[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Gußscharnier nach dem Oberbegriff des Patentanspruches.
[0002] Bei einem aus der DE-PS 622 436 bekannten Scharnier ist die Aufnahme für den Bolzen
durch U-förmige Ausnehmungen in Ansätzen sowohl des im wesentlichen festen Teiles
als auch der Tür gebildet. Dabei ergeben sich jedoch bei durch Gießen hergestellten
Teilen gewisse Schwierigkeiten, insbesondere hinsichtlich der Gießform.
[0003] Ziel der Erfindung ist es, die Nachteile zu vermeiden und ein Scharnier der eingangs
erwähnten Art vorzuschlagen, dessen Teile sich auch im Gußverfahren einfach herstellen
lassen.
[0004] Erfindungsgemäß wird dies bei einem Gußscharnier der eingangs erwähnten Art durch
die Merkmale des Kennzeichens des Patentanspruches erreicht.
[0005] Durch die Anordnung von zwei Paaren von U-förmigen Ausnehmungen, deren Stege einander
gegenüberliegen, wird eine sichere Aufnahme für den Bolzen geschaffen, wobei der die
Aufnahme für den Bolzen tragende Teil sehr einfach in Spritzgußformen herstellbar
ist.
[0006] Die Nichtparallelität der U-Schenkel erleichtert das Entformen des die Aufnahmen
für den Bolzen tragenden Teiles nach dessen Herstellung durch Gießen.
[0007] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Teilschnitt durch ein erfindungsgemäßes Scharnier,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Scharnier nach der Fig. 1 und
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in der Fig. 2.
[0008] Gleiche Bezugszeichen bedeuten in allen Figuren gleiche Einzelheiten.
[0009] Das Scharnier nach den Fig. 1 bis 3 weist an einem Gußglied 1 angeformte Ansätze
2, 3 auf. Diese Ansätze 2, 3 sind im Bereich ihrer freien Enden mit U-förmigen Ausnehmungen
4, 5 versehen, wobei die die Ausnehmungen 4, 5 begrenzenden Stege 6, 7 eines jeden
Paares einander gegenüberliegen.
[0010] Dadurch verläuft der Steg 7 in der Draufsicht in Fig. 2 oberhalb und der Steg 6 unterhalb
eines Bolzens 8, der eine an einem Gewindebolzen 10 angeformte Öse 9 durchsetzt. Dabei
ist der Gewindebolzen 10 in eine nicht dargestellte, auch als Gußglied ausgebildete
Türe eingeschraubt und verbindet diese mit dem Bolzen 8.
[0011] Die Schenkel 11, 12 der Ausnehmungen 4, 5 konvergieren gegen deren Steg 6, 7 zu,
um das Entformen des Gußgliedes 1 zu erleichtern, wobei zu dessen Herstellung aufgrund
des Fehlens von vollständig von Wänden umschlossenen Bohrungen keine Formkerne erforderlich
sind. Dabei schließen die Schenkel 11, 12 einen Winkel von ca. 10° ein.
1. Gußscharnier für die Halterung einer Tür an einem Bolzen, der in einer Aufnahme eines
Gußgliedes gehalten ist, welcher mit Ansätzen versehen ist, die U-förmige Ausnehmungen
aufweisen, deren Stege im wesentlichen einander gegenüberliegen und gemeinsam einen
lichten Querschnitt begrenzen, der zur Aufnahme des Bolzens dient, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Paare von Ansätzen (2, 3) vorgesehen sind, zwischen denen der Bolzen (8)
eine Öse (9) der Tür durchsetzt und daß die Schenkel (11, 12) der U-förmigen Ausnehmungen
(4, 5) der Ansätze (2, 3) gegen den ausgerundeten Steg (6, 7) zu konvergieren, wobei
die beiden Schenkel (11, 12) einer Ausnehmung (4, 5) einen Winkel von ca. 10° einschließen.