[0001] Die Erfindung betrifft Verbundplatten zum Erstellen von gegen äußere Störfaktoren
wie Feuer, Feuchtigkeit, Wassereinbruch, Brandgase, Magnetfelder und gegen Einbruch
gesicherten Räumen, Schränken, Tresoren und dgl. Sicherheitseinrichtungen, mit einem
Schichtaufbau aus einbruchhemmenden, wärmedämmenden und wärmeabsorbierenden Materialien.
[0002] Die DE 90 10 922.8 U1 beschreibt eine als Panzerplatte ausgebildete Verbundplatte
zum Erstellen von gegen Einbruch gesicherten Räumen, Tresoren, Schränken und dgl.
Sicherheitseinrichtungen, die eine zwischen zwei äußeren Begrenzungsschichten angeordnete
mittlere Schicht aus mehreren vorgespannten Flachkörpern aus gummielastischem Material
mit eingelagerten, vorgespannten Versteifungselementen aufweist.
[0003] Diese bekannte Panzerplatte bietet keinen Brandschutz.
[0004] Der Erfinduiig liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Verbundplatte zu entwickeln,
die sich durch einen optimalen Schutz gegen Einbruch und Feuer auszeichnet.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Verbundplatte mit den Merkmalen
des Patentansspruches.
[0006] Die erfindungsgemäße Verbundplatte zeichnet sich durch folgende Vorteile aus:
[0007] Die Zwischenschicht bzw. Panzerschicht der Verbundplatte, die aus einer Vielzahl
von vorgespannten Flachkörpern bzw. großflächigen Gebilden aus elastischem Material
mit eingelagerten, vorgespannten Versteifungselementen aufgebaut ist, besitzt einen
hohen Durchbruchwiderstand, der aus der potientiellen Energie des elastischen Materials
der Zwischenschicht resultiert, die zwischen weiteren Schichten der Verbundplatte
aus wärmedämmenden, wärmeabsorbierenden und einbruchhemmenden Materialien eingespannt
ist. Bei einem Durchbruchversuch ist es sehr schwierig, die elastische Zwischenschicht
der Verbundplatte infolge der sich in kinetische Energie umwandelnden potentiellen
Energie des vorgespannten, elastischen Materials mit den eingelagerten, vorgespannten
Versteifungselementen zu zerstören, da eindringende Werkzeuge wie z.B. Trennscheiben
festgeklemmt werden. Beim Durchtrennen eines Bereiches oder mehrerer Bereiche des
elastischen Materials und der Versteifungselemente der Zwischenschicht verändern diese
infolge der Vorspannung ihre Position und verhaken sich im Werkzeug und ggf. in den
benachbarten Flachkörpern bzw. großflächigen Gebilden und zusätzlich behindern die
Vergußmasse aus Isolierbeton oder Bitumenkunststoffen zwischen den Flachkörpern und
die diese aufnehmende Blechkassette einen Trennvorgang, so daß ein Heraustrennen einzelner
Flachkörper aus dem Verbund der elastischen Zwischenschicht kaum möglich ist.
[0008] Schlagende Werkzeuge unterschiedlicher Art sind wirkungslos. Die kinetische Energie
von Geschossen und Splittern wird durch die vorgespannte, elastische Zwischenschicht
abgebaut bzw. vernichtet.
[0009] Auch mit Schneidbrennern und Sauerstofflanzen ist ein Durchbrechen der elastischen
Zwischenschicht der Verbundplatte sehr schwierig, da durch die Erhitzung elastisches
Material aufgeschmolzen wird und das geschmolzene Material nachfließt und die durch
äußere Einwirkung in der Zwischenschicht entstehenden Öffnungen immer wieder auffüllt.
Dadurch wird der Zeitaufwand für ein Durchbrechen der Verbundplatte derart groß,daß
eine Zerstörung der Verbundplatte praktisch ausgeschlossen wird und damit die Verbundplatte
die geltenden Sicherheitsanforderungen erfüllt.
[0010] Im Verbund der vorgespannten, elastischen Zwischenschicht mit weiteren Schichten
aus Isolierbeton, feuerhemmenden und wärmeabsorbierenden Materialien zeichnet sich
die Verbundplatte durch ausgezeichnete einbruchhemmende Eigenschaften für die Sicherung
von Wertgegenständen, Bargeld, Wertpapieren und Kundenmietfächern sowie einen erhöhten
Brandschutz aus, der magnetischen Datenträgern mit hoher Temperaturempfindlichkeit
ausreichende Sicherheit gegen Feuer bietet.
[0011] Die elastische Zwischenschicht der Verbundplatte kann kostengünstig aus Abfallmaterial
wie gebrauchten Fahrzeugreifen oder anderen stahl- oder gewebearmierten Abfallprodukten
aus elastischen Materialien hergestellt werden.
[0012] Schließlich können durch den Aufbau der elastischen Zwischenschicht aus einer Vielzahl
von Flachkörpern bzw. flächigen Gebilden ohne Schwierigkeiten Verbundplatten mit unterschiedlicher
Formgebung und verschienenen Abmessungen gefertigt werden.
[0013] Die Erfindung ist nachstehend anhand von Zeichnungen einer Verbundplatte erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 die Frontansicht einer Verbundplatte und
Fig. 2 einen Querschnitt der Verbundplatte nach Fig. 1.
[0014] Die Verbundplatte 1 nach den Figuren 1 und 2 zum Erstellen von feuer-, wasser-, gas-
und einbruchsicheren Räumen, Schränken, Tresoren und dgl. Sicherheitseinrichtungen
weist einen Schichtaufbau aus einer Zwischenschicht bzw. Panzerschicht 2 aus einer
Vielzahl von vorgespannten Flachkörpern bzw. großflächigen Gebilden 3 aus elastischem
Material mit eingelagerten, vorgespannten Versteifungselementen 4, einer die Flachkörper
3 der Zwischenschicht 2 aufnehmenden, auf der Außenseite derselben angeordneten Stahlblechkassette
5, einer an die Stahlblechkassette 5 anschließenden Schicht 6 aus Wärmedämmaterial
wie Beton, zwei an die Innenseite der Zwischenschicht 2 angrenzenden Schichten 7 aus
wärmedämmendem Isoliermaterial wie Polyurethanharz und einer Schicht 8 aus wärmeabsorbierenden
Materialien wie Natriumsulfat oder Phosphat sowie einem Außen- 9 und einem Innenmantel
10 auf, die als Stahlblechkassetten ausgebildet sind.
[0015] Die Flachkörper 3 der elastischen Zwischenschicht 2 der Verbundplatte 1 sind durch
Verbindungselemente wie Nägel, Schrauben, Nieten oder durch Kleben oder Vergießen
miteinander und/oder einer angrenzenden Schicht 7 verbunden.
[0016] Die Flachkörper 3 der elastischen Zwischenschicht 2 bestehen bevorzugt aus langgestreckten,aus
Reifenmänteln aus Gummi ausgeschnittenen, rechteckigen Streifen mit einer Armierung
aus Stahldraht oder Fasergewebe.
[0017] Die Flachkörper 3 können auch andere zweckmäßige Formen aufweisen und aus einem anderen
elastischen Material hergestellt werden.
[0018] Werden die vom ursprünglichen Verwendungszweck her in allen Ebenen gekrümmten Laufflächen
der Fahrzeugreifen am Umfang aufgeschnitten und in eine ebene Lage gebracht, entstehen
sowohl im Gummi als auch in der Drahtarmierung sehr hohe Spannungen. Werden dann die
vorgespannten Flachkörper bzw. großflächigen Gebilde 3 parallel und/oder rechtwinklig
oder in einer anderen Art zwischen zwei Schichten 6, 7 der Verbundplatte 1 eingespannt,
bilden diese einen Verbund vorgespannter, armierter Widerstandselemente, die sich
über die ganze Fläche der angrenzenden Schichten 6, 7 erstrecken. Infolge der Vorspannung
verspannen sich die einzelnen verkrümmten Flachkörper 3 zusätzlich gegeneinander,
wodurch in der Zwischen- bzw. Panzerschicht 2 ein diffuses Feld potentieller Energie
entsteht.
[0019] Die zwischen den Flachkörpern bzw. großflächigen Gebilden 3 der Zwischenschicht 2
verbleibenden Hohlräume 11 werden mit zementgebundenen Werkstoffen wie Isolierbeton
als zusätzlichem Armierungsmaterial aufgefüllt.
[0020] Die vorbeschriebene Verbundplatte bietet einen optimalen Schutz gegen Wärmeeinwirkung
von außen und gegen Einbruch.
1. Verbundplatte zum Erstellen von Sicherheitseinrichtungen, die gegen äußere Störfaktoren
wie Feuer, Feuchtigkeit, Wassereinbruch, Brandgase, Magnetfelder und gegen Einbruch
beispielsweise Räume, Schränke, Tresore sichern, mit einem Schichtaufbau aus einbruchhemmenden,
wärmedämmenden und wärmeabsorbierenden Materialien, mit einem Schichtaufbau aus einer
an sich bekannten, einbruchhemmenden Zwischenschicht (2), die einen oder mehrere vorgespannte
Flachkörper (3) aus elastischem Material mit eingelagerten, vorgespannten Versteifungselementen
(4) enthält, mindestens einer an die Außenseite der Zwischenschicht (2) anschließenden
Schicht (6) aus Wärmedämmaterial wie Beton, mindestens einer an die Innenseite der
Zwischenschicht (2) angrenzenden Schicht (7) aus Wärmedämmaterial wie Polyurethan
und einer Schicht (8) aus wärmeabsorbierenden Materialien wie Natriumsulfat oder Phosphat
sowie einem Außen- (9) und einem Innenmantel (10), die als Blechkassetten ausgebildet
sind.
1. A composite board for constructing security devices, rooms, cabinets, safes for example,
which protect against external damaging factors such as fire, damp, entry of water,
burning gases, magnetic fields and against breaking in, with a layer structure of
heat insulating and heat absorbing materials which resist breaking in, comprising
a layer structure having an intermediate layer (2) known per se and resisting breaking
in, which contains one or more prestressed flat bodies (3) of elastic material with
embedded, prestressed reinforcing elements (4), at least one layer (6) of heat insulating
material, such as concrete, adjoining the outside of the intermediate layer (2), at
least one layer (7) of heat insulating material such as polyurethane adjoining the
inside of the intermediate layer (2) and a layer (8) of heat absorbing materials such
as sodium sulphate or phosphate, as well as an outer cladding (9) and an inner cladding
(10), which are in the form of sheet metal cases.
1. Panneau composite pour la construction de dispositifs de sécurité par exemple de salles,
d'armoires, de coffres-forts, qui protégent, d'influences perturbatrices extérieures,
comme du feu, de l'humidité, de la pénétration d'eau, des gaz d'incendie, des champs
magnétiques et de l'effraction, comportant une structure stratifiée en matériaux retardant
l'effraction, calorifuges et absorbant la chaleur, comportant une structure stratifiée
constituée d'une couche (2) intermédiaire qui est connue en soi, qui retarde l'effraction
et qui comporte un élément (3) plat ou plusieurs éléments (3) plats précontraints,
qui sont en un matériau élastique comportant des éléments (4) de renforcement précontraints
insérés, au moins une couche (6), qui fait suite à la face extérieure de la couche
(2) intermédiaire et qui est en un matériau calorifuge, comme en béton, au moins une
couche (7), qui est adjacente à la face intérieure de la couche (2) intermédiaire
et qui est en un matériau calorifuge, comme en polyuréthanne, et une couche (8), qui
est en matériaux absorbant la chaleur, comme en sulfate de sodium ou en phosphate,
ainsi qu'un revêtement (9) extérieur et un revêtement (10) intérieur qui sont réalisés
en caissons de tôle d'acier.