[0001] Die Erfindung betrifft einen Quellauslaß zum Einschalten in oder Anschließen an ein
Luftführungssystem, wobei eine Luftaustrittsfläche mit Öffnungen vorgesehen ist.
[0002] Quellauslässe haben die Aufgabe, Luft mit möglichst geringer Turbulenz und Induktion
dem Raum zuzuführen. Dabei werfen diese Quellauslässe verschiedene Probleme auf. Zum
einen ist wünschenswert, jedoch nur in seltenen Fällen erreichbar, daß die Zuluft
mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit über die gesamte Austrittsfläche austritt.
[0003] Durch die besondere Art der Zuluftführung benötigen die bekannten Quellauslässe ein
oder zwei Anschlüsse, so daß die Zuluft nur punktweise auf die Quellauslässe verteilt
werden kann. Eine Gleichrichtung der Zuluft wird durch Gleichrichterlochbleche oder
Gleichrichterlamellen versucht. Diese Anordnungen ermöglichen jedoch keine unterschiedliche
Regulierung innerhalb eines Quellauslasse. Die Folge ist, daß die Quellauslässe völlig
ungleichmäßig mit Zuluft beaufschlagt werden, was zu erheblichen Funktionsstörungen
führt.
[0004] Wird bei den bisherigen Quellauslässen die Zuluft über die gesamte Austrittsfläche
gleichmäßig verteilt und überschreitet dabei die durchschnittliche Geschwindigkeit
den Betrag von 0,2 bis 0,4 m/sec. so wird die Zuluftbeaufschlagung über die gesamte
Austrittsfläche sehr unregelmäßig. Hierbei konnten Differenzen in der Austrittsgeschwindigkeit
über die gesamte Austrittsfläche hin gesehen von mm/sec. bis zu einem m/sec. festgestellt
werden. An manchen Stellen ziehen diese Quellauslässe sogar durch die unregelmäßige
Beaufschlagung Raumluft an, wodurch noch zusätzlich die Austrittsgeschwindigkeit auf
den übrigen Austrittsflächen erhöht wird.
[0005] Eine Lösung dieses Systems bietet mit den oben beschriebenen Nachteilen beispielsweise
die DE-OS 40 37 287.1 an. Dort befinden sich in einem Lochblechmantel voneinander
beabstandete Blenden, welche ebenfalls bevorzugt aus Lochblech bestehen. Diese Ausgestaltung
hat insbesondere dann Vorteile, wenn der Quellauslaß das Ende eines Luftleitsystems
darstellt.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Quellauslaß der o.g. Art zu entwickeln,
welcher zum Einsetzen in ein Luftführungssystem geeignet ist und bei dem ebenfalls
eine Luftgleichrichtung auf einfache Art und Weise ermöglicht wird.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe führt, daß den Öffnungen eine Schlitzschieberanordnung
vorgesetzt ist.
[0008] Die Schlitzschieberanordnung innerhalb eines Quellauslasses, der in ein Luftführungssystem
eingesetzt ist, hat den Vorteil, daß der Luftstrom ohne wesentliche Beeinträchtigung
in dem Luftführungssystem weitergeführt wird. Nur ein Teil des Luftstromes wird abgezweigt
und tritt aus dem Quellauslaß aus. Der restliche Teil des Luftstromes kann zu einem
weiteren Deckenauslaß od. dgl. gelangen. Durch die Verengung des Querschnitts mittels
der Schlitzschieberanordnung im Bereich der Luftaustrittsfläche wird ein Teil des
Luftstromes durch die Schlitzschieberanordnung gedrückt und erreicht die Öffnungen
der Luftaustrittsfläche, aus dem dieser Teil des Luftstromes ohne große Geschwindigkeit
austritt. Wesentlich ist dabei aber auch eine Gleichrichtung der Luft, die mittels
dieser Schlitzschieberanordnung erreicht wird. Dadurch, daß die entsprechenden Öffnungensweiten
der Schlitzschieberanordnung reguliert werden können, ist eine individuelle Einstellung
eines solchen Quellauslasses möglich.
[0009] In den vorliegenden Ausführungsbeispielen sind die Öffnungen der Luftaustrittsflächen
geometrisch unterschiedlich ausgebildet. Sie können rund, eckig, rhombisch od. dgl.
sein. Hierdurch wird mehr das ästhetische Aussehen des Quellauslasses als seine Funktion
berührt.
[0010] Je nach dem, für welchen Zweck und an welcher Stelle der Quellauslaß eingesetzt werden
soll, kann es sich als ratsam erweisen, daß nur ein Teil seiner Mantelfläche mit Öffnungen
versehen ist. Wird beispielsweise ein derartiger Quellauslaß in einem horizontalen
Luftführungssystem an der Decke eines Raumes eingesetzt, so genügt es, wenn nur ein
dem Raum zugewandter Teil dieses Quellauslasses mit Öffnungen versehen ist. Ist der
Quellauslaß im wesentlichen aus einem Rundrohr gebildet, so erstreckt sich in diesem
Fall der Teil der Luftaustrittsfläche kreisbogenartig um eine Längsachse des Rundrohres
herum, während der andere Teil als geschlossener Mantel ausgebildet ist. Hier sind
jedoch viele Möglichkeiten denkbar und sollen von der vorliegenden Erfindung umfaßt
sein.
[0011] Als Schlitzschieberanordnung bietet sich vor allem eine solche an, wie sie in dem
Europäischen Patent 0 386 717 beschrieben ist. Dort besteht die Schlitzschieberanordnung
aus einem Gehäuse, dessen Rückwand Schlitzöffnungen aufweist. Dieser Anordnung kann
nun ein Schlitzschieber zugeordnet sein, wobei der Schlitzschieber der Rückwand entweder
vorgesetzt ist oder aber sich innerhalb des Gehäuses befindet. Bevorzugt wird Letzteres,
da die Führung des Schlitzschiebers durch entsprechende Klammerstreifen vereinfacht
ist. Diese Klammerstreifen befinden sich in den Seitenwänden des Gehäuses, jedoch
sind auch hier wieder andere Führungselemente möglich und denkbar.
[0012] Das gesamte Gehäuse ist von innen her in einem gewünschten Bereich der Luftaustrittsfläche
zugeordnet oder kann beispielsweise in einem Ausführungsbeispiel auch den gesamten
Bereich der Luftaustrittsfläche überdecken. Möglich ist auch die Anordnung mehrerer
Schlitzschieberanordnungen, die in gewünschten Abständen voneinander von innen her
der Luftaustrittsfläche zugeordnet werden.
[0013] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind Schlitzöffnungen im Schlitzschieber
durch Abkanten von Fahnen gebildet. Diese Fahnen dienen gleichzeitig der Luftlenkung.
Dabei ist es möglich, die Fahnen in bestimmten, vorgegebenen Winkeln abzukanten, so
daß hierdurch auch der Winkel des Luftaustritts aus dem Quellauslaß bestimmt wird.
Es ist auch möglich, die Fahne eines einzelnen Schlitzschiebers mit einem unterschiedlichen
Winkel zueinander abzukanten. Hierdurch können Einzelluftströme in einem bestimmten
Ausmaß beeinflußt werden.
[0014] Durch die erfindungsgemäße Schlitzschieberanordnung ist es auf vorteilhafte und einfache
Art und Weise möglich, die Luftmenge innerhalb des Quellauslasses individuell abzustimmen
und zu regulieren. Erst dadurch ist es möglich, daß auf der gesamten Quellauslaßfläche
eine gleichmäßige Zuluftaustrittsmenge zu bekommen. Hierdurch kann der Quellauslaß
optimal arbeiten.
[0015] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in
Figur 1 eine teilweise im Längsschnitt dargestellte Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen
Quellauslaß;
Figur 2 einen Querschnitt durch den Quellauslaß gemäß Figur 1 entlang Linie II-II;
Figur 3 eine teilweise im Längsschnitt dargestellt Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Quellauslasses ähnlich Figur 1;
Figur 4 eine teilweise im Längsschnitt dargestellte Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel
eines Quellauslasses ählich Figur 1;
Figur 5 eine teilweise aufgeschnittene Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
eines Quellauslasses;
Figur 6 eine Frontansicht des Quellauslasses gemäß Figur 5;
Figur 7 eine Draufsicht auf einen teilweise aufgeschnittenen Quellauslaß entsprechend
Figur 5.
[0016] Ein Quellauslaß R weist gemäß Figur 1 ein Rundrohr 1 auf, welches beidseits einen
Anschlußstutzen 2 und 3 für den Einbau dieses Rundrohres 1 in ein nicht näher gezeigten
Luftführungssystem vorgesehen sind. Die Anschlußstutzen 2 und 3 sind jeweils über
einen eingeformten Ringwulst 4 und 5 von dem eigentlichen Rundrohr 1 abgetrennt.
[0017] Zwischen den Ringwulsten 4 und 5 befindet sich eine Luftaustrittsfläche 6, welche
Öffnungen 7 aufweist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Öffnungen 7 rombisch
geformt, wobei die Luftaustrittsfläche 6 nur in einem Bereich von etwa 180° um eine
Längsachse 8 vorgesehen ist. Die übrigen 180° des Rundrohres 1 werden von einem geschlossenen
Mantel 9 gebildet. Dementsprechend eignet sich dieser Quellauslaß R insbesondere zum
horizontalen Einbau in ein Luftführungssystem an einer Decke, wobei die Öffnungen
7 nach unten zum Raum hin ausgerichtet sind. Darauf soll jedoch die vorliegende Erfindung
nicht beschränkt sein, der Quellauslaß kann ebenso auch in einer vertikalen Ausrichtung
Anwendung finden.
[0018] Im Inneren I des Quellauslasses R gemäß Figur 2 befinden sich in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
zwei gleich ausgestaltete Schlitzschieberanordnungen 10. Jede Schlitzschieberanordnung
10 besteht aus einem Gehäuse 11 mit Seitenwänden 12 und 13 sowie einer Rückwand 14.
Bevorzugt sind ferner die beiden Seitenwände 12 und 13 über Stirnwände 15 miteinander
verbunden. Die Seitenwände 12 und 13 sowie ggfs. die Stirnwände 15 besitzen umlaufende
Randflansche 16, welche von innen her an die Luftaustrittsfläche 6 anschlagen und
über entsprechende Befestigungselemente oder Haftvermittler mit der Luftaustrittsfläche
6 verbunden sind.
[0019] Die Rückwand 14 ist von nicht näher gezeigten Schlitzen durchsetzt, denen ein Schlitzschieber
17 vorgeschaltet ist. Der Schlitzschieber 17 wird von Klammerstreifen 18 gehalten,
so daß er entlang der Rückwand 14 verschoben werden kann. Eine entsprechende Schlitzschieberanordnung
wird im übrigen in der Europäischen Patentschrift 0 386 717 beschrieben, auf die ausdrücklich
Bezug genommen wird. Durch den Schlitzschieber 17 kann die Weite der Schlitzöffnungen
in der Rückwand 14 eingestellt werden. Diese Einstellung erfolgt individuell. Ferner
wird durch die Schlitzschieberanordnung eine Luftgleichrichtung erreicht, so daß die
Zuluft gleichmäßig aus den Öffnungen 7 der der Luftautrittsfläche 6 herausquillt.
[0020] Die gewünschte Luftgleichrichtung wird noch dadurch verbessert, daß sich in dem Schlitzschieber
nicht etwa ausgestanzte Öffnungen befinden, sondern aus den Öffnungen Fahnen 19 in
Richtung auf die Öffnungen 7 herausgebogen sind. Diese Fahnen 19 lenken die Luft,
welche in dem Quellauslaß R entlang von dessen Längsachse geführt wird, um einen gewünschten
Winkel um, so daß die Luft die Öffnungen 7 in diesem Winkel von innen her anströmen
kann. Hierdurch kann beispielsweise auch der Austrittswinkel der Luft aus den Öffnungen
7 bestimmt werden. Bei vielen Quellauslässen wird ein 90° Austrittswinkel gewünscht,
jedoch erlaubt der vorliegende Quellauslaß auch einen anderen Austrittswinkel.
[0021] Für die Schlitzschieberanordnung 10 kann ein beliebiges Material gewählt werden.
[0022] Die Ausführungsform eines Quellauslasses R1 gemäß Figur 3 unterscheidet sich von
derjenigen nach Figur 1 durch die Ausgestaltung der Öffnungen 7a. Diese sind als kleine
Rechtecke ausgebildet. Ebenso unterscheidet sich das Ausführungsbeispiel eines Quellauslasses
R2 gemäß Figur 4 von denjenigen nach Figur 1 und Figur 3 nur durch die runde Ausgestaltung
der Öffnungen 7b.
[0023] In den Figuren 5 bis 7 ist ein Quellauslaß R3 gezeigt, der das Ende eines Luftführungssystems
darstellt. Somit besitzt dieser Quellauslaß R3 nur einen Anschlußstutzen 3a, an ein
nicht näher gezeigtes Luftführungssystem. Ansonsten ist der Quellauslaß, wie insbesondere
in Figur 7 erkennbar aus einem rechteckigen Kasten 20 geformt, wobei eine Luftaustrittsfläche
6a mit Öffnungen 7c auf einer Frontseite 21 angeordnet ist.
[0024] Erfindungsgemäß befinden sich Schlitzschieberanordnungen 10a hinter dieser Luftaustrittsfläche
6a, wobei jede Schlitzschieberanordnung individuell zu regeln ist. Zur Beschreibung
der Schlitzschieberanordnungen 10a wird auf das Vorhergehende verwiesen.
1. Quellauslaß zum Einschalten in oder Anschließen an ein Luftführungssystem, wobei eine
Luftaustrittsfläche (6, 6a) mit Öffnungen (7 - 7c) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichent,
daß den Öffnungen (7) eine Schlitzschieberanordnung (10, 10a) vorgesetzt ist.
2. Quellauslaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (7 - 7c) rund,
eckig, rhombisch od. dgl ausgebildet sind.
3. Quellauslaß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftaustrittsfläche
(6, 6a) mit den Öffnungen (7 - 7c) nur einen Teil der Oberfläche des Quellauslasses
(R) bildet.
4. Quellauslaß nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rundrohr
(1) vorgesehen ist, wobei ein Teil des Rundrohres (12) kreisbogenartig um eine Längsachse
(8) herum als Luftaustrittsfläche (6) und ein weiterer Teil als geschlossener Mantel
(9) ausgebildet ist.
5. Quellauslaß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Rundrohr (1) beidseits
einen Anschluß (2, 3) an das Luftführungssystem aufweist.
6. Quellauslaß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzschieberanordnung
(10a) in einem eckigen Kasten (20) angeordnet ist, der einen Anschlußstutzen (3a)
an ein Luftführungssystem aufweist.
7. Quellauslaß nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Gehäuse (11) der Schlitzschieberanordnung (10) eine Rückwand (14) mit Schlitzöffnungen
aufweist.
8. Quellauslaß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückwand (14) ein Schlitzschieber
(17) zum Verändern der Öffnungsweite der Schlitzöffnungen zugeordnet ist.
9. Quellauslaß nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitzschieber (17)
in dem Gehäuse (11) an Klammerstreifen (18) geführt ist.
10. Quellauslaß nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammerstreifen (18)
in Seitenwänden (12, 13) des Gehäuses (11) sitzen.
11. Quellauslaß nach wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (11) einen Randflansch (16) aufweist, über welchen das Gehäuse (11)
mit der Luftaustrittsfläche von innen her verbunden ist.
12. Quellauslaß nach wenigstens einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitzschieber (17) Fahnen (19) zum Umlenken eines Luftstromes aufweist.