| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 628 367 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
04.11.1998 Patentblatt 1998/45 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.05.1994 |
|
|
| (54) |
Verfahren zum Regenerieren von Giesserei-Altsanden
Method of reclaiming used foundry sand
Procédé pour la régénération de sable de fonderie usé
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT CH DE ES FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
01.06.1993 DE 4318136
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
14.12.1994 Patentblatt 1994/50 |
| (73) |
Patentinhaber: BMD Badische Maschinenfabrik Durlach GmbH |
|
76227 Karlsruhe (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Damm, Norbert, Ing.
D-76689 Neuthard (DE)
- Parr, Thomas, Dr.-Ing.
D-76227 Karlsruhe (DE)
- Wang, Tao, Dr.-Ing.
D-76135 Karlsruhe (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Lichti, Heiner, Dipl.-Ing. |
|
Patentanwälte,
Dipl.-Ing. Heiner Lichti,
Dipl.-Phys. Dr. rer. nat. Jost Lempert,
Dipl.-Ing. Hartmut Lasch,
Postfach 41 07 60 76207 Karlsruhe 76207 Karlsruhe (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 343 272 WO-A-93/20964
|
EP-A- 0 580 084 DE-A- 4 237 838
|
|
| |
|
|
- WALTER STUZMANN ET AL. 'Ein- und mehrstufige Sandregenerieranlagen im Modulsystem-
Anlagenkonzeption und Betriebsergebnisse' , GIESSEREI 79 (1992) 3 FEBRUAR, NO 3 ,
DüSSELDORF * Seite 113, rechte Spalte, Absatz 2 - Seite 114, linke Spalte, letzter
Absatz *
- DATABASE WPI Week 7412, Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 74-22588V 12! &
SU-A-387 778 (OROTUKANSK MINING EQUIP) 17. Oktober 1973
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regenerieren von Gießerei-Altsanden, indem
der Altsand chargenweise einem Reibapparat zum mechanischen Lösen der Binderhülle
vom Sandkorn zugeführt, mittels einer Fördereinrichtung aus dem Reibapparat abgezogen,
entstaubt und in den Reibapparat zurückgeführt und nach gegebenenfalls mehreren Zyklen
als Regeneratsand abgezogen wird.
[0002] Für die Regenerierung von Gießerei-Altsanden sind thermische und mechanische Aufbereitungsverfahren
bekannt. Die thermischen Verfahren bieten sich insbesondere bei organischen Bindern
an, die thermisch nicht stabil sind. Diese Verfahren erfordern einerseits einen hohen
Energieeinsatz und führen andererseits zur Gasemmission, was einen zusätzlichen Aufwand
in der Beseitigung umweltschädlicher Gase erfordert. Es sind deshalb zunehmend mechanische
Reib- und Scheuerverfahren untersucht worden, die bei anorganischen Bindern ohnehin
die einzig wirksame Möglichkeit zur Beseitigung der Binderhülle bieten. Auch sind
schon kombinierte Verfahren vorgeschlagen worden, um insbesondere Altsandgemische
mit unterschiedlichen Bindertypen aufzuarbeiten.
[0003] Bei allen bekannten mechanischen Verfahren, bei denen die Binderhülle auf dem Sandkorn
durch Reibkräfte gelöst wird und auf die sich die Erfindung bezieht, liegt das Hauptproblem
in der unterschiedlichen Art der Binder. Tongebundene Gießereisande, insbesondere
Altsande mit hohem Bentonitanteil, erfordern eine andere Behandlung als Altsande mit
organischen Bindern, gleichviel, ob es sich um Formsande oder Kernsande handelt. Wiederum
ein anderes Verhalten zeigen Kernsande mit Wasserglasbinder. Auch die im Altsand enthaltenen
Begleitstoffe weisen je nach Binderart unterschiedliche Bestandteile und Zusammensetzungen
auf. So enthält beispielsweise ein bentonitgebundener Altsand noch einen erheblichen
Anteil an aktivem Bentonitstaub, der wiederverwertbar ist. Gleiches gilt für den im
Altsand enthaltenen Kohlenstaub, der zur Vermeidung von Sandanhaftungen eingesetzt
wird. Diese unterschiedliche Zusammensetzung des Altsandes führt bei der mechanischen
Aufarbeitung zu stark variierenden Reinigungsergebnissen und unterschiedlich zusammengesetzten
Stäuben.
[0004] Bisher hat man sich meist damit geholfen, in der mechanischen Bearbeitungsphase eine
mittlere Verweilzeit bei entsprechendem Energieaufwand vorzusehen. Der Wirkungsgrad
der Reinigung schwankt dabei jedoch außerordentlich stark.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte Verfahren zur mechanischen
Aufarbeitung von Gießerei-Altsanden prozeßtechnisch zu optimieren, um einen gleichbleibend
hohen Wirkungsgrad bei der Reinigung zu erhalten.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
- der Altsand aus dem Reibapparat in ein Zwischengefäß mit einer Entstaubungseinrichtung
gefördert und zwischen diesem und dem Reibapparat mehrfach umgewälzt wird,
- die Verfahrensstufen "Reiben" (R), "Entstauben" (E) und "Umwälzen" (U) zu einem Steuermodul
M zusammengefaßt werden,
- eine Mehrzahl von Steuermodulen M1 bis Mn gebildet wird, die sich im prozentualen Anteil der Effektivleistung der einzelnen
Verfahrensstufen (R), (E) und (U) bezogen auf deren Nennleistung unterscheiden,
- die Steuermodule M1 bis Mn in einem Steuergerät gespeichert werden und
- der Reibapparat, die Fördereinrichtung und die Entstaubungseinrichtung von dem Steuergerät
mit einer entsprechend der in einem vorhergehenden Verfahrensschritt bestimmten Qualität
des Altsandes ausgewählten Sequenz von Steuermodulen angesteuert werden.
[0007] Die Erfindung geht zunächst von der Erkenntnis aus, daß Gießerei-Altsande aufgrund
ihrer sehr unterschiedlichen Zusammensetzung (Feinstoffgehalt, der aus noch aktivierbarem
Bentonit, totgebranntem Bentonit (Oolitisierter Bentonit) bestehen kann, Kohlenstaub,
Gehalt an Koks und Schamotte, die zumeist am Sandkorn haften, und Gehalt an reinem
Quarz) auch eine variierende Behandlung bei der mechanischen Bearbeitung durch Reiben
sowie beim Trennen der Komponenten durch Entstauben erfordern. Es wird deshalb der
aus dem Reibapparat abgezogene Altsand in ein Zwischengefäß gefördert, in welchem
die Entstaubung erfolgt und es wird der entstaubte Altsand in den Reibapparat zurückgeführt.
Dabei spielt je nach Zusammensetzung des Altsandes auch die zwischen Reibapparat und
Zwischengefäß umgewälzte Menge eine Rolle. Für diese drei Verfahrensstufen, nämlich
"Reiben" (R), "Entstauben" (E) und "Umwälzen" (U) ist apparativ eine bestimmte Nennleistung
installiert. Die Erfindung geht von der weiteren Überlegung aus, daß der Altsand je
nach Qualität in den drei Verfahrensstufen mit variierender Effektivleistung behandelt
werden sollte, um bei niedrigst möglichem Energieeinsatz eine optimale Regenerierung
bei gleichzeitiger Wiedergewinnung des verwertbaren Schlämmstoffs (aktiver Bentonit,
Kohlenstaub) und geringstmöglicher Kornzerstörung im Quarzsand zu erzielen. Es werden
deshalb die Verfahrensstufen R, E und U zu einem Steuermodul M zusammengefaßt und
es wird eine Mehrzahl von Steuermodulen M
1 bis M
n vorgehalten, die sich im prozentualen Anteil der Effektivleistung der einzelnen Verfahrensstufen
R, E und U bezogen auf die Nennleistung unterscheiden. Diese ausgewählten Steuermodule
M
1 bis M
n werden in einem Steuergerät gespeichert. In Abhängigkeit von der Qualität des Altsandes
werden dann der Reibapparat, die Fördereinrichtung und die Entstaubungseinrichtung
von dem Steuergerät mit einer entsprechend ausgewählten Sequenz der Steuermodule angesteuert.
[0008] Ein weiteres Qualitätskriterium des Altsandes ist dessen Feuchtigkeit, die insbesondere
bei ton- (bentonit-) gebundenen Formsanden eine Rolle spielt. Diese im Altsand vorhandene
Restfeuchte stört einerseits die Entstaubung bei der Sandaufbereitung und beeinflußt
andererseits die notwendige Wasserzugabe bei der Formsandbereitung. Ferner bilden
die Restfeuchte und der im Altsand enthaltene Schlämmstoff eine Art Schmiermittel,
das die Reibbehandlung im Reibapparat beeinträchtigt. Es wird deshalb der Altsand
zunächst in einem Trockner getrocknet, von diesem in das Zwischengefäß und anschließend
im Umlauf zwischen diesem und dem Reibapparat geführt. In dem Trockner wird der Altsand
von der Restfeuchte befreit bzw. auf einen definiert niedrigen Feuchtegehalt getrocknet.
Die Verfahrensstufe "Trocknen" (T) wird gleichfalls in die Steuermodule M
1 bis M
n einbezogen, und zwar mit unterschiedlichem prozentualen Anteil der Effektivleistung
des Trockners bezogen auf seine Nennleistung. Es werden dann nicht nur der Reibapparat,
die Fördereinrichtung und die Entstaubungseinrichtung, sondern auch der Trockner mit
einer entsprechend der Qualität des Altsandes ausgewählten Sequenz von Steuermodulen
angesteuert.
[0009] Schließlich kann auch noch die Dauer der Behandlung des Altsandes für jeden Steuermodul
M
1 bis M
n eingestellt werden.
[0010] Nachfolgend sind einige Beispiele für die Steuermodule wiedergegeben, die sich in
praktischen Untersuchungen als vorteilhaft erwiesen haben:
Steuermodule M1
[0011]
- 100 % Reibintensität,
- 70 % Umwälz-Förderleistung,
- 100 % Entstaubungsleistung (hohe Entstaubungswirkung)
Steuermodul M2
[0012]
- 100 % Reibleistung,
- 30 % Umwälz-Förderleistung (längere Verweilzeit),
- 100 % Entstaubungsleistung (hohe Entstaubungswirkung)
Steuermodul M3
[0013]
- 0 % Reibleistung (keine Reibwirkung),
- 100 % Umwälz-Förderleistung (kurze Verweilzeit),
- 100 % Bunker-Spülluft (hohe Entstaubungswirkung)
Steuermodul M4
[0014]
- 0 % Reibleistung (keine Reibwirkung),
- 50 % Umwälz-Förderleistung (mittlere Verweilzeit),
- 100 % Entstaubungsleistung (hohe Entstaubungswirkung),
Steuermodul M5
[0015]
- 100 % Reibleistung,
- 100 % Umwälz-Förderleistung,
- 100 % Entstaubungsleistung,
Steuermodul M6
[0016]
- 0 % Reibleistung
- 50 % Umwälz-Förderleistung (mittlere Verweilzeit)
- 100 % Trocknen (Heizen),
- 50 % Entstaubungsleistung,
Steuermodul M7
[0017] 50 % Reibleistung,
- 50 % Umwälz-Förderleistung,
- 100 % Trocknen (Heizen)
- 50 % Entstaubungsleistung.
[0018] Die Reibintensität im Reibapparat läßt sich auf verschiedene Art variieren, beispielsweise
durch Änderung des Andrucks der Reibwerkzeuge, durch Fluidisieren des Reibraums, durch
schnellen Abzug des Altsandes aus der Reibzone etc.. Ein Reibapparat, der diese Möglichkeiten
bietet, ist in der älteren Patentanmeldung DE-A 42 37 838 der Anmelderin beschrieben.
Die Entstaubungsleistung läßt sich in einfacher Weise dadurch variieren, daß in das
Zwischengefäß, in das der Altsand gelangt, Spülluft gesteuert gefördert wird.
[0019] In der nachfolgend wiedergegebenen Tabelle sind einige typische Altsande und die
hierbei zur Anwendung kommenden Steuermodule bzw. deren Sequenz aufgelistet.
| SANDTYP |
STEUERMODUL-SEQUENZ |
| Kernsand ohne Bentonitsand |
M1, M2, M3, M4 |
| Kernsand mit trockenem, totgebrannten Bentonitsand |
M5, M2, M3, M4 |
| Kernsand mit feuchtem, aktiven Bentonitsand |
M6, M2, M3, M4 |
| Trockener Bentonitsand mit wenig Kernsand |
M3, M2, M3, M2 M3, M4 |
| Feuchter Bentonitsand mit wenig Kernsand |
M6, M2, M3, M2 M3, M4 |
| Kernsand mit relativ viel Kernbruch |
M7, M2, M3, M4 |
[0020] Die Qualität des Altsandes kann gemäß einer Ausführungsform der Erfindung an einer
gegenüber der Charge wesentlich kleineren Probe in einem Analysengenerator bestimmt
werden, der aus einem Reibapparat und einer Entstaubungseinrichtung besteht, wobei
eine Auswahl physikalischer Eigenschaften des Altsandes gemessen wird, z.B. dessen
Feuchtegehalt, Feinanteil (Siebanalyse), Glühverlust, Staubdichte etc.. Die gewonnenen
Meßwerte können mittels eines Programms bestimmten Steuermodulen M
1 bis M
n und einer bestimmten Sequenz von Steuermodulen zugeordnet werden. Es lassen sich
somit die mittels des Analysengenerators festgestellten Meßwerte unmittelbar zur Ansteuerung
der Steuermodule und deren Sequenz am Steuergerät für die Regenerierung des Altsandes
heranziehen.
[0021] Neben den genannten physikalischen Eigenschaften sind zwar auch noch chemische Analysemethoden,
insbesondere zur Bestimmung des Bentonitgehaltes bekannt, jedoch sind diese Analysen
in der Regel zu zeitaufwendig, um im laufenden Betrieb in das Regenerierverfahren
schnell eingreifen zu können. Im Rahmen der Erfindung sind Verfahren zur Bestimmung
der Qualität von Gießerei-Altsand entwickelt worden, die eine Aussage über den Sandtyp
zulassen. Eines dieser Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß eine Probe des Altsandes
in ein oben offenes Probegefäß bis zu einem bestimmten Niveau eingefüllt, von oben
mit einem konstanten Fallgewicht ein- oder mehrfach beaufschlagt und der zeitliche
Druckverlauf am Boden des Probegefäßes aufgenommen wird, und daß die den Altsand qualifizierende
Druckverlaufskurve zur Ansteuerung der Steuermodule und ihrer Sequenz verwendet wird.
[0022] Dieses Verfahren, das als "Rammstoßverfahren" bezeichnet werden kann, läßt sich schnell
in einem Probegefäß, in das der Altsand bis zu einem definierten Niveau eingefüllt
wird, durchführen. Die eingefüllte Probe wird ein- oder mehrfach mit einem konstanten
Fallgewicht beaufschlagt und es wird am Boden der Probe bzw. des Probegefäßes der
Druckverlauf aufgenommen. Aus dem Druckmaximum und dem zeitlichen Druckverlauf lassen
sich Aussagen über den Sandtyp machen. Fig. 1 zeigt ein Diagramm, in der die aufgenommene
Kraft über der Zeit aufgetragen ist. Die Kurve A ist typisch für einen Altsand mit
geringen Feinanteilen (Schlämmstoff), z.B. für einen Kernsand, während die Kurve B
typisch ist für einen Altsand mit hohem Feinanteil (Schlämmstoff), z.B. einem bentonitgebundenen
Formsand.
[0023] Ein anderes Verfahren zur Erzielung einer Qualitätsaussage über den Altsand besteht
darin, daß eine Probe des Altsandes mit einer bestimmten Masse in einem Mikrowellentrockner
getrocknet, der zeitliche Temperaturverlauf in der Probe gemessen und die den Altsand
qualifizierende Temperaturverlaufskurve zur Ansteuerung der Steuermodule und ihrer
Sequenz verwendet wird.
[0024] Bei diesem Verfahren wird eine Probe mit definierter Masse in einen Mikrowellentrockner
getrocknet. In Fig. 2 sind zwei typische Verlaufskurven wiedergegeben. Die Kurve C
weist bei 100°C ein ausgedehntes Plateau auf, der Altsand enthält folglich einen größeren
Anteil Wasser, während der Altsand gemäß Kurve D praktisch keine Restfeuchte enthält.
Charakteristisch ist ferner der unterschiedlich starke Anstieg nach dem 100°C-Plateau.
Der starke Anstieg der Kurve C ist auf einen nennenswerten Kohlenstoffgehalt zurückzuführen,
der zu einer schnellen und starken Aufheizung der Probe führt, während die Kurve D
einen relativ flachen konstanten Temperaturanstieg zeigt. Die Kurve C ist typisch
für einen Naßgußsand, während die Kurve D für einen Kernsand repräsentativ ist. Da
sich die Mikrowellentrocknung - ebenso wie das zuvor beschriebene Rammstoßverfahren
- schnell durchführen läßt, können aus der Druckverlaufskurve gemäß Fig. 1 und der
Temperaturverlaufskurve gemäß Fig. 2 sowie aus den jeweiligen Maximalwerten sehr schnell
Aussagen über die Zusammensetzung des Altsandes gewonnen werden.
[0025] Eine weitere Möglichkeit zur Qualifizierung des Altsandes, insbesondere hinsichtlich
der vorhandenen Fein- und Feinstanteile, ist erfindungsgemäß dadurch möglich, daß
eine Probe des Altsandes in ein oben offenes Probegefäß eingefüllt und von unten mit
Druckluft beaufschlagt wird, deren Druck so eingestellt wird, daß alle Partikel unterhalb
einer bestimmten Partikelgröße aufschweben und ausgetragen werden, und daß oberhalb
des Niveaus der Probe die Trübung des Luftstroms und deren den Altsand qualifizierender
zeitlicher Verlauf aufgenommen und die Trübungskurve zur Ansteuerung der Steuermodule
und ihrer Sequenz verwendet wird.
[0026] Diese Trübungsmessung, die an sich bei der Analyse von Gas-/Feststoffendispersionen
bekannt ist, liefert wiederum einen maximalen Trübungswert und einen zeitlichen Verlauf
des Trübungswertes. Ein steiler Anstieg und ein hoher Maximalwert sprechen für einen
bentonitgebundenen Formsand bzw. einen hohen Anteil desselben im Altsand, z.B. für
einen Altsand aus dem Gußauspackbereich, während niedrige Trübungswerte für einen
Kernsand oder einen Altsand aus dem Bereich der Gußputzerei sprechen.
[0027] Eine weitere Möglichkeit der Qualifizierung des gerade verarbeiteten Altsandes während
seiner Behandlung ist erfindungsgemäß dadurch möglich, daß der während des Entstaubens
des im Reibapparat behandelten Altsandes ausgetragene Staub aufgefangen und die pro
Zeiteinheit anfallende Staubmenge gravimetrisch oder volumetrisch erfaßt, der so erhaltene
zeitliche Staubmengengradient aufgenommen und die Höhe des Staubmengengradienten und
dessen Verlaufsform zur Einstellung der Dauer der Behandlung im Reibapparat verwendet
wird.
[0028] Bei diesem Verfahren wird davon ausgegangen, daß die bei der Aufbereitung pneumatisch
abgetrennte Staubmenge, insbesondere deren zeitlicher Anfall, eine Aussage über die
Zusammensetzung des Altsandes, insbesondere über die überwiegend vorhandenen Binder
zuläßt. Es kann deshalb sowohl der zeitliche Staubmengengradient, als auch die absolute
Höhe des Staubmengengradienten und dessen Verlaufsform herangezogen werden, um insbesondere
die Dauer der mechanischen Bearbeitung innerhalb der Steuermodule M
1 bis M
n zu beeinflussen.
[0029] Es kann auch von Vorteil sein, wenn der Altsand vor der Behandlung vorentstaubt und
der Staubmengengradient bei der Vorentstaubung aufgenommen wird. Es hat sich beispielsweise
gezeigt, daß bei Altsand mit geringem Bentonitanteil, aber hohem organischen Binderanteil
oder auch bei Kernsanden der Staubanteil bei der Vorentstaubng relativ gering ist,
so daß auch die Vorentstaubungszeit kurz bemessen werden kann. Ebenso ist bei diesem
Altsandtyp eine relativ kurze mechanische Bearbeitung und in der abschließenden pneumatischen
Reingiungsphase eine kurze Entstaubung erforderlich. Ein geringer Staubpegel spricht
also für kunstharzgebundenen Formsand oder einen hohen Kernsandanteil. Hingegen zeigt
bentonitgebundener Altsand bei der Vorentstaubung einen hohen und zeitlich annähernd
gleichbleibenden Staubpegel, der erst nach einer gewissen Dauer signifikant abfällt.
Durch die Aufnahme des Staubmengengradienten und dessen Verlaufsform bei der Vorentstaubung
ist also eine Qualitätsbewertung des Anfangsstaubs möglich. Zeigt sich ein signifikanter
Abfall des Staubmengengradienten, wird der Altsand dem Trockner bzw. dem Reibapparat
zugeführt und die Behandlung gestartet, deren weiterer Ablauf über die im Steuergerät
gespeicherten Steuermodule gesteuert wird. Der bei der Vorentstaubung anfallende Staub
kann wiederverwertet werden.
[0030] Wird hingegen ein unterer Grenzwert des Staubmengengradienten unterschritten, was
für einen hohen Anteil organischer Binder spricht, wird der bei der Vorentstaubung
anfallende Staub verworfen, weil er nicht mehr aktivierbar ist, zum anderen können
Dauer und Energieeinsatz in der mechanischen Bearbeitungsphase (R) verringert werden,
da die Binderhülle leichter aufbricht. Im übrigen wird auch der in der mechanischen
Bearbeitungsstufe anfallende Staub verworfen.
[0031] Das Verfahren läßt sich weiterhin dadurch optimieren, daß in die mechanische Bearbeitungsstufe
möglichst staubfreier Altsand gelangt, da der Staubanteil im Altsand zu einer Reduzierung
der auf das Altsandkorn wirksamen Reib- und Scheuerkräfte führt. Der Staub wirkt sozusagen
als Gleitmittel. Üblicherweise werden solche Reibapparate der hier angesprochenen
Art elektromotorisch angetrieben. Die Reib- und Scheuerwirkung auf das Altsandkorn
zeigt sich dabei unmittelbar an der Stromaufnahme des Antriebsmotors. Es kann deshalb
diese Stromaufnahme gemessen und der Meßwert als Stellgröße für die Dauer der Behandlung
des Altsandes herangezogen werden.
[0032] Die oben zur Qualifizierung des Altsandes beschriebenen Rammstoß-, Mikrowellentrocknungs-
und Trübungsmaßverfahren können vor, aber auch während der Behandlung des Altsandes
durchgeführt werden. Sie sind ferner einsetzbar, um die Qualität des den Reibapparat
verlassenden Altsandes festzustellen. Schließlich können diese Meßverfahren manuell
oder automatisch durchgeführt werden.
[0033] Nachstehend ist das Regenerierungsverfahren anhand der Fig. 3 erläutert, die in schematischer
Darstellung eine Ausführungsform einer Anlage zur Durchführung des Verfahrens zeigt.
[0034] Der Gießerei-Altsand wird über einen Aufgabebehälter 1 zugeführt, von dort mittels
eines Förderers 2 abgezogen und auf ein Schwingsieb 3 aufgegeben, das zur Rückhaltung
größerer Sandknollen, Verunreinigungen od. dgl. dient. Der Siebdurchgang, nämlich
der aufzubereitende Altsand, gelangt auf einen Förderer 4, dem ein Magnetabscheider
5 zugeordnet ist und der den Altsand einem pneumatischen Sender 6 zuführt, der den
Altsand in einen der Vorratsbunker 7, 8, 9 oder über eine Direktleitung 10 einem Trockner
11 zuführt. Der Trockner 11 ist ferner über eine pneumatische Förderleitung 12 und
einen pneumatischen Sender 13 an die Vorratsbunker 7, 8 und 9 angeschlossen. Der Trockner
11, der vorzugsweise als Fließbetttrockner ausgebildet und deshalb über eine Leitung
14 an ein Gebläse 15 angeschlossen ist, mündet ablaufseitig in ein Zwischengefäß 16
zur Entstaubung des Altsandes. Dieses Zwischengefäß wird wiederum vom Gebläse 15 über
die Leitung 17 mit Spülluft versorgt.
[0035] An das Zwischengefäß 16 sind über Falleitungen 18 mehrere Reibapparate 19 angeschlossen,
in denen der über die Leitungen 18 zufließende Altsand Reib- und Scheuerkräften ausgesetzt
wird. Der die Reib- und Scheuerzone der Reibapparate 19 verlassende Altsand wird mittels
des Gebläses 20 wiederum pneumatisch über die Leitungen 21 in ggf. mehreren Zyklen
in das Zwischengefäß 16 zurückgeführt und dort ständig entstaubt.
[0036] Nach Abschluß der Reibbehandlung gelangt der Altsand über eine Falleitung 22 in ein
ggf. mehrere Chargen sammelndes Behältnis 23, an dessen Ablaufseite wiederum ein pneumatischer
Sender 24 angeordnet ist, der den Regeneratsand über die Leitung 25 in eine Entstaubungseinrichtung
26 fördert, von wo der Regeneratsand - ggf. über ein weiteres Sieb 27 - in einen pneumatischen
Sender 28 gelangt. Dieser fördert den Regeneratsand in einen der Regeneratsandbunker
29, 30 oder 31, in denen ggf. verschiedene Sandtypen gespeichert werden. Aus den Regeneratsandbunkern
29, 30 und 31 gelangt der Regeneratsand mittels eines pneumatischen Senders 33 in
die Gießerei zurück.
[0037] Nachfolgend ist der Staubkreislauf beschrieben: Der am Aufgabebehälter 1 und im Bereich
des Förderers 2 und der Siebmaschine 3 anfallende Staub wird unmittelbar in den Staubsammler
34 gefördert. Der während der Behandlung im Fließbetttrockner 11 und im Zwischengefäß
16 anfallende Staub gelangt über die Leitungen 35 bzw. 36 in eine Einrichtung 37 bzw.
38, in denen die Staubmenge und deren zeitlicher Anfall gravimetrisch erfaßt werden.
Soweit es sich um verwertbare Stäube, z.B. Schlämmstoff, handelt, werden sie über
die Leitungen 39 und 40 pneumatisch in den Schlämmstoffbunker 41 gefördert. Auch die
Altsandbunker 7, 8 und 9 sind über die Leitungen 42 und die Entstaubungseinrichtung
26 über die Leitung 43 sowie die Altsandbunker 29, 30 und 31 über die Leitung 44 an
den Staubsammler 34 angeschlossen. Auch der dort gesammelte Staub kann in die Leitung
40 und damit in den Staubbunker 41 zur Wiederverwertung gefördert werden.
[0038] Die beschriebenen Reibapparate 19, die mit dem Zwischengefäß 16 im Kreislauf geschaltet
sind, können grundsätzlich beliebig aufgebaut sein. Vorzugsweise werden jedoch Reibapparate
eingesetzt, wie sie in der älteren Patentanmeldung DE-A 42 37 838 der Anmelderin beschrieben
sind.
1. Verfahren zum Regenerieren von Gießerei-Altsanden, indem der Altsand chargenweise
einem Reibapparat (19) zum mechanischen Lösen der Binderhülle vom Sandkorn zugeführt,
mittels einer Fördereinrichtung (20, 21) aus dem Reibapparat (19) abgezogen, entstaubt
und in den Reibapparat (19) zurückgeführt und nach gegebenenfalls mehreren Zyklen
als Regeneratsand abgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß
- der Altsand aus dem Reibapparat (19) in ein Zwischengefäß (16) mit einer Entstaubungseinrichtung
gefördert und zwischen diesem und dem Reibapparat (19) mehrfach umgewälzt wird,
- die Verfahrensstufen "Reiben" (R), "Entstauben" (E) und "Umwälzen" (U) zu einem
Steuermodul M zusammengefaßt werden,
- eine Mehrzahl von Steuermodulen M1 bis Mn gebildet wird, die sich im prozentualen Anteil der Effektivleistung der einzelnen
Verfahrensstufen (R), (E) und (U) bezogen auf deren Nennleistung unterscheiden,
- die Steuermodule M1 bis Mn in einem Steuergerät gespeichert werden und
- der Reibapparat (19), die Fördereinrichtung (20, 21) und die Entstaubungseinrichtung
von dem Steuergerät mit einer entsprechend der in einem vorhergehenden Verfahrensschritt
bestimmten Qualität des Altsandes ausgewählten Sequenz von Steuermodulen angesteuert
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Altsand zunächst in einem
Trockner (11) getrocknet, von diesem in das Zwischengefäß (16) und anschließend im
Umlauf zwischen diesem und dem Reibapparat (19) geführt wird, und daß die Verfahrensstufe
"Trocknen" (T) in die Steuermodule M1 bis Mn mit unterschiedlichem prozentualen Anteil der Effektivleistung des Trockners bezogen
auf seine Nennleistung einbezogen wird und daß der Reibapparat (19), die Fördereinrichtung
(20, 21) die Entstaubungseinrichtung und der Trockner (11) mit einer entsprechend
der Qualität des Altsandes ausgewählten Sequenz von Steuermodulen angesteuert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer der Behandlung
des Altsandes für jeden Steuermodul M1 bis Mn eingestellt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Qualität
des Altsandes an einer gegenüber der Charge wesentlich kleineren Probe in einem Analysenregenerator,
bestehend aus einem Reibapparat und einer Entstaubungseinrichtung, durch Messung einer
Auswahl physikalischer Eigenschaften des Altsandes bestimmt wird, und daß mittels
der gewonnenen Meßwerte, die mittels eines Programms bestimmten Steuermodulen M1 bis Mn und einer bestimmten Sequenz von Steuermodulen zugeordnet werden, die Steuermodule
und deren Sequenz am Steuergerät angesteuert werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Probe
des Altsandes in ein oben offenes Probegefäß bis zu einem bestimmten Niveau eingefüllt,
von oben mit einem konstanten Fallgewicht ein- oder mehrfach beaufschlagt und der
zeitliche Druckverlauf am Boden des Probegefäßes aufgenommen wird, und daß die den
Altsand qualifizierende Druckverlaufskurve zur Ansteuerung der Steuermodule und ihrer
Sequenz verwendet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Probe
des Altsandes mit einer bestimmten Masse in einem Mikrowellentrockner getrocknet,
der zeitliche Temperaturverlauf in der Probe gemessen und die den Altsand qualifizierende
Temperaturverlaufskurve zur Ansteuerung der Steuermodule und ihrer Sequenz verwendet
wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Probe
des Altsandes in ein oben offenes Probegefäß eingefüllt und von unten mit Druckluft
beaufschlagt wird, deren Druck so eingestellt wird, daß alle Partikel unterhalb einer
bestimmten Partikelgröße aufschweben und ausgetragen werden, und daß oberhalb des
Niveaus der Probe die Trübung des Luftstroms und deren den Altsand qualifizierender
zeitlicher Verlauf aufgenommen und die Trübungskurve zur Ansteuerung der Steuermodule
und ihrer Sequenz verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der während
des Entstaubens des im Reibapparat behandelten Altsandes ausgetragene Staub aufgefangen
und die pro Zeiteinheit anfallende Staubmenge gravimetrisch oder volumetrisch erfaßt,
der so erhaltene zeitliche Staubmengengradient aufgenommen und die Höhe des Staubmengengradienten
und dessen Verlaufsform zur Einstellung der Dauer der Behandlung im Reibapparat verwendet
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Altsand
vor der Behandlung vorentstaubt und der Staubmengengradient bei der Vorentstaubung
aufgenommen wird, und daß bei einem signifikanten Abfall der Verlaufsform des Staubmengengradienten
bei der Vorentstaubung der Altsand dem Trockner bzw. dem Reibapparat zugeführt und
die Behandlung gestartet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß nach Unterschreiten
eines unteren Grenzwertes des Staubmengengradienten bei der Vorentstaubung der anfallende
Staub verworfen wird, während oberhalb dieses Grenzwertes der Staub zur Wiederverwendung
gesammelt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrisch
betriebener Reibapparat verwendet wird, die Stromaufnahme des Reibapparates gemessen
wird und der Meßwert als Stellgröße für die Dauer der Behandlung des Altsandes verwendet
wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bestimmung
der Qualität des aus dem Reibapparat abgezogenen Regeneratsandes eines oder mehrere
der Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7 verwendet wird.
1. Process for regenerating used foundry sands, in that the used sand is supplied batchwise
to a friction apparatus (19) for mechanically detaching the binder covering from the
sand grain, is removed by means of a conveyor (20, 21) from the friction apparatus
(19), dedusted and returned to the friction apparatus (19) and optionally following
several cycles is removed as regenerated sand, characterized in that
- the used sand is conveyed from the friction apparatus into an intermediate vessel
(16) having a dedusting device and is circulated several times between the latter
and the friction apparatus (19),
- the process stages "friction" (R), "dedusting" (E) and "circulating" (U) are combined
into a control module M,
- a plurality of control modules M1 to Mn is formed, which differ in the percentage of the effective capacity of the individual
process stages (R), (E) and (U), based on their nominal capacity,
- the control modules M1 to Mn are stored in a control device and
- the friction apparatus (19), conveyor (20, 21) and dedusting device are controlled
by the control device with a sequence of control modules selected in accordance with
the used sand quality defined in a preceding process stage.
2. Process according to claim 1, characterized in that the used sand is firstly dried
in a drier (11), is passed from the later into the intermediate vessel (16) and is
then circulated between the latter and the friction apparatus (19), and that the process
stage "drying" (T) is incorporated into the control modules M1 to Mn with a different percentage of the effective capacity of the drier, based on its
nominal capacity, and that the friction apparatus (19), conveyor (20, 21), dedusting
device and drier (11) are controlled with a sequence of control modules selected in
accordance with the used sand quality.
3. Process according to claim 1 or 2, characterized in that the duration of the treatment
of the used sand is set for each control module M1 to Mn.
4. Process according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the quality of
the used sand is determined on a sample, which is much smaller than the batch, in
an analyzing regenerator, comprising a friction apparatus and a dedusting device,
by measuring a selection of the physical characteristics of the used sand, and that
by means of the measured values obtained and which are associated by means of a program
with specific control modules M1 to Mn and a specific sequence of control modules, the control modules and their sequence
are controlled on the control device.
5. Process according to one of the claims 1 to 4, characterized in that a sample of the
used sand is filled into a sample vessel which is open at the top up to a given level,
is subject one or more times to the action from above of a constant fall weight and
the time pressure pattern on the bottom of the sample vessel is recorded, and that
the pressure pattern curve qualifying the used sand is used for controlling the control
modules and their sequence.
6. Process according to one of the claims 1 to 5, characterized in that a sample of the
used sand with a predetermined weight is dried in a microwave drier, the time temperature
pattern in the sample is measured and the temperature pattern curve qualifying the
used sand is used for controlling the control modules and their sequence.
7. Process according to one of the claims 1 to 6, characterized in that a sample of the
used sand is filled into a sample vessel which is open at the top and is subject from
below to the action of compressed air, whose pressure is set in such a way that all
the particles below a specific particle size float and are discharged and the dust
quantity occurring per unit of time is determined gravimetrically or volumetrically,
the thus obtained time dust quantity gradient is recorded and the level of the dust
quantity gradient and its configuration is used for adjusting the duration of the
treatment in the friction apparatus.
8. Process according to one of the claims 1 to 7, characterized in that the dust discharged
during the dedusting of the used sand treated in the friction apparatus is collected
and the dust quantity obtained per time unit is gravimetrically or volumetrically
determined, the thus obtained time dust quantity gradient is recorded and the dust
quantity gradient level and its pattern are used for adjusting the duration of the
treatment in the friction apparatus.
9. Process according to one of the claims 1 to 8, characterized in that, prior to treatment,
the used sand undergoes a preliminary dedusting and the dust quantity gradient during
preliminary dedusting is recorded, and that in the case of a significant drop in the
configuration of the dust quantity gradient during preliminary dedusting, used sand
is supplied to the drier or friction apparatus and the treatment is started.
10. Process according to one of the claims 1 to 9, characterized in that after dropping
below a lower limit of the dust quantity gradient during preliminary dedusting the
dust obtained is discarded, whereas above said limit the dust is collected for reuse.
11. Process according to one of the claims 1 to 10, characterized in that an electrically
operated friction apparatus is used, the power consumption of the friction apparatus
measured and the measured value is used as a manipulated variable for the duration
of the used sand treatment.
12. Process according to one of the claims 1 to 11, characterized in that for determining
the quality of the regenerated sand removed from the friction apparatus one or more
of the processes according to one of the claims 5 to 7 is used.
1. Procédé de régénération de sables de décochage, dans lequel on conduit le sable de
décochage par charges successives dans un appareil de friction (19) pour détacher
mécaniquement l'enveloppe de liant du grain de sable, on retire le sable de l'appareil
de friction (19), on le dépoussière et on le reconduit dans l'appareil de friction
(19) au moyen d'un convoyeur (20,21), et on le retire, le cas échéant après plusieurs
cycles, sous la forme de sable régénéré, caractérisé en ce que :
. l'on conduit le sable de décochage de l'appareil de friction (19) dans un réservoir
tampon (16) comportant un dispositif de dépoussiérage et on le fait circuler plusieurs
fois entre celui-ci et l'appareil de friction (19),
. on groupe les étapes de "friction" (F), "dépoussiérage" (D) et "circulation" (C)
en un module de commande M,
. on constitue un grand nombre de modules de commande M1 à Mn qui se différencient par le pourcentage de rendement effectif de chaque étape du
procédé ((F), (E) et (C) par rapport à leur effet nominal,
. on mémorise les modules de commande M1 à Mn dans un organe de commande, et
. on commande l'appareil de friction (19), le convoyeur (20,21) et le dispositif de
dépoussiérage au moyen de l'organe de commande en utilisant une séquence de modules
de commandes correspondant à la qualité du sable de décochage déterminée dans un processus
antérieur.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le sable de décochage est
d'abord séché dans un séchoir (11), qu'on le conduit dans le réservoir tampon (16)
et qu'on le fait circuler ensuite entre celui-ci et l'appareil de friction (19), et
que l'étape de "séchage" (S) est incorporée dans les modules de commande M1 à Mn avec un pourcentage variable de puissance effective de l'appareil de séchage par
rapport à sa puissance nominale, et en ce que l'appareil de friction (19), le convoyeur
(20,21), le dispositif de dépoussiérage et le séchoir (11) sont commandés en utilisant
une séquence de modules de commande choisie en fonction de la qualité du sable de
décochage.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la durée de traitement
du sable de décochage est réglée pour chaque module de commande M1 à Mn.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on
détermine la qualité du sable de décochage sur la base d'un échantillon sensiblement
moins important que la charge dans un régénérateur d'analyse, comprenant un appareil
de friction et un dispositif de dépoussiérage, en mesurant les qualités physiques
choisies du sable de décochage, et en ce qu'avec les mesures obtenues, attribuées
à l'aide d'un programme à des modules de commande M1 à Mn et à une séquence de modules de commandes définis, on commande les modules de commande
et leur séquence au niveau de l'organe de commande.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'on
remplit une sonde d'échantillonnage ouverte à sa face supérieure avec un échantillon
de sable de décochage jusqu'à un niveau défini, qu'on le soumet à une ou plusieurs
reprises à une masse tombante constante et qu'on enregistre la variation de pression
en fonction du temps au niveau du fond du récipient d'échantillonnage, et en ce que
l'on utilise la courbe de variation de la pression caractérisant le sable de décochage
pour commander les modules de commande et leur séquence.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'on
sèche un échantillon de sable de décochage ayant une certaine masse dans un séchoir
à micro-ondes, que l'on mesure l'évolution dans le temps de la température dans l'échantillon
et que l'on utilise la courbe de variation de la température caractérisant le sable
de décochage pour commander les modules de commande et leur séquence.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'on
introduit un échantillon de sable de décochage dans une sonde d'échantillonnage ouverte
à sa face supérieure et qu'on le soumet par le bas à de l'air comprimé, dont la pression
est réglée de telle manière que toutes les particules en-dessous d'une taille prédéfinie
remontent et sont évacuées, et en ce qu'au-dessus du niveau de l'échantillon, on enregistre
la turbidité du flux d'air et sa variation dans le temps caractérisant le sable de
décochage et on utilise la courbe de turbidité pour commander les modules de commande
et leur séquence.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que lors
du dépoussiérage du sable de décochage traité dans l'appareil de friction on récupère
de la poussière évacuée et on détermine par gravimétrie ou volumétrie la quantité
de poussière produite par unité de temps, on enregistre le gradient dans le temps
ainsi obtenu de la quantité de poussière, et on utilise sa hauteur et la forme de
sa variation pour régler la durée du traitement dans l'appareil de friction.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'on
procède à un dépoussiérage du sable de décochage préalable au traitement et que durant
cette opération de dépoussiérage on enregistre le gradient de la quantité de poussière,
et que lorsque la courbe de variation du gradient de la quantité de poussière accuse
une chute significative lors de ce dépoussiérage préliminaire, on introduit le sable
de décochage dans le séchoir ou l'appareil de friction et on commence le traitement.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que lorsque
lors du dépoussiérage préliminaire le gradient de la quantité de poussière tombe en-dessous
d'une valeur limite inférieure, on rejette la poussière produite, tandis qu'au-dessus
de cette valeur limite, on collecte la poussière en vue de sa réutilisation.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'on
utilise un appareil de friction entraîné électriquement, l'on mesure la consommation
de courant de l'appareil de friction et que l'on utilise la valeur mesurée comme grandeur
de consigne pour la durée du traitement du sable de décochage.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'on
utilise un ou plusieurs des procédés selon l'une des revendications 5 à 7 pour déterminer
la qualité du sable régénéré retiré de l'appareil de friction.