[0001] Die Erfindung betrifft Palettenbehälter für Flüssigkeiten, mit einem Innenbehälter
mit je einer verschließbaren Einfüllöffnung und einer Entnahme- und Spülöffnung und
einem an dem Innenbehälter anliegenden, äußeren Gittermantel aus Metall sowie einer
als Palette ausgebildeten Bodenwanne aus Blech zur formschlüssigen Aufnahme des Innenbehälters
und zur Befestigung des Gittermantels, wobei der dem Boden des Innenbehälter angepaßte
Boden der Bodenwanne Versteifungssicken aufweist, deren Gründe in einer gemeinsamen,
horizontalen Ebene liegen und die in dem Boden der Wanne nach unten offene Kammern
bilden, die flache Bodenwanne einen nach unten gezogenen, äußeren Stützrand aufweist,
der einen hohlen Stützkragen bildet, und die Bodenwanne auf einem Palettenrahmen aus
Metall, Holz oder Kunststoff befestigt ist (DE 42 06 945 C1).
[0002] Die Notwendigkeit zur Einsparung von Rohstoffen und die gesetzlichen Umweltschutzvorschriften
zwingen die einschlägige Industrie dazu, Flüssigkeiten zum Transport und zur Lagerung
in großvolumigen, auf dem Markt angebotenen, als Mehrwegbehälter ausgebildeten Palettenbehältern
der gattungsgemäßen Art anstatt wie bisher in Fässern mit wesentlich geringerem Fassungsvermögen
abzufüllen.
[0003] Die wesentlichen Nachteile des gattungsgemäßen Palettenbehälters, die aus der Herstellung
des Innenbehälters aus Kunststoff resultieren, sind folgende:
[0004] Die durch Fluorieren bewirkte Ausbildung von Sperrschichten auf der Außen- und Innenseite
des Kunststoff-Innenbehälters kann die Permeation von Flüssigkeiten wie Lösungsmitteln
und lösungsmittelhaltigen Flüssigkeiten in den Kunststoff nicht unterbinden, so daß
die Reinigungsmöglichkeiten für den Palettenbehälter begrenzt sind. Nach den gesetzlichen
Bestimmungen dürfen brennbare Flüssigkeiten in Palettenbehältern mit einem Kunststoff-Innenbehälter
nicht gelagert werden, und es dürfen mit derartigen Behältern keine brennbaren Flüssigkeiten
mit einem Flammpunkt unter 0°C transportiert werden. Schließlich weist der Innenbehälter
eine begrenzte Stabilität gegenüber einer äußeren Schlag- bzw. Stoßbeanspruchung auf.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den gattungsgemäßen Palettenbehälter im
Hinblick auf dessen Einsatz für den Transport und die Lagerung von Flüssigkeiten aller
Art weiterzuentwickeln und ein Verfahren zur wirtschaftlichen und preisgünstigen Herstellung
des Innenbehälter des Palettenbehälters aufzuzeigen.
[0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch einen Palettenbehälter mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 und das Herstellungsverfahren nach Patentanspruch 6.
[0007] Die Unteransprüche beinhalten vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen des Palettenbehälters.
[0008] Der erfindungsgemäße Palettenbehälter ist für den Transport und die Lagerung von
Flüssigkeiten, die in der Industrie für die verschiedensten Zwecke benötigt werden,
einsetzbar. Insbesondere kann der Behälter für den Transport und die Lagerung von
brennbaren Flüssigkeiten verwendet werden. Aufgrund der restlosen Entleerbarkeit und
der optimalen Reinigungsmöglichkeit, die durch die Flüssigkeitsnester vermeidende,
glatte Ausbildung der Innenseiten von Mantel, Boden und Deckel und der Übergänge zwischen
Mantel und Bodenteil sowie Mantel und Deckel bedingt ist, eignet sich der Behälter
für eine Verwendung in der Lebensmittelindustrie. Die doppelwandige Konstruktion des
Innenbehälters mit Innenblechen aus Edelstahl als Korrosionsschutz und Außenblechen
aus Normalstahl, die die Stützfunktion der Seitenwände und des Bodens des Behälters
ausüben, erlaubt eine Reduzierung der für korrosionsfeste, einwandige Blechbehälter
vorgeschriebenen Wandstärke von 2,5 bis 3 Millimetern um bis zu 50% auf 1,2 bis 1,5
Millimeter. Der Innenbehälter aus Blech weist in Verbindung mit dem Metallgittermantel
eine große Stabilität auf, die ein höchstes Maß an Sicherheit des Palettenbehälters
gegen äußere Schlag- und Stoßbeanspruchungen und eine mehrfache Stapelbarkeit des
Behälters gewährleistet. Das wirtschaftliche Herstellungsverfahren für den Innenbehälter
aus Blech ermöglicht eine Fertigung preisgünstiger Palettenbehälter mit hoher Qualität.
[0009] Die Erfindung ist nachstehend anhand von Zeichnungen erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- eine prespektivische Darstellung eines Palettenbehälter mit einem Innenbehälter aus
Blech, einem Gittermantel und einer als Bodenwanne ausgebildeten Palette,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt und
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den Bodenbereich des Palettenbehälters nach Linie III-III
der Fig. 2 in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 4
- eine abgeänderte Ausführungsform des Innenbehälters in perspektivischer Darstellung,
- Fign. 5 bis 7
- drei Verfahrensstufen bei der Herstellung des Mantels des Innenbehälters aus Blech,
- FIg. 8
- eine perspektivische Darstellung des mit Sicken zum Anschweißen des Bodenteils und
des Deckels versehenen Blechmantels des Innenbehälter,
- Fign. 9 und 10
- die Verbindung des Blechmantels mit dem Bodenteil und dem Deckel aus Blech durch eine
Rollennahtschweißung,
- Fig. 11
- die formschlüssige Verbindung des Mantels mit dem Bodenteil,
- Fig. 12
- das Glätten der Übergänge zwischen Mantel und Boden sowie Mantel und Deckel des Innenbehälters
durch Aufweiten in einer Stützform und
- Fig. 13
- eine Einzelheit der Stützform im Bereich der Bodenschweißnaht des Innenbehälters nach
dem Aufweitvorgang.
[0010] Der als Ein- und Mehrwegbehälter verwendete Palettenbehälter 1 nach den Fign. 1 bis
3 für den Transport und die Lagerung von Flüssiggut unterschiedlicher Art weist als
Hauptbauteile einen austauschbaren Innenbehälter 2 aus Blech mit einem rechteckigen
Grundriß und abgerundeten Ecken, der mit einem durch einen Deckel 4 mit einem Spannring
verschließbaren Einfüllstutzen 3 und mit einem weiteren Stutzen 5 im Bodenbereich
zum Anschluß eines Entnahme- und Spülhahns ausgestattet ist, einen Außenmantel 6 aus
sich kreuzenden senkrechten und waagrechten Gitterstäben 7, 8 aus Metall sowie eine
als flache Bodenwanne 10 aus Blech ausgebildete Palette 9 mit euronormgerechten Längen-
und Breitenabmessungen zur formschlüssigen Aufnahme des Innenbehälters 2 auf.
[0011] Der Innenbehälter 2 aus Blech ist aus einem Mantel 11, einem Bodenteil 12 und einem
Deckel 13 zusammengeschweißt. Mantel 11, Bodenteil 12 und Deckel 13 des doppelwandig
ausgebildeten Innenbehälters 2 bestehen aus einem dünnen Innenblech 14 aus korrosionsfestem
Edelstahl und einem Außenblech 15 aus Normalstahl, dessen Stärke größer ist als diejenige
des Innenblechs 14 (Fig. 9).
[0012] In Abweichung von der beschriebenen Ausführung kann der Innenbehälter 2 auch als
einwandiger Behälter ausgebildet sein.
[0013] Das Bodenteil 12 des Innenbehälters 2 weist einen Ablaufboden 16 auf, der mit einem
leichten Gefälle von dem rückwärtigen Rand 12a zum vorderen Rand 12b des Bodenteils
12 verläuft und der außerdem von den beiden Seitenrändern 12c, 12d des Bodenteils
12 leicht zur Bodenmitte hin abfällt. Auf diese Weist bildet der Boden 16 des Bodenteils
12 des Innenbehälters 2 eine flache, zu dem Stutzen 5 in dem vorderen Rand 12b zum
Anschluß eines Entnahme- und Spülhahns, vorzugsweise eines Kugel- oder Klappenhahns,
leicht geneigte Ablaufrinne 17.
[0014] Die in der Neigung dem Ablaufboden 16 des Innenbehälters 2 angepaßte, aus Blechmaterial
tiefgezogene Bodenwanne 10 der Palette 9 mit einer der Ablaufrinne 17 des Innenbehälters
2 entsprechenden flachen Mittelrinne 18 weist einen nach unten gezogenen äußeren Stützrand
19 und in Richtung der und quer zur Mittelrinne 18 verlaufende Versteifungssicken
20a, 20b auf, deren Gründe 21 in einer gemeinsamen Ebene 22-22 liegen. Durch die Versteifungssicken
20a, 20b und die Mittelrinne 18 werden in der Bodenwanne 10 nach unten offene Kammern
23 gebildet, und der äußere Stützrand 19 formt an der Bodenwanne 10 einen umlaufenden,
hohlen Stützkragen 24. Die derart gestaltete Bodenwanne 10 der Palette 9 zeichnet
sich durch ein gutes Dämpfungsvermögen und eine hohe Steifigkeit sowohl bei einer
Schwingungsbeanspruchung durch vom Transportfahrzeug übertragene Fahrschwingungen
und von dem flüssigen Transportgut ausgehende Schwallschwingungen als auch bei einer
äußeren Schlag- oder Stoßbeanspruchung aus, so daß der Palettenbehälter 1 den hohen
Anforderungen hinsichtlich der erforderlichen Transport- und Unfallsicherheit in vollem
Umfang genügt.
[0015] Von dem äußeren Stützrand 19 der Bodenwanne 10 ist ein umlaufender äußerer Randstreifen
25 abgewinkelt, der mit einer unter der Bodenwanne 10 mittig befestigten Versteifungsstrebe
26 einen Unterrahmen bildet.
[0016] Der durch den umlaufenden Stützkragen 24 der Bodenwanne 10 der Palette 9 fixierte
Gittermantel 6 stützt sich mit dem unteren, waagrecht umlaufenden Gitterstab 8 oder
einem unteren Abschlußprofil auf dem Randstreifen 25 der Bodenwanne 10 ab, und der
Gittermantel 6 ist über den unteren, waagrechten Gitterstab 8 zusammen mit der Bodenwanne
10 sowie den Mittel- 27 und Eckfüßen 28 auf dem als Stahlrohrrahmen ausgebildeten
Palettenrahmen 29 festgeschraubt.
[0017] Der Gittermantel 6 ist durch einen oberen,mit dem Gittermantel verschraubten Rahmen
30 versteift, der den Innenbehälter 2 von oben schützt.
[0018] Die Modulbauweise des Palettenbehälters erlaubt einen einfachen und schnellen Zusammenbau
des Behälters, einen einfachen Austausch des Innenbehälters aus Blech gegen einen
Innenbehälter aus Kunststoff und eine raumsparende und kostengünstige Lagerung sowie
einen enstprechend kostengünstigen Transport der Bauelemente.
[0019] Bei dem Innenbehälter 31 nach Fig. 4 fällt der Ablaufboden 16 von allen Rändern 12a-12d
des Bodenteils 12 leicht zur Mitte hin ab, und der Boden 16 weist eine mittige Entnahme-
und Spülöffnung 32 mit einem Anschluß für eine Entnahme- und Spülvorrichtung auf,
wobei der Entnahmeöffnung 32 eine entsprechende Öffnung im Boden der Bodenwanne zugeordnet
ist, dessen Form dem Ablaufboden des Innenbehälters angepaßt ist.
[0020] Zur Herstellung des doppelwandigen Blechmantels 11 des Innenbehälters 2 wird ein
nicht dargestellter, reckteckiger Blechausschnitt aus einem Edelstahl- und einem Normalstahlblech
zu einem Rohrkörper 33 gebogen, und anschließend werden dessen stoßende Ränder 33a,
33b z.B. auf einer Zargenschweißmaschine längsverscheißt (Fig. 5).
[0021] Der Rohrkörper 33 wird auf eine Reckpresse 34 aufgezogen, deren Spreizbacken 35,
36 die Form des Innenbehälters 2 im Bereich seiner Schmalseiten haben (Fig. 6). Nach
dem Aufziehen des Rohrkörpers 33 werden die Spreizbacken 35, 36 der Reckpresse 34
durch einen Druckmittelzylinder 37 auseinandergefahren (Fig. 7). Dabei nimmt der Rohrkörper
33 die Form des Blechmantels 11 an. Der Rohrkörper 33 wird derart auf die Reckpresse
34 aufgezogen, daß die Längsschweißnaht 38 des Rohrkörpers 33 auf eine der Schmalseiten
39 des Blechmantels 11 zu liegen kommt.
[0022] In die beiden Endbereiche des Mantels 11 wird je eine Umfangssicke 40, 41 mit einem
V-Querschnitt mit Abstand von den Mantelrändern 11a, 11b eingeformt, z.B. eingerollt
oder eingepreßt (Fig. 8).
[0023] Die beiden an die Sicken 40, 41 anschließenden äußeren Randstreifen 11c, 11d des
Mantels 11 werden auf Maß beschnitten.
[0024] Anschließend wird das tiefgezogene, wannenförmige Bodenteil 12 mit einem abgekanteten
Rand 42 paßgenau auf bzw. an die äußere Flanke 40a der einen Sicke 40 des Mantels
11 auf bzw. angesetzt, und das Bodenteil 12 wird am Mantel 11 angeheftet.
[0025] In gleicher Weise wird danach der tiefgezogene oder gepreßte Deckel 13 mit einem
abgekanteten Rand 43 paßgenau auf bzw. an die äußere Flanke 41a der anderen Sicke
41 des Mantels 11 auf- bzw. angesetzt, und der Deckel 13 wird am Mantel 11 angeheftet.
[0026] Bodenteil 12 und Deckel 13 werden mit dem Mantel 11 flüssigkeitsdicht vrschweißt,
vorzugsweise rollennahtverschweißt (Fign. 9 und 10).
[0027] Die über die abgekanteten Ränder 42, 43 des Bodenteils 12 und des Deckels 13 vorstehenden
Randstreifen 11c, 11d des Behältermantels 11 werden um den abgekanteten Bodenrand
42 und den Deckelrand 43 umgelegt, und die von den äußeren Flanken 40a, 41a der Sicken
40, 41 im Mantel 11 und den Randstreifen 11c, 11d gebildeten Spalte 44 zur Aufnahme
des Boden- 42 und des Deckelrandes 43 werden zusammengedrückt; wie dies in Fig. 11
für die Verbindung von Mantel 11 und Bodenteil 12 dargestellt ist.
[0028] In der letzten Stufe des Fertigungsverfahrens werden die zwischen Mantel 11 und Bodenteil
12 bzw. Deckel 13 des Innenbehälters 2 gebildeten Ringspalte 45 beseitigt, die Flüssigkeitsnester
bilden können, in denen sich Flüssigkeit beim Entleeren ansammelt, die beim Einsatz
des Palettenbehälters in der Lebensmittelindustrie krankheitserregende Keime bilden
kann.
[0029] Zur Beseitigung der Ringspalte 45 wird der Innenbehälter 2 in eine Stützform 46 eingebracht,
die derart ausgebildet ist, daß sich bei einer hydraulischen oder pneumatischen Druckbeaufschlagung
des Behälters 2 die inneren Übergangsbereiche 47 zwischen Mantel 11 und Bodenteil
12 sowie Mantel 11 und Deckel 13 begrenzt aufweiten können, wobei die nach außen vorstehenden
äußeren Flanken 40a, 41a der beiden Sicken 40, 41 im Behältermantel 11 und die an
diesen anliegenden, abgekanteten Ränder 42, 43 des Bodenteils 12 und des Deckels 13
von außen eingespannt werden, um ein Aufreißen der Boden- 48 und der Deckelschweißnaht
49 zu vermeiden (Fign. 12 u. 13).
[0030] Der in dem Innenbehälter 2 herrschende erhöhte Druck wird zweckmäßig zur Dichtheitsprüfung
des Behälters genutzt.
1. Palettenbehälter für Flüssigkeiten, mit einem Innenbehälter mit je einer verschließbaren
Einfüllöffnung und einer Entnahme- und Spülöffnung und einem an dem Innenbehälter
anliegenden, äußeren Gittermantel aus Metall sowie einer als Palette ausgebildeten
Bodenwanne aus Blech zur formschlüssigen Aufnahme des Innenbehälters und zur Befestigung
des Gittermantels, wobei der dem Boden des Innenbehälters angepaßte Boden der Bodenwanne
Versteifungssicken aufweist, deren Gründe in einer gemeinsamen, horizontalen Ebene
liegen und die in dem Boden der Wanne nach unten offene Kammern bilden, die flache
Bodenwanne einen nach unten gezogenen, äußeren Stützrand aufweist, der einen hohlen
Stützkragen bildet, und die Bodenwanne auf einem Palettenrahmen aus Metall, Holz oder
Kunststoff befestigt ist, gekennzeichnet durch einen Innenbehälter (2) aus Blech,
der aus einem Mantel (11), einem Bodenteil (12) und einem Deckel (13) zusammengeschweißt
ist.
2. Palettenbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bodenteil (12) des
Innenbehältrs (2) einen Ablaufboden (16) aufweist, der mit einem leichten Gefälle
von dem rückwärtigen Rand (12a) zum vorderen Rand (12b) des Bodenteils (12) verläuft,
an dem ein Stutzen (5) zum Anschluß eines Entnahme- und Spülhahns angeordnet ist.
3. Palettenbehälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablaufboden (16)
des Bodenteils (12) ein Gefälle von den beiden Seitenrändern (12c, 12d) zur Bodenmitte
hin aufweist und eine mittige, flache Ablaufrinne (17) bildet.
4. Palettenbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (16) des Innenbehälters
(31) von allen Rändern (12a-12d) des Bodenteils (12) leicht zur Mitte hin abfällt
und eine mittige Entnahme- und Spülöffnung (32) mit einem Anschluß für eine Entnahme-
und Spülvorrichtung aufweist, wobei der Entnahmeöffnung (32) eine entsprechende Öffnung
im Boden der Bodenwanne zugeordnet ist.
5. Palettenbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine doppelwandige
Ausbildung des Innenbehältrs (2), wobei Mantel (11), Bodenteil (12) und Deckel (13)
ein dünnes Innenblech (14) aus korrosionsfestem Edelstahl und ein Außenblech (15)
aus Normalstahl mit größerer Stärke als das Innenblech (14) aufweisen.
6. Verfahren zur Herstellung des Innenbehälters aus Blech für einen Palettenbehälter
nach den Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichent durch folgende Verfahrensschritte:
a) Biegen eines rechteckigen Blechzuschnittes zu einem Rohrkörper (33);
b) Längsverschweißen der stoßenden Ränder (33a, 33b) des Rohrkörpers (33);
c) Recken des Rohrkörpers (33) zu einem Mantel (11) mit rechteckigem oder quadratischem
Querschnitt;
d) Einformen je einer Umfangssicke (40, 41) mit V-Querschnitt in die beiden Endbereiche
des Mantels (11) mit Abstand von dessen Rändern (11a, 11b);
e) Beschneiden der beiden an die Sicken (40, 41) anschließenden äußeren Randstreifen
(11c, 11d) des Mantels (11) auf Maß;
f) paßgenaues Aufsetzen bzw. Ansetzen des tiefgezogenen, wannenförmigen Bodenteils
(12) mit einem abgekanteten Rand (42) auf bzw. an die äußere Flanke (40a) der einen
Sicke (40) des Mantels (11) und Anheften des Bodenteils (12) am Mantel (11);
g) paßgenaues Aufsetzen bzw. Ansetzen des Deckels (13) mit einem abgekanteten Rand
(43) auf bzw. an die äußere Flanke (41a) der anderen Sicke (41) des Mantels (11) und
Anheften des Deckels (13) am Mantel (11);
h) flüssigkeitsdichtes Verschweißen von Bodenteil (12) und Deckel (13) mit dem Mantel
(11);
i) Umlegen der über die abgekanteten Ränder (42, 43) des Bodenteils (12) und des Deckels
(13) vorstehenden Randstreifen (11c, 11d) des Behältermantels (11) um den abgekanteten
Bodenrand (42) und den Deckelrand (43) und Zusammendrücken der von den äußeren Flanken
(40a,41a) der Sicken (40, 41) im Mantel (11) und den Randstreifen (11c, 11d) gebildeten
Spalte (44) zur Aufnahme des Boden- (42) und des Deckelrandes (43);
j) Aufweiten der inneren Übergangsbereiche (47) zwischen Mantel (11) und Bodenteil
(12) sowie Mantel (11) und Deckel (13) des in eine Stützform (46) eingesetzten Behälters
(2) zur Beseitigung der zwischen Mantel (11) und Bodenteil (12) sowie Mantel (11)
und Deckel (13) gebildeten Ringspalte (45) durch Druckbeaufschlagung des Behälters
(2) und
k) Dichtheitsprüfung des Behälters (2) unter Innendruck.