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EP 0 633 378 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.10.1997 Patentblatt 1997/41 |
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Anmeldetag: 25.03.1994 |
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Rücklaufgesichertes Treibstangenschloss
Espagnolette with anti-return mechanism
Crémone serrure avec mécanisme antiretour
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR |
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Priorität: |
11.06.1993 DE 9308682 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.01.1995 Patentblatt 1995/02 |
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Patentinhaber: Carl Fuhr GmbH & Co. |
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D-42579 Heiligenhaus (DE) |
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Erfinder: |
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- Korb, Klaus
D-40885 Ratingen (DE)
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Vertreter: Grundmann, Dirk, Dr. et al |
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Rieder & Partner
Anwaltskanzlei
Postfach 11 04 51 42304 Wuppertal 42304 Wuppertal (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 091 515 DE-A- 3 520 862 DE-C- 87 865 FR-A- 399 995 FR-A- 2 469 532
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EP-A- 0 545 899 DE-A- 4 110 556 DE-U- 9 006 015 FR-A- 532 125
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Treibstangenschloß gemäß Gattungsbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein Treibstangenschloß der in Rede stehenden Art ist bekannt aus der FR-A-532 125,
wobei zwei gegenläufig verlagerbare Treibstangen-Anschlußschieber über Zapfen/Schlitzsteuerung
von einem drehbaren Getriebeelement verlagerbar sind. An seiner der Schloßgehäuserückwand
zugekehrten Längsflanke besitzt der betreffende Treibstangen-Anschlußschieber eine
Sperrausnehmung zum Zusammenwirken mit einem sperrklinkenartigen Sperrhebel. Dieser
ist von einer Blattfeder in Richtung seines Eingriffes federbelastet. Sobald der Haken
des Sperrhebels mit der Sperrausnehmung des Treibstangen-Anschlußschiebers aufgrund
einer Verlagerung desselben fluchtet, kann federbeaufschlagt der Sperrhebel in die
Eingriffsstellung treten. Aufgehoben wird diese Sperrstellung durch einen dem drehbaren
Getriebeelement zugeordneten, vorstehenden Nocken, welcher aufgrund eines Getriebespiels
den Sperrhebel aushebt und danach die Verlagerung der Treibstangen-Anschlußschieber
zuläßt.
[0003] Weiterhin ist ein Treibstangenschloß aus der deutschen Patentschrift 30 34 764 bekannt,
bei welchem mittels des Schließgliedes eines Profilzylinders ein Antriebszahnkranz
gedreht wird. Dessen Drehbewegung wird über Abtriebszahnräder auf eine längs der Stulpschiene
des Schlosses linear verlagerbare Treibstange übertragen. Letztere erhält ihren Antrieb
dabei von einem im Schloßkasten längsgeführten Treibstangen-Anschlußschieber, der
mit einer Verzahnung mit dem Abtriebsrad des Treibstangen-Betätigungsgetriebes zusammenwirkt.
Die Verzahnung ist bei diesem Schloß einer schwenkbar auf dem Treibstangen-Anschlußschieber
angeordneten Zahnstange zugeordnet. Bei einem Lastwechsel in der Übertragung der Antriebsbewegung
auf die Treibstange schwenkt die Zahnstange unter Ausbildung eines Getriebespiels
in die eine oder andere Richtung aus und kann dabei mit einem Festanschlag des Gehäuses
zusammenwirken.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
auf eine Federbeaufschlagung des Sperrhebels zu verzichten bei verbesserter Verriegelung
des Treibstangen-Anschlußschiebers.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch 1 angegebene Erfindung.
[0006] Die Unteransprüche stellen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung dar.
[0007] Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein gattungsgemäßes Treibstangenschloß von erhöhtem
Sicherheitswert angegeben, und zwar im Hinblick auf die Verriegelung des Treibstangen-Anschlußschiebers
in der Verriegelungsstellung. Die Anlenkung des Sperrhebels zwischen den Bewegungsbahnen
der Steuerkurven in Verbindung mit den zwei Schenkeln des Sperrhebels erlaubt es,
auf eine Federbeaufschlagung des Sperrhebels zu verzichten. Es liegt vielmehr eine
Zwangssteuerung des Sperrhebels vor. Jeder Schenkel wirkt mit einer der beiden Steuerkurven
zusammen, wobei die Steuerkurve des Treibstangen-Anschlußschiebers den Steuernocken
ausbildet, der über den Sperrhebel bei Zylinderbetätigung des Getriebes zusammenwirkt
mit der Freigabeaussparung des Getriebeelementes. Bei Getriebebetätigung bewegen sich
die Steuerkurven relativ zueinander. Zufolge des Getriebespiels ist bei einem Wechsel
der Antriebsrichtung ein Freigang des Getriebeelements gegeben, so daß mit dem Wechsel
der Antriebsrichtung eine Verschiebung der Phasenlage zwischen den beiden Steuerkurven
einhergeht. Jeder Schenkel des Sperrhebels besitzt je eine Sperrnase, welche Sperrnasen
in gleitender Anlage zu den Steuerkurven liegen. Die Steuerkurven können dabei Nocken
bzw. Aussparungen aufweisen, so daß der Sperrhebel bei Beaufschlagung durch den Nocken
zu einer Ausweichbewegung tendiert. Die Phasenlage der beiden Steuerkurven zueinander
ist bevorzugt so gewählt, daß bei einer schließzylinderbetätigten Getriebeverlagerung
der Sperrhebel mit einer seiner Sperrnasen in eine Aussparung der anderen Steuerkurve
eintaucht. Der Nocken wird bevorzugt der dem Treibstangen-Anschlußschieber zugeordneten
Steuerkurve angeformt, während die Aussparung bevorzugt von der Umfangsfläche des
drehbaren Getriebeelementes ausgebildet wird. Bei einer Getriebeverlagerung zufolge
einer direkten Beaufschlagung des Treibstangen-Anschlußschiebers, also bei einem Lastwechsel,
ist vorgesehen, daß die Verschwenkbarkeit des Sperrhebels bei der Nockenbeaufschlagung
gesperrt ist. Dies wird bevorzugt dadurch realisiert, daß die eine Sperrnase des Sperrhebels
mit einem umfangsgrößeren Bereich der Steuerkurve des drehbaren Getriebeelementes
zusammenwirkt, so daß infolge der Nockenbeaufschlagung durch den Treibstangen-Anschlußschieber
die Getriebeverlagerung gesperrt ist. Das Getriebe kann dadurch entsperrt werden,
daß zufolge des Getriebespiels und einer Schließzylinderbetätigung des Treibstangengetriebes
die dem drehbaren Getriebeelement zugeordnete Steuerkurve derart verlagert wird, daß
der Sperrhebel mit einer seiner Sperrnasen in eine Aussparung eintauchen und somit
unter Freigabe der Treibstangenverlagerung nockenbeaufschlagt ausweichen kann. Das
Getriebeelement wird bevorzugt von einem Antriebszahnkranz ausgebildet, der eine radiale
Aussparung aufweist, in die der Schließbart des Profilzylinders hineinragt.
[0008] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand beiliegender Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1a
- eine Darstellung des erfindungsgemäßen Treibstangenschlosses, teilweise aufgebrochen,
- Fig. 1b
- ein Schloß gemäß Figur 1a in Seitenansicht,
- Fig. 2
- eine Einzeldarstellung der beiden Steuerkurven und des Sperrhebels in einer ersten
Getriebestellung,
- Fig. 3
- eine Darstellung gemäß Figur 2 in einer zweiten Getriebestellung,
- Fig. 4
- eine Darstellung gemäß Figur 1 in einer dritten Getriebestellung,
- Fig. 5
- eine Darstellung gemäß Figur 2 in einer vierten Getriebestellung,
- Fig. 6
- eine Darstellung gemäß Figur 2 in einer fünften Getriebestellung,
- Fig. 7
- eine Darstellung gemäß Figur 1 in einer sechsten Getriebestellung und
- Fig. 8
- einen Schnitt durch einen Antriebszahnkranz gemäß der Linie VIII-VIII in Figur 7.
[0009] Bei Treibstangenschlössern besteht das Problem, daß, insbesondere dann, wenn der
Schließbart eines Schließzylinders frei drehbar ist, das Schloß durch direkten Angriff
an den Schloßelementen geöffnet werden kann. Beispielsweise lassen sich die meisten
Schließzylinder bei eingestecktem Schlüssel frei drehen. Ein derartiges Schloß kann
demnach dadurch entriegelt werden, daß die treibstangenbetätigbaren Verriegelungsglieder
direkt verlagert werden. Die Verlagerung der Treibstange bewirkt dann eine Verlagerung
des Treibstangenanschlußschiebers und zufolge der Getriebekopplung dann eine Rückverlagerung
der übrigen Riegelglieder, was die Öffnung des Schlosses zur Folge hat. Dieser Mißstand
wird durch eine Rücklaufsperre behoben. Erfindungsgemäß wird hierzu die Verlagerung
der Treibstange gesperrt. Der Treibstangenanschlußschieber 7 weist hierzu einen Nocken
11 auf, der mit einem Sperrhebel 10 zusammenwirkt. Ist der Sperrhebel 10 an einer
Ausweichbewegung gehindert, da er mit seiner zweiten Sperrnase 19' nicht in eine korrespondierende
Aussparung 22 des Zahnkranzes 1 eingreifen kann, so sperrt die Sperrnase 18', welche
von der Steuerkurve 21 des Nockens 11 beaufschlagt wird, eine weitere Verlagerung
der Treibstange 7.
[0010] Das Treibstangenschloß wird von einem nicht dargestellten Schließzylinder betätigt,
welcher einen Schließbart ausbildet, der in eine Aussparung 16 des Antriebszahnkranzes
1 eintaucht. Das Schloß bildet zur Aufnahme des Schließzylinders eine Einstecköffnung
12 aus. Über Abtriebszahnräder 2,3,4 wird die Drehbewegung des Antriebszahnkranzes
1 auf parallel zur Stulpe 12 im Schoßgehäuse geführte Treibstangenanschlußschieber
5 und 7 übertragen. Die Verzahnung des Letztrades 4 kämmt dabei mit Zahnstangen 6
der Treibstangenanschlußschieber. An die Treibstangenanschlußschieber 5,7 sind unter
Ausbildung eines Formschlusses Treibstangen 8 und 9 angekoppelt.
[0011] Das Schloß weist weiter einen getriebebetätigbaren Riegel 13 auf und eine nußbetätigbare
bzw. wechselbetätigbare Falle 14, die im Ausführungsbeispiel als Rollenfalle ausgebildet
ist. Das Getriebe eines derartigen Schlosses wird im Detail in der Offenlegungsschrift
40 14 046 beschrieben, auf welche an dieser Stelle verwiesen wird.
[0012] Der Sperrhebel 10 ist um eine ortsfest am Getriebegehäuse angeordnete Achse schwenkbar
und weist zwei Schenkel 18,19 auf. Wie insbesondere den Figuren 2 bis 7 zu entnehmen
ist, bildet der Schenkel 18 eine Sperrnase 18' aus, welche mit einer Steuerkurve 7'
des Anschlußschiebers 7 zusammenwirkt. Der Schenkel 19 des Sperrhebels 10 weist eine
Sperrnase 19' auf, die mit Umfangsfläche 1' des Antriebszahnkranzes 1 zusammenwirkt.
Die Steuerkurve 7' weist einen Nocken 11 auf, welcher von auflaufschrägenartig ausgebildeten
Steuerkurvenabschnitten 17 und 21 gebildet wird. Die Beaufschlagung der Sperrnase
18' durch den Nocken 11 bei einer Liniearverlagerung des Treibstangenanschlußschiebers
kann eine Schwenkbewegung des Sperrhebels 10 bewirken, dann nämlich, wenn die Sperrnase
19', welche auf der Umfangssteuerfläche 1' des Antriebszahnkranzes gleitet, in eine
der beiden Aussparungen 22,23 eintauchen kann. Liegt dagegen die Sperrnase 19' auf
dem durchmessergrößeren Steuerkurvenabschnitt 24 auf, ist eine Schwenkbewegung des
Nockens gesperrt und damit auch die Verlagerung der Treibstange 7. Der Steuerkurvenabschnitt
(24) wird von einem Flächenabschnitt bzw. einem Umfangsabschnitt der Steuerkurve (1')
gebildet.
[0013] In der in Figur 2 dargestellten Getriebestellung wird der Zahnkranz 1 in Pfeilrichtung
durch einen nicht dargestellten Schließzylinder angetrieben. Über die in den Figuren
2 bis 7 nicht dargestellten aber in Figur 1 dargestellten Abtriebszahnräder wird die
Drehbewegung auf eine Liniearbewegung der Treibstange 7 übertragen. Die Drehung des
Antriebszahnkranzes 1 in Pfeilrichtung bewirkt eine Verlagerung der Treibstange 7
nach oben. In der Getriebestellung in Figur 2 beaufschlagt die Steuerfläche 17 des
Nocken 11 die Sperrnase 18' des Schenkels 18 des Sperrhebels 10, welcher um eine ortsfeste
Achse 20 schwenkbar gelagert ist. Mit seinem zweiten Schenkel 19 und der von diesem
ausgebildeten Sperrnase 19' gleitet der Sperrhebel 10 auf einem durchmessergrößeren
Flächenabschnitt 24 der Steuerkurve 1' des Antriebszahnkranzes 1. Die Sperrnase 19'
ist in dieser Position im Übergangsbereich zwischen der Steuerkurve 24 und der Aussparung
22, die von einem durchmessergeringeren Steuerkurvenabschnitt ausgebildet wird. Eine
minimale weitere Drehung des Antriebszahnkranzes 1 bewirkt, daß die Aussparung 22
in Gegenüberlage tritt zur Sperrnase 19', so daß der Sperrhebel 10 schwenkbar ist.
[0014] Eine weitere Drehung des Antriebszahnkranzes 1 im Uhrzeigersinn (Fig. 3) bewirkt
eine weitere Treibstangenverlagerung nach oben, wobei dann zufolge der Nockenbeaufschlagung
der Schwenkhebel 10 unter Durchführung der Verschwenkung ausweicht und mit seiner
Sperrnase 19' in die Aussparung 22 eintaucht und somit den Weg zum Passieren des Nockens
11 vorbei an der Sperrnase 18' freigibt.
[0015] In den Figuren 3 und 4 ist die verschwenkte Stellung des Schwenkhebels 10 bei der
Passierung des Nockens 11 vorbei an der Sperrnase 18' dargestellt. Figur 4 ist eine
Bewegungsfolgedarstellung nach einer weiteren Drehung des Antriebszahnkranzes in Uhrzeigerrichtung,
ausgehend von einer Getriebestellung gemäß Figur 3. Die Länge der Aussparung 22,23
ist so gewählt, daß der Schwenkhebel, nachdem der Nocken 11 die Sperrnase 18' passiert
hat, wieder in seine Ausgangslage zurückgeschwenkt wird. Hierbei wird die Nase 19'
des Sperrhebels 10 von einem Übergangsbereich zwischen der Aussparung 23 und dem Steuerkurvenabschnitt
24 beaufschlagt.
[0016] In Figur 5 ist eine Getriebestellung dargestellt nach dem Passieren des Nockens 11
vorbei an der Sperrnase 18'. Der Sperrhebel 10 ist zufolge einer weiteren Drehung
des Antriebszahnkranzes in Uhrzeigerrichtung wieder zurückverschwenkt und gleitet
nun mit seiner Sperrnase 18' auf dem linearen Abschnitt der Steuerkurve 7' des Treibstangenanschlußschiebers
7 auf. Bei einer weiteren, nicht dargestellten Getriebeverlagerung, verursacht durch
eine weitere Drehung des Antriebszahnkranzes im Uhrzeigersinn erfolgt eine weitere
Verlagerung des Treibstangenanschlußschiebers nach oben, wobei der Sperrhebel 10 in
der in Figur 5 dargestellten Schwenklage bleibt und mit der Sperrnase 18' auf der
Steuerkurve 7' aufgleitet.
[0017] Erfolgt ausgehend aus einer derartigen, zuletzt beschriebenen Getriebestellung eine
Beaufschlagung auf den Treibstangenanschlußschieber nach unten, und kann sich der
Antriebszahnkranz frei drehen, so tritt zufolge des Lastwechsels eine Rückverlagerung
des Treibstangengetriebes ein. Die Rückverlagerung bewirkt zunächst, daß die Treibstange
sich nach unten bewegt, und der Zahnkranz 1 entsprechend im Gegenuhrzeigersinn gedreht
wird. Zufolge des Getriebefreiganges zwischen dem Antriebszahnkranz und dem Treibstangenanschlußschiebers
hat sich die Phasenlage der beiden Steuerkurven 1',7' verändert. Der Getriebefreigang
wird dadurch bewirkt, daß die Vielzahl der Zahnräder des Treibstangenantriebsgetriebes
mit Spiel ineinander greifen. Die zuvor beschriebene Abwärtsverlagerung des Treibstangenanschlußschiebers
7 erfolgt ungestört so lange, bis die Steuerfläche 21 des Nockens 11 die Sperrnase
18 des Sperrhebels 10 beaufschlagt (Figur 6). Zufolge des Freiganges und der durch
den Lastwechsel einhergegangenen Phasenverschiebung zwischen den beiden Steuerkurven
beaufschlagt der Schwenkhebel mit seiner Sperrnase 19' in dieser Getriebestellung
den durchmessergrößeren Umfangsabschnitt 24 der Steuerkurve 1' und kann demzufolge
keine Verschwenkung durchführen. Eine Weiterverlagerung des Treibstangenanschlußschiebers
7 nach unten ist somit blockiert.
[0018] Eine aus dieser Getriebestellung heraus erfolgende schließzylinderbetätigte Getriebeverlagerung,
wobei der Antriebszahnkranz in Pfeilrichtung in Figur 7, also gegen dem Uhrzeigersinn
gedreht wird, ermöglicht zufolge des Freigangs eine minimale Verlagerung des Antriebszahnkranzes
1, ohne daß sich der Treibstangenanschlußschieber 7 weiter nach unten zu verlagern
braucht. Durch diese minimale Verdrehung des Antriebszahnkranzes wird der Übergangsbereich
zwischen der Steuerkurve 24 und der Aussparung 23 unter der Sperrnase 19' hinwegbewegt,
so daß bei einer weiteren Verdrehung des Antriebszahnkranzes entgegen Uhrzeigersinn,
einhergehend mit einer Abwärtsverlagerung des Treibstangenanschlußschiebers 7 die
Sperrnase 19' in die Aussparung 23 eintauchen. Durch diese Schwenkbewegung des Sperrhebels
10 vollführt die Sperrnase 18' nockenbeaufschlagt eine Ausweichbewegung, so daß der
Nocken 11 an der Sperrnase 18' vorbei sich nach unten verlagern kann. Die Sperrwirkung
ist demzufolge durch eine Schließbetätigung des Treibstangenschlosses aufgehoben.
[0019] In Figur 8 ist dargestellt, daß die Steuerkurve 1' parallel zur Verzahnung 25 des
Zahnkranzes 1 angeordnet ist. Die Beabstandung der beiden Steuerkurven zueinander
ist so gewählt, daß die Sperrnase 18' gleitend auf der Steuerkurve 7' aufliegt und
gleichzeitig die Sperrnase 19' gleitend auf der Steuerkurve 1' aufliegt. Die Hebelverhältnisse,
d.h. die Länge der Schenkel 18 und 19 des Sperrhebels 10 sind so gewählt, daß ein
Eintauchen der Sperrnase 19' in die Aussparung 22 bzw. 23 eine Verlagerung der Sperrnase
18' bewirkt, die der Höhe des Nocken 11 entspricht. Es ist vorgesehen, daß bei weiterer
Drehung des Antriebszahnkranzes 1 ausgehend aus einer Getriebestellung gemäß Figur
4 im Uhrzeigersinn der Sperrhebel 10 keine weitere Verschwenkung mehr durchführt,
so daß die Sperrnase 19' beim nochmaligen Passieren der Aussparung 22 oder 23 nicht
in gleitender Auflage auf der Steuerkurve 1' aufliegt, sondern um den Betrag der Tiefe
der Aussparung 22,23 von der Steuerkurve beabstandet ist.
[0020] Der Hebelarm 18 des Hebels 10 ist länger ausgebildet als der Hebelarm 19. Demzufolge
hat der Nocken 11 eine größere Höhe, als die Tiefe der Aussparung 22,23 gegenüber
dem Umfangsbereich 24. Der Gebtriebefreigang zwischen dem Antriebszahnkranz und dem
Treibstangenanschlußschieber ist so gewählt, daß bei einer Nockenbeaufschlagung der
Sperrnase 18' durch den Nocken 11 ein übergangsbereich zwischen der Aussparung 22
und dem erhabenen Umfangsbereich 24 des Antriebszahnkranzes 1 an der Sperrnase 19'
durch Schließzylinderbetätigung vorbeigeführt werden kann, ohne daß sich die Treibstange
7 verlagert. Bei einer Getriebebeaufschlagung seitens des Treibstangenanschlußschiebers
7 ist vorgesehen, daß die Sperrnase 19' gegen den Endbereich der erhabenen Umfangsfläche
24 stößt (Fiqur 6). Die Rücklaufsperre des Treibstangenschlosses kann mittels des
Freiganges des Getriebeelementes gegenüber dem Treibstangenanschlußschieber durch
einen Wechsel der Antriebsrichtung des Getriebeelementes 1 bzw. eines Lastwechsels
im Getriebe gesperrt werden. Durch den zufolge des Getriebespieles vorhandenen Freigang
erfolgt eine Änderung der Phasenlase der beiden Steuerkurven 7',1' und damit eine
Beeinflussung der Verlagerbarkeit des zwischen den Bewegungsbahnen von Anschlußschieber
7 und Getriebeelement 1 angeordneten Sperrgliedes 10.
1. Mittels eines mit einem Treibstangen-Anschlußschieber (7) und einem einem Treibstangen-Betätigungsgetriebe
zugehörigen drehbaren Getriebeelement (1) zusammenwirkenden, um eine ortsfeste zum
Getriebegehäuse angeordnete Achse schwenkbaren Sperrhebels (10) zufolge eines Getriebespiels
rücklaufgesperrtes Treibstangenschloß, gekennzeichnet durch eine Anlenkung des Sperrhebels
(10) zwischen den Bewegungsbahnen je einer dem Anschlußschieber (7) und dem Getriebeelement
(1) zugeordneten Steuerkurve (7', 1'), wobei der Sperrhebel (10) zwei Schenkel (18,
19) aufweist, von denen der eine Schenkel (18) mit der einen Steuernocken (11) aufweisenden
Steuerkurve (7') des Anschlußschiebers (7) und dessen anderer Schenkel (19) mit einer
eine Freigabeaussparung (23, 22) aufweisenden Steuerkurve (1') des Getriebeelementes
(1) zusammenwirkt, wobei der Nocken (11) des Anschlußschiebers (7) bei einer Schieberverlagerung
den einen Schenkel des Sperrhebels (10) beaufschlag und wobei der Sperrhebel (10)
dann schwenken kann, falls der zweite Schenkel (19) des Sperrhebels (10) gegenüber
der Freigabeaussparung (23, 22) des Getriebeelementes steht.
2. Treibstangenschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schenkel
(18) mit einer ersten Sperrnase (18') in gleitender Anlage zur Steuerkurve (7') des
Anschlußschiebers (7) und der andere Schenkel (19) mit einer zweiten Sperrnase (19')
in gleitender Anlage liegt zu der von einer Umfangsfläche des drehbaren Getriebeelementes
(1) ausgebildeten Steuerkurve (1').
3. Treibstangenschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuerkurve (1') einen Nocken (24) ausbildet.
4. Treibstangenschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Getriebeelement (1) eine Verzahnung (25) aufweist.
5. Treibstangenschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Getriebeelement (1) ein von einem Profilzylinder-Schließglied
antreibbarer Zahnkranz ist, der über Abtriebsräder (2, 3, 4) den Treibstangen-Anschlußschieber
(7) antreibt.
6. Treibstangenschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sperrhebel (10) bei Beaufschlagung durch den Steuernokken
(11) des schließzylinderbetätigten Treibstangen-Anschlußschiebers (7) in die Freigabeaussparung
(22, 23) des Getriebeelementes eintaucht.
7. Treibstangenschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der bei einer Rücklaufbeaufschlagung des Treibstangen-Anschlußschiebers
(7) nockengesteuert auf der Umfangssteuerfläche (24) des Getriebeelementes aufliegende
Sperrhebel (10) die Bewegung des Anschlußschieber (7) sperrt.
1. Espagnolette locked against backward movement as a result of gear backlash by means
of a catch lever (10) cooperating with a driving rod connecting slide (7) and a rotatable
link element (1) associated with a driving rod control gear and pivotable about an
axis fixedly arranged relative to the gear casing, characterised in that the catch
lever (10) is hinged between the path of motion of respective control curves (7',
1') associated with the connecting slide (7) and the link element (1), the catch lever
(10) having two arms (18, 19), one arm (18) of which cooperates with the control curve
(7') of the connecting slide (7) having a control cam (11) and the other arm (19)
of which cooperates with a control curve (1') of the link element (1) having a releasing
recess (23, 22), wherein the cam (11) of the connecting slide (7) operates upon sliding
displacement of one arm of the catch lever (10) and the catch lever (10) can then
pivot if the second arm (19) of the catch lever (10) is situated opposite the releasing
recess (23, 22) of the link element.
2. Espagnolette according to claim 1, characterised in that one arm (18) bears slidably
against the control curve (7') of the connecting slide (7) via a first locking projection
(18') and the other arm (19) bears slidably against the control curve (1') formed
by a circumferential surface of the rotatable link element (1) via a second locking
projection (19').
3. Espagnolette according to one or more of the preceding claims, characterised in that
the control curve (1') forms a cam (24).
4. Espagnolette according to one or more of the preceding claims, characterised in that
the link element (1) has toothing (25).
5. Espagnolette according to one or more of the preceding claims, characterised in that
the link element (I) is a toothed rim which can be driven by a profile cylinder closure
element and drives the driving rod connecting slide (7) by means of output gears (2,
3, 4).
6. Espagnolette according to one or more of the preceding claims, characterised in that
the catch lever (10) is inserted into the releasing recess (22, 23) of the link element
upon operation of the control cam (11) of the closing cylinder lock-actuated driving
rod connecting slide (7).
7. Espagnolette according to one or more of the preceding claims, characterised in that
the catch lever (10) bearing in a cam-controlled manner against the circumferential
control surface (24) of the link element upon return operation of the driving rod
connecting slide (7) blocks the movement of the connecting slide (7).
1. Serrure à barres mobiles, à blocage de rappel obtenu au moyen d'un levier de blocage
(10), susceptible de pivoter autour d'un axe, localement fixe par rapport au boîtier
de transmission, par utilisation d'un jeu de transmission, coopérant avec un coulisseau
(7) de raccordement de barres mobiles et un élément de transmission (1), susceptible
de tourner et appartenant à un transmission d'actionnement de barres mobiles, caractérisée
par une articulation du levier de blocage (10), entre les trajectoires de déplacement
respectives d'un profil de commande (7', 1') associé respectivement au coulisseau
de raccordement (7) et à l'élément de transmission (1), le levier de blocage (10)
présentant deux branches (18, 19) dont une première branche (18) coopère avec le profil
de commande (7'), présentant un têton de commande (11), du coulisseau de raccordement
(7), et dont l'autre branche (19) coopère avec le profil de commande (1'), de l'élément
de transmission (1). présentant un évidement de libération (23, 77), en ce que le
têton (11) du coulisseau de raccordement (7) sollicite une branche du levier de blocage
(10) lors d'un déplacement du coulisseau et le levier de blocage (10) pouvant alors
pivoter, dans le cas où la deuxième branche (19) du levier de blocage (10) est placée
à en regard de l'évidement de libération (23, 22) de l'élément de transmission.
2. Serrure à barres mobiles selon la revendication 1, caractérisée en ce que la première
branche (18) vient en appui glissant, par un premier ergot de blocage (18'), sur le
profil de commande (7') du coulisseau de raccordement (7), et en ce que l'autre branche
(19) vient en appui glissant, par un deuxième ergot de blocage (19'), sur le profil
de commande (1') constituée par une surface périphérique de l'élément de transmission
(1) susceptible de tourner.
3. Serrure à barres mobiles selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le profil de commande (1') constitue un ergot (24).
4. Serrure à barres mobiles selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'élément de transmission (1) présente une denture (25).
5. Serrure à barres mobiles selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'élément de transmission (1) est une couronne dentée, susceptible
d'être entraînée par un organe de fermeture de cylindre profilé et qui entraîne le
coulisseau de raccordement de barres mobiles (7) par l'intermédiaire de roues menées
(2, 3, 4).
6. Serrure à barres mobiles selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le levier de blocage (10) plonge dans l'évidement de libération
(22, 23) de l'élément de transmission lorsqu'il y a sollicitation, par le téton de
commande (11), du coulisseau de raccordement de barres mobiles (7) actionné par le
cylindre de fermeture.
7. Serrure à barres mobiles selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le levier de blocage (10), commandé par un têton lors d'une
sollicitation de rappel du coulisseau de raccordement de barres mobiles (7) et reposant
sur la surface de commande périphérique (24) de l'élément de transmission, bloque
tout déplacement du coulisseau de raccordement (7).