[0001] Die Erfindung betrifft ein Gasdruck-Waffensystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein derartiges Gasdruck-Waffensystem ist bspw. aus der EP-A-0 189 974 bekannt. Das
bei dem bekannten Gasdruck-Waffensystem verwendete Projektil weist einen im wesentlichen
zylinderförmig ausgebildeten Kopfabschnitt und an seinem in Schußrichtung hinteren
Ende einen Schürzenabschnitt in Form eines Ringflansches auf. Hinter dem Projektil
ist in der Schußvorbereitungsstellung eine mit Druckgas gefüllte Kartusche angeordnet,
welche nach einem Schuß wiederverwendet, d.h. erneut mit Druckgas gefüllt werden kann.
Damit diese Kartusche in die Kartuschenaufnahmekammer leicht eingeführt und aus dieser
auch wieder leicht entnommen werden kann, muß zwischen der Außenumfangsfläche der
gefüllten Kartusche und der Innenumfangsfläche der Kartuschenaufnahmekammer ausreichend
Spiel vorhanden sein. Daher sind gesonderte Dichtungsmittel erforderlich, um bei einem
Schuß den Austritt von Gas am mündungsfernen Ende des Laufs zu verhindern.
[0003] Ein weiteres Problem ist darin zu sehen, daß die Munition für Gasdruckwaffen, in
einer senkrecht zur Achsrichtung des Laufs verlaufenden Richtung gesehen, üblicherweise
einen maximalen Außendurchmesser aufweist, der gegenüber dem Innendurchmesser des
Laufs leicht mit Übermaß bemessen ist. Dieses Übermaß muß beim Einbringen eines Geschosses
in den Lauf abgebaut werden - das Geschoß wird kalibriert. Hierdurch soll gewährleistet
werden, daß das Geschoß in seiner Schußvorbereitungsstellung den Lauf zur Mündung
hin abdichtet, so daß beim Schuß der volle Gasdruck zur Beschleunigung des Geschosses
beiträgt und nicht ein Teil des Gases an dem Geschoß vorbei entweichen kann.
[0004] Es hat sich in der Praxis herausgestellt, daß die Trefferlage des Geschosses entscheidend
davon abhängt, wie das Geschoß in den Lauf eingeführt worden ist. So erzielen bspw.
verschiedene Schützen auch dann verschiedene Schußbilder, wenn die Waffe fest auf
das Ziel einjustiert eingespannt ist, der Abzug automatisch betätigt wird und lediglich
das Einführen der Munition von Hand vorgenommen wird. Auch ein einzelner Schütze erzielt
unterschiedliche Schußbilder je nachdem, ob er die Munition sorgfältig oder nachlässig
in den Lauf einführt. Dies wird von den Schützen als äußerst unangenehm empfunden.
[0005] Die EP-A-0 538 733 ist ein Stand der Technik gemäß Art. 54(3) EPÜ und betrifft eine
zum Einsatz bei Gasdruckwaffen geeignete Druckgas-Kartusche, wobei im Innern der Kartusche
eine Expansionskammer ausgebildet ist. Mittels dieser Kartusche und ein Diabologeschoß
abgeschoßen. Diese Druckschrift befaßt sich insbesondere mit dem Innenaufbau der Kartusche
sowie mit der Zusammensetzung des Treibmittelsatzes.
[0006] Die US-A-3 474 560 und die US-A-1 817 273 betreffen Feuerwaffen. Die bei Feuerwaffen
im Vergleich zu Gasdruckwaffen wesentlich höhere, bei einem Schuß freigesetzte Energie
und der hieraus resultierende höhere Druck machen zur Vermeidung eines Gasaustritts
zum mündungsfernen Ende der Waffe hin stets eine gesonderte Dichtung erforderlich.
[0007] Aus der US-A-1 817 273 ist eine Übungsmunition für eine Feuerwaffe bekannt, mit welcher
Soldaten u.a. an den Rückstoß der Waffe gewöhnt werden sollen. Die Übungsmunition
umfaßt ein Projektil, wie es für Gasdruckwaffen üblich ist und das auf eine Sicherheitskartusche
aufgeklebt ist. In der Schußvorbereitungsstellung ragt das Projektil nur mit seinem
Kopfteil geringfügig in den Laufkanals hinein. Die Kartusche weist einen Kopfteil
aus Papier auf, dessen Außenumfang in deutlichem Abstand von der Innenumfangsfläche
der Kartuschenaufnahmekammer angeordnet ist.
[0008] Aus der US-A-3 474 560 ist eine Feuerwaffe bekannt, bei welcher sowohl in der Hülse
als auch im Ladeschieber gesonderte Dichtungsmittel zur Abdichtung des Laufs zum mündungsfernen
Ende hin vorgesehen sind, nämlich Labyrinth-Dichtungen in Form von Nuten.
[0009] Bei dem aus der US-A- 3 302 319 bekannten Waffensystem wird zur Vorbereitung eines
Schusses ein Projektil in die Zuführung eingesetzt. Dieses Projektil ist derart ausgebildet,
daß es hierbei den Laufkanal zum Projektilaustrittsende hin abdichtet. Ferner wird
eine Druckkolbenvorrichtung gespannt, wie dies von einer herkömmlichen Gasdruckwaffe
bekannt ist. Beim Schuß wird die Druckkolbenvorrichtung ausgelöst. Durch den sich
aufbauenden Druck zündet ein Treibmittelsatz, der in einem einstückig mit dem Projektil
ausgebildeten und an seinem dem Projektilaustrittsende abgekehrten Ende offenen Hohlzylinder
angeordnet ist, nach dem "Diesel-Effekt". Durch die Dichtwirkung des Projektils ist
gewährleistet, daß der Treibmittelsatz sicher zündet. Jedoch wird das Projektil erst
durch das vom Treibmittelsatz abgegebene Druckgas zum Projektilaustrittsende hin beschleunigt.
Gemäß vorstehendem muß bei dem bekannten Waffensystem ein besonders ausgebildetes
Projektil verwendet werden. Dies ist aber bei Gasdruckwaffen oftmals unerwünscht bzw.
nicht möglich. So dürfen bspw. im Sportschützenbereich nur bestimmte Projektile eingesetzt
werden.
[0010] Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, ein Gasdruck-Waffensystem anzugeben, welches
bei einfacher Fertigung der Abschußvorrichtung, insbesondere bei Verzicht auf gesonderte
Vorrichtungen zum Abdichten des mündungsfernen Laufendes, reproduzierbare Bedingungen
für die Abgabe von Schüssen zu schaffen ermöglicht.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Gasdruck-Waffensystem mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0012] Erfindungsgemäß ist somit im Bereich der Zuführung des Laufkanals in Axialflucht
mit dem Laufkanal eine Kartuschenaufnahmekammer vorgesehen, welche eine gesondert
von dem Projektil einzuführende, für jeweils einen Schuß verwendbare Druckgaserzeugungskartusche
in einer Position hinter dem in Schußvorbereitungsstellung befindlichen Projektil
aufnimmt, wobei diese Druckgaserzeugungskartusche den Treibmittelsatz enthält. Da
das Projektil und die Kartusche erfindungsgemäß als separate Teile vorgesehen sind,
werden beim Laden des Waffensystems nacheinander zunächst das Projektil und hierauf
die Kartusche in die Kartuschenaufnahmekammer eingeführt.
[0013] Beim Einschieben des Projektils in den Laufkanal tritt eine Durchmessereinengung
des rückwärtigen Endbereichs des Projektils ein, so daß der Außendurchmesser des Projektils
in der Schußvorbereitungsstellung an den Innendurchmesser des Laufkanals angepaßt
ist, d.h. daß das Projektil beim Einschieben in den Laufkanal kalibriert wird.
[0014] Um sicherzustellen, daß sich bei Abgabe des Druckgases durch den Treibmittelsatz
druckverlustfrei ein effektiver, das Projektil beschleunigender Gasdruck aufgebaut
werden kann, weist dabei die Kartusche ein Kartuschengehäuse auf Ferner sind einander
zugekehrte Endteile des Projektils und des Kartuschengehäuses zur gegenseitigen Anlage
längs eines die Achse umgebenden Rings ausgebildet, wobei zwischen den einander zugekehrten
Endteilen innerhalb dieses Rings ein Gasaufnahmeraum gebildet ist und wobei das Endteil
des Kartuschengehäuses eine in diesen Gasaufnahmeraum mündende Gasaustrittöffnung
besitzt.
[0015] Der vorstehend genannte Gasaufnahmeraum ist von einer Aushöhlung des Projektils an
dessen rückwärtigem Ende und einem verjüngten Vorsprung des Kartuschengehäuses an
dessen vorderem Ende gebildet, wobei die Aushöhlung und der verjüngte Vorsprung zwischen
sich den Gasaufnahmeraum begrenzen.
[0016] Eine gute Dichtwirkung wird dabei dadurch erzielt, sowohl die Aushöhlung als auch
der Vorsprung jeweils von einer Konusfläche begrenzt sind.
[0017] Um sowohl eine problemlose Einsetzbarkeit der Kartusche in die Kartuschenaufnahmekammer
sicherzustellen als auch nach Aufheben der Dichtwirkung durch die Anlage von Projektil
und Kartusche eine zuverlässige Abdichtung der Kartuschenaufnahmekammer zu gewährleisten
ist der Außendurchmesser der Kartusche auf den Innendurchmesser der Kartuschenaufnahmekammer
derart abgestimmt, daß die Kartusche leichtgängig in die Kartuschenaufnahmekammer
eingeführt werden kann, und ist ferner die Kartusche wenigstens teilweise aus Kunststoff
derart expansionsfähig ausgebildet, daß sie sich unter der Wirkung eines sich in ihrem
Inneren aufbauenden Gasdrucks gasdicht an die Innenumfangsfläche der Kartuschenaufnahmekammer
anlegt.
[0018] Infolge der Dichtwirkung, die davon berrührt, daß der Mantel der Kartusche aus einem
nachgiebigen Material, bspw. Kunststoff, gefertigt ist, kann somit auf ein gesondertes
Dichtungselement verzichtet werden. Dies ermöglicht darüber hinaus die Herstellung
einer besonders preisgünstigen und leichten Waffe. Es muß nämlich nur noch der Lauf
der Waffe mit hoher Präzision hergestellt werden. Alle anderen Bauteile der Waffe
können aus leichten Werkstoffen, bspw. Kunststoff oder Aluminium, gebildet sein und
müssen nicht mit hoher Präzision bearbeitet sein.
[0019] Im Hinblick auf eine besonders gute Dichtwirkung ist es besonders bevorzugt, wenn
die Konusflächen der Aushöhlung und des Vorsprungs wenigstens auf einem Teil ihrer
axialen Längen übereinstimmenden Konuswinkel besitzen.
[0020] Durch Positionieren der Kartusche in Achsrichtung des Laufkanals mittels eines Anschlags
kann eine reproduzierbare Positionierung der Kartuschen sichergestellt werden.
[0021] Um verhindern zu können, daß das Projektil beim Einlegen in die Kartuschenaufnahmekammer
in unerwünschter Weise von Hand verformt, und ferner sicherstellen zu können, daß
sich das Projektil in seiner Schußvorbereitungsstellung im Laufkanal befindet, wird
vorgeschlagen, daß der Innendurchmesser der Kartuschenaufnahmekammer den Maximaldurchmesser
des Projektils geringfügig überschreitet, so daß das Projektil leichtgängig in die
Kartuschenaufnahmekammer einführbar ist, und daß der Innendurchmesser des Laufkanals
einen gegenüber dem Innendurchmesser der Kartuschenaufnahmekammer kleineren Wert aufweist,
wobei das Projektil bei Einführung der Kartusche in die Kartuschenaufnahmekammer durch
die Kartusche in den Laufkanal einschiebbar ist.
[0022] Durch Ausbildung des Übergangs zwischen der Kartuschenaufnahmekammer und dem Laufkanal
als konischen Übergang kann die reproduzierbare Kalibrierung der Projektile unterstützt
werden.
[0023] Dadurch, daß der Laufkanal angrenzend an die Kartuschenaufnahmekammer einen glattzylindrischen
Abschnitt und an diesen glattzylindrischen Abschnitt zum Projektilaustrittsende des
Laufkanals hin anschließend einen mit Zügen versehenen Abschnitt besitzt, wobei in
einer Schußvorbereitungsstellung ein vorderer Endbereich des Projektils von dem mit
Zügen versehenen Abschnitt und ein rückwärtiger Endbereich des Projektils von dem
glattzylindrischen Abschnitt aufgenommen sind, können die Kalibrierung des Projektils
und das Einführen des Projektils in den mit Zügen versehenen Abschnitt des Laufkanals
nacheinander vorgenommen werden, so daß die hierbei auf das Projektil ausgeübten Kräfte
klein gehalten werden können, was die Reproduzierbarkeit der Kalibrierung weiter verbessert.
[0024] Um sicherstellen zu können, daß beim Einführen in den mit Zügen versehenen Abschnitt
des Laufkanals die Kalibrierung des Projektils erhalten bleibt und ferner die hierbei
auf das Projektil ausgeübten Kräfte möglichst klein sind, wird vorgeschlagen, daß
die Bodenfläche der Züge mit der Innenumfangsfläche des glattzylindrischen Abschnitts
fluchtet und daß zwischen den Zügen liegende Felder des mit Zügen versehenen Abschnitts
des Laufkanals gegenüber dem glattzylindrischen Abschnitt radial einwärts geringfügig
vorstehen und über konische Übergangsflächen in den glattzylindrischen Abschnitt übergehen.
[0025] Wenn der Außendurchmesser des vorderen Projektilabschnitts kleiner ist als der durch
die Felder definierte Durchmesser des mit Zügen versehenen Abschnitts des Laufkanals,
so kann gewährleistet werden, daß sämtliche zum Kalibrieren und Einführen des Projektils
in den mit Zügen versehenen Abschnitt erforderlichen Verformungen des Projektil an
dessen hinterem Abschnitt vorgenommen werden und sich das Projektil somit beim Schuß
gleichmäßiger bewegt.
[0026] Die vorstehenden Vorteile können in einfacher Weise dadurch erzielt werden, daß ein
Projektil vom Diabolo-Typ eingesetzt wird.
[0027] Die Erfindung wird im folgenden an einem Ausführungsbeispiel anhand der beiliegenden
Zeichnung näher erläutert werden: Es stellt dar:
- Fig. 1
- eine Seitenschnittansicht einer erfindungsgemäßen Gasdruckwaffe im abgeschossenen
Zustand;
- Fig. 2
- eine Ansicht analog Fig. 1 während eines ersten Stadiums des Ladens der Gasdruckwaffe;
- Fig. 3
- eine Ansicht analog den Fig. 1 und 2, während eines zweiten Stadiums des Ladens der
Gasdruckwaffe;
- Fig. 4
- eine Ansicht analog den Fig. 1 - 3 einer Gasdruckwaffe im fertig geladenen und schußbereiten
Zustand;
- Fig. 5
- eine Ansicht entlang der Linie V-V in Fig. 3;
- Fig. 6 und 7
- Darstellungen zur Erläuterung der reproduzierbaren Kalibrierung des Geschosses beim
Laden der erfindungsgemäßen Gasdruckwaffe;
- Fig. 8
- eine Seitenschnittansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gasdruckwaffe
mit einem quer zur Laufrichtung angeordneten Magazin für Geschosse und einem in Laufrichtung
angeordneten Magazin für Kartuschen;
- Fig. 9
- eine schematische Seitenschnittansicht einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Gasdruckwaffe mit einem quer zur Laufrichtung angeordneten Magazin für Geschosse und
Kartuschen;
- Fig. 10
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Gasdruckrevolvers
mit einem Trommelmagazin für Geschosse und Kartuschen.
[0028] In Fig. 1 ist ein im folgenden mit 10 bezeichnetes Gasdruckgewehr im abgeschossenen
Zustand dargestellt. Das Gewehr 10 umfaßt einen Lauf 12 mit einem Laufkanal 12d und
einer Mündung 12g, ein Gehäuse 14 und einen Schaft 16. In einem mündungsfernen Bereich
18 des Laufs 12 ist eine Kartusche 20 angeordnet, welche das Treibgas zum Schießen
bereitstellt. Die Ausbildung der Kartusche 20 ist Gegenstand einer gesonderten Anmeldung.
Daher wird im folgenden nur soweit erforderlich auf die Kartusche 20 eingegangen.
[0029] Die Kartusche 20 ist an ihrem im schußbereiten Zustand geschoßfernen Ende 20a (s.
Fig. 6 und 7) mit einem Zündhütchen (nicht dargestellt) versehen, welches mittels
eines Schlagbolzens 22 (s. Fig. 1) gezündet werden kann. Das sich als Folge der Zündung
entwickelnde Gas strömt in eine Expansionskammer 20b der Kartusche, welche zum Aufbau
und zur Homogenisierung des Drucks dient. Das Druckgas tritt an einem vorzugsweise
konisch zulaufenden Kopfteil 20c der Kartusche 20 aus einer Düse 20f aus und beschleunigt
ein im Lauf 12 angeordnetes Geschoß bzw. Projektil 24 zur Mündung des Laufs 12 hin.
Die Düse 20f kann bspw. einen Durchmesser von etwa 2 mm aufweisen.
[0030] Zum Nachladen der Waffe 10 wird zunächst eine am Gehäuse 14 bei 26 schwenkbar angebrachte
Ladeklappe 28 in Richtung des Pfeils A verschwenkt (s. Fig. 1 und 2). Ein Verschlußschieber
30 ist in einer zur Achsrichtung des Laufs 12 im wesentlichen parallel verlaufenden
Aufnahme 14a in Richtung der Pfeile B und B' hin- und herverschiebbar gelagert. Der
Verschlußschieber 30 ist über einen Gelenkhebel 32 und zwei Bolzen 32a und 32b betriebsmäßig
mit der Ladeklappe 28 verbunden, so daß der Verschlußschieber 30 beim Öffnen der Ladeklappe
28, d.h. beim Verschwenken der Ladeklappe in Richtung des Pfeils A, in der Aufnahme
14a in Richtung des Pfeils B, d.h. vom Lauf 12 weg, verschoben wird.
[0031] Am laufnahen Ende des Verschlußschiebers 30 ist ein Ausreißhaken 34 angebracht, welcher
in der Stellung gemäß Fig. 1 einen Kragen 20d der Kartusche 20 umgreift (s. auch Fig.
7) und die Kartusche 20 beim Öffnen der Ladeklappe automatisch aus dem mündungsfernen
Bereich 18 des Laufs 12 entfernt.
[0032] Weiterhin wird beim Öffnen der Ladeklappe automatisch ein Abzugssystem 36 der Waffe
10 gespannt. Das Abzugssystem 36 umfaßt ein am Gehäuse 14 bei 38a schwenkbar gelagertes
Schlagstück 38, eine Schlagstange 40 sowie einen bei 42a schwenkbar am Gehäuse gelagerten
Abzug 42. Ein Kopfteil 40a der Schlagstange 40 steht mit einem Bolzen 38b des Schlagstücks
38 in Eingriff. Eine Schraubendruckfeder 40b, die sich einenends am Gehäuse 14 und
anderenends am Kopf 40a der Schlagstange abstützt, spannt das Schlagstück 38 in die
in Fig. 1 dargestellte Stellung vor. Eine Schraubendruckfeder 42b, die sich einenends
am Gehäuse 14 und anderenends an einem in Fig. 1 unteren Hebelarm 42c abstützt, spannt
den Abzug 42 derart vor, daß ein in Fig. 1 oberer Hebelarm 42d des Abzugs 42 zur Anlage
am Schlagstück 38 kommt.
[0033] Bei einer Verschiebung des Verschlußschiebers 30 in Richtung des Pfeils B beim öffnen
der Ladeklappe 28 wird das Schlagstück 38 im Uhrzeigersinn gegen die Vorspannkraft
der Feder 40b verschwenkt. Hierdurch laufen Rastzähne 38c des Schlagstücks 38 am oberen
Hebelarm 42d des Abzugs 42 vorbei, woraufhin der Abzug 42 durch die Vorspannkraft
der Druckfeder 42b im Uhrzeigersinn verschwenkt wird und mit einer Stirnfläche 42e
des oberen Hebelarms 42d gegen Stützflanken der Rastzähne 38c anliegt. Infolge dieser
Verrastung wird das Schlagstück 38 auch nach Schließen der Ladeklappe 28 in der in
Fig. 4 dargestellten Auslösebereitschaftsstellung gehalten. Nunmehr befindet sich
die Waffe in der in Fig. 2 dargestellten Stellung und kann erneut geladen werden.
[0034] Das Laden der Waffe wird im folgenden anhand der Fig. 2 und 3 näher erläutert werden.
Im mündungsfernen Bereich 18 des Laufs 12 ist eine Aufnahmekammer 44 ausgebildet,
in welche zum Laden der Waffe ein Geschoß 24 eingelegt wird (s. Fig. 3). Die Aufnahmekammer
44 ist derart ausgebildet, daß das Geschoß 24 im wesentlichen ohne Verformung eingelegt
werden kann. Anschließend muß noch eine Kartusche 20 hinter dem Geschoß 24 angeordnet
werden. Auf die genaue Ausbildung der Aufnahmekammer 44 (auch als Kartuschenaufnahmekammer
bzw. Geschoßaufnahmekammer bezeichnet) wird weiter unten anhand der Beschreibung der
Fig. 6 und 7 noch ausführlich eingegangen werden.
[0035] In dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel der Waffe 10 ist eine Mehrzahl
von Kartuschen 20 in einem Magazin 46 angeordnet, welches einen in Schußstellung der
Waffe 10 unter dem Lauf 12 angeordneten Aufnahmebehälter 48 und eine Transporteinrichtung
50 aufweist. Die Mehrzahl von Kartuschen 20 ist in dem Aufnahmebehälter 48 in Achsrichtung
des Laufs 12 gesehen hintereinander angeordnet. Die Kartuschen 20 sind in dem Aufnahmebehälter
48 mittels einer in den Figuren nicht dargestellten Druckfeder in Richtung zur Transporteinrichtung
50 hin vorgespannt. Die Transporteinrichtung 50 umfaßt einen Ladeschieber 52 und eine
Schraubendruckfeder 54. Die Schraubendruckfeder 54 stützt sich einenends am Gehäuse
14 und anderenends am Ladeschieber 52 ab und spannt diesen in die in Fig. 3 dargestellte
angehobene Stellung vor.
[0036] Zum Nachladen einer Kartusche wird der Ladeschieber 52 von Hand entgegen der Vorspannkraft
der Feder 54 in seine in Fig. 2 dargestellte untere Stellung übergeführt. Hierzu betätigt
eine Bedienungsperson einen am Ladeschieber 52 angeordneten, am besten in Fig. 5 zu
erkennenden, Ladeschieberknopf 52a. Befindet sich der Ladeschieber 52 in seiner in
Fig. 2 dargestellten unteren Stellung, so verschiebt die nicht dargestellte Druckfeder
des Aufnahmebehälters 48 die in dem Aufnahmebehälter 48 aufgenommenen Kartuschen 20
um eine Kartuschenlänge in Richtung zur Transporteinrichtung 50 hin. Hierdurch wird
eine Kartusche 20 in eine am oberen Ende des Ladeschiebers 52 ausgebildete Ladeschiebermulde
52b eingelegt. Dann wird der Ladeschieber 52 wieder in seine obere Stellung gemäß
Fig. 3 übergeführt, in welcher er durch die Vorspannkraft der Schraubendruckfeder
54 gehalten wird. Die in der Ladeschiebermulde 52b angeordnete Kartusche 20 ist nun
unmittelbar vor dem Verschlußschieber 30 in ihrer Ladebereitschaftsstellung angeordnet.
[0037] Beim Schließen der Ladeklappe 28, d.h. bei ihrem Verschwenken in Richtung des Pfeils
A', wird der Verschlußschieber 30 mittels des Gelenkhebels 32 wieder in Richtung des
Pfeils B', d.h. zum Lauf 12 hin, verschoben. Hierbei nimmt der Verschlußschieber 30
die in der Ladeschiebermulde 52b angeordnete Kartusche 20 in Richtung zur Kartuschenaufnahmekammer
44 mit.
[0038] Die Kartuschenaufnahmekammer 44 ist vorzugsweise zylindersymmetrisch ausgebildet
und weist gemäß Fig. 6 an ihrem mündungsfernen Ende einen gegenüber einem Hauptabschnitt
44a radial erweiterten Abschnitt 44b auf. Der Innendurchmesser φ
44a des Hauptabschnitts 44a der Kartuschenaufnahmekammer 44 ist relativ zum Außendurchmesser
φ
20 des Hauptabschnitts 20b der Kartusche 20 leicht überbemessen, so daß die Kartusche
20 leichtgängig in die Kartuschenaufnahmekammer eingeführt werden kann. Der Innendurchmesser
des erweiterten Abschnitts 44b entspricht im wesentlichen dem Außendurchmesser des
Kragenabschnitts 20d der Kartusche 20a. Die vorzugsweise konisch zulaufenden Flächen
des Kopfteils 20c der Kartusche dienen beim Einführen der Kartusche in die Kartuschenaufnahmekammer
44 als Einweisungs und Zentrierflächen. Darüber hinaus greift die Kartusche 20 mit
dem konisch zulaufenden Kopfteil 20c in einen Schürzenabschnitt 24a des bei der Gasdruckwaffe
10 bevorzugt verwendeten Diabolo-Geschosses 24 ein, was wiederum zur Zentrierung des
Diabolo-Geschosses 24 beiträgt.
[0039] Beim weiteren Einführen der Kartusche 20 in die Kartuschenaufnahmekammer 44 wird
nun das Geschoß 24 in Fig. 6 zunehmend von der Kartusche 20 nach links verschoben.
Hierbei tritt ein Kopf 24b des Geschosses 24 an einer konischen Ringkante 44c vorbei
in einen glattzylindrischen Abschnitt 12c des Laufkanals 12d ein und gelangt schließlich
in einen mit Feldern 12a und Zügen 12b versehenen Abschnitt 12e des Laufkanals 12d.
[0040] Der von den Zügen 12b definierte Innendurchmesser φ
12b des Abschnitts 12e des Laufkanals 12d und der Innendurchmesser φ
12c des glattzylindrischen Abschnitts 12c weisen den gleichen Wert auf, wohingegen der
von den Feldern 12a definierte Innendurchmesser φ
12a des Abschnitts 12e des Laufkanals 12d einen kleineren Wert aufweist als der Innendurchmesser
φ
12c.
[0041] Der Außendurchmesser φ
24b des Kopfteils 24b ist vorzugsweise geringfügig kleiner bemessen als der durch die
Felder definierte Innendurchmesser φ
12a des Laufkanals 12d, so daß der Kopf 24b des Geschosses 24 beim Eintritt in den mit
Feldern und Zügen versehenen Abschnitt 12e des Laufkanals 12d nicht verformt wird.
Am Übergang zwischen dem glattzylindrischen Abschnitt 12c und den Feldern 12a sind
konische Übergangsflächen 12f vorgesehen, die eine Zentrierfunktion für den Kopf 24b
des Geschosses 24 haben.
[0042] Der Innendurchmesser φ
12c des glattzylindrischen Abschnitts 12c des Laufkanals 12d weist einen kleineren Wert
auf als der Innendurchmesser φ
44a des Hauptabschnitt 44a der Kartuschenaufnahmekammer 44. Den Übergang zwischen diesen
beiden Durchmessern φ
12c und φ
44a bildet die konische Rinkante 44c. Der maximale Außendurchmesser φ
24a des Schürzenabschnitts 24a des Geschosses 24 weist einen kleineren Wert auf als der
Innendurchmesser φ
44a des Hauptabschnitts 44a der Kartuschenaufnahmekammer 44, jedoch einen größeren Wert
als der Innendurchmesser φ
12c des glattzylindrischen Abschnitts 12c des Laufkanals 12d.
[0043] Somit wird der Schürzenabschnitt 24a des Geschosses 24, wenn er mittels der Kartusche
20 in den Lauf 12 eingeführt wird, von der Ringkante 44c kalibriert, d.h. leicht verformt
derart, daß er im wesentlichen spaltfrei an der Aussenumfangsfläche des Abschnitts
12c des Laufs 12 anliegt, wie dies bspw. in Fig. 7 dargestellt ist. Die Kartusche
20 ist in dieser Stellung vollständig in die Kartuschenaufnahmekammer 44 eingeführt,
wobei ein weiteres Einführen der Kartusche 20 in den Laufkanal 12d dadurch verhindert
wird, daß der Kragenabschnitt 20d der Kartusche 20 an der zwischen Hauptabschnitt
44a und erweitertem Abschnitt 44b der Kartuschenaufnahmekammer 44 ausgebildeten Kante
anliegt.
[0044] In der somit erreichten Schußvorbereitungsstellung (Fig. 7) ist der Schürzenabschnitt
24a des Geschosses 24 zwischen dem konischen Kopfteil 20c der Kartusche 20 und den
konischen Übergangsflächen 12f der Felder 12a aufgenommen, wobei die Felder 12a bereits
leicht in den Schürzenabschnitt 24a des Geschosses 24 eingreifen. Hierbei liegen der
Schürzenabschnitt 24a des Geschosses 24 und der konische Kopfteil 20c der Kartusche
20 mit konischen Begrenzungsflächen 24al bzw. 20cl, die den gleichen Konuswinkel a
aufweisen, dichtend aneinander an. Somit ist die Düse 20f der Kartusche in einen gasdicht
abgeschlossenen Gasaufnahmeraum 24c im Schürzenabschnitt 24a des Geschosses 24 gerichtet.
[0045] Die in Fig. 7 dargestellte Schußvorbereitungsstellung von Geschoß 24 und Kartusche
20 entspricht der in Fig. 4 dargestellten Stellung der Waffe 10 im schußbereiten Zustand.
Wird nun ausgehend von Fig. 4 der Abzug 42 der Waffe 10 betätigt, d.h. der Abzug 42
entgegen der Vorspannkraft der Feder 42b entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, so wird
hierdurch die Verrastung zwischen Abzug 42 und den Rastzähnen 38c des Schlagstücks
38 gelöst. Hieraufhin wird das Schlagstück 38 unter Vermittlung der Schlagstange 40
von der Druckfeder 40b entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt und schlägt auf ein
in Fig. 4 rechtes Ende 22a des Schlagbolzens 22. Der Schlagbolzen 22 schlägt hierauf
mit seinem linken Ende 22b auf die Kartusche 20 und zündet somit den Treibsatz. Ein
Bolzen 56 dient hierbei als Anschlag für das Schlagstück 38.
[0046] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Schlagbolzen 22 in einer Zentralbohrung
30a (Fig. 1 und 4) aufgenommen und wird von einer Schlagbolzenfeder 22c in den Figuren
nach rechts vorgespannt.
[0047] Infolge der Zündung des Treibsatzes kommt es in der Kartusche zur Gasentwicklung
und zum Druckaufbau. Hierdurch wird der Mantel 20b der Kartusche 20 fest gegen die
Innenumfangsfläche des Hauptabschnitts 44a der Kartuschenaufnahmekammer 44 gedrückt,
so daß die Kartuschenaufnahmekammer 44 zu ihrem mündungsfernen Ende hin abgedichtet
wird. Hierbei ist sichergestellt, daß erst nach Aufbau dieser Dichtwirkung das aus
der Düse 20f der Kartusche 20 austretende Gas das Geschoß 24 in Richtung zur Mündung
des Laufs 12 hin beschleunigt, wodurch die Dichtung zwischen den Konusflächen 24a1
und 20c1 aufgehoben wird. Bei der Beschleunigung des Geschosses 24 prägen sich die
Felder 12a des Laufs 12 in dessen Schürzenabschnitt 24a ein, so daß die in den Zügen
12b des Laufs 12 geführten Teile des Schürzenabschnitts 24a für den Drall des Geschosses
24 sorgen können.
[0048] Wie insbesondere aus den Fig. 6 und 7 zu ersehen ist, weist die Kartusche 20 eine
Sollbruchstelle 20e in Form eines verjüngten Mantelabschnitts auf, welche in der Stellung
gemäß Fig. 7 einer von der Kartuschenaufnahmekammer 44 abzweigenden Durchgang 58 gegenüberliegt.
Der Durchgang 58 ist vorzugsweise als Bohrung ausgebildet und verbindet die Kartuschenaufnahmekammer
44 mit der Umgebung. Die Sollbruchstelle 20e soll verhindern, daß mit Hilfe manipulierter
Kartuschen 20 bei der Gasdruckwaffe 10 höhere als die gesetzlich zulässigen Höchstschußenergien
erzielt werden können. Wird eine Kartusche 20 bspw. in der Art manipuliert, daß ihr
Treibmittelsatz verstärkt wird, der zu einer entsprechend verstärkten Gasentwicklung
bei der Zündung führt, so birst die Sollbruchstelle dann, wenn der Gasdruck in der
Kartusche 20 einen höchstzulässigen Druckwert überschreitet und der Gasdruck kann
sich über die Bohrung 58 in die Umgebung abbauen.
[0049] Es soll nochmals festgehalten werden, daß Geschosse 24 mit Hilfe des vorstehend beschriebenen
Ladevorgangs reproduzierbar in ein und dieselbe Schußvorbereitungsstellung gebracht
werden können. Sämtliche individuellen Einflüsse der die Gasdruckwaffe 10 ladenden
Bedienungsperson können wirksam ausgeschlossen werden. Das Geschoß 24 kann, ohne Verformungen
unterworfen zu werden, in die Kartuschenaufnahmekammer 44 eingelegt werden. Anschließend
wird die als Positioniereinrichtung für das Geschoß wirkende Kartusche 20 mit Hilfe
der Schiebereinrichtung 30 in die Kartuschenaufnahmekammer 44 eingeführt, wobei sie
erst dann wesentliche Kräfte auf das Geschoß 24 ausübt, wenn ihr Mantel 20b sicher
in dem Hauptabschnitt 44a der Kartuschenaufnahmekammer 44 geführt ist. Der konische
Kopfteil 20c zentriert den Schürzenabschnitt 24a des Geschosses 24. Die Kartusche
20 drückt den Schürzenabschnitt 24a des Geschosses 24 erst nach erfolgter Zentrierung
des Geschosses 24 über die Kalibrierkante 44c. Dies stellt die reproduzierbare Kalibrierung
des Geschosses 24 sicher, so daß bei jedem Schuß die gleichen Anfangsbedingungen gegeben
sind. Hierdurch läßt sich mit der Gasdruckwaffe 10 ein gleichmäßigeres und besseres
Schußbild erzielen.
[0050] Weiter ist festzuhalten, daß die Gasdruckwaffe 10 durch die flexible Ausbildung des
Mantels 20b der Kartusche 20 ohne gesondertes Dichtungselement zwischen Lauf 12 und
dem Rest der Waffe 10 auskommt, da der bei der Zündung der Kartusche 20 entstehende
Gasdruck den Kartuschenmantel 20b an die Innenumfangsfläche der Kartuschenaufnahmekammer
44 anpreßt und den mündungsfernen Bereich 18 des Laufs 12 automatisch abdichtet. Die
gesamte bei der Zündung der Kartusche 20 freiwerdende Energie wird zur Beschleunigung
des Geschosses 24 verwendet. Durch die automatische Abdichtung des Laufs 12 kann die
erfindungsgemäße Gasdruckwaffe 10 einfach aufgebaut sein.
[0051] In Figur 8 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gasdruckwaffe dargestellt,
welche im wesentlichen der in den Figuren 1 bis 7 dargestellten Gasdruckwaffe entspricht.
Analoge Teile sind in Figur 8 daher mit gleichen Bezugszeichen versehen wie in den
Figuren 1 bis 7, jedoch vermehrt um die Zahl 100. Die Gasdruckwaffe gemäß Figur 8
wird im folgenden nur insoweit beschrieben werden als sie sich von der Gasdruckwaffe
gemäß Figuren 1 bis 7 unterscheidet. Bezüglich der weiteren Bauteile und deren Funktionen
wird hiermit ausdrücklich auf die Beschreibung der Figuren 1 bis 7 verwiesen.
[0052] Das Gasdruckgewehr 110 gemäß Figur 8 unterscheidet sich von dem Gasdruckgewehr 10
gemäß den Figuren 1 bis 7 lediglich dadurch, daß neben dem Magazin 146 für Kartuschen
120 auch ein Magazin 160 für Geschosse 124 vorgesehen ist, mit welchem die Geschosse
24 nacheinander in die Kartuschenaufnahmekammer 144 eingeführt werden können. Das
Geschoß-Magazin 160 ist waagrecht, d.h. quer zur Laufrichtung, angeordnet. Das Magazin
160 weist eine Mehrzahl von Magazinbohrungen 162 auf, in denen jeweils ein Geschoß
124 aufgenommen ist und deren Innendurchmesser den gleichen Wert aufweist wie der
Innendurchmesser φ
44a des Hauptabschnitts 144a der Kartuschenaufnahmekammer 144.
[0053] Der einzige Unterschied beim Laden des Gasdruckgewehrs 110 im Vergleich zum Laden
des Gasdruckgewehrs 10 besteht darin, daß das Geschoß 124 nicht von Hand in die Kartuschenaufnahmekammer
144 eingelegt wird, sondern mit Hilfe des Magazins eine Magazinbohrung 162 mit einem
darin befindlichen Geschoß 124 in Fluchtung zu dem Hauptabschnitt 144a der Kartuschenaufnahmekammer
144 gebracht wird. Hierauf wird wie bei der Gasdruckwaffe 10 das Geschoß 124 mittels
der Kartusche 120 in den Laufkanal 112d des Laufs 112 eingeführt und dabei an der
Ringkante 144c kalibriert. Aufgrund der Gleichheit der Innendurchmesser der Magazinbohrung
162 und der Kartuschenaufnahmekammer 144 ist sichergestellt, daß der Schürzenabschnitt
des Geschosses 124 beim Übergang Magazinbohrung/Kartuschenaufnahmekammer nicht verformt
wird, sondern erst von der Ringkante 144c.
[0054] In Figur 9 ist schematisch eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gasdruckwaffe
dargestellt,-welche im wesentlichen der in den vorstehenden Figuren dargestellten
Gasdruckwaffe entspricht. Analoge Teile sind in Figur 9 daher mit gleichen Bezugszeichen
versehen wie in den Figuren 1 bis 7, jedoch vermehrt um die Zahl 200. Die Gasdruckwaffe
gemäß Figur 9 wird im folgenden nur insoweit beschrieben werden als sie sich von den
vorstehend beschriebenen Gasdruckwaffen unterscheidet. Bezüglich der der weiteren
Bauteile und deren Funktionen wird hiermit ausdrücklich auf die Beschreibung der Figuren
1 bis 7 verwiesen.
[0055] Das Gasdruckgewehr 210 gemäß Figur 9 unterscheidet sich von dem Gasdruckgewehr 110
gemäß Figur 8 dadurch, daß anstelle des Magazins 160 für Geschosse 124 ein Magazin
270 vorgesehen ist, in welchem sowohl Geschosse 224 als auch Kartuschen 220 aufgenommen
sind. Das Magazin 270 umfaßt eine Mehrzahl Magazinbohrungen 272. Die Magazinbohrungen
272 weisen jeweils einen ersten Abschnitt 272a auf, der der Kartuschenaufnahmekammer
44 der Ausführungsform gemäß den Figuren 1 bis 7 identisch ausgebildet ist, und ferner
einen zweiten Abschnitt 272b, der dem glattzylindrischen Abschnitt 12c des Laufkanals
12d der Ausführungsform gemäß den Figuren 1 bis 7 identisch ausgebildet ist. Zwischen
den ersten und zweiten Abschnitten 272a und 272b ist eine konische Ringkante 272c
ausgebildet. In Schußrichtung schließt sich an das Magazin 270 unmittelbar ein mit
Zügen versehener Abschnitt 112e der Laufkanals 112d an.
[0056] Zum Laden des Magazins 270 wird zuerst ein Geschoß 224 von Hand in eine Magazinbohrung
272 eingelegt und gelangt mit seinem Schürzenabschnitt zur Anlage an der Ringkante
272c. Aufgrund der vorstehend beschriebenen Ausbildung des ersten Abschnitts 272a
besteht hierbei nicht die Gefahr einer Verformung des Geschosses 224. Anschließend
wird eine Kartusche 220 in den ersten Abschnitt 272a eingeführt. Diese zentriert das
Geschoß 224 zunächst mit ihrem konischen Kopfabschnitt und schiebt es hierauf in den
zweiten Abschnitt 272b der Magazinbohrung 272, wobei sie das Geschoß 224 an der Ringkante
272c kalibriert.
[0057] Nach Abgabe eines Schusses aus der Magazinbohrung 272' wird das Magazin 270 in Richtung
des Pfeils M verschoben, bis die nächste Magazinbohrung 272" in Flucht zu dem Laufkanal
212d gelangt. In der Magazinbohrung 272' verbleibt die abgeschossene Kartusche 220'.
Zur Abgabe des nächsten Schusses schlägt das Schlagstück 222 auf den Rand des hinteren
Endes der Kartusche 220" und zündet deren Treibmittelsatz (die Kartuschen 220 sind
als Randzünder ausgebildet, wohingegen die Kartuschen 20 und 120 als Zentralzünder
ausgebildet sind). Infolge der hieraus resultierenden Druckgasentwicklung wird das
Geschoß 224" aus dem zweiten Abschnitt 272b heraus in den mit Zügen versehenen Abschnitt
112e des Laufkanals 112d beschleunigt.
[0058] In Figur 10 ist eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gasdruckwaffe dargestellt,
welche im wesentlichen der in den vorstehenden Figuren dargestellten Gasdruckwaffe
entspricht. Analoge Teile sind in Figur 10 daher mit gleichen Bezugszeichen versehen
wie in den Figuren 1 bis 7, jedoch vermehrt um die Zahl 300. Die Gasdruckwaffe gemäß
Figur 10 wird im folgenden nur insoweit beschrieben werden als sie sich von den vorstehend
beschriebenen Gasdruckwaffen unterscheidet. Bezüglich der der weiteren Bauteile und
deren Funktionen wird hiermit ausdrücklich auf die Beschreibung der Figuren 1 bis
7 verwiesen.
[0059] Die Gasdruckwaffe gemäß Figur 10 ist als Walzenrevolver 310 mit einem Trommelmagazin
380 ausgebildet, welches an dem Revolver 310 um eine in Längsrichtung des Laufs 312
angeordnete Achse 384 drehbar gelagert ist. Das Trommelmagazin 380 weist eine Mehrzahl
Magazinbohrungen 382 auf, welche erste und zweite Abschnitte 382a und 382b aufweisen,
die den ersten und zweiten Abschnitten 282a und 282b des Magazins 280 identisch ausgebildet
sind. Die ersten und zweiten Abschnitte 382a und 382b sind über jeweilige konische
Übergänge 382c verbunden.
[0060] Das Beladen des Magazins 380 mit Geschossen 324 und Kartuschen 320 und das Abfeuern
der Waffe erfolgen auf die vorstehend am Beispiel der Gasdruckwaffe 210 beschriebene
Weise. Auch bei dem Gasdruck-Revolver 310 werden randzündende Kartuschen 320 verwendet.
[0061] Der Walzenrevolver kann ebenso mit einem Schwenkmagazin ausgebildet sein. Bei der
Schwenkausführung müssen die abgeschossenen Kartuschen durch einen Ausstoßer manuell
entfernt werden, während sie bei der Kippausführung durch das öffnen automatisch ausgestoßen
werden.
[0062] Ferner ist es möglich, die Gasdruckwaffe als Pistole mit einem Steckmagazin für Geschoß-Kartuschen-Einheiten
auszubilden.
[0063] Der Vorteil der automatischen Abdichtung des Laufs durch die mit einem elastischen
Mantel ausgebildete Kartusche und des damit verbundenen einfachen Aufbaus der Gasdruckwaffe
kann bspw. auch dann genutzt werden, wenn anstelle des Diabolo-Geschosses ein Medium
zur Selbstverteidigung, bspw. eine Tränengaspatrone oder dergl., eingesetzt wird.
Auch kann daran gedacht sein, die Gasdruckwaffe für den Heimwerkerbereich, die Schädlingsbekämpfung
oder Sicherheitsanwendungen auszubilden.
[0064] Weiterhin kann die erfindungsgemäße Gasdruckwaffe gewichtsarm ausgebildet sein, da
viele Bauteile aus Kunststoff, Aluminium oder dergl., hergestellt sein können.
1. Gasdruck-Waffensystem, umfassend
eine Abschußvorrichtung (10) mit einem Laufkanal (12), der eine Achse und ein Projektilaustrittsende
(12g) aufweist,
ein Projektil (24) und
eine gesondert von dem Projektil (24) einzüführende Druckgas-Kartusche (20) zum Bereitstellen
eines das Projektil (24) in Achsrichtung des Laufkanals (12) zum Projektilaustrittsende
(12g) hin treibenden Druckgases,
wobei der Laufkanal (12) in axialem Abstand von dem Projektilaustrittsende (12g) ferner
eine Zuführung (18) für das Projektil (24) und die Druckgas-Kartusche (20) aufweist,
wobei weiter im Bereich der Zuführung (18) des Laufkanals (12) in Axialflucht mit
dem Laufkanal (12) eine Kartuschenaufnahmekammer (44) vorgesehen ist, welche in einer
Schußvorbereitungsstellung des Gasdruck-Waffensystems die Druckgas-Kartusche (20)
in einer Position hinter dem Projektil (24) aufnimmt,
wobei weiter das Projektil (24) mit einem in Schußrichtung vorderen Kopfabschnitt
(24b) und einem in Schußrichtung hinteren, durchmesservergrößerten Schürzenabschnitt
(24a) ausgeführt ist,
wobei der Durchmesser des Schürzenabschnitts (24a) auf den Durchmesser des Laufkanals
(12d) derart abgestimmt ist, daß bei der Überführung des Projektils (24) in die Schußvorbereitungsstellung
eine Durchmessereinengung des Schürzenabschnitts (24a) eintritt,
wobei weiter das Projektil (24) an seinem in Schußrichtung hinteren Ende eine Aushöhlung
(24c) besitzt und die Druckgas-Kartusche (20) an ihrem in Schußrichtung vorderen Ende
einen verjüngten Vorsprung (20c) besitzt,
wobei weiter die Aushöhlung (24c) und der Vorsprung (20c) wenigstens auf einem Teil
ihrer axialen Längen mit Konusflächen (24al, 20cl) aneinander anliegen,
wobei weiter der Vorsprung (20c) der Druckgas-Kartusche (20) eine in der Schußvorbereitungsstellung
in die Aushöhlung (24c) des Projektils (24) mündende Gasaustrittsöffnung (20f) besitzt,
und
wobei in der Abschußvorrichtung (10) eine Schußauslösevorrichtung (22) vorgesehen
ist, welche in der Lage ist, die Druckgas-Kartusche (20) zur Druckgasabgabe zu veranlassen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckgas-Kartusche (20) eine für jeweils einen Schuß verwendbare Kartusche
ist, in welcher ein das Druckgas bei Auslösung eines Schusses erzeugender Treibmittelsatz
enthalten ist,
daß die Druckgas-Kartusche (20) zumindest teilweise aus Kunststoff derart expansionsfähig
hergestellt ist und der Außendurchmesser der Druckgas-Kartusche (20) auf den Innendurchmesser
der Kartuschenaufnahmekammer (44) derart abgestimmt ist, daß die Druckgas-Kartusche
(20) leicht in die Kartuschenaufnahmekammer (44) eingeführt werden kann und sich unter
der Wirkung des sich in ihrem Inneren bei Auslösung eines Schusses aufbauenden Gasdrucks
gasdicht an eine Innenumfangsfläche (44a) der Kartuschenaufnahmekammer (44) anlegt,
und
daß im Inneren der Druckgaskartusche (20) eine Expansionskammer (20b) zum Aufbau und
zur Homogenisierung des Drucks ausgebildet ist.
2. Waffensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konusflächen (24a1,24a2,20c1) der Aushöhlung (24c) und des Vorsprungs (20c)
wenigstens auf einem Teil ihrer axialen Längen (24a1,20c1) übereinstimmenden Konuswinkel
(α) besitzen.
3. Waffensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kartusche (20) in Achsrichtung des Laufkanals (12d) durch einen Anschlag
(44b) positioniert ist.
4. Waffensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser (φ44a) der Kartuschenaufnahmekammer (44) den Maximaldurchmesser (φ24a) des Projektils (24) geringfügig überschreitet, so daß das Projektil (24) leichtgängig
in die Kartuschenaufnahmekammer (44) einführbar ist, und daß der Innendurchmesser
(φ12c) des Laufkanals (12d) einen gegenüber dem Innendurchmesser (φ44a) der Kartuschenaufnahmekammer (44) kleineren Wert aufweist, wobei das Projektil (24)
bei Einführung der Kartusche (20) in die Kartuschenaufnahmekammer (44) durch die Kartusche
(20) in den Laufkanal (12d) einschiebbar ist.
5. Waffensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Laufkanal (12) mit Zügen (12b) und Feldern (12a) versehen ist und daß die
Felder (12a) in der Schußvorbereitungsstellung mit dem Schürzenabschnitt (24a) des
Projektils (24) in Eingriff stehen.
6. Waffensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Kartuschenaufnahmekammer (44) und dem Laufkanal (12d) ein konischer
Übergang (44c) vorgesehen ist.
7. Waffensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Laufkanal (12d) angrenzend an die Kartuschenaufnahmekammer (44) einen glattzylindrischen
Abschnitt (12c) und an diesen glattzylindrischen Abschnitt (12c) zum Projektilaustrittsende
(12g) des Laufkanals (12d) hin anschließend einen mit Zügen (12b) versehenen Abschnitt
(12e) besitzt, wobei in einer Schußvorbereitungsstellung ein in Schußrichtung vorderer
Endbereich (24b) des Projektils (24) von dem mit Zügen (12b) versehenen Abschnitt
(12e) und ein in Schußrichtung hinterer Endbereich (24a) des Projektils (24) von dem
glattzylindrischen Abschnitt (12c) aufgenommen sind.
8. Waffensystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenfläche der Züge (12b) mit der Innenumfangsfläche des glattzylindrischen
Abschnitts (12c) fluchtet und daß zwischen den Zügen (12b) liegende Felder (12a) des
mit Zügen (12b) versehenen Abschnitts (12e) des Laufkanals (12d) gegenüber dem glattzylindrischen
Abschnitt (12c) radial einwärts geringfügig vorstehen und über konische Übergangsflächen
(12f) in den glattzylindrischen Abschnitt (12c) übergehen.
9. Waffensystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser (φ24b) des in Schußrichtung vorderen Projektilabschnitts (24b) kleiner ist als der durch
die Felder (12a) definierte Durchmesser (φ12a) des mit Zügen (12b) versehenen Abschnitts (12e) des Laufkanals (12d).
10. Waffensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Projektil ein Projektil (24) vom Diabolo-Typ ist.
1. Compressed gas weapon system comprising:
a firing mechanism (10) having a bore (12) with an axis and a projectile exit end
(12g), a projectile (24) and
a compressed gas cartridge (20) introduced separately from the projectile (24) for
providing a gas pressure propelling the projectile (24) axially of the bore (12) towards
the projectile exit end (12g),
said bore (12) further having in axial distance from the projectile exit end (12g)
a breech (18) for the projectile (24) and the compressed gas cartridge (20),
a cartridge-receiving chamber (44) provided in the breech region (18) of the bore
(12) in axial alignment with the bore (12), which chamber receives said compressed
gas cartridge (20) in a position behind the projectile (24) in a position of readiness
to fire of the compressed gas weapon system,
said projectile (24) having with respect to the direction of firing an anterior end
(24b) and with respect to the direction of firing an posterior apron portion (24a)
enlarged in diameter,
with the diameter of the apron portion (24a) being matched to the the diameter of
the bore (12d) such, that with placing the projectile (24) in the position of readiness
to fire a reduction in diameter of the apron portion (24a) occurs,
said projectile (24) further having a cavity (24c) at its posterior end with respect
to the direction of firing and the compressed gas cartridge (20) having a tapering
projection (20c) with respect to the direction of firing at its anterior end ,
the cavity (24c) and the projection (20c) being in mutual abutment by respective conical
surfaces (24a1, 20c1) over at least a part of their axial lengths,
the projection (20c) of the compressed gas cartridge (20) having a gas exit orifice
(20f) opening into the cavity (24c) of the projectile(24) in the position of readiness
to fire,
the firing mechanism (10) providing a firing pin (22), which is capable of causing
the compressed gas cartridge (20) to release compressed gas,
characterized in
that the compressed gas cartridge (20) is a cartridge usable for a single shot, containing
a propelling unit generating the compressed gas upon triggering a shot,
that the compressed gas cartridge (20) is formed at least partly of plastic to be
expandable in such a way and the outside diameter of the compressed gas cartridge
(20) is matched to the inside diameter of the cartridge receiving chamber (44) in
such a way, that the compressed gas cartridge (20) can be smoothly introduced into
the cartridge receiving chamber (44) and expands, under the action of the gas pressure
building up in the expansion chamber upon triggering a firing, into gas-tight contact
with an inner periphery (44a) of the cartridge receiving chamber (44), and that the
compressed gas cartridge (20) provides in its interior an expansion chamber (20b)
for building up and homogenizing the pressure.
2. Weapon system according to claim 1, characterized in that the conical surfaces (24a1,
24a2, 20c1) of the cavity (24c) and the projection (20c) have a ccinciding angle of
taper (α) over at least a portion of their axial lengths.
3. Weapon system according to any of claims 1 or 2, characterized in that the cartridge
(20) is positioned in axial direction of the bore (12d) by a stop (44b)
4. weapon system according to any of claims 1 to 3, characterized in that the inside
diameter (φ44a) of the cartridge-receiving chamber (44) slightly exceeds the maximum
diameter (φ24a) of the projectile (24), so that the projectile (24) is smoothly insertable
in the cartridge-receiving chamber (44), and in that the inside diameter (φ12c) of
the bore (12d) has a smaller value than the inside diameter (φ44a) of the cartridge-receiving
chamber (44), the projectile (24) being capable of being pushed into the bore (12d)
by the cartridge (20) upon introduction of the cartridge (20) into the cartridge-receiving
chamber (44).
5. Weapon system according to any of claims 1 to 4, characterized in that the bore (12)
is provided with grooves (12b) and lands (12a) and that the lands (12a) are engaged
with the apron portion (24a) of the projectile (24) in the position of readiness to
fire.
6. Weapon system according to any of claims 1 to 5, characterized in that, between the
cartridge-receiving chamber (44) and the bore (12b), a tapered transition (44c) is
provided.
7. Weapon system according to any of claims 1 to 6, characterized in that the bore (12d),
adjacent to the cartridge-receiving chamber (44), has a smooth cylindrical segment
(12c) towards the projectile exit end (12g) of the bore (12d), a segment (12e) provided
with rifling grooves (12b), whereby an end region (24b) of the projectile (24) anterior
in the direction of fire in a position of readiness to fire, is accommodated by the
segment (12e) provided with rifling grooves, and an end region (24a) of the projectile
(24) posterior in the direction of fire is accommodated by the smooth cylindrical
segment (12c).
8. Weapon system according to claim 7, characterized in that the floor of the rifling
grooves (12b) is aligned with the inner periphery of the smooth cylindrical segment
(12c) and in that lands (12a) located between the grooves (12b) of the segment (12e)
of the bore (12d) provided with rifling grooves (12b) project slightly radially inward
relative to the smooth cylindrical segment (12c) and pass over by way of conical transition
surfaces (12f) into the smooth cylindrical segment (12c).
9. Weapon system according to claim 8, characterized in that the outside diameter (φ24b)
of the projectile segment (24b) anterior in firing direction is smaller than the diameter
(φ12a) of the segment (12e) of the bore (12d) provided with rifling grooves (12b)
as defined by the lands (12a).
10. Weapon system according to any of claims 1 to 9, characterized in that the projectile
is a projectile (24) of the diabolo-type.
1. Système d'arme à gaz sous pression, comprenant
un dispositif de tir (10) avec un canal de canon (12), qui présente un axe et une
extrémité de sortie de projectile (12g),
un projectile (24) et
une cartouche de gaz sous pression (20) à introduire séparément du projectile (24),
en vue de la préparation d'un gaz sous pression chassant le projectile (24) dans la
direction axiale du canal de canon (12) vers l'extrémité de sortie de projectile (12g),
dans lequel le canal de canon (12) présente, à distance axiale de l'extrémité de sortie
de projectile (12g), une alimentation (18) pour le projectile (24) et la cartouche
de gaz sous pression (20),
dans lequel en outre est prévue, dans la zone de l'alimentation (18) du canal de canon
(12), dans l'alignement axial avec le canal de canon (12), une chambre de réception
de cartouche (44), qui, dans une position de préparation au tir du système d'arme
à gaz sous pression, loge la cartouche de gaz sous pression (20) dans une position
située derrière le projectile (24),
dans lequel en outre le projectile (24) est réalisé avec une portion de tête (24b)
avant, dans le sens de tir et une portion de jupe (24a) arrière dans le sens de tir,
de diamètre agrandi,
dans lequel le diamètre de la portion de tablier (24a) est adapté au diamètre du canal
de canon (12d) de manière que lors du transfert du projectile (24) dans la position
de préparation au tir, il se produit un rétrécissement du diamètre de la portion de
jupe (24a),
dans lequel en outre le projectile (24) possède un évidement (24c) à son extrémité
arrière dans le sens de tir et la cartouche de gaz sous pression (20) possède une
saillie (20c) rétrécie, à son extrémité avant dans le sens de tir,
dans lequel en outre l'évidement (24c) et la saillie (20c) s'appliquent l'une contre
l'autre au moins sur une partie de leurs longueurs axiales avec surfaces de cône (24a1,
20c1),
dans lequel en outre la saillie (20c) de la cartouche de gaz sous pression (20) possède
un orifice de sortie de gaz (20f), débouchant, dans la position de préparation au
tir, dans l'évidement (24c) du projectile (24) et
dans lequel il est prévu dans le dispositif de tir (10), un dispositif de déclenchement
de tir (22), qui est en mesure de faire que la cartouche de gaz sous pression (20)
délivre du gaz sous pression,
caractérisé
en ce que la cartouche de gaz sous pression (20) est une cartouche utilisable chaque
fois pour un tir, dans laquelle est contenue une composition propulsive produisant
le gaz sous pression lors du déclenchement d'un tir,
en ce que la cartouche de gaz sous pression (20) est réalisée expansible au moins
en partie en matière plastique et le diamètre extérieur de la cartouche de gaz sous
pression (20) est adapté au diamètre intérieur de la chambre de réception de cartouche
(44) de manière que la cartouche de gaz sous pression (20) puisse être introduite
facilement dans la chambre de réception de cartouche (44) et s'applique, sous l'effet
de la pression de gaz se constituant à l'intérieur de celle-ci, lors du déclenchement
d'un tir, de manière étanche au gaz, contre une surface périphérique intérieure (44a)
de la chambre de réception de cartouche (44), et
en ce qu'à l'intérieur de la cartouche de gaz sous pression (20) est formée une chambre
d'expansion (20b) pour la constitution et l'homogénéisation de la pression.
2. Système d'arme selon la revendication 1, caractérisé en ce que les surfaces de cône
(24a1, 24a2, 20c1) de l'évidement (24c) de la saillie (20c) possèdent des angles de
cône (α) coïncidant, au moins sur une partie de leurs longueurs axiales (24a1, 20c1).
3. Système d'arme selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la cartouche (20)
est positionnée par une butée (44b), dans la direction axiale du canal du canon (12d).
4. Système d'arme selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le diamètre
intérieur (φ44a) de la chambre de réception de cartouche (44) dépasse légèrement le diamètre maximal
(φ24a) du projectile (24), de sorte que le projectile (24) peut être introduit facilement
dans la chambre de réception de cartouche (44), et en ce que le diamètre intérieur
(φ12c) du canal de canon (12d) présente une valeur plus petite par rapport au diamètre
intérieur (φ44a) de la chambre de réception de cartouche (44), le projectile (24) pouvant être introduit
à travers la cartouche (20) dans le canal de canon (12b), lors de l'introduction de
la cartouche (20) dans la chambre de réception de cartouche (44).
5. Système d'arme selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le canal
de canon (12) est pourvu de rayures (12b) et de parties entre rayures (12a) et en
ce que les parties entre rayures (12a) sont en prise, dans la position de préparation
au tir, avec la portion de jupe (24a) du projectile (24).
6. Système d'arme selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une transition
conique (44c) est prévue entre la chambre de réception de cartouche (44) et le canal
de canon (12d).
7. Système d'arme selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le canal
de canon (12d) possède, à la limite de la chambre de réception de cartouche (44),
une portion (12c) cylindrique lisse et, à la suite de cette portion (12c) cylindrique
lisse, vers l'extrémité de sortie de projectile (12g) du canal de canon (12d), une
portion (12e) pourvue de rayures (12b), dans une position de préparation au tir, une
zone d'extrémité (24b) avant dans le sens de tir du projectile (24) étant logée par
la portion (12e) pourvue de rayures (12b) et une zone d'extrémité (24a), arrière dans
le sens de tir du projectile (24), étant logée par la portion (12c) cylindrique lisse.
8. Système d'arme selon la revendication 7, caractérisé en ce que la surface de fond
des rayures (12b) est alignée avec la surface périphérique intérieure de la portion
(12c) cylindrique lisse et en ce que des parties (12a), situées entre les rayures
(12b), de la portion (12e), pourvue de rayures (12b) du canal de canon (12d), dépassent
légèrement radialement vers l'intérieur par rapport à la portion (12c) cylindrique
lisse et se prolongent, par des surfaces de transition coniques (12f), par la portion
(12c) cylindrique lisse.
9. Système d'arme selon la revendication 8, caractérisé en ce que le diamètre extérieur
(φ24b) de la portion de projectile (24b), avant dans le sens de tir, est inférieur au diamètre
(φ12a), défini par les parties entre rayures (12a) de la portion (12e), pourvue de rayures
(12b), du canal de canon (12d).
10. Système d'arme selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le projectile
est un projectile (24) du type diabolo.