[0001] Die Erfindung betrifft ein fluidbeaufschlagtes Schaltventil, insbesondere ein Pneumatikventil,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Fluidbeaufschlagte Schaltventile, insbesondere Pneumatikventile, sind in den unterschiedlichsten
Ausführungen, beispielsweise als 3/2-Wegeventil oder als 5/2-Wegeventil, bekannt.
Solche Ventile werden als sogenannte Sitz- oder Schieberventile ausgeführt. Da die
Herstellung von Sitzventilen wegen der aufwendigen Fertigung teurer ist als die der
hierzu im Vergleich relativ einfach aufgebauten Schieberventile, werden Schieberventile
weit häufiger als pneumatische Steuerventile eingesetzt.
[0003] Schieberventile weisen als wesentliche Bestandteile einen Ventilkörper auf, in dem
ein als Schieber ausgeführtes Schaltelement angeordnet ist. Bei diesem Schaltelement
handelt es sich in der Regel um ein kolbenförmig ausgebildetes Teil, das in einer
Bohrung des Ventilkörpers zwischen den Schaltstellungen des Ventils hin- und herbewegbar
ist. Die Hin- und Herbewegung des Schaltelements kann etwa über einen mit dem Schaltelement
gekoppelten Elektromagneten oder auch pneumatisch betätigt, durch Beaufschlagung des
Schaltelements mit entsprechenden Steuerdrücken, erfolgen.
[0004] Bei pneumatisch betätigten Schaltventilen, etwa in der Ausführung als 3/2-Wegeventil,
kann durch entsprechende Beaufschlagung des Schaltelements zwischen zwei Schaltstellungen
gewählt werden. Zum Anschluß des Steuerdrucks sind zwei Steuerdruckleitungen vorgesehen,
die auf das Schaltelement wirken. Je nach Schaltstellung wird dabei über eine im Schaltelement
angeordnete Verbindungsbohrung eine durchgängige Verbindung im Ventil zwischen einer
an eine Druckquelle angeschlossenen Druckbeaufschlagungsbohrung und einer mit einem
Verbraucher, etwa einem pneumatischen Zylinder, verbundenen Verbraucherbohrung oder
der Verbraucherbohrung und einer aus dem Ventil ins Freie führenden Druckentlastungsbohrung
geschaffen.
[0005] Zur einwandfreien Funktion des Steuerventils muß das Schaltelement nicht nur für
die entsprechende Verbindung zwischen den Ventilbohrungen sorgen, sondern auch sicherstellen,
daß diese Verbindungen ohne Verluste, also fluiddicht, erfolgen. Hierzu ist das Schaltelement
mit in der Regel als O-Ringe ausgeführten Dichtungselementen versehen. Beim Wechseln
von einer Schaltstellung in die andere werden die O-Ringe zumindest teilweise über
den öffnungsquerschnitt der gerade nicht abzudichtenden Ventilbohrung hinweggeführt.
Hiermit sind Dichtungsbelastungen verbunden, die zu einem frühzeitigen Verschleiß
der Dichtungen führen und die demzufolge ein entsprechend häufiges Auswechseln der
O-Ringe erforderlich machen. Diese Notwendigkeit tritt umso eher ein, da bei den bekannten
Schieberventilen die zur wirkungsvollen Abdichtung notwendige Dichtkraft allein durch
die Elastitizität der O-Ringe erzeugt wird.
[0006] Aus der CH-A-638 021 ist ein fluidbeaufschlagtes Schaltventil mit einem in einem
Ventilkörper angeordneten Schaltelement bekannt, das einen quer zur Schaltrichtung
angeordneten, mit einem Steuerdruck beaufschlagbaren Kolbenbodens aufweist, wobei
der Ventilkörper mindestens einen Druckanschluß, einen Verbraucheranschluß, eine Entlüftung
und einen Steuerdruckanschluß zur Druckbeaufschlagung des Schaltelements sowie mit
den genannten Anschlüssen bzw. mit der Entlüftung verbundene ventilbohrungen aufweist
und die Verbindung zum Verbraucheranschluß über eine Verbindungsbohrung im Schaltelement
erfolgt.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein fluidbeaufschlagtes Schaltventil
vorzuschlagen, das sich durch eine größere Haltbarkeit der verwendeten Dichtungselemente
und eine grundsätzlich bessere Dichtigkeit auszeichnet.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, durch den erfindungsgemäßen Aufbau eines
fluidbeaufschlagten Schaltventils die Erzeugung einer großen Dichtkraft bei gleichzeitig
verringertem Dichtungsverschleiß zu ermöglichen. Dies wird dadurch erreicht, daß die
für die jeweilige Schaltstellung notwendige Abdichtung einer Ventilbohrung über ein
Schaltelement erfolgt, das zur Abdichtung gegen den betreffenden öffnungsquerschnitt
gepreßt wird. Da die Dichtungsebenen quer zur Verschieberichtung des Schaltelements
angeordnet sind, wird der durch die Steuerdruckbohrungen auf das Schaltelement gegebene
Steuerdruck zur Erzeugung der Dichtkraft verwendet. Hieraus ergibt sich eine konstruktionsbedingte
höhere Dichtigkeit bei dem erfindungsgemäß aufgebauten Steuerventil.
[0010] Wegen der einander gegenüberliegend angeordneten öffnungsquerschnitte der Ventilbohrungen
ist es bei der Verschiebung des Schaltelements auch nicht notwendig, daß das Dichtungselement
zur Abdichtung eines öffnungsquerschnitts zuvor über einen anderen hinwegbewegt werden
muß. Diese Art der Beanspruchung entfällt demnach bei dem erfindungsgemäßen Steuerventil.
[0011] Zudem ist durch die einander gegenüberliegende Anordnung der Öffnungsquerschnitte
auch ein gegenüber dem Stand der Technik wesentlich verkürzter Hub zwischen den Schaltstellungen
möglich. Daher sind mit dem erfindungsgemäßen Steuerventil wesentlich höhere Schaltfrequenzen
erreichbar.
[0012] Die geschilderten Vorteile sind natürlich auch unabhängig von der Art der Betätigung
des Steuerventils erzielbar, also nicht an die Beaufschlagung des Schaltelements durch
einen Steuerdruck gebunden, sondern auch bei einem etwa über einen Elektromagneten
betätigten Schaltelement erzielbar. Natürlich kann der Steuerdruck pneumatisch oder
hydraulisch erzeugt werden. Genauso, wie das erfindungsgemäße Schaltungsventil in
einer pneumatischen oder hydraulischen Anlage eingesetzt werden kann.
[0013] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung entsprechend dem Anspruch
2 sind durch die besondere einander ergänzende Ausgestaltung des Schaltelementes und
des Ventilkörpers integrale Kolben-/Zylinder-Einheiten ausgebildet. Hierdurch wird
eine insgesamt kompaktere Ausführung des erfindungsgemäßen Schaltventils möglich als
dies bisher bekannt war.
[0014] Als besonders vorteilhaft erweist sich dabei, wenn entsprechend dem Anspruch 3, die
das Schaltelement bildenden koaxialen Kolbenbereiche aus jeweils zwei gleichen gegenüberliegend
angeordneten Teilkolben, quasi als doppelwirkende Kolben, gebildet sind. Ein quer
zur Verschieberichtung des Schaltelements angeordneter Mittelbereich desselben bildet
dabei einen Kolbenboden, der den einzelnen Teilkolben gemeinsam ist. Auf diese Art
und Weise sind, etwa im Fall eines 3/2-Wegeventils, vier Kolben in einem einzigen
Bauteil vereint. Bei entsprechender Ausbildung des Schaltelements, etwa durch die
koaxiale Anordnung von drei oder mehr Kolbenbereichen, wird durch die Kombination
des Schaltelements mit einem entsprechend ausgebildeten Ventilkörper ein 5/2-Wegeventil
oder ein entsprechendes Mehrwege-Ventil ermöglicht.
[0015] Unabhängig von der Anzahl der Wege oder Schaltstellungen erweist es sich als besonders
vorteilhaft, wenn entsprechend dem Anspruch 4 bei einem 3/2-Wegeventil die zentrale
Kolben-/Zylinder-Einheit zur Freigabe bzw. zur Abdichtung der einander gegenüberliegend
angeordneten Druckanschlußbohrung und der Druckentlastungsbohrung vorgesehen ist und
andererseits eine hierzu koaxiale, also ringförmig ausgebildete äußere Kolben-/Zylinder-Einheit
den Steuerdruckbohrungen zugeordnet wird. In diesem Fall läßt sich nämlich die im
Vergleich zum zentralen Kolbenbereich größere Kolbenfläche des äußeren Kolbenbereichs
zur Erzeugung einer möglichst großen Dichtkraft nutzen.
[0016] Bei einer Ausführung als 5/2-Wegeventil ist die zentrale Kolben-/Zylinder-Einheit
einander gegenüberliegend angeordneten Verbraucherbohrungen zugeordnet, und eine hierzu
koaxiale, ringförmig ausgebildete äußere Kolben-/Zylinder-Einheit ist den Steuerdruckbohrungen
zugeordnet.
[0017] Als vorteilhaft erweist sich auch der Aufbau des Ventilkörpers aus einem Basisteil
und einem Deckelteil. Hierdurch ist zum einen eine leichte Montierbarkeit des erfindungsgemäßen
Schaltventils gegeben, zum anderen wird durch die Gestaltung eines Teiles des Ventilkörpers
als Deckelteil die Fertigung des Ventilkörpers vereinfacht.
[0018] Gemäß dem Anspruch 6 ist dabei vorgesehen, daß das Basisteil der einen Seite des
Schaltelements und das Deckelteil der anderen Seite des Schaltelements zugeordnet
wird. Durch diese Aufteilung ist die Fertigung des Ventilkörpers noch weiter vereinfacht.
[0019] Die weiteren Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausführungen und Anordnungen der
in dem erfindungsgemäßen Schaltventil verwendeten Dichtungselemente. Hierbei ist insbesondere
festzustellen, daß die im zentralen Bereich des Kolbenbodens eingesetzten scheibenförmigen
Dichtungselemente sich als besonders zuverlässig erweisen. Bei den quer zur Verschieberichtung
angeordneten scheibenförmigen Dichtungselementen kann ein etwaiges Nachlassen der
Dichtungselastizität auf einfache Art und Weise durch die durch den auf das Schaltelement
wirkenden Steuerdruck erzeugte Dichtkraft kompensiert werden.
[0020] Die O-ringförmigen Dichtungselemente, die zur Abdichtung von Kolbenwandungen des
Schaltelementes gegenüber dem Ventilkörper dienen, werden bei der Verschiebung des
Schaltelements infolge des Steuerdrucks wegen des geringen dabei ausgeführten Hubs
nicht über Querschnittsübergänge hinweggeführt, so daß keine hiermit verbundenen Beschädigungen
auftreten können.
[0021] Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Schaltventil anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig.1
- eine Querschnittsdarstellung des erfindungsgemäßen Schaltventils in einer ersten Schaltstellung;
- Fig. 2
- eine Querschnittsdarstellung des erfindungsgemäßen Schaltventils in einer zweiten
Schaltstellung;
- Fig. 3
- das Basisteil des Ventilkörpers des erfindungsgemäßen Schaltventils in Einzeldarstellung;
- Fig. 4
- das Schaltelement des erfindungsgemäßen Schaltventils in Einzeldarstellung;
- Fig. 5
- das Deckelteil des Ventilkörpers des erfindungsgemäßen Schaltventils in Einzeldarstellung;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung der Ausführung des erfindungsgemäßen Schaltventils als
5/2-Wegeventil;
- Fig. 7
- das Schaltbild des 5/2-Wegeventils in einer ersten Schaltstellung;
- Fig. 8
- das Schaltbild des 5/2-Wegeventils in einer zweiten Schaltstellung.
[0022] Fig. 1 zeigt beispielhaft eine Ausführung des erfindungsgemäßen Schaltventils als 3/2-Wegeventil.
Das Schaltventil weist einen Ventilkörper 10 mit einem Basisteil 11 und einem Deckelteil
12 auf. In den Ventilkörper 10 eingesetzt ist ein Schaltelement 13.
[0023] Das erfindungsgemäße Schaltventil ist in diesem Ausführungsbeispiel als Pneumatikventil
ausgeführt und verfügt, wie es der Ausbildung als 3/2-Wegeventil entspricht, über
einen Druckanschluß P, einen Verbraucheranschluß A und eine Entlüftung R. Um das Schaltelement
13 in die beiden Schaltstellungen bewegen zu können, sind die Steuerdruckanschlüsse
sl und s2 vorgesehen.
[0024] Vor der Beschreibung der Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Schaltventils sollen
unter Bezugnahme auf die
Fig. 3, 4 und
5 nachfolgend noch näher die Einzelteile des Ventils erläutert werden.
[0025] Fig. 3 zeigt in einer Einzeldarstellung das Basisteil 11 des Ventilkörpers 10. Das Basisteil
11 weist neben einer Aufnahmebohrung 14 zur Aufnahme des Schaltelements 13 und des
Deckelteils 12 zwei Luftführungsbohrungen auf, nämlich eine an den Druckanschluß P
anschließende Druckanschlußbohrung 15 und eine an den Steuerdruckanschluß sl anschließende
Steuerdruckleitung 16. Die Aufnahmebohrung 14 ist in ihrem der Druckanschlußbohrung
15 und der Steuerdruckbohrung 16 zugeordneten Bereich mit einem Ringsteg 17 versehen,
der den genannten Bereich der Aufnahmebohrung 14 in koaxial angeordnete Zylinderbereiche
18, 19 unterteilt. Hierbei bildet der Ringsteg 17 zum einen die Zylinderwandung des
zentralen Zylinderbereichs 18 und zum anderen die innere Zylinderwandung des koaxial
hierzu angeordneten Zylinderbereichs 19. Die Außenwandung des Zylinderbereichs 19
wird durch eine zylinderförmige Wandung 20 des Basisteils 11 gebildet. Der innere
Zylinderbereich 18 weist einen Zapfen 21 auf, durch den die Druckanschlußbohrung 15
fluchtend mit der Längsachse des Basisteils 11 des Ventilkörpers 10 bzw. der Verschiebeachse
des Schaltelements 13 in den inneren Zylinderbereich 18 geführt ist. Durch den Ringsteg
17 mündet parallel zur Längsachse des Basisteils 11 die Steuerdruckbohrung 16 in den
äußeren Zylinderbereich 19 ein. An der Innenseite der Wandung 20 des Basisteils 11
sind durch Nuten 22 voneinander getrennt Dichtflächen 23, 24, 25 vorgesehen.
[0026] Fig. 4 zeigt in einer Einzeldarstellung das Schaltelement 13, das entsprechend der Darstellung
in
Fig. 1 in das Basisteil 11 eingesetzt ist. Das Schaltelement 13 weist koaxial zueinander
angeordnete Kolbenbereiche 26, 27 auf, die aus jeweils zwei einander gegenüberliegend
angeordneten Teilkolben 28, 29 und 30, 31 gebildet sind. Die Teilkolben 28, 29 und
30, 31 bilden jeweils doppelwirkende Kolben mit einem durch einen Mittelbereich des
Schaltelements 13 gebildeten Kolbenboden 32, der als gemeinsamer Kolbenboden für alle
Teilkolben 28, 29, 30 und 31 fungiert. Die zentralen Teilkolben 30, 31 sind von den
äußeren Teilkolben 28, 29 durch eine Kolbenwandung 33 getrennt, die zugleich die innere
Kolbenwandung der ringförmigen äußeren Teilkolben 28, 29 bildet. Nach außen hin werden
die äußeren Teilkolben 28, 29 durch eine Kolbenwandung 34 begrenzt.
[0027] Quer zur Längsachse bzw. zur Verschiebeachse des Schaltelements 13 ist in dem als
Kolbenboden 32 fungierenden Mittelbereich des Schaltelements 13 eine Verbindungsbohrung
35 angeordnet, die in ihrem Endbereich T-förmig ausgebildet jeweils einem Teilkolben
30, 31 zugeordnete Öffnungsquerschnitte 36 bzw. 37 aufweist. Darüber hinaus weist
der Kolbenboden 32 in seinem zentralen, den Teilkolben 30, 31 zugeordneten Kolbenbodenbereich
38 zwei jeweils einem Teilkolben 30, 31 zugeordnete Dichtungssitze 39, 40 auf. Die
Kolbenwandungen 33, 34 sind jeweils in ihren Endbereichen mit äußeren Umfangsnoten
41, 42 bzw. 43, 44 zur Aufnahme von O-Ring-Dichtungen 45, 46 bzw. 47, 48 versehen
(
Fig. 1). Die Dichtungssitze 39, 40 dienen zur Aufnahme von Scheibendichtungen 49, 50 (
Fig. 1).
[0028] Fig. 5 zeigt schließlich das Deckelteil 12 des Ventilkörpers 10, das nach Einsetzen des
Schaltelements 13 in das Basisteil 11 zur Erzielung der in den
Fig. 1 oder
2 dargestellten Konfiguration eingesetzt wird. Das Deckelteil 12 weist ein Flanschende
51 auf, das zur Befestigung des Deckelteils 12, etwa durch Verschrauben, am Basisteil
11 dient.
[0029] Das Deckelteil 12 ist an seinem in das Basisteil 11 eingreifenden Umfangsbereich
mit Umfangsnuten 52, 53, 54 versehen, die zur Aufnahme von 0-Ring-Dichtungen 55, 56,
57, wie in
Fig. 1 dargestellt, dienen.
[0030] In seinem dem Schaltelement 13 in eingebautem Zustand gegenüberliegenden Bereich
weist das Deckelteil 12 einen Ringsteg 58 auf, der bei in das Basisteil 11 eingesetztem
Deckelteil 12 innenseitig einen äußeren Zylinderbereich 59 begrenzt, derwie beim Basisteil
11 der äußere Zylinderbereich 18 - koaxial zu einem inneren Zylinderbereich 60 angeordnet
ist. Der Ringsteg 58 bildet dabei gleichzeitig die Außenwandung des inneren Zylinderbereichs
60. Im inneren Zylinderbereich 60 ist ebenfalls in Übereinstimmung zum Basisteil 11
am Deckelteil 12 ein Zapfen 61 vorgesehen, durch den eine zur Entlüftung R im Basisteil
11 reichende Druckentlastungsbohrung 62 geführt ist. Der Ringsteg 58 weist ebenso
wie sein Pendant, der Ringsteg 17a am Basisteil 11, eine Steuerdruckbohrung 63 auf,
die zum Steuerdruckanschluß s2 im Basisteil 11 führt.
[0031] Nachfolgend soll anhand der
Fig. 1 und
2 die Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Schaltventils in der Ausführung als 3/2-Wegeventil
näher erläutert werden:
[0032] Fig. 1 zeigt das erfindungsgemäße Schaltventil in einer Schaltstellung, in der der Druckanschluß
P über die Druckanschlußbohrung 15, den zentralen Zylinderbereich 18, die Verbindungsbohrung
35 und dem Verbraucheranschluß A mit einem nicht näher dargestellten Verbraucher,
etwa einem pneumatischen Arbeitszylinder, verbunden ist. In dieser Schaltstellung
kann der nicht dargestellte Arbeitszylinder Arbeit leisten.
[0033] Die in
Fig. 1 dargestellte Schaltstellung wird dadurch erreicht, daß ein am Steuerdruckanschluß
sl anliegender Steuerdruck über die Steuerdruckbohrung 16 auf den Teilkolben 28 des
äußeren Kolbenbereichs 26 gegeben wird. Hierdurch wird das Schaltelement 13 entgegen
der Wirkung einer Rückstellfeder 64 in die beschriebene Schaltstellung gedrückt. Während
einerseits eine Verbindung zwischen dem Druckanschluß P und dem Verbraucheranschluß
A ermöglicht wird, wird andererseits durch die im zentralen Kolbenbodenbereich 38
des Schaltelements 13 dem öffnungsquerschnitt der Druckentlastungsbohrung 62 gegenüberliegende
Scheibendichtung 50 gegen den Öffnungsquerschnitt gedrückt. Um die Dichtwirkung zu
erhöhen, ist der Zapfen 61 im Bereich des Öffnungsquerschnitts konusförmig ausgebildet.
[0034] Durch die O-Ring-Dichtungen 47 und 45 erfolgt eine Abdichtung des Teilkolbens 28
gegenüber dem Ringsteg 17 und der Wandung 20 des Basisteils 11, so daß der Steuerdruck
wirksam auf das Schaltelement 13 aufgebracht werden kann. Darüber hinaus sorgt die
O-Ring-Dichtung 47 auch für eine Abdichtung des zentralen Zylinderbereichs 18, so
daß die Druckluft ohne wesentliche Druckverluste vom Druckanschluß P zum Verbraucheranschluß
A gelangen kann. Hierbei ermöglichen die O-Ring-Dichtungen 45 und 46, die auf der
äußeren Kolbenwandung 34 angeordnet sind den druckdichten Übergang von der Verbindungsbohrung
35 im Schaltelement 13 zum Verbraucheranschluß A im Basisteil 11.
[0035] Fig. 2 zeigt die zweite Schaltstellung des in den Darstellungen gemäß
Fig. 1 und
Fig. 2 beispielhaft als 3/2-Wegeventil ausgeführten erfindungsgemäßen Schaltventils. Hierbei
ist eine Verbindung vom Verbraucheranschluß A über die Verbindungsbohrung 35, den
zentralen Zylinderbereich 60, die Druckentlastungsbohrung 62 und die Entlüftung R
ins Freie gegeben. In dieser Schaltstellung wird ein etwa als Arbeitszylinder ausgebildeter
Verbraucher entlüftet.
[0036] Die in
Fig. 2 dargestellte Schaltstellung wird dadurch erreicht, daß Steuerdruck an den Steuerdruckanschluß
s2 angelegt wird, der über die Steuerdruckbohrung 63 auf den äußeren Teilkolben 29
des äußeren Kolbenbereichs 26 des Schaltelements 13 wirkt. Hierdurch wird die im zentralen
Kolbenbodenbereich 38 des Schaltelements 13 gegenüberliegend dem öffnungsquerschnitt
der Druckanschlußbohrung 15 angeordnete Scheibendichtung 49 gegen den genannten öffnungsquerschnitt
zur Abdichtung der Druckanschlußbohrung 15 gepreßt. Die Abdichtung des äußeren Zylinderbereichs
59 und des inneren Zylinderbereichs 60 erfolgt dabei über die O-Ring-Dichtungen 46,
48, 55. Zur Abdichtung des Steuerdruckanschluß s2 und der Entlüftung R im Basisteil
11 gegenüber der Steuerdruckbohrung 63 und der Druckentlastungsbohrung 62 im Deckelteil
12 sind zusätzlich die O-Ring-Dichtungen 56 und 57 vorgesehen.
[0037] In der in
Fig. 2 dargestellten Schaltstellung wirkt die Kraft der Rückstellfeder 64 zusätzlich zum
am Steuerdruckanschluß s2 anliegenden Steuerdruck auf das Schaltelement 13. Die Rückstellfeder
64 dient allerdings in erster Linie dazu, um eine definierte Schaltstellung des Schaltventils
bei nicht anliegendem Steuerdruck vorzugeben.
[0038] Wie ein Vergleich der Schaltstellungen gemäß
Fig. 1 und
Fig. 2 des erfindungsgemäßen Schaltventils zeigt, ist der bei einem Übergang von einer Schaltstellung
in die andere erfolgende Hub so klein, daß lediglich eine geringfügige Verlagerung
des Querschnitts der Verbindungsbohrung 35 im Schaltelement 13 gegenüber dem Bohrungsquerschnitts
des Verbraucheranschlusses A im Basisteil 11 erfolgt, so daß unabhängig von der Schaltstellung
stets der Durchgang vom Verbraucheranschluß A zur Verbindungsbohrung 35 gewahrt bleibt.
Die den Verbraucheranschluß A gegenüber der Verbindungsbohrung 35 abdichtenden O-Ring-Dichtungen
45 und 46 werden hierbei nicht über die Ränder des Bohrungsquerschnitt vom Verbraucheranschluß
A hinweggeführt, so daß hierdurch bedingte Beschädigungen nicht auftreten können.
[0039] Sämtliche im Basisteil 11 sowie im Deckelteil 12 des Ventilkörpers 10 verlaufenden
Bohrungen, also die Druckanschlußbohrung 15, die Steuerdruckbohrung 16, die Steuerdruckbohrung
63 und die Druckentlastungsbohrung 62 sind als Winkelbohrungen ausgebildet, deren
einer Teil quer zur Verschieberichtung des Schaltelements 13, und deren anderer Teil
in Verschieberichtung des Schaltelements 13 verläuft. Für die Funktion des erfindungsgemäßen
Schaltventils ist allein wesentlich, daß die Öffnungsquerschnitte der abzudichtenden
Ventilbohrungen 15 und 62 einander gegenüberliegend zu beiden Seiten des Schaltelements
13 angeordnet sind. Im übrigen kann der Verlauf der Bohrungen auch anders gestaltet
sein. Der in dem dargestellten Ausführungsbeispiel gewählte Bohrungsverlauf erweist
sich als besonders vorteilhaft, da sämtliche Ventilanschlüsse, also der Druckanschluß
P, der Steuerdruckanschluß sl, der Verbraucheranschluß A, der Steuerdruckanschluß
s2 und die Entlüftung R auf einer Seite des Ventils angeordnet sind. Hierdurch ist
es möglich, das erfindungsgemäße Schaltventil auf einfache Art und Weise gegen konventionell
ausgebildete Schaltventile, die die Ventilanschlüsse ebenfalls auf einer Seite aufweisen,
auszutauschen, ohne besondere Anpassungen vornehmen zu müssen.
[0040] Fig. 6 zeigt in einer schematischen Darstellung, das als 5/2-Wegeventil ausgeführte erfindungsgemäße
Schaltventil. Die folgenden Erläuterungen sollen auf eine Beschreibung der Arbeitsweise
des in
Fig. 6 dargestellten 5/2-Wegeventils beschränkt bleiben, wobei hinsichtlich der Ausgestaltung
der einzelnen Ventilteile, also eines Basisteils 62, eines Dekkelteils 66, die zusammen
einen Ventilkörper 67 bilden, und eines Schaltelements 68 im wesentlichen lediglich
auf die Unterschiede zu dem vorstehend ausführlich beschriebenen Schaltventil in 3/2-Wegeversion
hingewiesen wird.
[0041] Das in
Fig. 6 dargestellte Schaltventil weist den Druckanschluß P, die Verbraucheranschlüsse A
und B, die Entlüftungen R1 und R2 sowie die Steuerdruckanschlüsse sl und s2 auf. In
der in
Fig. 6 dargestellten Schaltstellung ist der Verbraucheranschluß A über eine Verbraucherbohrung
69, einen mittleren Zylinderbereich 70 und eine Druckentlastungsbohrung 71 mit der
Entlüftung R2 verbunden. Gleichzeitig ist der Druckanschluß P über eine Druckanschlußbohrung
72, zentrale Zylinderbereiche 73,74 und eine diese verbindende Verbindungsbohrung
75 im Schaltelement 68 und eine Verbraucherbohrung 76 mit dem Verbraucheranschluß
B verbunden. Ermöglicht wird diese Schaltstellung durch das Anlegen eines Steuerdrucks
an den Steuerdruckanschluß s2, der in einem äußeren Zylinderbereich 88, 89 auf einen
äußeren Teilkolben 77 des Schaltelements 68 wirkt. In dieser Schaltstellung ist die
Entlüftung des Verbrauchers vom Verbraucheranschluß B zur Entlüftung R1 durch ein
Dichtelement 87 in einen mittleren Kolbenbereich 84 des Schaltelements 68 verschlossen.
Ein weiteres Dichtelement 78 im zentralen Kolbenbereich 79 verschließt den öffnungsquerschnitt
einer zur Verbraucherleitung 69 führenden Verbindungsleitung 80.
[0042] Natürlich ist es auch möglich, ein grundsätzlich gemäß
Fig. 6 aufgebautes Schaltventil, etwa durch Weglassung des äußeren Kolben-/Zylinder-Bereichs
als 3/2-Wegventil auszuführen. Hierbei kann etwa der Verbraucheranschluß A mit dem
Druckanschluß P vertauscht werden.
Zur übersichtlichen Darstellung der Schaltsituation ist diese noch einmal in
Fig. 7 anhand des entsprecheneden Schaltbildes für ein 5/2-Wegeventil dargestellt. Bei der
weiteren möglichen Schaltstellung des als 5/2-Wegeventil ausgeführten erfindungsgemäßen
Schaltventils, die anhand des entsprechenden Schaltbildes in
Fig. 8 dargestellt ist, ist das in
Fig. 6 dargestellte Schaltelement 68 in seine rechte Stellung verfahren, wodurch der Druckanschluß
P über die Druckanschlußbohrung 72 und den zentralen Zylinderbereich 73, die Verbindungsbohrung
80 und die Verbraucherbohrung 69 mit dem Verbraucheranschluß A in Verbindung steht.
Gleichzeitig ist der Verbraucheranschluß B zur Entlüftung über die Verbraucherbohrung
76, einen mittleren Zylinderbereich 81 und eine Druckentlastungsbohrung 82 mit der
Entlüftung R1 verbunden. Der öffnungsquerschnitt einer Verbindungsbohrung 85 zur Verbraucherbohrung
76 ist dabei über ein Dichtelement 83 abgedichtet und die mit der Entlüftung R2 in
Verbindung bringbare Verbraucherleitung 69 wird über ein Dichtelement 90 im mittleren
Kolbenbereich 84 des Schaltelements 68 abgedichtet.
[0043] Bei einem Vergleich des in
Fig. 6 als 5/2-Wegeventil ausgeführten erfindungsgemäßen Schaltventils mit der Ausführung
als 3/2-Wegeventil gemäß den
Fig. 1 und
2 wird offensichtlich, daß die erweiterte Version des erfindungsgemäßen Schaltventils
durch eine entsprechende Erweiterung des Schaltelements von zwei koaxial angeordneten
Kolbenbereichen (3/2-Wegeventil) auf drei koaxial angeordnete Kolbenbereiche ( 5/2-Wegeventil)
erreicht wird, wodurch sehs Kolben in einem einzigen Bauteil vereint sind.
1. Fluidbeaufschlagtes Schaltventil, insbesondere Pneumatikventil, mit einem in einem
Ventilkörper angeordneten Schaltelement, das einen quer zur Schaltrichtung angeordneten,
mit einem Steuerdruck beaufschlagbaren Kolbenboden aufweist, wobei der Ventilkörper
mindestens einen Druckanschluß, einen Verbraucheranschluß, eine Entlüftung und einen
Steuerdruckanschluß zur Druckbeaufschlagung des Schaltelements sowie mit den genannten
Anschlüssen bzw. mit der Entlüftung verbundene Ventilbohrungen aufweist und die Verbindung
zum Verbraucheranschluß über eine Verbindungsbohrung im Schaltelement erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) das Schaltelement (13) einen zentralen Kolbenbereich (27) und einen äußeren koaxial
angeordneten Kolbenbereich (26) aufweist,
b) der äußere Kolbenbereich (26) von einer Seite mit einem Steuerdruck S1 und von
der anderen Seite mit einem Steuerdrück S2 zur Erzielung zweier Schaltstellungen axial
beaufschlagt wird, und
c) mit den gegenüberliegenden Kolbenflächen des zentralen Kolbenbereichs (27) in Abhängigheit
von der Schaltstellung ein Druckanschluß P oder ein Entlüftungsanschluß R abgedichtet
wird.
2. Schaltventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die koaxialen Kolbenbereiche (26,27;70,84,77) des Schaltelements (13,68) aus jeweils
zwei gleichen gegenüberliegend angeordneten Teilkolben (29,28;30,31) gebildet sind,
wobei der quer zur Bewegungsachse angeordnete Mittelbereich des Schaltelements (13,68)
einen den einzelnen Teilkolben (28,29,30,31) gemeinsamen Kolbenboden (32) bildet.
3. Schaltventil nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Ausführung als 3/2-Wegeventil die zentrale Kolben-/Zylinder-Einheit
der Druckanschlußbohrung (15) bzw.einer gegenüberliegend dieser angeordneten Druckentlastungsbohrung
(62) zugeordnet ist, und eine hierzu koaxiale, ringförmig ausgebildete äußere Kolben-/Zylinder-Einheit
den Steuerdruckanschlüssen (s1,s2) zugeordnet ist.
4. Schaltventil nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer Ausführung als 5/2-Wegeventil die zentrale Kolben-/Zylinder-Einheit
einander gegenüberliegend angeordneten Verbraucherbohrungen (69,76) zugeordnet ist,
und eine hierzu koaxiale, ringförmig ausgebildete äußere Kolben-/Zylinder-Einheit
den Steuerdruckanschlüssen (s1,s2) zugeordnet ist.
5. Schaltventil nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilkörper (10,67) aus einem Basisteil (11,65) und einem mit diesem verbundenen
Deckelteil (12,66) gebildet ist.
6. Schaltventil nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Basisteil (11,65) die den Teilkolben (28,30) auf der dem Basisteil (11,65)
zugewandten Seite des Schaltelements (13,68) zugeordneten Zylinderbereiche (18,19;73,81,88)
und das Deckelteil (12,66) die den Teilkolben (29,31) auf der dem Deckelteil (12,66)
zugewandten Seite des Schaltelements (13,68) zugeordneten Zylinderbereiche (59,60;74,70,89)
aufweist.
7. Schaltventil nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Abdichtung der Öffnungsquerschnitte der der zentralen Kolben-/Zylinder-Einheit
zugeordneten Ventilbohrungen (15,62;69,76) in einem Kolbenbodenbereich (38) des Schaltelements
(13,68) vorzugsweise scheibenförmige Dichtungselemente (49,50) vorgesehen sind.
8. Schaltventil nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Abdichtung der äußeren Teilkolben (28,29) des Schaltelements (13,68) zylindrische,
die äußeren Teilkolben (28,29) begrenzende Kolbenwandungen (33,34) mit vorzugsweise
O-Ring-förmigen Dichtungselementen (45,46,47,48) versehen sind.
9. Schaltventil nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Abdichtung der zentralen Teilkolben (30,31) des Schaltelements (13,68) eine
zylindrische, die zentralen Teilkolben (30,31) begrenzende Kolbenwandung (33) mit
vorzugsweise O-Ring-förmigen Dichtungselementen (47,48) versehen ist.
10. Schaltventil nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sämtliche Ventilanschlüsse auf einer seite des Ventils angeordnet sind.
1. A fluid-actuated pilot valve, in particular pneumatic valve, with a switch element
arranged in a valve body, the switch element having a piston crown arranged transversally
to the switching direction and on which a control pressure is applicable, the valve
body having at least one pressure supply port, a distribution port, a bleeder and
a control pressure port for applying pressure to the switch element, as well as valve
bores connected with the said ports and with the bleeder, the passageway to the distribution
port being accomplished via a connection bore in the switch element,
characterised in that:
a) the switch element (13) has a central piston portion (27) and an external. coaxially
arranged piston portion (26);
b) a control pressure S1 is axially applicable on one side of the outer piston portion
(26) and a control pressure S2 is axially applicable on the other side of the outer
piston portion (26) in order to achieve two switching positions; and
c) a pressure supp!v port P or a bleeder port R is sealed off in dependance of the
switching position by the oppositely arranged piston surfaces of the central piston
portion (27);
2. A switch valve according to claim 1,
characterised in that
the coaxial piston portions (26, 27; 70. 84, 77) of the switch element (13, 68) are
respectively formed by two equal piston parts (28, 29, 30, 31) which are arranged
opposite one another, the central portion of the switch element (13, 68) arranged
transversally to the displacement axis forming a piston crown (32) common to all the
piston parts (28, 29, 30 31).
3. A switch valve according to one or more of the preceding claims,
characterised in that,
in case of an embodiment in the form of a 3/2-way valve, the centra! piston-/cylinder-unit
is correlated to the pressure supply bore (15) or a pressure release bore (62) arranged
opposite thereto, and a coaxially arranged, ring-like shaped outer piston-/cylinder-unit
is correlated to the control pressure ports (s1, s2).
4. A switch valve according to one or more of the preceding claims,
characterised in that
in an embodiment in the form of a 5/2-way valve the central piston/cylinder-unit is
correlated to distribution bores (69, 76) which are arranged opposite one another,
and a coaxially arranged, ring-like shaped outer piston-/cylinder-unit is correlated
to the control pressure ports (s1, s2).
5. A switch valve according to one or more of the preceding claims,
characterised in that
the valve body (10, 67) comprises a basis part (11, 65) and a lid part (12, 66) connected
thereto.
6. A switch valve according to claim 5
characterised in that
the basis part (11, 65) is provided with cylinder portions (18, 19; 73, 81, 88) which
are correlated to the piston parts (28, 30) which are arranged on the side of the
switch element (13, 68) facing the basis part (11, 65), and that the lid part (12,
66) is provided with cylinder portions (59, 60, 74, 70, 89) which are correlated to
the piston parts (29, 31) on the side of the switch element (13, 68) facing the lid
part (12, 66).
7. A switch valve according to one or more of the preceding claims,
characterised in that
for sealing off the openings of the valve bores (15, 62; 69, 76) correlated with the
central piston-/cylinder-unit preferably disc-like seal elements (49, 50) are provided
in a piston crown portion (38) of the switch element (13, 68).
8. A switch valve according to one or more of the preceding claims,
characterised in that
cylindrical piston walls (33, 34) which border the outer piston parts (28, 29) are
provided with preferably O-ring-like seal elements (45, 46, 47, 48) to seal off the
outer piston parts (28, 29) of the switch element (13, 68).
9. A switch valve according to one or more of the preceding claims,
characterised in that
a cylindrical piston wall (33) which borders the central piston parts (30, 31) is
provided with preferably O-ring-like sealing elements (47, 48) to seal off the central
piston parts (30, 31) of the switch element (13, 68).
10. A switch valve according to one or more of the preceding claims,
characterised in that
all valve ports are provided on one side of the valve.
1. Valve pilote chargée par un fluide, notamment valve pneumatique, comportant un élément
de commutation étant disposé dans un corps de valve et possédant une couronne de piston
disposée transversalement à la direction de commutation et qui peut être chargée par
une pression de contrôle, le corps de valve possédant au moins une prise de pression,
une prise de distribution, une purge d'air et une prise de pression de contrôle pour
la pressurisation de l'élément de commutation ainsi que des forages de valve reliés
avec lesdites prises ou avec la purge d'air, et le raccordement avec la prise de distribution
étant effectué par un forage de raccordement disposé dans l'élément de commutation,
caractérisée en ce que
a) l'élément de commutation (13) comporte une zone de piston centrale (27) et une
zone de piston extérieure (26) disposée de façon coaxiale,
b) la zone de piston extérieure (26) est chargée axialement d'un côté par une pression
de contrôle S1 et de l'autre côté par une pression de contrôle S2 afin de'obtenir
deux positions de commutation; et
c) une prise de pression P ou une purge d'air R est étanchée en fonction de la position
de commutation par les surfaces de piston de la zone de piston zentrale (27) et qui
se font face.
2. Valve pilote selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
les zones de piston coaxiales (26, 27; 70, 84 77) de l'élément de commutation (13,
68) sont constituées respectivement par des parties de piston (28, 29; 30, 31) identiques
et qui se font face, la zone centrale de l'élément de commutation (13, 68) qui est
disposée transversalement à l'axe de déplacement constituant une couronne de piston
(32) commune à chacune des parties de piston (28, 29; 30, 31).
3. Valve pilote selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que,
si la valve est prévue sous la forme d'une valve à voie 3/2, le dispositif piston-cylindre
central est associé au forage de prise de pression (15) ou bien à un forage de déchargement
de pression (62) qui est situé en face de ce dernier, et un dispositif piston-cylindre
extérieur, coaxial et en forme d'anneau est associé aux prises de pression de contrôle
(s1, s2).
4. Valve pilote selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que,
si la valve est prévue sous la forme d'une valve à voie 5/2, le dispositif piston-cylindre
central est associé à des forages de distribution (69, 76) qui se font face, et un
dispositif piston-cylindre extérieur, coaxial et en forme d'anneau est associé aux
prises de pression de contrôle (s1, s2).
5. Valve pilote selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le corps de valve (10, 67) est constituée d' une partie de base (11, 65) et d'une
partie de couvercle (12, 66) reliée à cette dernière.
6. Valve pilote selon la revendication 5,
caractérisée en ce que
la partie de base (11, 65) comporte des zones de cylindre (18, 19; 73, 81, 88) associées
aux parties de piston (28, 30) qui sont disposées sur le côté de l'élément de commutation
(13, 68) situé en face de la partie de base (13, 68) et la partie de couvercle (12,
66) comporte des zones de cylindre (59, 60, 74, 70, 89) associées aux parties de piston
(29, 31) qui sont disposées sur le côté de l'élément de commutation (13, 68) situé
en face de la partie de couvercle (12, 66).
7. Valve pilote selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que,
afin d'étancher les ouvertures des forages de valve (15, 62; 69, 76) associés au dispositif
piston-cylindre central, des élements d'étanchéité (49, 50) de préférence en forme
de disque sont prévus dans une zone (38) de la couronne de piston de l'élément de
commutation (13, 68).
8. Valve pilote selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que,
afin d'étancher les parties de piston extérieures (28, 29) de l'élément de commutation
(13, 68), des parois de piston (33, 34) cylindriques qui délimitent les parties de
piston extérieures (28, 29) comportent des éléments d'étanchéité (45, 46, 47, 48)
de préférence en forme d'anneau O.
9. Valve pilote selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que,
afin d'étancher les parties de piston centrales (30, 31) de l'élément de commutation
(13, 68), une paroi de piston (33) cylindrique et qui délimite les parties de piston
centrales (30, 31) comporte des éléments d'étanchéité (47, 48)de préférence en forme
d'anneau O.
10. Valve pilote selon une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
toutes les prises de la valve sont disposées sur un côté de la valve.