[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Tensidbasis für an sich bekannte seifenfreie
Schmiermittel, enthaltend Alkylamine und/oder amphotere Verbindungen, gegebenenfalls
Wasser sowie weitere Zusatz- und/oder Hilfsstoffe.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung der Schmiermittel als Kettenschmiermittel
in der Lebensmittelindustrie. Insbesondere finden die erfindungsgemäßen Schmiermittel
hier Verwendung zum Schmieren, Reinigen und Desinfizieren von automatischen Ketten-
und Bandschmieranlagen, die beim Abfüllen von Lebensmitteln, vorzugsweise Getränken,
in Glas- und Kunststoffflaschen, Dosen, Gläser, Fässer, Getränkecontainer (KEG), Papier-
und Pappbehälter und dergleichen eingesetzt werden.
[0003] Die bisher als Schmiermittel eingesetzten Kettengleitmittel basieren einerseits auf
Fettsäuren in Form ihrer wasserlöslichen Alkali- oder Alkanolaminsalze oder auf Fettaminen
in Form ihrer organischen oder anorganischen Salze.
[0004] Die DE-A-23 13 330 beschreibt Schmiermittel auf Seifenbasis, die wäßrige Mischungen
von C₁₆-C₁₈-Fettsäuresalzen und oberflächenaktiven Substanzen enthalten.
[0005] Neben diesen Schmiermitteln auf Seifenbasis werden ansonsten hauptsächlich solche
auf Basis von primären Fettaminen verwendet. So beschreibt die DE-A-36 31 953 ein
Verfahren zum Schmieren von kettenförmigen Flaschentransportbändern in Getränkeabfüllbetrieben,
insbesondere in Brauereien, sowie zum Reinigen der Bänder mittels eines flüssigen
Reinigungsmittels, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die kettenförmigen Flaschentransportbänder
mit Bandschmiermitteln auf Basis neutralisierter primärer Fettamine, die vorzugsweise
12 bis 18 C-Atome aufweisen und einen ungesättigten Anteil von mehr als 10 % enthalten,
schmiert und die Flaschentransportbänder mit kationischen Reinigungsmitteln, nämlich
quaternären Ammoniumverbindungen wie Alkyltrimethylammonium-, Dialkyldimethylammonium-
und Alkyldimethylbenzylammoniumchloriden oder organischen Säuren reinigt.
[0006] Schließlich sind im Stand der Technik weitere Kettenschmiermittel bekannt; so beschreibt
die EP-A-0 044 458 Schmiermittelzubereitungen, die praktisch frei von Fettsäureseifen
sind und die weiterhin ein carboxyliertes nichtionisches Tensid und ein Acylsarcosinat
enthalten. Der pH-Wert dieser Produkte beträgt 7 bis 11 und liegt somit vorzugsweise
im neutralen bis alkalischen Bereich.
[0007] Die DE-A-38 31 448 betrifft schließlich wäßrige, klarwasserlösliche, seifenfreie
Schmiermittelzubereitungen, ein Verfahren zu ihrer Herstellung und die Verwendung
der erfindungsgemäßen Schmiermittelzubereitungen, insbesondere als Schmiermittel zum
Transport von Glasflaschen oder Polyethylenterephthalat-Flaschen. Die im wesentlichen
neutralen wäßrigen Schmiermittelzubereitungen (pH im Bereich von 6 bis 8) enthalten
Alkylbenzolsulfonate, alkoxylierte Alkanolphosphate und Alkancarbonsäuren, gegebenenfalls
neben üblichen Lösungsvermittlern, Lösungsmitteln, Entschäumungsmitteln und Desinfektionsmitteln.
[0008] Allerdings zeigen auch diese beiden oben beschriebenen Produkte noch folgende drei
Nachteile:
1. Sie sind mikrobiologisch ungünstig, da sie hervorragende Wachstumsbedingungen für
Mikroorganismen schaffen.
2. Weiterhin zeigen sie nur eine geringe Reinigungskraft.
3. Schließlich weisen sie ein schwer zu kontrollierendes Schaumverhalten auf.
[0009] In der DE-A-39 05 548 werden Schmiermittel beschrieben, die mindestens ein sekundäres
und/oder tertiäres Amin und/oder Salze derartiger Amine enthalten.
[0010] In jüngster Zeit werden häufig Getränke in Polyethylenterephthalat (PET)-Flaschen
abgefüllt. Insbesondere für kohlensäurehaltige Getränke wie Mineralwasser und Limonaden
haben sich in diesem Bereich PET-Mehrwegflaschen bewährt. Während des Transportes
der Flaschen in den Abfüllbetrieben kommen diese Flaschen mit Kettentransportband-Schmiermitteln
in Kontakt. Ein mehr oder weniger großer Teil des Kettentransportband-Schmiermittels
verbleibt an den Flaschen, trocknet an und führt teilweise zu Schädigungen dieser
Flaschen. Insbesondere sind in der Anwendungstechnik Risse im PET-Material, sogenannte
Spannungsrisse, festgestellt worden. Dies führt im Extremfall zum Platzen der Flasche.
[0011] Aus diesem Grunde wurden bisher zur Schmierung der Flaschen praktisch ausschließlich
seifenhaltige Kettentransport-Schmiermittel eingesetzt, die von den Herstellern jeweils
auf ihre spezielle Eignung untersucht und freigegeben wurden. Allgemein im Stand der
Technik bekannte Kettentransportband-Schmiermittel auf Alkylaminbasis, die wie oben
aufgeführt, eine breite Verwendung im Stand der Technik für den Transport von anderen
Getränkegebinden finden, führten scheinbar zu einer Schädigung der Flaschen.
[0012] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand somit darin, ein Kettentransportband-Schmiermittel
zur Verfügung zu stellen, das den Bedürfnissen der Anwendungsseite dahingehend gerecht
wird, daß der sogenannte Reibbeiwert gleich oder weniger 0,1 bis 0,12 beträgt, das
Produkt gleichzeitig reinigt, schmiert und desinfiziert, das Produkt in möglichst
geringen Konzentrationen einsetzbar ist, das Produkt die PET-Flaschen nicht schädigt,
das Produkt unabhängig von der Wasserhärte einsetzbar ist und das Produkt insbesondere
für den Mischbetrieb PET-Glas geeignet ist.
[0013] Überraschenderweise wurde gefunden, daß nicht die Alkylamine selbst, sondern die
üblicherweise eingesetzten Hilfsstoffe wie nichtionische Tenside, insbesondere alkoxilierte
Fettamine, Fettalkohole, alkoxilierte Fettalkohole, zu einer mehr oder weniger großen
Schädigung der PET-Mehrwegflaschen führten.
[0014] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wurde gelöst durch die Verwendung bestimmter
nichtionogener Tenside, die sämtliche Anforderungen an Kettentransportband-Schmiermittel,
wie oben aufgeführt, erfüllen.
[0015] Die vorliegende Erfindung betrifft seifenfreie Schmiermittel auf der Basis von amphoteren
Verbindungen, primären, sekundären und/oder tertiären Aminen und/oder Salzen derartiger
Amine der allgemeinen Formel (I), (IIa), (IIb), (IIIa), (IIIb), (IIIb), (IIIc), (IVa)
und (IVb)
R⁴-NH-R⁵ (IIa)
R⁴-N⁺H₂-R⁵ X⁻ (IIb)
R⁴-NH-(CH₂)₃NH₂ (IIIa)
R⁴-NH-(CH₂)₃N⁺H₃ X⁻ (IIIb)
R⁴-N⁺H₂-(CH₂)₃-N⁺H₃ 2X⁻ (IIIc)
R⁴-NR⁷R⁸ (IVa)
und/oder
R⁴-N⁺HR⁷R⁸ X⁻ (IVb)
wobei
- R
- für einen gesättigten oder einfach oder mehrfach ungesättigten, linearen oder verzweigten
Alkylrest mit 6 bis 22 C-Atomen, der gegebenenfalls durch -OH, -NH₂, -NH-, -CO-, -(CH₂CH₂O)l- oder -(CH₂CH₂CH₂O)l- substituiert sein kann,
- R¹
- für Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, einen Hydroxyalkylrest mit
1 bis 4 C-Atomen oder einen Rest -R³COOM
- R²
- nur für den Fall, daß M eine negative Ladung darstellt für Wasserstoff, einen Alkylrest
mit 1 bis 4 C-Atomen, oder einen Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen,
- R³
- für einen gesättigten oder einfach oder mehrfach ungesättigten, linearen oder verzweigten
Alkylrest mit 1 bis 12 C-Atomen, der gegebenenfalls durch -OH, -NH₂, -NH-, -CO-, -(CH₂CH₂O)l- oder -(CH₂CH₂CH₂O)l- substituiert sein kann,
- R⁴
- für einen substituierten oder unsubstituierten, linearen oder verzweigten, gesättigten
oder einfach oder mehrfach ungesättigten Alkylrest mit 6 bis 22 C-Atomen, der als
Substituenten mindestens einen Amin-, Imin-, Hydroxy-, Halogen- und/oder Carboxyrest
aufweisen kann,
einen substituierten oder unsubstituierten Phenylrest, der als Substituenten mindestens
einen Amin-, Imin-, Hydroxy-, Halogen-, Carboxy- und/oder einen linearen oder verzweigten,
gesättigten oder einfach oder mehrfach ungesättigten Alkylrest mit 6 bis 22 C-Atomen
aufweisen kann,
- R⁵
- für Wasserstoff oder - unabhängig von R⁴ - für einen Rest R⁴,
- X⁻
- für ein Anion aus der Gruppe Amidosulfonat, Nitrat, Halogenid, Sulfat, Hydrogencarbonat,
Carbonat, Phosphat oder R⁶-COO⁻ steht, wobei
- R⁶
- für Wasserstoff, einen substituierten oder unsubstituierten, linearen oder verzweigten
Alkylrest mit 1 bis 20 C-Atomen oder Alkenylrest mit 2 bis 20 C-Atomen, die als Substituenten
mindestens einen Hydroxy-, Amin- oder Iminrest aufweisen können, oder einen substituierten
oder unsubstituierten Phenylrest, der als Substituenten einen Alkylrest mit 1 bis
20 C-Atomen aufweisen kann, steht, und
- R⁷ und R⁸
- jeweils unabhängig voneinander für einen substituierten oder unsubstituierten, linearen
oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 20 C-Atomen oder Alkenylrest mit 2 bis 20 C-Atomen,
die als Substituenten mindestens einen Hydroxy-, Amin- oder Iminrest aufweisen können,
oder einen substituierten oder unsubstituierten Phenylrest, der als Substituenten
einen Alkylrest mit 1 bis 20 C-Atomen aufweisen kann,
- M
- für Wasserstoff, Alkalimetall, Ammonium, einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, einen
Benzylrest oder eine negative Ladung,
- n
- für eine ganze Zahl im Bereich von 1 bis 12,
- m
- für eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 5 und
- l
- für eine Zahl im Bereich von 0 bis 5 steht,
enthaltend Alkyldimethylaminoxide und/oder Alkyloligoglycoside als nichtionische
Tenside.
[0016] Im Sinne der vorliegenden Erfindung sind solche Verbindungen der allgemeinen Formel
(I) bevorzugt, für welche gilt:
- R
- = gesättigter oder einfach oder mehrfach ungesättigter, linearer Alkylrest mit 10
bis 18 C-Atomen, der gegebenenfalls durch -CO- substituiert sein kann, insbesondere
unsubstituierter, gesättigter linearer Alkylrest mit 12 bis 14 C-Atomen,
- R¹
- = Wasserstoff, Alkylrest mit 1 bis 3 C-Atomen oder ein Rest -CH₂CH₂OH, insbesondere
Wasserstoff oder Alkylrest mit 1 bis 3 C-Atomen,
- R²
- = Wasserstoff oder Alkylrest mit 1 bis 3 C-Atomen,
- R³
- = Methylen- oder Di-methylen-rest, insbesondere Methylenrest,
- M
- = Wasserstoff oder eine negative Ladung,
- n
- = 2 oder 3, insbesondere 2
- m
- = 0, 1 oder 2, insbesondere 0.
[0017] Hinsichtlich ihrer Anwendungseigenschaften zeigen die erfindungsgemäßen Schmiermittelkombinationen
einen sehr guten Reibbeiwert, ein geringes Schaumverhalten, eine gute Reinigungswirkung
sowie gute Hautverträglichkeit. Zusätzlich zu den genannten positiven Eigenschaften
werden folgende Randbedingungen erfüllt: Mäßiges Schaumverhalten verbessert die Schmierwirkung
an Problemzonen, wie Drehtellern, Wechslern usw., hohe Substantivität und damit hohe
Schmierleistung auch bei ungünstigen Betriebsbedingungen (z.B. Unterbandschmierung),
allgemein einsetzbar auch bei apparativen Unzulänglichkeiten, guter Reinigungseffekt,
hohe Kapillaraktivität und Filmbildung an Oberflächen, auch in Gegenwart von organischen
Belastungen und Säuren oder Alkalien wirksam und auch als Konzentrat nicht korrosiv.
[0018] Die erfindungsgemäßen Schmiermittelkombinationen sind beim Einsatz in der Getränkeindustrie
im Gegensatz zu den bislang eingesetzten Kettenschmiermitteln sowohl unabhängig von
der Wasserqualität als auch schaumarm, lagerstabil bei tiefen Temperaturen, nicht
korrosiv und besonders umwelt- und hautvertäglich.
[0019] Die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) sind prinzipiell ebenso wie das Verfahren
zu ihrer Herstellung aus "Fettamine und Folgeprodukte", Firmenschrift der Hoechst
AG, bekannt.
[0020] Beispiele für amphotere Verbindungen der allgemeinen Formel (I), die im Sinne der
Erfindung auch bevorzugt eingesetzt werden, sind nachstehend genannt: Dodecyl-aminopropyl-glycin,
Dodecyl-di(aminoethyl)-glycin, N-Dodecyl-N,N-dipropyl-glycin, N-Cocos-N,N-dimethyl-glycin
(Cocos = Fettalkylreste mit vorzugsweise 12 bzw. 14 C-Atomen), N-Hexadecyl-N,N-dimethyl-glycin,
N-Soja-N,N-dimethyl-glycin (Soja = ein- und zweifach ungesättigte Fettalkylreste mit
vorzugsweise 18 C-Atomen), N-Decyl-N,N-dimethylglycin, Dodecyl-di(aminopropyl)-glycin,
C₁₀₋₁₈-Fettsäureamidoethyl-N-hydroxyethyl-glycin.
[0021] Die erfindungsgemäßen Schmiermittel enthalten die Verbindungen der allgemeinen Formeln
(I) bis (IV) in Mengen von 1 bis 99 Gew.-%, vorzugsweise in Mengen von 5 bis 15 Gew-%,
bezogen auf die Gesamtformulierung.
[0022] Mithin können derartige Schmiermittelkombinationen im Sinne der Erfindung ausschließlich
aus den genannten amphoteren Verbindungen bestehen und der dazugehörigen Tensidbasis.
Ferner umfaßt die Erfindung auch solche Schmiermittel-Formulierungen, die die Verbindungen
der allgemeinen Formeln (I) bis (IV) nur zu einem geringeren Anteil, vorzugsweise
in Mengen von 5 bis 15 Gew.-% und insbesondere von 10 bis 12 Gew.-%, enthalten. Der
Rest der Schmiermittel-Formulierungen besteht in diesem Falle vorzugsweise aus Wasser
und zusätzlich gegebenenfalls aus Zusatz- und/oder Hilfsstoffen sowie der genannten
Tensidbasis.
[0023] Als Schmiermittelbestandteile kommen ferner primäre, sekundäre und/oder tertiäre
Amine und/oder Salze derartiger Amine in Betracht, wie sie - unter anderem - in der
vorstehend zitierten deutschen Patentanmeldung DE-A-39 05 548 beschrieben sind.
[0024] Somit können die erfindungsgemäßen Schmiermittel primäre oder sekundäre Amine der
allgemeinen Formeln (IIa) oder (IIb)
R⁴-NH-R⁵ (IIa)
R⁴-N⁺H₂-R⁵ X⁻ (IIb)
enthalten,
wobei der Rest R⁴ bedeutet:
- einen substituierten oder unsubstituierten, linearen oder verzweigten, gesättigten
oder einfach oder mehrfach ungesättigten Alkylrest mit 6 bis 22 C-Atomen, der als
Substituenten mindestens einen Amin-, Imin-, Hydroxy-, Halogen- und/oder Carboxyrest
aufweisen kann,
- einen substituierten oder unsubstituierten Phenylrest, der als Substituenten mindestens
einen Amin-, Imin-, Hydroxy-, Halogen-, Carboxy- und/oder einen linearen oder verzweigten,
gesättigten oder einfach oder mehrfach ungesättigten Alkylrest mit 6 bis 22 C-Atomen
aufweisen kann,
und X⁻ für ein Anion aus der Gruppe Amidosulfonat, Nitrat, Halogenid, Sulfat, Hydrogencarbonat,
Carbonat, Phosphat oder R⁶-COO⁻, mit R⁶ = Wasserstoff, einen gesättigten, einfach
oder mehrfach ungesättigten, linearen oder verzweigten, gegebenenfalls durch -OH,
-NH₂ oder -NH- substituierten Alkylrest mit 1 bis 20 C-Atomen oder einen entsprechenden
Alkenylrest mit 2 bis 20 C-Atomen oder einen substituierten oder unsubstituierten
Phenylrest, der als Substituenten einen Alkylrest mit 1 bis 20 C-Atomen aufweisen
kann, steht und
R⁵ für einen Rest R⁴ oder Wasserstoff.
[0025] Als Beispiele für sekundäre Amine der allgemeinen Formel (IIa) und (IIb) seien genannt:
Di-cocos-amin, Di-stearyl-amin, Di-talg-amin sowie entsprechende Salze, vorzugsweise
die Acetate.
[0026] Die erfindungsgemäßen Schmiermittel können sekundäre Diamine der allgemeinen Formeln
(IIIa), (IIIb) oder (IIIc)
R⁴-NH-(CH₂)₃NH₂ (IIIa)
R⁴-NH-(CH₂)₃N⁺H₃ X⁻ (IIIb)
R⁴-N⁺H₂-(CH₂)₃-N⁺H₃ 2X⁻ (IIIc)
enthalten, wobei die Reste R⁴ und X⁻ jeweils die vorstehend für die allgemeinen Formeln
(IIa) und (IIb) angegebenen Bedeutungen haben.
[0027] Als Beispiele für sekundäre Diamine der allgemeinen Formeln (IIIa), (IIIb) und (IIIc)
seien genannt:
N-Lauryl-propylendiamin und N-Talg-propylendiamin, jeweils in Form der freien Amine
sowie in Form der Acetat-Salze.
[0028] Schließlich können die erfindungsgemäßen Schmiermittel tertiäre Amine der allgemeinen
Formeln (IVa) oder (IVb)
R⁴-NR⁷R⁸ (IVa)
R⁴-N⁺HR⁷R⁸ X⁻ (IVb)
enthalten, wobei die Reste R⁴ und X⁻ jeweils die für die allgemeinen Formeln (IIa)
und (IIb) angegebenen Bedeutungen haben und die Reste R⁷ und R⁸ jeweils unabhängig
voneinander bedeuten:
- einen substituierten oder unsubstituierten, linearen oder verzweigten Alkylrest mit
1 bis 20 C-Atomen oder Alkenylrest mit 2 bis 20 C-Atomen, die als Substituenten mindestens
einen Hydroxy-, Amin- oder Iminrest aufweisen können, oder
- einen substituierten oder unsubstituierten Phenylrest, der als Substituenten eine
Alkylrest mit 1 bis 20 C-Atomen aufweisen kann.
[0029] Als Beispiele für tertiäre Amine der allgemeinen Formeln (IVa) und (IVb) seien genannt:
N,N-Dipropyl-N-laurylamin, N,N-Dimethyl-N-laurylamin, N,N-Dimethyl-N-hexadecylamin,
N,N-Dimethyl-N-cocosamin, N,N-Dimethyl-N-cetylamin sowie die entsprechenden Acetat-Salze.
[0030] Im Sinne der Erfindung ist es bevorzugt, zusätzlich zu den Verbindungen der allgemeinen
Formel (I) Gemische von sekundären Diaminen der allgemeinen Formeln (III) und tertiären
Aminen der allgemeinen Formeln (IV) einzusetzen, beispielsweise ein Gemisch aus N-Laurylpropylen-diammoniumacetat
und N,N-Dimethyl-N-lauryl-ammoniumacetat im Gewichsverhältnis 1 : 2 bis 3 : 1, vorzugsweise
2 : 1.
[0031] Primäre, sekundäre und tertiäre Amine, die den vorstehend angegebenen allgemeinen
Formeln (II), (III) und (IV) entsprechen, können nach literaturbekannten Verfahren
hergestellt werden und werden zum Teil als Handelsprodukte angeboten, beispielsweise
von der Hoechst AG, Frankfurt am Main, Deutschland, unter der Bezeichnung GENAMIN
R oder von der Lonza AG, Basel, Schweiz, unter der Bezeichnung LONZABAC
R 12.
[0032] Das Gewichtsverhältnis der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zu den Aminen
der allgemeinen Formeln (II), (III) und/oder (IV) ist nicht kritisch. Bevorzugt wird
jedoch ein Gewichtsverhältnis von Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zu den Verbindungen
der allgemeinen Formeln (II), (III) und/oder (IV) im Bereich von 10 : 1 bis 1 : 10,
insbesondere ein Verhältnis von 5 : 1 bis 1 : 1, eingestellt. Das oben genannte Gewichtsverhältnis
ist auf die Summe der gegebenenfalls einzeln eingesetzten Verbindungen (II), (III)
und (IV) bezogen.
[0033] Weiterhin können die erfindungsgemäßen Schmiermittel als Hilfsstoffe Lösungsvermittler
zum Erhalt einer homogenen, klarwasserlöslichen Anwendungslösung enthalten. Als solche
kommen beispielsweise in Betracht: Alkohole, Polyalkohole, Ether oder Polyether, insbesondere
Isopropanol, Butylglykol, Butyldiglykol oder Ethylenglykolether. Die Menge des zu
verwendenden Lösungsvermittlers richtet sich im Einzelfall nach dem eingesetzten Betain
bzw. Amin, der Fachmann wird im Einzelfall die erforderliche Menge an Lösungsvermittler
durch Ausprobieren ermitteln. Im allgemeinen sind Zusätze an Lösungsvermittler im
Bereich von 1 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtformulierung, hinreichend.
[0034] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die einzusetzenden
Alkyldimetylaminoxide mit einer Kettenlänge von 10 bis 18, insbesondere 12 bis 14
C-Atomen, im Alkylrest ausgestattet. Hierbei können die Alkylketten linear oder verzweigt,
gesättigt, einfach oder mehrfach ungesättigt sein.
[0035] Alkyloligoglykoside im Sinne der vorliegenden Erfindung umfassen vorzugsweise Verbindungen
der Formel (V),
R¹-O-[G]
p (V)
in der
- R¹
- für einen Alkylrest mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen,
- [G]
- für einen Zuckerrest mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen und
- p
- für Zahlen von 1 bis 10
steht.
[0036] Bevorzugt sind Alkyloligoglykoside, die sich von Aldosen bzw. Ketosen und wegen ihrer
leichten Verfügbarkeit insbesondere von der Glucose ableiten. Die bevorzugten Alkyloligoglykoside
sind somit die Alkyloligoglucoside.
[0037] Die Indexzahl p in der allgemeinen Formel (V) gibt den Oligomerisierungsgrad (DP-Grad),
d. h. die Verteilung von Mono- und Oligoglykosiden an und steht für eine Zahl zwischen
1 und 10. Während p in einer gegebenen Verbindung stets ganzzahlig sein muß und hier
vor allem die Werte p = 1 bis 6 annehmen kann, ist der Wert p für ein bestimmtes Alkyloligoglykosid
eine analytisch ermittelte rechnerische Größe, die meistens eine gebrochene Zahl darstellt.
Bevorzugt sind Alkyloligoglykoside mit einem mittleren Oligomerisierungsgrad p von
1,1 bis 3,0; besonders bevorzugt sind solche Alkyloligoglykoside, deren Oligomerisierungsgrad
kleiner als 1,7 ist und insbesondere zwischen 1,2 und 1,4 liegt.
[0038] Der Alkyrest R¹ kann sich von primären Alkoholen mit 4 bis 22, vorzugsweise 8 bis
16, insbesondere 8 bis 10, Kohlenstoffatomen ableiten. Typische Beispiele sind Butanol,
Capronalkohol, Caprylalkohol, Caprinalkohol, Laurylalkhohol, Myristylalkohol, Cetylalkohol,
Stearylalkohol, Arachylalkohol, Behenylalkohol sowie deren technische Mischungen auf
Basis von natürlichen Fetten und Ölen, beispielsweise Palmöl, Palmkernöl, Kokosöl
oder Rindertalg.
[0039] Alkyloligoglykoside stellen bekannte Stoffe dar, die nach den einschlägigen Methoden
der präparativen organischen Chemie erhalten werden können. Stellvertretend für das
umfangreiche Schrifttum hinsichtlich ihrer Struktur und Synthese sei auf die Europäische
Patentanmeldung EP-A-0 301 298 verwiesen.
[0040] Im allgemeinen sind die genannten Tenside im Bereich von 1 bis 10 Gew.%, bezogen
auf die Gesamtformulierung für die Benetzung der Ketten und Plattentransportbänder
ausreichend. Die Aminoxide ebenso wie die Alkyloligoglykoside können jeweils allein
oder im Gemisch eingesetzt werden.
[0041] Bekannte Hilfsstoffe des Standes der Technik sind beispielsweise alkoxylierte Fettamine,
Fettalkohole oder alkoxylierte Fettalkohole. Diese Tenside haben jedoch den Nachteil
einer erhöhten Spannungsrißkorrosionsbildung bei PET-Flaschen. Daher werden derartige
Tenside im Sinne der vorliegenden Erfindung bevorzugt nicht eingesetzt. Sofern dies
jedoch trotzdem erwünscht ist, so sollte jedoch ihr Anteil möglichst gering gehalten
werden.
[0042] Die erfindungsgemäßen Schmiermittel weisen vorzugsweise einen pH-Wert im Bereich
von 4 bis 11, insbesondere im Bereich von 6 bis 9, auf. Sofern der pH-Wert des Schmiermittels
nicht bereits in diesem Bereich liegt, kann er durch Zugabe einer Säure, vorzugsweise
einer Säure mit dem vorstehend definierten Anion X⁻, beispielsweise mit Essigsäure
auf den gewünschten Wert eingestellt werden.
[0043] Im Hinblick auf eine optimale Dosiermöglichkeit ist es ferner von Vorteil, daß die
Schmiermittel eine dynamische Viskosität von weniger als 300 mPa.s, insbesondere von
weniger als 150 mPa.s und besonders bevorzugt im Bereich von 5 bis 100 mPa.s - jeweils
bei 20 °C - aufweisen. Eine gesonderte Einstellung der Viskosität auf die genannten
Werte ist im allgemeinen nicht erforderlich bzw. erfolgt gegebenenfalls durch Zusatz
geeigneter Mengen des bevorzugten Verdünnungsmittels Wasser oder eines Lösungsvermittlers.
[0044] Die erfindungsgemäßen Schmiermittel lassen sie sich durch einfaches Vermischen der
Komponenten mit Wasser, gegebenenfalls unter Zusatz der genannten Zusatz- und/oder
Hilfsstoffe, herstellen.
[0045] Die vorliegende Erfindung betrifft schließlich die Verwendung von Schmiermitteln
der vorstehend beschriebenen Art als Kettenschmiermittel in der Lebensmittelindustrie,
insbesondere für automatische Ketten- und Bandschmieranlagen. Für diesen Anwendungszweck
werden die erfindungsgemäßen Schmiermittel im allgemeinen noch mit Wasser verdünnt.
Derartige wäßrige Anwendungslösungen enthalten in der Regel 0,01 Gew.-% Verbindungen
der allgemeinen Formeln (I) bis (IV), vorzugsweise 0,01 bis 0,2 Gew.-% und insbesondere
0,02 bis 0,04 Gew.-% derartiger Verbindungen, sowie 0,1 bis 1 Gew.-% der genannten,
erfindungsgemäßen Tenside.
[0046] Die erfindungsgemäßen Produkte verursachen im Gegensatz zu Standard-Seifenprodukten
keine Spannungsrißkorrosion und können daher für PET und PC-Gebinde problemlos eingesetzt
werden. (PET = Polyethylenterephthalat, PC= Polycarbonat). Besonders bevorzugt für
klarwasserlösliche Konzentrate sind neutrale pH-Werte.
[0047] Die erfindungsgemäßen Schmiermittel eignen sich nämlich in der für die Ketten- und
Bandschmierung erforderlichen Konzentration auch zum Reinigen von Leergut sowie Maschinen
und Maschinenteilen.
[0048] Ferner sind die zentralen Schaumsysteme in der Lebensmittelindustrie teilweise mit
fest installierten, automatischen Systemen ausgestattet, die nach produktionsablauf
oder in Pausen automatisch die Außenreinigung von Füllern, zylindrokonischen Gär-
und Lagertanks, Transportunterbändern und anderen Maschinen und Anlagen bewirken.
[0049] Auch hier können die erfindungsgemäßen Schmiermittel mit großem Vorteil Verwendung
finden.
[0050] Somit betrifft die vorliegende Erfindung ferner die Verwendung von Schmiermitteln
der vorstehend beschriebenen Art zum Desinfizieren und Reinigen von Leergut, Maschinen
und Anlagen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.
Beispiele
[0051] Die vorliegende Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert.
In den erfindungsgemäßen Beispielen 1 und 2 werden der Reibungswiderstand und das
Schaumverhalten von erfindungsgemäßen Schmiermittelformulierungen aufgezeigt. Zum
Vergleich dienen die Vergleichsbeispiele 1 bis 3, die Produkte des Standes der Technik
betreffen.
[0052] Alle Prozentangaben in den nachstehenden Formulierungs-Beispielen beziehen sich auf
Gewichtsprozente.
[0053] Die PET-Flaschen werden mit kohlensäurehaltigem Wasser von 4,5 Vol% CO2 gefüllt und
entsprechend verschlossen. Die Flaschen werden im Bodenbereich in die zu prüfende
Substanz (siehe Tabelle 1) getaucht und bei 38° C für 72 Studen gelagert. Danach wird
die Flasche bemustert (von keine Spannungsrisse bis zerstörte Flasche).
[0054] Die Versuche zur Messung des Reibungswiderstandes, im folgenden kurz "Reibbeiwert"
genannt, sind auf einem Technikums-Flaschentransportband unter folgenden Bedingungen
durchgeführt worden:
Messung des Reibwiderstandes von 20 mit Wasser gefüllten 0,5 l Euro-Bierflaschen als
Zugspannung mit einem Dynamometer.
Flaschentransportgeschwindigkeit: ca. 1 m/s
Besprühen des Flaschentransportbandes mit 0,4 %iger Bandschmiermittellösung, wie in
den Beispielen genannt.
Sprühleistung der Düsen: 4 l/h, 1 Düse pro Band.
[0055] Der im folgenden angegebene Reibbeiwert "µ" ergibt sich als der Quotient der gemessenen
Zugspannung für eine Flasche zum Gewicht der Flasche in Gramm.
[0056] Weiterhin wurden die Produkte mit Hartwasser (16 °d) nach den Bestimmungen der DIN
53 902 getestet.
[0057] Das Schaumverhalten wird nach folgenden Klassen beurteilt:
0 = schaumfrei
1 = vereinzelte Schaumblasen
2 = geringes Schäumen, nicht störend
3 = Schäumen, störend
4 = starkes Schäumen, nicht akzeptabel, Schaum unter dem Band
[0058] Der Reibbeiwert sollte zur ausreichenden Schmierung bei oder kleiner gleich 0,10
bis 0,12 liegen. Bei Überschreiten von 0,15 läßt die Schmierwirkung und somit der
einwandfreie Transport deutlich nach.
[0059] Die Klarwasserlöslichkeit der Anwendungslösungen sollte auch über einen längeren
Versuchszeitraum gewährleistet sein, um Ablagerungen in Kugelventilfiltern, Düsen,
Sprüh- und Verteilsystem, Band und Transportgut zu vermeiden.
[0060] Die Schaumentwicklung sollte gering sein, da übermäßiger Schaum nicht nur den Arbeitsablauf
(automatischer bottle inspector) und die Arbeitssicherheit (Rutschgefahr) stört, sondern
darüber hinaus auch das Etikett aufweichen und in das noch nicht verschlossene Gefäß
dringen kann. Zusätzlich wird durch übermäßige Schaumneigung der Reibbeiwert verschlechtert.
Tabelle 1
| Cocosfettamin + 12EO |
mittelstarke Risse |
| Oleylamid + 5EO |
viele Risse |
| 2 Hydroxyfettalkoholethoxylat |
viele Risse |
| Oleyl-cetylpropylenglycolether |
viele Risse |
| Oleyl-cetylalkohol + 5EO |
viele Risse |
| Alkylbenzolsulfonat |
keine Risse |
| Cocosalkyldimethylaminooxid |
keine Risse |
| C₈₋₁₀ Glycosidn=1,6 (70 % Aktivsubstanz) |
fast keine Risse |
| C₈₋₁₀ Glycosidn=1,4 (60 % Aktivsubstanz) |
keine Risse |
| C₈₋₁₀ Glycosidn=1,7-1,8 |
fast keine Risse |
[0061] Anionische Tenside wie das Alkylbenzolsulfonat lassen sich nicht in die kationisch
reagierenden Kettengleitmittel auf Alkylaminbasis einarbeiten, so daß nur noch Aminoxide
und Alkylpolyglucoside für den Einsatz in entsprechenden Kettengleitmitteln verbleiben.
Beispiel 1
[0062] 6 % Cocospropylendiammoniumacetat
6 % Cocosdipropylentriammoniumacetat
3 % Cocosalkyldimethylaminoxid
85 % Wasser
Reibbeiwert: 0,14 Schaumverhalten: schäumend
Eignung: wenig Risse Klarwasserlöslichkeit: absolut klar
Beispiel 2
[0063] 6 % Cocospropylendiammoniumacetat
6 % Cocosdipropylentriammoniumacetat
3 % C₈₋₁₀ Glycosid
n=1,4 (60 % Aktivsubstanz)
85 % Wasser
Reibbeiwert: 0,10 Schaumverhalten: mäßig schäumend
Eignung: keine Rißbildung Klarwasserlöslichkeit: absolut klar
Vergleichsbeispiel 1
[0064] 8 % Laurylpropylendiammoniumacetat
4 % N,N-Dimethyl-N-laurylammoniumacetat
88 % Wasser
Reibbeiwert: 0,10 Schaumverhalten: nicht schäumend
PET-Eignung: wenig Risse Klarwasserlöslichkeit: opak
Vergleichsbeispiel 2
[0065] 6 % Cocospropylendiammoniumacetat
6 % Cocosdipropylentriammoniumacetat
88 % Wasser
Reibbeiwert: 0,10 Schaumverhalten: schwach schäumend
PET-Eignung: keine Risse Klarwasserlöslichkeit: schwach opak
Vergleichsbeispiel 3
[0066] 6 % Cocospropylendiammoniumacetat
6 % Cocosdipropylentriammoniumacetat
3 % Cocosfettamin + 12EO
85 % Wasser
Reibbeiwert: 0,11 Schaumverhalten: schwach schäumend
PET-Eignung: starke Risse Klarwasserlöslichkeit: absolut klar
1. Seifenfreie Schmiermittel auf der Basis von amphoteren Verbindungen, primären, sekundären
und/oder tertiären Aminen und/oder Salzen derartiger Amine der allgemeinen Formel
(I), (IIa), (IIb), (IIIa), (IIIb), (IIIb), (IIIc), (IVa) und (IVb)
R⁴-NH-R⁵ (IIa)
R⁴-N⁺H₂-R⁵ X⁻ (IIb)
R⁴-NH-(CH₂)₃NH₂ (IIIa)
R⁴-NH-(CH₂)₃N⁺H₃ X⁻ (IIIb)
R⁴-N⁺H₂-(CH₂)₃-N⁺H₃ 2X⁻ (IIIc)
R⁴-NR⁷R⁸ (IVa)
und/oder
R⁴-N⁺HR⁷R⁸ X⁻ (IVb)
wobei
R für einen gesättigten oder einfach oder mehrfach ungesättigten, linearen oder
verzweigten Alkylrest mit 6 bis 22 C-Atomen, der gegebenenfalls durch -OH, -NH₂, -NH-,
-CO-, -(CH₂CH₂O)l- oder -(CH₂CH₂CH₂O)l- substituiert sein kann,
R¹ für Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, einen Hydroxyalkylrest
mit 1 bis 4 C-Atomen oder einen Rest -R³COOM
R² nur für den Fall, daß M eine negative Ladung darstellt für Wasserstoff, einen
Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, oder einen Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen,
R³ für einen gesättigten oder einfach oder mehrfach ungesättigten, linearen oder
verzweigten Alkylrest mit 1 bis 12 C-Atomen, der gegebenenfalls durch -OH, -NH₂, -NH-,
-CO-, -(CH₂CH₂O)l- oder -(CH₂CH₂CH₂O)l- substituiert sein kann,
R⁴ für einen substituierten oder unsubstituierten, linearen oder verzweigten, gesättigten
oder einfach oder mehrfach ungesättigten Alkylrest mit 6 bis 22 C-Atomen, der als
Substituenten mindestens einen Amin-, Imin-, Hydroxy-, Halogen- und/oder Carboxyrest
aufweisen kann,
einen substituierten oder unsubstituierten Phenylrest, der als Substituenten mindestens
einen Amin-, Imin-, Hydroxy-, Halogen-, Carboxy- und/oder einen linearen oder verzweigten,
gesättigten oder einfach oder mehrfach ungesättigten Alkylrest mit 6 bis 22 C-Atomen
aufweisen kann,
R⁵ für Wasserstoff oder - unabhängig von R⁴ - für einen Rest R⁴,
X⁻ für ein Anion aus der Gruppe Amidosulfonat, Nitrat, Halogenid, Sulfat, Hydrogencarbonat,
Carbonat, Phosphat oder R⁶-COO⁻ steht, wobei
R⁶ für Wasserstoff, einen substituierten oder unsubstituierten, linearen oder verzweigten
Alkylrest mit 1 bis 20 C-Atomen oder Alkenylrest mit 2 bis 20 C-Atomen, die als Substituenten
mindestens einen Hydroxy-, Amin- oder Iminrest aufweisen können, oder einen substituierten
oder unsubstituierten Phenylrest, der als Substituenten einen Alkylrest mit 1 bis
20 C-Atomen aufweisen kann, steht, und
R⁷ und R⁸ jeweils unabhängig voneinander für einen substituierten oder unsubstituierten,
linearen
oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 20 C-Atomen oder Alkenylrest mit 2 bis 20 C-Atomen,
die als Substituenten mindestens einen Hydroxy-, Amin- oder Iminrest aufweisen können,
oder einen substituierten oder unsubstituierten Phenylrest, der als Substituenten
einen Alkylrest mit 1 bis 20 C-Atomen aufweisen kann,
M für Wasserstoff, Alkalimetall, Ammonium, einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen,
einen Benzylrest oder eine negative Ladung,
n für eine ganze Zahl im Bereich von 1 bis 12,
m für eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 5 und
l für eine Zahl im Bereich von 0 bis 5 steht,
enthaltend Alkyldimethylaminoxide und/oder Alkyloligoglycoside als nichtionische
Tenside.
2. Schmiermittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der allgemeinen Formel
(I)
R für einen gesättigten oder einfach oder mehrfach ungesättigten, linearen Alkylrest
mit 10 bis 18 C-Atomen, der gegebenenfalls durch -CO- substituiert sein kann, insbesondere
einen unsubstituierten, gesättigten linearen Alkylrest mit 12 bis 14 C-Atomen,
R¹ für Wasserstoff, Alkylrest mit 1 bis 3 C-Atomen oder ein Rest -CH₂CH₂OH, insbesondere
Wasserstoff oder Alkylrest mit 1 bis 3 C-Atomen,
R² für Wasserstoff oder Alkylrest mit 1 bis 3 C-Atomen,
R³ für Methylen- oder Di-methylen-rest, insbesondere Methylenrest,
M für Wasserstoff oder eine negative Ladung,
n für 2 oder 3, insbesondere 2
m für 0, 1 oder 2, insbesondere 0,
steht.
3. Schmiermittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Verbindungen
der allgemeinen Formeln (I) bis (IV), in einer Menge von 1 bis 99 Gew.-%, bezogen
auf die Gesamtformulierung, enthalten.
4. Schmiermittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Verbindungen der
allgemeinen Formeln (I) bis (IV), in einer Menge von 5 bis 15 Gew.-%, insbesondere
10 bis 12 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtformulierung, enthalten.
5. Schmiermittel nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich Wasser
und gegebenenfalls Zusatz- und/oder Hilfsstoffe enthalten.
6. Schmiermittel nach einem oder mehreren der Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gewichtsverhältnis von Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zu den Verbindungen
der Formeln (II), (III) und/oder (IV) im Bereich von 10 : 1 bis 1 : 10, insbesondere
im Verhältnis 5 : 1 bis 1 : 1 eingestellt ist.
7. Schmiermittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß sie als Hilfsstoffe Lösungsvermittler und/oder pH-Regulatoren enthalten.
8. Schmiermittel nach einem oder mehreren der Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß sie einen pH-Wert im Bereich von 4 bis 11, insbesondere im Bereich von 6 bis 9,
aufweisen.
9. Schmiermittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine dynamische Viskosität von weniger als 300 mPa.s, insbesondere im Bereich
von 5 bis 100 mPa.s aufweisen.
10. Schmiermittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Alkyldimethylaminoxide einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten,
einfach oder mehrfach ungesättigten Alkylrest mit 10 bis 18, insbesondere 12 bis 14
C-Atomen aufweisen.
11. Schmiermittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Alkyloligoglycoside Verbindungen der Formel (V)
R¹-O-[G]
p (V)
umfassen, wobei
R¹ für einen Alkylrest mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 8 bis 16 Kohlenstoffatomen,
[G] für einen Zuckerrest mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen und
p für eine Zahl im Bereich von 1 bis 10 steht.
12. Schmiermittel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkyloligoglycoside
sich von Aldosen und/oder Ketosen, insbesondere der Glucose ableiten.
13. Schmiermittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß sie Alkyloligoglucoside enthalten.
14. Schmiermittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß sie 1 bis 10 Gew.% an Alkyloligoglycosiden und/oder Aminoxiden enthalten.
15. Verwendung der Schmiermittel nach einem der Ansprüche 1 bis 14 als Kettenschmiermittel
in der Lebensmittelindustrie, insbesondere für automatische Ketten- und Bandschmieranlagen.
16. Verwendung der Schmiermittel nach einem der Ansprüche 1 bis 14 zum Reinigen von Leergut,
Maschinen und Anlagen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.
1. Soapless lubricants based on amphoteric compounds, primary, secondary and/or tertiary
amines and/or salts of such amines corresponding to general formulae (I), (IIa), (IIb),
(IIIa), (IIIb), (IIIc), (IVa) and (IVb):
R⁴-NH-R⁵ (IIa)
R⁴-N⁺H₂-R⁵ X⁻ (IIb)
R⁴-NH-(CH₂)₃NH₂ (IIIa)
R⁴-NH-(CH₂)₃N⁺H₃ X⁻ (IIIb)
R⁴-N⁺H₂-(CH₂)₃-N⁺H₃ 2X⁻ (IIIc)
R⁴-NR⁷R⁸ (IVa)
and/or
R⁴-N⁺HR⁷R⁸ X⁻ (IVb)
in which
R represents a saturated or mono- or polyunsaturated, linear or branched alkyl group
containing 6 to 22 carbon atoms which may optionally be substituted by -OH, -NH₂,
-NH-, -CO-, -(CH₂CH₂O)l- or -(CH₂CH₂CH₂O)l-,
R¹ represents hydrogen, an alkyl group containing 1 to 4 carbon atoms, a hydroxyalkyl
group containing 1 to 4 carbon atoms or a group -R³COOM,
R² - only for the case where M is a negative charge - represents hydrogen, an alkyl
group containing 1 to 4 carbon atoms or a hydroxyalkyl group containing 1 to 4 carbon
atoms,
R³ is a saturated or mono- or polyunsaturated, linear or branched alkyl group containing
1 to 12 carbon atoms which may optionally be substituted by -OH, -NH₂, -NH-, -CO-,
-(CH₂CH₂O)l- or -(CH₂CH₂CH₂O)l-,
R⁴ is a substituted or unsubstituted, linear or branched, saturated or mono- or
polyunsaturated alkyl group containing 6 to 22 carbon atoms which may contain at least
one amine, imine, hydroxy, halogen and/or carboxy group as substituent, a substituted
or unsubstituted phenyl group which may contain at least one amine, imine, hydroxy,
halogen, carboxy group and/or a linear or branched saturated or mono- or polyunsaturated
alkyl group containing 6 to 22 carbon atoms as substituent(s),
R⁵ is hydrogen or - independently of R⁴ - has the same meaning as R⁴,
X⁻ is an anion from the group consisting of amidosulfonate, nitrate, halide, sulfate,
hydrogen carbonate, carbonate, phosphate or R⁶-COO⁻, where
R⁶ is hydrogen, a substituted or unsubstituted, linear or branched alkyl group containing
1 to 20 carbon atoms or alkenyl group containing 2 to 20 carbon atoms, which may contain
a hydroxy, amine or imine group as substituent, or a substituted or unsubstituted
phenyl group which may contain an alkyl group with 1 to 20 carbon atoms as substituent,
and
R⁷ and R⁸ independently of one another represent a substituted or unsubstituted,
linear or branched alkyl group containing 1 to 20 carbon atoms or alkenyl group containing
2 to 20 carbon atoms, which may contain at least one hydroxy, amine or imine group
as substituent, or a substituted or unsubstituted phenyl group which may contain an
alkyl group with 1 to 20 carbon atoms as substituent,
M is hydrogen, alkali metal, ammonium, an alkyl group containing 1 to 4 carbon atoms,
a benzyl group or a negative charge,
n is an integer of 1 to 12,
m is an integer of 0 to 5 and
l is a number of 0 to 5,
containing alkyl dimethylamine oxides and/or alkyl oligoglycosides as nonionic surfactants.
2. Lubricants as claimed in claim 1, characterized in that, in general formula (I),
R is a saturated or mono- or polyunsaturated linear alkyl group containing 10 to
18 carbon atoms, which may optionally be substituted by -CO-, more particularly an
unsubstituted, saturated linear alkyl group containing 12 to 14 carbon atoms,
R¹ is hydrogen, an alkyl group containing 1 to 3 carbon atoms or a group -CH₂CH₂OH,
more particularly hydrogen or an alkyl group containing 1 to 3 carbon atoms,
R² is hydrogen or an alkyl group containing 1 to 3 carbon atoms,
R³ is a methylene or dimethylene group, more particularly a methylene group,
M is hydrogen or a negative charge,
n = 2 or 3, more particularly 2,
m = 0, 1 or 2, more particularly 0.
3. Lubricants as claimed in claim 1 or 2, characterized in that they contain the compounds
corresponding to general formulae (I) to (IV) in a quantity of 1 to 99% by weight,
based on the formulation as a whole.
4. Lubricants as claimed in claim 3, characterized in that they contain the compounds
corresponding to general formulae (I) to (IV) in a quantity of 5 to 15% by weight
and more particularly in a quantity of 10 to 12% by weight, based on the formulation
as a whole.
5. Lubricants as claimed in claims 1 to 4, characterized in that they additionally contain
water and optionally additives and/or auxiliaries.
6. Lubricants as claimed in one or more of claims 1 to 5, characterized in that the ratio
by weight of compounds corresponding to general formula (I) to compounds corresponding
to formulae (II), (III) and/or (IV) is in the range from 10:1 to 1:10 and more particularly
in the range from 5:1 to 1:1.
7. Lubricants as claimed in one or more of claims 1 to 6, characterized in that they
contain solubilizers and/or pH regulators as auxiliaries.
8. Lubricants as claimed in one or more of claims 1 to 7, characterized in that they
have a pH value in the range from 4 to 11 and more particularly in the range from
6 to 9.
9. Lubricants as claimed in one or more of claims 1 to 8, characterized in that they
have a dynamic viscosity of less than 300 mPa.s and more particularly in the range
from 5 to 100 mPa.s.
10. Lubricants as claimed in one or more of claims 1 to 9, characterized in that the alkyl
dimethylamine oxides have a linear or branched, saturated, mono- or polyunsaturated
alkyl group containing 10 to 18 and more particularly 12 to 14 carbon atoms.
11. Lubricants as claimed in one or more of claims 1 to 10, characterized in that the
alkyl oligoglycosides are compounds corresponding to formula (V):
R¹-O-[G]
p (V)
in which
R¹ is an alkyl group containing 4 to 22 carbon atoms, preferably 8 to 16 carbon
atoms,
[G] is a sugar unit containing 5 or 6 carbon atoms and
p is a number of 1 to 10.
12. Lubricants as claimed in claim 11, characterized in that the alkyl oligoglycosides
are derived from aldoses and/or ketoses, more particularly from glucose.
13. Lubricants as claimed in one or more of claims 1 to 12, characterized in that they
contain alkyl oligoglucosides.
14. Lubricants as claimed in one or more of claims 1 to 13, characterized in that they
contain 1 to 10% by weight of alkyl oligoglycosides and/or amine oxides.
15. The use of the lubricants claimed in any of claims 1 to 14 as chain lubricants in
the food industry, more particularly for automatic chain and belt lubrication systems.
16. The use of the lubricants claimed in any of claims 1 to 14 for cleaning empties, machines
and installations in the food and beverage industry.
1. Agents lubrifiants dépourvus de savon, à base de composés amphotères, d'amines primaires,
secondaires et/ou tertiaires et/ou des sels d'amines de ce type de formules générales
(I), (IIa), (IIb), (IIIa), (IIIb), (IIIc), (IVa) et (IVb) :
R⁴-NH-R⁵ (IIa)
R⁴-N⁺H₂-R⁵ X⁻ (IIb)
R⁴-NH-(CH₂)₃NH₂ (IIIa)
R⁴-NH-(CH₂)₃N⁺H₃ X⁻ (IIIb)
R⁴-N⁺H₂-(CH₂)₃-N⁺H₃ 2X⁻ (IIIc)
R⁴-NR⁷R⁸ (IVa)
et/ou
R⁴-N⁺HR⁷R⁸ X⁻ (IVb)
dans lesquelles:
R représente un radical alcoyle saturé ou non saturé une fois ou plusieurs fois, linéaire
ou ramifié ayant de 6 à 22 atomes de carbone, qui peut être substitué le cas échéant
par -OH, -NH₂, -NH-, -CO-, -(CH₂CH₂O)
l-ou-(CH₂CH₂CH₂O)
l-,
R¹ représente de l'hydrogène, un radical alcoyle ayant de 1 à 4 atomes de carbone,
un radical hydroxyalcoyle ayant de 1 à 4 atomes de carbone ou un radical R³COOM,
R² seulement dans le cas où M représente une charge négative, représente de l'hydrogène,
un radical alcoyle ayant de 1 à 4 atomes de carbone ou un radical hydroxyalcoyle ayant
de 1 à 4 atomes de carbone,
R³ représente un radical alcoyle saturé ou non saturé une fois ou plusieurs fois,
linéaire ou ramifié ayant de 1 à 12 atomes de carbone, qui peut être substitué le
cas échéant par -OH , -NH₂, -NH-, -CO-, -(CH₂CH₂O)
l-ou -(CH₂CH₂CH₂O)
l -,
R⁴ représente un radical alcoyle substitué ou non substitué, linéaire ou ramifié,
saturé ou non saturé une fois ou plusieurs fois ayant de 6 à 22 atomes de carbone,
qui peut posséder comme substituants au moins un radical amine, imine, hydroxy, halogène
et/ou carboxyle, un radical phényle substitué, qui peut posséder comme substituants
au moins un radical amine, imine, hydroxy, halogène, carboxyle et/ou un radical alcoyle
linéaire ou ramifié, saturé ou non saturé une fois ou plusieurs fois ayant de 6 à
22 atomes de carbone,
R⁵ représente de l'hydrogène ou indépendamment de R⁴, un radical R⁴,
X⁻ représente un anion choisi dans le groupe des amidosulfonate, nitrate, halogénures,
sulfate, hydrogenocarbonate, carbonate, phosphate ou R⁶-COO⁻ dans lequel,
R⁶ représente de l'hydrogène, un radical alcoyle substitué ou non substitué, linéaire
ou ramifié ayant de 1 à 20 atomes de carbone ou un radical alcényle ayant de 2 à 20
atomes de carbone, qui peuvent posséder comme substituants au moins un radical hydroxy,
amine ou imine ou un radical phényle substitué ou non substitué qui peut posséder
comme substituants un radical alcoyle ayant de 1 à 20 atomes de carbone, et
R⁷ et R⁸ respectivement indépendamment l'un de l'autre représentent un radical alcoyle
substitué ou non substitué, linéaire ou ramifié, ayant de 1 à 20 atomes de carbone
ou un radical alcényle ayant de 2 à 20 Atomes de carbone, qui peuvent posséder comme
substituants, au moins un radical
hydroxy, amine ou imine, ou représentent un radical phényle substitué ou non substitué
qui comme substituants peut posséder un radical alcoyle ayant de 1 à 20 atomes de
carbone, M représente de l'hydrogène, un métal alcalin, de l'ammonium, un radical
alcoyle ayant de 1 à 4 atomes de carbone, un radical benzyle ou une charge négative,
n est un nombre entier dans la gamme de 1 à 12,
m est un nombre entier dans la gamme de 0 à 5, et,
1 est un nombre dans la gamme de 0 à 5,
contenant des oxydes d'alcoyldiméthylamine et/ou des alcoyloligoglycosides comme agents
tensioactifs non ioniques.
2. Agents lubrifiants selon la revendication 1, caractérisés en ce que dans la formule
générale I,
R représente un radical alcoyle saturé ou non saturé une fois ou plusieurs fois,
linéaire, ayant de 10 à 18 atomes de carbone qui peut être substitué le cas échéant
par -CO-, en particulier un radical alcoyle non substitué, saturé, linéaire ayant
de 12 à 14 atomes de carbone,
R¹ représente de l'hydrogène, un radical alcoyle ayant de 1 à 3 atomes de carbone
ou un radical CH₂CH₂OH, en particulier l'hydrogène ou un radical alcoyle ayant de
1 à 3 atomes de carbone,
R² représente de l'hydrogène ou un radical alcoyle ayant de 1 à 3 atomes de carbone,
R³ représente un radical méthylène ou diméthylène, en particulier le radical méthylène,
M représente de l'hydrogène ou une charge négative,
n représente 2 ou 3,en particulier 2
m représente 0,1 ou 2, en particulier 0.
3. Agents lubrifiants selon la revendication 1 ou 2, caractérisés en ce qu'ils renferment
les composés de formules générales (I) à (IV) en une quantité allant de 1 à 99 % en
poids, rapporté à la formulation totale.
4. Agents lubrifiants selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'ils renferment les
composés de formules générales (I) à (IV) en une quantité allant de 5 à 15 % en poids,
en particulier de 10 à 12 % en poids, rapporté à la formulation totale.
5. Agents lubrifiants selon les revendications 1 à 4, caractérisés en ce qu'ils renferment
en supplément de l'eau et éventuellement des additifs ou des adjuvants.
6. Agents lubrifiants selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisés en
ce que le rapport pondéral des composés de formule générale (I) au composés de formules
(II), (III) et/ou (IV) est ajusté dans la zone de 10:1 à 1:10, en particulier dans
un rapport de 5:1 à 1:1.
7. Agents lubrifiants selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisés en
ce qu'ils renferment comme adjuvants des agents dissolvants et/ou des régulateurs
du pH.
8. Agents lubrifiants selon une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisés en
ce qu'ils possèdent une valeur de pH dans la zone de 4 à 11, en particulier dans la
zone de 6 à 9.
9. Agents lubrifiants selon une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisés en
ce qu'ils possèdent une viscosité dynamique de moins de 300 mPa.s, en particulier
dans la zone de 5 à 100 mPa.s.
10. Agents lubrifiants selon une ou plusieurs des revendications 1 à 9, caractérisés en
ce que les oxydes d'alcoyldiméthylamine possèdent un radical alcoyle à chaîne droite
ou ramifié, saturé ou non saturé une fois ou plusieurs fois ayant de 10 à 18, en particulier
de 12 à 14 atomes de carbone.
11. Agents lubrifiants selon une ou plusieurs des revendications 1 à 10, caractérisés
en ce qu'ils comprennent des composés alcoyloligoglycosidiques de formule (V):
R¹-O-[G}p (V)
dans laquelle R¹ représente un radical alcoyle ayant de 4 à 22 atomes de carbone,
en particulier de 8 à 16 atomes de carbone, [G] représente un radical de sucre ayant
5 ou 6 atomes de carbone et,
p est un nombre dans la gamme de 1 à 10.
12. Agents lubrifiants selon la revendication 11, caractérisés en ce que les alcoyloligoglycosides
dérivent d'aldoses et/ou de cétoses, en particulier du glucose.
13. Agents lubrifiants selon une ou plusieurs des revendications 1 à 12, caractérisés
en ce qu'ils renferment des alcoyloligoglucosides.
14. Agents lubrifiants selon une ou plusieurs des revendications 1 à 13, caractérisés
en ce qu'ils renferment de 1 à 10 % en poids d'alcoyloligoglycosides et/ou d'oxydes
d'amine.
15. Utilisation des agents lubrifiants selon l'une des revendications 1 à 14 comme agent
lubrifiant pour des installations à chaîne, dans l'industrie des produits alimentaires,
en particulier pour les installations à chaîne ou à bande, automatiques.
16. Utilisation des agents lubrifiants selon l'une des revendications 1 à 14 pour le nettoyage
d'emballages vides, de machines et d'installations dans l'industrie des produits alimentaires
et des boissons.