[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft flüssige Enzymzubereitungen, ein Verfahren zu
deren Herstellung sowie deren Verwendung in flüssigen Wasch- und Reinigungsmittelzusammensetzungen.
[0002] In zahlreichen flüssigen Wasch- und Reinigungsmittelzusammensetzungen, z. B. zur
Reinigung von Textilien oder Geschirr werden Enzyme zur Erhöhung der Waschwirksamkeit
eingesetzt. Üblicherweise verwendet man dabei als Enzyme Proteasen, Lipasen, Amylasen
oder Cellulasen. Hierbei kann in derartigen Flüssigzusammensetzungen die Enzymstabilität
durch die anderen vorhandenen Waschmittelbestandteile stark beeinträchtigt sein. Ein
weiteres Problem dieser enzymhaltigen flüssigen Zusammensetzungen ist oft deren Sedimentationsstabilität.
[0003] Es besteht weiterhin Bedarf an flüssigen Enzymzubereitungen, welche sich gut in flüssigen
Wasch- und Reinigungsmittelzusammensetzungen mit einer hohen Enzymstabilität verarbeiten
lassen.
[0004] Es bestand daher die Aufgabe, flüssige Enzymzubereitungen zur Verfügung zu stellen,
die sedimentationsstabil sind und eine hohe Enzymstabilität besitzen und sich daher
gut für die Verwendung in flüssigen Wasch- und Reinigungsmittelzusammensetzungen eignen.
[0005] Es wurden nun flüssige Enzymzubereitungen gefunden, die die geforderten Eigenschaften
zeigen.
[0006] Gegenstand der Erfindung ist daher eine flüssige Enzymzubereitung, welche 3 bis 25
Gew.-% einer Enzympartikelsuspension, gegebenenfalls 0,5 bis 30 Gew.-% Wasser, 1 bis
10 Gew.-% eines hochdispersen Füllstoffes und 65 bis 95,5 Gew.-% eines flüssigen Alkylenoxidpolymerisats
auf Basis Ethylendiamin mit einem Molekulargewicht im Bereich von 500 bis 8.200 enthält.
[0007] Als Enzyme können in den erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen alle in Wasch-
und Reinigungsmittelzusammensetzungen üblichen Enzyme, beispielsweise Proteasen, Lipasen,
Amylasen, Glucanasen wie Cellulasen, Hemicellulasen, Oxydasen oder Oxygenasen enthalten
sein. Die Enzyme können dabei einzeln oder auch als Enzymgemisch, beispielsweise als
Protease/Amylase-Gemisch oder Protease/Lipase-Gemisch vorliegen. Bevorzugt enthalten
die erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen Proteasen und/oder Amylasen.
[0008] Als Amylase enthalten die erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen vorteilhaft
eine hitzestabile Amylase wie z. B. Optitherm
R.
[0009] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung enthalten die erfindungsgemäßen flüssigen
Enzymzubereitungen Proteasen, insbesondere alkalische Proteasen. Hierbei sind als
alkalische Proteasen insbesondere die sogenannten Subtilisine vorteilhaft. Subtilisine
sind alkalische Proteasen mit einem pH-Optimum im alkalischen pH-Bereich und einen
essentiellen Serinrest im aktiven Zentrum. In vorteilhafter Weise können dabei besonders
auch optimierte Proteasen eingesetzt werden, die verbesserte Eigenschaften wie gesteigerte
Waschleistung oder verbesserte Stabilität aufgrund an sich bekannter biotechnologischer
Mutagenese besitzen. Proteasen können auf an sich bekannte Weise aus Gram-Positiven
Bakterien oder Pilzen gewonnen werden. Bevorzugt sind dabei die aus Bacillus-Stämmen
gewonnenen Proteasen, beispielsweise Subtilisine wie Subtilisin BPN', Subtilisin Carlsberg
und Proteasen, die aus Bacillus subtilis, Bacillus amyloliquefaciens, Bacillus licheniformis,
Bacillus lentus, Bacillus mesentericus oder Bacillus alcalophilus isoliert werden
können. Besonders bevorzugt sind Proteasen, die ein pH-Optimum im Bereich von 7 bis
13 haben und die z. B. als Savinase
R, Maxacal
R, Durazym
R, Maxapem
R oder Opticlean
R kommerziell erhältlich sind.
[0010] Die für die erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen geeigneten Enzyme können
auf an sich bekannte Weise durch Fermentationsprozesse aus geeigneten Mikroorganismen,
insbesondere aus Bakterien oder Pilzen, gewonnen werden. Die bei der Fermentation
erhaltenen Fermenterbrühen werden von unlöslichen Begleitstoffen, z. B. durch Filtration,
befreit und anschließend auf an sich bekannte Weise, z. B. durch Membranfiltrationsverfahren
oder durch Dünnschichtverdampfung eingeengt, wodurch man sogenannte Enzymkonzentrate
erhält, die üblicherweise das Enzym bzw. Enzymgemisch in einer Menge von 2 bis 50
Gew.-%, bezogen auf die Trockensubstanz, enthalten.
[0011] In den erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen liegen die Enzyme in Form einer
sogenannten wäßrigen Enzympartikelsuspension (Enzyme slurry) vor. Eine derartige wäßrige
Enzympartikelsuspension wird erhalten, indem man aus den vorgenannten Enzymkonzentraten
auf an sich bekannte Weise z. B. durch Fällungsverfahren, Sprühtrocknung oder Kristallisation
die Enzyme präzipitiert und das so erhaltene Präzipitat auf an sich bekannte Weise
wieder in Flüssigkeit, z. B. der Mutterlauge oder einer geeigneten Pufferlösung, Salzlösung
oder Aminosäurelösung, suspendiert. Geeignete Fällungsverfahren, nach denen sich die
Enzyme aus den Enzymkonzentraten präzipitieren lassen, sind z. B. die an sich bekannten
Verfahren, nach denen die Enzyme mittels der Zugabe von Salzen, z. B. durch die Zugabe
einer konzentrierten Natrium- oder Ammoniumsulfat-Lösung, oder durch die Zugabe eines
organischen Lösungsmittels wie z. B. Ethanol, Aceton, Octanol oder Dekanol aus den
nach der Fermentation gewonnenen Enzymkonzentraten ausgefällt werden.
[0012] Bevorzugt setzt man in den erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen als Enzympartikelsuspension
eine Enzymkristallsuspension (Enzyme crystal slurry) ein. Diese wird erhalten, indem
man dem Enzymkonzentrat auf an sich bekannte Weise eine wäßrige, z. B. 5 bis 20 %ige,
Lösung eines Alkali- oder Erdalkalihalogenid-Salzes zufügt, gegebenenfalls auf 20
bis 35 °C erwärmt und die Kristallisation des Enzyms abwartet. Vorzugsweise setzt
man eine wäßrige 10 %ige Alkalichloridlösung, insbesondere eine 10 %ige Kochsalzlösung,
zu.
[0013] Bevorzugt verarbeitet man in den erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen die
Enzymkristallsuspension einer Protease, insbesondere einer alkalischen Protease wie
z. B. Opticlean
R und/oder die Enzymkristallsuspension einer hitzestabilen Amylase wie z. B. Optitherm
R.
[0014] Als Hauptbestandteil enthalten die erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen
65 bis 95,5 Gew.-%, vorzugsweise 80 bis 90 Gew.-% eines flüssigen Alkylenoxidpolymerisats
auf Basis Ethylendiamin mit einem Molekulargewicht im Bereich von 500 bis 8.200. Erhalten
werden derartige Verbindungen auf an sich bekannte Weise durch die Addition von Alkylenoxid-Einheiten,
z. B. Ethylenoxid- oder Propylenoxid-Einheiten, an Ethylendiamin. Je nach Reaktionsführung
werden dabei Alkylenoxid-Block- oder Mischpolymerisate erhalten. Sowohl die Alkylen-Block-
als auch die Mischpolymerisate auf Basis Ethylendiamin können in den erfindungsgemäßen
flüssigen Enzymzubereitungen eingesetzt werden. Bevorzugt verwendet man die Blockpolymerisate.
Selbstverständlich können in den erfindungsgemäßen Enzymzubereitungen auch Alkylenoxidpolymerisate
auf der Basis eines anderen Niederalkylendiamins als Ethylendiamin, z. B. auf der
Basis von Propylendiamin, verwendet werden.
[0015] Die Alkylenoxidpolymerisate werden in den erfindungsgemäßen Enzymzubereitungen in
flüssiger Form eingesetzt. Da sich die Fließfähigkeit der Alkylenoxidpolymerisate
in Abhängigkeit von der Anzahl der im Polymerisat vorhandenen Alkylenoxid-Einheiten
verändert, sollen unter "flüssig" im Sinne der Erfindung sowohl dünnflüssige als auch
zähflüssige bis pastenförmige Alkylenoxidpolymerisate verstanden werden.
[0016] Bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen ein Ethylenoxid-Propylenoxidpolymerisat
auf der Basis von Ethylendiamin. Vorzugsweise sollte dabei das Molekulargewicht dieses
Polymerisates im Bereich von 1.500 bis 7.500 liegen. Vorteilhaft sollte dabei der
Ethylenoxid-Anteil in einem solchen bevorzugten Polymerisat ca. 40 Gew.-% betragen.
Derartige Polymerisate, die Ethylenoxid- und Propylenoxideinheiten als Blockpolymerisate
addiert an Ethylendiamin enthalten, sind z. B. unter dem Handelsnamen Synperonic T
R (von der Fa. ICI) kommerziell erhältlich.
[0017] Weiterhin enthalten die erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen einen hochdispersen
Füllstoff in einer Menge von 1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 5 Gew.-%. Als hochdisperse
Füllstoffe sind dabei insbesondere hochdisperse anorganische Verbindungen aus der
Gruppe Kieselsäuren, Alumosilikate, Aluminiumoxide und Titandioxid geeignet. Derartige
hochdisperse Produkte sind allgemein bekannt und kommerziell erhältlich. Vorzugsweise
setzt man hochdisperse Kieselsäuren wie z. B. die von der Firma Degussa unter dem
Handelsnamen Aerosil
R erhältlichen Produkte, z. B. Aerosil 200
R, ein.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltung enthält eine erfindungsgemäße flüssige Enzymzubereitung
3 bis 10 Gew.-% einer Enzymkristallsuspension einer hochalkalischen Protease, 5 bis
10 Gew.-% Wasser, 1 bis 5 Gew.-% Aerosil
R 200 sowie 80 bis 90 Gew.-% Synperonic T304
R. Die Protease-Aktivität einer derartigen erfindungsgemäßen Zubereitung kann dabei
500.000 bis 800.000 DU/g (DU = Delft Units) betragen. 1.000 DU entsprechen dabei einer
proteolytischen Aktivität, die bei einem Volumen von 1 ml einer 2 %igen Enzymlösung
(w/w) nach Abbau von Casein eine Extinktionsdifferenz (1 cm Lichtweg; 275 nm; Bestimmung
gegen Blindprobentest) von 0,400 ergibt.
[0019] Weiterhin umfaßt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von flüssigen Enzymzubereitungen,
bei dem man unter Rühren 3 bis 25 Gew.-% einer Enzympartikelsuspension, gegebenenfalls
0,5 bis 30 Gew.-% Wasser, 1 bis 10 Gew.-% eines hochdispersen Füllstoffes und 65 bis
95,5 Gew.-% eines flüssigen Alkylenoxidpolymerisats auf Basis Ethylendiamin mit einem
Molekulargewicht im Bereich von 500 bis 8.200 miteinander vermischt, wobei die Gewichtsprozent-Angaben
sich auf die fertige Gesamtzubereitung beziehen.
[0020] Zweckmäßigerweise wird das Verfahren so durchgeführt, daß man das flüssige Alkylenoxidpolymerisat
auf Basis Ethylendiamin in einem Gefäß vorlegt und dann langsam unter intensivem Rühren
den hochdispersen Füllstoff zufügt, und dann die entsprechende durch Aufrühren homogenisierte
Enzympartikelsuspension unter Rühren zusetzt. Bevorzugt verwendet man dabei ein Ethylenoxid-Propylenoxid-Polymerisat
auf der Basis von Ethylendiamin. Vorzugsweise sollte dieses Polymerisat ein Molekulargewicht
im Bereich von 1.500 bis 7.500 aufweisen. Beispielsweise kann man hierfür eine unter
dem Handelsnamen Synperonic
R kommerziell erhältliche Verbindung, z. B. Synperonic T304
R mit einem Molekulargewicht von ca. 1.650, einsetzen. Mit der Enzympartikelsuspension
wird zumeist bereits auch die entsprechende Menge Wasser aufgrund des Wassergehaltes
der zugefügten Enzympartikelsuspension zugegeben. Falls notwendig, kann die entsprechende
fehlende Menge Wasser noch zusätzlich zugefügt werden. Als Enzympartikelsuspension
wird vorzugsweise eine Enzymkristallsuspension einer hochalkalischen Protease eingesetzt,
deren Enzymaktivität auf an sich bekannte Weise auf 2 Millionen bis 6 Millionen DU/ml
aufkonzentriert wurde.
[0021] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind flüssige Wasch- und Reinigungsmittel,
die die erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen enthalten. Bevorzugt werden
die erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen in Flüssigwaschmitteln zur Reinigung
von Textilien oder in flüssigen Geschirreinigungsmitteln eingesetzt. Außer den flüssigen
Enzymzubereitungen können die Wasch- bzw. Reinigungsmittelformulierungen dabei alle
an sich im Stand der Technik üblichen Inhaltsstoffe und Hilfsstoffe für die Formulierung
von flüssigen Wasch- und Reinigungsmitteln z. B. Tenside, Gerüststoffe (Builder) sowie
gegebenenfalls Bleichmittel oder Bleichmittelvorstufen in an sich gebräuchlichen Mengen
enthalten. Zu den Hilfsstoffen gehören z. B. Enzymstabilisatoren, Komplex- und Chelatbildner,
Schaumregulatoren und Zusatzstoffe wie Korrosionsinhibitoren, Antielektrostatika,
Farbstoffe, Duftstoffe, Bakterizide, Fungizide und Aktivatoren.
[0022] Die erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen zeigen überraschend gute, für
die Verwendung in flüssigen Wasch- und Reinigungsmittelformulierungen besonders geeignete
Eigenschaften. So haben die erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen eine sehr
hohe Lagerstabilität, wobei auch über einen längeren Zeitraum die Enzymaktivität der
in diesen flüssigen Enzymzubereitungen verarbeiteten Enzyme praktisch unverändert
bleibt. Darüber hinaus sind die erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen sehr
sedimentationsstabil. Durch ihre niedrige Viskosität sind die erfindungsgemäßen flüssigen
Enzymzubereitungen leicht dosierbar und damit sehr gut für die Verarbeitung in flüssigen
Wasch- oder Reinigungsmitteln geeignet.
[0023] Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung weiter erläutern, ohne sie jedoch
in ihrem Umfang zu begrenzen.
Beispiele
Beispiel 1:
[0024] Im folgenden wird die Herstellung einer flüssigen Enzymzubereitung, welche als Enzymbestandteil
eine hochalkalische Protease enthält, beschrieben.
[0025] Die Aktivität der in den flüssigen Enzymzubereitungen verarbeiteten Protease wurde
in Delft Units (DU) bestimmt. 1.000 DU entsprechen der proteolytischen Aktivität,
die bei einem Volumen von 1 ml einer 2 %igen Enzymlösung (w/w) nach Abbau von Kasein
eine Extinktionsdifferenz (1 cm Lichtweg; 275 nm; Bestimmung gegen Blindprobentest)
von 0,400 ergibt.
[0026] Auf an sich bekannte Weise wurde ein Bacillus alcalophilus (DSM-Nr. 5466) fermentiert.
Aus der Fermenterbrühe wurde durch Filtration unter Verwendung von Filterhilfsmitteln
und Flockungsmitteln unlösliche Begleitstoffe abgetrennt. Im Filtrat wurde der pH-Wert
auf 5,2 eingestellt und durch Ultrafiltration etwa um den Faktor 4 auf eine Protease-Aktivität
von ca. 750.000 DU/ml auf- konzentriert. Nach der Ultrafiltration wurde eine 10 %ige
Kochsalzlösung zugefügt, auf ca. 30 °C erwärmt und die Kristallisation des Enzyms
abgewartet. Man erhielt eine Enzymkristallsuspension, die auf an sich bekannte Weise
unter Entfernung der Mutterlauge auf eine Protease-Aktivität von ca. 3,6 Millionen
DU/ml aufkonzentriert wurde.
[0027] Die Enzymkristallsuspension der hochalkalischen Protease wurde anschließend zu den
erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen nach folgender Rezeptur verarbeitet:
5 Gew.-% Enzymkristallsuspension
7,0 Gew.-% Wasser (über die Enzymkristallsuspension mit eingebracht)
2,6 Gew.-% Aerosil 200
R (hochdisperse Kieselsäure)
85,4 Gew.-% Synperonic T304
R (flüssiges Ethylenoxid-Propylenoxidpolymerisat auf Basis Ethylendiamin, MW: ca. 1.650).
[0028] Die Herstellung zu den erfindungsgemäßen flüssigen Enzymzubereitungen erfolgte, indem
man die angegebene Menge an Synperonic T304
R in einem Gefäß vorlegte, zu dem man langsam unter intensiven Rühren die angegebene
Menge Aerosil 200
R zufügte. Anschließend wurde die durch Aufrühren zuvor homogenisierte Enzymkristallsuspenion
unter Rühren zugegeben. Man erhielt eine sedimentationsstabile flüssige Enzymzubereitung
der hochalkalischen Protease mit einer Protease-Aktivität von ca. 678.000 DU/g.
Beispiel 2:
[0029] Es wurde eine analog Beispiel 1 erhaltene Enzymkristallsuspension einer Protease
in gleicher Herstellungsweise nach folgender Rezeptur verarbeitet:
10 Gew.-% Enzymkristallsuspenision
7 Gew.-% Wasser (über die Enzymkristallsuspension mit eingebracht)
5,2 Gew.-% Aerosil 200
R
77,8 Gew.-% Synperonic T304
R
Man erhielt eine sedimentationsstabile flüssige Enzymzubereitung mit einer Protease-Aktivität
von ca. 960.000 DU/g.
Beispiel 3:
[0030] Wie in Beispiel 1 und 2 beschrieben, wurde nach folgender Rezeptur eine flüssige
Enzymzubereitung einer Protease hergestellt:
25 Gew.-% Enzymkristallsuspension
7,4 Gew.-% Wasser (über die Enzymkristallsuspension mit eingebracht)
2,6 Gew.-% Aerosil 200
R
65 Gew.-% Synperonic T 304
R
Man erhielt eine sedimentationsstabile flüssige Enzymzubereitung mit einer Protease-Aktivität
von ca 1,8 Mio. DU/g.
1. Flüssige Enzymzubereitung, enthaltend 3 bis 25 Gew.-% einer Enzympartikelsuspension,
gegebenenfalls 0,5 bis 30 Gew.-% Wasser, 1 bis 10 Gew.-% eines hochdispersen Füllstoffes
und 65 bis 95,5 Gew.-% eines flüssigen Alkylenoxidpolymerisats auf Basis Ethylendiamin
mit einem Molekulargewicht im Bereich von 500 bis 8.200.
2. Flüssige Enzymzubereitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Alkylenoxidpolymerisat
ein Ethylenoxid-Propylenoxidpolymerisat auf Basis Ethylendiamin enthält.
3. Flüssige Enzymzubereitung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Ethylenoxid-Propylenoxidpolymerisat
auf Basis Ethylendiamin mit einem Molekulargewicht im Bereich von 1.500 bis 7.500
enthält.
4. Flüssige Enzymzubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sie die Enzympartikelsuspension einer Protease, Amylase, Lipase, Oxydase, Oxygenase,
Cellulase, Hemicellulase oder derer Gemische enthält.
5. Flüssige Enzymzubereitung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Enzympartikelsuspension
einer Protease enthält.
6. Flüssige Enzymzubereitung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Enzympartikelsuspension
einer Amylase enthält.
7. Flüssige Enzymzubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Enzympartikelsuspension eine Enzymkristallsuspension ist.
8. Flüssige Enzymzubereitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der hochdisperse Füllstoff eine hochdisperse Kieselsäure ist.
9. Verwendung der flüssigen Enzymzubereitung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in einem
flüssigen Wasch- oder Reinigungsmittel.
10. Flüssiges Wasch- oder Reinigungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß es eine flüssige
Enzymzubereitung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 enthält.
11. Verfahren zur Herstellung flüssiger Wasch- oder Reinigungsmittel, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine flüssige Enzymzubereitung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in das flüssige
Wasch- oder Reinigungsmittel einarbeitet.
12. Verfahren zur Herstellung einer flüssigen Enzymzubereitung, bei dem man unter Rühren
3 bis 25 Gew.-% einer Enzympartikelsuspension, gegebenenfalls 0,5 bis 30 Gew.-% Wasser,
1 bis 10 Gew.-% eines hochdispersen Füllstoffes und 65 bis 95,5 Gew.-% eines flüssigen
Alkylenoxidpolymerisats auf Basis Ethylendiamin mit einem Molekulargewicht im Bereich
von 500 bis 8.200 miteinander vermischt.