(19)
(11) EP 0 634 813 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
18.01.1995  Patentblatt  1995/03

(21) Anmeldenummer: 94106797.7

(22) Anmeldetag:  30.04.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6: H01R 9/26
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB IT LI

(30) Priorität: 17.07.1993 DE 4324061

(71) Anmelder: Weidmüller Interface GmbH & Co.
D-32760 Detmold (DE)

(72) Erfinder:
  • Conrad, Horst
    D-32756 Detmold (DE)
  • Jaschke, Bernhard
    D-32791 Lage (DE)
  • Geschonke, Gerhard
    D-32760 Detmold (DE)
  • Wilmes, Manfred
    D-32760 Detmold (DE)
  • Schuster, Bernhard
    D-32756 Detmold (DE)
  • Hanning, Walter
    D-32758 Detmold (DE)
  • Schnatwinkel, Michael
    D-32051 Herford (DE)
  • Kern, Hans-Jürgen
    D-32657 Lemgo (DE)

(74) Vertreter: Stracke, Alexander, Dipl.-Ing. et al
Jöllenbecker Strasse 164
D-33613 Bielefeld
D-33613 Bielefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verteilerleiste


    (57) Bei dieser Verteilerleiste mit mehreren, nebeneinander angeordneten Leiteranschlüssen (2), die Stromschienenstücke (4) beinhalten, sind zur Querverteilung der elektrischen Leistung die einander zugewandten Seiten benachbarter Stromschienenstücke (4) zur unmittelbaren, direkten Kontaktierung mit ineinandersteckbaren Steckkontaktelementen (5) versehen, so daß die bislang üblichen Querverbinderbauelemente wie Querverteilungsschienen, Distanzhülsen und dergleichen in Fortfall kommen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Verteilerleiste mit mehreren, nebeneinander angeordneten, Stromschienenstücke beinhaltenden Leiteranschlüssen und einer Querverteilung der elektrischen Leistung.

    [0002] Verteilerleisten der gattungsgemäßen Art werden zur versorgungstechnischen und steuertechnischen Verknüpfung von elektrischen Bauteilen wie beispielsweise Spannungsquellen und Signalempfänger eingesetzt. Sie können für diesen Anwendungszweck beispielsweise zum Aufbau von Initiatorklemmenblöcken verwendet werden, wie dies beispielsweise in der EP 0 222 030 A2 dargelegt ist. In dieser Literaturstelle wird ausgeführt, daß die Versorgungsleitungen einer Spannungsquelle an zwei in einem Initiatorklemmenblock befindlichen Verteilerleisten angeschlossen werden und die Versorgungsspannung von dort über innenliegende Querverbindungsleisten auf mehrere nebeneinander angeordnete Anschlußklemmen verteilt wird, an die wiederum Versorgungsleitungen beispielsweise von Initiatoren für elektrische Signalempfänger angeschlossen werden. Der Aufbau der für diesen Anwendungszweck verwendeten Verteilerleisten ist relativ aufwendig, da zwischen den Stromschienenstücken der Leiteranschlüsse und den Bauteilen für die eigentliche Querverteilung der elektrischen Leistung zusätzliche Bauteile wie beispielsweise Distanzhülsen vorhanden sein müssen, wobei sich bei jedem Stromübergang zwischen den Bauteilen natürlich ein Übergangswiderstand ergibt.

    [0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Verteilerleiste der gattungsgemäßen Art zu schaffen, bei der die Querverteilung der elektrischen Leistung mit denkbar geringem konstruktiven und montagemäßigen Aufwand erfolgt.

    [0004] Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß zur Querverteilung der elektrischen Leistung die Stromschienenstücke der Leiteranschlüsse Steckkontaktelemente zur elektrischen Verbindung der Stromschienenstücke miteinander aufweisen.

    [0005] Aufgrund dieser neuartigen Bauweise entfallen bei den Verteilerleisten der erfindungsgemäßen Art alle bisher vorhandenen zusätzlichen Bauteile wie beispielsweise Querverteilungsschienen, Distanzhülsen oder dergleichen. Dies führt zu einer erheblichen Reduktion des Montageaufwandes und somit der Montagekosten, außerdem entfallen sämtliche Kosten für die Herstellung der entfallenen Bauelemente. Durch die direkte Verbindung der Stromschienenstücke miteinander entfällt je nach Bauweise der üblichen Verteilerleisten mindestens eine Verbindung von zwei stromführenden Bauteilen, d. h. ein Übergangswiderstand zwischen diesen Bauteilen entfällt.

    [0006] Die Steckkontaktelemente bilden beim seitlichen Aneinanderreihen der Leiteranschlüsse zu einer Verteilerleiste durch Verrastung eines Steckkontaktes in einem Buchsenkontakt automatisch eine elektrische Verbindung, so daß eine zusätzliche Kontrolle bei der Montage dahingehend, ob alle Querverbindungen der Querverteilung hergestellt worden sind, entfällt. Durch die Steckkontaktierung der Stromschienenstücke der einzelnen Leiteranschlüsse lassen sich diese zu Verteilerleisten beliebiger Länge, d. h. beliebiger Leiteranschlußzahl zusammenfügen. Hierdurch lassen sich Verteilerleisten für jeden Verwendungszweck aufbauen, die wiederum beispielsweise für den Aufbau von Initiatorenklemmenblöcken beliebiger Polzahl Verwendung finden. Der Platzbedarf läßt sich somit erheblich reduzieren, je nachdem, wie häufig derartige Verteilerleisten Anwendung finden.

    [0007] Spezielle Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche.

    [0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Stromschienenstücke einen U-förmigen Grundkörper auf mit je zwei seitlichen sich gegenüberliegenden den Buchsenkontakt bildenden Federkontaktschenkeln, wobei an einem der Schenkel eine Steckerlasche angeordnet ist. Die Steckerlasche eines Steckkontaktelementes greift zur Herstellung der elektrischen Verbindung der Stromschienenstücke untereinander jeweils in den Buchsenkontakt des Steckkontaktelementes eines benachbarten Stromschienenstückes ein. Der mit dem Leiteranschluß zu verbindende Leiter wird z. B. über eine Klemmfeder direkt mit dem Stromschienenstück des entsprechenden Leiteranschlusses verbunden. Stecker und Buchsenkontakt sind somit einstückig ausgeführt, was die Herstellungskosten senkt und die Montage vereinfacht.

    [0009] Die Ausführung eines der Steckkontaktelemente als Buchsenkontakt bietet die Möglichkeit, das Buchsenteil aus mehreren Richtungen z. B. von der Seite oder von unten zu kontaktieren. Da der Buchsenkontakt des ersten Leiteranschlusses einer Verteilerleiste für die Verbindung zum nächsten Stromschienenstück bzw. zum Aufbau der Gesamtstromschiene nicht benötigt wird, bietet sich hier die Möglichkeit, zu einer im Bedarfsfall unter den Leiteranschlüssen angeordneten Leiterplatte eine zusätzliche Anschlußmöglichkeit zu schaffen.

    [0010] Es hat sich außerdem als vorteilhaft erwiesen, die Steckkontaktelemente zur elektrischen Verbindung der Stromschienenstücke, d. h. die Steckerlaschen und Buchsenkontakte räumlich unterhalb der Anschlußebene der Leiteranschlüsse anzuordnen.

    [0011] Dies führt zu einer besonders raumsparenden Bauweise der Verteilerleiste. Da der Anschlußbereich des Leiteranschlusses von oben sehr gut zugänglich ist, lassen sich außer der bereits erwähnten Anschlußmöglichkkeit über eine Klemmfeder auch alle anderen üblichen Anschlußarten des Leiteranschlusses verwirklichen.

    [0012] Da der Buchsenkontakt des einzelnen Stromschienenstückes sowohl von unten als auch von der Seite zugänglich ist, lassen sich zur Stromeinspeisung in die Verteilerleiste am Buchsenkontakt zusätzliche Kontaktflächen anordnen, die sowohl in den Buchsenkontakt eingreifen als auch seitlich an der Außenfläche des Buchsenkontaktes eine elektrische Verbindung herstellen können, ebenso ist ein U-förmiger Gabelkontakt zur elektrischen Verbindungsherstellung am Buchsenkontakt denkbar. Insbesondere der gabelförmige Kontakt bietet den Vorteil, daß eine Stromeinspeisung prinzipiell an beliebiger Stelle der Verteilerleiste von unten erfolgen kann. Insbesondere bei beschränkten Platzverhältnissen läßt sich so eine spezielle Einspeiseklemme einsparen. Die Möglichkeit, den Buchsenkontakt sowohl mittig als auch seitlich zu kontaktieren, macht es sehr einfach, mit Hilfe spezieller Öffnungen im Leiteranschlußgehäuse eine Codierungsmöglichkeit des Leiteranschlusses zu schaffen, je nachdem, ob man die Möglichkeit der Stromeinspeisung in das Stromschienenstück durch den mittigen Buchsenkontakt oder den seitlichen Buchsenkontakt ausschaltet.

    [0013] Es muß hervorgehoben werden, daß die Verwendung einer Verteilerleiste der erfindungsgemäßen Art insbesondere für den Aufbau von Initiatorreihenklemmen, wie sie eingangs kurz beschrieben wurden, von großem Vorteil sind. Die spezielle Ausgestaltung einer Initiatorreihenklemme sieht vor, daß mindestens zwei Verteilerleisten in einem Grundgehäuse einer Initiatorreihenklemme, welches auf einer Tragschiene festlegbar ist, angeordnet sind. Die Verbindung zum Grundgehäuse erfolgt über lösbare Steckbefestigungen, so daß die Verteilerleisten einfach und montagefreundlich im Initiatorklemmenblock umgruppiert werden können. Desweiteren lassen die schon angesprochenen Möglichkeiten einer vorteilhaften einfachen Codierung der erfindungsgemäßen Verteilerleiste insbesondere die oftmals notwendige Erdung von Stromschienenanschlüssen sehr einfach realisierbar erscheinen. Durch die Zugänglichkeit der Stromschienenstücke von unten ist ein Anschluß der Verteilerleiste an die das Erdpotential tragende Tragschiene ohne Probleme realisierbar.

    [0014] Es bleibt noch anzumerken, daß die lösbare Verbindung der Verteilerleisten innerhalb des Initiatorklemmenblockgrundgehäuses eine Kontaktierung zur Beschaltung über Steckkontakte, d. h. die Realisierung von PNP- bzw. NPN-Schaltungen durch einfaches Umstecken der Verteilerleisten sehr einfach macht.

    [0015] Im folgenden werden einige Beispiele von Verteilerleisten der erfindungsgemäßen Art sowie die Verwendung von Verteilerleisten in Initiatorklemmenblöcken anhand der beigefügten Zeichnungen zum besseren Verständnis näher erläutert werden.

    [0016] Es zeigen
    Figur 1:
    eine erfindungsgemäße Verteilerleiste mit drei Leiteranschlüssen,
    Figur 2:
    das Schnittbild eines Leiteranschlusses entsprechend dem Schnitt BB aus Figur 1.
    Figur 3:
    Stromschienenstück einer erfindungsgemäßen Verteilerleiste ohne Leiteranschlußgehäuse,
    Figur 4:
    Schnittbild durch einen Leiteranschluß mit erfindungsgemäßen Verteilerleisten.


    [0017] Die Figur 1 zeigt eine in ihrer Gesamtheit mit 1 bezeichnete Verteilerleiste, die aus drei nebeneinander angeordneten mit den Ziffern I - III gekennzeichneten Leiteranschlüssen 2 besteht.

    [0018] Im Gehäuse 10 eines jeden Leiteranschlusses befindet sich je ein Stromschienenstück 4, die jeweils mit Hilfe ihrer Steckkontaktelemente 5 ineinandergreifen. Der Aufbau eines Leiteranschlusses 2 wird mit Hilfe des Schnittbildes in Figur 2 verdeutlicht. In der Mitte des Leiteranschlußgehäuses 10 ist dort wiederum das Stromschienenstück 4 zu erkennen. An diesem Stromschienenstück 4 ist eine Klemmfeder 14 angeordnet, die dazu dient, den Leiter 3 von oben in den Einführtrichter 13 des Leiteranschlußgehäuses 10 eingeführt ist, unter das Stromschienenstück 4 zu drücken und dort durch Klemmfederkraft zu fixieren. An der Oberseite des Leiteranschlußgehäuses 10 befindet sich seitlich neben dem Einführtrichter 13 ein Montagedurchbruch 15, durch den eine Betätigung der Klemmfeder 14 für den Montagevorgang des Leiters 3 möglich ist. Jedes Leiteranschlußgehäuse besitzt an einer Seitenwand Verbindungsnocken 12, die in Lage und Größe mit entsprechenden Verbindungsbohrungen 11 an der gegenüberliegenden Seitenfläche des Leiteranschlußgehäuses 10 korrespondiert, so daß bei einer Aneinanderreihung von Leiteranschlüssen 2 diese aneinander durch das Eingreifen der Verbindungsnocken 12 in die entsprechenden Verbindungsbohrungen 11 des benachbarten Leiteranschlusses 2 festgelegt sind.

    [0019] Bei der Aneinanderreihung von Leiteranschlüssen 2 greifen die in jedem Leiteranschluß 2 befindlichen Stromschienenstücke 4 mittels ihrer Steckkontaktelemente 5 ineinander, so daß eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den einzelnen Leiteranschlüssen 2 hergestellt ist. Um dies zu verdeutlichen, sind in Figur 3 drei Stromschienenstücke 4 dargestellt, wobei zum besseren Verständnis die entsprechenden Leiteranschlußgehäuse 10 weggelassen wurden. Jedes Stromschienenstück 4 besitzt einen U-förmigen Grundkörper 21, der aus zwei Federkontaktschenkeln 23 und 24 sowie einem sie verbindenden Schenkelverbindungsblech 25 besteht.

    [0020] Die am Federkontaktschenkel 24 seitlich vorstehende und in einem Winkel von ca. 45° abgewinkelte Haltelasche 22 dient dazu, das Stromschienenstück 4 in seiner Position im Leiteranschlußgehäuse 10 zu halten. Zu der der Haltelasche 22 gegenüberliegenden Seite sind sowohl der Federkontaktschenkel 23 als auch der Schenkel 24 seitlich verlängert. Der Federkontaktschenkel 24 besitzt an seinen verlängerten freien Ende eine Steckerlasche 27. Der Federkontaktschenkel 23 ist in Richtung auf den gegenüberliegenden Federkontaktschenkel 24 so gekröpft, daß sich an den gegenüberliegenden freien Enden der beiden Schenkel zwei sich parallel gegenüberliegende, mit Kontaktplättchen 28 und 29 versehene Flächen ergeben, deren Abstand geringer ist als der der Federkontaktschenkel 23 und 24 im Bereich des Grundkörpers 21. Die mit den Kontaktplättchen 28 und 29 versehenen gegenüberliegenden Flächen bilden gemeinsam einen Buchsenkontakt 26. In Figur 3 ist außerdem gut zu erkennen, daß für die Herstellung einer durchgehenden Stromschiene die U-förmigen Grundkörper 21 der Stromschienenstücke 4 so aneinandergereiht werden, daß die Steckerlasche 27 eines Stromschienenstückes in den Buchsenkontakt 26 eines benachbarten Stromschienenstückes eingreifen kann. Hierzu ist es erforderlich, daß die Steckerlasche 27 an ihrem dem Federkontaktschenkel 24 abgewandten Ende so abgekröpft wird, daß ihre Mittelebene mit der sich zwischen den Federkontaktschenkeln 23 und 24 des Buchsenkontaktes 26 ergebenden Mittelebene übereinstimmt.

    [0021] Zusätzlich zu den Stromschienenstücken 4 ist in Figur 3 an einem Stromschienenstück 4 die Klemmfeder 14 dargestellt, die auf die Außenseite des Federkontaktschenkels 24 aufgesetzt ist. Sie besitzt an ihrer der Haltelasche 22 zugewandten Seite einen Durchbruch 30 und ist so geformt, daß sie eine Federkraft in Richtung des Pfeiles F erzeugt. Da die Haltelasche 22 durch den Durchbruch 30 ragt, ist die Bewebung des freien Schenkels 32 der Klemmfeder 14 in Richtung des Pfeiles F beschränkt. Wird eine Gegenkraft auf die Kante 31 der Klemmfeder 14 ausgebübt, so bewegt sich ihr freier Schenkel 32 mit dem Durchbruch 30 entgegen des Pfeiles F nach unten, so daß in den Innenraum des U-förmigen Grundkörpers 21 des Stromschienen. stückes 4 ein Anschlußdraht eingeschoben werden kann. Nach Loslassen der Klemmfeder 14 schnellt der freie Schenkel 32 infolge der Federkraft in Richtung des Pfeiles F nach oben, drückt den Anschlußdraht unter den Federkontaktschenkel 24 des Stromschienenstückes 4 und fixiert ihn dort. Diese Art der KLemmbefestigung erfordert einen sehr geringen Montageaufwand, da sich die Verbindung eines Anschlußdrahtes am Stromschienenstück 4 schnell und ohne besondere Montagemittel bewerkstelligen läßt. Natürlich sind außer einer Klemmbefestigung alle denkbaren anderen Arten der Herstellung einer Verbindung von Leiter und Stromschienenstück Schraub-, Flachstecker, Lötanschluß und dergleichen.

    [0022] Die Darstellung der aneinandergereihten Stromschienenstücke 4 in Figur 3 macht deutlich, daß der jeweils erste Buchsenkontakt 26 einer Verteilerleiste für die Stromübertragung innerhalb der Stromschiene nicht benötigt wird. Aus diesem Grunde kann dieser Buchsenkontakt ebenso wie die Verbindung des Stromschienenstückes 4 mit einem Leiter 3 dazu benutzt werden, eine weitere elektrische Verbindung zur Stromschiene herzustellen. In Figur 1 und 2 ist eine Möglichkeit der Kontaktierung der Stromschiene von der Unterseite des Leiteranschlusses 2 her über den Buchsenkontakt 26 dargestellt. Das Ausführungsbeispiel zeigt hierzu einen Lötkontakt 42, der mit einer Leiterplatte 41 elektrisch verbunden ist und an seinem der Leiterplatte 41 abgewandten Ende eine Kontaktplatte 43 besitzt, welche durch eine Öffnung 44 an der Unterseite des Leiteranschlußgehäuses 10 in den Buchsenkontakt 26 des Stromschienenstückes 4 eingreift. Alternativ zu einer Kontaktierung der Stromschiene gemäß den Figuren 1 und 2 zeigt Figur 4 eine Möglichkeit, den Buchsenkontakt 26 an den Außenseiten durch einen Gabelkontakt 40 zu umgreifen. Der Gabelkontakt 40 ist wie der oben beschriebene Lötkontakt 42 elektrisch mit einer Leiterplatte 41 verbunden und umgreift von unten den Buchsenkontakt 26, wobei das Leiteranschlußgehäuse 10 in diesem Falle einen ausreichend dimensionierten Ausbruch 45 an seiner Unterseite aufweist. Für die Kontaktierung der Stromschiene durch den Gabelkontakt 40 ist es im Gegensatz zu dem vorher besprochenen Beispiel nicht notwendig, daß der Buchsenkontakt 26 eines Leiteranschlusses 2 unbenutzt ist, vielmehr kann der Gabelkontakt 40 an jedem beliebigen Leiteranschluß 2 eine Verteilerleiste 1 angreifen, sofern im Leiteranschlußgehäuse 10 der entsprechende Ausbruch 45 zur Aufnahme der seitlich den Buchsenkontakt 26 umgreifenden Gabelteile des Kontaktes 40 vorhanden ist. Eine Verteilerleiste der erfindungsgemäßen Art läßt sich somit über einem in einer Leiterplatte 41 angeordneten Gabelkontakt 40 beliebig positionieren. Außerdem kann bei beengten Platzverhältnissen durch die Einspeisung der Stromschiene von unten ein sonst notwendiger Einspeiseanschluß entfallen, was insbesondere bei beschränkten Platzverhältnissen von Vorteil ist.

    [0023] Eine Anwendung von erfindungsgemäßen Verteilerleisten bietet sich insbesondere für den Aufbau von Initiatorklemmenblöcken an. Initiatorklemmenblöcke werden üblicherweise aus einzelnen Initiatorreihenklemmen aufgebaut, in Figur 5 ist beispielhaft eine Initiatorreihenklemme im Querschnitt mit drei zu erfindungsgemäßen Verteilerleisten gehörenden Leiteranschlüssen 2 abgebildet. Ein Initiatorklemmenblock setzt sich aus senkrecht zur Zeichenebene nebeneinander angeordneten Initiatorreihenklemmen 50 zusammen, die senkrecht zur dargestellten Zeichnungsebene miteinander auf einer gemeinsamen genormten Tragschiene 54 festgelegt sind. Durch die Aneinanderreihung der Initiatorenreihenklemmen 50 ergibt sich zwangsläufig ebenso eine Aneinanderreihung der einzelnen Leiteranschlüsse 2 zu Verteilerleisten, die in Figur 5 mit I, II und III bezeichnet sind. Die Initiatorreihenklemme 50 besitzt ein Klemmengehäuse 51 aus Isolierwerkstoff, welches mit Aufnahmestegen 80 zur lösbaren Festlegung der Leiteranschlußgehäuse 10 im Klemmengehäuse 51 versehen ist. Diese Aufnahmestege 80 besitzen kleine Wulste 81, die in korrespondierende Ausnehmungen 82 der Leiteranschlußgehäuse eingreifen. Durch diese Bauweise ist gewährleistet, daß die Leiteranschlüsse 2 innerhalb einer Reihenklemme vertauscht werden können, um z. B. eine PNP-Anordnung in eine NPN-Anordnung zu verwandeln.

    [0024] Die Stromschienen der einzelnen Verteilerleisten I, II und III bieten bei Verwendung in Initiatorreihenklemmen selbstverständlich auch die Möglichkeit der Kontaktierung von der Unterseite des Leiteranschlußgehäuses 10. In Figur 5 ist mit Hilfe einer solchen Kontaktierung eine Verbindung der Stromschiene der Verteilerleiste 3 mit der Tragschiene 54 zum Aufbau einer PE-Verteilerleiste dargestellt. Die Verbindung erfolgt durch den Kontaktbügel 58, der durch den Einführtrichter 53 des Leitergehäuses 10 in einen Buchsenkontakt der Stromschiene der Verteilerleiste 3 eingreift. Da der Kontaktbügel 58 in den Buchsenkontakt eindringt, muß die Kontaktierung zwangsläufig am Beginn der Verteilerleiste erfolgen, da hier ein freier Buchsenkontakt vorhanden ist. Der Kontaktbügel 58 ist an ein Übertragungsblech 59 angenietet, das im Initiatorklemmengehäuse 51 festgelegt ist und die Tragschiene 54 berührt, so daß die entsprechende elektrische Verbindung hergestellt ist. Die Festlegung des Initiatorklemmengehäuses 51 an der Tragschiene 54 erfolgt üblicherweise durch zwei Gehäusefüße 56 und 57, die die abgewinkelten Halteschenkel 61 der Tragschiene 54 umgreifen.

    [0025] In Figur 6 ist eine Initiatorreihenklemme dargestellt, bei der der Schaltzustand des Initiators über eine Kontroll-LED 70 angezeigt wird. In diesem Ausführungsbeispiel greift in einen Leiteranschluß der Verteilerleiste von unten eine Kontaktplatte 72 ein. Die Kontaktplatte 72 ist Bestandteil eines Kontaktwinkels 71, der über eine Drahtbrücke 73 und einen Widerstand 74 mit der Kontroll-LED 70 verbunden ist. Bei der Figur 6 ist besonders zu beachten, daß die Kontaktplatte 72 nicht wie der in Figur 5 beschriebene Kontaktbügel 58 mittig in einen Buchsenkontakt der Stromschiene der Verteilerleiste eingreift, sondern einen der Federkontaktschenkel des Buchsenkontaktes 26 seitlich berührt. Hierbei ist die Kontaktplatte 72 über den Einführtrichter 76 so zwangsgeführt, daß eine andere als die seitliche Kontaktierung des Buchsenkontaktes nicht möglich ist. Hieraus ergibt sich die Tatsache, daß beispielsweise ein Austausch der Verteilerleiste III aus Figur 5 mit der Verteilerleiste II aus Figur 6 nicht möglich ist, da die Einfuhrtrichter 76 und 53 zur Zwangsführung der Kontakte zur Stromschiene der Verteilerleiste nicht übereinstimmen. Durch die Wahl des Kontaktortes an dem Buchsenkontakt einer Stromschiene ergibt sich folglich eine einfache Kodierungsmöglichkeit, falls eine Austauschbarkeit unterschiedlicher Verteilerleisten ausgeschlossen werden soll.


    Ansprüche

    1. Verteilerleiste mit mehreren, nebeneinander angeordneten, Stromschienenstücke beinhaltenden Leiteranschlüssen und einer Querverteilung der elektrischer Leistung, dadurch gekennzeichnet, daß zur Querverteilung der elektrischen Leistung die Stromschienenstücke (4) der Leiteranschlüsse (2) Steckkontaktelemente (5) zur elektrischen Verbindung miteinander aufweisen.
     
    2. Verteilerleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckkontaktelemente (5) jeweils eine Steckerlasche (27) und einen Buchsenkontakt (26) beinhalten, wobei jeweils eine Steckerlasche (27) in den Buchsenkontakt (26) des Steckkontaktelementes (5) eines benachbarten Stromschienenstückes (4) eingreift.
     
    3. Verteilerleiste nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromschienenstücke (4) einen U-förmigen Grundkörper (21) mit je zwei seitlichen, sich gegenüberliegenden Federkontaktschenkeln (23, 24) und einem zentralen Verbindungsblech (25) aufweisen, wobei die beiden seitlichen Federkontaktschenkel (23, 24) an ihrem freien Ende den Buchsenkontakt (26) bilden.
     
    4. Verteilerleiste nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckerlasche (27) an dem freien Ende eines der Federkontaktschenkel (24) eines Stromschienenstückes (4) parallel zu seiner Endkante angeordnet ist, wobei die Steckerlasche (27) in Richtung des gegenüberliegenden Federkontaktschenkels (23) so gekröpft ist, daß seine Mittelebene mit der mittig zwischen den beiden Federkontaktschenkeln (23, 24) befindlichen Mittelebene übereinstimmt.
     
    5. Verteilerleiste nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der nicht mit der Steckerlasche (27) versehene Federkontaktschenkel (23) in Richtung zum gegenüberliegenden Federkontaktschenkel (24) gekröpft ist.
     
    6. Verteilerleiste nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Buchsenkontakt (26) der Stromschienenstücke (4) unterhalb der Anschlußebene des Leiteranschlusses (2) angeordnet ist.
     
    7. Verteilerleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Stromschienenstücken (4) der Leiteranschlüsse (2) Klemmfedern (14) zur Festlegung der Leiter (3) an den Stromschienenstücken (4) angeordnet sind.
     
    8. Verteilerleiste nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einspeisung in die Verteilerleiste (1) an dem Buchsenkontakt (26) eines Stromschienenstückes (4) eine zusätzliche Kontaktfläche (43) angeordnet ist.
     
    9. Verteilerleiste nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfläche (43) in den Buchsenkontakt eingreift.
     
    10. Verteilerleiste nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfläche in Form eines U-förmigen Gabelkontaktes (40) ausgebildet ist, der den Buchsenkontakt (26) umgreift.
     
    11. Verteilerleiste nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfläche als Kontaktlasche ausgebildet ist, die elektrisch mit einer der einander abgewandten Außenflächen der Federkontaktschenkel (23, 24) verbunden ist.
     
    12. Verteilerleiste nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Verteilerleisten in einem Grundgehäuse (51) eines auf einer Tragschiene (54) festgelegten angeordnet sind.
     
    13. Verteilerleiste nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stromschienenstück (4) der Verteilerleiste (1) mit der Tragschiene (54) des Initiatorklemmenblocks elektrisch verbunden ist.
     
    14. Verteilerleiste nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur elektrischen Verbindung mit der Tragschiene (54) ein Kontaktbügel (58) in den Buchsenkontakt (26) eines Stromschienenstückes (4) der Verteilerleiste (1) eingreift.
     
    15. Verteilerleiste nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Grundgehäuse (51) Steckbefestigungen (80, 81) zur lösbaren Verbindung von Verteilerleiste (1) und Grundgehäuse (51) vorgesehen sind.
     




    Zeichnung