(19)
(11) EP 0 633 193 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.01.1997  Patentblatt  1997/01

(21) Anmeldenummer: 93111002.7

(22) Anmeldetag:  09.07.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B65D 27/02, B65D 27/30

(54)

Sicherheitsbeutel

Safety bag

Sac de sécurité


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE ES FR GB IT LI

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.01.1995  Patentblatt  1995/02

(73) Patentinhaber: C. Vaucher Unternehmensberatung
8050 Zürich (CH)

(72) Erfinder:
  • Stäuble, Alex
    CH-4339 Sulz (CH)

(74) Vertreter: Blum, Rudolf Emil Ernst 
c/o E. Blum & Co Patentanwälte Vorderberg 11
8044 Zürich
8044 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
FR-A- 2 450 204
US-A- 2 196 482
FR-A- 2 546 132
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen schlaffen Sicherheitsbeutel mit Vorkehrungen zur Anzeige einer unerlaubten Manipulation derselben und mit mindestens einem Taschenabschnitt zur Aufnahme einer Ware.

    [0002] Sicherheitsbeutel dienen zum Transportieren von Geldscheinen, Münzen, Wertpapieren, Geheimdokumenten, etc. und sind entsprechend derart ausgebildet, dass eine unerlaubte Manipulation derselben durch sichtbare Veränderungen am Beutel visuell wahrnehmbar sind. Dabei soll es verunmöglicht werden, dass der Sicherheitsbeutel entlang seines Transportweges geöffnet, dessen Inhalt entnommen und der Sicherheitsbeutel danach wieder derart verschlossen wird, dass der Empfänger die unerlaubte Manipulation mindestens vorerst nicht wahrnehmen kann. Als Vorkehrung gegen eine unerlaubte Manipulation bei verschweissten Rändern eines aus Kunststoff hergestellten Sicherheitsbeutels kann auf oder unmittelbar neben den verschweissten Rändern eine Sicherheitsbedruckung in Form von Buchstaben oder feingliedrigen Zeichen angeordnet sein. Wird der Sicherheitsbeutel bei den sicherheitsbedruckten Rändern aufgerissen oder aufgeschnitten ist es nicht mehr möglich, die aufgeschnittene Stelle wieder derart zu verschliessen, dass die Sicherheitsbedruckung nicht durch z.B. eine Verformung, ein nicht mehr zusammenpassen von Stellen der Sicherheitsbedruckung visuell anzeigt, dass eine Manipulation vorgenommen worden ist.

    [0003] Eine weitere Vorkehrung gegen eine unerlaubte Manipulation im Falle, dass ein Klebstoff verwendet wird beteht darin, dass dem Klebstoff ein Farbstoff zugegeben wird, der sich verfärbt, wenn versucht wird, den Klebstoff mitels eines Lösungsmittels aufzulösen.

    [0004] Die Sicherheitsbeutel bestehen üblicherweise, jedoch nicht ausschliesslich, aus Kunststoff und werden persönlich, z.B. durch Kuriere zum Bestimmungsort transportiert. Es gibt Sicherheitsbeutel, welche eine als Handgriff dienende Oeffnung in einem besonders dazu ausgebildeten Fortsatz aufweisen. Die vorwiegend aus Kunststoff bestehenden Sicherheitsbeutel sind zusammen mit ihrem Inhalt eher schlaffe Gegenstände, die nicht für den Postversand geeignet sind. Für den Postversand geeignete Verpackungen müssen entsprechenden Vorschriften der jeweiligen nationalen Postbetriebe entsprechen. Das heisst, dass Firmen zum Versand von zu sichernden Waren über verschiedene Verpackungen verfügen müssen, was aus Gründen der Beschaffungskosten, der Lagerung, etc. aufwendig ist.

    [0005] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, einen Sicherheitsbeutel zu schaffen, der zusätzlich zum Taschenabschnitt zur Aufnahme der jeweiligen zu transportierenden Ware eine Hilfstasche aufweist, in welche Hilfstasche bei Bedarf ein flächiges, biege- und verwindungssteifes Stützglied eingesteckt werden kann, so dass der insgesamte Sicherheitsbeutel für einen postalen Transport starr genug ist, und welcher Sicherheitsbeutel einen blattförmigen Ansatz aufweist, auf welchem eine Empfangsquittung, z.B. ein Poststempel, Postwertzeichen, etc. aufgebracht werden können.

    [0006] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, dass ein und derselbe Beutel für ein Transportieren durch eine Person, z.B. Kurier und auch einem Versenden durch einen Postbetrieb geeignet ist, wobei für letzteren Zweck lediglich ein plattenförmiges Stützglied in die Hilfstasche hineingeschoben wird.

    [0007] Durch die besondere Ausbildung des Bereiches der Oeffnungen der Taschen des Sicherheitsbeutels gemäss einer vorteilhaften Ausführung ist es verunmöglicht, dass die zu sendende Ware unbeabsichtigt in die Hilfstasche zur Aufnahme des plattenförmigen Stützgliedes hineingegeben werden kann. Ueberdies zeichnet sich der Sicherheitsbeutel dadurch aus, dass er ohne besondere maschinellen Vorkehrungen sehr einfach und billig hergestellt werden kann.

    [0008] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von zwei Ausführungswege darstellenden Zeichnungen beispielsweise näher erläutert.

    Figur 1 zeigt eine Vorderansicht eines Sicherheitsbeutels mit verschiedenen Feldern zur Beschriftung und zum Abstempeln,

    Figur 2 zeigt einen Schnitt durch eine erste Ausführung eines erfindungsgemäss ausgebildeten Sicherheitsbeutels, und

    Figur 3 zeigt einen Schnitt durch eine zweite Ausführung des Sicherheitsbeutels.



    [0009] Der hier beschriebene Sicherheitsbeutel besteht grundsätzlich aus einem thermoplastischen Kunststoff, wozu zu bemerken ist, dass auch andere Werkstoffe zur Herstellung des Beutels verwendet werden können, beispielsweise solche, die sich nicht für eine Verschweissung, sondern eher für eine Verklebung entlang der entsprechenden Rändern eignen.

    [0010] Der Sicherheitsbeutel weist einen Taschenabschnitt 1 zur Aufnahme der jeweils zu transportierenden Ware, z.B. Geldscheine, Münzen, Wertpapiere, auch geheim zu haltende Dokumente auf. Neben diesem Taschenabschnitt 1 ist eine Hilfstasche 2 angeordnet. In diese Hilfstasche 2 kann nach Bedarf ein biege- und verwindungssteifes Stützglied 3 eingesetzt werden. Dieses Stützglied 3 kann eine Platte aus Kunststoff mit einer Dicke von wenigen Millimetern sein. In der Figur 1 ist diese Platte 3 mit ihren abgerundeten Ecken strichliniert angedeutet und in den Figuren 2 und 3 im Schnitt gezeichnet.

    [0011] Der Beutel ist allgemein aus drei Kunststofffolienabschnitten aufgebaut, welche in dieser Beschreibung in einer nicht begrenzenden Weise als vorderer Blattabschnitt 6, mittlerer Blattabschnitt 7 und hinterer Blattabschnitt 8 beizeichnet sind. Auf dem vorderen Blattabschnitt 6 sind verschiedene beschriftbare Felder 26, 27 aufgedruckt. Es ist offensichtlich, dass auch auf dem hinteren Blattabschnitt 8 aufgedruckte Informationen, beschriftbare Felder, etc. (nicht gezeigt) vorhanden sein können.

    [0012] Aus der Figur 2 ist ersichtlich, dass der vordere Blattabschnitt 6 unten mit dem mittleren Blattabschnitt 7 bei einem allgemein mit der Bezugsziffer 9 bezeichneten Endbereich verschweisst ist. Der vordere Blattabschnitt 6 und der mittlere Blattabschnitt 7 sind bei der Ausführung nach Figur 1 aus einer umgefalteten Kunststoffolie hergestellt, wobei auf den in der Figur 2 unter dem Endbereich 9 vorhandenen Abschnitt weiter unten noch eingegangen wird. Eine alternative Ausführung ist in Figur 3 gezeichnet.

    [0013] Der vordere Blattabschnitt 6 ist kürzer als der mittlere Blattabschnitt 7, so dass der obere, freie Rand 10 des vorderen Blattabschnittes 6 relativ zum oberen, freien Rand 11 des mittleren Blattabschnittes 7 gegen den unteren Endbereich 9 hin versetzt angeordnet ist.

    [0014] Zur Bildung des Taschenabschnittes 1 sind der vordere Blattabschnitt 6 und der mittlere Blattabschnitt 7 entlang ihrer zwei Seitenrändern 20,22 und dem unteren Rand 21 miteinander verschweisst (siehe Figur 1). Im Falle eines nicht thermoplastischen Materials ist anstelle der Verschweisung eine Verklebung vorhanden, gegebenenfalls mit einem Klebstoff, der sich wie eingangs erwähnt verfärbt, falls er einem Lösungsmittel ausgesetzt wird. Entlang der Verbindungsstelle, also beim vorliegenden Beispiel der Schweissstellen bei den Rändern 20,21,22 ist ein Sicherheitsdruck 23 aufgebracht. Dieser kann aus aufgedruckten Buchstaben, z.B. Namenszügen, oder aus feingliedrigen geometrischen Darstellungen bestehen. Wird bei den entlang der Ränder 20,21,22 verlaufenden Schweissstellen unerlaubt Manipuliert, um den Taschenabschnitt 1 zu öffnen, den Inhalt zu entnehmen und den Taschenabschnitt 1 wieder zu verschliessen, ergibt sich z.B. bei einer plastischen Verformung der betreffenden Stellen eine visuell unmittelbar erkennbare Verzerrung des Sicherheitsdruckes 23 und der Versuch, eine aufgeschnittene Stelle wieder unkennbar zu verschliessen scheitert daran, dass sich visuell unmittelbar erkennbare Verschiebungnen in den Zeichen des Sicherheitsdruckes 23 ergeben.

    [0015] Die Hilfstasche 2 ist aus dem mittleren Blattabschnitt 7 und dem hinteren Blattabschnitt 8 gebildet. Diese zwei Blattabschnitte 7 und 8 sind ebenfalls analog zu den Blattabschnitten 6 und 7 miteinander verschweisst, wobei offensichtlich auf der Aussenseite des hinteren Blattabschnittes 8 ebenfalls ein Sicherheitsdruck (nicht gezeigt) aufgebracht ist, analog zum Sicherheitsaufdruck 23 des vorderen Blattabschnittes 6. Beim oberen Ende setzt sich der hintere Blattabschnitt 8 in einen zurückgefalteten Lappen 12 fort. Dieser Lappen 12 erstreckt sich in den Zwischenraum zwischen dem vorderen Blattabschnitt 6 und dem mittleren Blattabschnitt 7, und insbesondere bis zu einer Stelle unterhalb (bezogen auf die Darstellung nach Figur 2) des oberen, freien Randes 10 des vorderen Blattabschnittes 6. Obwohl der Uebergang vom hinteren Blattabschnitt 8 zum Lappen 12 als bogenförmiger Folienabschnitt gezeichnet ist, ist zu verstehen, dass die Darstellung lediglich der Deutlichkeit dient und in der praktischen Ausführung ein scharfkantiger, gegebenenfalls durch Wärmeeinwirkung formstabiler Uebergang vorhanden ist, so dass der Lappen 12 in der Ruhestellung formstabil in den genannten Zwischenraum hineinragt.

    [0016] Ein Klebstoffstreifen, betehend aus einem Trägerstreifen 13, z.B. aus Kunststoff und einem beispielsweise druckempfindlichen Klebstoff 15 ist mit dem oberen Endbereich des vorderen Blattabschnittes 6 verbunden, wobei insbesondere ein Abschnitt 14 des Klebstoffstreifens mit dem Blattabschnitt 6 verbunden ist. Der Flächenbereich 16 des Blattabschnittes 6, der mit dem Klebstoffstreifen verbunden ist, endet vor dem freien Rand 10, so dass ein überstehender, freier Bereich 17 beim Rand 10 vorhanden ist. Der Klebstoff 15 ist weiter in bekannter Weise von einem abziehbaren Abdeckstreifen 18, z.B. einem Silikonpapier überdeckt, welcher Abdeckstreifen zur besseren Handhabung etwas über dem freien Rand 28 des Streifens 13 hervorsteht.

    [0017] Auf der dem Klebstoffstreifen zugekehrten Seite des Lappens 12 befindet sich ein aufgedrucktes Identifikationsmerkmal 19, das im verschlossenen Zustand des Sicherheitsbeutels durch den Klebstoffstreifen 13 überdeckt ist und bei einer weiteren Stelle auf dem Sicherheitsbeutel, hier mit 19a bezeichnet, wiederholt ist. Dieses Identifikationsmerkmal 19 bzw. 19a kann z.B. aus einer Zahl und/oder einer Strichkodierung bestehen.

    [0018] Es wird nun auf die jeweiligen unteren Teile der Figuren hingewiesen. An dem Taschenabschnitt 1, bzw. Hilfstaschenabschnitt 2 schliesst ein blattförmiger Ansatz 4,5 an. Dieser Ansatz 4,5 kann je nach Herstellungsverfahren des Sicherheitsbeutels beispielsweise gemäss der Figur 2 aus den unten an mehreren Stellen veschweissten Teilen der zur Bildung der Blattabschnitte 6 und 7 umgefalteten Folie gebildet sein, wobei die Schweissstellen bei den mit den Bezugsziffern 21,24 und 25 bezeichneten Orten vorhanden sein können. Gemäss einem weiteren beispielsweisen Herstellungsverfahren kann der Ansatz 4,5, wie in der Figur 3 gezeigt ist, eine Fortsetzung des hinteren Blattabschnittes 8 sein. Als weitere Alternative können der mittlere 7 und hintere Blattabschnitt 8 aus einem umgefalteten Folienteil und der vordere Blattabschnitt 6 aus einem separaten Folienteil gebildet sein, wobei wieder an einem gemäss den oben genannten zwei Alternativen ein Ansatz 4,5 gebildet sein. Eine weitere Möglichkeit ist eine Herstellung durch ein entsprechendes Verschweissen von drei einzelnen Folienabschnitten, vor welchen einer zur Bildung des Ansatzes 4,5 länger als die restlichen zwei Folienabschnitte ist.

    [0019] Der Ansatz ist in diesem Beispiel in einen ersten 4 und einen zweiten Abschnitt 5 unterteilt. Der erste Abschnitt 4 weist gegenüber den Taschenabschnitten 1, bzw. 2 eine Solltrennstelle in Form einer Perforation 24 auf, die bei der Ausführung nach Figur 2 aus praktischen Gründen entlang einer der Schweissnähte zur Bildung des Ansatzes unterhalb der Blattabschnitte 6,7 verläuft. Die Aussenfläche des Abschnittes 4 ist von einer Beschaffenheit, bzw. Struktur, dass auf derselben ein Poststempel aufgebracht werden kann, dessen Plazierung durch die Kreislinie 29 in bekannter Weise vorgegeben ist. Dieser Abschnitt 4 ist somit beispielsweise zur vorläufigen Bescheinigung für die Annahme durch eine Annahmestelle eines Postbetriebes verwendbar.

    [0020] Ein weiterer Abschnitt 5 des Ansatzes ist über eine weitere Perforation 25, die ebenfalls je nach Ausführung entlang einer Schweissnaht verlaufen kann, mit dem Abschnitt 4 davon abtrennbar verbunden. Dieser weitere Abschnitt 5 kann beispielsweise zur Bescheinigung des Empfangs durch den Adressaten verwendet werden.

    [0021] Es wird wieder auf Figur 2 hingewiesen. Wenn der Sicherheitsbeutel mit der Post verschickt werden muss, ist das plattenförmige Stützglied 3 notwendig. Die Platte 3 wird in die Hilfstasche 2 hineingeschoben, indem der Lappen 12 aufwärts zurückgebogen wird und somit den Eintritt in den Innenraum der Hilfstasche 2 freigibt. Aufgrund der früher genannten Formstabilität ist der Lappen bestrebt, von selbst in seine Ruhestellung zwischen dem vorderen 6 und mittleren Blattabschnitt zurückzuklappen. Danach kann die zu transportierende Ware durch die zwischen dem Lappen 12 und dem vorderen Blattabschnitt 6 vorhandene Oeffnung in den Taschenabschnitt 1 eingefüllt werden. Weil der Lappen 12 den oberen Endbereich des mittleren Blattabschnittes 7 überlappt, besteht keine Gefahr, dass die eingefüllte Ware in die Hilfstasche 2 gelangen kann. Nachdem die Ware eingefüllt worden ist, wird der Abdeckstreifen 18 von der Klebstoffschicht 15 weggerissen und durch Anpressen des Klebstoffstreifens 13 mit dem druckempfindlichen Klebstoff der Sicherheitsbeutel verschlossen. Dabei ist zu bemerken, dass der Klebstoff 15 auch auf den überstehenden Bereich 17 zu liegen kommt, so dass ein einwandfreies Verschliessen des Beutels stattfindet.

    [0022] Wird der Sicherheitsbeutel nicht mit der Post versandt, sondern von einer Person, z.B. einem Kurier transportiert, ist die Stützplatte 3 nicht notwendig. Jedoch verhindert wieder die Ueberlappung des Lappens 12 über den oberen Endbereich des mittleren Blattabschnittes 7, dass die eingefüllte Ware in die Hilfstasche 2 gelangen kann.


    Ansprüche

    1. Schlaffer Sicherheitsbeutel mit Vorkehrungen zur Anzeige einer unerlaubten Manipulation desselben und mit mindestens einem Taschenabschnitt (1) zur Aufnahme einer Ware, gekennzeichnet durch mindestens eine, neben dem Taschenabschnitt (1) angeordnete Hilfstasche (2) und mindestens ein wahlweise in die jeweilige Hilfstasche (2) einsteckbares, flächiges biege- und verwindungssteifes Stützglied (3), und durch einen am mindestens einen Taschenabschnitt (1) einstückig anschliessenden blattförmigen Ansatz (4,5) zur Aufnahme von Empfangsquittungen.
     
    2. Sicherheitsbeutel nach Anspruch 1, mit einem Taschenabschnitt (1) und einer Hilfstasche (2), gekennzeichnet durch einen vorderen (6), mittleren (7) und hinteren Blattabschnitt (8), wobei der Taschenabschnitt (1) durch den vorderen (6) und mittleren Blattabschnitt (7) gebildet ist und die Hilfstasche (2) durch den mittleren (7) und hinteren Blattabschnitt (8) gebildet ist, welche Blattabschnitte (6,7,8) bei einem Endbereich (9) miteinander verbunden sind, der vordere (6) und mittlere Blattabschnitt (7) beim jeweiligen entgegengesetzten Endbereich einen freien Rand (10 bzw. 11) aufweisen und der hintere Blattabschnitt (8) beim entgegengesetzten Endbereich einen umgefalzten, in den Zwischenraum zwischen dem vorderen (6) und mittleren Blattabschnitt (7) hineinragenden Lappen (12) aufweist.
     
    3. Sicherheitsbeutel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Blattabschnitt (6) kürzer als der mittlere Blattabschnitt (7) ist, so dass der freie Rand (10) des vorderen Blattabschnittes (6) relativ zum entsprechenden Rand (11) des mittleren Blattabschnittes (7) gegen die miteinander verbundenen Endbereiche (9) hin versetzt angeordnet ist.
     
    4. Sicherheitsbeutel nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschnitt (14) eines einen Klebstoff (13) tragenden Streifens (13) mit dem vorderen Blattabschnitt (6) bei einem in einem Abstand neben dem freien Rand (10) angeordneten Flächenbereich (16) verbunden ist, so dass der vordere Blattabschnitt (6) zwischen diesem Flächenbereich (16) und dem freien Rand (10) einen überstehenden, nicht mit dem einen Klebstoff (15) tragenden Streifen (13) verbundenen Bereich (17) aufweist, wobei der Klebstoff (15) des nicht mit dem vorderen Blattabschnitt (6) verbundenen Klebstoffstreifenteils von einem abziehbaren Abdeckstreifen (18) überdeckt ist, derart, dass zum Verschliessen des Sicherheitsbeutels nach einem Entfernen des Abdeckstreifens (18) der Klebstoffstreifenteil auf dem überstehenden Bereich (17) des vorderen Blattabschnittes (6) und dem zwischen dem vorderen (6) und mittleren Blattabschnitt (7) hineinragenden, umgefalzten Lappen (12) des hinteren Blattabschnittes (8) aufklebbar ist.
     
    5. Sicherheitsbeutel nach einem der Ansprüche 2-4, dadurch gekennzeichnet, dass der umgefalzte Lappen (12) zur Anzeige einer unerlaubten Manipulation ein als Vorkehrung dienendes Identifizierungsmerkmal aufweist, welches bei verschlossenem Beutel vom Streifen (13) überdeckt ist, welches Identifizierungsmerkmal auf einer Aussenfläche des Sicherheitsbeutels wiederholt (19a) ist.
     
    6. Sicherheitsbeutel nach einem der Ansprüche 2-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Blattabschnitte (6, 7,8) entlang ihren Rändern (20,21,22), ausgenommen den freien Rändern (10,11) miteinander verbunden sind und entlang der miteinander verbundenen Rändern (20,21,22) als weitere Vorkehrung zur Anzeige einer unerlaubten Manipulation einen sichtbaren Sicherheitsaufdruck (23) aufweisen.
     
    7. Sicherheitsbeutel nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass der blattförmige Ansatz (4,5) über eine Solltrennstelle (24) mit dem Taschenabschnitt verbunden ist.
     
    8. Sicherheitsbeutel nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass der blattförmige Ansatz (4,5) durch Solltrennstellen (25) in Abschnitte (4, 5) aufgeteilt ist.
     
    9. Sicherheitsbeutel nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass die Blattabschnitte (6, 7,8), der blattförmige Ansatz (4,5) und der umgefalzte Lappen (12) aus einem thermoplastischen Material bestehen und die jeweiligen Verbindungsstellen durch eine Heissverschweissung gebildet sind.
     


    Claims

    1. Limp safety bag with measures for an indication of an unauthorised manipulation of same and with at least one pocket section (1) for the receipt of a ware, characterized by at least one auxiliary pocket (2) located adjacent the pocket section (1) and at least one planar supporting member (3) which is resistant against bending and warping and selectively insertable into a respective auxiliary pocket (2), and by one sheet like attachment (4, 5) adjacent the at least one pocket section (1) for receipt of acknowledgement receipts.
     
    2. Safety bag according to claim 1 with one pocket section (1) and one auxiliary pocket (2), characterized by a front (6), centre (7) and rear sheet section (8), whereby the pocket section (1) is formed by the front (6) and the centre (7)sheet sections and the auxiliary pocket (2) is formed by the centre (7) and the rear (8) sheet section, which sheet sections (6,7,8) are interconnected at a end area (9), the front (6) and centre sheet section (7) comprise a free edge (10 and 11, resp.) at the respective opposite end areas and the rear sheet section (8) comprises at the opposite end area a folded back flap (12) projecting into the interstice between the front (6) and the centre (7) sheet sections.
     
    3. Safety bag according to claim 2, characterized in that the front sheet section (6) is shorter than the centre sheet section (7), such that the free edge (10) of the front sheet section (6) is arranged staggered relative to the corresponding edge (11) of the centre sheet section (7) towards the interconnected edge areas (9).
     
    4. Safety bag according to one of the claims 2 and 3, characterized in that a section (14) of a strip (13) carrying an adhesive (13) is connected to the front section (6) at an area (16) located of a distance aside of the free edge (10), such that the front sheet section (6) comprises a projecting area (17) which is not connected to the strip (13) carrying an adhesive (15), whereby the adhesive (15) of the portion of the adhesive strip which is not connected to the front sheet section (6) is covered by a peelable covering strip (18), such that for a closing of the safety bag after a remoting of the covering strip (18) the adhesive strip portion is bondable onto the projecting area (17) of the front sheet section (6) and the folded back flap (12) of the rear sheet section (8) projecting between the front (6) and the centre sheet section (7).
     
    5. Safety bag according to one of the claims 2-4, characterized in that the folded back flap (12) comprises as an indication of an unauthorised manipulation an identification feature serving as measure and which is covered by the strip (13) when the bag is closed, which identification feature is repeated (19a) on an outer surface of the safety bag.
     
    6. Safety bag according to one of the claims 2-5, characterized in that the sheet sections (6, 7, 8) are interconnected along their edges (20, 21, 22) with exception of the free edges (10, 11) and comprise along the interconnected edges (20, 21, 22) a visible safety imprint as further measure for an indication of an unauthorised manipulation.
     
    7. Safety bag according to one of the claims 1-6, characterized in that the sheet like attachment (4, 5) is connected to the pocket section (1) via a design rupture area(24).
     
    8. Safety bag according to one of the claims 1-7, characterized in that the sheet like attachment (4, 5) is divided by design rupture areas (25) into sections (4, 5).
     
    9. Safety bag according to one of the claims 1-8, characterized in that the sheet sections (6, 7, 8) the sheet like attachments (4, 5) and the folded back flap (12) consists of a thermoplastic material and the respective connection areas are formed by a heat welding.
     


    Revendications

    1. Sachet de sécurité souple comportant des moyens pour rendre visible sa manipulation illicite, avec au moins une poche (1) pour recevoir une marchandise, caractérisé par au moins une poche auxiliaire (2) disposée à côté de la poche (1), au moins un organe de renfort (3) résistant au pliage et à la voilure et pouvant être enfilé dans la poche auxiliaire (2) correspondante, et par une pièce (4, 5) en forme de feuille prolongeant au moins une poche (1) et réalisée d'une pièce avec celle-ci pour recevoir les quittances.
     
    2. Sachet de sécurité selon la revendication 1, avec une poche (1) et une poche auxiliaire (2), caractérisé par une partie de feuille antérieure (6), une partie de feuille centrale (7) et une partie de feuille postérieure (8), la poche (1) étant formée par les parties de feuille antérieure (6) et centrale (7) tandis que la poche auxiliaire (2) est formée par les parties de feuille centrale (7) et postérieure (8), les parties de feuille (6, 7, 8) étant réunies à une extrémité (9), les parties de feuille antérieure (6) et centrale (7) présentant chacune à leur extrémité opposée un bord libre (10, respectivement 11,) et la partie de feuille postérieure (8) présentant à son extrémité opposée une patte (12) repliée insérée dans l'espace entre la partie de feuille antérieure (6) et la partie de feuille centrale (7).
     
    3. Sachet de sécurité selon la revendication 2, caractérisé en ce que la partie de feuille antérieure (6) est plus courte que la partie de feuille centrale (7), de façon à ce que le bord libre (10) de la partie de feuille antérieure (6) soit décalé en direction des extrémités reliées (9) par rapport au bord correspondant (11) de la partie de feuille centrale (7).
     
    4. Sachet de sécurité selon une des revendications 2 et 3, caractérisé en ce qu'une section (14) d'une bande (13) portant un adhésif (13) est reliée à la partie de feuille antérieure (6) sur une région superficielle (16) située à une certaine distance à côté du bord libre (10), de façon à ce que la partie de feuille antérieure (6) présente entre cette région (16) et le bord libre (10) un domaine (17) qui déborde et qui n'est pas lié à la bande (13) portant un adhésif (15), l'adhésif (15) de la partie de la bande adhésive non liée à la partie de feuille antérieure (6) étant recouvert d'une bande protectrice (18) pouvant être retirée, de façon à ce qu'après avoir retirée la bande protectrice (18) la fermeture du sachet de sécurité puisse être effectuée par collage de ladite partie de la bande adhésive sur le domaine (17) de la partie de feuille antérieure (6) qui déborde ainsi que sur la patte repliée (12) de la partie de feuille postérieure (8) insérée entre la partie de feuille antérieure (6) et la partie de feuille centrale (7).
     
    5. Sachet de sécurité selon une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que la patte repliée (12) comporte un signe d'identification servant à signaler une manipulation illicite, ce signe étant caché par la bande (13) lorsque le sachet est fermé et étant répété (19a) sur une surface extérieure du sachet de sécurité.
     
    6. Sachet de sécurité selon une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que les parties de feuille (6, 7, 8) sont réunies le long de leurs bords (20, 21, 22) sauf sur leurs bords libres (10, 11) et présentant le long des bords (20, 21, 22) réunis un dessin de sécurité imprimé (23) servant de moyen additionnel pour signaler une manipulation illicite.
     
    7. Sachet de sécurité selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la pièce (4, 5) en forme de feuille est réunie avec la poche par une zone d'arrachement (24).
     
    8. Sachet de sécurité selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la pièce (4, 5) en forme de feuille est divisée en sections (4, 5) par des zones d'arrachement (25).
     
    9. Sachet de sécurité selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les parties de feuille (6, 7, 8), la pièce en forme de feuille (4, 5) et la patte repliée (12) consistent en un matériau thermoplastique et que les divers raccords sont réalisés par soudure à chaud.
     




    Zeichnung