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EP 0 635 338 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.11.1998 Patentblatt 1998/45 |
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Anmeldetag: 20.06.1994 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B25H 3/04 |
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Aufnahmevorrichtung für Werkzeuge, Instrumente od.dgl.
Holder for tools, instruments or similar objects
Dispositif de fixation d'outils d'instruments ou objets similaires
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL PT SE |
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Priorität: |
22.06.1993 DE 4320592
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.01.1995 Patentblatt 1995/04 |
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Patentinhaber: PARAT-WERK
SCHÖNENBACH GmbH + Co KG |
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D-42897 Remscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- Schönenbach, Heinz
D-42897 Remscheid (DE)
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Vertreter: Patentanwälte Ostriga & Sonnet |
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Stresemannstrasse 6-8 42275 Wuppertal 42275 Wuppertal (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 024 414 GB-A- 987 641 US-A- 2 995 256
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FR-A- 2 622 827 GB-A- 2 038 613 US-A- 4 597 496
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme und Halterung von Werkzeugen,
Instrumenten, Schreibgeräten od. dgl. Gegenständen, mit einem Spalt, der von einer
Grundfläche und einer sich dazu im wesentlichen flächenparallel ersteckenden Widerlagerfläche
definiert ist, wobei von mindestens einer der beiden Flächen quer zur Spaltweite elastische
Vorsprünge frei vorragen, die jeden Gegenstand im wesentlichen klemmschlüssig in dem
Spalt haltern, wobei die Grundfläche und die Widerlagerfläche raumfest zueinander
befestigt sind und mindestens ein Endbereich des Spaltes eine Ein- und/oder Durchstecköffnung
für den Gegenstand ausbildet.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-A-3024414 bekannt.
[0003] Vorrichtungen zur Aufnahme, Halterung und Bereitstellung von Werkzeugen, Instrumenten
od.dgl. sind in zahlreichen Ausführungen bekannt, sei es in wandhängender oder beispielsweise
in Instrumentenkoffern untergebrachter Ausführung. Zahlreich vertreten sind platten-
oder leistenartige Halterungen mit daran angeordneten Schlaufen oder Klammern, in
die man ein Werkzeug oder Instrument mit seinem Griff, Schaft od. dgl. einstecken
oder einrasten kann. Diese Vorrichtungen sind jedoch nicht besonders variabel verwendbar,
was Art, Zahl und Größe der aufzunehmenden Gegenstände anbelangt.
[0004] In DE-U-82 19 280 ist ein Bereitstellungsgerät für mehrere Handwerkzeuge, Kleininstrumente
oder dergleichen Teile beschrieben, welches im Prinzip kofferartig ausgebildet ist
mit einem Grundkörper und zwei an diesem schwenkbar angelenkten Verschlußdeckeln.
Sowohl im Grundkörper als auch in den Deckelhälften befinden sich Schaumstoffeinlagen
mit von einer Grundfläche frei vorstehenden, elastischen Vorsprüngen in Form von Schaumstoff-Pyramiden.
Bei geschlossenen Deckelhälften ist zwischen den dann einander gegenüberliegend angeordneten
Schaumstoffeinlagen bzw. zwischen deren pyramidenförmigen Vorsprüngen ein Spalt vorhanden,
in dem die Gegenstände unter elastischer Verformung der Vorsprünge klemmend aufgenommen
werden. Es ist deshalb nicht möglich, bei wirksamer Klemmvorrichtung, d.h. also bei
geschlossenem Koffer, ein Werkzeug zu entnehmen oder in die Halterung einzustecken.
Folglich dient das vorbekannte Gerät auch nur der Sicherung der darin aufgenommenen
Gegenstände beim Transport. Undenkbar ist eine wandhängende Halterung, aus der alle
Gegenstände herausfallen würden, sobald man die Deckelhälften öffnet.
[0005] Aus der DE-A-3 024 414 ist eine Haltevorrichtung bekannt, bei der streifenförmige,
mit ihren Schmalkanten zueinander weisende Gummilippen der Klemmhalterung von eingesteckten
Gegenständen dienen. Die Haltekräfte werden nur von extrem kleinflächigen Berührungszonen
aufgebracht, so daß ein Anschmiegen der Lippen an den Gegenstand nur sehr geringfügig
möglich ist. Zudem besteht die Gefahr, daß sich die Halterung eines Gegenstandes löst,
wenn dicht benachbart durch einen weiteren Gegenstand die Lippen erneut verformt werden
müssen.
[0006] Aus der US-A-4 597 496 ist eine weitere Werkzeughalterung bekannt. Hier sind zwei
elastische Vorsprünge vorgesehen, die sich quer zum zu haltenden Gegenstand erstrecken
und als sogenannte Federleisten ausgebildet sind, die durch Querschlitzen einer elastischen
Leiste erzeugt sind. Diese Federleisten stellen aufgrund ihrer schmallinigen Ausbildung
jedoch nur geringe Kontaktflächen zum Halten des Gegenstandes zur Verfügung. Außerdem
können beim Einstecken des Gegenstandes die Federleisten nur in Einsteckrichtung ausweichen.
[0007] Ausgehend von einem Stand der Technik, nach DE-A-3 024 414, liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, die zu haltenden Gegenstände mit starken Klemmkräften zu beaufschlagen,
und zwar unabhängig davon, ob mehrere Gegenstände weiter voneinander entfernt oder
in dichter Zuordnung zueinander gehalten werden sollen.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung dadurch gelöst, daß die
elastischen Vorsprünge von borstenartigen Elementen gebildet sind, die in Büscheln
bzw. Büschelgruppen auf mindestens einer der beiden Flächen angeordnet sind.
[0009] Die Klemmwirkung der erfindungsgemäßen Vorrichtung beruht im wesentlichen darauf,
daß beim Einstecken eines Gegenstandes die im wesentlichen quer zur Einsteckrichtung
orientierten borstenartigen Elemente, zur Seite hin ausweichen und aufgrund ihrer
Verdrängung Rückstellkräfte aufbauen, die den eingesteckten Gegenstand sicher halten.
Sind mehrere Gegenstände nahe beieinander in der Vorrichtung aufgenommen, ergänzen
oder überlagern sich diese Kräfte in vorteilhafter Weise.
[0010] Zwar ist die Verwendung von borstenartigen Elementen zur Aufnahme und Halterung von
Utensilien an sich bekannt und z.B. in DE-A-36 31 690 beschrieben, jedoch mit dem
Gegenstand der Erfindung nicht vergleichbar. Diese bekannte Vorrichtung umfaßt nämlich
einen Behälter mit einem Boden, einer geschlossenen Seitenwand und einer Behälteröffnung,
wobei der Behälter angefüllt ist mit zueinander im wesentlichen parallel ausgerichteten
Borsten, die senkrecht zum Boden und zur Behälteröffnung orientiert sind. Die Einsteckrichtung
der Gegenstände fällt also mit der Längsrichtung der Borsten zusammen, wohingegen
das Werkzeug bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung beim Einstecken und auch im Klemmhaltezustand
die Orientierung der Borsten kreuzt. Nach dem Prinzip der DE-A-36 31 690 lassen sich
keine zum platzsparenden Einsatz in Werkzeugtaschen geeignete, im wesentlichen schmale
Halterungen aufbauen, in denen die Gegenstände in einer Reihe angeordnet sind. Auch
ist eine sinnvolle Orientierung überhaupt nur möglich, wenn die Borsten lotrecht oder
leicht aus der Senkrechten geneigt angeordnet sind. Ansonsten ist es nämlich unvermeidlich,
daß die Gegenstände herausfallen. Das Klemmprinzip der borstenartigen Anordnung nach
der DE-A-36 31 690 A1 beruht im wesentlichen darauf, daß der eingesteckte Gegenstand
die Borsten in eine Art Trichter deformiert und daß die daraus resultierenden Rückstellkräfte
die - äußerst geringen - Haltekräfte aufbauen. Im Prinzip kann die Vorrichtung die
aufgenommenen Gegenstände gar nicht klemmend haltern, sondern sie im wesentlichen
lediglich am Umfallen hindern. Deshalb können auch die in dieser Vorrichtung aufgenommenen
Gegenstände nur unter Einfluß ihrer Schwerkraft überhaupt gehalten werden. Sobald
wegen übertriebener Neigung des Gerätes die Schwerkraftkomponenten nicht mehr ausreichen,
fällt zwangsläufig das Werkzeug aus der Halterung heraus.
[0011] Erfindungsgemäß bestehen die elastischen Vorsprünge nicht aus pyramidalen Erhebungen
von Schaumstoffmatten, sondern aus borstenartigen Elementen. Deren wesentlicher Vorteil
ist darin zu sehen, daß die Borsten zwar auch elastisch verformbar sind und daher
in gewissem Umfange beim Einstecken des Gegenstandes nachgeben können, wobei ihre
elastische Rückstellkraft die Halte-Klemmkraft ausübt, daß andererseits aber nicht
die für Schaumstoff typisch hohe Kompressibilität gegeben ist, die das Einstecken
eines Gegenstandes in Spaltrichtung doch erheblich erschwert. Außerdem sind borstenartige
Klemmelemente wesentlich robuster und strapazierfähiger als Schaumstoffkissen.
[0012] Weitere Vorteile, besonders geschickte Weiterbildungen und auch zweckmäßige Anordnungen
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen 2-11.
[0013] Hervorzuheben ist an dieser Stelle, daß es besonders vorteilhaft ist, wenn die elastischen
Vorsprünge, also die borstenartigen Elemente, zusammen mit ihrer Grundfläche aus einem
Abschnitt eines handelsüblichen Bodenbelags, insbesondere in Gestalt eines künstlichen
Rasens bestehen. Ein für die Zwecke der Erfindung diesbezüglich sehr geeigneter künstlicher
Rasen ist in der alten DE-A-15 78 824 beschrieben und in vergleichbarer Ausgestaltung
im Handel unter der Produktbezeichnung AstroTurf der Firma Monsanto erhältlich. Dieser
Belag wird in auf Rollen gewickelten Bahnen in einer Breite von 0,91m und einer Länge
von 16 bzw. 17m geliefert. Daraus können für die Zwecke der Erfindung geeignete Streifen
abgeschnitten und verarbeitet werden. Für nicht allzu schwere Gegenstände, die keine
extremen Klemmhaltekräfte erfordern, eignet sich insbesondere der Belag AstroTurf
DMS, der üblicherweise als Schmutzfang- und Balkonbelag für normale Beanspruchung
verwendet wird, wohingegen sich zur Halterung schwererer Gerätschaften die Sorte AstroTurf
H-DMS empfiehlt, die üblicherweise als Schmutzfangbelag für starke Beanspruchung verwendet
wird. Besonders vorteilhaft ist bei dem marktgängigen Material für dessen erfindungsgemäße
Verwendung als Geräte- und Werkzeughalter auch die Anordnung der borstenartigen, elastisch
von der Grundfläche abstehenden Elemente in Büscheln, wodurch zwischen diesen kleine
Freiräume belassen sind, die das Ausweichen einzelner Borsten begünstigen. Weitere
Produktinformationen zu diesen Belägen sind von der Monsanto (Deutschland) GmbH, Immermannstr.
3, 4000 Düsseldorf 1 erhältlich.
[0014] Im übrigen versteht sich die Erfindung am besten anhand der nachfolgend im einzelnen
beschriebenen und in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen. In den Zeichnungen
zeigen, jeweils in einer Ansicht, einem Querschnitt und einem Längsschnitt
- Fig. 1
- eine einfache, leistenartige Vorrichtung in Verbindung mit einer Platte, z.B. zur
Verwendung in einen Werkzeugkoffer,
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 ähnliche Anordnung, jedoch mit einem Stützboden für die zu haltenden
Gegenstände,
- Fig. 3
- eine in besonderer Weise für einen Steck- oder Gabelschlüsselsatz geeignete Haltevorrichtung
mit zwei winklig zueinander angeordneten Streifen borstenartiger Elemente, und
- Fig. 4
- eine einfache, im wesentlichen leistenförmige Haltevorrichtung mit zwei gegensinnig
angeordneten Streifen borstenartiger Elemente zur Halterung besonders klobiger und/oder
schwerer Gegenstände.
[0015] Die insgesamt mit 10 bezeichnete Vorrichtung nach Fig. 1 umfaßt eine Platte 11, auf
deren einer Oberfläche 11a der Hauptteil 12 der Klemmvorrichtung befestigt ist. Dieser
Hauptteil 12 der Vorrichtung 10 umfaßt zunächst einen aus Kunststoff, Blech od.dgl.
geeigneten Material bestehenden, im wesentlichen U-förmigen Körper, mit einem langgestreckten,
großflächigen Basisabschnitt 12a und zwei abgewinkelten Seitenschenkeln 12b. Der Basisabschnitt
12a ist mit einigen Niet- oder Schraubenaufnahmen 13 ausgerüstet, so daß der Hauptteil
12 der Haltevorrichtung 10 mit von der Rückseite der Platte 11 eingesetzten Schrauben
oder Nieten an der Platte 11 befestigt werden kann.
[0016] Innerhalb des vom Hauptteil 12 überdeckten Raumes sind eine Vielzahl von frei vorragenden,
elastischen Vorsprüngen 14 angeordnet, die nahe der Innenseite des Basisabschnitts
12a des Hauptteiles 12 an einer gemeinsamen Grundfläche 15 befestigt sind. Der Hauptteil
12 ist somit ein Halter für diese Einlage, deren Grundfläche 15 mit den borstenartigen,
elastischen Vorsprüngen 14 einen jeweils einstückigen Kunststoffkörper ausbildet.
Es handelt sich dabei vorzugsweise um einen Abschnitt eines bahnenförmigen Fußbodenbelages
insbesondere nach Art eines künstlichen Rasens. Dieser wenigstens eine streifenförmige
Abschnitt ist an der Innenseite des Hauptabschnittes 12a des Hauptteiles 12 angebracht,
insbesondere angeklebt. Er kann jedoch auch auf andere Weise gehalten sein, insbesondere
dadurch, daß die Schrauben- oder Nietaufnahmen 13 entsprechende Bohrungen in ihm durchdringen
und ihn somit am Platze halten. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist zudem die
Anordnung so getroffen, daß die freien Enden der borstenartigen Elemente 14 bis auf
die Plattenebene 11a reichen, wodurch die Einlage 14/15 fixiert ist.
[0017] Die dargestellte und beschriebene Anordnung bildet sowohl im Bereich der oberen horizontalen
Kante 12c als auch an der unteren horizontalen Kante 12d des Basisabschnitts 12 mit
Bezug zur Fläche 11a der Platte 11 oben eine spaltartige Einstecköffnung 16 und unten
eine spaltartige Durchstecköffnung 17 aus, so daß die zu haltenden Gegenstände, wie
beim Ausführungsbeispiel eine Anzahl verschiedener Werkzeuge, sowohl von oben als
auch von unten in die Halterung eingesteckt werden können, wobei sie die eigentliche
Halterung auch, wie dargestellt, überragen können. Auch können die Gegenstände von
einer Seite in die Halterung eingesteckt und in derselben Bewegungsrichtung von der
anderen Seite her entnommen werden.
[0018] Im Querschnitt B-B der Fig. 1 ist die Darstellung so gewählt, daß man dort zwei schmale
Streifen des Borstenmaterials sieht. Zwischen den Streifen entsteht somit ein schmaler
Freiraum 18, der das Ausweichen der borstenartigen Elemente begünstigt und Raum schafft,
wenn sie von dem einzusteckenden Gegenstand zur Seite verdrängt werden. Selbstverständlich
kann man aber auch einen einzigen, in der Höhe der Vorrichtung sich durchgehend erstreckenden
Streifen des genannten Materials anordnen. Welche Variante man hier wählt, richtet
sich im wesentlichen danach, wie dick oder wie schwergewichtig oder formcharakteristisch
die aufzunehmenden Gegenstände sind.
[0019] Weiterhin ist ersichtlich, daß es praktisch keine Beschränkung gibt, an welcher Stelle
in Bezug auf die Längserstreckung der Vorrichtung ein Gegenstand eingesteckt wird.
So können unterschiedlichste Gegenstände dicht-bei-dicht ebenso wie in größeren Abständen
angeordnet werden. Einzige Einschränkung ist bei der dargestellten Ausführungsform
der Umstand, daß exakt an den Stellen, an denen die Niet- oder Schraubenaufnahmen
13 vorgesehen sind, natürlich kein Gegenstand gehalten werden kann, wohl aber kann
z.B. eine Zange mit ihren Schenkeln links und rechts zu einer solchen Stelle eingesteckt
werden. Deutlich ersichtlich ist auch der Vorteil der Vorrichtung dahingehend, daß
die Halterung mit den in ihr aufgenommenen Gegenständen frei im Raum, d.h. in jede
beliebige Richtung bewegt werden kann, ohne daß eine Gefahr besteht, daß Werkzeuge
herausgleiten könnten. So läßt sich die Vorrichtung liegend, stehend, geneigt oder
auf andere Weise anordnen, wozu sie sich insbesondere als Unterteilungswand in einem
Werkzeugkoffer eignet.
[0020] Die Ausführungsform nach Fig. 2 ist derjenigen nach Fig. 1 sehr ähnlich, so daß auf
eine detaillierte Beschreibung bereits erläuterter Merkmale verzichtet werden kann.
Wesentlicher Unterschied ist hier, daß das Hauptteil 12 außer seinem Hauptabschnitt
12a und seinen beiden Seitenwangen 12b noch einen Boden 12e aufweist, der als Auflagestütze
für das untere Ende eines Gegenstandes dient. Eine solche Anordnung kann sich empfehlen,
wenn besonders schwere Gegenstände gehalten werden sollen, deren Durchrutschen durch
die Vorrichtung man sicher zu verhindern wünscht, oder wenn erreicht werden soll,
daß alle Gegenstände auf demselben Niveau ruhen. Jedenfalls ist die Halterung bestens
dazu geeignet, die Gegenstände im wesentlichen an Ort und Stelle zu halten, ohne daß
sie in der gewählten eingesteckten Position etwa durch seitliches Verkippen durcheinandergeraten.
Denn der Effekt der borstenartigen Elemente 14 beruht bezüglich der Klemmwirkung nicht
nur darauf, die einzusteckenden Gegenstände entgegen ihrer Schwerkraft zu halten,
sondern auch deren seitliche Bewegungen zu verhindern.
[0021] Fig. 3 zeigt eine Anordnung, bei der ein asymmetrisches Hauptteil 12 vorgesehen ist
mit zwei winklig zueinander stehenden Teilabschnitten 12a' und 12a'', wobei jedem
dieser beiden Abschnitte 12a' und 12a'' ein Materialstreifen mit borstenartigen Elementen
zugeordnet ist. Der keilförmige Raum 12a zwischen diesen Abschnitten ist dagegen frei
von solchen Klemmelementen. Der wesentliche Vorteil dieser Anordnung besteht darin,
daß ein einzusteckender Gegenstand an zwei voneinander beabstandeten Bereichen klemmfixiert
ist, und daß man dazu nur zwei schmale Materialstreifen benötigt. Eine Anordnung wie
sie in Fig. 3 gezeigt ist, eignet sich in besonders vorteilhafter Weise zur Halterung
eines Steck- oder Maulschlüsselsatzes, da die Länge der einzelnen Schlüssel in Abhängigkeit
von der Schlüsselweite stark variiert. Bezüglich Fig. 3 werden die kleinen Schlüssel
weiter rechts und die großen links gehalten. Dadurch erfahren die langen, schweren
Schlüssel mehr Unterstützung als die kleinen, und alle Schlüssel sind gleich günstig
ergreifbar.
[0022] Je nach Art der aufzunehmenden Gegenstände kann es vorteilhaft sein, daß man - wie
dies im Querschnitt A-A von Fig. 3 dargestellt ist - die freien Spitzen der borstenartigen
Elemente gegen die Widerlagerfläche 11a anstoßen läßt oder daß man sie, wie im Längsschnitt
B-B gezeigt, mit Abstand davon beläßt.
[0023] Fig. 4 zeigt schließlich eine Anordnung, die sich besonders zur Aufnahme sehr klobiger,
bzw. dicker Werkzeuge eignet und die quasi aus einer Doppelanordnung besteht mit zwei
Streifen von Borstenmaterial und zueinander weisenden freien Borstenenden. Der hier
entstehende Aufnahmeraum mit der Spaltweite 19 ist erkennbar deutlich breiter als
der bei den übrigen erläuterten Ausführungsformen. Aufgrund der Doppelanordnung klemmender
borstenartiger Elemente in zueinander weisender Ausrichtung kann hier eine entsprechend
hohe Klemmkraft aufgebracht werden, so daß sowohl vom Platzangebot als auch von den
Aufnahmekräften her größere und/oder schwerere Gegenstände ohne weiteres gehalten
werden können. Außerdem sei am Beispiel der Fig. 4 der Hauptteil 12 der Vorrichtung
insgesamt so zu verstehen, daß es sich hier um einen im wesentlichen rohrartigen Körper
mit Seitenflanschen 20 zur Abschraubbefestigung an einer nicht dargestellten Fläche,
insbesondere auch einer Wand handelt.
[0024] Wesentlich für alle Ausführungsformen ist, daß einerseits eine Grundfläche 15 mit
davon wegstrebenden borstenartigen Elementen 14 vorgesehen ist, wobei diese Grundfläche
in der Regel vom Bahnmaterial des entsprechenden, mit den borstenartigen Elementen
ausgerüsteten Materials gebildet ist. Ferner ist es erforderlich, daß der von den
borstenartigen Elementen gequerte Spalt von einer Widerlagerfläche begrenzt ist, an
dem sich die aufzunehmenden Gegenstände abstützen können. Bei den Ausführungen nach
den Fig. 1 bis 3 stellt die Fläche 11a der Platte 11, einer Wand oder dergleichen
diese als Widerlagerfläche bereit, während bei der Ausführung nach Fig. 4 durch komplementär-analoge
Ausgestaltung die Widerlagerfläche ebenfalls von einer mit borstenartigen Elementen
14 ausgerüsteten Grundfläche 15, insbesondere der Trägerbahn eines Bodenbelagmaterials,
definiert ist.
[0025] Die Anordnung nach Fig. 4 kann im übrigen auch noch so variiert werden, daß man den
Spalt 21 zwischen den borstenartigen Elementen vergrößert oder verringert oder gar
ganz aufhebt. Dies ist davon abhängig, welche Gegenstände man in einer derartigen
Halterung lagern will.
[0026] Infolge der außerordentlich günstigen Klemmkräfte, die die borstenartigen Elemente
14 auf die eingesteckten Gegenstände ausüben, kann eine Vorrichtung 10 entsprechend
der Erfindung praktisch in jeder Raumlage angeordnet werden. So ist auch eine Anordnung
mit beispielsweise lotrechtem Verlauf des jeweiligen Basisabschnitts 12a des Hauptteils
12 möglich, so daß man Gegenstände auch von der Seite statt von oben oder unten in
die Vorrichtung eingeben bzw. ihr entnehmen könnte. Selbst die Anordnung unter einer
Deckenfläche ist ohne weiteres möglich. Besonders geeignet ist die Vorrichtung zum
Einsatz in Instrumenten-, Werkzeugkoffern, -taschen od.dgl. Jedoch kann sie auch,
wie anhand der Fig. 4 schon erläutert, auch als separate Halterung ausgebildet sein,
die der Anwender bei Bedarf an einem beliebigen Ort, z.B. einer Wand, einer Werkbank
od.dgl. selbst montieren kann.
1. Vorrichtung (10) zur Aufnahme und Halterung von Werkzeugen, Instrumenten, Schreibgeräten
od. dgl. Gegenständen, mit einem Spalt (21), der von einer Grundfläche (15) und einer
sich dazu im wesentlichen flächenparallel ersteckenden Widerlagerfläche (11a) definiert
ist, wobei von mindestens einer der beiden Flächen (15) quer zur Spaltweite (19) elastische
VorSprünge frei vorragen, die jeden Gegenstand im wesentlichen klemmschlüssig in dem
Spalt haltern, wobei die Grundfläche (15) und die Widerlagerfläche (11a bzw. 15) raumfest
zueinander befestigt sind und mindestens ein Endbereich des Spaltes eine Ein- und/oder
Durchstecköffnung (16; 17) für den Gegenstand ausbildet, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Vorsprünge von borstenartigen Elementen (14) gebildet sind,
die in Büscheln bzw. Büschelgruppen auf mindestens einer der beiden Flächen (11a bzw.
15) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die borstenartigen Elemente
(14) auf beiden Flächen (11a, 15) angeordnet und aufeinander zu gerichtet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die borstenartigen
Elemente (14) im wesentlichen stoffschlüssig an der Grundfläche (15) befestigt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundfläche (15) aus
einem bahnenförmigen Kunststoffmaterial besteht.
5. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens
einen Halter (12) für die Grundfläche (15), wobei der Halter an einer die Widerlagerfläche
bildenden bzw. bereithaltenden Fläche (11a) wie Wand, Werkzeugtaschen-Trennwand od.
dgl. befestigt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (12) im wesentlichen
die Form eines Rohres mit rechteckigem Querschnitt aufweist und an wenigstens einer
seinen großen Innenflächen mindestens ein streifenförmiger Bahnabschnitt befestigt
ist und die Rohrenden einen Einsteck- bzw. Durchsteckquerschnitt (16, 17) für den
Gegenstand ausbilden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (12) im wesentlichen
eine U-bügelartige Form aufweist und mit seiner offenen U-Seite gegen eine die Widerlagerfläche
(11a) bildende Wand (11) befestigt ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter
(12) mit einem Bodenteil (12c) zur Abstützung des Gegenstandes versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bzw. 2 oder einem der darauf folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahnen (14, 15) aus schmalen Streifen gebildet sind und wenigstens zwei Bahnen
(14, 15) mit Abstand voneinander angeordnet sind (Fig. 3).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Bahnen (14,
15) voneinander vom einen Schmalende zum anderen variiert, insbesondere kontinuierlich
ab- oder zunimmt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 bzw. 2 oder einem der darauf folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Grundfläche (15) mit den borstenartigen Elementen (14) aus einem Abschnitt
eines handelsüblichen Bodenbelags, insbesondere nach Art eines künstlichen Rasens,
besteht.
1. Apparatus (10) for receiving and holding tools, instruments, Writing implements or
similar articles, having a gap (21), which is defined by a backing surface (15) and
an abutment surface (11a) extending substantially surface-parallel thereto, resilient
projections projecting freely across the gap width (19) from at least one of the two
surfaces (15) and holding each article in a substantially friction-locked manner in
the gap, the backing surface (15) and the abutment surface (11a or 15) being fastened
in a spatially fixed manner relative to one another and at least one end region of
the gap forming an insertion opening and/or through-opening (16; 17) for the article,
characterized in that the resilient projections are formed by bristle-like elements (14), which are
disposed in tufts or groups of tufts on at least one of the two surfaces (11a or 15).
2. Apparatus according to claim 1, characterized in that the bristle-like elements (14)
are disposed on both surfaces (11a, 15) and directed towards one another.
3. Apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that the bristle-like elements
(14) are fastened substantially cohesively to the backing surface (15).
4. Apparatus according to claim 3, characterized in that the backing surface (15) comprises
a web-like plastic material.
5. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized by at least one
holder (12) for the backing surface (15), the holder being fastened to a surface (11a),
such as a wall, tool bag partition wall or the like, which forms or provides the abutment
surface.
6. Apparatus according to claim 5, characterized in that the holder (12) substantially
has the shape of a tube with a rectangular cross section and on at least one of its
large inner surfaces at least one strip-like web portion is fastened and the tube
ends form an insertion cross section and/or through-cross section (16, 17) for the
article.
7. Apparatus according to claim 5, characterized in that the holder (12) substantially
has the shape of a stirrup and is fastened by its open U-end against a wall (11) forming
the abutment surface (11a).
8. Apparatus according to one of claims 5 to 7, characterized in that the holder (12)
is provided with a base part (12c) for supporting the article.
9. Apparatus according to claim 1 and/or 2 or one of the successive claims, characterized
in that the webs (14, 15) are formed by narrow strips and at least two webs (14, 15)
are disposed spaced apart from one another (Fig. 3).
10. Apparatus according to claim 9, characterized in that the spacing apart of the webs
(14, 15) varies, in particular continuously decreases or increases, from one narrow
end to the other.
11. Apparatus according to claim 1 and/or 2 or one of the successive claims, characterized
in that the backing surface (15) having the bristle-like elements (14) comprises a
portion of a commercially available floor covering, in particular in the manner of
artificial turf.
1. Dispositif (10) destiné à supporter et fixer des outils, instruments, ustensiles d'écriture
ou objets analogues, avec un intervalle (21) défini par une surface de base (15) et
une surface de contre-appui (11a) s'étendant sensiblement parallèle à celle-ci par
sa surface, des saillies élastiques se projetant librement depuis au moins l'une des
deux surfaces (15), transversalement par rapport à la largeur d'intervalle (19), saillies
maintenant tout objet dans l'intervalle, sensiblement avec une liaison par serrage,
la surface de base (15) et la surface de contre-appui (11a, respectivement 15) étant
fixées l'une par rapport à l'autre de façon spatialement fixe, et au moins une ouverture
d'enfilage et/ou de passage (16 ; 17) pour l'objet étant constituée par une zone d'extrémité
de l'intervalle, caractérisé en ce que les saillies élastiques sont constituées par
des éléments (14) du genre de soies, qui sont disposés en des touffes, respectivement
des groupes de touffes, sur au moins l'une des deux surfaces (11a, respectivement
15).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments (14) du genre
de soies sont disposés sur les deux surfaces (11a, 15) et orientés les uns vers les
autres.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les éléments (14)
du genre de soies sont fixés sur la surface de base (15) sensiblement avec une liaison
par le matériau.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que la surface de base (15)
est constituée d'un matériau synthétique en forme de bande.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par au moins un
support (12) pour la surface de base (15), le support étant fixé sur une surface (11a),
constituant la surface de contre-appui, respectivement la maintenant prête, tel qu'un
mur, une paroi de séparation de poches d'outils ou analogues.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le support (12) présente
sensiblement la forme d'un tube à section transversale rectangulaire et, sur au moins
l'une de ses grandes surfaces intérieures, étant fixé au moins un tronçon de bande
en forme de ruban et les extrémités tubulaires constituant une section transversale
d'enfichage, respectivement de passage (16, 17) pour l'objet.
7. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le support (12) présente
sensiblement une forme du genre d'un étrier en U et est fixé, par sa face de U ouverte,
contre une paroi (11) constituant la surface de contre-appui (11a).
8. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le support
(12) est pourvu d'une partie fond (12c) destinée à l'appui de l'objet.
9. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, ou l'une des revendications suivantes, caractérisé
en ce que les bandes (14, 15) sont constituées de rubans étroits et au moins deux
bandes (14, 15) sont disposées à distance l'une de l'autre (Fig. 3).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'espacement entre les
bandes (14, 15) varie d'une extrémité étroite à l'autre, en particulier va en diminuant
ou en augmentant de façon continue.
11. Dispositif selon la revendication 1, respectivement 2 ou l'une des revendications
suivantes, caractérisé en ce que la surface de base (15) comportant les éléments (14)
du genre de soies est constituée d'un tronçon d'un revêtement de sol du commerce,
en particulier à la façon d'un gazon artificiel.