[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Geruchverschluß für eine Ablaufarmatur, bestehend
aus einem Gehäuse mit einem Anschlußstutzen für ein Zulaufrohr, einem in die teilweise
mit Wasser gefüllte Gehäusekammer bis unterhalb des Flüssigkeitsspiegels sich erstreckenden
Tauchrohr, das mit dem Gehäuse einen Ringraum begrenzt, von dem ein Anschlußstutzen
für ein Ablaufrohr ausgeht.
[0002] Bei dem Geruchverschluß der genannten Art wird ein Geruchverschluß gegenüber dem
Ablaufrohr nur dann erreicht, wenn der Wasserspiegel im Gehäuse die untere Öffnung
des Tauchrohres abdeckt oder höher liegt als die untere Öffnung.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Geruchverschluß der eingangs genannten
Art so zu gestalten, daß auch dann ein Geruchverschluß gegenüber dem Ablaufrohr gegeben
ist, wenn durch ein Verdunsten des Wassers im Gehäuse der Wasserspiegel unterhalb
der Öffnung des Tauchrohres liegt.
[0004] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das untere Ende des Tauchrohres
als Sitz für eine im Innern des Tauchrohres angeordnete, im Wasser schwimmbare Kugel
ausgebildet ist.
[0005] Sofern der Wasserspiegel bis unterhalb der unteren Öffnung des Tauchrohres bzw. bis
unterhalb der eingebauten Sitzfläche der Kugel fällt, stützt sich die Kugel an dem
Sitz ab und bildet somit eine Sperre gegenüber den Gerüchen, die aus dem Ablaufrohr
kommen. Somit wird durch einen konstruktiv geringen Aufwand auch dann ein einwandfreier
Geruchverschluß erzielt, wenn das Wasser in dem Gehäuse weitgehend verdunstet ist.
[0006] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0007] Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Geruchverschlusses sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden im folgenden beschrieben.
[0008] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Geruchverschluß im Vertikalschnitt mit einem am unteren Ende des Tauchrohres
angeordneten Einsatzring für eine Sperrkugel und
- Fig. 2
- einen gegenüber der Fig. 1 abgewandelten Geruchverschluß im Vertikalschnitt.
[0009] Der Geruchverschluß 1 weist ein Gehäuse 2 auf, das sich aus einem Oberteil 3 und
einem damit verschraubten Unterteil 4 zusammensetzt.
[0010] In die Gehäusekammer 5, die teilweise mit Wasser 6 gefüllt ist, erstreckt sich ein
Tauchrohr 7, dessen Innenfläche mit der Innenfläche eines Anschlußstutzens 8 für ein
Zulaufrohr 9 fluchtet. Das untere Ende des Zulaufrohres 9 greift in das Tauchrohr
7 ein.
[0011] Das Tauchrohr 7 begrenzt mit dem Gehäuse einen Ringraum, von dem aus nach außen ein
Anschlußstutzen 10 für ein Ablaufrohr 11 ausgeht.
[0012] Innerhalb des Tauchrohres ist eine Kugel 12 angeordnet, die aus Kunststoff gefertigt
sein kann, wobei das Material, aus dem die Kugel hergestellt ist, ein spezifisches
Gewicht aufweisen muß, das < 1 ist, so daß die Kugel im Wasser schwimmt.
[0013] Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 verjüngt sich das Tauchrohr im unteren
Bereich konisch zur unteren Öffnung hin. Das untere Ende des Tauchrohres ist mit einem
Einsatzring 13 versehen, der die Sitzfläche 14 für die Kugel 12 bildet, sofern der
Wasserspiegel aufgrund von Verdunstung bis unterhalb der Sitzfläche fällt.
[0014] Der Einsatzring 13 weist eine zum Umfang hin geöffnete Nut 15 auf, in die ein Dichtungsring
eingesetzt werden kann, der sich an der Innenfläche des Tauchrohres abstützt.
[0015] Es ist auch möglich, den Einsatzring mit einer Aufnahmenut für einen Dichtring auszustatten,
der sich an der Kugel 12 abstützt, sofern diese die untere Endlage einnimmt, die in
der Fig. 1 in strichpunktierten Linien angedeutet ist.
[0016] Der Einsatzring 13 weist einen Endflansch 16 auf, der sich an der unteren Stirnfläche
des Tauchrohres abstützt und die Einführtiefe des Einsatzringes 13 in das Tauchrohr
begrenzt.
[0017] Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 2 ist das Tauchrohr 7 am unteren Ende mit
einem nach innen sich erstreckenden Ringflansch 17 ausgerüstet, der die untere Öffnung
18 des Tauchrohres begrenzt und den Sitz für die Kugel 12 in der unteren Endlage bildet.
1. Geruchverschluß für eine Ablaufarmatur, bestehend aus einem Gehäuse mit einem Anschlußstutzen
für ein Zulaufrohr, einem in die teilweise mit Wasser gefüllte Gehäusekammer bis unterhalb
des Wasserspiegels sich erstreckenden Tauchrohr, das mit dem Gehäuse einen Ringraum
begrenzt, von dem ein Anschlußstutzen für ein Ablaufrohr ausgeht, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des Tauchrohres (7) als Sitz für eine im Inneren des Tauchrohres
angeordnete, im Wasser schwimmbare Kugel (12) ausgebildet ist.
2. Geruchverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende des
Tauchrohres ein Einsatzring (13) als Sitz für die Kugel (12) in der unteren Endstellung
vorgesehen ist.
3. Geruchverschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatzring (13)
sich mit einem Endflansch (16) an der unteren Stirnfläche des Tauchrohres (7) abstützt.
3. Geruchverschluß nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatzring
(13) mit einer nach außen geöffneten Umfangsnut zur Aufnahme eines sich an der Innenwandung
des Tauchrohres abstützenden Dichtungsrings versehen ist.
5. Geruchverschluß nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatzring
(13) mit einer Aufnahmenut für einen Dichtungsring ausgerüstet ist, an dem sich die
Kugel (12) in der unteren Endlage abstützt.
6. Geruchverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tauchrohr (7) am
unterem Ende einen nach innen sich erstreckenden Ringflansch (17) aufweist, der den
Sitz für die Kugel (12) in der unteren Endlage bildet.
7. Geruchverschluß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kugel (12) aus einem Kunststoffmaterial mit einem spezifischen Gewicht < 1
gefertigt ist.