[0001] Die Erfindung betrifft eine Gebäudewandverkleidung mit einer Vielzahl von aneinanderreihbaren
plattenartigen Paneelen aus einem blechförmigen Material, dessen im wesentlichen parallel
zur Gebäudewand verlaufender Bereich beabstandet von dieser angeordnet ist.
[0002] Derartige Paneele zur Verkleidung von Gebäudewänden oder auch Decken sind in vielfältigen
Ausführungsvarianten bekannt und bestehen gewöhnlich aus Aluminiumblech, das zur Wärmedämmung
ausgeschäumt sein kann oder nicht. Das Außenblech dieser Paneele kann zwar in bekannter
Weise mit Strukturen versehen oder verschieden gefärbt sein, jedoch erweckt eine solche
Gebäudewandverkleidung insgesamt einen künstlichen Eindruck und ist im Aussehen trotz
der vorstehend genannten Mittel deutlich von Natursteinen zu unterscheiden.
[0003] Selbstverständlich können auch nachträglich Gebäudewandverkleidungen aus Naturstein
angebracht werden. Dies ist jedoch sehr arbeitsintensiv, teuer und aufwendig.
[0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, eine Gebäudewandverkleidung
der eingangs genannten Gattung Zu schaffen, deren Aussehen einer Natursteinverkleidung
sehr nahe kommt und die dennoch schnell, einfach und kostengünstig montierbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der parallel zur Gebäudewand
verlaufende Bereich des blechförmigen Materials als Haltebereich für Blendsteine oder
-platten ausgebildet und mit einer Lochanordnung versehen ist, und daß die Blendsteine
oder -platten an ihrer im montierten Zustand dem Haltebereich zugewandten Seite mit
in die Löcher der Lochanordnung einsteckbaren, entsprechend geformten Vorsprüngen
versehen sind.
[0006] Die blechförmigen und großflächigen Paneele können in automatisierbaren Verfahren
schnell und kostengünstig mit solchen Lochanordnungen versehen werden, z. B. durch
Einstanzen, und dann wiederum in einem automatisierbaren Verfahren mit den Blendsteinen
oder -platten versehen werden.
[0007] Die so vorgefertigten Paneele können in der bei Paneelen üblichen Weise schnell und
einfach montiert werden, wobei durch die angebrachten Blendsteine oder -platten das
natürliche Aussehen eines Mauerwerks erzielbar ist.
[0008] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegegebenen Gebäudewandverkleidung möglich.
[0009] Die Vorsprünge sind im montierten Zustand klemmend und/oder dichtend in den Löchern
angeordnet, so daß die Blendsteine oder -platten zur Montage lediglich eingesteckt
zu werden brauchen. Für den Fall, daß das Paneel mit einer Dichtmasse gefüllt, insbesondere
ausgeschäumt, wird, sorgt die dichtende Anordnung der Vorsprünge in den Löchern dafür,
daß der Schaum nicht aus diesen Löchern austreten kann. Um einen guten Klemm- bzw.
Dichtsitz zu erreichen, verjüngen sich die Vorsprünge ihrem freien Ende zu vorzugsweise
konusartig.
[0010] Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Vorsprünge besteht darin, daß jeder Blendstein
oder jede Blendplatte mit einer Vielzahl von Haltezapfen versehen ist. Diese können
in einfacher Weise angeformt werden, wobei auch beim Absägen des Paneels und Durchsägen
des jeweiligen Blendsteins oder der jeweiligen Blendplatte das verbleibende Teil noch
durch die restlichen Haltezapfen einen ausreichenden Halt auf dem Haltebereich besitzt.
[0011] Eine alternative Ausgestaltung besteht darin, daß jeder Blendstein oder jede Blendplatte
mit Wenigstens einem rahmenartigen Vorsprung versehen ist. Die Gestalt ist dabei prinzipiell
beliebig, z. B. rund, viereckig, oval od. dgl.
[0012] Bei einer Füllung des Paneels mit einer Dichtmasse, insbesondere mit einem PU-Schaum
(Polyurethanschaum), sind die vor dem Einbringen der Dichtmasse eingesteckten Vorsprünge
in die Dichtmasse eingebettet. Dabei können die Vorsprünge oder Elemente an den Vorsprüngen
durch die Dichtmasse hintergreifbar ausgebildet sein. Hierdurch werden die Blendsteine
oder -platten nach dem Ausschäumen besonders gut und sicher am Haltebereich gehalten.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Elemente besteht darin, daß diese an ihrem freien,
vom Blendstein oder der Blendplatte wegweisenden Ende eine Verbreiterung aufweisen,
die noch innerhalb der Projektion des Vorsprungs liegt, um ein Einschieben in die
Löcher der Lochanordnung problemlos zu gestalten.
[0013] Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die die Vorsprünge bildenden
Haltezapfen hohl ausgebildet sind und daß die Blendsteine oder Blendplatten aus einem
an den Ansatzstellen der hohlen Haltezapfen abtrennbaren Material bestehen, derart,
daß bei von den in die Isoliermasse eingebetteten Haltezapfen abgetrennten Blendsteinen
oder Blendplatten die Haltezapfen dübelartige Befestigungseinrichtungen bilden. An
diesen können dann andere Teile, z.B. im Bereich eines Gebäudedecks Verkleidungs-Eckstücke,
angebracht werden.
[0014] Die Vorsprünge und die Blendsteine oder -platten bestehen zweckmäßigerweise aus Kunststoff,
wobei die Formgestaltung der Blendsteine oder -platten der von Natursteinen sehr exakt
angepaßt werden kann, um den Eindruck einer Natursteinverkleidung zu erreichen. Es
ist jedoch auch möglich, lediglich die Vorsprünge aus Kunststoff herzustellen und
an Blendsteinen oder -platten aus Naturstein anzubringen oder anzuformen.
[0015] Die Blendsteine werden in optisch vorteilhafter Weise untereinander durch Fugen beabstandetam
Paneel angeordnet. Dabei ist bei der Wahl der Lochanordung darauf zu achten, daß alle
Löcher durch die Blendsteine abgedeckt sind. Im Falle von Blendplatten sind diese
zweckmäßigerweise sich gegenseitig überlappend am Paneel angeordnet, um ebenfalls
den gewohnten Eindruck von Naturstein zu erzielen, beispielsweise einer Schieferverkleidung.
[0016] Es hat sich auch als vorteilhaft erwiesen, die Blendsteine oder -platten an zwei
Seiten des Paneels überstehend und dabei das jeweils benachbarte Paneel übergreifend
anzuordnen, um auch die Fugen zwischen benachbarten Paneelen abzudecken bzw. unsichtbar
zu machen.
[0017] Das blechförmige Material der Paneele besteht in vorteilhafter Weise aus Leichtmetall
oder einer Leichtmetallegierung. Zur beabstandeten Befestigung an einer Gebäudewand
sind die Paneele in an sich bekannter Weise an den beiden parallelen Längsseiten mit
den Abstand zur Gebäudewand vorgebenden Abstandsleisten versehen, die einstückig mit
dem Haltebereich verbunden sind, und von denen wenigstens eine mit einer Verankerungsleiste
zur Verankerung des Paneels an der Gebäudewand versehen ist. Zur Erhöhung der Stabilität
sind dabei aneinanderliegende Abstandsleisten zweier benachbarter Paneele miteinander
verzahnt.
[0018] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Paneels, das erst zum Teil mit eine Vielzahl von
Haltezapfen aufweisenden Blendsteinen versehen ist,
- Fig. 2
- einen Blendstein in einer perspektivischen Ansicht von unten zur Verwendung bei einem
Paneel gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Haltezapfen in einer vergrößerten Darstellung,
- Fig. 4
- einen Blendstein als weiteres Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Ansicht
von unten mit zwei rahmenartigen Vorsprüngen,
- Fig. 5
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines rahmenartigen Vorsprungs mit einem durch eine
Dichtmasse hintergreifbaren Element,
- Fig. 6
- eine Anordnung von sich überlappenden Blendplatten,
- Fig. 7
- einen weiteren Blendstein in der Fig. 2 entsprechender Darstellungsweise,
- Fig. 8
- ein mit dem Blendstein gemäß Fig. 7 versehenes Paneel in Teildarstellung im Schnitt,
- Fig. 9
- das Paneel gemäß Fig. 8, wobei der Blendstein von seinen im Paneel bleibenden Haltezapfen
abgetrennt ist und
- Fig. 10 und 11
- jeweils einen Fertigungsschritt bei der Herstellung einer weiteren Paneelvariante.
[0019] Eine nachträglich oder bereits beim Errichten eines Gebäudes anzubringende Gebäudewandverkleidung
besteht aus plattenartigen Paneelen 10, die sich zu einer geschlossenen Fläche zusammensetzen
lassen. Unter den Begriff Gebäudewandverkleidung fallen selbstverständlich auch entsprechende
Verkleidungen von Innen- und Außenwänden sowie von Decken. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
weisen die Paneele 10 Längsränder 11,12 auf, von denen der eine eine durchgehende
Längsnut 13 und der andere einen ebenfalls über die Paneellänge durchgehenden Steckvorsprung
14 enthält, so daß mit ihren Längsrändern benachbarte Paneele nach Art einer Nut-/Feder-Verbindung
ineinandersteckbar sind. Dabei wird der Steckvorsprung 14 des einen Paneels in die
Längsnut 13 des benachbarten Paneels eingesteckt. Damit diese Paneele 10 an der betreffenden
Gebäudewand fixiert werden können, ist beim Ausführungsbeispiel am Längsrand 11 ein
an der Gebäudewand zur Anlage gelangender Befestigungsschenkel 15 mit Befestigungslöchern
16 zum Hindurchtreiben von Nägeln od.dgl. Befestigungselementen ausgebildet.
[0020] Die rechtwinklig zu den Längsrändern 11, 12 stehenden Ränder sind eben. Einer von
diesen, nämlich der Rand 17, ist in Fig. 1 dem Betrachter zugewandt.
[0021] Das Paneel 10 besteht aus einem die Vorderseite bildenden Metallblech-Biegeteil 18,
das an seiner an der Gebäudewand zur Anlage gelangenden Rückseite eine Isolierschicht
19 aus einem Isolierschaumstoff aufweist, um eine gute Wärmedämmung zu erhalten. Hierzu
wird das Metallblech-Biegeteil 18 mit diesem Isolierschaumstoff ausgeschäumt, beispielsweise
mit PU-Schaum (Polyurethanschaum). Die Isolierschicht 19 ist dabei an der Rückseite
durch eine dünne Metallfolie 20 abgedeckt.
[0022] Das Metallblech-Biegeteil 18 besteht üblicherweise aus einem Leichtmetall, wie Aluminium,
oder einer Aluminiumlegierung, es ist jedoch prinzipiell auch eine Fertigung aus Kunststoff
möglich.
[0023] Das Metallblech-Biegeteil 18 weist an seiner Vorderseite parallel und beabstandet
zur hinteren Anlagefläche an der Gebäudewand einen ebenen Haltebereich 21 auf, der
mit einer Vielzahl von Lochanordnungen 22 versehen ist, die aus jeweils zwölf Löchern
in zwei parallelen Reihen bestehen. In diese Lochanordnungen 22 können Blendsteine
23 gemäß Fig. 2 eingesteckt werden. Diese quaderförmigen Blendsteine 23 aus Kunststoff
sind in ihrer Gestalt und Oberflächenstruktur Natursteinen nachgeahmt und weisen an
ihrer Rückseite zwölf Zapfen 24 zum klemmenden und dichtenden Einstecken in die zwölf
Löcher eine Lochanordnung 22 auf.
[0024] Um dieses klemmende und dichtende Einstecken Zu gewährleisten, sind diese Zapfen
24 gemäß Fig. 3 vom Fußpunkt zum freien Ende hin leicht konisch zusammenlaufend ausgebildet,
wobei das freie Ende 25 zum leichteren Einführen in die Löcher zugespitzt ist. Die
Lochanordnungen 22 sind dabei so angeordnet, daß sich zwischen den eingesteckten Blendsteinen
23 Fugen 26 bilden, um den natürlichen Eindruck eines Mauerwerks Zu verstärken.
[0025] Bei der Herstellung werden zunächst die Metallblech-Biegeteile 18 hergestellt, das
heißt geschnitten und gebogen.
[0026] Dann werden die Lochanordnungen 22 in einem automatisierten Verfahren eingestanzt.
Es ist selbstverständlich auch möglich, das Einstanzen der Lochanordnungen 22 zusammen
mit dem Ausstanzen des gesamten Metallblech-Biegeteils 18 durchzuführen. Danach werden
die Blendsteine 23 eingesteckt bzw. eingepreßt, was wiederum beispielsweise durch
einen Handhabungsautomaten erfolgen kann. Anschließend wird das Metallblech-Biegeteil
18 zur Bildung des fertigen Paneels 10 ausgeschäumt. Die Zapfen 24 sind dann in der
Schaummasse eingebettet und werden von dieser zusätzlich nach dem Erhärten gehalten.
Zuletzt wird die Metallfolie 20 aufgebracht. Die so ausgeführten Paneele 10 können
nun an einer Gebäudewand befestigt werden. Werden sie zur Anpassung an die Gestalt
der Gebäudewand geschnitten, so kann ein solcher Schnitt problemlos durch Blendsteine
23 hindurch verlaufen, da diese auf Grund der vielen Löcher der Lochanordnungen 22
auch in Teilbereichen noch am Haltebereich 21 fixiert sind.
[0027] Die Zahl der Löcher der Lochanordnungen 22 bzw. die Zahl und Anordnung der Zapfen
24 kann selbstverständlich variieren. Dabei können die Zapfen 24 prinzipiell eine
beliebige Gestalt aufweisen und beispielsweise einen runden, rechteckigen oder anders
geformten Querschnitt aufweisen.
[0028] Beim Einstanzen der Lochanordnungen 22 gebildete scharfe Ränder und Grate dienen
zur zusätzlichen Fixierung der Zapfen 24.
[0029] In Fig. 4 ist als weiteres Ausführungsbeispiel ein Blendstein 23 mit zwei rahmenartigen
Vorsprüngen 27 an der Rückseite versehen, die in entsprechende, im Haltebereich 21
des Paneels anzubringende rechteckige Löcher einsetzbar sind. Auch hier kann die Gestalt
und Anzahl dieser Vorsprünge 27 variieren, im einfachsten Falle ist ein einziger solcher
Vorsprung 27 vorgesehen. Hier ist es auch möglich, beim Einstanzen entsprechender
Löcher in den Haltebereich 21 einen Teil des Materials nicht auszustanzen, sondern
nach hinten zu biegen, wobei diese nach hinten gebogenen Lappen dann elastisch federnd
bzw. klemmend an den Vorsprüngen 27 nach dem Einsetzen anliegen.
[0030] In Fig. 5 ist ein gegenüber Fig. 4 abgewandeltes Ausführungsbeispiel dargestellt.
Zur Vereinfachung ist nur ein rahmenartiger Vorsprung 28 ohne Blendstein dargestellt,
wobei selbstverständlich dieser Vorsprung 28 an einem solchen Blendstein einstückig
angeformt ist. Von der Mitte des rahmenartigen Vorsprungs 28 aus erstreckt sich ein
stabartiges Halteelement 29 vom Blendstein weg, das an seinem freien Ende eine Verankerungsplatte
30 trägt. Auch die Verankerungsplatte 30 und das stabartige Halteelement 29 sind einstückig
am Blendstein angeformt. Diese Ausführung hat den Vorteil, daß beim Ausschäumen mit
Isolierschaum der Schaum die Verankerungsplatte 30 hintergreifen kann, so daß eine
noch sicherere Fixierung des Blendsteins errreicht werden kann. Selbstverständlich
kann auch die Zahl der Elemente gemäß Fig. 5 an einem Blendstein variiert werden.
[0031] In Abwandlung zu Fig. 5 können auch andere Elemente vorgesehen sein, die ein Hintergreifen
durch den Isolierschaum möglich machen. Beispielsweise können auch Querbohrungen oder
Quernuten in den rahmenartigen Vorsprüngen 27,28 oder in den Zapfen 24 vorgesehen
sein, die ein solches Hintergreifen ermöglichen.
[0032] Anstelle von die spätere Lage eines Blendsteins 23 exakt vorgebenden Lochanordnungen
22 können auch Löcher entsprechend der Gestalt der Zapfen 24 oder Vorsprünge 27, 28
an den Blendsteinen 23 in einem gleichmäßigen Raster angeordnet sein. Hierdurch können
die Blendsteine nachträglich in variabler Anordnung am Haltebereich 21 des Paneels
10 angebracht werden, z. B. in variablen Versetzungen oder ohne Versetzungen. Hierbei
muß allerdings gewährleistet sein, daß die Abstände der Löcher im Hinblick auf die
zu bildenden Fugen so gewählt sind, daß in den Fugen keine Löcher sichtbar sind.
[0033] Gemäß dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel können zur Verkleidung auch
sich überlappende Blendplatten 31 am Haltebereich 21 von Paneelen 10 in entsprechender
Weise angeordnet werden. Diese Blendplatten können beispielsweise die Gestalt und
das Aussehen von Schieferplatten aufweisen und so angeordnet werden, wie dies bei
natürlichen Schieferplatten üblich ist. Zur Befestigung dienen wiederum Vorsprünge
gemäß den in den Fig. 2 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispielen, die in entsprechende
Löcher des Haltebereichs 21 eingesteckt werden. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
6 sind hierzu jeweils sechs Zapfen 32 an der Rückseite der Blendplatten 31 angeordnet.
[0034] Die Blendplatten 31, jedoch auch die Blendsteine 23, können auf einem Paneel 10 so
angeordnet sein, daß sie beispielsweise zwei aneinandergrenzende Seitenkanten übergreifen
und dadurch die jeweils benachbarten Paneele überlappen. Hierdurch können, insbesondere
bei Blendplatten, die Stoßkanten zwischen aneinandergrenzenden Paneelen überdeckt,
d. h. unsichtbar gemacht werden.
[0035] In den beschriebenen Ausführungsbeispielen sind quaderförmige Blendsteine 23 und
Blendplatten 31 in einer bestimmten Gestalt dargestellt. Die Gestalt, die Oberflächenstruktur
und die Farbe sind jedoch praktisch beliebig variierbar, so daß eine Anpassung an
jeden Naturstein und jeden Kundenwunsch möglich ist. Es ist selbstverständlich auch
möglich, Natursteine zu verwenden, an die Zapfen 24 bzw. Vorsprünge 27, 28 aus Kunststoff
hinten angeformt oder eingeformt sind, beispielsweise mittels Ausnehmungen in den
Natursteinen. Zur Verbesserung des natürlichen Aussehens können auch bei Blendsteinen
gemäß Fig. 1 die Fugen 26 zwischen den Blendsteinen 23 mit einem Fugenmaterial ausgefugt
sein. Dies kann bei der Herstellung der Paneele 10 oder nach der Montage an der Gebäudewand
erfolgen.
[0036] Die zur Verbindung der Paneele untereinander gemäß Fig. 1 vorgesehenen Längsnuten
13 und Steckvorsprünge 14 sind selbstverständlich ebenfalls variierbar. Es können
hierzu praktisch alle bekannten Verbindungsarten zwischen bekannten Paneelen verwendet
werden.
[0037] Um zunächst einen Halt der Blendsteine 23 oder Blendplatten 31 am Haltebereich 21
und gleichzeitig eine Abdichtung vor dem Ausschäumen zu erreichen, können anstelle
von Zapfen oder Vorsprüngen mit glatten parallelen oder konisch zusammenlaufenden
Außenflächen auch solche verwendet werden, deren Außenflächen widerhakenartige Elemente
aufweisen, die zwar ein Einstecken der Blendsteine oder -platten gewährleisten, jedoch
ein Herausziehen oder Lösen verhindern. Eine solche Ausführung bietet sich insbesondere
dann an, wenn die Paneele 10 nicht ausgeschäumt werden sollen.
[0038] Die Figuren 7 bis 11 zeigen weitere Varianten und Ausgestaltungen, auf die die obige
Beschreibung ebenfalls zutrifft, soweit nicht aus den nachstehenden Erläuterungen
Unterschiede hervorgehen:
Wie bereits beschrieben, sind die Paneele 10 an ihrer den Blendsteinen 23 abgewandten
Rückseite des Haltebereichs 21 mit einer Isoliermasse 19 ausgefüllt bzw. im Falle
eines Isolierschaumstoffs als Isoliermasse 19 mit dem Isolierschaumstoff ausgeschäumt,
in der bzw. in dem die vor dem Ausfüllen bzw. Ausschäumen durch den Haltebereich (21)
gesteckten Vorsprünge eingebettet sind.
[0039] Aus den Figuren 7 bis 9 geht nun hervor, daß die die rückwärtigen Vorsprünge der
Blendsteine 23 bildenden Haltezapfen 33 hohl sein können, wobei es sich beim dargestellten
Ausführungsbeispiel um einen zylindrischen Zapfenhohlraum 34 handelt, der über die
Zapfenlänge durchgeht und am dem Blendstein 23 entgegengesetzten Ende frei ausmündet,
so daß die Isoliermasse 19 auch den Hohlraum 34 ausfüllt.
[0040] Ferner bestehen die Blendsteine 23 aus einem an den Ansatzstellen der Haltezapfen
33 abtrennbaren Material, insbesondere aus Kunststoff, derart, daß bei von den in
die Isoliermasse 19 bzw. den Schaumstoff eingebetteten Haltezapfen 33 abgetrennten
Blendstein 23 die Haltezapfen 33 dübelartige Befestigungseinrichtungen bilden. Figur
9 zeigt solche Haltezapfen 33, von denen der restliche Blendstein 23 abgetrennt worden
ist. Auf diese Weise entstehen an den Stellen der Haltezapfen 33 in der Ebene des
Haltebereichs 21 Öffnungen 35, die von den vorderen Stirnseiten der abgetrennten Haltezapfen
33 gebildet werden, so daß durch die jeweilige Öffnung 35 eine Schraube oder ein anderes
Befestigungsmittel in den betreffenden Haltezapfen 33 eingebracht werden kann, wobei
der Haltezapfen 33 sozusagen als im Paneel befindlicher Dübel wirkt. Mit Hilfe der
so gebildeten Befestigungseinrichtung lassen sich insbesondere andere Teile der Wandverkleidung
befestigen, so beispielsweise im Bereich eines Gebäudedecks Eckstücke.
[0041] Es versteht sich, daß man je nach den örtlichen Erfordernissen den betreffenden Blendstein
auch nur teilweise von seinen Haltezapfen 33 abtrennen kann.
[0042] Entsprechendes läßt sich auch bei den Blendplatten 31 der Fig. 6 verwirklichen.
[0043] Bei der Variante nach den Fig. 10 und 11 weist der Blendstein 23 ebenfalls hohle
Haltezapfen 33 auf, die hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit als Dübel den Haltezapfen
der Figuren 7 bis 9 entsprechen. Die Figuren 10 und 11 zeigen nun zusätzlich folgende
Maßnahmen, die von der Hohlgestalt der Haltezapfen unabhängig sind und auch bei anders
gestalteten Haltezapfen vorgesehen werden können.
[0044] Bei der Herstellung des Metallblech-Biegeteils 18 werden die Löcher der Lochanordnung
22 so eingebracht, daß der Lochrand 36 trichterähnlich eingestülpt ist. Auf diese
Weise wird der Lochdurchmesser größer als der Durchmesser der Haltezapfen 33. Steckt
man anschließend bei der Paneelfertigung die Blendstein-Haltezapfen 23 in Richtung
des in Fig. 10 eingezeichneten Pfeils in die Löcher 22 (die Isoliermasse 19 ist noch
nicht aufgebracht), so ist zwischen den Haltezapfen 33 und den Lochrändern 36 noch
ein auf den Durchmesserunterschied zurückzuführendes Spiel vorhanden. Anschließend
drückt man dann bei jedem Loch den Lochrand 36 aus seiner vom Blendstein weg eingestülpten
Herstellungsgestalt in Richtung auf die Ebene des Haltebereichs 21 des Metallblech-Biegeteils
18 und dabei zum Umfang des zugehörigen Haltezapfens 33, so daß der Lochrand 36 in
seine Fertiggestalt verformt wird, in der er fest und dicht am Haltezapfen 33 anliegt.
In Fig. 11 ist die Herstellungsgestalt des Lochrandes 36 strichpunktiert und die Fertiggestalt
durchgezogen gezeichnet. Anschließend wird dann die Isoliermasse aufgebracht.
[0045] Schließlich ergibt sich aus den Figuren 10 und 11 noch, daß die Haltezapfen 33 an
ihrem Außenumfang einen Verhakungsbund 37 aufweisen können, über den hinweg der jeweilige
Lochrand 36 in die Fertiggestalt gedrückt wird, so daß der Lochrand 36 sozusagen verrastet
wird, was einen besonders festen Zusammenhalt zwischen den Blendsteinen und dem Metallblech-Biegeteil
18 ergibt.
1. Gebäudewandverkleidung mit einer Vielzahl von aneinanderreihbaren plattenartigen Paneelen
aus einem blechförmigen Material, dessen im wesentlichen parallel zur Gebäudewand
verlaufender Bereich beabstandet von dieser angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der parallel zur Gebäudewand verlaufende Bereich als Haltebereich (21) für Blendsteine
(23) oder -platten (31) ausgebildet und mit Lochanordnungen (22) versehen ist, und
daß die Blendsteine (23) oder -platten (31) an ihrer im montierten Zustand dem Haltebereich
(21) zugewandten Seite mit in die Löcher der Lochanordnungen (22) einsteckbaren, entsprechend
geformten Vorsprüngen (24,27,28,32,33) versehen sind.
2. Gebäudewandverkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge
(24,27,28,32,33) im montierten Zustand klemmend und/oder dichtend in den Löchern (22)
angeordnet sind.
3. Gebäudewandverkleidung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die
Vorsprünge (24) ihrem freien Ende (25) zu konusartig verjüngen.
4. Gebäudewandverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Blendstein (23) oder jede Blendplatte (31) mit einer Vielzahl von Haltezapfen
( 24,32,33) als Vorsprünge versehen ist.
5. Gebäudewandverkleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Blendstein (23) oder jede Blendplatte (31) mit Wenigstens einem rahmenartigen
Vorsprung (27,28) versehen ist.
6. Gebäudewandverkleidung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Paneele (10) an ihrer den Blendsteinen (23) oder Blendplatten (31) abgewandten
Rückseite des Haltebereichs (21) mit einer Isoliermasse (19) ausgefüllt bzw. im Falle
eines Isolierschaumstoffs als Isoliermasse mit dem Isolierschaumstoff ausgeschäumt
sind, in der bzw. in dem die vor dem Ausfüllen bzw. Ausschäumen durch den Haltebereich
(21) gesteckten Vorsprünge (24,27,28,32) eingebettet sind.
7. Gebäudewandverkleidung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die Vorsprünge
bildenden Haltezapfen (33) hohl ausgebildet sind und daß die Blendsteine (23) oder
Blendplatten aus einem an den Ansatzstellen der hohlen Haltezapfen (33) abtrennbaren
Material bestehen, derart, daß bei von den in die Isoliermasse (19) bzw. den Isolierschaumstoff
eingebetteten Haltezapfen (33) abgetrennten Blendsteinen (23) oder Blendplatten die
Haltezapfen (33) dübelartige Befestigungseinrichtungen bilden.
8. Gebäudewandverkleidung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge
oder Elemente (29,30) an den Vorsprüngen (28) durch die Isoliermasse (19) hintergreifbar
ausgebildet sind.
9. Gebäudewandverkleidung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (29,30)
an ihrem freien, vom Blendstein (23) oder der Blendplatte (31) wegweisenden Ende eine
Verbreiterung (30) aufweisen, die noch innerhalb der Projektion des Vorsprungs (28)
liegt.
10. Gebäudewandverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorsprünge (24,27, 28,32, 33) und die Blendsteine (23) oder -platten (31)
aus Kunststoff bestehen.
11. Gebäudewandverkleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorsprünge (24,27,28,32,33) aus Kunststoff bestehen und an den Blendsteinen oder
-platten aus Naturstein angebracht oder angeformt sind.
12. Gebäudewandverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blendsteine (23) untereinander durch Fugen (26) beabstandet am Paneel (10)
angeordnet sind.
13. Gebäudewandverkleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blendplatten (31) sich gegenseitig überlappend am Paneel (10) angeordnet sind.
14. Gebäudewandverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blendsteine (23) oder -platten (31) an zwei angrenzenden Seiten des Paneels
(10) überstehend und dabei das jeweils benachbarte Paneel übergreifend angeordnet
sind.
15. Gebäudewandverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das blechförmige Material der Paneeele (10) aus Leichtmetall oder einer Leicht-metallegierung
besteht.
16. Gebäudewandverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Paneele (10) an den beiden parallelen Längsseiten mit den Abstand zur Gebäudewand
vorgebenden Abstandsleisten (11, 12) versehen sind, die einstückig mit dem Haltebereich
(21) verbunden sind, und von denen wenigstens eine mit einer Verankerungsleiste (15)
zur Verankerung des Paneels (10) an der Gebäudewand versehen ist.
17. Gebäudewandverkleidung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß aneinanderliegende
Abstandsleisten (11, 12) zweier benachbarter Paneele miteinander verzahnt sind.
18. Gebäudewandverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorsprünge zum Einstecken in die Löcher der Lochanordnungen (22) mit widerhakenartigen
Elementen versehen sind.
19. Gebäudewandverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß bei aus einem Metallblech bestehenden Paneel-Haltebereich (21) die Ränder (36)
der Löcher (22) vor dem Aufbringen der Isoliermasse (19) bzw. des Isolierschaumstoffs
aus einer trichterähnlich eingestülpten Herstellungsgestalt in eine zum Umfang der
eingesteckten Vorsprünge (33) in Richtung auf die Haltebereichsebene hin gedrückte
Fertiggestalt verformt sind.
20. Gebäudewandverkleidung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge
(33) an ihrem Außenumfang einen Verhakungsbund (37) aufweisen, über den hinweg der
jeweilige Lochrand (36) in die Fertiggestalt gedrückt ist.