[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Druckwerk mit rotierenden Druckwerkzylindern.
[0002] Ein Druckwerk hat eine Vielzahl von rotierenden Druckwerkzylindern. Ein Offsetdruckwerk
umfaßt z.B. einen Plattenzylinder und einen Gummituchzylinder. Der Plattenzylinder
und der Gummituchzylinder sind an ihren sich gegenüberliegenden Enden drehbar in dem
Druckwerkgestell gelagert. Der Plattenzylinder trägt eine Druckplatte mit einer Oberfläche,
auf der ein eingefärbtes Bild definiert ist, und der Gummituchzylinder trägt ein Drucktuch.
Während der Zylinderrotation in dem Druckwerk überträgt die sich auf dem Plattenzylinder
befindende Druckplatte das eingefärbte Bild auf das sich auf dem Gummituchzylinder
an einem Spalt zwischen dem Plattenzylinder und dem Gummituchzylinder befindende Gummituch.
Das sich auf dem Gummituchzylinder befindende Gummituch überträgt folglich das eingefärbte
Bild auf das Material, das gerade bedruckt wird, das kann z.B. eine Papierbahn sein.
[0003] Ein Druckwerk umfaßt normalerweise eine Schrägstelleinrichtung, um den Plattenzylinder
gegenüber dem Gummituchzylinder schrägzustellen. Wenn der Plattenzylinder gegenüber
dem Gummituchzylinder schräggestellt wird, verändert sich die Winkellage der Platte
auf dem Plattenzylinder gegenüber dem sich auf dem Gummituchzylinder befindenden Gummituch.
Die Winkellage des eingefärbten Bildes, das von der Platte auf das Gummituch - und
somit auf die Bahn - übertragen wird, wird ebenfalls verändert. Durch Verstellen der
Schrägstelleinrichtung wird die Ausrichtung des Bildes in bezug auf die Bahn angepaßt.
[0004] Ein Offsetdruckwerk umfaßt auch eine Abstelleinrichtung. Wenn die Druckplatte und/oder
das Drucktuch gewartet oder ausgewechselt werden müssen, werden die Zylinder in die
jeweilige Abstellposition gebracht. Sobald sich die Zylinder in Abstellposition befinden,
werden sie von einander beabstandet, um Zugang zu der Druckplatte, dem Drucktuch und
der Bahn zu erhalten.
[0005] Gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt ein Druckwerk ein Gestell, einen ersten und
einen zweiten Träger sowie einen ersten und zweiten Druckwerkzylinder. Der erste Träger
ist verschiebbar auf dem Gestell gelagert. Ein Ende des ersten Druckwerkzylinders
ist so gelagert, daß es sich mit dem ersten Träger verschiebt. Auch der zweite Träger
ist verschiebbar auf dem Gestell gelagert. Und ein Ende des zweiten Druckwerkzylinders
ist so gelagert, daß es sich mit dem zweiten Träger verschiebt.
[0006] Das Druckwerk umfaßt ferner eine Schrägstelleinrichtung und eine Abstelleinrichtung.
Die Schrägstelleinrichtung verändert die Winkellage des ersten und des zweiten Druckwerkzylinders
und beinhaltet Mittel zum Verschieben des ersten Trägers gegenüber dem Gestell und
Mittel zum Verschieben des zweiten Trägers gegenüber dem Gestell, unabhängig von der
Bewegung des ersten Trägers.
[0007] Die Abstelleinrichtung bewegt den ersten und den zweiten Druckwerkzylinder aufeinander
zu und weg voneinander. Diese Abstelleinrichtung beinhaltet ein motorisches Mittel,
um den ersten und den zweiten Träger gegenüber dem Gestell zu verschieben. Das motorische
Mittel ist zwischen dem ersten und dem zweiten Träger angeschlossen und umfaßt ein
erstes Stellmittel, das mit dem ersten Träger in Verbindung steht, ein zweites Stellmittel,
das mit dem zweiten Träger in Verbindung steht, sowie ein Mittel, um das erste und
das zweite Stellmittel in bezug aufeinander zu verschieben.
[0008] In einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist der erste Druckwerkzylinder
ein oberer Plattenzylinder und der zweite Druckwerkzylinder ein unterer Plattenzylinder.
Ein oberer Gummituchzylinder ist neben dem oberen Plattenzylinder angeordnet, und
ein unterer Gummituchzylinder ist neben dem unteren Plattenzylinder angeordnet. Wenn
die Schrägstelleinrichtung den ersten Träger gegenüber dem Gestell verschiebt, wird
der obere Plattenzylinder gegenüber dem oberen Gummituchzylinder schräggestellt. Wenn
die Schrägstelleinrichtung den zweiten Träger gegenüber dem Gestell verschiebt, wird
der untere Plattenzylinder gegenüber dem unteren Gummituchzylinder schräggestellt.
[0009] Das erste in dem motorischen Mittel vorgesehene Stellmittel ist ein mit einem Druckmedium
beaufschlagter Stellzylinder. Das zweite in dem motorischen Mittel vorgesehene Stellmittel
ist eine Kolbenstange, die in dem Stellzylinder beweglich gelagert ist und so auf
Druck in dem Stellzylinder reagiert. Der Stellzylinder ist schwenkbar mit dem ersten
Träger verbunden, und die Kolbenstange ist schwenkbar mit dem zweiten Träger verbunden.
Wenn der Stellzylinder unter Druck gesetzt wird, wodurch sich die Kolbenstange bewegt,
werden die Träger zwecks Abstellvorgangs in bezug aufeinander verschoben. Außerdem
werden der Stellzylinder und die Kolbenstange gegenüber den Trägern verschwenkt, wenn
diese Träger von der Schrägstelleinrichtung verschoben werden. Somit ist die Abstelleinrichtung
mit den Trägern derart verbunden, daß diese Träger unabhängig voneinander schräggestellt
werden können, während diese dennoch über die Abstelleinrichtung miteinander verbunden
bleiben.
[0010] Gemäß der vorliegenden Erfindung beinhaltet die Schrägstelleinrichtung ferner eine
Buchse und ein Stützmittel. Mittels der Buchse ist der erste Träger schwenkbar um
eine Achse gelagert. Mittels des Stützmittels ist der erste Träger so gelagert, daß
er sich unter Gleitkontakt mit dem Stützmittel in eine Richtung bewegt, die quer zur
Achse verläuft. Die Schrägstelleinrichtung schwenkt den ersten Träger um die Achse
und verschiebt diesen - unter Gleitkontakt mit dem Stützmittel - gleichzeitig quer
dazu.
[0011] In der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung verschiebt der erste Träger
das Ende des oberen Plattenzylinders auf einer Kreisbahn, die ihren Mittelpunkt auf
der Rotationsachse des oberen Gummituchzylinders hat, wenn der erste Träger um die
Achse geschwenkt und gleichzeitig unter Gleitkontakt mit dem Stützmittel quer dazu
bewegt wird. Das Stützmittel ist vorzugsweise ein Keil, der zwecks Pressungseinstellung
zwischen dem ersten und dem zweiten Träger quer zu dem ersten Träger verschiebbar
ist, dabei wird auch der Oberflächendruck zwischen der Druckplatte und dem Drucktuch
an dem Spalt zwischen dem oberen Plattenzylinder und dem oberen Gummituchzylinder
angepaßt. Entsprechende Keile sind zwischen den anderen Druckwerkzylindern vorgesehen.
[0012] Ferner umfaßt die bevorzugte Ausführung der vorliegenden Erfindung zur Lagerung des
einen Endes des unteren Gummituchzylinders einen dritten Träger. Das Gewicht des dritten
Trägers wird auf dem zweiten Träger abgestützt, so daß der dritte Träger von dem zweiten
Träger nach unten bewegt wird, wenn der zweite Träger von der Kolbenstange nach unten
bewegt wird. Der dritte Träger und der untere Gummituchzylinder, der auf dem dritten
Träger gelagert ist, fallen somit unter der Schwerkraftwirkung nach unten in eine
Abstellposition, wenn der zweite Träger und der untere Plattenzylinder von der Kolbenstange
in die jeweilige Abstellposition gebracht werden.
[0013] Die vorliegende Erfindung mit ihren sämtlichen Merkmalen wird dem Fachmann nachfolgend
anhand der Beschreibung einer bevorzugten Ausführung und den dazugehörenden Zeichnungen
näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Druckwerks,
- Fig. 2
- zeigt Teile der in Fig. 1 abgebildeten Einrichtung,
- Fig. 3
- zeigt andere Teile der in Fig. 1 abgebildeten Einrich tung, und
- Fig. 4
- zeigt weitere Teile der in Fig. 1 abgebildeten Einrich tung.
[0014] Ein erfindungsgemäßes Druckwerk 10 ist in Fig. 1 schematisch dargestellt. Dabei kann
es sich z.B. um ein lithographisches Offsetdruckwerk handeln, mit dem beide Seiten
einer Bahn 12 bedruckt werden. Das Druckwerk 10 beinhaltet einen oberen Plattenzylinder
14 und einen oberen Gummituchzylinder 16, der oberhalb der Bahn 12 vorgesehen ist,
sowie einen unteren Plattenzylinder 18 und einen unteren Gummituchzylinder 20, der
unterhalb der Bahn 12 vorgesehen ist. Die Zylinder 14 - 20 sind drehbar in dem aus
zwei Seitenwänden 22 bestehenden Gesteil gelagert, wobei eine Seitenwand in Fig. 1
abgebildet ist. Ein Motor 24 treibt einen Räderzug (nicht abgebildet) an, der mit
den Zylindern 14 - 20 derart verbunden ist, damit sich diese - wie in Fig. 1 durch
Pfeile angedeutet - drehen. Motor 24 und Räderzug können nach dem Stand der Technik
ausgebildet sein.
[0015] Der obere Plattenzylinder 14 trägt eine Druckplatte, die ein zu druckendes Bild definiert.
Die Druckplatte 30 ist als ein dünnes Blech ausgebildet und auf dem oberen Plattenzylinder
14 so gelagert, indem dieses um den oberen Plattenzylinder 14 herumgewunden ist. Ein
Verriegelungsmittel 32, das in dem oberen Plattenzylinder 14 vorgesehen ist, hält
die Druckplatte 30 auf diesem oberen Plattenzylinder 14 fest. Der obere Gummituchzylinder
16 trägt ein Drucktuch 34, das als Hülse ausgebildet ist, die wiederum auf dem oberen
Gummituchzylinder 16 so gelagert ist, indem diese Hülse teleskopartig über den oberen
Gummituchzylinder 16 ruscht. Ein anderes hülsenförmiges Drucktuch 36 ist entsprechend
auf dem unteren Gummituchzylinder 20 gelagert; und das Verriegelungsmittel 40 befestigt
eine andere Druckplatte 38 ist auf dem unteren Plattenzylinder 18.
[0016] Wenn sich die Zylinder 14 - 20 durch den Motor 24 und den Räderzug drehen, werden
beide Druckplatten 30, 38 mit Farbe versorgt, um darauf die eingefärbten Bilder zu
bilden. Das eingefärbte Bild auf der oberen Druckplatte 30 wird auf das an dem Spalt
zwischen dem oberen Plattenzylinder 14 und dem oberen Gummituchzylinder 16 vorgesehene
Drucktuch 34 übertragen. Somit überträgt das obere Drucktuch 34 das eingefärbte Bild
auf die obere Seite der Bahn 12 an dem Spalt 44, der von dem oberen und dem unteren
Gummituchzylinder 16, 20 gebildet wird. Die untere Druckplatte 38 überträgt das eingefärbte
Bild auf das untere Drucktuch 36 an dem Spalt 46, der von dem unteren Plattenzylinder
18 und dem unteren Gummituchzylinder 20 gebildet wird. Somit überträgt das untere
Drucktuch 36 das eingefärbte Bild an dem Spalt 44 auf die untere Seite der Bahn 14.
Das Druckwerk 10 bedruckt somit gleichzeitig beide Seiten der Bahn 12.
[0017] Wie in Fig. 2 veranschaulicht, umfaßt das Druckwerk 10 ferner eine Vielzahl von Trägern,
die an einer Seitenwand 22 an einem Ende der Druckzylinder 14 - 20 gelagert sind.
Ein erster Träger 50 ist mit dem oberen Plattenzylinder 14 verbunden. Ein zweiter
Träger 52 ist mit dem oberen Gummituchzylinder 16 verbunden. Ein dritter Träger 54
ist mit des unteren Plattenzylinder 18 verbunden, und ein vierter Träger 56 ist mit
dem unteren Gummituchzylinder 20 verbunden. Zum Abstellen und Schrägstellen der Druckwerkzylinder
14 - 20 sind die Träger 50-54 zueinander verschiebbar angeordnet. Eine entsprechende
Anordnung von Trägern ist mit den gegenüberliegenden Enden der Druckwerkzylinder 14
- 20 mit der anderen Seitenwand 22 verbunden. Die anderen Träger sind zum Abstellen
- nicht aber zum Schrägstellen - zueinander verschiebbar beweglich angeordnet, wie
oben beschrieben.
[0018] Der erste Träger 50 weist einen im wesentlichen kreisförmigen Hauptabschnitt 60 und
einen Stegabschnitt 62 auf, der sich horizontal zum Abschnitt 60 erstreckt. Der Stegabschnitt
62 des ersten Trägers 50 weist eine gekrümmte untere Fläche 64 auf, die dem zweiten
Träger 52 gegenüberliegt. Der Hauptabschnitt 60 des ersten Trägers 50 ist auf einer
Buchse 65 in der Seitenwand 22 gelagert. Die Buchse 65 definiert eine obere Abstellachse
66. Der erste Träger 50 ist derart verschiebbar zu der Seitenwand angeordnet, daß
dieser um die obere Abstellachse 66 geschwenkt werden kann.
[0019] Der obere Plattenzylinder 14 hat eine zentrale Achse 68 und ist so in einem Lager
70 gelagert, daß er sich um diese Achse 68 dreht. Dieses Lager 70 ist auf dem Hauptabschnitt
60 des ersten Trägers 50 abgestützt, um sich mit diesem in bezug auf die Seitenwand
22 zu bewegen. Der obere Plattenzylinder 14 wird somit von dem ersten Träger abgestützt,
um sich mit dem ersten Träger in bezug auf die Seitenwand 22 zu bewegen.
[0020] Der zweite Träger 52 ist an der Seitenwand 22 befestigt und trägt ein Lager 74, in
dem der obere Gummituchzylinder 16 drehbar um seine zentrale Achse 76 gelagert ist.
Der obere Gummituchzylinder 16 ist somit über den zweiten Träger 52 an der Seitenwand
gelagert, wobei die Achse 76 des zweiten Trägers in bezug auf die Seitenwand 22 fest
ist.
[0021] An dem zweiten Träger 52 ist ferner eine erste Keilanordnung 80 und eine zweite Keilanordnung
82 angeordnet. Die erste Keilanordnung 80 beinhaltet einen ersten Keil 84 und eine
Gewindestange 86, die durch eine Durchgangsbohrung hindurch in den zweiten Träger
52 reicht. Der erste Keil 84 ist auf der Stange 86 gelagert und beim Drehen der Stange
86 gegenüber dem zweiten Träger 52 horizontal verschiebbar. Entsprechend beinhaltet
die zweite Keilanordnung 82 einen zweiten Keil 88 und eine Gewindestange 90, die durch
eine Durchgangsbohrung hindurch in den zweiten Träger 52 reicht. Beim Drehen der Stange
90 in bezug auf den zweiten Träger 52 ist der zweite Keil 88 horizontal zu diesem
Träger 52 verschiebbar. Zum Drehen der Stange 90 ist auf derselben ein Griff 92 vorgesehen.
[0022] Der dritte Träger 54 ist analog zu dem ersten Träger 50 ausgebildet und weist einen
Im wesentlichen kreisförmigen Hauptabschnitt 94 und einen verlängerten Stegabschnitt
96 auf, der sich horizontal zu diesem Hauptabschnitt 94 erstreckt. Der Stegabschnitt
96 des dritten Trägers 54 weist eine gekrümmte obere Fläche 98 auf, die dem vierten
Träger gegenüberliegt. Der Hauptabschnitt 94 des dritten Trägers 54 ist in der Buchse
99 an der Seitenwand 22 befestigt. Die Buchse 99 definiert eine untere Abstellachse
100. Der dritte Träger 54 ist in bezug auf die Seitenwand 22 schwenkbar um die untere
Abstellachse 100 gelagert.
[0023] Der untere Plattenzylinder 18 umfaßt eine zentrale Achse 102 und ist in einem Lager
104 drehbar um die Achse 102 gelagert. Dieses Lager 104 ist auf dem Hauptabschnitt
94 des dritten Trägers 54 vorgesehen, um sich mit diesem dritten Träger 54 gegenüber
der Seitenwand 22 zu verschieben. Der untere Plattenzylinder 18 ist somit über den
dritten Träger 54 so gelagert, daß er mit diesem in bezug auf die Seitenwand 22 verschiebbar
angeordnet ist.
[0024] Der vierte Träger 56 ist derart in der Seitenwand 22 gelagert, daß er in bezug auf
diese Seitenwand 22 um eine Zwischen-Abstellachse 110 schwenkbar ist und weist ein
Lager 112 auf, in dem der untere Gummituchzylinder 20 um die zentrale Achse 114 drehbar
ist. Der untere Gummituchzylinder 20 ist über den vierten Träger 56 so gelagert, daß
dieser mit dem vierten Träger 56 gegenüber der Seitenwand 22 beweglich angeordnet
ist.
[0025] Außerdem ist an dem vierten Träger 56 eine dritte Keilanordnung 120 vorgesehen, die
analog der ersten Keilanordnung 80 ausgebildet ist und einen dritten Keil 122 beinhaltet,
der so auf einer Gewindestange 124 gelagert ist, daß er horizontal mit dieser gegenüber
dem vierten Träger 56 verschiebbar ist. Dieser vierte Träger 56 weist ferner eine
gekrümmte obere Fläche 126, die dem zweiten Träger 52 gegenüberliegt, sowie einen
Endanschlag 128 auf. Dieser Endanschlag 128 befindet sich gegenüber einem verstellbaren
Begrenzungsmittel 130, das an der Seitenwand 22 vorgesehen ist.
[0026] Ein Stellzylinder 140 ist schwenkbar mit dem ersten Träger 50 in der Nähe des äußeren
Endes des Stegabschnitts 62 verbunden, wie in Fig. 2 veranschaulicht. Eine Kolbenstange
142 ist von dem Stellzylinder 130 aus schwenkbar mit dem dritten Träger 54 in der
Nähe des äußeren Endes des Stegabschnitts 96 verbunden. Ein Abstellkontrollmittel,
das in Fig. 2 schematisch dargestellt ist, kontrolliert den Druck im Stellzylinder
140. Das Abstellkontrollmittel 150 kann eine entsprechende Vorrichtung umfasssen,
die vom Bediener des Druckwerks 10 zum Bewegen der Kolbenstange 142 beliebig betätigt
werden kann, so daß sich diese wahlweise in den Stellzylinder hinein- bzw. herausbewegt.
[0027] Wenn die Bahn im Druckwerk 10 - wie in Fig. 1 gezeigt - bedruckt wird, nehmen die
Träger 50 - 56 die in Fig. 2 angedeuteten Stellungen ein. Die gekrümmte obere Fläche
64 auf dem ersten Träger 50 befindet sich auf dem ersten Keil 84, der auf dem zweiten
Träger 52 vorgesehen ist. Die obere auf dem oberen Plattenzylinder 14 vorgesehene
Druckplatte 30 wird dann gegen das obere auf dem oberen Gummituchzylinder 16 vorgesehene
Drucktuch 34 gedrückt, wodurch Farbe auf dieses obere Drucktuch 34 übertragen wird.
[0028] Die zwischen den Oberflächen der oberen Druckplatte 30 und des oberen Drucktuchs
34 am Spalt 42 (Fig. 1) herrschende Pressung kann angepaßt werden, indem die horizontale
Lage des ersten Keils 84 zwischen dem ersten 50 und dem zweiten Träger 52 variiert
wird. Insbesondere kann die Oberflächenpressung im Spalt 42 verringert werden, indem
der erste Keil 84 nach links verschoben wird, wie in Fig. 2 veranschaulicht. In diesem
Fall übt dieser Keil eine größere Kraft aus, wodurch der erste Träger 50 und der zweite
Träger 52 auseinandergedrückt werden. Die von dem ersten Keil 84 ausgeübte Kraft drückt
auch den oberen Plattenzylinder 14 und den oberen Gummituchzylinder 16 auseinander,
was zu einer Gegenreaktion und Reduzierung des Oberflächendrucks am Spalt 42 führt.
Entsprechend kann der Oberflächenpressung im Spalt 42 erhöht werden, indem der erste
Keil 84 nach rechts verschoben wird, wie in Fig. 2 veranschaulicht.
[0029] Wenn der dritte Träger 54 die in Fig. 2 angedeutete Position einnimmt, stößt die
gekrümmte obere Fläche 98 auf dem Stegabschnitt 96 an den dritten Keil 122 auf dem
vierten Träger 56. Mittels des Stellzylinders 140 und der Kolbenstange 142 wird der
dritte Träger 54 in dieser Positin gehalten. Dieser dritte Träger 54 hält wiederum
den vierten Träger 56 in Position, wobei die gekrümmte obere Fläche 126 auf dem vierten
Träger 56 an den zweiten Keil 88 auf dem zweiten Träger 52 stößt. Die untere Druckplatte
38 und das untere Drucktuch 36 werden dann zwecks Farbübertragung am Spalt 46 aneinandergedrückt.
Außerdem stehen das untere Drucktuch 36 und das obere Drucktuch 34 mit den jeweiligen
gegenüberliegenden Seitenflächen der Bahn 12 am Spalt 44 in einer Farbübergabebeziehung
und werden somit an diesem Spalt 44 wirksam aneinandergedrückt.
[0030] Analog der Anpassung der Oberflächenpressung im Spalt 42 kann auch die Oberflächenpressung
im Spalt 44 bzw. 46 angepaßt werden, indem die horizontale Lage des zweiten 88 bzw.
dritten Keils 122 verstellt wird. Gemäß diesem Merkmal der vorliegenden Erfindung
beinhalten die Druckwerkzylinder des Druckwerks 10 keine Schmitzringe, die bei einem
herkömmlichen Druckwerk die Oberflächenpressung in dem jeweiligen Zylinderspalt regeln.
In dem Druckwerk 10 wird die Oberflächenpressung in dem Spalt 42 bzw. 44 bzw. 46 mittels
der verstellbaren Keilanordnung 80 bzw. 82 bzw. 120 geregelt, je nach Stellzustand
von Stellzylinder 140 und Kolbenstange 142.
[0031] Sobald ein Druckvorgang beendet ist, werden die Druckwerkzylinder 14 - 20 voneinander
abgestellt. Das Abstellkontrollmittel 150 wird betätigt, um den Stellzylinder 140
unter Druck zu setzen, damit die Kolbenstange 142 sich aus dem Stellzylinder 140 herausbewegt.
Die Kolbenstange 142 bewegt sich dann nach unten, wie in Fig. 2 verdeutlicht, und
schwenkt den dritten Träger 54 im Uhrzeigersinn um die untere Abstellachse 100. Das
Gewicht des vierten Trägers 56 sowie ungefähr das halbe Gewicht des unteren Gummituchzylinders
20 und des unteren Drucktuchs 36 lasten auf dem dritten Träger 54, auf dessen gekrümmter
oberer Fläche 98 der dritte Keil 122 liegt. Der vierte Träger 56 ist derart gelagert,
daß er von dem dritten Träger nach unten getragen wird, d.h. sich vielmehr unter dem
Einfluß der Schwerkraft nach unten bewegt, wenn der dritte Träger 54 von der Kolbenstange
142 nach unten bewegt wird. Durch die Schwerkraft wird der vierte Träger 56 wird im
Uhrzeigersinn um die Zwischen-Abstellachse 110 herum- und von dem zweiten Träger weggeschwenkt.
Auf diese Weise entfernt sich der vierte Träger 56 solang vom zweiten Träger 52, bis
der Endanschlag auf das Begrenzungsmittel 130 an der Seitenwand 22 auftrifft. So kann
der vierte Träger 56 seine Abstellposition einnehmen, in der er von dem zweiten Träger
52 beabstandet ist. Bei fortgesetzter Abwärtsbewegung der Kolbenstange 142 wird dann
der dritte Träger 54 von dem vierten Träger 56 weggeschwenkt. Der dritte Träger 54
wird solang von dem vierten Träger 56 wegbewegt, bis der Stegabschnitt 96 des dritten
Trägers 54 auf den unteren Anschlag 160 an der Seitenwand 22 auftrifft. So wird der
dritte Träger 54 in seine Abstellposition gebracht, in der er von dem vierten Träger
56 beabstandet ist.
[0032] Nachdem die Schwenkbewegung des dritten Trägers 54 von dem unteren Anschlag angehalten
worden ist, wird der Stellzylinder 140 weiter unter Druck gesetzt, so daß dieser eine
Aufwärtsbewegung ausführt, wie in Fig. 2 gezeigt. Entgegen dem Uhrzeigersinn wird
der erste Träger 50 um die obere Abstellachse 66 geschwenkt. Solch eine Bewegung des
ersten Trägers 50 setzt sich solange fort, bis der Stegabschnitt 62 des ersten Trägers
50 auf einem oberen Anschlag 162 an der Seitenwand 22 auftrifft. So wird der erste
Träger 50 in seine Abstellposition gebracht, in der dieser von dem zweiten Träger
52 beabstandet ist.
[0033] Wenn die Träger 50, 54 und 56 in die jeweilige Abstellposition gebracht worden sind,
werden die Druckwerkzylinder 14 - 20 an dem jeweiligen Spalt 42, 44 und 46 genügend
weit voneinander abgestellt, daß ein Zugang zu der jeweiligen Druckplatte und dem
jeweiligen Drucktuch möglich ist. Wenn der Druckvorgang wieder aufgenommen werden
soll, werden die Träger 50, 54 und 56 sowie die Zylinder 14, 18 und 20 in ihre jeweilige
Arbeitsposition zurückbewegt, nachdem - unter dem Einfluß des Abstellkontrollmittels
- die oben genannte Bewegungsabfolge umgekehrt worden ist. Wie oben erwähnt, ist zum
Abstellen der Druckwerkzylinder 14 - 20 eine entsprechende Trägeranordnung an den
gegenüberliegenden Enden dieser Druckwerkzylinder 14 - 20 vorgesehen.
[0034] Das Druckwerk 10 beinhaltet ferner Mittel zum Schrägstellen des oberen 14 und des
unteren Plattenzylinders 18. Wie in Fig. 3 gezeigt, definiert die Buchse 65 - zusätzlich
zu der oberen Abstellachse 66 - eine obere Schrägstellachse 170. Diese Buchse 65 weist
einen Hauptabschnitt 172 und einen exzentrischen Abschnitt 174 auf. Diese obere Schrägstellachse
170 ist die zentrale Achse des Hauptabschnitts 172. Die obere Abstellachse 66 ist
die zentrale Achse des exzentrischen Abschnitts 174. Dieser Hauptabschnitt 172 der
Buchse 65 ist an der Seitenwand 22 so gelagert, daß er in bezug auf diese Seitenwand
22 um die obere Schrägstellachse 170 drehbar ist. Wenn der Hauptabschnitt 172 sich
um die obere Schrägstellachse 170 dreht, dreht sich auch der exzentrische Abschnitt
174 um diese obere Schrägstellachse 170. Die obere Abstellachse 66 auf dem exzentrischen
Abschnitt 174 bewegt sich dann auf einer auf der oberen Schrägstellachse 170 zentrierten
Kreisbahn nach rechts bzw. links, wie in Fig. 3 gezeigt.
[0035] Eine Schrägstelleinrichtung 180 beinhaltet einen Hebel 181 und eine Verstellstange
182, die zwischen der Seitenwand 22 und dem Hauptabschnitt 172 der Buchse 65 miteinander
verbunden sind. Der Hebel 181 und der Hauptabschnitt 172 sind wiederum miteinander
verbunden sind, um sich gemeinsam um die obere Schrägstellachse 170 zu drehen. Ein
Endabschnitt der Verstellstange 182 ist an der Seitenwand 22 schwenkbar um eine Achse
183 und mittels eines Motors 185 auch drehbar um seine eigene Längsachse 184 gelagert.
Das andere Ende der Verstellstange 182 ist mit einem Außengewinde versehen und wird
von einer Hülse mit Innengewinde 186 aufgenommen, die gegenüber dem Hebel 181 so verbunden
ist, daß diese mit diesem Hebel 181 um eine Achse 188 schwenkbar ist. Wenn die Verstellstange
182 sich in der Buchse 186 dreht, bewegt diese sich in die Hülse 186 hinein bzw. heraus
und verschiebt diese Hülse 186 nach rechts bzw. links, wie in Fig. 3 veranschaulicht.
Aufgrund solche Bewegungen der Buchse 186 dreht sich der Hebel 180 und die Buchse
65 um die obere Schrägstellachse 170.
[0036] Der erste Träger 50 ist auf dem exzentrischen Abschnitt 174 der Buchse 65 um diesen
drehbar gelagert und somit auch in der Buchse 65 gegenüber der Seitenwand 22 schwenkbar
um die obere Abstellachse 66 befestigt, wie in bezug auf Fig. 2 bereits beschrieben.
Wenn die Buchse 65 sich mittels der Verstellstange 182 um die obere Schrägstellachse
170 dreht, dreht sich der Hauptabschnitt 60 des ersten Trägers 50 mit dem exzentrischen
Abschnitt 174 der Buchse 65 um die obere Schrägstellachse 170. Der Hauptabschnitt
60 des ersten Trägers 50 bewegt sich dann unter Gleitkontakt mit der oberen Fläche
190 des ersten Keils 84 nach rechts bzw. links, wobei die gekrümmte untere Fläche
64 des ersten Keils 84 auf der oberen Fläche 190 verbleibt. Der erste Träger 50 bewegt
sich quer zu dem oberen Gummituchzylinder 14. Das Ende des oberen Plattenzylinders
14, das von dem ersten Träger 50 abgestützt wird, verschiebt sich quer zu diesem ersten
Träger 50. Das gegenüberliegende Ende des oberen Plattenzylinders 14 bewegt sich nicht
quer zu diesem ersten Träger 50. So wird die Winkellage der Achse 68 des oberen Plattenzylinders
14 gegenüber der Achse 76 des oberen Gummituchzylinders 16 schräggestellt, wenn der
erste Träger 50 quer zum Gummituchzylinder 16 bewegt wird. Der Betrag, um den der
obere Plattenzylinder 14 schräggestellt wird, wird von dem Betrag bestimmt, um den
sich die Verstellstange 182 mittels des Motors 185 dreht, um wiederum die Buchse 65
um die obere Schrägstellachse 170 zu drehen.
[0037] Wie oben beschrieben, bewegt sich die Achse 66 des exzentrischen Abschnitts 174 der
Buchse 65 auf einer Kreisbahn, die auf der oberen Schrägstellachse 170 zentriert ist.
Der Hauptabschnitt 60 des ersten Trägers 50 bewegt sich mit dem exzentrischehn Abschnitt
174 der Buchse 65 um diese obere Schrägstellachse 170. überdies führt die gekrümmte
untere Fläche 64 des ersten Trägers 50 den Stegabschnitt 62, wobei dieser sich drehend
in Gleitkontakt mit der oberen Fläche 190 des ersten Keils 84 befindet, wenn sich
der Hauptabschnitt 60 um die obere Schrägstellachse 170 dreht. Die gekrümmte untere
Fläche 64 weist einen besonderen Krümmungsradius auf, der mit der oberen Fläche 190
und der Buchse 65 zusammenwirkt, um den gesamten ersten Träger 50 auf einer auf der
Achse 76 des oberen Gummituchzylinders zentrierten Kreisbahn zu bewegen. Die Achse
68 des oberen Plattenzylinders 14 läuft somit auf einer auf der Achse 76 des oberen
Gummituchzylinders 16 zentrierten Kreisbahn, wenn der obere Plattenzylinder 14 schräggestellt
wird. Deshalb bleibt die Entfernung zwischen den Achsen 68 und 76 im wesentlichen
unverändert, wenn der Plattenzylinder 14 schräggestellt wird. Folglich bleibt auch
der Oberflächenpressung im Spalt 42 im wesentlichen unverändert, wenn der obere Plattenzylinder
14 schräggestellt wird.
[0038] Analog sind die Buchse 99 und eine Schrägstelleinrichtung 200 mit dem unteren Plattenzylinder
18 und dem unteren Gummituchzylinder 20 verbunden, wie in Fig. 4 veranschaulicht.
[0039] Entsprechend der Buchse 65 definiert die Buchse 99 eine untere Schrägstellachse 202
zusätzlich zu der unteren Abstellachse 100. Entsprechend der Schrägstelleinrichtung
180 beinhaltet die Schrägstelleinrichtung 200 einen Hebel 204 und eine Verstellstange
206, die zwischen der Seitenwand 22 und der Buchse 99 befestigt sind. Wenn sich die
Verstellstange 206 mittels eines Motors 208 um die Längsachse dreht, drehen sich der
Hebel 204 und die Buchse 99 zusammen um die untere Schrägstellachse 202. Die Buchse
99 und der dritte Keil 122 wirken mit dem dritten Träger 54 zusammen, um diesen quer
zu dem unteren Gummituchzylinder 20 zu verschieben, so daß der erste Träger 50 sich
quer zu dem oberen Gummituchzylinder 16 bewegt. Die Achse 102 des unteren Plattenzylinders
18, der an einem Ende so gelagert ist, daß dieser den dritten Träger 54 bewegt, bewegt
sich dann quer zu der Achse 114 des unteren Gummituchzylinders 20 auf einer auf dieser
Achse 114 des unteren Gummituchzylinders zentrierten Kreisbahn. So wird der untere
Plattenzylinder 18 in bezug auf den unteren Gummituchzylinder 20 schräggestellt. Mittels
der Schwenkverbindungen zwischen dem Stellzylinder 140, der Kolbenstange 142, den
Trägern 50, 54 können der Stellzylinder 140 und die Kolbenstange 142 in bezug auf
die Träger 50, 54 nach der Schrägstellung derselben verschwenkt werden. Deshalb können
der obere und der untere Plattenzylinder 14, 18 unabhängig voneinander schräggestellt
werden und bleiben dennoch zwecks Zylinderabstellung miteinander verbunden.
1. Einrichtung, die folgendes umfaßt:
ein Gestell (22);
einen ersten Druckwerkzylinder (14), der eine Rotationsachse (68) aufweist;
einen Träger (50), der beweglich an dem Gestell (22) gelagert ist, wobei an diesem
Träger (50) ein Ende des ersten Druckwerkzylinders (14) gelagert ist, um gemeinsam
mit diesem Träger gegenüber dem Gestell (22) verschoben zu werden;
einen zweiten an dem Gestell (22) gelagerten Druckwerkzylinder (16), der eine Rotationsachse
(76) aufweist; und
eine Schrägstelleinrichtung zum Verstellen der Winkellagen des ersten (12) und des
zweiten Druckwerkzylinders (12, 14) zueinander, wobei diese Schrägstelleinrichtung
eine Buchse (65) hat, in der der Träger (50) drehbar um die Achse (170) gelagert ist,
sowie ein Stützmittel (84), das mit einer Fläche (190) versehen ist, auf der dieser
Träger (50) so gelagert ist, daß er sich in eine Richtung bewegt, die unter Gleitkontakt
mit dieser Fläche (190) des Stützmittels (84) quer zu der Achse (170) verläuft;
die Schrägstelleinrichtung umfaßt ferner Mittel, mit denen der Träger (50) um die
Achse (170) gedreht und gleichzeitig unter Gleitkontakt mit dieser Fläche (190) des
Stützmittels (84) auch in diese querverlaufende Richtung verschoben wird.
2. Einrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger (50) dieses eine Ende des ersten Druckwerkzylinder s (14) auf einer
auf der Rotationsachse (76) des zweiten Druckwerkzylinders (16) zentrierten Kreisbahn
bewegt, wenn der Träger (50) um die Achse (170) gedreht und gleichzeitig unter Gleitkontakt
mit der Fläche (190) des Stützmittels (84) in die querverlaufende Richtung verschoben
wird.
3. Einrichtung gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger (50) eine Oberfläche (64) aufweist, die an die Oberfläche (190) des
Stützmittels (84) stößt, wobei mindestens eine dieser Oberflächen (64, 190) gekrümmt
ist, wodurch der Träger (50) sich gegenüber dem Stützmittel (84) dreht, wenn dieser
Träger (50) sich um die Achse (170) dreht und gleichzeitig unter Gleitkontakt mit
der Oberfläche (190) des Stützmittels (84) in die querverlaufende Richtung verschoben
wird.
4. Einrichtung gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Trägeroberfläche (64) gekrümmt ist.
5. Einrichtung, die folgendes umfaßt:
ein Gestell (22);
einen ersten Druckwerkzylinder (14), an dem ein erstes Druckmittel (30) mit einer
zylindrischen Druckfläche gelagert ist;
einen ersten Träger (50), der an dem Gestell (22) gelagert ist und an dem wiederum
der erste Druckwerkzylinder (14) gelagert ist;
einen zweiten Druckwerkzylinder (16), an dem ein zweites Druckmittel (34) mit einer
zylindrischen Druckfläche gelagert ist;
einen zweiten Träger (52), der auf dem Gestell (22) gelagert ist und an dem wiederum
der zweite Druckwerkzylinder (16) gelagert ist;
Abstellmittel, an denen der erste und der zweite Träger (50, 52) an dem Gestell (22)
beweglich zueinander gelagert sind, wobei diese Abstellmittel Mittel zum Verschieben
des ersten Trägers (50) gegenüber dem zweiten Träger (52) umfassen, wodurch der erste
Druckwerkzylinder (14) gegenüber dem zweiten Druckwerkzylinder (16) zwischen einer
Druckposition und einer Abstellposition hin- und herbewegt wird, wobei das erste und
das zweite Druckmittel (30, 34) an einem Spalt (42) zwischen dem ersten und dem zweiten
Druckwerkzylinder (14, 16) zusammengedrückt wird, wenn der erste Druckwerkzylinder
(14) in Druckposition ist, wobei das erste und das zweite Druckmittel (30, 34) voneinander
abgestellt sind, wenn der erste Druckwerkzylinder (14) in Abstellposition ist; und
Druckkontrollmittel zum Kontrollieren des Drucks zwischen dem ersten und dem zweiten
Druckmittel (30, 34), wenn dieses erste und dieses zweite Druckmittel (30, 40) am
Spalt (42) zusammengedrückt werden, wobei die Druckkontrollmittel Keilmittel umfassen,
die zwischen dem ersten und dem zweiten Träger (50, 52) hin- und herbewegbar sind,
um deren Stellungen in bezug aufeinander zu kontrollieren, wenn der erste Druckwerkzylinder
(14) in Druckposition ist.
6. Einrichtung gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Keilmittel einen Keilteil (84) umfaßt, der so gelagert ist, daß er horizontal
zwischen dem ersten und dem zweiten Träger (50, 52) in eine Richtung verschoben werden
kann, die sich quer zu den Längsrotationsachsen (68, 76) des ersten und des zweiten
Druckwerkzylinders (14, 16) erstreckt.
7. Einrichtung gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß weder der erste noch der zweite Druckwerkzylinder (14, 16) mit Schmitzringen versehen
ist.
8. Einrichtung gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Träger (52) an dem Gestell (22) befestigt ist.
9. Einrichtung, die folgendes umfaßt:
ein Gestell (22);
einen ersten Druckwerkzylinder (16), der am dem Gestell (22) gelagert ist;
einen zweiten Druckwerkzylinder (20), der an dem Gestell (22) gelagert ist; und
Abstellmittel, um den zweiten Druckwerkzylinder (20) an den ersten Druckwerkzylinder
(16) anzustellen, d.h. in Druckposition zu bringen, bzw. von diesem abzustellen, d.h.
in Abstellposition zu bringen, wobei die Abstellmittel Mittel umfassen, die den zweiten
Druckwerkzylinder (20) mittels Schwerkraft von der einen Position in die andere bringen.
10. Einrichtung gemäß Anspruch 9,
mit einem Träger (56), der an dem Gestell (22) beweglich gelagert ist und einen Teil
des Gewichts des zweiten Druckwerkzylinders (20) trägt, einem an dem Gestell (22)
beweglich gelagerten Tragelement (54), das einen Teil des Gesamtgewichts des Trägers
(56) und des zweiten Druckwerkzylinders (20) trägt, sowie mit einem Motormittel (140,
142), mit dem das Tragelement (54) senkrecht zu dem Gestell (22) verschoben wird,
wobei dieses Tragelement (54) den Träger (56) und den zweiten Druckwerkzylinder (20)
senkrecht zu dem Gestell (22) trägt, wenn dieses Tragelement (54) durch das Motormittel
(140, 142) senkrecht verschoben wird.
11. Einrichtung gemäß Anspruch 10,
mit einem dritten Druckwerkzylinder (18) und einem Begrenzungsmittel (130), wobei
das Tragelement (54) den dritten Druckwerkzylinder (18) trägt, um zusammen mit diesem
bewegt zu werden, wobei das Begrenzungsmittel (130) die Abwärtsbewegung des Trägers
(56) zusammen mit dem Tragelement (54) begrenzt, wobei das Motormittel (140, 142)
das Tragelement (54) nach unten und von dem Träger (56) weg bewegen, nachdem das Begrenzungsmittel
(130) die Abwärtsbewegung von Träger (56) und Tragelement (54) begrenzt, wobei das
Motormittel (140, 142) den dritten Druckwerkzylinder (18) in eine Stellung verschiebt,
in der dieser von dem zweiten Druckwerkzylinder (20) abgestellt ist.
12. Einrichtung gemäß Anspruch 11,
wobei dieser erste Druckwerkzylinder (16) ein oberer Gummituchzylinder, der zweite
Druckwerkzylinder (20) ein unterer Gummituchzylinder und der dritte Druckwerkzylinder
(18) ein unterer Plattenzylinder ist.
13. Einrichtung mit:
einem Gestell (22);
einem ersten Träger (50), der beweglich an dem Gestell gelagert ist;
einem ersten Druckwerkzylinder (14), dessen eines Ende an dem ersten Träger (50) gelagert
ist, um zusammen mit diesem ersten Träger (50) verschoben zu werden;
einem zweiten Träger (54), der beweglich an dem Gestell (22) gelagert ist;
einem zweiten Druckwerkzylinder (18), dessen eines Ende an dem zweiten Träger (54)
gelagert ist, um zusammen mit diesem zweiten Träger (54) verschoben zu werden;
Schrägstellmittel zum Verstellen der Winkellagen des, ersten und des zweiten Druckwerkzylinders
(14, 18) zueinander, wobei diese Schrägstellmittel Mittel zum Verschieben des ersten
Trägers (50) gegenüber dem Gestell (22) sowie Mittel zum Verschieben des zweiten Trägers
(54) gegenüber dem Gestell (22) - unabhängig von der Bewegung des ersten Trägers (50)
- beinhalten;
Abstellmitteln für den ersten und den zweiten Druckwerkzylinder (14, 18), um diese
voneinander ab- bzw. aneinander anzustellen, wobei diese Abstellmittel Motormittel
umfassen, um den ersten und zweiten Träger. (50, 54) gegenüber dem Gestell (22) zu
verschieben;
wobei diese Motormittel zwischen dem ersten und dem zweiten Träger (50, 54) vorgesehen
sind und ein erstes Stellmittel (140) und ein zweites Stellmittel (142) sowie Mittel
umfassen, mit denen das erste und das zweite Stellmittel (140, 142) zueinander bewegt
werden, wobei das erste Stellmittel (140) mit dem ersten Träger (50) und das zweite
Stellmittel (142) mit dem zweiten Träger (54) verbunden ist.
14. Einrichtung gemäß Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Stellmittel (140) schwenkbar mit dem ersten Träger (50) verbunden ist,
während das zweite Stellmittel (142) schwenkbar mit dem zweiten Träger (54) verbunden
ist, und daß diese Stellmittel (140, 142) in bezug auf die Träger (50, 54) verschwenkbar
sind, wenn diese Träger von den Schrägstellmitteln verschoben werden.
15. Einrichtung gemäß Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Stellmittel (140) ein Stellzylinder und das zweite Stellmittel (142)
eine Kolbenstange ist, die in dem Stellzylinder (140) beweglich ist und auf den in
diesem Stellzylinder herrschenden Druck reagiert.
16. Einrichtung gemäß Anspruch 15,
mit einem dritten an dem Gestell (22) befestigten Träger (52), einem oberen Gummituchzylinder
(16), dessen eines Ende an dem dritten Träger (52) gelagert ist, einem vierten Träger,
der beweglich an dem Gestell (22) gelagert ist, sowie einem unteren Gummituchzylinder
(20), dessen eines Ende so gelagert ist, daß es sich mit diesem vierten Träger (56)
bewegt, wobei der erste Druckwerkzylinder (14) ein oberer Plattenzylinder ist, der
neben dem oberen Gummituchzylinder (16) angeordnet ist, und der zweite Druckwerkzylinder
(18) ein unterer Plattenzylinder ist, der neben dem unteren Gummituchzylinder (20)
angeordnet ist.
17. Einrichtung gemäß Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstellmittel den zweiten Träger (54) um einen vorbestimmten Betrag von einer
Druckposition in eine Abstellposition bringt, wobei der vierte Träger (56) an dem
zweiten Träger (54) gelagert ist, um sich mit diesem in einem ersten Bereich des vorbestimmten
Betrages der Verschiebung zu bewegen, wobei der zweite Träger (54) von dem vierten
Träger (56) in dem verbleibenden Bereich des vorbestimmten Betrages der Bewegung beabstandet
werden kann.