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EP 0 629 456 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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21.12.1994 Patentblatt 1994/51 |
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Anmeldetag: 22.03.1994 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B21D 26/02 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE ES FR IT NL |
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Priorität: |
18.06.1993 DE 4320236
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Anmelder: WILHELM SCHÄFER MASCHINENBAU GMBH + CO |
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D-57234 Wilnsdorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Schäfer, August Wilhelm
D-57489 Drolshagen (DE)
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Vertreter: Pollmeier, Felix, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte,
HEMMERICH-MÜLLER-GROSSE-POLLMEIER-VALENTIN-GIHSKE,
Eduard-Schloemann-Strasse 55 40237 Düsseldorf 40237 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern |
(57) Eine Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern durch Umformen eines Rohres nach
dem Innenhochdruckverfahren weist mehrere Umformstößel (3) auf, von denen jeder am
freien axial beweglichen Ende einer zugeordneten Hydraulikzylinderkolbenanordnung
(4) vorgesehen ist. Zumindest einer dieser Umformstößel (3) ist mit einer Druckmittelzuführung
versehen. Die Umformstößel (3) sind entsprechend den Doppelpfeilen (A-D) relativ zueinander
bezüglich Wirkungsachse und Angriffspunkt im Raum einstellbar, um für die Herstellung
unterschiedlicher Hohlkörper möglichst wenig Teile der Werkzeuganordnung auswechseln
zu müssen.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern durch Umformen
eines Rohres nach dem Innenhochdruckverfahren, mit mehreren Umformstößeln, wobei jeder
der Umformstößel am freien axial beweglichen Ende einer zugeordneten Hydraulikzylinderkolbenanordnung
vorgesehen ist und zumindest einer der Umformstößel mit einer Druckmittelzuführung
versehen ist.
[0002] Beim Innenhochdruckverfahren (vgl. Industrie-Anzeiger, 88. Jg. Nr. 37 vom 10. Mai
1966, Seiten 769 bis 772 und Nr. 48 vom 17. Juni 1966, Seiten 1001 bis 1004) wird
regelmäßig ein Rohr in eine die Form des herzustellenden Hohlkörpers aufweisende Werkzeuganordnung
eingelegt und mit Hilfe eines in das Innere des Rohres eingeleiteten Fluids aufgeweitet
bzw. kalt umgeformt. Die Umformstößel sind Teil dieser Werkzeuganordnung. Zum Herstellen
unterschiedlicher Hohlkörper hat man bisher stets die gesamte Werkzeuganordnung einschließlich
der Umformstößel ausgewechselt, was verhältnismäßig aufwendig ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art so aufzubauen, daß zum Herstellen unterschiedlicher Hohlkörper möglichst wenig
Teile der Werkzeuganordnung ausgewechselt werden müssen.
[0004] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die Umformstößel relativ
zueinander bezüglich Wirkungsachse und Angriffspunkt im Raum einstellbar sind.
[0005] Der durch die Erfindung erreichte Vorteil besteht darin, daß die Umformstößel zufolge
der praktisch beliebigen räumlichen Einstellbarkeit für die Herstellung mehrerer Hohlkörper
eingesetzt werden können, so daß nur noch die verbleibenden Teile der Werkzeuganordnung
ausgewechselt werden müssen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist damit wesentlich
schneller umrüstbar, damit sind auch die Hohlkörper kostengünstiger herstellbar.
[0006] Für die weitere Ausgestaltung bestehen im Rahmen der Erfindung mehrere Möglichkeiten.
So sind nach einer bevorzugten Ausführungsform die Hydraulikzylinderkolbenanordnungen
in Gelenkköpfen verschwenkbar, die Gelenkköpfe in zueinander parallelen Längsführungen
verstellbar und die Längsführungen auf einer zu den Längsführungen orthogonalen Kreisführung
um deren Zentralachse verschwenkbar gelagert. Die Gelenkköpfe wird man vorteilhafterweise
als Kugelgelenkköpfe ausbilden. Für die Längsführungen sind Taschenkulissen besonders
geeignet. Jedenfalls empfiehlt es sich, die Anordnung so zu treffen, daß die Hydraulikzylinderkolbenanordnungen,
die Gelenkköpfe und die Längsführungen jeweils unabhängig voneinander einstellbar
sind. Das schließt jedoch nicht aus, daß im Bedarfsfalle auch ein paarweises Zusammenwirken
dieser Bauteile verwirklicht werden kann.
[0007] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern und
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Gegenstandes der Fig. 1.
[0008] Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zum Herstellen von Hohlkörpern
durch kaltes Umformen eines metallischen Rohres nach dem Innenhochdruckverfahren.
Die Vorrichtung weist ein nur angedeutetes Pressengestell 1 und eine Werkzeuganordnung
2 auf. Diese umfaßt mehrere, im Ausführungsbeispiel zwei Umformstößel 3. Die zwischen
den Umformstößeln 3 befindlichen zweigeteilten Werkzeuganordnungsteile, die die endgültige
Gestalt des herzustellenden Hohlkörpers aufweisen, sind im einzelnen nicht dargestellt.
Jeder der Umformstößel 3 ist am freien axial beweglichen Ende einer zugeordneten Hydraulikzylinderkolbenanordnung
4 vorgesehen. Zumindest einer der Umformstößel ist mit einer Druckmittelzuführung
versehen, über die ein Druckmittel in das Innere des kalt umzuformenden Rohres eingeleitet
werden kann.
[0009] Wie man durch eine vergleichende Betrachtung der Figuren ohne weiteres feststellt,
sind die Umformstößel 3 relativ zueinander bezüglich Wirkungsachse und Angriffspunkt
mehr oder weniger beliebig im Raum einstellbar. Hierzu sind die Hydraulikzylinderkolbenanordnungen
4 in Gelenkköpfen 5 allseitig verschwenkbar gelagert; diese Verschwenkbarkeit ist
durch die Doppelpfeile A gekennzeichnet. Außerdem sind die Gelenkköpfe 5 in zueinander
parallelen vertikalen Längsführungen 6 verstellbar; das verdeutlichen die Doppelpfeile
B. Darüber hinaus sind die Längsführungen 6 noch auf einer zu den Längsführungen 6
orthogonalen, also horizontalen Kreisführung 7 um deren vertikale Zentralachse 8 verschwenkbar
gelagert; das verdeutlichen die Doppelpfeile C. Der Doppelpfeil D verdeutlicht, daß
der Angriffspunkt der Umformstößel 3 in Längsrichtung der Hydraulikzylinderkolbenanordnung
4 einstellbar ist.
[0010] Die Gelenkköpfe 5 sind als Kugelgelenkköpfe und die Längsführungen 6 als Taschenkulissen
ausgebildet. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß die Längseinstellung der Hydraulikzylinderkolbenanordnung
(4), die Kreisführung (7), die Gelenkköpfe (5) und die Längsführungen (6) jeweils
unabhängig voneinander einstellbar sind.
[0011] Zum Herstellen eines anderen Hohlkörpers werden die zwischen den Umformstößeln 3
liegenden Teile der Werkzeuganordnung entfernt, die Umformstößel 3 in die für die
Herstellung des neuen Hohlkörpers erforderliche Position gebracht. Daraufhin werden
die dem neuen Hohlkörper zugeordneten Werkzeugteile zwischen den Umformstößeln 3 angebracht.
[0012] Im Ausführungsbeispiel ist die Vorrichtung mit zwei Umformstößeln 3 dargestellt.
Es versteht sich von selbst, daß je nach herzustellendem Hohlkörper aber auch mehr
als zwei Umformstößel 3 vorgesehen sein können.
1. Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern durch Umformen eines Rohres nach dem Innenhochdruckverfahren,
mit mehreren Umformstößeln (3), wobei jeder der Umformstößel (3) am freien axial beweglichen
Ende einer zugeordneten Hydraulikzylinderkolbenanordnung (4) vorgesehen ist und zumindest
einer der Umformstößel (3) mit einer Druckmittelzuführung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Umformstößel (3) relativ zueinander bezüglich Wirkungsachse und Angriffspunkt
im Raum einstellbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydraulikzylinderkolbenanordnungen
(4) in Gelenkköpfen (5) verschwenkbar, die Gelenkköpfe (5) in zueinander parallelen
Längsführungen (6) verstellbar und die Längsführungen (6) auf einer zu den Längsführungen
(6) orthogonalen Kreisführung (7) um deren Zentralachse (8) verschwenkbar gelagert
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkköpfe (5)
als Kugelgelenkköpfe ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsführungen
(6) als Taschenkulissen ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydraulikzylinderkolbenanordnungen
(4), die Gelenkköpfe (5) und die Längsführungen (6) jeweils unabhängig voneinander
einstellbar sind.

