[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur thermochemisch-thermischen Behandlung von
Einsatzstählen, bei denen eine Randzone eines Werkstükkes, insbesondere Tassenstößel,
Wälzlagerteile, Getriebe- und Kupplungselemente, mit Kohlenstoff und Stickstoff angereichert
und anschließend einer martensitischen Härtung unterzogen wird.
[0002] Ein derartiges Verfahren stellt das Karbonitrieren zum Behandeln eines Werkstückes
im austenitischen Zustand mit dem Zweck der Anreicherung der Randschicht mit Kohlenstoff
und mit Stickstoff dar, wobei sich beide Elemente danach im Austenit in fester Lösung
befinden. Im Anschluß an diese Behandlung erfolgt im allgemeinen unmittelbar ein Abschrecken
zur Erzielung einer Härtung. Durch Karbonitrieren werden die Oberflächenhärte und
Verschleißfestigkeit der Konstruktionsteile verbessert (Technologie der Wärmebehandlung
von Stahl, S. 169 ff, VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1986).
[0003] Die nach diesem Verfahren behandelten Werkstücke weisen zwar verbesserte Eigenschaften
hinsichtlich der Verschleißfestigkeit auf, die jedoch für tribologisch hoch beanspruchte
Bauteile wie beispielsweise die Kontaktflächen von Tassenstößeln im Ventiltrieb einer
Brennkraftmaschine nicht in jedem Anwendungsfall ausreichen. Darüberhinaus ist wegen
der geforderten Formgenauigkeit bei karbonitrierten Teilen ein Schleifen dieser Bauteile
nötig, so daß im Zuge dieser spanenden Formgebung die hoch angereicherte, verschleißfeste
äußerste Oberflächenschicht zumindest teilweise weggeschliffen wird.
[0004] Ein anderes Verfahren zur Erhöhung der Verschleißbeständigkeit ist das Nitrokarburieren.
Dies ist ein thermochemisches Verfahren zum Anreichern der Randschicht eines Werkstückes
mit Stickstoff und Kohlenstoff unter Bildung einer Verbindungsschicht, wobei sich
unterhalb der Verbindungsschicht eine vor allem mit Stickstoff angereicherte Diffusionsschicht
bildet. Voraussetzung für die Funktionstüchtigkeit nitrokarburierter Teile ist neben
dem Vorhandensein dieser mit Stickstoff und Kohlenstoff angereicherten, ausreichend
dicken Verbindungsschicht eine entsprechende Stützwirkung der Diffusionsschicht unter
der naturgemäß mehr oder weniger spröden Verbindungsschicht.
[0005] Der Nachteil dieses Verfahrens besteht nun darin, daß die unter der Verbindungsschicht
liegende Diffusionsschicht bei tribologisch hohen Beanspruchungen, wie beispielsweise
durch Fremdkörper im Ölkreislauf einer Brennkraftmaschine, zu plastischer Verformung
neigt und als Folge davon zu Beschädigungen der Verbindungsschicht führen kann.
[0006] Ein anderes Verfahren zur thermochemisch-thermischen Behandlung von Eisenwerkstoffen,
dessen Randzonen mit Kohlenstoff und Stickstoff angereichert und anschließend einer
martensitischen Härtung unterzogen werden, ist aus der FR-A-22 83 244 bekannt. Dies
erfolgt derart, daß die zu behandelnden Teile karbonitriert, in Öl abgeschreckt, nitrokarburiert,
abgeschreckt angelassen und wieder abgekühlt werden.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein thermochemisch-thermisches Behandlungsverfahren
zu schaffen, das bei tribologisch hoch beanspruchten Bauteilen eine ausreichende Verschleißfestigkeit
gewährleistet.
[0008] Diese Aufgabe wird nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst durch mehrere aufeinanderfolgende
Verfahrensschritte.
[0009] - Ein erster Verfahrensschritt besteht aus einem Karbonitrieren bei einer Temperatur
von 780 bis 1.050 °C, wobei in der Randzone eine Aufkohlung und Aufstickung von 0,4
bis 0,9 Gewichtsprozent Kohlenstoff und 0,1 bis 0,8 vorzugsweise 0,3 bis 0,7 Gewichtsprozent
Stickstoff eingestellt wird. Die hohen Temperaturen sorgen dafür, daß der Austenit
in der Randzone ein entsprechend hohes Lösungsvermögen sowohl für Kohlenstoff als
auch für Stickstoff aufweist. Die Anreicherung der Diffusionselemente Stickstoff und
Kohlenstoff hat dabei so zu erfolgen, daß deren Löslichkeit im Austenit nicht überschritten
wird, d. h. das Kohlenpotential in der Atmosphäre ist dabei entsprechend der S-E-Linie
im Eisenkohlenstoff-Diagramm abzustimmen. Entsprechendes gilt für das Stickstoffangebot
gemäß dem Zustandsdiagramm Eisen-Stickstoff. Die Haltezeit während des Karbonitrierens,
die ein bis vier Stunden betragen kann, richtet sich nach der gewünschten Einhärtetiefe,
deren Obergrenze bei einem Millimeter liegen kann. Erreicht wird die chemische Zusammensetzung
der Randzone durch Diffusion von Kohlenstoff und Stickstoff bei den genannten Temperaturen
in bekannter Weise unter Verwendung eines Arbeitsgases, das sowohl kohlenstoffabgebende
Komponenten als auch stickstoffabgebende Komponenten enthält.
[0010] An das Karbonitrieren schließt sich als zweiter Verfahrensschritt eine schnelle Unterkühlung
des Härtegutes durch Abschrecken in geeigneten Medien an. Die Abschreckung soll, beispielsweise
in einem Ölbad, auf Temperaturen deutlich unter dem Martensitstartpunkt der Randzone
erfolgen. Dadurch wird der Diffusionsvorgang der Eisenbegleiter Stickstoff und Kohlenstoff
unterbrochen und die Zementitausscheidung an den Austenitkorngrenzen unterdrückt und
es entsteht ein Gefüge, das sich aus Kohlenstoff und Stickstoff enthaltendem Martensit
und einem Restaustenitanteil bis zu 50 % zusammensetzt. Die Oberflächenhärten liegen
dabei zwischen 65 und 55 Härte Rockwell. Ziel der gleichzeitigen Anreicherung mit
Kohlenstoff und Stickstoff ist im vorliegenden Fall eine Erhöhung der Anlaßbeständigkeit
besagten Einsatzstahles gegenüber dem Einsatzhärten.
- An das Karbonitrieren schließt sich als dritter Verfahrensschritt eine Wärmebehandlung
an, im Zuge derer der Werkstoff bei 520 bis 650°, d. h. 20 bis 40° C über der nachfolgenden
Nitrocarburiertemperatur, angelassen wird. Die Aufheizgeschwindigkeit liegt dabei
zwischen 10 bis 30° pro Minute und die Haltezeit beträgt etwa 1 bis 2 Stunden. Nach
dem Anlassen schließt sich als vierter Verfahrensschritt eine Abkühlung auf Raumtemperatur
an, wobei die Abkühlgeschwindigkeit so gewählt wird, daß durch die Abkühlung keine
neuen Spannungen im Bauteil erzeugt werden. Durch das Anlassen bei einer Temperatur
von 20 bis 40° C über der Nitrokarburiertemperatur wird erreicht, daß sich der durch
das Karbonitrieren im Randbereich des Werkstückes eingestellte Gefügezustand beim
nachfolgenden Nitrokarburieren durch Temperatureinflüsse nicht mehr verändert. Da
jede Änderung des Gefügezustandes mit einer Volumenvergrößerung bzw. -verkleinerung
verbunden ist, wird eine derartige Volumenänderung beim nachfolgenden Nitrokarburieren
ausgeschlossen. Darüberhinaus wird der beim vorhergehenden Karbonitrieren mit nachfolgender
Abkühlung mit inneren Spannungen eingefrorene Ungleichgewichtszustand in ein bei der
Nitrokarburiertemperatur im Gleichgewicht befindliches Gefüge umgewandelt. Der Abbau
von inneren Spannungen beim Anlassen ist ebenfalls mit Maß- und Formänderungen des
Werkstückes verbunden.
- Nach der Anlaßbehandlung werden die durch die vorhergehenden Behandlungsstufen Karbonitrieren
und Anlassen eingetretenen Form- und Maßänderungen der Teile durch einen spangebenden
Formgebungsprozeß als fünften Verfahrensschritt korrigiert, um die zu nitrokarburierenden
Teile auf das Fertigteilendmaß zu bringen. Gegebenenfalls ist dabei ein durch die
Stickstoff- und Kohlenstoffaufnahme beim Nitrokarburieren eintretendes Volumenwachstum
maßlich zu berücksichtigen.
- Nach der spanenden Formgebung schließt sich als sechster Schritt des erfindungsgemäßen
Verfahrens das Nitrokarburieren an. Ziel ist der Aufbau einer bis zu 20µm dicken,
geschlossenen Verbindungsschicht. Hierzu werden die geschliffenen Teile bei Temperaturen
von 500 bis 620° C 60 bis 150 Minuten lang behandelt. Das Nitrokarburieren erfolgt
im Gasgemisch aus Ammoniak, Kohlendioxid, Stickstoff und Endo- oder Exogas. Die Abkühlung
des Nitriergutes als letzter Schritt des Verfahrens kann unter Schutzgas im Ofen oder
durch Abschreckung in Öl erfolgen.
[0011] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung nach Anspruch 2 erfolgt das
Nitrokarburieren bei einer Temperatur von 530 bis 570°C. Diese Temperaturen liegen
einerseits unterhalb der eutektoiden Temperatur und andererseits hoch genug, um mit
ausreichend hoher Wachstumsgeschwindigkeit die Verbindungsschicht aufzubauen. Darüberhinaus
kommt es in diesem Temperaturbereich zu keiner zusätzlichen Gefügeumwandlung im aufgestickten
Randbereich, so daß auf ein Abschrecken und den damit verbundenen Maß- und Formänderungen
verzichtet werden kann.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 3 kann das Nitrokarburieren auch im
Plasma oder im Salzbad durchgeführt werden.
[0013] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung nach dem Oberbegriff des unabhängigen
Anspruchs 4 ist es auch möglich, daß anstelle der Karbonitrierung eine Einsatzhärtung
bei einer Temperatur von 780 bis 1050° C mit einer Aufkohlung der Randzone von 0,4
bis 0,9 Gewichtsprozent Kohlenstoff bei einer Haltezeit von 1 bis 4 Stunden erfolgt.
Die sich anschließenden Verfahrensschritte bleiben die gleichen, wie im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 beschrieben.
[0014] Durch das erfindungsgemäße Verfahren zur thermochemisch-thermischen Behandlung werden
dem Werkstoff eine hohe Verschleißfestigkeit und Tragfähigkeit verliehen, da die unter
der Verbindungsschicht liegende und diese stützende Diffusionsschicht eine wesentlich
verbesserte Stützwirkung erhält, so daß auch bei höchsten tribologischen Beanspruchungen
die Verbindungsschicht nicht durch plastische Verformungen der darunter liegenden
Diffusionsschicht beschädigt werden kann.
[0015] Die Erfindung wird an nachstehendem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- die einzelnen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens in Abhängigkeit
von Zeit und Temperatur;
- Figur 2
- einen Querschnitt im Bereich der Funktionsfläche.
[0016] In der mit 1 bezeichneten Phase erfolgt die Karbonitrierung bei einer Temperatur
von 780 bis 1050° C. Je nach gewünschter Einhärtetiefe erfolgt innerhalb von 1 bis
4 Stunden eine Aufkohlung und Aufstickung der Randzone. Dieser Phase schließt sich
eine Phase 2 an, in der das Gefüge auf eine Temperatur deutlich unter dem Martensitstartpunkt
der Randzone abgeschreckt wird. In einer dritten Phase wird der Werkstoff 20 bis 40°
C über der Nitrokarburiertemperatur 1 bis 2 Stunden angelassen. In einer vierten Phase
wird der Werkstoff unter Ofen- bzw. Schutzgasatmosphäre abgekühlt, bevor wie gestrichelt
dargestellt, in einer fünften Phase die Teile einem spannenden Formgebungsprozeß unterworfen
werden, um diese auf ihr Fertigteilendmaß zu bringen. In einer sechsten Phase erfolgt
innerhalb von 60 bis 150 Minuten der Aufbau einer 2 bis 20µm, vorzugsweise 6 bis 12
µm dicken, geschlossenen Verbindungsschicht. Hierzu werden die geschliffenen Teile
bei Temperaturen von 500 bis 620° C in einem Gasgemisch aus Ammoniak, Kohlendioxyd,
Stickstoff und Endogas oder Exogas behandelt. Danach schließt sich als letzte Phase
7 die Abkühlung des Nitrokarburiergutes unter Schutzgas im Ofen oder durch Abschreckung
in Öl oder wäßrigen Medien an. Nicht auf Verschleiß beanspruchte Stellen können spangebend
nachgearbeitet werden.
[0017] Figur 2 zeigt schematisch den Schichtenaufbau der Randzone eines nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren behandelndes Teiles. An die außenliegende Verbindungsschicht 8, die aus
∈-Nitriden, Y'-Nitriden, Karbiden und Karbonitriden besteht, schließt sich die Diffusionsschicht
9 an, die aus Nitriden, Karbiden, Karbonitriden und Ferrit besteht. Die Größenverhältnisse
zwischen Verbindungsschicht und Diffusionsschicht sind dabei so, daß die Stärke der
Verbindungsschicht bis zu 20µm beträgt, während die Diffusionsschicht eine Stärke
von mehreren zehntel Millimetern aufweisen kann. An die Diffusionsschicht 9 schließt
sich der Ausgangswerkstoff 10 an.
[0018] Erfindungsgemäß wird die Stützwirkung der unter der Verbindungsschicht befindlichen
Diffusionsschicht durch Karbonitrieren und Anlassen gegenüber einem nur nitrokarburiertem
Teil entscheidend verbessert.
Bezugszahlenliste
[0019]
- 1
- Karbonitrieren oder Einsatzhärten
- 2
- Abkühlen
- 3
- Anlassen
- 4
- Abkühlen
- 5
- spanende Formgebung
- 6
- Nitrokarburieren
- 7
- Abkühlen
- 8
- Verbindungsschicht
- 9
- Diffusionsschicht
- 10
- Ausgangswerkstoff
1. Verfahren zur thermochemisch-thermischen Behandlung von Einsatzstählen, bei denen
eine Randzone eines Werkstückes, insbesondere Tassenstößel, Wälzlagerteile, Getriebe-
und Kupplungselemente, mit Kohlenstoff und Stickstoff angereichert und anschließend
einer martensitischen Härtung unterzogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß in einem ersten Verfahrensschritt eine Karbonitrierung (1) bei einer Temperatur
von 780 bis 1.050 °C mit einer Aufkohlung und Aufstickung der Randzone von 0,4 bis
0,9 Gewichtsprozent Kohlenstoff und 0,1 bis 0,8 Gewichtsprozent Stickstoff bei einer
Haltezeit von 1 bis 4 Stunden erfolgt, daß sich in einem zweiten Verfahrensschritt
der Karbonitrierung (1) eine Abschreckung (2) auf eine Temperatur deutlich unter dem
Martensitstartpunkt der Randzone anschließt, daß ein dritter Verfahrensschritt ein
Anlaßvorgang (3) ist, welcher bei einer Temperatur von 20 bis 40 °C über der nachfolgenden
Nitrokarburiertemperatur, mit einer Aufheizgeschwindigkeit von 10 bis 30 °C pro Minute
und einer Haltezeit von 1 bis 2 Stunden vorgenommen wird, daß als vierter Verfahrensschritt
eine Abkühlung (4) auf Raumtemperatur folgt und daß sich als fünfter Verfahrensschritt
eine spanende Formgebung (5) der Werkstücke anschließt und daß als sechster Verfahrensschritt
ein Nitrokarburieren (6) in einem Gasgemisch aus Ammoniak, Kohlendioxid, Stickstoff
und Endo- oder Exogas bei einer Temperatur von 500 bis 620 °C mit einer Haltezeit
von 60 bis 150 Minuten folgt, dem sich als letzter Verfahrensschritt ein Abkühlen
auf Raumtemperatur anschließt.
2. Verfahren zur thermochemisch-thermischen Behandlung von Einsatzstählen nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß das Nitrokraburieren (6) bei einer Temperatur von 530 bis 570 °C stattfindet.
3. Verfahren zur thermochemisch-thermischen Behandlung von Einsatzstählen nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß das Nitrokarburieren (6) im Plasma oder Salzbad erfolgt.
4. Verfahren zur thermochemisch-thermischen Behandlung von Einsatzstählen, bei denen
eine Randzone eines Werkstückes, insbesondere Tassenstößel, Wälzlagerteile, Getriebe-
und Kupplungselemente, mit Kohlenstoff angereichert und anschließend einer martensitischen
Härtung unterzogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß in einem ersten Verfahrensschritt eine Einsatzhärtung (1) bei einer Temperatur
von 780 bis 1.050 °C mit einer Aufkohlung der Randzone von 0,4 bis 0,9 Gewichtsprozent
Kohlenstoff bei einer Haltezeit von 1 bis 4 Stunden erfolgt, daß sich in einem zweiten
Verfahrensschritt der Einsatzhärtung (1) eine Abschreckung (2) auf eine Temperatur
deutlich unter dem Martensitstartpunkt der Randzone anschließt, daß ein dritter Verfahrensschritt
ein Anlaßvorgang (3) ist, welcher bei einer Temperatur von 20 bis 40 °C über der nachfolgenden
Nitrokarburiertemperatur, mit einer Aufheizgeschwindigkeit von 10 bis 30 °C pro Minute
und einer Haltezeit von 1 bis 2 Stunden vorgenommen wird, daß als vierter Verfahrensschritt
eine Abkühlung (4) auf Raumtemperatur folgt und daß sich als fünfter Verfahrensschritt
eine spanende Formgebung (5) der Werkstücke anschließt und daß als sechster Verfahrensschritt
ein Nitrokarburieren (6) in einem Gasgemisch aus Ammoniak, Kohlendioxid, Stickstoff
und Endo- oder Exogas bei einer Temperatur von 500 bis 620 °C mit einer Haltezeit
von 60 bis 150 Minuten folgt, dem sich als letzter Verfahrensschritt ein Abkühlen
auf Raumtemperatur anschließt.
1. A method of thermochemical heat treatment of case hardening steels in which an edge
region of a workpiece, in particular cup tappets, rolling bearing parts, transmission
and clutch elements, is enriched with carbon and nitrogen and then subjected to martensitic
hardening, characterised by
- a first step of carbonitriding (1) at a temperature of 780 to 1050° C whereby the
edge region is carburised to 0.4 to 0.9 percent by weight of carbon and nitrided to
0.1 to 0.8 percent by weight of nitrogen with a holding time of of 1 to 4 hours,
- a second step of quenching (2) to a temperature well below the initial martensite
point of the edge region,
- a third step of tempering (3) at a temperature higher than a nitrocarburising temperature
by 20 to 40° C at a heating rate of 10 to 30° C per minute and a holding time of 1
to 2 hours,
- a fourth step of cooling (4) to ambient temperature,
- a fifth step of shaping the workpieces by machining (5),
- a sixth step of nitrocarburising (6) in a gas mixture of ammonia, carbon dioxide,
nitrogen and endothermic or exothermic gas at a temperature of 500 to 620° C with
a holding time of 60 to 150 minutes, and
- a last step of cooling to ambient temperature.
2. A method of thermochemical heat treatment of case hardening steels according to Claim
1, wherein nitrocarburising (6) is performed at a temperature of 530 to 570° C.
3. A method of thermochemical heat treatment of case hardening steels according to Claim
1, wherein nitrocarburising is performed in plasma or in a salt bath.
4. A method of thermochemical heat treatment of case hardening steels in which an edge
region of a workpiece, in particular cup tappets, rolling bearing parts, transmission
and clutch elements, is enriched with carbon and nitrogen and then subjected to martensitic
hardening, characterised by
- a first step of carburising (1) at a temperature of 780 to 1050° C whereby the edge
region is carburised to 0.4 to 0.9 percent by weight of carbon with a holding time
of of 1 to 4 hours,
- a second step of quenching (2) to a temperature well below the initial martensite
point of the edge region,
- a third step of tempering (3) at a temperature higher than a nitrocarburising temperature
by 20 to 40° C at a heating rate of 10 to 30° C per minute and a holding time of 1
to 2 hours,
- a fourth step of cooling (4) to ambient temperature,
- a fifth step of shaping the workpieces by machining (5),
- a sixth step of nitrocarburising (6) in a gas mixture of ammonia, carbon dioxide,
nitrogen and endothermic or exothermic gas at a temperature of 500 to 620° C with
a holding time of 60 to 150 minutes, and
- a last step of cooling to ambient temperature.
1. Procédé de traitement thermochimique et thermique d'aciers de cémentation, dans lesquels
une zone superficielle d'une pièce à oeuvrer, en particulier d'un poussoir à cloche,
de parties de paliers à rouleaux, d'éléments de transmission et d'embrayage, sont
enrichis avec du carbone et de l'azote et sont ensuite exposé à un durcissement martensitique,
caractérisé en ce que
- dans une première séquence du procédé a lieu une carbonitruration (1) à une température
comprise entre 780 et 1050°C avec une carbonisation et une nitruration de la zone
superficielle d'un pourcentage en poids de carbone de 0,4 à 0,9 et d'un pourcentage
en poids d'azote de 0,1 à 0,8 lors d'un temps de maintien de 1 à 4 heures,
- dans une seconde séquence du procédé à la carbonitruration (1) fait suite une trempe
(2) à une température nettement en dessous du point martensitique de la zone superficielle,
- une troisième séquence du procédé est un processus de revenu (3) que l'on effectue
à une température de 20 à 40°C supérieure à la température de la nitrocarburation
suivante, avec une vitesse de chauffage comprise entre 10 et 30°C par minute et un
temps de maintien de 1 à 2 heures,
- vient à la suite comme quatrième séquence du procédé un refroidissement (4)à la
température ambiante, et
- à la suite on a comme cinquième séquence du procédé une mise en forme (5) des pièces
à oeuvrer par enlèvement de copeaux, et
- suit comme sixième séquence du procédé une nitrocarburation (6) dans un mélange
gazeux, se composant d'ammoniac de dioxyde de carbone, d'azote et de gaz endo- ou
exothermiques à une température de 500 à 620°C avec un temps de maintien de 60 à 150
minutes, séquence à laquelle se raccorde comme dernière séquence du procédé un refroidissement
à la température ambiante.
2. Procédé de traitement thermochimique et thermique d'aciers de cémentation selon la
revendication 1,
caractérisé en ce que
la nitrocarburation (6) a lieu à une température de 530 à 570°C.
3. Procédé de traitement thermochimique et thermique d'aciers de cémentation selon la
revendication 1,
caractérisé en ce que
la nitrocarburation (6) a lieu dans le plasma ou un bain de sel.
4. Procédé de traitement thermochimique et thermique d'aciers de cémentation, dans lesquels
une zone superficielle d'une pièce à oeuvrer, en particulier d'un poussoir à cloche,
de parties de paliers à rouleaux, d'éléments de transmission et d'embrayage, sont
enrichis avec du carbone et sont ensuite exposé à un durcissement martensitique,
caractérisé en ce que
- dans une première séquence du procédé a lieu une cémentation (1) à une température
comprise entre 780 et 1050°C avec une carbonisation de la zone superficielle d'un
pourcentage en poids de carbone de 0,4 à 0,9 lors d'un temps de maintien de 1 à 4
heures,
- dans une seconde séquence du procédé à la cémentation (1) fait suite une trempe
(2) à une température nettement en dessous du point martensitique de la zone superficielle,
- une troisième séquence du procédé est un processus de revenu (3) que l'on effectue
à une température de 20 à 40°C supérieure à la température de la nitrocarburation
suivante, avec une vitesse de chauffage comprise entre 10 et 30°C par minute et un
temps de maintien de 1 à 2 heures,
- vient à la suite comme quatrième séquence du procédé un refroidissement (4)à la
température ambiante, et
- à la suite on a comme cinquième séquence du procédé une mise en forme (5) des pièces
à oeuvrer par enlèvement de copeaux, et
- suit comme sixième séquence du procédé une nitrocarburation (6) dans un mélange
gazeux, se composant d'ammoniac de dioxyde de carbone, d'azote et de gaz endo- ou
exothermiques à une température de 500 à 620°C avec un temps de maintien de 60 à 150
minutes, séquence à laquelle se raccorde comme dernière séquence du procédé un refroidissement
à la température ambiante.