[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Einlegerahmen für Bettgestelle zur Unterstützung
einer aufgelegten Matratze, der über Führungselemente und zwei parallele Hebelanordnungen
als Gestänge, wie Kniehebel, mit einem zugeordneten Stellantrieb gegenüber dem Bettgestell
heb- und senkbar ist und die parallelen Hebelanordnungen im Bereich der Stirnseiten
angeordnet sind, wobei jede Hebelanordnung mit einem Ende am Einlegerahmen und mit
dem anderen Ende am Bettgestell schwenkbar gelagert ist.
[0002] Eine solche Anordnung mit Kniehebeln ist durch die DE-C-41 15 916 bekannt.
[0003] Einlegerahmen sind insbesondere für Krankenhausbetten bereits bekannt. Hierbei hat
sich gezeigt, daß der Aufwand zum Anheben des Einlegerahmens relativ aufwendig ausgeführt
ist. Es werden oftmals Hydraulikzylinder eingesetzt die über entsprechende Scherenelemente
den Einlegerahmen höhenverstellbar ausbilden (DE-U-92 10 439). Diese bekannten Anordnungen
sind oft für den normalen Hausgebrauch nicht einsetzbar, und es ist auch häufig nicht
möglich, entsprechende normale Betten im Bedarfsfall umzurüsten.
[0004] Außerhalb des professionellen Pflegebereiches besteht das Problem, für Pflegefälle
zur Behandlung und zur Unterstützung den Einlegerahmen entsprechend anzuheben und
dabei die Anordnung als Aussteigehilfe bzw. Aufstehhilfe zu verwenden.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Ausbildung von höhenverstellbaren Betten zu
ermöglichen, die durch einfache, stabil geführte mechanische Anordnungen durchführbar
ist und die in herkömmliche Bettgestelle integrierbar sind sowie eine Umrüstung von
herkömmlichen Betten für den Einsatz bei Pflegefällen zu ermöglichen.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß die am Bettgestell
ausgebildeten Schwenkachsen der Gestänge jeweils als drehbar gelagertes Element ausgebildet
sowie drehfest mit einem Hebelarm verbunden sind und daß die Hebelarme über den zugeordneten
Stellantrieb zur Anhebung des Einlegerahmens gegensinnig zur Bettmitte hin oder von
der Bettmitte weg verstellbar sind.
[0007] Hierdurch ist es möglich, den Einlegerahmen auf einfache Weise mit der erforderlichen
Steifigkeit gegenüber dem Bettgestell vertikal anzuheben und dabei vorliegende Anordnungen
umzurüsten.
[0008] Eine einfache Ausbildung besteht darin, daß die Schwenkachse des Gestänges am Bettgestell
jeweils durch ein drehbar gelagertes Rohrelement gebildet und mit einem Hebelarm fest
verbunden ist sowie ein Stellantrieb auf einen mit dem Rohrelement verbundenen Winkelhebel
als Antriebshebel einwirkt.
[0009] Weiterhin ist vorgesehen, daß das Rohrelement über die Breite angeordnet ist. Hierdurch
ist es möglich, die Antriebsbewegung über das Rohrelement mit einem Antrieb auf beide
Seiten zur Betätigung von Hebelarmen zu übertragen.
[0010] Ein günstiger Antrieb besteht darin, daß eine verstellbare Zahnstange als translatorischer
Antrieb angeordnet ist, in die mit dem Hebelarm des Gestänges verbundene Zahnräder
eingreifen.
[0011] Eine einfache Ausbildung eines verstellbaren Einlegerahmens wird dadurch gebildet,
daß das Gestänge jeweils als Hebelarm mit einem Ende an den Längsseiten des Bettgestells
schwenkbar und angetrieben gelagert sowie an seinem anderen Ende Rollen aufweist,
die am Einlegerahmen in zugeordnete Führungsschienen eingreifen und während der Schwenkbewegung
des Hebelarms verschiebbar sind.
[0012] Alternativ ist vorgesehen, daß jedes Gestänge als Hebelanordnung jeweils durch zwei
an ihren Enden verbundene, gegeneinander verschwenkbare Hebel gebildet ist und ein
Hebel als Antrieb am Bettgestell und der andere Hebel am Einlegerahmen schwenkbar
angelenkt ist, wobei in der eingefahrenen Stellung des Einlegerahmens die Hebel einen
Winkel zueinander bilden, während in der ausgefahrenen Stellung des Einlegerahmens
die Hebel bis in eine gestreckte Lage verstellbar sind.
[0013] Eine günstige Anordnung mit einer guten Lastverteilung wird dadurch geschaffen, daß
jeweils ein Gestänge mit seinem Hebel in jedem Endbereich der Längsholme des Einlegerahmens
angelenkt ist.
[0014] Eine günstige Vertikalführung zwischen Einlegerahmen und Bettgestell wird dadurch
geschaffen, daß Führungselemente zur Vertikalführung durch Querlenker gebildet sind,
wobei die endseitigen Querträger von Bettgestell und Einlegerahmen über Laschenelemente
scherenartig verbunden sind und jedes Laschenelement einseitig am Querträger angelenkt
ist und die freien Enden der Laschenelemente gelenkig miteinander ver bunden sind.
[0015] Ferner wird vorgeschlagen, daß die Drehpunkte der Hebel am Bettgestell und Einlegerahmen
durch Rohrelemente verbunden und an den Rohrelementen Hebel drehfest angeordnet sind
und daß die Endbereiche der Hebel jeweils durch Synchronstrangen verbunden sind.
[0016] In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine Anordnung,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung eines Antriebes als Ausschnitt,
- Fig. 3
- eine Ansicht auf eine Stirnseite mit einer Querlenkeranordnung im ausgefahrenem Zustand,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf eine Längsseite mit einem Gestänge im ausgefahrenem Zustand,
- Fig. 5
- eine Prinzipdarstellung eines Gestänges zwischen Bettgestell und Einlegerahmen im
nahezu eingefahrenem Zustand,
- Fig. 6
- eine Anordnung gemäß Fig. 5 im ausgefahrenem Zustand,
- Fig. 7
- ein weiteres Ausführungsbeispiel als Prinzipdarstellung mit einem verschwenkbaren
Hebelarm am Bettgestell und einer geführten Rolle am Einlegerahmen im nahezu eingefahrenem
Zustand,
- Fig. 8
- eine Darstellung gemäß Fig. 7 im ausgefahrenem Zustand und
- Fig. 9
- eine weitere Ausführungsform einer Kniehebelanordnung in Seitenansicht mit Synchronstangen
in der ausgefahrenen Stellung.
[0017] Bei der dargestellten Ausbildung gemäß Fig. 1 ist ein Einlegerahmen 1 in einem Bettgestell
2 angeordnet. Hierbei liegen die entsprechenden Längsholme 3 und 4 des Bettgestells
2 parallel zu den Längsholmen 5 und 6 des Einlegerahmens während die endseitigen Querträger
7 des Bettgestells 2 entsprechende Querträger 8 des Einlegerahmens 1 aufnehmen. Hierbei
liegen die Querträger 7 und 8 übereinander und sind durch Führungselemente 9 zur Vertikalführung
miteinander verbunden. Für das Anheben des Einlegerahmens 1 gegenüber dem Bettgestell
2 sind in den Eckbereichen zwischen Bettgestell 2 und Einlegerahmen 1 Gestänge 10
angeordnet, die über einen Antrieb 11 verschwenkbar sind und dabei eine Höhenverstellung
des Einlegerahmens 1 herbeiführen. Die Schwenkbewegung der Gestänge 10 wird über Rohrelemente
12 durchgeführt, wobei die Stellantriebe 11 translatorische Bewegungen ausführen und
die Gestänge 10 gegensinnig beaufschlagen. Die Steuerung der Stellantriebe 11 erfolgt
durch einen Bedienungsschalter 13, wobei in diesem Falle die Stellantriebe 11 durch
Elektromotore gebildet werden.
[0018] Das Gestänge 10 wird durch ein Hebelgetriebe gebildet, das aus zwei Hebeln 14 und
15 besteht. Die Hebel 14,15 sind an ihren Enden gelenkig miteinander verbunden und
gegeneinander verschwenkbar. Hierbei ist der Hebel 14 als Antrieb mit seinem freien
Ende am Bettgestell 2 angelenkt, indem er fest mit dem drehbar gelagerten Rohrelement
12 verbunden ist, während der Hebel 15 mit seinem freien ende am Einlegerahmen 1 schwenkbar
angelenkt ist. In der eingefahrenen Stellung des Einlegerahmens 1 bilden die Hebel
14,15 einen Winkel zueinander, wobei die Hebel 14,15 in der angehobenen Stellung des
Einlegerahmens 1 in einer fast gestreckten Lage liegen. Diese Anordnung eines Gestänges
ist auch parallel an anderer Seite des Bettgestells 6 angeordnet.
[0019] Zum Antrieb über den gesteuerten Stellantrieb 11 ist in einem Seitenbereich das Rohrelement
12 mit einem Winkelhebel 16 als Antriebshebel fest verbunden. Auf diesen Winkelhebel
16 wirkt ein Stößel 17 des translatorisch wirkenden Stellantriebs 11 ein und verschwenkt
somit das Rohrelement 12. Die Gestänge 10 an entgegengesetzten Seiten der Anordnung
werden dabei über die zugehörigen Rohrelemente 12 jeweils gegensinnig verschwenkt.
In diesem Fall wird durch eine zur Mitte gerichtete Drehrichtung der Hebel 14 eine
Anhebung und in der anderen Richtung eine Absenkung des Einlegerahmens 1 eingestellt.
Dieser Arbeitsablauf ist in den Figuren 5 und 6 dargestellt.
[0020] Um eine Vertikalbewegung beim Anheben und Absenken zu erzielen, sind an den endseitigen
Querträgern 7,8 von Einlegerahmen 1 und Bettgestellt 2 Querlenker angeordnet, die
durch einzelne Laschenelemente 18,19 gebildet sind und scherenartig verbunden sind,
wobei die Laschenelemente 18,19 an einem Ende gelenkig verbunden sind und die freien
Enden jeweils am Querträger 7 und 8 angelenkt sind. Damit ist in allen angehobenen
Lagen von von Bettgestell 2 und Einlegerahmen 1 auch eine erforderliche Steifigkeit
gewährleistet.
[0021] Der Stellantrieb 11 ist in diesem Fall über sein Gehäuse auf den Rohrelementen 12
aufgehängt.
[0022] Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist gemäß Fig. 7 und 8 dargestellt. Hierbei sind
lediglich verschwenkbare Arme 14' an den Rohrelementen 12 des Bettgestells 2 festgesetzt
und am freien Ende ist eine Rolle 20 angeordnet, die in zugeordneten Führungsschienen
21 unterhalb des Einlegerahmens 1 geführt werden. Durch ein entgegengesetztes Verschwenken
der Arme 14' wird die Hub- und Senkbewegung entsprechend den anderen Ausführungsbeispielen
durchgeführt.
[0023] Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 ist eine weitere Ausbildung einer Kniehebelanordnung
gezeigt, wobei die Schwenkachsen am Einlegerahmen 1 zusätzlich durch Rohrelemente
26 über die Breite verbunden sind, wie es bei den Schwenkachsen am Bettgestell 2 durch
das Rohrelement 12 der Fall ist.
[0024] Die Rohrelemente 12,26 an beiden Enden des Bettgestells besitzen dabei einen fest
verbundenen zugeordneten Hebel 22 am Einlegerahmen 1 und angeordnete Hebel 23 am Bettgestell
2, die jeweils durch als Querverbindung dienende Synchronstangen 24,25 gelenkig verbunden
sind.
1. Einlegerahmen für Bettgestelle zur Unterstützung einer aufgelegten Matratze, der über
Führungselemente und zwei parallele Hebelanordnungen als Gestänge, wie Kniehebel,
mit einem zugeordneten Stellantrieb gegenüber dem Bettgestell heb- und senkbar ist
und die parallelen Hebelanordnungen im Bereich der Stirnseiten angeordnet sind, wobei
jede Hebelanordnung mit einem Ende am Einlegerahmen und mit dem anderen Ende am Bettgestell
schwenkbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die am Bettgestell (2) ausgebildeten
Schwenkachsen der Gestänge (10) jeweils als drehbar gelagertes Element (12) ausgebildet
sowie drehfest mit einem Hebelarm (14) verbunden sind und daß die Hebelarme (14) über
den zugeordneten Stellantrieb (11) zur Anhebung des Einlegerahmens (1) gegensinnig
zur Bettmitte hin oder von der Bettmitte weg verstellbar sind.
2. Einlegerahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse des Gestänges
(10) am Bettgestell (2) jeweils durch ein drehbar gelagertes Rohrelement (12) gebildet
und mit dem Hebelarm (14) fest verbunden ist sowie ein Stellantrieb (1) auf einen
mit dem Rohrelement (12) verbundenen Winkelhebel (16) als Antriebshebel einwirkt.
3. Einlegerahmen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrelement
(12) über die Breite des Bettgestells (2) angeordnet ist.
4. Einlegerahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine verstellbare
Zahnstange als translatorischer Antrieb (11) angeordnet ist, in die mit dem Hebelarm
(14) des Gestänges (10) verbundene Zahnräder eingreifen.
5. Einlegerahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestänge
(10) jeweils als Hebelarm (14') mit einem Ende an den Längsseiten (5 bzw. 6) des Bettgestells
(2) schwenkbar und angetrieben gelagert sowie an seinem anderen Ende Rollen (20) aufweist,
die und am Einlegerahmen (1) in zugeordnete Führungsschienen (21) eingreifen und während
der Schwenkbewegung des Hebelarms (14') verschiebbar sind.
6. Einlegerahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes
Gestänge (10) als Hebelanordnung jeweils durch zwei an ihren Enden verbundene, gegeneinander
verschwenkbare Hebel (14,15) gebildet ist und ein Hebel (14) als Antrieb am Bettgestell
(29) und der andere Hebel (15) am Einlegerahmen (1) schwenkbar angelenkt ist, wobei
in der eingefahrenen Stellung des Einlegerahmens (1) die Hebel (14,15) einen Winkel
zueinander bilden, während in der ausgefahrenen Stellung des Einlegerahmens (1) die
Hebel (14,15) bis in eine gestreckte Lage verstellbar sind.
7. Einlegerahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils
ein Gestänge (10) mit seinem Hebel (15) in jedem Endbereich der Längsholme (5,6) des
Einlegerahmens (1) angelenkt ist.
8. Einlegerahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Führungselemente
zur Vertikalführung durch Querlenker (9) gebildet sind, wobei die endseitigen Querträger
(7,8) von Bettgestell (2) und Einlegerahmen (1) über Laschenelemente (18,19) scherenartig
verbunden sind und jedes Laschenelement (18,19) einseitig am Querträger (7,8) angelenkt
ist und die freien Enden der Laschenelemente (18,19) gelenkig miteinander verbunden
sind.
9. Einlegerahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichent, daß die Drehpunkte
der Hebel (14,15) am Bettgestell (2) und Einlegerahmen (1) durch Rohrelemente (12,26)
verbunden und an den Rohrelementen Hebel (22,23) drehfest angeordnet sind und daß
die Endbereiche der Hebel (22,23) jeweils durch Synchronstrangen (24,25) verbunden
sind.