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EP 0 629 743 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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21.12.1994 Patentblatt 1994/51 |
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Anmeldetag: 07.06.1994 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
11.06.1993 DE 4319470
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Anmelder: ED. ZÜBLIN AG |
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D-70567 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Der Erfinder hat auf seine Nennung verzichtet.
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Entgegenhaltungen: :
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Verfahren zum Ausgleich von Setzungen unter einer endlos verlegten festen Fahrbahn |
(57) Seit einigen Jahren haben sich im Eisenbahnoberbau Betonfahrbahnen bewährt. Im Betrieb
solcher Fahrbahnen ergibt sich das Problem, daß sich der Untergrund unter der Fahrbahn
setzen kann. Einer solchen Setzung folgt die Betonplatte und es kommt zu einer Abweichung
von der planmäßigen Schienenlage. Das erfindungsgemäße Verfahren sieht eine Möglichkeit
der gezielten Injektion in den Untergrund vor. Dazu werden schon in der Herstellungsphase
Rohre (7) oder rechteckige Hohlprofile aus Kunststoff oder Metall zwischen Boden und
Betonplatte verlegt.
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[0001] Seit einigen Jahren haben sich im Eisenbahnoberbau Betonfahrbahnen bewährt. Bei diesen
Betonfahrbahnen, wie in der DE 38 40 795 beschrieben, handelt es sich um eine endlos
verlegte Betonplatte, in der die Schwellen fest eingebunden sind.
[0002] Im Betrieb solcher Fahrbahnen ergibt sich das Problem, daß sich der Untergrund unter
der Fahrbahn setzen kann. Einer solchen Setzung folgt die Betonplatte und es kommt
zu einer Abweichung von der planmäßigen Schienenlage.
[0003] Bisher war es üblich, die Betonplatte der festen Fahrbahn anzuheben und Injektionsmaterial
über eine Injektionslanze in den durch das Anheben entstandenen Hohlraum einzubringen.
Diese Form der Injektion verläuft nicht sehr zielgerichtet, da sie punktförmig aus
der Injektionslanze austritt. Besser ist es dagegen, das Injektionsmaterial gezielt
und im geeigneten Umfang an den Ort der Bodenabsenkung zu bringen.
[0004] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht von vornherein eine Möglichkeit der gezielten
Injektion in den Untergrund vor. Dazu werden schon in der Herstellungsphase Rohre
oder rechteckige Hohlprofile aus Kunststoff oder Metall zwischen Boden und Betonplatte
verlegt. Durch diesen vorsorglichen Einbau ist es auf einfache Weise möglich einer
eventuellen Absenkung des Untergrundes entgegenzuwirken. Dabei ist es auch nicht immer
notwendig das Betonband anzuheben. In vielen Sanierungsfällen wird ein Verpressen
des entstandenen Hohlraums allein schon genügen.
[0005] Fig. 1 Schnitt durch eine endlose Betonfahrbahn
[0006] Fig. 2 Draufsicht auf eine Fahrbahn
[0007] Fig. 3 Schnitt A-A
[0008] Fig. 4 Schnitt B-B
[0009] In Fig. 1 erkennt man den schematischen Aufbau eines Betonunterbaus für Schienenfahrzeuge.
Der Untergrund (1) wird auf die übliche Art planiert und verdichtet. Auf diesen Untergrund
wird eine Folie (2) aufgebracht. Sie dient bei einer späteren Verpressung als dichtende
Oberflächenschicht. Dadurch muß sich das Verpreßgut in der Horizontalen verteilen
und dringt nicht nur über Bodenrisse vertikal in den Untergrund ein.
[0010] Auf der Folie wird die Betonfahrbahn (4) hergestellt, in die im noch nicht ausgehärteten
Zustand die Schwellen (6) eingerüttelt werden. Jeweils zwischen den Schwellen ist
das vertikale Anschlußstück (7) des eingebauten Kunststoffrohres zu sehen. Die in
der Ebene der Betonfahrbahnoberfläche liegenden Verpreßöffnungen (8) müssen bei der
Herstellung der festen Fahrbahn verschlossen sein, um ein Verfüllen mit Beton zu vermeiden.
Die Länge der einzelnen Schlauchabschnitte und dnamit der Abstand der Verpreßöffnungen
hängt dabei vom zu erwartenden Verpreßumfang ab.
[0011] Die Einfüllöffnungen (8) mit dem gesamten verlegten Rohr können dabei außerhalb oder
innerhalb des Schienenstranges (5) liegen.
[0012] Fig. 3 zeigt in einem Schnitt senkrecht zur Schwelle (6) nochmals den Aufbau aus
Planum (1), Folie (2) und Betonplatte (7). Das vertikale Steigrohr (7) endet in der
Einfüllöffnung (8).
[0013] Das Detail in Fig. 4 zeigt die besondere Ausbildung des Kunststoffschlauches, der
eine flächenhafte, mehrfache Verpressung von Material erlaubt. Der Schlauch ist mit
einer Lippe (11) versehen, die eine kleine Austrittsöffnung (12) aufweist. Sinkt der
Untergrund (1) mit der Folie (2) ab, entsteht ein Spalt (9). Über die Austrittsöffnung
wird das Injektionsgut (10) in den Spalt verpresst; Nach der Verpressung kann der
Schlauch gespült werden. Sitzen noch Reste des Verpressmaterial in der Lippe (11)
und härten aus, kann die dünne Lippe beim nächsten Verpressen leicht abgesprengt werden.
[0014] Eine andere Ausführungsform verwendet statt des Verpreßschlauches mit Lippe einen
konventionellen Manschettenschlauch, der ebenfalls in die Betonplatte integriert wird.
Auch bei dieser Anordnung ist es möglich, gezielt an den einzelnen Verpreßöffnungen
zu verpressen und den Schlauch durch Spülen vor dem Zusetzen zu schützen.
[0015] Wichtig ist dabei die geeignete Anordnung der Verpressöffnungen im Verlauf der Betonfahrbahn,
da hier lediglich eine punktuelle Verpressung möglich ist.
1. Verfahren zur wiederholten Anpassung einer Betonfahrbahn an Absenkungen des Untergrunds
durch Verpressen von Injektionsmaterial in den Untergrund gekennzeichnet durch den
horizontalen Einbau von Hohlprofilen parallel zum Schienenstrang mit Öffnungen zur
Verteilung des Injektionsmaterials zwischen Betonplatte (4) und Untergrund (1)
und den Anschluß an vertikale Hohlprofile (7) und Verpreßöffnungen (8).
2. Verfahren nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch die Verwendung von Rohren, die im horizontalen
Bereich eine lippenförmige Ausbildung (11) aufweisen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch die Verwendung von Manschettenrohren
zur Verteilung des Injektionsguts.
4. Verfahren nach Anspruch 1 gekennzeichnet durch die Verwendung von Rechteckhohlprofilen
mit Öffnungen zur Verteilung des Injektionsguts.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4 gekennzeichnet durch das Einbauen von einem oder mehreren
Verpreßrohren parallel zu Betonfahrbahn.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5 gekennzeichnet durch den Einbau der Rohre inner- oder
außerhalb des Schienenstrangs.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6 gekennzeichnet durch den Einbau von einzelnen Abschnitten
mit beliebiger Länge.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7 gekennzeichnet durch den Einbau einer Kunststofffolie
zwischen Untergrund (1) und Betonplatte (4).

