[0001] Die Erfindung betrifft einen Aufbewahrungsbehälter nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1. Ein derartiger Aufbewahrungsbehälter ist beispielsweise mit der auf den gleichen
Anmelder zurückgehenden EP 0 190 237 B1 bekannt geworden. Bei diesem bekannten Bausatz
handelt es sich um einen Aufbewahrungsbehälter, der aus einer Vorderwand, Seitenwänden
und einer Rückwand besteht, wobei in den Seitenwänden einander gegenüberliegende und
in jeweils gleicher horizontaler Ebene liegende Führungsnuten eingearbeitet sind,
in welche Führungsnuten entsprechende Behälter eingreifen, die in diesen Führungsnuten
verschiebbar sind.
[0002] Auf diese Weise war es möglich, den Innenraum dieses Behälters optimal auszunutzen,
weil durch die entsprechende Verschiebung der in verschiedenen Ebenen im Aufbewahrungsbehälter
angeordneten Behältnissen die Zugriffsöffnungen zu den verschiedenen Behältern beliebig
verschoben werden konnten. Auf diese Weise war es z.B. möglich, durch Verschiebung
obenliegender Behälter einen Zugriff zu einem versteckt in Bodennähe lagernden Behälter
zu erhalten.
[0003] Dieses Aufbewahrungssystem hat sich optimal bewährt, und es hat sich gezeigt, daß
noch eine bessere Ausnutzung dieses Raumangebots dann möglich ist, wenn man die Zugriffsöffnungen
zu den einzelnen Behältern relativ klein gestaltet und durch Maßnahmen dann diese
Zugriffsöffnungen entsprechend vergrößert.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Aufbewahrungsbehälter der
eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß bei noch besserer Raumausnützung des
Innenraums des Aufbewahrungsbehälters ein noch besserer Zugriff auf einzelne Behälter
möglich ist.
[0005] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des
Anspruchs 1 gekennzeichnet.
[0006] Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, daß erfindungsgemäss die Vorderwand und ggf.
auch die Rückwand geteilt oder ungeteilt sind und um eine vertikale Achse schwenkbar
ausgebildet sind, wobei nun erfindungsgemäss an den Innenseiten der genannten Wandteile
ebenfalls Führungsnuten angeordnet sind, welche in geöffnetem (ausgeklapptem) Zustand
dieser Wandteile die an der Seitenwand angeordneten Führungsnuten nach vorne oder
hinten verlängern.
[0007] Damit ergibt sich eine wesentlich besserer Raumausnützung des Innenraumes des Aufbewahrungskastens,
weil man erfindungsgemäss nun die Vorder- und die Rückwand öffnen kann und die Wandteile
dann die Fortsetzung der linken und rechten Seitenwände des Aufbewahrungskastens darstellen,
wobei die Führungsnuten in den Seitenwänden sich in den Führungsnuten in den Vorder-
und Rückwänden fortsetzen. Nun ist es erstmals möglich, die Behälter, die verschiebbar
in den Führungsnuten in dem Aufbewahrungskasten geführt sind, über die Vorderkante
des Aufbewahrungskastens hinaus nach vorne zu schieben, wobei diese Behälter nun in
den Bereich der Führungsnuten der ausgeklappten Vorder- und Rückwände gelangen.
[0008] Damit ergibt sich eine wesentliche Vergrößerung der im Aufbewahrungskasten angeordneten
Zugriffsöffnungen, so daß die einzelnen Behälter, die im Aufbewahrungskasten verschiebbar
angeordnet sind, nun auseinandergezogen werden können und ein günstiger Durchgriff
auch zu unten liegenden Behältern möglich ist.
[0009] Damit können auf engstem Raum praktisch ohne Zur-Verfügung-Stellung von Durchgriffsöffnungen
die Behälter in dem Aufbewahrungskasten angeordnet werden, und erst durch öffnen der
Vorderwand und/oder Rückwand können einzelne Behälter in den Bereich der ausgeklappten
Vorderwand und/oder Rückwand gezogen werden, wodurch sich im Aufbewahrungskasten selbst
Durchgriffsöffnungen bilden, durch die hindurch der Zugriff zu einzelnen Behältern
optimal möglich ist.
[0010] Der Kern der vorliegenden Erfindung liegt also darin, daß wahlweise die Vorderwand
oder die Rückwand oder beide Wände zugleich geteilt oder ungeteilt sind und um eine
vertikale Achse an den Seitenwänden des Aufbewahrungskastens
schwenkbar ausgebildet sind, und daß an den Innenseiten der Vorderwand bzw. Rückwand
Führungsnuten angeordnet sind, die mit den Führungsnuten an den Seitenwänden des Aufbewahrungskastens
selbst fluchten.
[0011] Der Einfachheit halber wird in der folgenden Beschreibung nun die Funktion einer
Vorderwand beschrieben, wobei es im Rahmen der vorliegenden Erfindung liegt, auch
die Rückwand entsprechend der Erfindung auszubilden.
[0012] Es ist nicht unbedingt lösungsnotwendig, daß im Ruhezustand die Vorder- oder die
Rückwand den Innenraum des Aufbewahrungskastens abschließt. Es kann auch vorgesehen
sein, daß die genannten Vorder- und Rückwände parallel zu den Seitenwänden oder parallel
zu den Boden- oder Deckflächen des Aufbewahrungskastens verschoben werden, um erst
dann in der Nutzstellung nach vorne über die Vorderkante des Aufbewahrungskastens
hinaus verschoben, verschwenkt oder geklappt zu werden, um so eine zusätzliche Raumnutzung
des Aufbewahrungskastens zu gewährleisten.
[0013] In einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es deshalb vorgesehen,
daß die Vorder- und Rückwand an vertikalen Achsen schwenkbar an den seitenwänden des
Aufbewahrungskastens gelagert ist, so daß in der geschlossenen Schwenkstellung der
Aufbewahrungskasten an der Frontseite und der Rückseite durch die genannten Wände
abgeschlossen ist, wobei in der Funktionsstellung diese Wände aufgeschwenkt werden,
und Vorderwand- und Rückwand Teile bilden, welche dann die Verlängerung der Fläche
der Seitenwände nach vorne und hinten darstellen.
[0014] Nach der vorbeschriebenen Ausführungsform ist die Vorder- oder Rückwand etwa in der
Mitte geteilt, so daß sich zwei gleich lange ausschwenkbare Flügel ergeben, die jeweils
an ihren Seitenkanten an vertikalen Achsen schwenkbar an den vorderen Stirnkanten
des Aufbewahrungskastens schwenkbar gelagert sind.
[0015] Nach einem abgewandelten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die Vorder- oder
Rückwand nicht im Mittenbereich geteilt ist, sondern daß die vertikale Teilungslinie
auf der linken und der rechten Seite des Aufbewahrungskastens etwa in der Nähe der
vertikalen Schwenkachse angeordnet ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Länge
der ausschwenkbaren Vorderwand und/oder Rückwand doppelt so groß wie bei dem erst
beschriebenen Ausführungsbeispiel. Die beiden Flügel dieser Vorderwand oder Rückwand
überlappen sich demgemäß und jeder Flügel hat die Länge entsprechend der vollständigen
Beite des Aufbewahrungskastens.
[0016] In Abwandlung zu dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 - 3 ist - entsprechend
dem auch im allgemeinen Beschreibungsteil abgewandelten Ausführungsbeispiel - vorgesehen,
daß die mittlere, vertikale Trennfuge 11 entfällt und statt dessen jeweils eine Trennfuge
für jeweils ein vorderwandteil 7, 8 in der Nähe der vertikalen Scharnierachse 17 zu
liegen kommt.
[0017] Es werden somit zwei gleich lange Vorderwände 7, 8 ausgebildet, die eine doppelte
Länge haben, verglichen mit den in den Figuren 1 - 3 gezeigten Vorderwandteilen 7,
8.
[0018] Diese beiden Vorderwände überlappen sich gegenseitig und bilden demgemäß im eingeschwenkten
Zustand eine innere und äußere Vorderwand.
[0019] Die linke Vorderwand 7 ist - wie in Figur 1 - in der linken Scharierachse 17 schwenkbar
gelagert, während die rechte Vorderwand 8 in der rechten Scharnierachse 17 schwenkbar
gelagert ist.
[0020] Im Unterschied zum erst genannten Ausführungsbeispiel sind also diese Vorderwandteile
7,8 doppelt so lange wie die in den Figuren 1 - 3 gezeigten Vorderwandteile.
[0021] In einer anderen Ausgestaltung der Erfidnung ist es vorgesehen, daß die Vorderwandteile
parallel zu den Seitenwandflächen verschiebbar an den seitenwänden gehalten sind und
über eine Kulissenführung so verschwenkt werden, daß sie in der Nutzstellung fluchtend
mit den Seitenwänden eine Ebene bilden, so daß die Führungsnuten in den seitenwänden
sich in die Führungsnuten an den Innenseiten der Vorderwand fortsetzen.
[0022] In einer dritten Ausführungsform ist es vorgesehen, daß die Seitenwände klappbar
in horizontalen Schwenkachsen auf einer Bodenplatte angeordnet sind, welche Bodenplatte
in Führungsnuten des Aufbewahrungskastens verschwenkbar gehalten ist.
[0023] Bei dieser Ausführungsform besteht der Vorteil, daß ständig eine Frontplatte vorhanden
sein kann, welche mit der Bodenplatte verbunden ist und die Frontplatte ständig die
Vorderseite des Aufbewahrungskastens abdeckt.
[0024] Bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen ist es hingegen vorgesehen, daß
auf den Aussenseiten der Vorder- bzw. Rückwand entsprechende Frontplatten aufgedoppelt
sind, um einen möbelartigen Eindruck zu erzielen.
[0025] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, daß die Vorderwände
über Teleskopführungen an den Seitenwänden gehalten sind und im übrigen schwenkbar
ausgebildet sind, so daß sie wahlweise in ihrer Ruhestellung parallel zur Bodenfläche
verschwenkt werden können, oder parallel zur Seitenwand verbleiben.
[0026] In einer weiteren Ausgestaltung ist es vorgesehen, daß die Vorderwände in einer Art
von schwenkführung an den Seitenwänden befestigt sind, um so in einer parallel zur
Seitenwandebene gerichteten Schwenkbewegung von einer oberen, angehobenen Stellung
in eine untere abgesenkte Stellung verschwenkt zu werden, welche untere abgesenkte
Stellung dann die Seitenwände fluchtend nach vorne fortsetzt.
[0027] Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß alle Beschreibungen, die sich auf die Vorderwand
beziehen, in analoger Weise auf die Rückwand beziehen und daß deshalb sowohl Veränderungen
der Vorderwand und/oder der Rückwand von der vorliegenden Erfindung umfasst sind.
[0028] Weiter wird darauf hingewiesen, daß alle Beschreibungen, bei denen von einer oberen
schwenkstellung in eine untere schwenkstellung oder Verschiebestellung verschwenkt
wird, auch in analoge Weise kinematisch umgekehrt werden können, d.h. es wird dann
nicht von einer Oberseite der vorderwand eine entsprechende Schwenkbewegung durchgeführt,
sondern in analoger Weise von einer unteren Kante der Vorderwand.
[0029] Die vorliegende Erfindung definiert einen "Aufbewahrungsbehälter" in allgemeiner
Form derart, daß dieser Aufbewahrungsbehälter als Möbelstück ausgebildet sein kann.
D.h., die in der nachfolgenden Beschreibung erwähnten Seitenwände, Rückwände und Vorderwände
können unmittelbar Teil eines Schrankes oder eines sonstigen Möbelstückes sein, wobei
in diesem Fall die erfindungsgemäss ausgestaltete Vorderwand (Rückwand) die Möbeltür
selbst ist. Erfindungsgemäss ist bei dieser Ausführungsform dann die Möbeltür an der
Innenseite mit entsprechenden Führungsschienen versehen, so daß beim öffnen der Möbeltür
in ihre Nutzstellung die an der Innenseite angebrachten Führungsnuten fluchtend mit
den an der Innenseite des Möbelstückes angebrachten Führungsnuten sind und daher ebenfalls
eine Verschiebung von den im Innenraum angeordneten Behältern gegeben ist.
[0030] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, daß der Aufbewahrungsbehälter
als solches als Kasten ausgebildet ist, der in einem Möbelteil, einer Schublade, in
einem Schrank, in einem Schreibtisch oder dergleichen untergebracht werden kann.
[0031] Der Aufbewahrungsbehälter selbst kann auch als Schublade ausgebildet sein, d.h. an
den Seitenwänden des Aufbewahrungsbehälters können Schubladenführungsschienen angeordnet
sein, welche den Aufbewahrungsbehälter verschiebbar an einem Möbelteil halten.
[0032] Der Begriff "Möbelteil" ist nicht einschränkend zu verstehen, d.h. ein derartiger
Aufbewahrungsbehälter kann auch Teil eines Kühlschranks, einer Geschirrspülmaschine,
Kühltruhe, Papierablage, Werkzeug- oder Ersatzteillager, Apothekenschrank oder dergleichen
sein.
[0033] Die vorliegende Erfindung betrifft auch mehrere Möglichkeiten zur Anordnung des erfindungsgemäßen
Aufbewahrungsbehälters in einer Schublade, die bevorzugt auf Teleskopschienen verschiebbar
in einem Möbelkorpus gehalten ist.
[0034] In einer ersten Ausführungsform wird es bevorzugt, wenn der Aufbewahrungsbehälter
auf Teleskopschienen in einem Möbelkorpus derart angeordnet ist, daß er parallel in
Richtung zu seiner Längsachse aus dem Möbelkorpus mit Hilfe von Teleskopschienen herausziehbar
ist. Die Längsachse wird hierbei definiert als Parallele zu den Führungsnuten des
Aufbewahrungskastens.
[0035] Bei dieser ersten Ausführungsform bilden dann die herausklappbaren oder herausschwenkbaren
Vorderwände die Stirnwand des Aufbewahrungskastens. Diese Stirnwand ist dann entsprechend
der Lehre der Erfindung zu öffnen und demgemäß ist das Nutzvolumen des Aufbewahrungsbehälters
zu vergrößern.
[0036] In einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wird hingegen nicht eine Längsverschiebung
beschrieben sondern eine Querverschiebung.
[0037] Bei diesem Ausführungsbeispiel wird der Aufbewahrungsbehälter wiederum auf Teleskopschienen
gelagert, wobei aber die Längsachse der Führungsnuten senkrecht zur (neuen) Auszugsrichtung
der Schublade ist. Der Aufbewahrungsbehälter wird demgemäß zunächst aus dem Möbelkorpus
herausgezogen, bis seine Seitenwände frei werden. Diese Seitenwände werden nun aufgeklappt
oder verschwenkt und ermöglichen eine Vergrößerung des Nutzvolumens des Aufbewahrungsbehälters
in Querrichtung zur Auszugsrichtung dieses Aufbewahrungsbehälters.
[0038] Es wird hierbei eine Querverschiebung der nunmehr als Seitenwände zu definierenden
verschiebbaren oder verschwenkbaren Wände vorgeschlagen, wobei diese Verschiebung
bevorzugt auf Teleskopschienen erfolgt.
[0039] Auf diese Weise wird nach dem Herausziehen des Aufbewahrungsbehälters aus einem Möbelkorpus
eine Querverschiebung (quer zur Auszugsrichtung) der Seitenwände des Aufbewahrungsbehälters
vorgeschlagen. Damit besteht der Vorteil, daß insgesamt die Auszugslänge des Aufbewahrungsbehälters
relativ kurz ist, weil dieser nur soweit aus dem Möbelkorpus herausgezogen werden
muß, um die parallelen Seitenwände in Querrichtung zu verschieben und/oder zu öffnen.
[0040] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander. Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung,
offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte
räumliche Ausbildung, werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln
oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
[0041] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert.
[0042] Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche
Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0043] Es zeigen:
- Figur 1:
- perspektivisch und schematisiert ein Aufbewahrungskasten nach der Erfindung,
- Figur 2:
- der Aufbewahrungskasten nach Figur 1 in einer abgewandelten Ausführungsform in Draufsicht
und in Ruhestellung,
- Figur 3:
- der Aufbewahrungskasten nach Figur 2 in Nutzstellung,
- Figur 4:
- eine abgewandelte Ausführungsform eines Aufbewahrungskastens im Vergleich zu Figur
3,
- Figur 5:
- die Draufsicht auf eine Vorderwand einer weiteren Ausführungsform eines Aufbewahrungskastens
in eingeklapptem Zustand,
- Figur 6:
- die Draufsicht auf die Vorderwand nach Figur 5 in ausgeklapptem Zustand,
- Figur 7:
- der Schnitt gemäss der Linie VII-VII in Figur 6,
- Figur 8:
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Aufbewahrungskastens mit teleskopartiger Führung
der Vorderwände,
- Figur 9:
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Aufbewahrungskastens mit einer Schwenkführung
der Vorderwände.
- Figur 10:
- schematisiert einen Ausbewahrungsbehälter, der querverschiebbare Seitenwände ausweist,
- Figur 11:
- schematisiert eine Draufsicht auf einen Querrichtung vergrößerbaren Aufbewahrungsbehälter
in einer ersten Ausführungsform,
- Figur 12:
- Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform eines in Querrichtung vergrößerbaren Aufbewahrungsbehälters.
[0044] Der Aufbewahrungskasten 1 nach der Figur 1 besteht im wesentlichen aus zwei zueinander
parallelen Seitenwänden 2,3, an die jeweils senkrecht eine Rückwand 5 und eine Vorderwand
6 anschließen.
In den seitenwänden 2,3 sind Führungsnuten 4 eingearbeitet, die einander gegenüberliegen.
Wegen der weiteren Beschreibung dieses Aufbewahrungskastens wird auf die Offenbarung
der EP 0 190 237 1 hingewiesen, deren Offenbarungsgehalt voll umfänglich von der vorliegenden
Offenbarung umfasst sein soll.
[0045] Erfindungsgemäss ist die Vorderwand 6 geteilt und bildet eine mittlere, vertikale
Trennfuge 11, wodurch sich zwei Vorderwandteile 7,8 ausbilden, die schwenkbar im Bereich
von vertikalen Scharnierachsen 17 an den vorderen Stirnkanten der Seitenwände 2,3
gehalten sind.
[0046] Die gleiche Ausführung gilt im übrigen auch für die Rückwand 5, die in zwei Rückwandteile
9,10 geteilt ist. Im verschlossenen Zustand werden die beiden Vorderwandteile 7,8
und ebenso auch die Rückwandteile 9,10 durch lediglich einen schematisiert angedeuteten
Verschluß 13 verschlossen.
[0047] Zum Übergang in die Nutzstellung ist es nun vorgesehen, daß der Verschluß 13 geöffnet
wird und die Vorderwandteile 7,8 in Pfeilrichtung 16 nach aussen um die Scharnierachsen
17 verschwenkt werden, so daß sie ihre Stellung 7', 8' einnehmen.
[0048] Es kann hierbei vorgesehen sein, daß die Aussenseiten der Vorderwandteile 7,8 mit
einer entsprechenden Frontplattenhälfte 28 verbunden sind, um einen möbelartigen Eindruck
zu erzielen.
[0049] Wichtig ist nun, daß an den Innenseiten der Vorderwandteile 7,8 Führungsnuten 12
angeordnet sind, die im ausgeschwenkten Zustand der Vorderwandteile 7,8 mit den innenliegenden
Führungsnuten 4 der Seitenwände 2,3 fluchten.
[0050] Wird nun ein (nicht näher dargestellter) Behälter im Innenraum des Aufbewahrungskastens
1 verschoben, dann kann er über die Vorderkante des Aufbewahrungskastens 1 (d.h. über
die Scharnierachse 17) hinaus nach vorne in den Bereich der geöffneten Vorderwandteile
7,8 verschoben werden, und es ergibt sich damit eine wesentlichte Vergrößerung des
Nutzraumes im Aufbewahrungskasten.
[0051] Es kann hierbei vorgesehen sein, daß an den vorderen Stirnseiten der Vorderwandteile
7,8 entsprechende Anschläge 18 vorgesehen sind, um ein unbeabsichtigtes Herausziehen
der Behälter 19,21 zu vermeiden.
[0052] Ebenso ist es vorgesehen, daß die ausgeschwenkte Schwenklage der Vorderwandteile
7,8 arretiert wird, um die fluchtende übereinstimmung der Führungsnut 4 mit der zugeordneten
Führungsnut 12 zu gewährleisten.
[0053] Ebenso kann es vorgesehen sein, daß zur Stabilisierung des Aufbewahrungskastens ein
oder mehrere Querstäbe 14 verwendet werden, die über einen Aufbewahrungskasten 1 hinübergreifen
und in einander gegenüberliegenden Führungen 15 der Seitenwände 2,3 gehalten sind.
[0054] Die Figuren 2 und 3 zeigen die Draufsicht auf die Anordnung nach Figur 1, wobei der
Einfachheit halber die Rückwand 5 nicht mehr in ihrer ausgeklappten Stellung gezeigt
ist.
[0055] In Figur 2 ist die Lager- oder Ruhestellung gezeigt, wo erkennbar ist, daß zwischen
einzelnen Behältern 19-21 Zugriffsöffnungen 25 vorhanden sind, so daß der Aufbewahrungskasten
nach Figur 2 ansich schon benutzbar ist.
[0056] Es kann jedoch vorgesehen sein, daß die Zugriffsöffnungen 25 praktisch zu Null gemacht
werden, wobei sich ein maximales Lagervolumen ergibt, so daß die im Aufbewahrungskasten
nach Figur 2 angeordneten Behälter dicht aneinander liegen und nicht mehr in den Pfeilrichtungen
22 gegeneinander verschoben werden können.
[0057] Um nun einen günstigen Zugriff zu einzelnen Behältern in unterschiedlichen Ebenen
zu ermöglichen, wobei die Behälter sich in unterschiedlichen Ebenen auch überdecken
können, ist nach Figur 3 vorgesehen, daß die Vorderwand 6 in Form von Vorderwandteilen
7,8 zu öffnen ist und dann ihre schwenkstellung gemäss Figur 3 einnimmt.
[0058] Gemäss Figur 3 können nun ein oder mehrere Behälter, die nächst der Vorderwand 6
liegen, nach vorne in den Bereich der Vorderwandteile 7,8 in Pfeilrichtung 23 gezogen
werden, wodurch sich vergrößerte Abstände 24 zwischen den einzelnen Behälter ergeben
und insgesamt die Zugriffsöffnungen 25 vergrößert in Form von Zugriffsöffnungen 25'
vorliegen.
[0059] In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, wo erkennbar
ist, daß die Vorderwandteile 7,8 nicht um vertikale Achsen 17 verschwenkbar sind,
sondern in diesem Ausführungsbeispiel sind die Vorderwandteile parallel zu den Ebenen
der Seitenwände 2,3 geführt, wobei eine Kulissenführung 26 verwendet werden kann,
so daß die an den Aussenseiten der Seitenwände 2,3 gelagerten Vorderwandteile 7,8
im Bereich dieser Kulissenführung in Pfeilrichtung 27 in fluchtende Fortsetzung der
Seitenwände 2,3 nach vorne verschoben werden können. Sie nehmen dann ihre Stellung
7', 8' ein.
[0060] Statt der hier beschriebenen Seitenwandführung ist es möglich, diese Vorderwandteile
nicht aussen an den Seitenwänden 2,3 zu führen, sondern im Profil der Seitenwände
2,3 und die genannten Vorderwandteile 7,8 aus diesem Profil dieser Seitewände 2,3
herauszuziehen und wieder hineinzufahren.
[0061] In den Figuren 5 - 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, welches Führungen
am Aufbewahrungskasten 1 selbst vermeidet und ebensolche Schwenkachsen, weil die gesamte
Anordnung auf einer Bodenplatte 30 angeordnet ist.
[0062] In Figur 5 und 6 ist dargestellt, daß auf einer Bodenplatte 30 aussenliegende, horizontale
Scharnierachsen 32 angeordnet sind, an denen schwenkbar die unteren Enden von Seitentüren
31 gelagert sind. Es ergibt sich zwischen den eingeklappten Seitentüren wiederum eine
Trennfuge 33, wobei in der Lager- oder Ruhestellung die Seitentüren 31 parallel zur
Ebene der Bodenplatte 30 auf dieser aufliegen.
[0063] In dieser Ruhestellung kann nun die gesamte Bodenplatte 30 in den Aufbewahrungskasten
von vorne her eingeschoben oder geklappt und eingeschoben werden, wobei entsprechende
Vorderwände 6 bzw. Rückwände 5 fehlen.
[0064] Es kann hierbei vorgesehen werden, daß an der Vorderseite der Bodenplatte eine Frontplatte
29 angeordnet ist, welche dann im eingeschobenen Zustand der Bodenplatte die Stirnseite
des Aufbewahrungskastens 1 in der Art einer Möbeltür abdeckt.
[0065] Gemäss Figur 5 ist die Bodenplatte in Richtung zum Innenraum des Aufbewahrungskastens
1 mit einem Verlängerungs-Tablar 43 verbunden, welches Verlängerungs-Tablar im Bereich
der Führungsnuten 4 der Seitenwände 2,3 verbleibt, wenn die gesamte Anordnung nach
den Figuren 5 und 6 aus der vorderen Stirnkante des Aufbewahrungskastens nach vorne
herausgezogen wird. Es können anschließend die eingeklappten Seitentüren 31 in Pfeilrichtung
34 aufgeklappt werden und nehmen dann ihre Stellung gemäss den Figuren 6 und 7 ein,
wodurch es nun ebenfalls möglich ist, entsprechende Behälter 19 nach vorne aus dem
Aufbewahrungskasten herauszuziehen. In ansich bekannter Weise besteht hierbei der
Behälter 19 aus einer Bodenplatte 35 und entsprechender Vorder- und Rückwand 36, wobei
die Bodenplatte 35 entsprechend der Beschreibung des älteren EP-Patentes in die Führungsnuten
4 eingreift und dort verschiebbar ist.
[0066] Anstatt einem durchgehenden, flächenförmigen Verlängerungs-Tablar 43 kann auch ein
streifenförmiges Verlängerungs-Tablar verwendet werden, wobei dann lediglich VerVerlängerungsstreifen
44 stehen bleiben, welche in die zugeordneten Führungsnuten in den seitenwänden 2,3
eingreifen.
[0067] Die Dicke der Bodenplatte und der darauf aufgeschwenkten parallel liegenden Seitentüren
31 oder die Längsseiten selbst können so gewählt werden, daß die gesamte Anordnung
beliebig im Innenraum des Aufbewahrungskastens 1 verschoben werden kann, wobei dann
die Frontplatte 29 entfallen würde.
[0068] Es wird noch darauf hingewiesen, daß anstatt der hier beschriebenen Bodenplatte in
analoger Weise eine Deckplatte verwendet werden kann, so daß die Seitentüren nicht
nach oben in den Pfeilrichtungen 34 aufgeschwenkt werden, sondern in kinematischer
Umkehrung nach unten aufgeschwenkt werden und die Bodenplatte als Deckplatte ausgebildet
ist.
[0069] In Erweiterung des Ausführungsbeispiels nach den Figuren 5 - 7 kann es vorgesehen
sein, daß auch die Bodenplatte 30 entfällt und die besagten Verlängerungsstreifen
44 bis praktisch nach vorne zur Frontplatte 29 sich erstrecken und dort mit dieser
verbunden sind. Es ist nur wichtig, daß im Bereich der Verlängerungsstreifen die beschriebenen
Scharnierachsen 32 angeordnet sind, um eine Verschwenkung der Seitentüren 31 um jeweils
horizontale Achsen zu gewährleisten.
[0070] Die Figur 8 zeigt als weiteres Ausführungsbeispiel eine teleskopartige Verschiebung
der Vorderwandteile 7,8 im Bereich jeweils einer Teleskopführung 37. Hierbei wäre
ein teleskopartig verschiebbares Rohr an der Oberseite der Seitenwände 2,3 in den
Pfeilrichtungen 38 verschiebbar gelagert, und die Vorderwandteile 7,8 sind um die
Längsachsen 40 der Teleskopführungen 37 noch um Schwenkwinkel von z.B. 360° schwenkbar.
[0071] In der ersten Ausführungsform dieser Ausgestaltung würde dann in der Ruhestellung
jedes Vorderwandteil 7,8 in Schwenkrichtung 39 auf die Seitenwände 2,3 verschwenkt
werden, so daß diese Vorderwandteile 7,8 parallel zur Bodenfläche 45 des Aufbewahrungskastens
1 liegen.
[0072] Es wird darauf hingewiesen, daß der Aufbewahrungskasten 1 nicht notwendigerweise
mit Bodenflächen 45 ausgestattet sein muß; diese Bodenflächen 45 können auch entfallen.
Der besseren geometrischen Zuordnung wegen werden jedoch Bodenflächen 45 vorausgesetzt.
[0073] In einer anderen Schwenkführung nach Figur 8 ist vorgesehen, daß in der Ruhestellung
die Vorderwandteile 7,8 parallel zu den Ebenen der Seitenwände 2,3 in geringem Abstand
zu den Seitenwänden aussen liegen, daß dann die Teleskopführung 37 nach vorne ausgezogen
wird und daß dann die Vorderwandteile 7, 8 um die Längsachsen 40 herum um 360° nach
innen verschwenkt werden, um so ebenfalls die Nutzstellung nach Figur 8 zu erreichen.
[0074] In Figur 9 ist als weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, daß die Vorderwandteile
7,8 auch im Bereich von Schwenkführungen 41 geführt werden können, wobei in Pfeilrichtung
42 jedes Vorderwandteil 7,8 aus einer angehobenen Stellung 7' (bzw. 8') in seine abgesenkte
Stellung 7 verschwenkt wird. Eine derartige Schwenkführung 41 ist bekannt bei Nähkästen,
Werkzeugkästen und dergleichen und besteht aus scherenartig miteinander verbundenen
Schwenkarmen, welche eine derartige Schwenkführung 41 verwirklichen.
[0075] Mit dem erfindungsgemässen Aufbewahrungssystem ergibt sich nun auch der Vorteil,
daß praktisch der gesamte Innenraum eines Aufbewahrungskastens oder eines Möbels durchgehend
von Kästen vollgestellt werden kann, wobei diese Kästen z.B. als Papierschieber ausgebildet
sind und in mehreren horizontalen Ebenen übereinanderliegend, einander überdeckend
unterschiedliche Papiere beinhalten.
[0076] Im Ruhezustand wäre nur Zugriff zu den oben liegenden Papierschieben mit den darin
liegenden Papieren.
[0077] Um nun auch die unteren Papierschieber zugänglich zu machen, ist es erfindungsgemäss
vorgesehen, die Vorderwand oder die Rückwand oder beide Wände nach dem erfindungsgemässen
Prinzip zu öffnen, um einzelnen Papierschieber nach vorne oder hinten herausziehen
zu können, um so Zugriff zu allen Papierschiebern zu erhalten.
[0078] Die Papierschieber können auch nach vorne vollständig aus dem Aufbewahrungskasten
herausgezogen werden.
[0079] Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß das erfindungsgemässe Prinzip auch nicht
nur im Bereich eines Aufbewahrungskastens funktioniert, sondern in einem Möbelteil
selbst integriert sein kann, wobei die beschriebenen Führungsnuten 4 Teil der Seitenwände
des Möbelteils sind. Statt der beschriebenen Führungsnuten, die an den Seitenwänden
angeordnet sind und die sich in die Vorder- und Rückwände fortsetzen, können auch
entsprechende Führungsschienen verwendet werden, die separat an den Innenseiten der
Möbelteile befestigt werden.
[0080] In Figur 10 ist als Ausführungsbeispiel eine Kombination einer Längsschublade 54
mit zugeordneten darin quer verschiebbaren Querschubladen 53 dargestellt. Der Vereinfachung
halber ist in Figur 10 nur eine einzige Querschublade 53 gezeigt, die in Pfeilrichtung
50 aus der Längsschublade 54 herausziehbar ist.
[0081] Hierbei ist wesentlich, daß der vorher in allen unterschiedlichen Ausführungsformen
beschriebene Aufbewahrungskasten 1 auf Teleskopschienen 51 in einem Möbelkorpus verschiebbar
gehalten ist und demgemäß in Auszugsrichtung 47 aus dem Möbelkorpus herausziehbar
ist. In diesem als Längsschublade 54 zu bezeichnenden Aufbewahrungskasten 1 sind Querschubladen
53 quer zur Auszugsrichtung 47 verschiebbar angeordnet.
[0082] Sobald nämlich die Längsschublade 54 vollständig aus dem Möbelkorpus herausgezogen
ist, werden auch die Seitenwände frei.
[0083] Um in der Nomenklatur der vorhergehenden Ausführungsbeispiele zu bleiben, ist es
hierbei vorgesehen, daß nun die vorherige Seitenwand 3 die Vorderwand der Längsschublade
54 bildet, während die ursprüngliche Seitenwand 2 die Rückwand der Längsschublade
54 bildet.
[0084] Demgemäß sind nach diesem Ausführungsbeispiel die vorher als Vorder- und Rückwände
5,6 bezeichneten Wandteile in Querrichtung zur Auszugsrichtung 47 in den Pfeilrichtungen
50 verschiebbar.
[0085] Hierbei ist es vorgesehen, daß die Vorderwand 55 und die Rückwand 56 auf zugeordneten
Querschienen 52 in der Längsschublade 54 verschiebbar geführt ist, so daß die gesamten
genannten Teile zusammen mit der Seitenwand 48 eine Querschublade 53 bilden, die in
Pfeilrichtung 50 aus dem Aufbewahrungskasten 1 herausziehbar und in Gegenrichtung
hierzu wieder einschiebbar ist.
[0086] Damit ergibt sich ein wesentlicher Raumgewinn, denn bei eingeschobenen Querschubladen
53 ist der Aufbewahrungskasten 1 kompakt gefüllt mit entsprechenden Behältern 19-21,
von denen lediglich ein einziger Behälter 19 gezeichnet ist.
[0087] Sobald der Aufbewahrungskasten 1 mit den noch eingeschobenen Querschubladen 53 vollständig
aus dem Möbelkorpus herausgezogen ist, kann nun die Beite des Aufbewahrungskastens
1 wesentich vergrößert werden, indem nämlich die beiden Querschubladen (von denen
lediglich die eine Querschublade 53 gezeichnet ist) quer zur Auszugsrichtung, nämlich
in Pfeilrichtung 50 herausgezogen werden.
[0088] Die gleiche Querschublade ergibt sich im Bereich der Seitenwand 49.
[0089] Bezüglich des Ausführungsbeispiels der Figur 1 und aller anderen Ausführugnsbeispiele
wird also als erfindungswesentlich von der vorliegenden Erfindung umfaßt, daß der
Aufbewahrungskasten 1 sowohl in Auszugsrichtung 46 aus einem Schubkasten herausgezogen
werden kann, um so dann die entspechenden frontseitig zugänglichen Türen zu öffnen
und/oder zu verschwenken.
[0090] In einer anderen Ausgestaltung ist es hingegen vorgesehen, daß der Aufbewahrungskasten
1 in Auszugsrichtung 47 in einem Möbelkorpus angeordnet ist und demgemäß aus dem Möbelkorpus
heraus verschiebbar ist, wobei bei diesem Ausführungsbeispiel dann die zu öffnenden
und verschwenkenden Wände 8-10 in Querrichtung zur Auszugsrichtung 47 zu öffnen sind.
[0091] Bei diesem Ausführungsbeispiel - welches anhand der Figuren 10 - 12 noch näher erläutert
werden wird, handelt es sich also um eine Längsschublade 54, in der Querschubladen
53 verschiebbar angeordnet sind.
[0092] In Figur 11a ist dargestellt, daß der Aufbewahrungskaten 1 in zusammengeschobenem
Zustand einen kompakten Aufbau einnimmt, wobei die einzelnen Behälter mit ihrer Position
mit den Bezugsziffern 1-15 bezeichnet sind.
[0093] Sobald nun der kompakte Aufbewahrungsbehälter 1 in Figur 11a in Auszugsrichtung 47
aus einem Möbelkorpus herausgezogen wird, kann er gemäß Figur 11b in der der Breite
entfaltet werden.
[0094] Es können gemäß der vorstehenden Beschreibung nach Figur 11 aus der Längsschublade
54 die vorher erwähnten Querschubladen 53 links und rechts in den Pfeilrichtungen
50 herausgezogen werden, wodurch die vorher mit den Positionszahlen 1-15 angegebenen
Behälter nun ihre neue Position gemaß Figur 11b einnehmen.
[0095] In Figur 12a,12b sind die gleichen Verhältnisse an einem anderen Ausführungsbeispiel
dargestellt.
[0096] Auch hier ist in Figur 12a der Ausbewahrungskasten 1 in eingeschobenem Zustand in
Draufsich dargestellt, während in Figur 12b der aus einem Möbelkorpus herausgezogenen
und in Querrichtung entfaltete Ausbewahrungskasten 1 dargestellt ist.
[0097] Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel nach Figur 11 sind jedoch die Wände 5,6
nicht auf Teleskopschienen 51 verschiebbar gelagert, sondern sie sind schwenkbar gelagert,
wie dies anhand der Figur 1 bezüglich der Scharnierachsen 17 dargestellt ist.
[0098] Die jeweiligen Türen überlappen sich in Form der Vorderwände 6a,6b und der Rückwände
5a,5b und sind demgemäß gemäß Figur 12b vollständig herausklappbar, um dann ihre Position
gemäß Figur 12b einzunehmen.
[0099] Aus dem Vergleich der Figur 11a mit Figur 11b bzw. 12a mit 12b ergibt sich, daß von
vorher im geschlossenen Zustand des Kastens zugänglich gewesenen 5 Aufbewahrungsbehältern
(Figur 11a,12a) nun beim Übergang in die Figur 11b bzw. 12b statt der vorher 5 zugänglich
gewesenen Behälter insgesamt 15 Behälter zugänglich werden.
[0100] Daraus ergibt sich der große Gewinn im Zugriff und der Zugänglichkeit zu den einzelnen
Behältern.
| Zeichnungs-Legende |
| 1 Aufbewahrungskasten |
26 Kulissenführung |
| 2 Seitenwand |
27 Pfeilrichtung |
| 3 Seitenwand |
28 Frontplattenhälfte |
| 4 Führungsnut |
29 Frontplatte |
| 5 Rückwand |
30 Bodenplatte |
| 6 Vorderwand |
31 Seitentür |
| 7 Vorderwandteil |
32 Scharnierachse |
| 8 Vorderwandteil |
33 Trennfuge |
| 9 Rückwandteil |
34 Pfeilrichtung |
| 10 Rückwandteil |
35 Bodenplatte |
| 11 Trennfuge |
36 Vorderwand |
| 12 Führungsnut |
37 Teleskopführung |
| 13 Verschluß |
38 Pfeilrichtung |
| 14 Querstab |
39 Schwenkrichtung |
| 15 Führung |
40 Längsachse |
| 16 Pfeilrichtung |
41 Schwenkführung |
| 17 Scharnierachs |
42 Pfeilrichtung |
| 18 Anschlag |
43 Verlängerungstablar |
| 19 Behälter |
44 Verlängerungsstreifen |
| 20 Behälter |
45 Bodenfläche |
| 21 Behälter |
46 Auszugsrichtung (1.Variante) |
| 22 Pfeilrichtung |
47 Auszugsrichtung (2.Variante) |
| 23 Pfeilrichtung |
48 Seitenwand |
| 24 Abstand |
49 Seitenwand |
| 25 Zugriffsöffnung 25' |
50 Pfeilrichtung |
| |
51 Teleskopschiene |
| |
52 Querschiene |
| |
53 Querschublade |
| |
54 Längsschublade |
| |
55 Vorderwand |
| |
56 Rückwand |
1. Aufbewahrungsbehälter mit einer Rückwand und einer Vorderwand sowie zwei Seitenwänden,
in denen in gleicher Höhe Führungsschienen zur Aufnahme und Bewegung von in dem Aufbewahrungsbehälter
eingeordneten weiteren Behältern vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Wände verschieb- oder verschwenkbar ausgebildet ist und
Führungsschienen enthält, die nach dem Verschieben oder Verschwenken der Wand in die
Führungsschienen der jeweils angrenzenden Wände fluchtend eingreifen.
2. Aufbewahrungsbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß Boden- und Deckenwände vorhanden sind.
3. Aufbewahrungsbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Vorder- oder Rückwand vertikal geteilt ist und um eine vertikale
Achse an der Verbindungsstelle mit den angrenzenden Seitenwänden schwenkbar ausgebildet
ist, und die Führungsschienen der schwenkbaren Wand die der angrenzenden Wände verlängert.
4. Aufbewahrungsbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,daß die Vorderwände über Teleskopführungen an den Seitenwänden gehalten sind und
wahlweise in ihrer Ruhestellung parallel zur Bodenfläche und/oder Deckenfläche verschwenkbar
sind oder parallel zur Seitenwand gehalten werden.
5. Aufbewahrungsbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die schwenkbare Wand als parallelwände zu den Seitenwänden ausgebildet sind
und in diese hineinschiebbar sind.
6. Aufbewahrungsbehälter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Parallelwände über eine Kulissenführung verschiebbar sind.
7. Aufbewahrungsbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände in horizontalen Schwenkachsen auf einer Bodenplatte angeordnet
sind, welche Bodenplatten in Führungsnuten verschwenkbar gehalten sind.
8. Aufbewahrungsbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die geteilte Vorderwand in Schwenkführungen an den Seitenwänden befestigt ist
und in einer parallel zu den Seitenwänden gerichtete Schwenkbewegung von einer oberen
in eine untere abgesenkte Stellung führbar ist, die die Seitenwände fluchtend nach
vorne verlängert.
9. Aufbewahrungsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände nach außen möbelartig verkleidet sind.
10. Aufbewahrungsbehälter mit einer Rückwand und einer Vorderwand sowie zwei Seitenwänden,
in denen in gleicher Höhe Führungsschienen zur Aufnahme und Bewegung von in dem Aufbewahrungsbehälter
eingeordneten weiteren Behältern vorhanden sind, vorzugsweise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Führungsschienen und Befestigungsvorrichtungen an den äußeren Flächen der Wände
zum Einschub des Aufbewahrungsbehälters in eine andere zweckbestimmte Vorrichtung
vorhanden sind.
11. Aufbewahrungsbehälter nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung und/oder Verschwenkung der Wände (7-10) in Auszugsrichtung
(46) einer Schublade erfolgt.
12. Aufbewahrungsbehälter nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung des Aufbewahrungskastens (1) zunächst in Auszugsrichtung (47)
der Schublade erfolgt und daß die Verschiebung und/oder Verschwenkung der Wände (7-10)
in senkrechter Richtung zur Auszugsrichtung (47) der Schublade erfolgt.