| (19) |
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(11) |
EP 0 634 229 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.10.1998 Patentblatt 1998/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.07.1994 |
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| (54) |
Verfahren, Zusammensetzung und Vorrichtung zur Innenreinigung und Beschichtung von
Rohrleitungen
Method, assembly and apparatus for internal cleaning and coating of pipelines
Procédé, assemblage et dispositif pour le nettoyage et revêtement interne d'une tuyauterie
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
12.07.1993 CH 2079/93
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.01.1995 Patentblatt 1995/03 |
| (73) |
Patentinhaber: Promotec AG |
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4153 Reinach BL (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Kurtz, Hans-Peter
CH-8046 Zürich (CH)
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| (74) |
Vertreter: Riederer, Conrad A., Dr. |
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Bahnhofstrasse 10 7310 Bad Ragaz 7310 Bad Ragaz (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 053 355 EP-A- 0 326 867 GB-A- 1 236 205 US-A- 4 243 699
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EP-A- 0 299 134 DE-A- 4 119 947 US-A- 3 914 815
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 8, no. 54 (M-282) (1491) 10. März 1984 & JP-A-58 206
371 (NIHON PLANT SERVICE CENTER K.K.) 1. Dezember 1983
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 7, no. 92 (M-208) 16. April 1983 & JP-A-58 016 195
(IDEMITSU KOSAN K.K.)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 14, no. 68 (C-686) 8. Februar 1990 & JP-A-01 288 385
(SHINICHI MATSUDA) 20. November 1989
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Innenreinigung
und Sanierung von Rohren, insbesondere von installierten Rohrleitungen, mittels eines
Fluids und eines Strahl- oder Abrasivmittels. Eine derartige Behandlung von Rohren
ist im Prinzip aus GB-A-1 236 205 bekannt (siehe Oberbegriff der Ansprüche 1 und 18).
[0002] Es sind Verfahren bekannt, mit welchen installierte Rohrleitungen mit einem Druckluft-Abrasivmittel-Gemisch
gereinigt werden. Bei einem Verfahren der zweiten Art, welches z.B. in der DE-A- 3
235 506 beschrieben ist, wird einem Luftstrahl hoher Geschwindigkeit ein Abrasivmittel
beigemischt und durch die zu reinigende Leitung geschickt. Für eine gründliche Reinigung
muss in der Regel ein Abrasivmittel von grosser Härte, z.B. Sand, verwendet werden.
Bei den grossen Durchströmungsgeschwindigkeiten von ungefähr 80 m/s werden durch die
Wucht der Sandkörner jedoch oft Leitungsbögen an der Umlenkstelle durchschlagen. Dieser
Effekt wird vermutlich durch elektrostatische Aufladungen des trockenen Sand/Luft-Gemisches
noch verstärkt. Die beschädigten Leitungsstücke müssen ersetzt werden, was die Wirtschaftlichkeit
des Verfahrens herabsetzt.
[0003] Ein Nachteil bei dem vorbeschriebenen Verfahren ist, dass das Strahlmittel am Ende
der Leitungen mit hoher Geschwindigkeit austritt. Um eine damit verbundene, grosse
Staubentwicklung zu verhindern, muss das Strahlmittel in einer separaten Entstaubungsanlage
aufgefangen werden, dies auch, weil die gesundheitsschädigende Wirkung von Staub,
insbesondere von Quarzstaub, bekannt ist. Ein weiterer Nachteil des Verfahrens gemäss
der DE-A- 3 235 506 ist, dass die Reinigungswirkung in der Regel umso schlechter wird,
je länger die Rohrleitung ist. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Sandkörner
nach einer gewissen Wegstrecke immer weniger häufig an die Rohrwände prallen und auch
deren auf die Rohrwände gerichteter Impuls vermutlich abnimmt. Ein Charakteristikum
des bekannten Sandstrahl-Reinigungsverfahrens ist auch, dass bei der Reinigung eines
verzweigten Rohrleitungssystems das Abrasivmittel immer beim kleineren Rohrdurchmesser
zugegeben und beim grösseren Rohrdurchmesser ausgeschieden werden muss, da im umgekehrten
Fall ein Verstopfungsrisiko bestehen würde. Bei diesem Vorgehen ergibt sich zwangsläufig,
dass die Hauptleitungen grösseren Durchmessers mehrmals und übermässig gereinigt werden,
wobei es an Rohrbögen zu unerwünschten Materialabtragungen kommen kann.
[0004] Weiter ist aus DE-A-41 19 947 ein Verfahren bekannt, bei welchem gleichzeitig Wasser,
Druckluft und ein gekörntes Granulat oder dergleichen in Intervallen in die Wasserleitung
eingebracht werden und durch die durch Ablagerung verengten Wasserleitungsrohre gepresst
werden. Dieses Verfahren weist den Nachteil auf, dass die Zuführung des Abrasivmittels
nicht dosierbar ist, weshalb an der Wasseraustrittstelle darauf geachtet werden muss,
ob eine Verstopfung in der Wasserleitung stattfindet. Eine Rückgewinnung des Abrasivmittels
ist nicht möglich, da dieses trocken zugeführt wird, jedoch nass austritt.Ein weiterer
Nachteil der vorgeschlagenen Vorgehensweise liegt darin, dass sie den bestehenden
Hausanschluss verwendet und damit an den vorhandenen Leitungsdruck und die gegebene
Durchfliessrichtung angewiesen ist, wodurch weder eine Umkehrung der Durchströhmungsrichtung
noch eine abschnittweise Reinigung möglich ist. Auch ist fraglich, ob der vorhandene
Leitungsdruck in allen Fällen genügen kann.
[0005] Die Erfindung bezweckt, ein Reinigungsverfahren und eine Reinigungszusammensetzung
vorzuschlagen, durch die eingangs erwähnte Nachteile weitgehend vermieden werden können.
Das Verfahren sollte dabei in der Anwendung einfacher sein als die bekannten Verfahren.
Ausserdem sollte eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens einfach und kostengünstig
in der Anschaffung sein.
[0006] Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass zuerst das Rohrleitungssystem mit
Flüssigkeit gefüllt wird, anschliessend das Abrasivmittel mit dem flüssigen Fluid
benetzt und dann dosiert in ein Mischrohr (21) abgelassen oder gedrückt wird, wo das
Flüssigkeit/Abrasivmittel-Gemisch durch ein gasförmiges Fluid verwirbelt und beschleunigt
wird und wo dem Gemisch allenfalls weitere Flüssigkeit zugeführt wird, und dass jeweils
mit diesem Gemisch das Rohrleitungssystem zwischen zwei Anschlussstellen sektoren-
respektive abschnittweise gereinigt wird. Der besondere Vorteil des erfindungsgemässen
Verfahrens gegenüber dem Stand der Technik liegt darin, dass die abrasive Wirkung
durch den Zusatz eines flüssigen Fluids abgeschwächt werden kann. In der Praxis zeigt
sich dies in der Tatsache, dass ein Durchschlagen von Rohrbögen weitgehend verhindert
werden kann. Die vorteilhafte Wirkung des Flüssigkeitszusatzes kann damit erklärt
werden, dass die Flüssigkeit quasi als "Bremsmittel" für die Abrasivkörner wirkt und
daher eine schonendere Reinigung von Rohrleitungen ermöglicht. Andererseits kann die
Reinigungswirkung durch einen grösseren Anteil an Abrasivkörnern mit grösserem Durchmesser
verstärkt werden. Vorteilhaft ist auch, dass die Rohre in beliebiger Richtung, sowie
sektoren- resp. abschnittsweise gereinigt werden können. Dies bedeutet, dass "definierte"
Rohrabschnitte mit ähnlichem Durchmesser gereinigt werden können und damit eine gleichmässige
Reinigungswirkung erzielt wird. Dadurch ist die Gefahr von unerwünschten Materialabtragungen
oder Rohrdurchschlägen weitgehend eliminiert. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen
Verfahrens ist, dass im Unterschied zum bekannten Stand der Technik keine Entstaubungsanlage
mehr nötig ist, da kein Staub erzeugt wird. Das Verfahren kann zur Reinigung von Rohren
jeglicher Art angewendet werden, insbesondere von installierten Rohren für Flüssigkeiten
oder Gase, deren Reinigung mit anderen Methoden wegen der schlechten Zugänglichkeit
nur schwer möglich ist. Durch geeignete Wahl der Flüssigkeit und des Gases kann das
Verfahren auch für Rohre eingesetzt werden, in welchen brennbare Medien transportiert
werden. Das Verfahren eignet sich infolge der schonenden Reinigung besonders auch
für Rohre aus weicheren oder empfindlichen Materialien, wie Kupfer- oder Kunststoffrohre.
Schliesslich hat das Verfahren im Vergleich zu den bekannten Trockenverfahren auch
den Vorteil, dass die zu reinigenden Rohre vorgängig nicht mehr getrocknet werden
müssen.
[0007] Es ist vorteilhaft, das Abrasivmittel und das flüssige Fluid mittels des gasförmigen
Fluids zu verwirbeln und mit einer Geschwindigkeit > ungefähr 1m/s durch das Rohr
zu befördern. Die Geschwindigkeit des gasförmigen Fluids kann dabei um einiges höher
sein als diejenige des Abrasivmittel/Flüssigkeitsgemisches.
[0008] Vorteilhaft wird das Abrasivmittel, das flüssige und das gasförmige Fluid unter ungefähr
gleichem Druck, welcher zwischen 2.0265 und 12.159 x10
5 Pa (2 und 12 bar), vorzugsweise zwischen 4.053 und 8.106 x10
5 Pa (4 und 8 bar) liegt, beaufschlagt. Dadurch kann das Abrasivmittel auf eine Geschwindigkeit
beschleunigt werden, bei welcher dieses die gewünschte abrasive Wirkung verursacht.
Die Wirkung hängt dabei im wesentlichen von der Art und gegebenenfalls der Zusammensetzung
des Abrasivmittels, der Menge Flüssigkeit und der Geschwindigkeit des Abrasivmittels
ab. Zur Erzeugung eines Ueberdruckes kann z.B. ein Luftkompressor eingesetzt werden.
Das benötigte Hochdruckwasser kann z.B. direkt von einem Wasser-Hochdruckanschluss
abgezweigt werden. Das Abrasivmittel, das flüssige und das gasförmige Fluid kann aber
auch durch Anlegen eines Ueber- und/oder eines Unterdrucks durch das Rohr gefördert
werden.
[0009] Zweckmässigerweise wird der Druck intermittierend angelegt. Dadurch kann die Schleifwirkung
des Abrasivmittels verstärkt werden. Vorteilhaft wird der Druck so eingestellt, dass
das Gemisch aus Abrasivmittel, dem flüssigen und dem gasförmigen Fluid im Rohr pulsiert.
Dies hat ebenfalls eine Verbesserung der Schleifwirkung zur Folge. Es ist zweckmässig,
die Laufrichtung des Gemischs während des Reinigungsprozesses wenigstens einmal umzukehren.
Dadurch kann das Rohr auch an Stellen gereinigt werden, die in einer bestimmten Laufrichtung
in einem toten Winkel liegen. Im Unterschied dazu, kann in dem in der Einleitung erwähnten
Trockenverfahren die Laufrichtung nicht umgekehrt werden, weil beim Reinigen in Richtung
vom grösseren zu kleinerem Durchmesser die Leitungen verstopfen.
[0010] Vorteilhaft wird das eingesetzte Abrasivmittel und/oder die Flüssigkeit im Kreis
geführt und mehrfach verwendet. Dadurch können die u.U. anfallenden Entsorgungskosten
für ein kontaminiertes Abrasivmittel/Flüssigkeitsgemisch gering gehalten werden.
[0011] Es ist zweckmässig, das gereinigte Rohr nach dem Reinigen trockenzublasen und anschliessend
mit einem Kunststoff zu beschichten. Die Beschichtung geschieht vorteilhaft durch
Ansaugen eines Kunstharzpfropfens mittels eines Unterdruckes. Dadurch brauchen die
anderen Anschlussstellen lediglich verschlossen werden, ohne dass, wie dies beim Beschichten
mittels eines Ueberdruckes der Fall ist, im übrigen Leitungssystem ebenfalls ein Ueberdruck
eingestellt werden müsste. Würde dies beim letztgenannten Verfahren nicht gemacht,
würde sich der Kunstharzpfropfen nämlich unkontrolliert im Leitungssystem ausbreiten.
Es ist vorteilhaft, das gereinigte Rohr mit einer zweiten Kunststoffschicht zu versehen,
nachdem die erste Schicht wenigstens bereits teilweise polymerisiert ist. Dadurch
können besonders dauerhafte Beschichtungen hergestellt werden. Zudem besteht weniger
die Gefahr, dass gewisse Stellen nicht beschichtet werden. Werden die aufgetragenen
Schichten zudem unterschiedlich eingefärbt, dann kann zu einem späteren Zeitpunkt
relativ leicht eine Kontrolle der Innenflächen der Rohre erfolgen.
[0012] Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besitzt einen Behälter zur Aufnahme
eines Abrasivmittels, ein eine Dosiereinrichtung oder ein Dosierventil aufweisendes
Mischrohr, welches den Behälter mit einem zu reinigenden Rohr verbindet, und wenigstens
je eine Zuführungsleitung und/oder Anschlussstelle am Behälter und/oder am Mischrohr
zur Einspeisung mindestens je eines gasförmigen und eines flüssigen Fluids, und Mitteln
zur Erzeugung eines Ueber- und/oder eines Unterdruckes, um das Abrasivmittel mit dem
flüssigen und dem gasförmigen Fluid zu verwirbeln und zu beschleunigen. Diese Vorrichtung
ist kostengünstig und benötigt nur einen kleinen Platzbedarf.
[0013] Zweckmässigerweise ist ein Abscheider vorgesehen, welcher über eine erste, eine Pumpe
aufweisende Leitung mit den Zuführungsleitungen, resp. Anschlussstellen für das flüssige
Fluid, und über eine zweite mit einem Ventil versehene Leitung mit dem Druckbehälter
in Verbindung steht. Dies hat den Vorteil, dass das eingesetzte flüssige Fluid und
das Abrasivmittel mehrfach eingesetzt werden kann.
[0014] Eine geeignete Reinigungszusammensetzung zur Innenreinigung von Rohren, insbesondere
von installierten Rohrleitungen umfasst 1 Volumenteil Abrasivmittel, 1 bis 12 Volumenteile,
vorzugsweise 3 bis 7 Volumenteile eines flüssigen und 80 bis 3000 Volumenteile, vorzugsweise
600 bis 1'200 Volumenteile eines gasförmigen Fluids (bei Normaldruck), wobei die Mischung
aus Abrasivmittel, flüssigem und gasförmigem Fluid durch Anlegen eines Ueber- und/oder
eines Unterdruckes durch ein zu reinigendes Rohr geschickt wird. Diese Zusammensetzung
ist besonders wirksam und erlaubt eine schonende Reinigung von Rohren. Durch die Reinigung
mit diesem nassen oder feuchten Gemisch ist weder ein Vortrocknen noch ein Absaugen
am Rohrende erforderlich. Das das Rohr ausfüllende Gemisch gewährleistet eine gleichmässige
allseitige Reinigung ohne die Gefahr des Durchschlagens von Rohrbögen. Ebenso werden
Schäden durch statische Aufladungen vermieden.
[0015] Vorteilhaft ist das flüssige Fluid Wasser und das gasförmige Fluid Luft. Weiter ist
es vorteilhaft, wenn das Abrasivmittel eine Mischung aus verschiedenen Korngrössen
ist. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die Reinigungswirkung umso besser ist, je grösser
der Korndurchmesser ist. Eine Mischung verschiedener Korngrössen hat den Vorteil,
dass eine gute Reinigungswirkung bei geringer Verstopfungsgefahr erzielt werden kann.
In diesem Zusammenhang darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Verwendung von Korngrössen
von z.B. 6 mm bei den herkömmlichen und eingangs erwähnten Trocken-Reinigungsverfahren
undenkbar wäre, da solche Korngrössen unweigerlich zu einer Beschädigung der Rohre
führen würden.
[0016] Es ist zweckmässig, dem Gemisch ein Inhibitor und/oder Reinigungszusätze beizumischen.
Es kann ebenfalls ein Bindemittel zugegeben werden, sodass quasi eine Paste entsteht,
die durch die Leitungen gedrückt werden kann.
[0017] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren
beschrieben. Es zeigt:
- Fig.1
- eine vereinfachte, schematische Darstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung,
- Fig.2
- eine typische Installation zur Reinigung eines Rohrsystems, z.B. eines Mehrfamilienhauses,
mit einer Vorrichtung mit Fluid- und Abrasivmittelrückführung.
[0018] Eine Vorrichtung 11 zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens besitzt gemäss
Fig.1 einen Druckbehälter 13 zur Aufnahme eines Abrasivmittels 15, Leitungen 17,19,20
zur Zuführung eines flüssigen und eines gasförmigen Fluids in den Druckbehälter 13
und in ein Mischrohr 21, welches den Druckbehälter 13 und ein zu reinigendes Rohr
23 verbindet, sowie Druckmittel, z.B. ein Luftkompressor 25, zur Erzeugung eines Ueberdruckes.
Die Reinigungswirkung in dem Ablagerungen aufweisenden Rohr 23 wird dadurch erzielt,
dass ein Abrasivmittel 15 und ein flüssiges Fluid mit dem gasförmigen Fluid verwirbelt,
beschleunigt und durch das Rohr 23 geschickt wird. Es versteht sich dabei von selbst,
dass das gasförmige und das flüssige Fluid unter ungefähr demselben Druck stehen müssen,
um zu verhindern, dass die beiden eingesetzten Fluida sich gegenseitig verdrängen.
[0019] Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig.1 wird durch die Leitung 17 das gasförmige Fluid,
und durch die Leitungen 19,20 das flüssige Fluid zugeführt. Das flüssige Fluid, z.B.
Wasser von einem Hochdruckwasseranschluss, steht dabei bereits unter Druck und kann
durch das Ventil 27 abgesperrt werden. Ein Druckminderer 29 erlaubt die Einstellung
eines bestimmten Drucks. Durch die Leitung 19 wird ein Teil des flüssigen Fluids,
in der Regel Wasser, in das Mischrohr 21 eingespeist, der Rest wird durch die Leitung
20 in den unteren Teil des Behälters 13 geleitet. Das in den Behälter 13 geleitete
Wasser hat den Zweck, das Abrasivmittel zu benetzen, damit dieses aus dem Behälter
13 gespült werden kann. In der Leitung 20 kann eine weitere Hochdruckpumpe (nicht
dargestellt) vorgesehen sein.
[0020] Die Leitung 17, durch welche ein komprimiertes Gas, in der Regel Luft, zugeführt
wird, ist am Ausgang des Behälters 13 an das Mischrohr 21 angeschlossen. Die Leitung
17 weist ein Absperrventil 16 und ein Druckregelgerät 18 auf. Das Abrasivmittel 15
kann durch ein einstellbares Ventil 32 oder eine Klappe in das Mischrohr 21 geleitet
werden. Wird das Ventil 32 geöffnet, so stellt sich im Druckbehälter 13 praktisch
augenblicklich derselbe Druck wie im Mischrohr 21 ein.
[0021] Durch das Zuführen eines unter einem Ueberdruck stehenden flüssigen Fluids in den
Druckbehälter 13, gelangt das Abrasivmittel 15 und die Flüssigkeit bei geöffnetem
Ventil 32 in das Mischrohr 21, wo es durch das gasförmige Fluid verwirbelt und beschleunigt
wird. Dieser Mischung kann über die Leitung 19 weitere Flüssigkeit zugegeben werden.
Dadurch entsteht eine Mischung aus diesen Komponenten, welche, auf eine bestimmte
Geschwindigkeit beschleunigt, Ablagerungen in einem Rohr wirksam entfernen kann. Gegenüber
dem Stand der Technik hat die Verwendung dieser feuchten oder nassen Mischung den
Vorteil, dass die Reinigung schonender erfolgen kann, kein Vortrocknen der Rohre erforderlich
ist und keine Entstaubungsanlage nötig ist. Die aus dem Rohr austretende Mischung
mit den abgetragenen Verunreinigungen kann direkt in den Abwasserkanal geleitet, in
einem separaten Behälter aufgefangen oder nochmals verwendet werden. Als weiterer
erheblicher Vorteil hat sich dabei herausgestellt, dass der abgetragene Schmutz und
der Rost in der Regel auf dem Wasser obenauf schwimmt und sich somit mit dem Wasser
gut abscheiden lässt. Das Abrasivmittel kann folglich, ohne dass es zu einer merklichen
Beeinträchtigung der Wirkung desselben kommt, mehrfach eingesetzt werden. Das eingesetzte
Wasser kann dabei ebenfalls rezykliert werden, wenn die festen Bestandteile abgetrennt
werden.
[0022] Fig.2 zeigt eine typische Installation zur Reinigung eines über mehrere Stockwerke
sich erstreckenden Rohrleitungssystems 31 eines Mehrfamilienhauses. Die Vorrichtung
von Fig.2 unterscheidet sich von derjenigen von Fig.1 im wesentlichen nur darin, dass
Mittel vorgesehen sind, um das Abrasivmittel und das eingesetzte Wasser mehrfach zu
verwenden. Zur Vereinfachung der Darstellung werden daher, soweit möglich und zweckdienlich,
in der Fig.2 dieselben Bezugsnummern verwendet wie in Fig.1.
[0023] Im Unterschied zu Fig.1 ist beim Ausführungsbeispiel einer Reinigungsvorrichtung
11' in Fig.2 ein Abscheider 33, z.B. ein Zyklon-Abscheider, vorgesehen, in welchen
die aus dem Rohrleitungssystem 31 austretende Reinigungszusammensetzung mit den Verunreinigungen
geleitet wird. Der Abscheider 33 steht über ein Ventil 35 oder einen Schieber mit
dem Druckbehälter 13 in Verbindung. Durch das Ventil 35 kann das abgesetzte Abrasivmittel
wieder in den Druckbehälter 13 abgelassen werden. Eine Leitung 37 erlaubt es zudem,
das überschüssige Wasser des Abscheiders 33 in einen Wasserbehälter 39 zu leiten.
Der Wasserbehälter 39 besitzt hauptsächlich eine Vorratsfunktion, kann jedoch als
weiterer Abscheider eingesetzt werden. Vom Wasserbehälter 39 kann das Wasser über
eine Leitung 41 und eine Pumpe 43 wieder in die Leitungen 19,20 eingespeist werden.
Der Wasserbehälter 39 besitzt am Boden ein Ablaufventil 45, welches Reinigungszwecken
oder der Zuführung von Wasser dienen kann.
[0024] Das zu reinigende Rohrleitungssystem 31 besitzt eine Vielzahl von Wasseranschlussstellen
47, welche sich auf verschiedenen Stockwerken befinden. Das Rohrleitungen verschiedener
Stockwerke sind durch eine Hauptleitung 49 miteinander verbunden. Die Reinigungsvorrichtung
11' ist mittels der Vorlaufleitungen 22 und Rücklaufleitungen 51 an die Wasseranschlussstellen
47 angeschlossen. Die Vorlaufleitungen 22 dienen dabei der Zuführung der Reinigungszusammensetzung,
und die Rücklaufleitungen 51 der Rückführung der Reinigungszusammensetzung in den
Behälter 33. Es hat sich als zweckmässig erwiesen, an benachbarten Wasseranschlussstellen
47 jeweils alternierend Vorlaufleitungen 22 und Rücklaufleitungen 51 anzuschliessen.
Dies hat den Vorteil, dass das Rohrleitungssystem 31 abschnittsweise gereinigt werden
kann.
[0025] Am Ende des Mischrohres 21 eine Verteilerbatterie 53 vorgesehen. An diese Verteilerbatterie
53 sind eine Vielzahl von Vorlaufleitungen 22, vorteilhaft blockweise, anschliessbar.
Am Abscheider 33 kann ebenfalls eine Anschlussbatterie (nicht dargestellt) vorgesehen
sein, an welche die Rücklaufleitungen 51 blockweise anschliessbar sind. Durch diese
Bauweise können die Vorlaufleitungen 22 und Rücklaufleitungen 51 jeweils rasch entweder
am Abscheider 33 oder an der Verteilerbatterie 53 angeschlossen werden. Dadurch lässt
sich die Laufrichtung der Reinigungszusammensetzung rasch umdrehen, indem die Anschlussflansche
gewechselt werden. Die Vor- und Rücklaufleitungen 22,51 weisen an ihren jeweiligen
wasseranschlussseitigen Enden Absperrventile 55 auf.
[0026] Vereinfacht dargestellt kann das Reinigungsverfahren wie folgt angewendet werden:
In dem Druckbehälter 13 wird ein Strahlmittel wie z.B. Quarzsand mit Wasser in geeignetem
Verhältnis gefüllt. Unter dem Kessel befindet sich das Mischrohr 21, das mit dem Druckbehälter
13 und einer Pressluftleitung 17 verbunden ist. Die Ausgangsseite des Mischrohres
21 wird mit einem Druckstrahlschlauch oder Vorlaufleitung 22 und dem zu reinigenden
Leitungsrohr 23 verbunden bzw. in das Leitungsrohr eingeführt. Das Druck (z.B. ungefähr
5.573 x10
5 Pa oder 5 bar) gesetzt. Dosiert wird es danach in das Mischrohr 21 gedrückt resp.
abgelassen und dort mit Pressluft (z.B.4.053 x10
5 Pa oder 4 bar) beaufschlagt. Das Gemisch wird mitgerissen und durch das Leitungsrohr
geschleudert. Am Leitungsende kann es direkt in einem Abscheidebehälter zur Rückgewinnung
des Strahlmittels austreten. Ein Absaugen am Leitungsende ist nicht notwendig.
[0027] Bei diesem Verfahren kann die Förderrichtung anschliessend ein- oder mehrmals umgekehrt
werden, um tote Winkel, z.B. Rohrfittings, in beiden Richtungen zu erreichen, da ein
Stauen des Sandes beim Uebergang auf kleinere Rohrquerschnitte durch das Wasser als
Transportmittel vermieden wird.
[0028] Zur Sanierung eines Rohrleitungssystems eines Mehrfamilienhauses wird wie folgt vorgegangen:
Zuerst werden sämtliche Armaturen vom zu reinigenden Rohrleitungssystems 31 entfernt.
Danach werden an die Wasseranschlüsse 47 jeweils, wie in Fig.2 dargestellt, alternierend
die Vorlaufleitungen 22 und Rücklaufleitungen 51 angeschlossen. Der Wasserbehälter
39 wird mit Wasser gefüllt (z.B. 400 Liter). Anschliessend wird das ganze Rohrleitungssystem
31 mit Wasser gefüllt. Sobald dies geschehen ist, werden sämtliche Ventile 55 geschlossen.
Der Druckbehälter 13 wird mit ungefähr 50 Liter eines Abrasivmittels, z.B. eines körnigen
Korunds, gefüllt. Der Korund ist vorteilhaft ein Gemisch verschiedener Korngrössen,
wobei in diesem Beispiel die maximale Korngrösse ungefähr 3 bis 4 mm beträgt (Durchmesser
des Rohrleitungssystems: zwischen 3/8" und 5/4"). Für grössere Rohrdurchmesser kann
wenigstens ein Teil der Körner einen entsprechend grössere Korndurchmesser aufweisen.
[0029] Zur Reinigung werden nun zwei benachbarte Absperrventile 55 geöffnet und der zwischen
den beiden Wasseranschlüssen liegende Rohrabschnitt zuerst zweckmässigerweise mit
Wasser gespült (ca. 50 l/min, 5,5729 - 6.0795 x10
5 Pa oder 5 - 6 bar). Als nächster Schritt wird das Abrasivmittel mit Druckluft und
Wasser durch den zu reinigenden Rohrabschnitt gefördert. Pro Minute werden ca. 8 -
10 Nm
3 (Normalkubikmeter) Luft unter einem Druck von ungefähr 6.0795 - 8.106 x10
5 Pa (6 bis 8 bar) in das Mischrohr 21 geblasen. Ueber die Leitung 20 wird dem Abrasivmittel
im Druckbehälter 13 ungefähr 3 Liter Wasser pro Minute beigemischt (5.5729 - 8.103
x10
5 Pa oder 5.5 bis 8 bar). Nach dem Ventil 32 werden dem Abrasivmittel/Wasser/Luftgemisch
nochmals Hochdruckwasser (30 bis 80 l/min; 5.5729 - 8.103 x10
5 Pa oder 5.5 bis 8 bar) beigemischt. Das Abrasivmittel/Wasser-Gemisch wird durch die
Druckluft vorteilhaft auf eine Geschwindigkeit von ungefähr 1 bis 10 m/s beschleunigt.
Die eingesetzte Luft durchströmt dabei das Rohr mit einer Geschwindigkeit zwischen
ungefähr 30 und 100 m/s. In einem konkreten Fall (Rohr 3/8" bis 5/4") wurden Geschwindigkeiten
von ca. 3 m/s für das Abrasivmittel und die Flüssigkeit, und ungefähr 60 m/s für die
Luft errechnet.
[0030] Eine besonders effiziente Reinigungswirkung kann erzielt werden, wenn sich in den
Vorlaufleitungen 22 eine pulsierende oder vibrierende Strömung einstellt. Dieses "Pulsieren"
kann durch Variieren des Luftdruckes und/oder Wasserdruckes erreicht werden. Wahlweise
kann dieses Pulsieren auch noch durch die Pumpe 43 verstärkt werden. Die Pumpe 43
kann z.B. eine druckluftbetriebene Wasser-Hochdruckpumpe sein. Die Reinigung des Rohrabschnittes
mit dem Abrasivmittel dauert ca. 5 Minuten. Anschliessend werden die Vor- und Rücklaufleitungen
22 und 51 getauscht, d.h. die Vorlaufleitungen 22 werden am Abscheider 33 und die
Rücklaufleitungen 51 an der Ventilbatterie 53 angeschlossen, sodass die Laufrichtung
der Reinigungszusammensetzung gerade umgekehrt ist. Der oben beschriebene Vorgang
wird für alle Rohrabschnitte wiederholt, bis das ganze Rohrleitungssystem 31 gereinigt
ist.
[0031] Bei Leitungen mit grösserem Durchmesser können die Vorlaufleitung oder Förderschlauch
mit einem speziellen Düsenkopf ausgerüstet und in die Leitungen eingeführt werden.
Dabei sind die Düsenaustrittsöffnungen mit Vorteil nach hinten (bezüglich der Förderrichtung)
gerichtet, was ein allseitiges Ausschleudern des Gemisches unter Druck gegen die Rohrwände
und zugleich die Vorwärtsbewegung des Schlauches fördert. Das Mischverhältnis Wasser/Abrasivmittel
kann dem Rohrdurchmesser und dem Grad der Verkrustung von "Nassstrahlen" bis "Feuchtstrahlen"
angepasst werden, derart, dass eine optimale und schonende Innenreinigung erzielt
wird.
[0032] Nach dem Reinigungsprozess wird das System gründlich mit Frischwasser gespült. Dem
Spülwasser kann ein Passivierungsmittel zugesetzt sein, welches das Ansetzen von Flugrost
auf den metallisch blanken Rohrinnenflächen während des Trocknungsprozesses verhindern
soll. Ein geeignetes, alkalisches Passivierungsmittel ist z.B. das Produkt 31.00 der
Firma CM, CH-5612 Villmergen. Das Spülwasser kann auch erwärmt sein, um den anschließenden
Trocknungsprozess zu beschleunigen.
[0033] Nach dem Spülen/Passivieren wird das Rohrleitungssystem vorzugsweise mit vorgewärmter
Luft getrocknet und die Leitungen werden auf eine Temperatur von 20 bis 40 °C aufgewärmt.
Die erwärmte Luft kann von einem Luftverteiler gleichzeitig auf alle Wasseranschlüsse
verteilt werden und der Luftauslass durch die Leitung 49 erfolgen. Der Trocknungsvorgang
dauert ca. 30 bis 60 Minuten.
[0034] Zum anschliessenden Innenbeschichten wird jedem Rohrabschnitt die erforderliche Menge
eines Kunstharzes, vorzugsweise eines Epoxidharzes zugeteilt (ca. 80 g pro Laufmeter
eines 1/2" Rohres). Das Kunstharz wird mittels einer geeigneten Vorrichtung oder einfach
durch ein mit Epoxidharz gefülltes Schlauchstück, das unmittelbar vor dem Wasseranschluss
installiert wird, mittels Druckluft in die Rohrleitungen geblasen. Der Druck und die
Luftmenge müssen dabei dem Rohrdurchmesser und der Viskosität des Harzes angepasst
sein (z.B. Ueberdruckbeschichten: 2.533 x10
5 Pa oder 2.5 bar, 5 bis 8 Nm
3, Rohrdurchmesser: 3/8" bis 5/4").
[0035] Während des Beschichtens wird an allen anderen Anschlüssen mit Luft ein Gegendruck
aufgebaut, der vorzugsweise mit Manometern einreguliert resp. eingestellt wird. Die
Einstellung des Drucks kann dabei vorgängig ohne Harz vorgenommen werden.
[0036] Eine zweite Beschichtungsmethode ist, eine auf das ganze Rohrleitungssystem berechnete
Menge des Kunstharzes beim entferntesten Wasseranschluss einzublasen und mittels der
Druckluft zum nächsten, näheren Wasseranschluss zu blasen. Die Ankunft des Kunstharzes
beim nächsten Wasseranschluss kann z.B. durch einen auf den Wasseranschluss aufgesteckten,
transparenten Schlauch beobachtet werden. Sobald das Kunstharz erscheint, wird dasselbe
wieder zurückgeblasen und zum nächsten Wasseranschluss weitergefördert.
[0037] Eine dritte und sehr einfache Beschichtungsmethode ist, mittels einer Vakuumpumpe
das Beschichtungsmaterial anzusaugen. Dabei wird am Hauptstrang der Unterdruck angelegt
resp. gesaugt und bei jedem Wasseranschluss die entsprechende Harzmenge durch Oeffnen
eines Ventils eingegeben. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass sich keine
Pfropfen bei Blindleitungen etc. bilden können und keine Verstopfungen auftreten.
Dieses Verfahren kann vorteilhaft besonders bei Ringleitungen mit vielen Wasseranschlüssen
und Abgängen angewendet werden.
[0038] Je nach Bedarf kann eine zweite, evtl. anders eingefärbte Harzschicht nach der ersten
Beschichtung auf die oben beschriebene Art eingebracht werden.
[0039] Nach dem Beschichtungsvorgang (Dauer ca. 20 bis 40 Minuten) wird Warmluft (mit reduziertem
Druck) solange durchgeblasen, bis der Polymerisationsvorgang eingesetzt hat.
[0040] Nach ca. 24 Stunden kann wieder Wasser in das sanierte Rohrleitungssystem gegeben
werden.
1. Verfahren zur Sanierung von Rohren eines Rohrleitungssystems mit einer Mehrzahl von
Anschlussstellen, bei welchem zur Entfernung von Ablagerungen ein Abrasivmittel mit
einem flüssigen Fluid benetzt und das Flüssigkeit/Abrasivmittel-Gemisch durch ein
gasförmiges Fluid verwirbelt und beschleunigt und durch das zu reinigende Rohrleitungssystem
gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst das Rohrleitungsystem mit Flüssigkeit gefüllt wird, dass anschliessend
das benetzte Abrasivmittel dosiert in ein Mischrohr (21) abgelassen oder gedrückt
wird, wo dem Gemisch weitere Flüssigkeit zugeführt wird und dass damit das mit Flüssigkeit
gefüllte Rohrleitungssystem zwischen zwei Anschlussstellen sektoren- respektive abschnittweise
gereinigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abrasivmittel/Flüssigkeitsgemisch
mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 1m/s bis 10 m/s durch das Rohr oder die Rohre
befördert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abrasivmittel,
das flüssige und das gasförmige Fluid unter ungefähr gleichem Druck, welcher zwischen
2.0265 und 12.159 x105 Pa (2 und 12 bar), vorzugsweise zwischen 4.053 und 8,106 x105 Pa (4 und 8 bar) liegt, beaufschlagt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck
intermittierend angelegt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck
so eingestellt wird, dass das Gemisch aus Abrasivmittel, dem flüssigen und dem gasförmigen
Fluid im Rohr pulsiert.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrichtung
des Gemischs während des Reinigungsprozesses wenigstens einmal umgekehrt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Abrasivmittel,
das flüssige und das gasförmige Fluid durch Anlegen eines Über- und/oder eines Unterdrucks
durch das Rohr gefördert wird
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das eingesetzte
Abrasivmittel und oder die Flüssigkeit im Kreis geführt und mehrfach verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das gereinigte
Rohr trockengeblasen und anschliessend mit einem Kunststoff beschichtet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung
durch Ansaugen eines Kunstharzpfropfens mittels eines Unterdruckes geschieht.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das gereinigte
Rohr mit einer zweiten Kunststoffschicht versehen wird, nachdem die erste Schicht
wenigstens bereits teilweise polymerisiert ist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich das
abrasive Gemisch aus
- 1 Volumenteil Abrasivmittel,
- 1 bis 12 Volumenteilen, vorzugsweise 3 bis 7 Volumenteilen eines flüssigen und
- 80 bis 3000 Volumenteilen, vorzugsweise 600 bis 1'200 Volumenteilen eines gasförmigen
Fluids (bei Normaldruck) zusammengesetzt,
wobei die Mischung aus Abrasivmittel, flüssigem und gasförmigem Fluid durch Anlegen
eines Ueber- und/oder eines Unterdruckes durch ein zu reinigendes Rohr geschickt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige Fluid Wasser
und das gasförmige Fluid Luft ist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung
Korngrössen von bis zu ungefähr 10 mm, vorzugsweise bis ungefähr 6 mm aufweisen kann.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gemisch
ein Bindemittel beigemischt ist.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass Vor- und
Rücklaufleitungen (22,51) jeweils alternierend an benachbarten Wasseranschlussstellen
(47) des Rohrleitungssystems (31) angeschlossen werden und dass jeweils eine Reinigung
des zwischen zwei benachbarten Anschlussstellen liegenden Rohrabschnitts erfolgt.
(10/letzter A. und .....)
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Vor-
und Rücklaufleitungen (22,51) jeweils blockweise an die Reinigungsvorrichtung angeschlossen
werden und dass die Laufrichtung der Reinigungszusammensetzung umgedreht wird, indem
die Vor- und Rücklaufleitungen (22,51) blockweise gewechselt werden. (9/2.Abschnitt)
18. Vorrichtung zur Sanierung von Rohren mit einem Behälter (13) zur Aufnahme eines Abrasivmittels,
einem Mischrohr (21), welches über ein als Dosiereinrichtung oder Dosierventil (32)
ausgebildetes Absperrmittel mit dem Behälter (13) in Verbindung steht und an wenigstens
ein zu reinigendes Rohr anschliessbar ist, einer Pumpe (43), wenigstens einer am Behälter
(13) vorgesehenen Zuführungsleitung (20) zur Einspeisung eines flüssigen Fluids, einer
am Mischrohr vorgesehenen Zuführungsleitung (17) zur Einspeisung eines gasförmigen
Fluids und mit dieser Zuführungsleitung (17) in Verbindung stehenden Druckmitteln
zur Beschleunigung des gasförmigen Fluids, gekennzeichnet durch eine weitere am Mischrohr (21) vorgesehene Zuführungsleitung (19) zur Einspeisung
eines flüssigen Fluids wobei das zu reinigende Rohr Teil eines Rohrleitungssystems
mit einer Mehrzahl von Anschlußstellen ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abscheider (33) sowie
Vor- und Rücklaufleitungen (22,51) vorgesehen sind, wobei die Vorlaufleitungen (22)
der Zuführung der Reinigungszusammensetzung zu den Wasseranschlussstellen (47) und
die Rücklaufleitungen (51) der Rückführung der Reinigungszusammensetzung von den Wasseranschlussstellen
(47) in den Abscheider (33) dienen.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Abscheider (33) über
eine erste, eine Pumpe (43) aufweisende Leitung (41) mit den Leitungen (19) und/oder
(20) für das flüssige Fluid, und über eine zweite ein Ventil (35) aufweisende Leitung
mit dem Behälter (13) in Verbindung steht, und dass die Rücklaufleitungen mit dem
Abscheider (33) und die Vorlaufleitungen (22) mit dem Mischrohr in Verbindung stehen.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, gekennzeichnet durch eine Verteilbatterie (53)
am Mischrohr (21) und eine Anschlussbatterie am Abscheider (33), an welche die Vor-
und Rücklaufleitungen (22,51) austauschbar anschliessbar sind
1. Method for renovating pipes of a pipeline system having several connecting points
wherein to remove deposits an abrasive agent is wetted with a liquid fluid and the
fluid/abrasive agent mixture is fluidized through a gaseous fluid and accelerated
and passed through the pipeline system which is to be cleaned characterised in that
first the pipeline system is filled with fluid, then the wetted abrasive agent is
added or forced in dosed amount into a mixer pipe (21) where further fluid is supplied
to the mixture and that the pipeline system filled with fluid between two connecting
points is cleaned in sectors or sections respectively.
2. Method according to claim 1 characterised in that the abrasive agent/fluid mixture
is passed through the pipe or pipes at a rate of approximately 1m/s to 10 m/s.
3. Method according to claim 1 or 2 characterised in that the abrasive agent, the liquid
fluid and the gaseous fluid are biased with approximately the same pressure which
lies between 2.0265 and 12.159 x 105 Pa (2 and 12 bar), preferably between 4.053 and
8,106 x 105 Pa (4 and 8 bar).
4. Method according to one of claims 1 to 3 characterised in that the pressure is applied
intermittently.
5. Method according to one of claims 1 to 4 characterised in that the pressure is adjusted
so that the mixture of abrasive agent, liquid and gaseous fluid pulsates in the pipe.
6. Method according to one of claims 1 to 5 characterised in that the running direction
of the mixture during the cleaning process is reversed at least once.
7. Method according to one of claims 1 to 6 characterised in that the abrasive agent,
the liquid and the gaseous fluid is passed through the pipe by applying excess pressure
and/or a vacuum.
8. Method according to one of claims 1 to 7 characterised in that the added abrasive
agent and / or the fluid is moved in circuit and used repeatedly.
9. Method according to one of claims 1 to 8 characterised in that the cleaned pipe is
blow-dried and then coated with plastics.
10. Method according to one of claims 1 to 9 characterised in that the coating is provided
by using a vacuum to suck through a synthetic resin plug.
11. Method according to one of claims 1 to 10 characterised in that the cleaned pipe is
provided with a second plastics coating after the first layer has already polymerised
at least in part.
12. Method according to one of claims 1 to 11 characterised in that the abrasive mixture
is comprised of
- 1 part by volume abrasive agent
- 1 to 12 parts by volume, preferably 3 to 7 parts by volume, of a liquid fluid and
- 80 to 3000 parts by volume, preferably 600 to 1200 parts by volume of a gaseous
fluid (at normal pressure),
wherein the mixture of abrasive agent, liquid and gaseous fluid is sent through the
pipe to be cleaned by applying excess pressure and/or vacuum.
13. Method according to claim 12 characterised in that the liquid fluid is water and the
gaseous fluid is air.
14. Method according to one of claims 12 or 13 characterised in that the mixture can have
particle sizes of up to approximately 10 mm, preferably up to approximately 6 mm.
15. Method according to one of claims 12 to 14 characterised in that a binding agent is
mixed in with the mixture.
16. Method according to one of claims 1 to 15 characterised in that supply and return
lines (22,51) are each connected alternately to adjoining water connecting points
(47) of the pipeline system (31) and that cleaning takes place of each pipe section
lying between two adjoining connecting points (10/ last section and ...).
17. Method according to one of claims 1 to 16 characterised in that the supply and return
lines (22, 51) are each connected blockwise to the cleaning device and that the running
direction of the cleaning composition is reversed by changing the supply and return
lines (22, 51) blockwise (9/2nd section).
18. Device for renovating pipes with a container (13) for holding an abrasive agent, a
mixer pipe (21) which is connected to the container (13) through a shut-off member
which is formed as a dosing device or dosing valve (32) wherein the mixer pipe is
attachable to at least one pipe which is to be cleaned, with a pump (43), at least
one supply line (20) provided on the container (13) for feeding in a liquid fluid,
a supply line (17) provided on the mixer pipe for feeding in a gaseous fluid and with
pressure means connected to this supply line (17) for accelerating the gaseous fluid,
characterised by a further supply line (19) provided on the mixer pipe (21) for feeding
in a liquid fluid wherein the pipe to be cleaned is part of a pipeline system having
a number of connecting points.
19. Device according to claim 18 characterised in that a separator (33) as well as supply
and return lines (22, 51) are provided wherein the supply lines (22) serve to supply
the cleaning composition to the water connecting points (47) and the return lines
(51) serve to return the cleaning composition from the water connecting points (47)
into the separator (33).
20. Device according to claim 19 characterised in that the separator (33) is connected
through a first line (41) having a pump (43) to the lines (19) and/or (20) for the
liquid fluid, and through a second line having a valve (35) to the container (13)
and that the return lines are connected to the separator (33) and the supply lines
(22) are connected to the mixer pipe.
21. Device according to claim 19 or 20 characterised by a distributor battery (53) on
the mixer pipe (21) and a connecting battery on the separator (33) to which the supply
and return lines (22, 51) can be connected interchangeably.
1. Procédé pour assainir des tuyaux d'un système de canalisations comportant une multiplicité
de points de branchement, selon lequel, pour l'élimination de dépôts, un produit abrasif
est humidifié avec un fluide liquide et le mélange liquide/produit abrasif est mis
en tourbillon et accéléré au moyen d'un fluide gazeux et est véhiculé à travers le
système de canalisations à nettoyer, caractérisé en ce que le système de canalisations
est tout d'abord rempli de liquide, en ce que le produit abrasif humidifié est ensuite
soutiré ou refoulé, sous dosage, dans un tuyau mélangeur (21), où un supplément de
liquide est amené dans le mélange, et en ce qu'ainsi le système de canalisations rempli
de liquide est nettoyé par secteurs ou par tronçons respectifs, chaque fois entre
deux points de branchement.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mélange produit abrasif/liquide
est acheminé à une vitesse d'environ 1 m/s à 10 m/s à travers le tuyau ou les tuyaux.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le produit abrasif, le
fluide liquide et le fluide gazeux sont injectés sous une pression approximativement
identique, qui se situe entre 2,0265 et 12,159 x 105 Pa (2 et 12 bars), de préférence entre 4,053 et 8,106 x 105 Pa (4 et 8 bars).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la pression est
appliquée de façon intermittente.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la pression est
réglée de telle sorte que le mélange constitué de produit abrasif, du fluide liquide
et du fluide gazeux produise des pulsations dans le tuyau.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le sens de circulation
du mélange est inversé au moins une fois pendant le processus de nettoyage.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le produit abrasif,
le fluide liquide et le fluide gazeux sont véhiculés à travers le tuyau par application
d'une surpression et/ou d'une dépression.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le produit abrasif
mis en oeuvre et/ou le liquide sont entraînés en circuit et sont utilisés plusieurs
fois.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le tuyau nettoyé
est séché par soufflage et est ensuite revêtu d'une couche de matière plastique.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'application
de la couche de revêtement se fait par aspiration, au moyen d'une dépression, d'un
précurseur de résine synthétique.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le tuyau nettoyé
est pourvu d'une seconde couche de matière plastique, après que la première couche
a été polymérisée, au moins déjà en partie.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le mélange abrasif
se compose de
- 1 partie en volume de produit abrasif,
- 1 à 12 parties en volume, de préférence 3 à 7 parties en volume, d'un fluide liquide
et
- 80 à 3000 parties en volume, de préférence 600 à 1200 parties en volume, d'un fluide
gazeux (à la pression normale),
le mélange de produit abrasif, de fluide liquide et de fluide gazeux étant envoyé
à travers un tuyau à nettoyer par application d'une surpression et/ou d'une dépression.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le fluide liquide est de
l'eau et le fluide gazeux est de l'air.
14. Procédé selon l'une des revendications 12 ou 13, caractérisé en ce que le mélange
peut présenter une granulométrie allant jusqu'à 10 mm environ, de préférence jusqu'à
6 mm environ.
15. Procédé selon l'une des revendications 12 à 14, caractérisé en ce qu'un liant est
ajouté au mélange.
16. Procédé selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que des conduits
d'aller (22) et des conduits de retour (51) sont respectivement raccordés en alternance
à des points de branchement d'eau voisins (47) du système de canalisations (31) et
en ce qu'un nettoyage du tronçon de tuyau situé entre deux points de branchement voisins
est chaque fois réalisé. (10/dernier paragraphe et .....)
17. Procédé selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que les conduits
d'aller (22), d'une part, et les conduits de retour (51), d'autre part, sont raccordés
en un bloc au dispositif de nettoyage et en ce que le sens de circulation de la composition
de nettoyage est inversé par interversion en bloc des conduits d'aller (22) et des
conduits de retour (51). (9/2e paragraphe)
18. Dispositif pour l'assainissement de tuyaux, comportant un récipient (13) destiné à
recevoir un produit abrasif, un tuyau mélangeur (21) qui est relié au récipient (13),
au travers d'un moyen d'arrêt réalisé sous la forme d'un appareil de dosage ou d'une
vanne de dosage (32), et qui peut être raccordé à au moins un tuyau à nettoyer, une
pompe (43), au moins un conduit d'alimentation (20) prévu sur le récipient (13) pour
y introduire un fluide liquide, un conduit d'alimentation (17) prévu sur le tuyau
mélangeur pour y introduire un fluide gazeux et des moyens d'établissement d'une pression,
reliés à ce conduit d'alimentation (17), pour accélérer le fluide gazeux, caractérisé
par un autre conduit d'alimentation (19) Prévu sur le tuyau mélangeur (21) pour y
introduire un fluide liquide, le tuyau à nettoyer faisant partie d'un système de canalisations
comportant une multiplicité de points de branchement.
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce qu'un séparateur (33) ainsi
que des conduits d'aller (22) et des conduits de retour (51) sont prévus, les conduits
d'aller (22) servant à amener la composition de nettoyage aux points de branchement
d'eau (47) et les conduits de retour (51) servant à ramener la composition de nettoyage
des points de branchement d'eau (47) dans le séparateur (33).
20. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que le séparateur (33) est
relié, par l'intermédiaire d'un premier conduit (41) comportant une pompe (43), aux
conduits (19) et/ou (20) pour le fluide liquide et, par l'intermédiaire d'un second
conduit comportant une vanne (35), au récipient (13), et en ce que les conduits de
retour sont reliés au séparateur (33) et les conduits d'aller (22), au tuyau mélangeur.
21. Dispositif selon la revendication 19 ou 20, caractérisé par une prise multiple de
distribution (53) sur le tuyau mélangeur (21) et une prise multiple de raccordement
sur le séparateur (33), auxquelles les conduits d'aller (22) et les conduits de retour
(51) peuvent être raccordés de façon interchangeable.

