 (MIKHAILOV K.V.) 29. Januar 1966
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 9, no. 215 (M-409) 3. September 1985 & JP-A-60 076
216 (NANIWA SEITEI) 30. April 1985
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Spannbetonschwelle, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs
1 beschrieben ist. Zur Vorspannung von Spannbetonschwellen mit nachträglichem Verbund
werden die Schwellen aus wirtschaftlichen und herstellungstechnischen Gründen mit
zwei kreuzweise verlegten haarnadelförmig gebogenen Spannstäben armiert. Damit fallen
aufwendige Verankerungskonstruktionen an einem Ende des Fertigteils weg. Sie werden
dort durch den Stabbogen ersetzt. Eine mit haarnadelförmig gebogenen Spannstäben bewehrte
Schwelle ist beispielsweise aus der DE A 10 58 909 bekannt
[0002] Will man haarnadelförmig gebogene Spannstäbe in Spannbetonschwellen verwenden, so
müssen die Spannstäbe - wegen des geringen Querschnitts der Schwellen - mit einem
sehr kleinen Biegeradius gebogen werden. Der kleine Biegeradius schränkt die Zahl
der verwendbaren Spannstähle ein.
[0003] Bisher waren nur glatte Spannstähle bekannt, die um den erforderlichen kleinen Biegeradius
biegbar waren. Vergütete gewalzte gerippte Spannstähle eigneten sich für haarnadelförmige
Bewehrung mit kleinem Biegeradius nicht.
[0004] Sie geben die Umlenk- und Verankerungskräfte im wesentlichen punktweise über die
Hochpunkte des Profils auf die Laibungsfläche des Betons ab und zerstören dabei den
Beton. Außerdem besteht bei dem über Rollen mit zu kleinen Biegedurchmesser gebogenen
Spannstab Sprödbruchgefahr, die die Tragfähigkeit des Fertigteils gefährdet.
[0005] Eisenbahnschwellen sind durch Dauerschwingbeanspruchung hoch belastet. Mit Vorspannung
mit nachträglichem Verbund hergestellte Schwellen weisen besonders hohe Betonfestigkeiten
von über 60 N/mm
2 auf, die zur Aufnahme der Lasten möglichst voll genutzt werden. Bei Schwellen auf
Bahnhauptstrecken erreicht die Beanspruchung nahezu bei jeder Überfahrung die ihrer
Bemessung zugrunde liegende Größtlast und am kritischen Querschnitt die maximale zulässige
Zugspannung. Durch eine große Zugspannung entstehen Risse im Beton, die sich bei Entlastung
nicht wieder vollständig schließen. Diese bleibenden Risse können zu dauernden Schäden
und zur Zerstörung der Fertigteile führen (z.B. indem bei weiteren Lastwechseln von
unten Partikel in den Riß einwandern und die Rißbreite fortschreitend vergrößern).
[0006] Eingehende Untersuchungen der Anmelderin haben ergeben, daß die obengenannten Schäden
durch eine verbesserte Haftung zwischen Beton und den Spannstäben beseitigt werden
können. Diese verbesserte Haftung ist mit den üblich verwendeten glatten Spannstäben
nicht erreichbar. Sie war nur durch Einsatz von Profilstäben möglich. Gerippte Spannstäbe
aus vergütetem gewalzten Stahl schieden aus den oben genannten Gründen aus.
[0007] Aus der DE A 10 84 464 und der US PS 34 94 164 ist es auch bereits bekannt, kaltgezogene
profilierete Spannstäbe herzustellen. Durch einen nachgeschalteten Walzgang wird die
Mantelfläche der Stäbe mit muldenförmigen Vertiefungen versehen. Aus herstellungstechnischen
Gründen wurden bislang nach diesem Verfahren, jedoch nur Drähte oder Stäbe mit einem
für eine einfache vierstäbige Bewehrung von Gleisschwellen zu kleinen Querschnitt
gefertigt.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, geeignete haarnadelförmig biegbare Bewehrungsstäbe
zu finden, mit denen eine ausreichende Haftung erreichbar ist.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst, durch den kennzeichnenden Teil des Anspruchs, insbesondere
durch gezielte Initiierung einer Fertigung von profilierten Spannstäben mit Querschnittten
mit Durchmessern > 8 mm, mit denen eine Produktion von Spannbetonschwellen mit nachträglichem
Verbund unter Verwendung von profilierten Spannstäben erst möglich wird.
[0010] Die Erfindung wird durch die Figur 1 und 2 erläutert. Figur 1 und 2 zeigen eine Schwelle
im Längsschnitt (Fig.1) und Querschnitt (Fig.2) mit kreuzförmig verlegten haarnadelförmigen
Bewehrungsstäben.
[0011] Eine Spannbetonschwelle 1 wird mit Hilfe in der Schalung eingelegter geeigneter Formstäbe
mit den Beton 2 durchsetzenden Spannkanälen 3 versehen, in die haarnadelförmige Spannstäbe
4 aus profilierten Spannstahl nach Erhärtung des Betons eingezogen und anschließend
gespannt werden. Anschließend werden die Spannkanäle mit geeignetem Verpreßmörtel
verpreßt.
1. Spannbetonschwelle mit Vorspannung mit nachträglichem Verbund, in der eine aus zwei
kreuzweise verlegten haarnadelförmigen Spannstäben bestehende Spannstahlbewehrung
nach Erhärtung des Betons in vorgefertigte Kanäle eingeführt und gespannt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß für die Spannstahlbewehrung Spannstäbe aus profiliertem kaltgezogenem Stahl
verwendet werden, die durch einen nachgeschalteten Walzgang in der Mantelfläche mit
muldenförmigen Vertiefungen versehen sind.
1. Prestressed concrete sleeper with prestressing with later bonding, in which a steel
reinforcement consisting of two hairpin-shaped reinforcing rods laid crosswise is
introduced into prefabricated channels after the hardening of the concrete and tensioned,
characterised by the fact that reinforcing rods made of profiled cold drawn steel which are provided with trench-like
depressions in their surface through a later rolling operation, are used for the steel
reinforcement.
1. Poutre en béton précontraint post-tendu dans laquelle est introduite et tendue, dans
des gorges préfabriquées et après durcissement du béton, une armature de précontrainte
en acier constituée de deux tiges en forme d'épingles à cheveux posées selon un schéma
en croix,
caractérisée en ce que des barres de précontrainte en acier profilé étiré à froid servent à former l'armature
acier, une séquence de laminage ultérieure ayant conféré à la surface du corps desdites
barres des creux en forme d'auges.