(19)
(11) EP 0 629 822 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.12.1994  Patentblatt  1994/51

(21) Anmeldenummer: 94109151.4

(22) Anmeldetag:  15.06.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F24D 19/04, F24H 3/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE DK ES FR GB IE IT NL SE

(30) Priorität: 18.06.1993 CH 1822/93

(71) Anmelder: HY-TECH HYDROTECHNIK AG
CH-6300 Zug (CH)

(72) Erfinder:
  • Eisenburger, Johann P.
    A-4600 Thalheim/Wels (AT)

(74) Vertreter: Troesch Scheidegger Werner AG 
Patentanwälte, Siewerdtstrasse 95, Postfach
8050 Zürich
8050 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Raumheizkörper


    (57) Der Raumheizkörper weist in einem rechteckigen Gehäuse verlaufende Heizelemente (5,6) auf, welche mittels Querwänden (7) im Gehäuseinnern gehalten und geführt sind. Oberhalb der oberen Gehäusewand (3) ist ein sich über die Länge des Heizkörpers ersteckendes Leitblech (9) angeordnet, welches vorzugsweise Teil eines Kastenprofils (10) bildet, und das von der Gehäuserückwand (2) aus schräg geneigt nach vorn oben verläuft. Dank dieser Anordnung wird ein erwämter Luftstrom gegen die Raummitte gelenkt.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Raumheizkörper, insbesondere Sockelheizkörper mit in einem im Querschnitt rechteckigen Metallgehäuse angeordneten Heizelementen, welche vorzugsweise in wärmeleitender Verbindung wenigstens mit den zur Abgabe von Strahlungswärme vorgesehenen Gehäusewänden stehen.

    [0002] Raumheizkörper, insbesondere Sockelheizkörper der vorgenannten Art dienen zur Wärmeabgabe durch vorwiegend Strahlungswärme. Die im Gehäuse untergebrachten Heizelemente werden dabei hauptsächlich von Rohren für den Vor- und Rücklauf von Wasser aus einer zentralen Heizanlage gebildet.

    [0003] Zusätzlich zur Abgabe von Strahlungswärme erfolgt in der Regel auch noch eine Luftzirkulation (Luftbewegung wird durch die Wärme erzeugt).

    [0004] Das Problem besteht nun darin, dass bei solchen Sockelheizleisten durch die Luftbewegung auch Staub und Keime aufgewirbelt werden.

    [0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, diesem Problem zu begegnen und den Heizkörper derart zu gestalten, dass die Luftbewegungen nicht mehr störend sind.

    [0006] Diese Aufgabe wird nun bei einem Raumheizkörper der eingangs definierten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass direkt oberhalb der oberen Gehäusewand ein sich über die Länge des Heizkörpers erstreckendes Leitblech angeordnet ist, welches von der Gehäuserückwand aus schräg nach vorn oben verläuft.

    [0007] Besonders vorteilhafte Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

    [0008] Dank den besonderen Abmessungen des eigentlichen Heizkörpergehäuses und dem aufgesetzten Kastenprofil, welche das Leitblech beinhaltet, ist auch eine einfache Montage über Eck, an Aussen- und Innenkanten durch einfaches Schneiden im 45°-Winkel möglich, ohne spezielle Verbindungsstücke (Ausnahme: Verbindungen der Heizelemente).

    [0009] Dank der relativen Dünnwandigkeit lässt sich der Heizkörper auch als Ganzes in eine Verkleidungswand integrieren (planer Einbau in verkleidete Wand).

    [0010] Die Erfindung wird nachstehend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen noch etwas näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    einen Vertikalschnitt durch einen erfindungsgemässen Heizkörper;
    Fig. 2
    rein schematisch ein sog. Sockelheizkörper, perspektivisch und vertikal aufgeschnitten, und
    Fig. 3
    eine ähnliche Darstellung wie in Fig. 2 einer Variante eines Heizkörpers.


    [0011] Fig. 1 der Zeichnung zeigt den prinzipiellen Aufbau eines erfindungsgemässen Raumheizkörpers, welcher hier als sog. Sockelheizleiste ausgebildet ist.

    [0012] Der Heizkörper weist ein aus Metallprofilen aufgebautes Gehäuse mit einer Vorderwand 1, einer Rückwand 2, einer oberen Wand 3 und einer unteren Wand 4 auf.

    [0013] Ein Vor- und ein Rücklaufrohr 5 bzw. 6 führ Warmwasser aus einer zentralen Heizanlage führen durch das Gehäuse, wobei diese Rohre 5,6 von einer Mehrzahl vertikal im Gehäuseinnern angeordneten Querwänden 7 gehalten sind. Diese Querwände können unter sich einen beliebigen Abstand, z.B. 50 mm, aufweisen und dienen der Warmeübertragung (Wärmeleitung) insbesondere zur Vorderwand 1. Die Rohre 5,6 sind näher an der Vorderwand 1 als an der Rückwand 2 angeordnet, so dass die Wärme besonders zur Vorderwand 1 und der oberen und unteren Wand 3 bzw. 4 gelangt.

    [0014] Die Rückwand 2 kann wie gezeigt durch den Abschnitt 2' nach unten verlängert sein und einen Stützfuss 8 mit Schraubenschlitzen 8' (Fig. 3) bilden. Der abgewinkelte Stützfuss 8 erlaubt nicht nur das freie Aufstellen des Heizkörpers an einer Wand oder im Raum durch Festschraubung am Boden, sondern vermag auch bei schwimmend verlegten Böden, den Spalt zwischen Boden und Wand abzudecken (unterbindet Aufwirbelungen von Staub etc.).

    [0015] Wesentlich bei der gezeigten Konstruktion ist ein Leitblech 9, welches sich oberhalb der oberen Wand 3 aus der Rückwand 2 heraus schräg nach oben und vorn erstreckt. Damit ist gewährleistet, dass die über der oberen Wand 3 liegende Luft bzw. durch das Gehäuse von unten nach oben strömende Luft nach Erwärmung nach vorn (d.h. zum Rauminnern) gelenkt wird. Dies erfolgt unabhängig davon, ob die obere und untere Wand 3 bzw. 4 mit Luftdurchtrittsschlitzen (nicht dargestellt) versehen ist oder nicht. Solche Schlitze könnten vorzugsweise zwischen den die Rohre 5,6 tragenden Querwänden 7 angeordnet sein.

    [0016] Das geneigt verlaufende Leitblech 9 kann Teil eines direkt über dem Heizkörpergehäuse liegenden Kastenprofils 10 bilden, dessen Rückwand 10' offen, teilweise oder ganz geschlossen sein kann.

    [0017] Um zu verhindern, dass zuviel Wärme über die Rückwand 2 in die Wand des Raumes übergeht, kann die Rückseite der Rückwand 2 mit einer Wärmeisolierung 11 ausgerüstet sein.

    [0018] Fig. 2 und 3 zeigen ähnliche Ausführungsformen von Raumheizkörpern im Schnitt und perspektivisch. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch den spezifischen Aufbau des Kastenprofils 10 bzw. des Stützfusses 8.

    [0019] Fig. 2 zeigt, wie der Heizkörper, mit einer Dicke von z.B. 25 mm und einer Höhe von 110 mm, in die Isolierung der Raumwand eingepasst werden kann.

    [0020] Der zwischen Heizkörpergehäuse und oberem Kastenprofil 10 sich öffnende Längsschlitz 12 bildet auch einen ästhetisch gelungenen Aspekt des Heizkörpers (Fig. 2 und 3).

    [0021] Aus der Zeichnung geht ebenfalls hervor, dass für eine Montage über Eck eines Heizkörper, dieser in 45°-Winkel geschnitten und die aneinandergrenzenden Teile ohne spezielle Verbindungsteile miteinander verbunden werden können (ausser der Verbindung der Heizelemente).

    [0022] Wie bereits erwähnt, werden die Rohre 5,6 (Heizelemente) durch Querwände 7 im Gehäuseinnern gehalten. Diese Querwände 7 bilden eine Art Lamellen, welche Wärme von den Rohren 5,6 direkt auf die Wände des Heizkörpergehäuses übertragen. Die Vorderwand 2 bildet dabei eine eigentliche Wärmestrahlplatte.

    [0023] Luft, welche durch vorzugsweise in der oberen und unteren Gehäusewand 3 bzw. 4 angeordnet sind, streicht langsam zwischen den Querwänden 7 (Wärmetauschflächen) durch, erwärmt sich und wird dank des Leitbleches 9, welches sich ebenfalls erwärmt und Wärme abstrahlt, in den Raum abgegeben.

    [0024] Das Kastenprofil 10 dient der Formgebung des Gesamtkörpers, kann jedoch z.B. zum Durchführen von Vor- und Rücklaufrohren eines weiteren Heizkreises dienen.

    [0025] Anstelle von Heizelementen 5,6 in Form von Wasser-Vor- und - Rücklaufrohren, könnten selbstverständlich auch elektrische Widerstandsheizstäbe oder dergleichen vorgesehen sein.


    Ansprüche

    1. Raumheizkörper, insbesondere Sockelheizkörper mit in einem im Querschnitt rechteckigen Metallgehäuse angeordneten Heizelementen, welche vorzugsweise in wärmeleitender Verbindung wenigstens mit den zur Abgabe von Strahlungswärme vorgesehenen Gehäuswänden stehen, dadurch gekennzeichnet, dass direkt oberhalb der oberen Gehäusewand ein sich über die Länge des Heizkörpers erstreckendes Leitblech angeordnet ist, welches von der Gehäuserückwand aus schräg geneigt nach vorn verläuft.
     
    2. Heizkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitblech als Wandteil eines rückseitig geschlossenen oder teilweise offenen Kastenprofils ausgebildet ist, welches oberhalb des Heizkörpergehäuses angeordnet ist, wobei Vor-der-, Ober- und Rückwand des Kastenprofils parallel zu den entsprechenden Wandteilen des Heizkörpergehäuses verlaufen bzw. in deren Ebenen liegen.
     
    3. Heizkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitblech bzw. das dieses enthaltende Kastenprofil nach unten verlängert ist und Teil der Rückwand des Heizkörpergehäuses bzw. diese Rückwand selbst bildet.
     
    4. Heizkörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizkörpergehäuse-Rückwand wenigstens abschnittweise nach unten über die Bodenwand des Heizkörpergehäuses hinaus verlängert ist und einen vorzugsweise abgewinkelten Stützfuss bildet.
     
    5. Heizkörper nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberwand und gegebenenfalls die Unterwand des Heizkörpergehäuses mit Luftdurchtrittsöffnungen versehen ist.
     
    6. Heizkörper nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung des Leitbleches 30° - 60°, vorzugsweise 35° - 45° beträgt.
     
    7. Heizkörper nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizelemente im Heizkörpergehäuse näher an der Vorderwand als an der Rückwand verlaufen.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht