[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Inneneinrichtung eines Schlaf- oder Liegeabteils,
insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs
1.
[0002] Diese Merkmale sind aus zahlreichen ausgeführten Fahrzeugen bekannt, druckschriftlich
z. B. aus EP 0 221 260 B1. Die Siegeflächen bzw. deren Gestelle sind an einer ihrer
Längsseiten an einer Abteiltrennwand angelenkt. Wenn sie zum Bilden eines Sitzabteils
in eine "Tagstellung" hochgeklappt sind, kann die Unterseite der unteren Liegefläche
ggf. eine Rückenlehne für darunter befindliche Sitzgelegenheiten bilden.
Die Dicke der Liegeflächen bzw. ihrer Auflagen vermindert - bei einer zerklüfteten
Optik der Abteiltrennwand - die verfügbare Abteillänge (in Wagenlängsrichtung) und
damit auch den verfügbaren Fußraum bei Verwendung des Abteils in der "Tagstellung".
[0003] Nach einer UIC-Vorschrift müssen die Polster von Sitzflächen in Schienenfahrzeugen
zur Personenbeförderung anders als die von Liegeflächen ausgeführt werden, so daß
es nicht möglich ist, eine Liegefläche tagsüber als Sitzfläche für die Passagiere
zu verwenden.
[0004] Die Erfindung hat die Aufgabe, ausgehend von dem eingangs genannten Stand der Technik
eine Inneneinrichtung mit einer vergrößerten verfügbaren Abteillänge bei einer optisch
ansprechenderen Unterbringung der Liegeflächen in ihrer Tagstellung zu ermöglichen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0006] Die kennzeichnenden Merkmale der Unteransprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung an.
[0007] Die damit erstellte Prinziplösung bedeutet, daß die beiden übereinander angeordneten
Liegeflächen oder Betten seitlich, also in ihrer Längsrichtung, weggeklappt werden
können. Dabei wird das obere Bett in Eisenbahnwagen vorzugsweise wegen der durch Lichtraumprofile
eingeschränkten Räumlichkeiten etwa in der Mitte zusammengefaltet und in eine Bettnische
hineingeschoben oder -geklappt. Das untere Bett wird dann komplett gegen das obere
Bett geklappt und bildet mit seiner sichtbaren Unterseite einen geschlossenen und
glatten Abschluß der Bettnische. Wahlweise kann auch das Kopfende der unteren Liegefläche
stehenbleiben, so daß sich unter diesem bei Tagstellung ein Abstellraum für Gepäck
ergibt.
[0008] Gegenüber der eingangs erörterten konventionellen Lösung ergibt sich mit der erfindungsgemäßen
Inneneinrichtung eine größere nutzbare Abteillänge, was gerade bei einer kompakten
Abteilfolge in Doppelstockfahrzeugen wegen des gewonnenen Fußraums sehr viel wertvoller
ist als die bei der konventionellen Lösung vorhandene größere Abteilbreite. Zudem
geht der Trend bei modernen Schlafwagen zu Ein- bzw. Zweibettabteilen, so daß eine
bei größerer Abteilbreite verfügbare breitere Sitzfläche (für drei Personen nebeneinander)
ohnehin nicht mehr erforderlich ist.
[0009] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Gegenstands ergeben sich aus der Zeichnung
zweier Ausführungsbeispiele und deren folgender detaillierter Beschreibung.
[0010] Es zeigen in stark schematisierter Darstellung
- Figur 1
- eine erste Variante einer Inneneinrichtung mit einer zum Herstellen einer Tagstellung
faltbaren oberen und einer abdeckend vor diese schwenkbaren unteren Liegefläche,
- Figur 2
- eine zweite Variante mit einer anderen Faltkinematik für die obere Liegefläche.
[0011] Ein im Querschnitt gezeigtes Oberstockabteil 1 eines doppelstöckigen Eisenbahn-Liegewagens
ist gemäß
Figur 1 mit einer oberen Liegefläche 2 und einer unteren Liegefläche 3 ausgestattet, die
in der durchgezogen gezeichneten Machtstellung mit einem geringfügigen Längsversatz
übereinander angeordnet sind. Man blickt auf die abteilzugewandten Längsseiten der
im Aufriß rechteckigen Liegeflächen, während deren Stirnseiten sich senkrecht zur
Zeichnungsebene erstrecken.
[0012] Durch eine Trennwand 4 ist das Oberstockabteil 1 von einem Seitengang 5 abgeteilt,
eine weitere, quer zur Blickrichtung verlaufende Abteiltrennwand 6 bildet die Begrenzung
zum nächsten Abteil. In der der Trennwand 4 gegenüberliegenden Außen-Seitenwand ist
ein Fenster (hier nicht dargestellt) vorgesehen. Unterhalb der unteren Liegefläche
3 sind noch Sitzgelegenheiten 7 angedeutet, deren Rückenlehne in der Machtstellung
auf die Sitzflächen vorgeklappt ist. Unterhalb der Sitzgelegenheiten 7 kann Platz
für Gepäckstücke der Reisenden bleiben.
[0013] Die obere Liegefläche 2 ist etwa in ihrer Längsmitte geteilt. Dort ist ein Scharnier-Gelenk
8 mit parallel zu den kurzen Stirnseiten verlaufender Achse angeordnet, das ein Knicken
oder Falten der Liegefläche 2 in zwei etwa gleich lange Teilstücke 2S (seitengangnah)
und 2F (fensternah) ermöglicht.
[0014] An der Abteiltrennwand 6 ist eine seitliche Führung 9 vorgesehen, in der an den Teilstücken
2S und 2F der Liegefläche 2 angebrachte Schwenkachsen 10 (seitengangnah) und 11 (fensternah)
verschiebbar geführt sind. Diese Führung 9 wird hinreichend stabil ausgelegt, um die
Ausführung des Faltvorgangs ohne abteilseitige Abstützung des fensternahen Teils 2F
der oberen Liegefläche 2 zu erlauben.
[0015] Sie kann z. B. aus einem in die Abteiltrennwand 6 eingelassenen Metall-Nutprofil
und darin gleitend verschiebbaren Nutsteinen bestehen. Auch andere Führungsvarianten
(z. B. Wälzlagerung) sind selbstverständlich möglich, ohne vom eigentlichen Faltprinzip
abzuweichen.
[0016] Das seitengangnahe Teilstück 2S erstreckt sich in eine Nische oberhalb des Seitengangs
hinein, um in dem wegen der Dachkrümmung eingeschränkten verfügbaren Raum noch eine
akzeptable Liegelänge anzubieten.
[0017] In der gestreckten Machtstellung sind die beiden Teilstücke in nicht dargestellter
Weise im Gelenk sicher miteinander verriegelt, wobei die Gelenkverriegelung in der
Art eines Schnappriegels selbsttätig beim Entfalten in Wirkung tritt. Ferner werden
zur Unterstützung der wand- bzw. längsseitigen Führung 9 klappbare separate Abstützungen
vorgesehen, die sich entweder zur Innendecke des Abteils nach oben erstrecken oder
ebenfalls aus der Abteiltrennwand 6 auskragen. In der Tagstellung werden diese nicht
weiter dargestellten Abstützungen weggeklappt, so daß sie den Raum oberhalb der Sitzgelegenheiten
7 nicht beeinträchtigen. Es kann auch eine zweite Gleit- oder Rollführung mit vertikalem
Abstand zu der Führung 9 vorgesehen werden, um an der Abteiltrennwand 6 eine breitere
Stützbasis zu bilden.
[0018] Nach manuellem Ausrücken der Gelenkverriegelung durch Reisende oder Zugbegleiter
läuft der Faltvorgang wie folgt ab:
- -
- der Mittenbereich mit dem Gelenk 8 senkt sich ab;
- -
- gleichzeitig werden beide Stirnseiten der Liegefläche 2 angehoben, wobei das Teilstück
2S von dem die Decke des Seitengangs bildenden Boden der Bettnische abgehoben wird;
- -
- die Schwenkachse 11 an dem Teilstücken 2F wird in der Führung 9 zu der Schwenkachse
10 am Teilstück 2S und zum Seitengang 5 hin verschoben, bis die Oberseiten der Teilstücke
2S und 2F aufeinanderliegen und die gefaltete Liegefläche 2 ein quaderförmiges Paket
mit halbierter Länge bildet (gestrichelte Stellung II). In dieser Stellung wird das
Gelenk 8 zweckmäßig wiederum verriegelt.
[0019] Im Mittenbereich um das Gelenk 8 ist an der oberen Liegefläche 2 eine Zugfeder angedeutet,
die in der Art einer Übertotpunktfeder eine gewisse Vorspannung der Liegefläche 2
in die beiden Endlagen leistet. Anstelle einer Schraubenfeder kann auch eine Gasdruckfeder
mit äquivalenten Eigenschaften verwendet werden.
[0020] Durch das Absenken des Mittenbereichs kann die Liegefläche 2 länger ausgeführt werden
als ohne eine solche Absenkung; ihre fensternahe Stirnseite wird hierbei berührungsfrei
entlang der Innendeckenkontur auf einer Bahn geführt, die flacher verläuft als ohne
Absenkung bei einer kreisförmigen Schwenkbewegung um das Gelenk 8.
[0021] Das komplette Paket kann aus Stellung II um die Schwenkachse 10 als Ganzes gegen
den Uhrzeigersinn (Pfeil "A") zum Seitengang hin in eine horizontale Stellung III
geklappt werden, wobei die Schwenkachse 11 in einer Bogenkulisse 9B gleitet, die mit
der Führung 9 in Verbindung steht.
Diese Variante stellt bei einer Einbett-Nutzung des Abteils 1 eine zusätzliche Gepäckablage
auf der Unterseite des Teilstücks 2F der oberen Liegefläche 2 zur Verfügung.
Zum Wegklappen auch der unteren Liegefläche 3 wird das Paket aus Stellung II entlang
der Führung 9 in vertikaler Stellung zum Seitengang 5 hin in eine Tagstellung IV parallelverschoben
(Pfeil "B").
[0022] Auch die untere Liegefläche 3 weist seitengangnah eine Schwenkachse 12 auf. Ein seitengangnahes
(Kopf-)Teilstück 3S der unteren Liegefläche 3 - etwa ein Viertel von deren Gesamtlänge
- ist hier fest angeordnet. Das größere, fensternahe Teilstück 3F läßt sich um die
Schwenkachse 12 durch Anheben ihrer fensternahen Stirnseite ebenfalls gegen den Uhrzeigersinn
hochklappen und gelangt hierbei in eine vertikale Tagstellung, in der es die in Stellung
IV befindliche gefaltete obere Liegefläche 2 vollständig verdeckt. Die gestrichelt
in der Tagstellung angedeutete, mit 3U bezeichnete Unterseite der unteren Liegefläche
3 fluchtet mit der Eckkante der bereits erwähnten Nische und der sich daran anschließenden
Abteilwand zum Seitengang hin, so daß die vertikale gestrichelte Linie als Projektion
der Eckkante und des abteilseitigen Abschlusses der Nische zu verstehen ist.
[0023] Aus der Andeutung der Tiefe der Nische zum Seitengang hin und der Lage der Schwenkachse
10 in drei verschiedenen Stellungen wird deutlich, daß letztere ebenso wie die Schwenkachse
12 der unteren Liegefläche zu jeder Zeit beidseitig - in der Abteiltrennwand 6 und
in der Nischenseitenwand - aufgelagert ist.
[0024] Die hochgeklappt sichtbare Unterseite 3U wird glatt und je nach Designanforderung
mit Dekors ausgeführt, so daß die Reisenden in der Tagstellung der Inneneinrichtung
des Oberstockabteils 1 ein gefälliges, glattflächiges Gesamtbild wahrnehmen.
[0025] In der Machtstellung stützt sich das fensternahe Ende der unteren Liegefläche auf
entsprechende Absätze der Seitenwandverkleidung, die z. B. durch eine geeignete Verlegung
von Luft- oder Heizungskanälen gebildet werden.
Die obere Liegefläche 2 wird zum Herstellen der Machtstellung aus Stellung IV in Stellung
II - etwa Abteilmitte - gegen einen Anschlag geschoben, entriegelt und dann wie ein
sich öffnendes V aufgeklappt. Die Unterseite des Teilstücks 2S senkt sich bei der
Schwenkbewegung um die beidseitig gelagerte Achse 10 wieder auf den Boden der Bettnische
ab, während die in der Führung 9 geführte Schwenkachse 11 in Richtung der Außenseitenwand
gleitet. In der Strecklage des Gelenks 8 tritt wieder dessen selbsttätige Verriegelung
in Wirkung.
[0026] In einer zweiten Variante der Inneneinrichtung, die in
Figur 2 für ein Oberstockabteil 1 und ein Unterstockabteil 1' skizziert ist, entfällt die
Linearführung der Teilstücke 2F und 2S der oberen Liegefläche 2 entlang der Abteiltrennwand
6.
Allgemein werden in Figur 2 für gleiche Bauteile dieselben Bezugszeichen wie in Figur
1 verwendet. Der Seitengang 5 befindet sich rechts von den beiden Abteilen, so daß
die Schwenkbewegungen aus der Nacht- in die Tagstellung um die in Liegeflächenquerrichtung
verlaufenden Schwenkachsen hier im Uhrzeigersinn verlaufen.
[0027] Gleich wie im Beispiel nach Figur 1 ist auch hier die obere Liegefläche 2 etwa mittig
durch ein Gelenk 8 geteilt, das in der gestreckten Machtstellung selbsttätig verriegelt
wird. Eine ausschwenkbare Stütze 13 stützt die gestreckte Liegefläche 2 an ihrer fensternahen
Stirnseite (Teilstück 2F) in horizontaler Stellung ab. An dem seitengangnahen Teilstück
2S ist hier eine feste Schwenkachse 10' vorgesehen, über welche sich dieses Teilstück
beidseitig hinauserstreckt, etwa im Verhältnis 1 zu 2 kürzer zum Seitengang 5 hin.
Die Schwenkachse 10' ist wie im erstbeschriebenen Ausführungsfall beidseitig, an der
Abteiltrennwand 6 und einer Seitenwand einer Nische, aufgelagert. Auch hier fluchtet
die vertikal gestellte Unterseite 3U der hochgeklappten unteren Liegefläche 3 mit
dem abteilseitigen Abschluß dieser Nische.
[0028] Da sich das seitengangnahe Teilstück 2S der Liegefläche 2 beim Wegklappen nach unten
dreht, kann im Oberstockabteil 1 der Zwischenboden der Nische oberhalb des Seitengangs
5 noch durch ein kurzes feststehendes drittes Teilstück 2N als Liegefläche genutzt
werden, wobei eine Fuge in diesem Bereich in Kauf genommen wird.
[0029] Zum Falten und Wegklappen der mit einem Sicherheitsgeländer 14 versehenen oberen
Liegefläche 2 muß die Stütze 13 angeklappt und wiederum die Gelenkverriegelung gelöst
werden. Der Mittenbereich der Liegefläche 2 senkt sich jetzt ebenfalls ab - Schwenk
um die Schwenkachse 10' gegen den Uhrzeigersinn - und ermöglicht das Falten der Liegefläche.
Gegen ein vollständiges Absinken enthält das Liegeflächengestell wiederum Federn,
die eine Drehhemmung in der Achse 10' bewirken und das Anheben der Liegefläche 2 im
Uhrzeigersinn erleichtern.
[0030] Zum Falten der Liegefläche 2 wird das fensternahe Teilstück 2F im Uhrzeigersinn auf
das seitengangnahe Teilstück 2S geklappt, wobei wieder ein "Paket" entsteht, das nun
mit Federunterstützung als Ganzes um die Schwenkachse 10' im Uhrzeigersinn zum Seitengang
hin weggeklappt werden kann. Durch angedeutete Schwenkradien wird der Bewegungsablauf
der Kinematik verdeutlicht.
Durch das temporäre Absenken des Mittenbereichs der oberen Liegefläche 2 wird eine
gute Ausnutzung der durch Lichtraumprofile eingeschränkten Innendeckenkontur beim
Faltvorgang erreicht. In der Tagstellung ist hier allerdings der Mittenbereich mitsamt
dem Gelenk 8 über das Niveau der Nachtstellung angehoben. Die Transversalbewegung
gemäß Figur 1 entlang der Führung 9 ist hier durch eine Rotationsbewegung um die Schwenkachse
10' ersetzt.
Auch in dieser Variante kann ähnlich wie in Figur 1 eine horizontale Stellung des
Pakets vorgesehen werden, in der die Unterseite des Teilstücks 2F als zusätzliche
Gepäckablage dient.
[0031] Die untere Liegefläche 3 ist um ihre feste Schwenkachse 12 derart schwenkbar, daß
sie in der vertikalen Tagstellung die gefaltete obere Liegefläche 2 vollständig abdeckt
und nur ihre Unterseite für die Reisenden sichtbar ist. Abweichend vom Beispiel gemäß
Figur 1 ist die untere Liegefläche hier einteilig ausgeführt, wobei aber die Schwenkachse
12 mit Versatz gegenüber der seitengangnahen Stirnseite dieser Liegefläche angeordnet
ist - Deren seitengangnaher Teil bewegt sich mithin beim Übergang in die Tagstellung
zum Boden hin.
Auch hier wird das Hochklappen von Federkräften unterstützt. Als geeignete Kraftspeicher
kommen z. B. Gasdruckfedern oder Schraubenzugfedern in Frage.
1. Inneneinrichtung eines Schlaf- oder Liegeabteils, insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge,
mit mindestens zwei übereinander angeordneten, Längs- und Stirnseiten aufweisenden
Liegeflächen, die zum Gebrauch des Abteils über Tag als Sitzabteil aus einer Machtstellung
in eine Tagstellung wegklappbar sind, um Sitzgelegenheiten nutzbar zu machen,
dadurch gekennzeichnet,
daß an beiden Liegeflächen (2, 3) je mindestens eine sich parallel zu einer Stirnseite
erstreckende Schwenkachse (10, 11, 12; 10') vorgesehen ist und daß zum Herstellen
der Tagstellung eine der Liegeflächen (3) um ihre Schwenkachse (12) so vor die weggeklappte
andere Liegefläche (2) verschwenkbar ist, daß sie diese verdeckt.
2. Inneneinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zu verdeckende Liegefläche (2) in Tagstellung in mindestens einem, in der
gestreckten Tagstellung verriegelbaren Gelenk (8) faltbar ist, dessen Scharnierachse
parallel zu der Schwenkachse (10, 10') verläuft.
3. Inneneinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gelenk (8) zum Falten der Liegefläche (2) wenigstens annähernd in deren Mittenbereich
angeordnet ist, so daß die Liegefläche in ein Paket mit halbierter Länge faltbar ist.
4. Inneneinrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse des Gelenks (8) zumindest während des Faltens der Liegefläche (2) gegenüber
dem Niveau derselben, in der Nachtstellung befindlichen Liegefläche (2) absenkbar
ist.
5. Inneneinrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der oberen, in dem Gelenk (8) faltbaren Liegefläche (2) ferner zwei beidseits
des Gelenks (8) jeweils an einem Teilstück (2S, 2F) angeordnete Schwenkachsen (10,
11) vorgesehen sind, welche gegenüber einer an eine Längsseite dieser Liegefläche
(2) angrenzenden Abteiltrennwand (6) in einer Führung (9) zumindest verschiebbar geführt
sind.
6. Inneneinrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der oberen, in dem Gelenk (8) faltbaren Liegefläche nur eine beidseits gelagerte
feststehende Schwenkachse (10') vorgesehen ist, um welche die im Gelenk (8) gefaltete
Liegefläche (2) als Ganzes zumindest in eine Tagstellung wegklappbar ist, wobei die
Achse des Gelenks (8) über das Niveau der Liegefläche in Nachtstellung angehoben wird.
7. Inneneinrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teilstück (2S) der oberen Liegefläche in ausgeklappter Stellung auf einem
Boden einer Nische aufliegt und die an diesem Teilstück (2S) vorgesehene Schwenkachse
(10, 10') beidseitig sowohl an einer Abteiltrennwand als auch an einer abteilseitigen
Seitenwand der Nische aufgelagert ist.
8. Inneneinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche in einem Fahrzeug mit einem
aufeinanderfolgende Abteile verbindenden Seitengang,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkachsen (10, 12) zum Wegklappen der Liegeflächen (2, 3) seitengangnah,
jedoch in dem Liegebereich zwischen den beiden kurzen Stirnseiten der Liegeflächen
(2, 3) angeordnet sind.
9. Inneneinrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein seitengangnaher (Kopf-)Teil (3S) der unteren Liegefläche (3) feststeht und
die Schwenkachse (12) zwischen dem seitengangnahen Teil (3S) und dem längeren Restteil
(3F) der Liegefläche (3) angeordnet ist.
10. Inneneinrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die untere Liegefläche (3) einteilig um die gegenüber der seitengangnahen Stirnseite
zum Abteil hin versetzte Schwenkachse (12) schwenkbar ist, wobei sich ihr seitengangnaher
(Kopf-) Teil (3S) beim Übergang in die Tagstellung zum Abteilboden hin bewegt.