[0001] Die Erfindung betrifft ein Kompakt-Elektrofilter, umfassend mehrere parallele, als
senkrecht stehende Platten ausgebildete Niederschlagselektroden mit Ausnehmungen,
vorzugsweise Löchern, im Bereich zumindest ihrer unteren, vorzugsweise aller Ecken,
und weiters umfassend mehrere, sich parallel zu einer Kante der Niederschlagselektroden
erstreckende, in einem hängenden Rahmen parallel zu den Niederschlagselektroden angeordnete
Stabelektroden als an negativer Hochspannung liegende Sprühelektroden, welche Elektroden
in einem mit zumindest je einem sich von den Elektroden weg verjüngenden Eintritts-
und Austrittskanal versehenen Gehäuse angeordnet sind.
[0002] Elektrofilter werden verwendet, um Staub aus staubhaltigen Gasen abzuscheiden. Dieses
Gas tritt durch einen Eintrittskanal, allenfalls mit Gasverteilungseinrichtungen in
das Gehäuse des Elektrofilters ein, wo die Staubteilchen durch mit negativer Gleichspannung
beaufschlagte Sprühelektroden zum überwiegenden Anteil negativ ionisiert werden. Die
negativen Staubteilchen wandern an die positiv geladenen oder geerdeten Niederschlagselektroden,
wo durch verbleibende Restladungen im Laufe der Zeit mehrere Millimeter starke Staubschichten
gebildet werden. Ein geringer Anteil des Staubes wird durch die Korona-Entladungen
positiv ionisiert und wandert zur Sprühelektrode, wo er ebenfalls eine Schicht bildet.
Beide Elektroden werden daher periodisch, vorzugsweise durch Klopfung, abgereinigt,
der abfallende Staub wird ausgetragen und in Behältern der weiteren Entsorgung zugeführt.
[0003] Durch die über die plattenförmigen Niederschlagselektroden hinausragenden Aufhängungsteile
für die Sprühelektroden, die außerdem aufgrund der hohen verwendeten Spannung von
etwa 60 bis 100 kV relativ weit von den übrigen Bauteilen des Filters beabstandet
sein müssen, ergibt sich ein großer Volumsanteil im Inneren des Gehäuses, der nicht
aktiv zur Staubabscheidung beiträgt. Darüberhinaus sind die Niederschlagselektroden
in goßem Abstand zueinander angeordnet, etwa 200 bis 500 mm, was den Raumbedarf weiter
erhöht und niedrige Gasgeschwindigkeiten erzwingt.
[0004] Für Kesselanlagen mit geringerer Leistung wie sie in kleinen bis mittleren Betrieben
häufig anzutreffen sind, sind die herkömmlichen Filter aufgrund ihrer großen Abmessungen
und der aufwendigen Dimensionierung der gesamten Anlage, auch was die Leistung des
Gebläses, die Anlage zur Versorgung des Filters mit Hochspannung, etc. betrifft, nicht
gut geeignet und zu unwirtschaftlich. Daher wurden bereits kleinere Elektrofilter
konstruiert, bei denen der Gasstrom im oberen Bereich einer Seitenwand des Gehäuses
eingeleitet, dann nach unten an lediglich einer Reihe von Sprühelektroden und plattenförmigen
Niederschlagselektroden vorbei und schließlich wieder nach oben zu einm in gleicher
Höhe wie der Einlaß befindlichen Auslaß geleitet wird. Auch hierbei sind nur geringe
Gasgeschwindigkeiten erreichbar, wobei noch dazukommt, daß die Ionisierung der Staubteilchen
nur in einem geringen Volumen des Gehäuses erfolgt, es also bei einem gewissen Anteil
des Staubes wieder zur Neutralisierung und damit nicht zur Abscheidung kommen kann.
Der Bereich für die Niederschlagselektroden ist durch die Sprühelektroden eingeschränkt,
sodaß das Volumen des Gehäuses nicht optimal genutzt ist.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung war daher ein Elektrofilter der eingangs angegebenen Art,
das unter Vermeidung der oben beschriebenen Nachteile speziell für Kesselanlagen kleiner
bis mittlerer Leistung geeignet ist und ein optimales Verhältnis von Abscheideleistung
zu Raumbedarf aufweist. Darüberhinaus sollte bei allen Dimensionierungen der Anlage
auf die Verhältnisse kleinerer Betriebe bedacht genommen und ein einfaches, wirtschaftliches
und kompaktes Elektrofilter geschaffen werden.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß zumindest ein Rahmenteil
der Aufhängung der Sprühelektroden durch die Ausnehmungen in den Niederschlagselektroden
geführt ist, und die Niederschlagselektroden bis zum Beginn jedes sich verjüngenden
Abschnittes des Eintritts- und Austrittskanales geführt sind.
[0007] Dabei nehmen die Niederschlagselektroden den gesamten nutzbaren Raum innerhalb des
eigentlichen Gehäuses des Elektrofilters ein und lassen ein optimales Verhältnis zwischen
Abscheidefläche und Gehäusevolumen zu. Die zur Aufhängung der Sprühelektroden notwendigen
Bauteile verringern nicht mehr wie bei den herkömmlichen Konstruktionen das für den
Einbau der Niederschlagselektroden zur Verfügung stehende Volumen. Bei gleicher Abscheidleistung
kann daher das erfindungsgemäße Elektrofilter kleiner gebaut werden als Filter herkömmlicher
Bauart. Die Verweilzeit im Filter ist selbst bei hohen Gasgeschwindigkeiten durch
die optimale Ausnutzung des Filtergehäusevolumens sehr lang.
[0008] Zur kompakten Bauweise und der verbesserten Ausnutzung des zur Verfügung stehenden
Volumens für die Abscheidung trägt das weitere Merkmal der Erfindung bei, daß die
Niederschlagselektroden einen Abstand von maximal 200 mm voneinander, vorzugsweise
130 bis 135 mm, aufweisen. Der genannte Abstand, der sogenannte Gassenabstand, erlaubt
auch die Herabsetzung der Spannung der Sprühelektroden von mindestens 60 kV bei herkömmlichen
Filtertypen auf 20 bis 25 kV. Damit kann wiederum der Abstand zwischen den mit Hochspannung
beaufschlagten und geerdeten Anlageteilen vermindert und das Gehäusevolumen besser
- nämlich aktiv für die Abscheidung - genutzt werden. Darüberhinaus müssen keine speziellen
Maßnahmen zur Isolierung der spannungsführenden Teile ergriffen werden, sondern es
genügt beispielsweise die Verwendung einfacher Hochspannungskabel ohne besonders aufwendig
Isolierung.
[0009] Eine weitere Verbesserung der Abscheideleistung ergibt sich, wenn die Niederschlagselektroden
aus mehreren in einer Linie angeordneten Platten bestehen, die an ihren senkrechten
Kanten zu entlang diesen Kanten offenen Hohlprofilen gekantet sind, wobei vorzugsweise
aneinander grenzende Platten derart angeordnet sind, daß deren Hohlprofile sich auf
entgegengesetzte Seiten öffnen. Die Hohlprofile bilden gleichzeitig Fangtaschen für
allenfalls durch die Gasströmung nochmal losgerissenen Staub sowie Versteifungen für
die plattenförmigen Niederschlagselektroden, die damit dünner, leichter und wirtschaftlicher
angefertigt sein können. Durch den modularen Aufbau der Niederschlagselektroden aus
Platten können diese Platten wirtschaftlich in einheitlichen Größen vorgefertigt und
je nach Filtergröße in der benötigten Anzahl eingebaut werden.
[0010] Daß gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung die Platten oben und unten von Profilen
gehalten sind, wobei das obere Profil an der Decke des Gehäuses aufgehängt und das
untere Profil mit seinen Enden in senkrechten Schlitzen einer Schiene am Boden des
Gehäuses vertikal beweglich geführt ist, vereinfacht die Konstruktion und den Zusammenbau
des erfindungsgemäßen Filters.
[0011] Eine besonders sichere und dabei gleichzeitig die Platzverhältnisse im Gehäuse des
erfindungsgemäßen Elektrofilters ausnutzende Ausführung ist gegeben, wenn die Sprühelektroden
in einem Rahmen angeordnet sind, von welchem zumindest die unteren, quer zu den Niederschlagselektroden
verlaufenden Rahmenteile, vorzugsweise alle quer verlaufenden Rahmenteile, durch die
Öffnungen der Niederschlagselektroden hindurch geführt sind.
[0012] Um bei dem engen Gassenabstand die Abstände zwischen den Sprühelektroden und den
Niederschlagselektroden exakt einhalten und damit Überschläge auf einer und geringere
Abscheidung auf der anderen Seite vermeiden zu können, ist der Elektrofilter vorteilhafterweise
dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen für die Sprühelektroden an der Decke des Gehäuses
über Tragisolatoren aufgehängt ist und unten zumindest je zwei auf gegenüber der senkrechten
Mittelebene des Gehäuses einander gegenüberliegenden Seiten angeordneten Isolatoren
aufweist, wobei die einander gegenüberliegenden Isolatoren auf gegenüberliegenden
Seiten je eines der unteren Profile der Niederschlagselektroden anliegen und daran
vertikal beweglich geführt sind. Bei exakter Zentrierbarkeit zwischen den Niederschlagselektroden,
bis auf ±2 mm genau, ist die vertikale Beweglichkeit für die Abreinigung der Sprühelektroden
voll gegeben.
[0013] Vorzugsweise sind die Isolatoren aus Porzellan oder aus Kunststoff-Vollmaterial wie
PTFE angefertigt. Die PTFE-Vollmaterial-Isolatoren sind gegen die Einwirkungen bei
der Abreinigung durch die Pneumatikklopfer unempfindlich und auch bis zu Temperaturen
von etwa 270°C auf Dauer verwendbar, während Porzellan wegen der größeren Bruchgefahr
nur begrenzt einsetzbar ist.
[0014] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht jede Sprühelektrode aus zwei mehrfach
gekanteten und vorzugsweise durch Punktschweißung miteinander verbundenen Profilen
mit Sprühspitzen, die an ihren oberen und unteren Enden in parallel zur senkrechten
Mittelebene des Gehäuses verlaufenden Profilen des Rahmens gehalten sind. Damit ist
eine sehr leichte und doch stabile Anordnung gegeben, die auch geringeren Aufwand
für die Befestigung im Gehäuse nötig und damit das Elektrofilter einfacher, kompakter
und wirtschaftlicher herstellbar macht.
[0015] Wenn die Sprühspitzen mit der durch die hintereinanderliegenden Sprühelektroden definierten
Ebene einen spitzen Winkel, vorzugsweise in der Größenordnung von etwa 60°, einschließen,
wobei vorzugsweise die Enden der Spitzen näher den benachbarten Niederschlagselektroden
liegen als jeder andere Teil der Sprühelektrode, ergibt sich eine besonders gute Sprühwirkung
und damit Abscheideleistung des Filters.
[0016] Da es bei dem im erfindungsgemäßen Filter möglichen und verwirklichten sehr geringen
Gassenabstand von großer Bedeutung ist, daß das zu reinigende Gas möglichst gleichmäßig
auf alle Gassen verteilt wird, ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen,
daß im Eintrittskanal zumindest zwei, vorzugsweise sechs Leitbleche für die Gasströmung
vorhanden sind, die senkrecht orientiert sind und deren gegenseitiger Abstand entsprechend
den Abmessungen des Eintrittskanales zu den Elektroden hin zunimmt. Damit ist bereits
beim Eintritt des Rohgases in das Elektrofilter eine Aufteilung und Ausrichtung der
Gasströmung auf den gesamten Anströmquerschnitt des aktiven Teiles des Filters gegeben.
[0017] Um die Verteilung der Gasströmung noch weiter zu vergleichmäßigen, sind vorteilhafterweise
weiters im Eintrittskanal vor den Elektroden zwei hintereinanderliegende Gasverteilerbleche
vorgesehen, wobei zumindest das den Elektroden entferntest liegende Gasverteilerblech
mit Öffnungen versehen ist, die im zentralen Bereich geringeren Querschnitt aufweisen
als in den Randzonen. Das bereits durch die Leitbleche aufgeteilte eintretende Gas,
dessen Hauptanteil selbst dann noch im zentralen Bereich des jeweiligen Querschnittes
strömt, findet damit im Zentrum des Gasverteilerbleches einen größeren Strömungswiderstand
vor als an dessen Rändern, wodurch eine weiter verstärkte Aufteilung der Gasströmung
zu den äußeren Bereichen des Anströmquerschnittes des aktiven Teiles des Elektrofilters
stattfindet.
[0018] Ein einfacher und doch kompakter und stabiler Aufbau des Elektrofilters ist vorteilhafterweise
dadurch gegeben, wenn sowohl die Niederschlags- als auch die Sprühelektroden lediglich
an der Decke des Gehäuses montiert sind, wobei vorzugsweise oben offene und quer zu
den Elektroden orientierte U-Profile zumindest in Höhe der Tragisolatoren der Sprühelektroden
vorgesehen sind.
[0019] Wenn gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung auf die U-Profile senkrecht bezüglich
der Decke des Gehäuses einwirkende, außerhalb des eigentlichen Filtergehäuses angeordnete
Pneumatikklopfer vorgesehen und vorzugsweise mit einer Schaltung verbunden sind, die
die Pneumatikklopfer bei Stillstand des Gebläuses für die Gasströmung abwechselnd
in Betrieb nimmt, ist eine sehr gute Abreinigung der Elektroden ohne zusätzlichen
Platzbedarf im Inneren des Filtergehäuses erzielbar. Aufgrund der Steifigkeit des
U-Profiles kann für jedes davon lediglich ein, vorzugsweise mittig darauf angeordneter
Pneumatikklopfer vorgesehen sein.
[0020] Gemäß einer anderen Variante ist ein auf eines der beiden U-Profile senkrecht bezüglich
der Decke des Gehäuses einwirkendes, außerhalb des eigentlichen Filtergehäuses angeordnetes
und vorzugsweise kontinuierlich betriebenes Klopfwerk vorgesehen. Damit ist für beide
Elektrodenarten nur ein Klopfwerk notwendig, was auf der guten Impulseinleitung durch
die Steifigkeit des U-Profiles beruht.
[0021] Den Vorteil des nur einen Klopfwerkes für beide Elektrodenarten weist auch eine weitere
erfindungsgemäße Variante auf, die dadurch gekennzeichnet ist, daß ein auf zumindest
einen stabförmigen und in das Gehäuse geführten Amboß pro Elektrodenart über zumindest
je einen Hammer einwirkendes Klopfwerk außerhalb des eigentlichen Filtergehäuses,
vorzugsweise an der Unterseite des Ein- oder Austrittskanales befestigt und intermittierend
betrieben, vorgesehen ist, wobei die zumindest zwei Hämmer auf einer motorisch in
Drehung versetzten und normal auf die zumindest zwei Ambosse orientierten Abklopfstange
befestigt sind und die Ambosse vorzugsweise parallel zur Längsachse des Gehäuses bzw.
der Elektrodenrahmen angeordnet sind.
[0022] Um eine gute Impulsübertragung beim Klopfen zu erzielen und dabei Überschläge von
der Sprühelektrode auf das Klopfwerk zu vermeiden ist vorgesehen, daß die Hämmer des
Klopfwerkes aus metallischem Werkstoff angefertigt und der oder jeder auf die oder
jede Sprühelektrode wirkende Amboß über einen Isolator damit verbunden ist.
[0023] Die Hochspannungsanlage ist vorzugsweise zur Versorgung der Sprühelektroden mit einer
negativen Gleichspannung von unter 50 kV, vorzugsweise zwischen 20 und 25 kV, ausgelegt,
was bei gleicher Abscheideleistung die Konstruktion des Filters aufgrund der möglichen
Verwendung von herkömmlichen Hochspannungskabeln, ohne Notwendigkeit aufwendiger zusätzlicher
Isoliermaßnahmen, und der Verwendung einer kleiner dimensionierten Hochspannungsanlage
weniger aufwendig macht.
[0024] In der nachfolgenden Beschreibung soll eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Elektrofilters unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert werden.
[0025] Dabei zeigt die Fig. 1 die Seitenansicht eines senkrechten Querschnittes durch den
Elektrofilter, Fig. 2 ist eine Draufsicht auf einen waagrechten Querschnitt, Fig.
3 ist eine Seitenansicht und Fig. 4 eine Vorderansicht einer Niederschlagselektrode,
Fig. 5 zeigt eine Draufansicht auf eine Platte einer Niederschlagselektrode, Fig.
6 zeigt eine Seitenansicht und Fig. 7 eine Draufsicht einer Sprühelektrode, Fig. 8
zeigt ein Gasverteilerblech, Fig. 9 zeigt ein Detail der Aufhängung der Sprühelektroden
an der Decke des Elektrofilters, Fig. 10 ist eine seitliche Ansicht eines Klopfwerkes
gemäß einer Variante der Erfindung und Fig. 11 ist eine Vorderansicht des Klopfwerkes
der Fig. 10.
[0026] In Fig. 1 ist mit 1 das quaderförmige Gehäuse des Kompakt-Elektrofilters bezeichnet,
das mit je einem sich in Richtung zur Mitte des Gehäuses 1 hin erweiternden Eintrittskanal
2 und Austrittskanal 3, vorzugsweise in Form eines Pyramidenstumpfes versehen ist.
Im Gehäuse 1 sind mehrere plattenförmige Niederschlagselektroden 4, die geerdet sind,
und eine Vielzahl von Sprühelektroden 5, an die negative Gleichspannung von 20 bis
25 kV angelegt ist, angeordnet. Der Betriebsstrom liegt wie bei herkömmlichen Anlagen
bei etwa 0,5 bis 0,7 mA pro m² Niederschlagselektrode. Das Gehäuse 1 ist für bis zu
50 mbar Unter- oder Überdruck und für Temperaturen bis 300°C ausgelegt.
[0027] Nicht dargestellt ist die Hochspannungsanlage, die mit einer Primärspannung von 220
V oder 380 V arbeitet, der Schaltschrank sowie das vorzugsweise verwendete Saugzuggebläse,
das für Gasgeschwindigkeiten von bis zu 1,5 m/s ausgelegt ist.
[0028] Zur Abreinigung der Elektroden 4, 5 sind schallgeschützt montierte Pneumatikklopfer
6 oder ein Klopfwerk an der Außenseite der Decke des Gehäuses 1 oder auch am Ein-
bzw. Austrittskanal 2,3 montiert, wobei die Pneumatikklopfer 6 vorzugsweise Verwendung
finden, wenn die Abreinigung bei Stillstand des Gebläses stattfindet. Dies ergibt
die niedrigsten Staubgehalte im Reingas, das kein Staub vom Gasstrom mitgerissen wird
und die gesamte abgeklopfte Staubmenge über die nicht dargestellten Austragseinrichtungen
in dei ebenfalls nicht dargestellten Staubbehälter gelangt. Für die kontinuierliche
Abreinigung wird vorzugsweise ein Klopfwerk, beispielsweise Purzelhammerwerk, verwendet,
wobei aber mit etwas höheren Staubgehalten im Reingas gerechnet werden muß.
[0029] Die Niederschlagselektroden 4 sind an ihren Ecken mit Löchern 41 versehene, im wesentlichen
rechteckige Platten, die sich bis zum Beginn der sich verjüngenden Abschnitte des
Eintrittskanales 2 bzw. des Austrittskanales 3 und über fast die gesamte Höhe des
Gehäuses 1 erstrecken, wobei lediglich für die zur Abreinigung und Ausdehnung nötige
vertikale Beweglichkeit gesorgt sein muß.
[0030] Wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, besteht eine Niederschlagselektrode 4 aus mehreren
Platten 4a, 4b und 4c, die durch miteinander vorzugsweise verschraubte obere Profile
42 und untere Profile 43 im wesentlichen in einer Ebene hinereinanderliegend zusammengehalten
sind. Die oberen Profile 42 sind an mehreren Stellen 44 mit der Decke des Gehäuses
1 vorzugsweise ebenfalls durch Verschrauben verbunden. Die unteren Profile 43 sind,
wie in Fig. 4 deutlich dargestellt ist, derart ausgeformt, vorzugsweise zu einem geschlossenen
Querschnitt mit nach außen ragenden Kanten, daß sie breiter sind als die größte Breite
der Platten 4a, 4b und 4c und sind in am Boden des Gehäuses 1 senkrecht stehenden
und mit vertikalen Schlitzen versehenen Schienen 7 (siehe Fig. 1) vertikal beweglich
geführt. Damit sind die Niederschlagselektroden 4 im Gehäuse in genau definierten
Abständen zueinander, sie bilden die sogenannten Gassen, durch die das zu reinigende
Gas strömt und in denen die Sprühelektroden 5 angeordnet sind, festgelegt, während
die Abreinigung durch vertikale oder in längsrichtung geführte horizontale Stöße möglich
ist.
[0031] Die einzelnen Platten 4a, 4b und 4c sind relativ dünn und zur Versteifung an den
senkrecht zu stehen kommenden Rändern zu jeweils einem offenen Profil 45 gekantet,
wobei die Öffnungen beider Profile 45 jeder Platte 4a, 4b und 4c auf der selben Seite
liegen. Die offenen Profile 45 bilden vorteilhafterweise neben ihrer aussteifenden
Wirkung auch noch Fangtaschen für von den Niederschlagselektroden 4 losgerissenen
Staub und tragen damit zur Erhöhung der Abscheideleistung bei. Damit diese letztere
Wirkung auf beiden Seiten jeder Niederschlagselektrode 4 zum Tragen kommt, sind die
Platten 4a, 4b und 4c derart angeordnet, daß die Öffnungen der Profile 45 in jeweils
zwei aneinandergrenzenden Platten auf gegenüberliegende Seiten weisen.
[0032] Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, sind in jeder Gasse zwischen den Niederschlagselektroden
4, wobei der Gassenabstand vorzugsweise zwischen 130 und 135 mm beträgt, mehrere,
in einer Linie hintereinanderliegende Sprühelektroden 5 angeordnet. Diese Sprühelektroden
5 sind in einem Rahmen angeordnet, der über Tragisolatoren 8 ebenfalls, wie die Niederschlagselektroden
4, an der Decke des Gehäuses ldes Elektrofilters aufgehängt ist. Damit wirken die
Abklopfeinrichtungen 6 auch auf die Sprühelektroden 5 ein.
[0033] Die in den einzelnen Gassen befindlichen Reihen von Sprühelektroden 5 sind durch
quer zu den Reihen und damit auch quer zu den Niederschlagselektroden 4 verlaufende
Teile 51 miteinander verbunden, wobei diese Teile 51 durch die Löcher 41 in den Niederschlagselektroden
4 geführt sind. Da der gesamte Rahmen 5 an der negativen Hochspannung liegt ist natürliche
für einen ausreichenden Abstand zwischen den Teilen 51 und den inneren Rändern der
Löcher 41 zu sorgen, damit keine Spannungsüberschläge auftreten können. Erst dieses
Zusammenspiel von quer verlaufenden Teilen 51 des Rahmens 5 und Löchern 41 erlaubt
die Vergrößerung der nutzbaren Fläche der Niederschlagselektroden 4 durch deren Verlängerung
auf im wesentlichen die gesamte Länge des Gehäuses 1. Diese Verlängerung der Niederschlagselektroden
4 erhöht auch die Verweilzeit des Gasstromes im Filter bei höheren Gasgeschwindigkeiten,
weshalb das Filter selbst noch bei Gasgeschwindigkeiten von bis zu 1,5 m/s bessere
Abscheideleistungen erzielt als proportional verkleinerte herkömmliche Filterkonstruktionen.
Dazu trägt selbstverständlich auch der geringe Gassenabstand von 130 bis 135 mm bei,
der die Anordnung von mehr Niederschlags- und Sprühelektroden 4, 5 pro Volumen des
Gehäuses 1 als bei herkömmlichen Konstruktionen und damit eine Vergrößerung der Abscheidefläche
und überhaupt des gesamten aktiv für die Abscheidung zur Verfügung stehenden Volumensanteiles
erlaubt.
[0034] Jede Sprühelektrode 5 ist, wie in Fig. 6 dargestellt, aus zwei vorzugsweise gekanteten
Profilen 52 zusammengesetzt, wobei deren mittlerer Abschnitt 53 zur Versteifung der
Konstruktion die Form eines an einer Seite offenen Dreieckes aufweist, an welchen
Abschnitt sich flache und in der Ebene der offenen Seite des Dreieckes liegende Abschnitte
54 anschließen. Diese Abschnitte 54 weisen vorzugsweise auf den einander gegenüberliegenden
Seiten in Längsrichtung des Profiles 52 gegeneinander versetzte Sprühspitzen 55 auf,
die mit der Ebene der Abschnitte 54 eine spitzen Winkel von etwa 60° einschließen.
Überdies sind die Sprühspitzen 55 so lang, daß sie weiter über die Ebene der Abschnitte
54 hinausragen als die Kante des mittleren Abschnittes 53 des Profiles 52. Jeweils
zwei solcher Profile 52 bilden, mit den offenen Seiten der mittleren Abschnitte 53
zueinandergewandt und mit den Abschnitten 54 aneinanderliegend, eine Sprühelektrode
5. Die beiden Profile 52 sind vorzugsweise durch Punktschweißung miteinander verbunden
und durch längs der Gassen zwischen den Niederschlagselektroden 4 verlaufende Rahmenteile
56 oben und unten gehalten. Die Rahmenteile 56 wiederum sind ihrerseits durch die
quer verlaufenden Teile 51 des Rahmens, die durch die Löcher 41 der Niederschlagselektroden
4 hindurch verlaufen, miteinander verbunden und in fixem Abstand zueinander gehalten.
[0035] Durch die Aufhängung des Rahmens 5 an der Decke des Gehäuses 1 ist dort eine genau
definierte Zentrierung der Sprühelektroden 5 in den Gassen zwischen den Niederschlagselektroden
4 möglich. Um nun diese genaue und aufgrund des geringen Gassenabstandes sehr wichtige
Zentrierung über die gesamte Länge bzw. Höhe der Sprühelektroden 5 zu ermöglichen,
sind im unteren Bereich des Rahmens 5, vorzugsweise an den Teilen 51 befestigt, Isolatoren
9 vorgesehen, die zu beiden Seiten der senkrechten Mittelebene des Gehäuses 1 im Bereich
der Enden der Rahmenteile 56 montiert sind.
[0036] Jeweils zwei dieser einander bezüglich der senkrechten Mittlebene des Gehäuses 1
gegenüberliegenden, beispielsweise aus Porzellan oder vorteilhafterweise aus PTFE
(Polytetrafluoräthylen) - Vollmaterial hergestellten, Isolatoren 9 liegen auf einander
gegenüberliegenden Seiten an den unteren Profilen 43 der Niederschlagselektroden 4
an und sind dadurch seitlich genau festgelegt aber vertikal beweglich daran geführt.
Damit ist es möglich die Abstände zwischen den Niederschlagselektroden 4 und den Sprühelektroden
5 auf einige Millimeter genau, sogar bis ± 2 mm genau, einzuhalten und doch die Abreinigung
der Sprühelektroden 5 durch vertikale oder horizontale Stöße parallel zur Führung
der Elektroden zu gestatten.
[0037] Aufgrund der engen Gassenabstände ist es sehr wichtig für die Abscheideleistung,
daß durch alle Gassen gleich viel des zu reinigenden Gases strömt, sodaß nicht die
äußeren Gassen, die nicht so sehr im Hauptgasstrom des Eintrittskanales 2 liegen,
nicht vollständig ausgenutzt werden, während die im Zentrum liegenden Gassen aufgrund
der hohen Gasgeschwindigkeiten und Gasmengen diese nicht vollständig vom Staub befreien
können. Daher sind zu Beginn des Eintrittskanales 2 senkrecht stehende Leitbleche
10 vorgesehen, die eine Aufweitung der Gasströmung bewirken. Der Abstand zwischen
den Blechen 10 nimmt entsprechend der Vergrößerung den Querschnittes des Eintrittskanales
2 zu. Um eine noch besser Verteilung des Gasstromes zu erzielen, sind etwa in der
Längsmitte des Eintrittskanales 2 und kurz vor den Niederschlagselektroden 4 Gasverteilerbleche
11 und 12 vorgesehen. Diese sind mit vorzugsweise kreisrunden Öffnungen 12a, 12b versehene,
sich über den gesamten Querschnitt des Eintrittskanales 2 und allenfalls auch des
Austrittskanales 3 erstreckende Platten, die der Gasströmung einen Widerstand entgegensetzen
und damit eine gleichmäßigere Verteilung der Strömung über den gesamten Querschnitt
des jeweiligen Kanales hervorrufen. Vorteilhafterweise sind, wie dies in Fig. 8 dargestellt
ist, zumindest beim näher den Elektroden 4, 5 gelegenen Gasverteilerblech 12 zur Verbesserung
dieser verteilenden Wirkung die im zentralen Bereich des Bleches 12 gelegenen Öffnungen
12 b kleiner als die im Randbereich gelegenen Öffnungen 12a.
[0038] In Fig. 9 ist in vergrößertem Maßstab ein Detail der Aufhängung der Elektroden 4,
5 und deren Verbindung mit der Abklopfeinrichtung 6 dargestellt. Die Tragisolatoren
8 für den Rahmen der Sprühelektroden 5, die über den Rahmenteil 56 an der Decke des
Gehäuses 1 befestigt sind, sind innerhalb von quer zu den Gassen liegenden, nach oben
offenen U-Profilen 13 angeordnet, welche U-Profile 13 fest mit der Decke des Gehäuses
1 verbunden, vorzugsweise verschraubt sind. Wie aus Fig. 2 zu erkennen ist, ist auf
jedem U-Profil 13 je eine Abklopfeinrichtung 6, hier in Form eines Pneumatikklopfers
in einem schallgeschützten Gehäuse, auf die nach oben weisenden Schenkel des Profiles
13 aufgesetzt und damit eine optimale Übertragung der Stöße der Abklopfeinrichtung
6 auf die Decke des Gehäuses 1 und weiter auf die Elektroden 4, 5 gewährleistet. Die
Abklopfeinrichtungen 6 können je nach Bedarf, abhängig auch vom geforderten Staubgehalt
im Reingas und der Betriebsweise des Elektrofilters - kontinuierlich oder mit Standzeiten
des Gasgebläses - im Aussetzbetrieb oder ebenfalls kontinuierlich arbeiten.
[0039] In Fig. 10 und 11 ist eine vorteilhafte Variante für ein Klopfwerk zur Abreinigung
der Elektroden 4, 5 in Seitenansicht dargestellt. Ein Motor, beispielsweise ein Stirnradgetriebemotor
61, versetzt entweder direkt oder über Zahnräder, einen Riemen, eine Kette 61' od.
dgl. eine Abklopfstange 62 in Drehung. Diese Stange 62 trägt in Form eines Purzelhammerwerkes
an ihrem Umfang frei drehbar zumindest einen Hammer 63a für die oder jede Sprühelektrode
5 und zumindest einen zweiten Hammer 63b für die oder jede Niederschlagselektrode
4. Vorzugsweise sind für jede Niederschlagselektrodenplatte 4 je ein Hammer 63b und
für den Rahmen mit den Sprühelektroden insgesamt zwei Hämmer 63a vorgesehen, was bei
einfacher und kompakter Konstruktion eine gute Abreinigungsleistung gewährleistet.
Dabei sind vorzugsweise die axial voneinander entsprechend den Abständen zwischen
den Elektroden 4, 5 beabstandeten Hämmer 63 jeweils gegeneinander um einen bestimmten
Winkel entlang des Umfanges der Abklopfstange 62 versetzt.
[0040] Die Hämmer 63a, 63b sind aus metallischem Werkstoff angefertigt, beispielsweise aus
Stahl, und wirken jeweils auf zumindest einen Amboß 64a für die oder jede Sprühelektrode
5 sowie zumindest einen Amboß 64b für die oder jede Niederschlagselektrode 4. Vorzugsweise
sind für jede Niederschlagselektrodenplatte 4 und den zugehörigen Hammer 63b jeweils
ein Amboß 64b und für den Rahmen mit den Sprühelektroden 5 mit seinen zwei Hämmern
63a auch zwei Ambosse 64a vorgesehen.
[0041] Die Ambosse 64a, 64b sind dabei durch abgedichtete Durchführungen 67a, 67b in einem
nach außen hin offenen U-Profil am Gehäuse 1 ins Innere des Filters geführt.
[0042] Um einen Überschlag von der mit hoher negativer Spannung beaufschlagten Sprühelektrode
5 auf den Amboß 64a und weiter das Klopfwerk 61, 61a, 62 und 63 zu vermeiden, ist
zwischen dem Rahmen mit den Sprühelektroden 5 und dem oder jedem Amboß 64a ein Isolator
65 eingesetzt.
[0043] Der oder jeder Amboß 64b für die oder jede Niederschlagselektrode 4 ist am außerhalb
des Gehäuses 1 liegenden Abschnitt mit einer Einrichtung 66 zur genauen Längenjustierung
und zur elastischen Rückstellung in die Ausgangsstellung vor dem Schlag des zugehörigen
Hammers 63b versehen.
[0044] Um die optimale Übertragung des Klopfimpulses auf die Elektroden 4, 5 zu gewährleisten,
sind die Ambosse 64a, 64b vorzugsweise genau parallel zur Längsachse des Gehäuses
1 bzw. der Niederschlagselektroden 4 oder des Rahmens für die Sprühelektroden 5 ausgerichtet.
Die Abklopfstange 62 ist dazu senkrecht ausgerichtet und die Länge der Hämmer 63a,
63b ist so bemessen, daß die Hämmer 63a, 63 b genau axial auf die Stirnflächen der
Ambosse 64a, 64b treffen.
[0045] Je nach dem Staubanfall und der Ablagerung auf den Elektroden 4, 5 werden die Abstände
zwischen den intermittierenden Abreinigungsvorgängen gewählt, obwohl natürlich auch
ein kontinuierlicher Betrieb des beschriebenen Abreinigungssystems möglich wäre.
1. Kompakt-Elektrofilter, umfassend mehrere parallele, als senkrecht stehende Platten
ausgebildete Niederschlagselektroden (4) mit Ausnehmungen (41), vorzugsweise Löchern,
im Bereich zumindest ihrer unteren, vorzugsweise aller Ecken, und weiters umfassend
mehrere, sich parallel zu einer Kante der Niederschlagselektroden (4) erstreckende,
in einem hängenden Rahmen parallel zu den Niederschlagselektroden (4) angeordnete
Stabelektroden (5) als an negativer Hochspannung liegende Sprühelektroden, welche
Elektroden (4, 5) in einem mit zumindest je einem sich von den Elektroden (4, 5) weg
verjüngenden Eintritts- (2) und Austrittskanal (3) versehenen Gehäuse (1) angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Rahmenteil (51) der Aufhängung der
Sprühelektroden (5) durch die Ausnehmungen (41) in den Niederschlagselektroden (4)
geführt ist, und die Niederschlagselektroden (4) bis zum Beginn jedes sich verjüngenden
Abschnittes des Eintritts- (2) und Austrittskanales (3) geführt sind.
2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Niederschlagselektroden (4)
einen Abstand von maximal 200 mm voneinander, vorzugsweise 130 bis 135 mm, aufweisen.
3. Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in an sich bekannter
Weise aus mehreren, in einer Linie angeordneten Platten (4a, 4b, 4c) bestehenden Niederschlagselektroden
(4) oben und unten von Profilen (42, 43) gehalten sind, wobei das obere Profil (42)
an der Decke des Gehäuses (1) aufgehängt und das untere Profil (43) mit seinen Enden
in senkrechten Schlitzen einer Schiene (7) am Boden des Gehäuses (1) vertikal beweglich
geführt ist.
4. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen der
Sprühelektroden (5) an der Decke des Gehäuses (1) über Tragisolatoren (8) aufgehängt
ist und unten zumindest je zwei auf gegenüber der senkrechten Mittelebene des Gehäuses
(1) einander gegenüberliegenden Seiten angeordnete, vorzugsweise aus Porzellan oder
Kunststoff-Vollmaterial wie PTFE angefertigte Isolatoren (9) aufweist, wobei die einander
gegenüberliegenden Isolatoren (9), auf gegenüberliegenden Seiten je eines der unteren
Profile (43) der Niederschlagselektroden (4) anliegen und daran vertikal beweglich
geführt sind.
5. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Sprühelektrode
(5) aus zwei mehrfach gekanteten und vorzugsweise durch Punktschweißung miteinander
unter Bildung eines Hohlprofils verbundenen, gekanteten Profilen (52) mit an sich
bekannen Sprühspitzen (55) besteht, wobei die Sprühspitzen (55) vorzugsweise mit der
durch die hintereinanderliegenden Sprühelektroden (5) definierten Ebene einen spitzen
Winkel, vorzugsweise in der Größenordnung von etwa 60°, einschließen, wobei vorzugsweise
die Enden der Spitzen (55) näher den benachbarten Niederschlagselektroden (4) liegen
als jeder andere Teil der Sprühelektrode (5).
6. Filter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Eintrittskanal
(2) zumindest zwei, vorzugsweise sechs an sich bekannte Leitbleche (10) für die Gasströmung
vorhanden sind, die senkrecht orientiert sind.
7. Filter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
im Eintrittskanal (2) vor den Elektroden (4, 5) zwei hintereinanderliegende Gasverteilerbleche
(11, 12) vorgesehen sind, wobei zumindest das den Elektroden (4, 5) am nächsten liegende
Gasverteilerblech (12) mit Öffnungen (12a, 12b) versehen ist, die im zentralen Bereich
(12b) geringeren Querschnitt aufweisen als in den Randzonen (12a).
8. Filter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl
die Niederschlags (4)- als auch die Sprühelektroden (5) lediglich an der Decke des
Gehäuses (1) montiert sind, wobei vorzugsweise oben offene und quer zu den Elektroden
(4, 5) orientierte U-Profile (13) zumindest in Höhe der Tragisolatoren (9) der Sprühelektroden
(5) vorgesehen sind.
9. Filter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise außerhalb
des eigentlichen Filtergehäuses (1) angeordnete Pneumatikklopfer (6) vorgesehen sind,
die auf die U-Profile (13) senkrecht bezüglich der Decke des Gehäuses (1) einwirken
und vorzugsweise mit einer Schaltung verbunden sind, die die Pneumatikklopfer (6)
bei Stillstand des Gebläuses für die Gasströmung abwechselnd in Betrieb nimmt oder
ein auf die U-Profile (13) senkrecht bezüglich der Decke des Gehäuses (1) einwirkendes,
außerhalb des eigentlichen Filtergehäuses (1) angeordnetes und vorzugsweise kontinuierlich
betriebenes Klopfwerk vorgesehen ist.
10. Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf zumindest
einen stabförmigen und in das Gehäuse geführten Amboß (64a, 64b) pro Elektrodenart
(4, 5) über zumindest je einen Hammer (63a, 63b) einwirkendes Klopfwerk (61, 61',
62) außerhalb des eigentlichen Filtergehäuses (1), vorzugsweise an der Unterseite
des Ein (2) - oder Austrittskanales (3) befestigt und intermittierend betrieben, vorgesehen
ist, wobei die zumindest zwei Hämmer (63a, 63b) auf einer motorisch in Drehung versetzten
und normal auf die zumindest zwei Ambosse (64a, 64b) orientierten Abklopfstange (62)
befestigt sind und die Ambosse vorzugsweise parallel zur Längsachse des Gehäuses (1)
bzw. der Elektrodenrahmen angeordnet sind.
11. Filter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Hämmer (63a, 63b) des Klopfwerkes
aus metallischem Werkstoff angefertigt und der oder jeder auf die oder jede Sprühelektrode
(5) wirkende Amboß (64a) über einen Isolator (65) damit verbunden ist.
12. Filter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochspannungsanlage
zur Versorgung der Sprühelektroden (5) mit einer negativen Gleichspannung von zwischen
20 und 25 kV ausgelegt ist.