| (19) |
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(11) |
EP 0 635 590 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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25.01.2006 Patentblatt 2006/04 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.12.1999 Patentblatt 1999/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.07.1994 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Doppelriemchen-Streckwerk
Double-apron drafting device
Dispositif d'étirage à double manchon
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR IT LI |
| (30) |
Priorität: |
14.07.1993 DE 4323472
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.01.1995 Patentblatt 1995/04 |
| (73) |
Patentinhaber: DEUTSCHE INSTITUTE FÜR
TEXTIL- UND FASERFORSCHUNG STUTTGART
Institut für Textil- und Verfahrenstechnik |
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73770 Denkendorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Artzt, Peter, Dr.-Ing.
D-72766 Reutlingen (DE)
- Conzelmann, Martin, Dipl.-Ing. (FH)
D-728109 Gomaringen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Canzler, Rolf |
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Reisacherstrasse 23 85055 Ingolstadt 85055 Ingolstadt (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CH-A- 436 062 DE-B- 1 035 024 DE-C- 882 066 FR-A- 2 520 389
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DE-A- 4 139 067 DE-B- 1 039 422 FR-A- 1 117 278 US-A- 2 659 936
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Doppelriemchen-Streckwerk für Spinnereimaschinen mit einer
Faserbündelungszone, die sich dem Ausgangswalzenpaar des Hauptverzugsfeldes anschließt
und der das Lieferwalzenpaar folgt. Bei diesem bekannten Streckwerk (DE-A1-41 39 067)
ist in der Faserbündelungszone ein um das Ausgangswalzenpaar laufendes weiteres Riemchenpaar
angeordnet, das den aus dem Ausgangswalzenpaar austretenden Faserverband unmittelbar
in das Lieferwalzenpaar leitet und dessen Unterriemchen über die Unterwalzen des Ausgangswalzenpaares
als auch des Lieferwalzenpaares läuft. Die Oberwalze des Lieferwalzenpaares weist
ringförmig angeordnete Saugöffnungen auf. Auf diese Weise sollen gegenüber bekannten
Streckwerken mehr Fasern gebündelt und verdichtet werden, so daß im Lieferwalzenpaar
fast alle Fasern zusammengefaßt und verdichtet sind, so daß kein sog. Spinndreieck
entsteht.
[0002] Es hat sich gezeigt, daß diese Vorrichtung nur teilweise befriedigend arbeitet. Dadurch
daß das Ausgangswalzenpaar beidseitig mit einem Riemchen umgeben ist, müssen sehr
hohe Drücke angewandt werden, um einen einwandfreien Verzugsklemmpunkt zu erreichen.
Dies ist wiederum für die mit hoher Geschwindigkeit laufenden Riemchen von Nachteil,
da diese wegen der hohen Beanspruchung einem stärkeren Verschleiß ausgesetzt sind.
Aber auch die Zusammenfassung und Bündelung der Fasern erfolgt nur mangelhaft. Es
konnte festgestellt werden, daß durch die Doppelriemchenführung des aus dem Ausgangswalzenpaar
austretenden Faserbandes eine Zusammenfassung und Bündelung erst unmittelbar im Eintrittsnip
des Lieferwalzenpaares durch die Saugzone der Oberwalze des Lieferwalzenpaares erfolgt.
Da die Fasern bei dieser Zusammenfassung stark umgelenkt werden, folgen sie dieser
Umlenkung nur teilweise, was eine unvollständige Bündelung bewirkt. Außerdem ist bei
der bekannten Vorrichtung durch die Erstreckung des Unterriemchens über die Ausgangswalze
und Lieferwalze kein Anspannungsverzug möglich.
[0003] Durch die DE-39 27 936 C1 ist es bekannt, ein fertigverzogenes Faserband im Anschluß
an den Verzug in einer Faserbündelungszone zusammenzufassen. Am Streckwerksausgang
ist hierfür eine Umlenkstrecke vorgesehen, die durch die untere Austrittswalze gebildet
wird. In dem Bereich zwischen dem Klemmspalt und der nachfolgenden Andrückrolle, die
ebenfalls mit dieser Austrittswalze zusammenarbeitet, ist die Austrittswalze mit einer
Saugzone für die verstreckte Faserlunte versehen, in deren Bereich eine Blaseinrichtung
mit einer Strömungskomponente quer zur Saugzone angeordnet ist. Die Faserbündelung
erfolgt durch diesen Blasluftstrom, während die Saugzone nur die Aufgabe hat, die
Blasluft wegzubefördern. Es hat sich gezeigt, daß sowohl die Umlenkung als auch die
Blasluft einen negativen Einfluß auf die Fasern bei der Zusammenfassung ausüben, so
daß nicht die erstrebten besseren Gamwerte erzielt werden.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile des Standes der Technik
zu vermeiden und sowohl den Verzug als auch die Bündelung so zu verbessern, daß kein
Spinndreieck entsteht, aber auch nicht die Fasern bei der Zusammenfassung verwirrt
werden.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der Ansprüche 1 und 6 gelöst. Der Saugluftstrom
nimmt nur etwa die Breite der gewünschten Zusammenfassung ein, wodurch eine Querströmung
auf den Faserverband (FB) einwirkt, solange dieser breiter als der Saugluftstrom ist.
Dadurch, daß der fertig verzogene Faserverband (FB) durch eine weitgehend ebene Transportfläche
einseitig unterstützt nur einem Saugluftstrom ausgesetzt ist, können die Fasern ungehindert
in ihrer Parallellage zusammengefaßt werden, ohne sie dabei zu verwirren. Es hat sich
gezeigt, daß auf diese Weise eine sehr gute Verdichtung der Fasern erreicht wird,
so daß kein Spinndreieck beim Auslauf aus dem Lieferwalzenpaar entsteht und die Garnwerte,
aber auch die Spinngeschwindigkeit in erheblichem Maße verbessert werden.
[0006] Das Verhältnis der Umfangsgeschwindigkeit von Ausgangswalzenpaar und Lieferwalzenpaar
wird der Kräuselung des Fasermaterials angepaßt. Steht das Fasermaterial unter zu
starker Anspannung, so wird ein Zusammenfassen der Fasern beeinträchtigt. Andererseits
muß die für die Transportgeschwindigkeit notwendige Anspannung vorhanden sein, um
einen einwandfreien Transport des Faserverbandes zu gewährleisten.
[0007] Die Absaugeinrichtung ist zweckmäßig oberhalb des Transportmittels über dem Faserband
angeordnet, so daß aus dem Raum unterhalb des Faserverbandes Luft angesaugt wird.
Dadurch wird ein einfacher Aufbau und eine gute Zugänglichkeit des Streckwerkes erreicht,
so daß auch der Riemchenaustausch ohne weitere Montagen möglich ist.
[0008] Die Verdichtungseinrichtung weist zweckmäßig ein um die Lieferwalze geführtes perforiertes
Riemchen auf, das sich parallel zum Faserverband bis dicht vor das Ausgangswalzenpaar
erstreckt. Durch diese Anordnung wird der aus dem Ausgangswalzenpaar austretende Faserverband
unmittelbar übernommen und zusammengefaßt, jedoch gleichzeitig auch durch das Riemchen
gefuhrt. Das Riemchen weist mittig zur Laufrichtung angeordnet Durchbrechungen auf,
die die Zusammenfassung des Faserverbandes zu einem Faserbändchen bestimmen. Zweckmäßig
wird deshalb die Größe der Perforation in Abhängigkeit zur gesponnenen Garnnummer
gewählt. Die Verstellbarkeit des Riemchens in seiner Höhe zum Ausgangswalzenpaar ermöglicht
eine Veränderung des Abstandes zum Ausgangswalzenpaar. Hierfür ist zweckmäßig eine
in der Höhe verstellbare Abstützung vorgesehen.
[0009] Um ein Einklemmen der Fasern zwischen dem Oberriemchen und dem Druckroller im Bereich
des Spinndreiecks zu vermeiden und damit auch die Einbindung der Fasern zu verbessern,
ist die Riemchenspannung so einstellbar, daß es zu einer Ablösung des Riemchens vom
Druckroller im Ausgangsbereich kommt. Alternativ kann dies allerdings auch dadurch
erfolgen, daß die vom Riemchen umschlungene Lieferwalze einen Freiraum aufweist in
Form einer Nut, so daß durch die Perforation eingesaugte Fasern nicht zwischen Walzenoberfläche
und Riemchen geklemmt werden können.
[0010] Durch die DE-AS 1 039 422 ist zwar ein Streckwerk zum Hochverziehen eines Faservlieses
an einer Spinnmaschine bekannt, welches einen Verdichtungsteil mit einem perforierten
Laufriemchen aufweist. Da das Laufriemchen jedoch mit erheblich geringerer Geschwindigkeit
als die dem Laufriemchen vorgeschaltete Vereinzelungswalze läuft, handelt es sich
hier um eine Fasersammelfläche, auf welcher die durch die Vereinzelungswalze vereinzelten
Fasern zu einer Lunte gesammelt werden. Es erfolgt eine Verdichtung in Transportrichtung,
während beim Erfindungsgegenstand eine aus dem Ausgangswalzenpaar des Doppelriemchenstreckwerkes
austretende fertige Lunte quer zur Transportrichtung verdichtet wird. Die bekannte
Vorrichtung ist sowohl vom Aufbau wie ihrer Wirkungsweise mit dem Anmeldungsgegenstand
nicht vergleichbar.
[0011] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Figuren beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1:
- den Aufbau des erfindungsgemäßen Streckwerkes schematisch im Querschnitt,
- Fig. 2:
- eine Draufsicht auf die Transportebene aus der Richtung unterhalb der Streckwerkszylinder,
- Fig. 3:
- die Verdichtungseinheit im Detail,
- Fig. 4:
- eine weitere Einzelheit in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 5:
- eine andere Ausführung des erfindungsgemäßen Streckwerkes.
[0012] Das Doppelriemchenstreckwerk besteht in üblicher weise aus dem ersten Walzenpaar
1 und 1', welchem das Faserband FB durch einen Verdichter 10 zugeführt wird. Zwischen
dem ersten Walzenpaar 1 und 1' und dem zweiten Walzenpaar 2 erfährt das Faserband
einen Vorverzug. Vor dem Eintritt in das zweite Walzenpaar 2,2' wird das Faserband
durch einen weiteren Verdichter 11 zusammengefaßt. Zwischen dem zweiten Walzenpaar
2, 2' und dem Ausgangswalzenpaar 3 und 3' erfolgt der Hauptverzug, bei dem das Faserband
durch die Riemchen 4 und 4' geführt werden. Das Oberriemchen 4 wird in üblicher Weise
durch einen Riemchenkäfig 41 gespannt, während das Unterriemchen 4' über eine Schiene
42 läuft, die gleichzeitig zur Abstützung des Oberriemchens dient. Am Ausgangswalzenpaar
3, 3' ist der Verzug des Faserbandes beendet. Zwischen dem Ausgangswalzenpaar 3, 3'
und dem Lieferwalzenpaar 5, 5' schließt sich eine Faserbündelungszone an, in welcher
der aus dem Ausgangswalzenpaar austretende fertig verzogene Faserverband FB quer zur
Transportrichtung zusammengefaßt wird, so daß beim Austritt aus dem Lieferwalzenpaar
5, 5' kein Spinndreieck entsteht, wenn der Faserverband zum Faden F zusammengedreht
wird.
[0013] Zwischen dem Ausgangswalzenpaar 3, 3' und dem Lieferwalzenpaar 5, 5' durchläuft der
Faserverband (FB) eine im wesentlichen ebene Strecke. Das Transportmittel wird durch
ein perforiertes Riemchen 6 gebildet, das den Faserverband (FB) einseitig unterstützt.
Zwischen dem Ausgangswalzenpaar 3, 3' und dem Lieferwalzenpaar 5, 5' ist eine Absaugeinrichtung
angeordnet, von welcher ein Saugluftstrom ausgeht, der durch das von dem perforierten
Riemchen 6 gebildete Transportmittel hindurch auf den Faserverband (FB) einwirkt,
indem durch den Faserverband (FB) hindurch Luft aus dem Raum unterhalb des Faserverbandes
(FB) angesaugt wird. Die Breite des Saugluftstromes ist durch die Perforation des
Riemchens bestimmt. Sie entspricht der Breite, auf den der Faserverband (FB) zusammengefaßt
werden soll.
[0014] Das perforierte Riemchen 6 ist um die Lieferwalze 5 geführt und erstreckt sich entgegen
der Transportrichtung bis in den Nip des Ausgangswalzenpaares 3, 3'.
[0015] Die Führung des Riemchens 6 bewirkt ein an sich bekannter Riemchenkäfig 62, der als
Absaugeinrichtung ausgebildet ist. Der von dem Riemchen 6 und der Lieferwalze 5 eingeschlossene
Raum ist seitlich abgeschlossen, um die Saugwirkung durch die Perforation 61 des Riemchens
6 wirksamer zu gestalten. Zweckmäßig ist der Riemchenkäfig 62 als Gehäuse ausgebildet.,
das über eine Leitung 67 an eine zentrale Unterdruckeinrichtung angeschlossen ist.
[0016] Bei der Ausführung in Fig. 5 ist ein zentraler Absaugkanal 69 vorgesehen, der im
Maschinengestellt unterhalb der Unterzylinder 3' und 5' angeordnet ist. Dieser zentrale
Absaugkanal 69 erstreckt sich über sämtliche Streckwerke, wobei für jedes Streckwerk
ein Stutzen 68 vorgesehen ist, in welchen die Absaugleitung 67 mündet. Der Stutzen
68 und die Absaugleitung 67 sind durch eine Steckkupplung miteinander verbunden, so
daß beim Anheben der Oberwalzen 3, 5 die Absaugleitung 67 von dem Stutzen 68 trennbar
ist. Beim Senken des Streckwerkarmes mit den Oberwalzen findet sodann wieder eine
Kupplung mit dem Stutzen 68 statt.
[0017] Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist dieser eingeschlossene Raum als Nut 66 ausgebildet,
die zur Lieferwalze 5 hin geschlossen ist, so daß keine Saugwirkung dort eintreten
kann. Die Nut 66 ist am vorderen Ende des Käfigs jedoch offen, so daß die in den Nip
des Ausgangswalzenpaares 3, 3' hineinragende Umlenkung des Riemchens 6 ebenfalls besaugt
wird. Die Breite der Nut 66 ist zweckmäßig auf die größte in Frage kommende Breite
der Riemchen-Perforation 61 abgestimmt, damit stets eine einwandfreie Besaugung und
Führung des Riemchens 6 erfolgt. Zur besseren Auflage und damit Abdichtung der Nut
66 kann die Unterseite des Riemchenkäfigs 62 in Längsrichtung auch leicht gewölbt
sein.
[0018] Durch eine Abstützung 7, die verstellbar ist, wird die Lage des Riemchens 6 zum Nip
des Ausgangswalzenpaares 3, 3' eingestellt. Durch eine Veränderung der Neigung des
Riemchens 6 zusammen mit dem Riemchenkäfig 62 wird der Abstand zwischen dem Ausgangswalzenpaar
3, 3' und damit der Beginn der Verdichtung eingestellt. Diese Neigungseinstellung
des Riemchens 6 mit dem Riemchenkäfig 62 kann auch wie bei Streckwerken üblich durch
Klipse erfolgen, die jeweils für eine bestimmte Neigung eingesetzt werden. Wie aus
Fig. 1 ersichtlich, wird durch Absenken des Riemchenkäfigs 62 der Abstand zur unteren
Ausgangswalze 3' geringer. Jedoch muß der Abstand noch so groß sein, daß der austretende
Faserverband FB zwischen Riemchen 6 und Ausgangswalze 3' ungehindert hindurchtreten
kann.
[0019] Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgende:
Der aus dem Ausgangswalzenpaar 3, 3' austretende Faserverband kommt sofort in den
Bereich des Riemchens 6. Durch die in die Perforation 61 eintretende Saugluft wird
der Faserverband FB auf das Riemchen 6 gesaugt. Dabei wird der Saugluftstrom durch
die Perforation 61 gebündelt und übt entsprechende Kräfte auf die Fasern des Faserverbandes
FB aus. Die Breite des Saugluftstromes wird durch die Breite der Perforation 61 bestimmt.
Diese wird so gewählt, daß der Saugluftstrom bei seinem Eintritt in die Perforation
61 des Riemchens 6 die Breite der gewünschten Zusammenfassung hat. Es hat sich gezeigt,
daß der Saugluftstrom nicht nur senkrecht zur Perforation 61 wirkt, sondern auch eine
Querwirkung hat. Hierdurch erfolgt eine Zusammenfassung des Faserverbandes (FB) quer
zur Transportrichtung. Die Zusammenfassung beginnt nach dem Austritt aus dem Ausgangswalzenpaar
und kann sich ungehindert fortsetzen bis zum Eintritt in die Klemmlinie des Lieferwalzenpaares
5, 5', mindestens über die Länge des Saugluftstromes. Dadurch ist den Fasern genügend
Zeit gegeben, sich während des Transportes in dieser Faserbündelungszone auf die durch
die Perforation 61 gegebene Breite zu konzentrieren.
[0020] Durch die zum Nip des Ausgangswalzenpaares 3, 3' offene Nut 66 wird auch dieser Bereich
durch die Absaugeinrichtung 62 besaugt. Das hat den Vorteil, daß die aus der Klemmlinie
des Ausgangswalzenpaares 3, 3' austretenden Fasern sofort angesaugt und auf das Riemchen
6 geleitet werden. Außerdem verhindert diese Besaugung eine Wickelbildung an der Ausgangswalze
3. Je nach dem wie stark das Fasermaterial gekräuselt ist, kann das Verhältnis der
Umfangsgeschwindigkeiten zwischen Ausgangswalzenpaar 3, 3' und dem Lieferwalzenpaar
5, 5' angepaßt werden, so daß ein geringer Vor- oder Nachlauf entsteht. Dadurch kann
vermieden werden, daß einerseits bei stark gekräuselten Fasern eine zu große Spannung
auftritt, die das Zusammenfassen nachteilig beeinflußt, zum anderen, daß auch die
für die Transportgeschwindigkeit notwendige Anspannung vorhanden ist, um einen einwandfreien
Transport des Faserverbandes FB zu gewährleisten.
[0021] Die Länge der Faserbündelungszone wird durch den Abstand des Ausgangswalzenpaares
3, 3' und des Lieferwalzenpaares 5, 5' bestimmt. Sie ist etwa gleich dem Abstand der
Walzenpaare 2, 2' und 3, 3' im Hauptverzugsfeld. In der Regel genügt hier ein Klemmlinienabstand
von etwa der 1 1/2 fachen Faserlänge. Die Länge des Saugluftstromes ist geringer.
Zur Verminderung des Luftverbrauches genügt es, wenn der Saugluftstrom höchstens auf
der halben Strecke wirksam ist. Eine größere Länge bringt bezüglich der Zusammenfasung
in der Faserbündelungszone keinen besseren Erfolg. Das Ausgangswalzenpaar 3, 3' und
das Lieferwalzenpaar 5, 5' laufen mit etwa der gleichen Umfangsgeschwindigkeit, bzw.
mit einem geringfügigen, vom Fasermaterial und von der Transportgeschwindigkeit abhängigen
Anspannungsverzug, wie oben beschrieben.
[0022] Das Riemchen 6 könnte selbstverständlich auch die untere Lieferwalze 5' umschlingen,
so daß der Faserverband FB auf dem Riemchen 6 aufliegt. Die Anordnung oberhalb der
Transportebene mit der Umschlingung der oberen Lieferwalze 5 hat jedoch den Vorteil,
daß das Riemchen 6 leicht ausgewechselt werden kann, da die Oberwalzen 5 am Belastungsarm
des Streckwerkes fliegend gelagert sind. Der Raum unter dem Riemchen 6, bzw. auf der
gegenüberliegenden Seite der Transportebene ist frei, so daß die nur einseitig geführten
Fasern sich frei bewegen und ungehindert durch den Luftstrom quer zur Transportrichtung
zusammengefaßt werden können.
[0023] Durch den Saugluftstrom kommt es vor, daß Faserenden durch die Perforation 61 eingesaugt
werden, die dann zwischen dem Riemchen 6 und der Oberwalze 5 eingeklemmt werden. Dies
führt zu einer unliebsamen Störung, weil diese Fasern nicht der Richtung des zum Faden
F zusammengedrehten Faserverbandes FB folgen können und aus diesem herausgezogen werden.
Durch entsprechende Einstellung der Spannung des Riemchens 6 wird dieses auf der Auslaufseite
locker und hebt sich von der Oberfläche der Lieferwalze 5 ab (in Fig. 1 angedeutet).
Dadurch werden die in die Perforation 61 eingesaugten Faserenden freigegeben und können
der Richtung des zum Faden F zusammengedrehten Faserverbandes folgen.
[0024] Um die gewünschte Verstellung durchführen zu können, ist der als Absaugung ausgebildete
Riemchenkäfig 62 an einem Träger 63 mit Langlöchern 65 befestigt. Der Träger 63 ist
auf der Achse der Lieferwalze 5 gelagert und beinhaltet zweckmäßigerweise auch die
Absaugleitung 67, mit welcher der Riemchenkäfig 62 an eine Unterdruckeinrichtung angeschlossen
ist.
[0025] Dieser Abhebeeffekt des Riemchens wird durch geeignete Auswahl des Materials, aus
welchem das Riemchen hergestellt ist, unterstützt. Zweckmäßig ist deshalb das Riemchen
6 aus einem Material hergestellt, das eine größere Elastizität aufweist als dies normalerweise
bei Riemchen, die in Streckwerken verwendet werden, der Fall ist. Eine solche größere
Elastizität kann beispielsweise schon dadurch erreicht werden, daß die in der Faserbündelungszone
eingesetzten Riemchen keine Gewebeeinlage aufweisen.
[0026] Dieses Freigeben der Fasern kann auch noch auf andere Weise erreicht werden, beispielsweise
dadurch, daß im Bereich der Perforation des Riemchens die Lieferwalze 5 einen Freiraum
aufweist in Form einer Ringnut 51 (Fig. 5). Auch auf diese Weise wird verhindert,
daß eingesaugte Fasern zwischen dem Riemchen 6 und der Oberwalze 5 eingeklemmt werden
und zu Störungen bei der Fadenbildung führen. Bei dieser Ausführung können übliche
Riemchen mit Gewebeeinlage verwendet werden. Selbst bei hohen Liefergeschwindigkeiten
führt dies zu einer wesentlichen Verbesserung der Garnwerte.
[0027] Der oben geschilderte Abhebeeffekt kann unabhängig von der Materialwahl für das Riemchen
6 beispielsweise auch dadurch erzielt werden, daß das Riemchen 6 nach der Klemmlinie
des Lieferwalzenpaares 6, 6', im rücklaufenden Trum gebremst wird. Dies kann auf einfache
Weise durch Auflegen einer Blattfeder oder dergleichen Weise erfolgen (nicht gezeigt).
[0028] Wie weit quer zur Transportrichtung der Faserverband FB in der Faserbündelungszone
zusammengefaßt wird, hängt weitgehend von der Größe der Perforation 61 ab. Das Riemchen
6 weist deshalb zur Laufrichtung mittig angeordnete Durchbrechungen 61 auf, durch
die der Saugluftstrom hindurchtritt wird eine gröbere Garnnummer gesponnen, so ist
der zusammenzufassende Faserverband breiter. Die Größe der Perforation 61 wird deshalb
quer zur Transportrichtung etwas größer gewählt als bei feinen Garnen, wo es darauf
ankommt zur Vermeidung des Spinndreieckes den Faserverband enger zusammenzufassen.
In Transportrichtung ist der Abstand der Perforationslöcher 61 und deren Größe so
zu wählen, daß ein Einsaugen von Faserenden möglichst vermieden wird. Hierfür hat
sich als zweckmäßig erwiesen den Abstand der Perforationslöcher 61 in Transportrichtung
etwa doppelt so groß zu machen als der Durchmesser der Perforationslöcher 61 ist.
Zusätzlich kann die Verdichtung auch durch den Unterdruck beeinflußt werden. Je nach
Einstellung des Unterdruckes kann eine gewünschte Verdichtung erreicht werden, so
daß über die Wahl des Unterdruckes im Extremfall mit oder ohne Spinndreieck gearbeitet
werden kann. Auf diese Weise können die Garneigenschaften beeinflußt werden, wie z.
B. Haarigkeit u. ä.
[0029] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich auch besonders gut zur Herstellung von
Coregarnen. Hierfür wird ein Endlosfaden E, beispielsweise ein Filament, unmittelbar
in das Ausgangswalzenpaar 3, 3' des Streckwerkes eingeleitet. Dieser Faden E durchläuft
zusammen mit dem Faserverband (FB) die Faserbündelungszone zwischen dem Ausgangswalzenpaar
3, 3' und dem Lieferwalzenpaar 5, 5', in welcher die Fasern durch die Zusammenfassung
bereits an den Endlosfaden angelegt und dann beim Verlasen des Liefewalzenpaares 5,
5' zu einem Coregarnfaden (EF) zusammengedreht werden (Fig. 5).
[0030] Bei dem Riemchen 6 kann es vorkommen, daß sich an der Innenseite Faserstaub und andere
Verunreinigungen absetzen. Um hier eine automatische Reinigung des Riemchens 6 zu
bewirken, ist eine Reinigungsöffnung 70 an der Unterseite des Riemchenkäfigs 62 vorgesehen.
Diese Reinigungsöffnung 70 erstreckt sich quer zur Absaugnut 66 über die Breite des
Riemchens 6. An ihren beiden Enden ist die Reinigungsöffnung 70 geschlossen, so daß
die Saugwirkung nur gegenüber der Innenseite des Riemchens 6 auftritt.
[0031] Durch die erfindungsgemäße Zusammenfassung des Faserverbandes (FB) nach dem Verzug
und die Vermeidung eines Spinndreieckes wird eine wesentlich höhere Substanzausnutzung
bei der Fadenbildung erreicht. Zur Erzielung gleicher Festigkeit wie bei dem Spinnen
mit Spinndreieck kann die Drehung erheblich heruntergesetzt werden. Dies bedeutet
eine Erhöhung der Produktivität pro Spindel um etwa 20% bis 30%.
1. Verfahren zur Bündelung eines in einem Doppelriemchen-Streckwerk fertigverzogenen
Faserverbandes (FB), der im Anschluß an den Verzug in einer Faserbündelungszone zusammengefaßt
und zu einem Faden zusammengedreht wird, wobei der das Ausgangswalzenpaar des Streckwerkes
verlassende Faserverband (FB) in der Faserbündelungszone einem quer zur Transportrichtung
gerichteten Saugluftstrom ausgesetzt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
(b1) der fertig verzogene Faserverband (FB) während der Zusammenfassung eine im wesentlichen
ebene Strecke durchläuft,
(b2) in welcher der Faserverband (FB) durch ein ebenes Transportmittel (6) einseitig
unterstützt wird,
(b3) wobei der Saugluftstrom etwa in der Breite der gewünschten Zusammenfassung
(b4) durch das Transportmittel (6) hindurch
(b5) allein auf den Faserverband (FB) einwirkt,
(b6) so daß die nur einseitig geführten Fasern des aus dem Ausgangswalzenpaar (3,
3') des Streckwerks austretenden Faserverbandes (FB) sich frei bewegen und ungehindert
durch den Luftstrom quer zur Transportrichtung zusammengefaßt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Umfangsgeschwindigkeiten von Ausgangswalzenpaar (3, 3') und Lieferwalzenpaar
(5, 5') der Kräuselung des Fasermaterials angepaßt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit des Transportmittels (6) durch das Lieferwalzenpaar (5, 5') bestimmt
wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammenfassung des Faserverbandes (FB) durch Variation der Intensität des Saugluftstromes
variiert wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung eines Coregarnes unmittelbar in das Ausgangswalzenpaar (3, 3') ein
Endlos-Faden (E) eingeführt wird, der zusammen mit dem Faserverband (FB) die Strecke
zwischen Ausgangswalzenpaar (3, 3') und Lieferwalzenpaar (5, 5') durchläuft und anschließend
zu einem Garn (EF) versponnen wird.
6. Doppelriemchen-Streckwerk für Spinnereimaschinen zur Durchführung des Verfahrens nach
einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5 mit einer Faserbündelungszone, die sich
dem Ausgangswalzenpaar (3, 3') des Hauptverzugsfeldes anschließt und der ein Lieferwalzenpaar
(5, 5') folgt, wobei zwischen dem Ausgangswalzenpaar (3, 3') und dem Lieferwalzenpaar
(5, 5') eine pneumatische Verdichtungseinrichtung angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
(c1) die pneumatische Verdichtungseinrichtung ein perforiertes Riemchen (6) aufweist,
(c2) das das Transportmittel mit einer im wesentlichen ebenen Transportfläche für
den fertig verzogenen Faserverband (FB) zwischen dem Ausgangswalzenpaar (3, 3') und
dem Lieferwalzenpaar (5, 5') bildet
(c3) und den fertig verzogenen Faserverband (FB) einseitig unterstützt,
(c4) wobei das perforierte Riemchen um einen der Lieferzylinder (5, 5') geführt ist
und sich bis dicht vor das Ausgangswalzenpaar (3, 3') erstreckt,
(c5) und daß die Verdichtungseinrichtung ferner eine Absaugvorrichtung (62, 67) aufweist,
(c6) die sich auf der dem Faserverband (FB) abgewandten Seite des das Transportmittel
bildenden perforierten Riemchens zwischen dem Ausgangswalzenpaar (3, 3') und dem Lieferwalzenpaar
(5, 5') erstreckt
(c7) und durch den Faserverband hindurch Luft ansaugt.
7. Doppelriemchen-Streckwerk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugeinrichtung (62, 67) oberhalb des Transportmittels (6) für den Faserverbande
(FB) im Bereich der Oberwalzen ((5, 3) angeordnet ist und aus dem Raum unterhalb des
Faserverbandes (FB) Luft ansaugt.
8. Doppelriemchen-Streckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Riemchen (6) zur Laufrichtung mittig angeordnete Durchbrechungen (61) aufweist,
durch die der Saugluftstrom hindurchtritt.
9. Doppelriemchen-Streckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Durchbrechungen (61) in Abhängigkeit zur gesponnenen Garnnummer steht,
so daß bei einer gröberen Garnnummer eine gröbere Perforation als bei einer feineren
Garnnummer vorgesehen ist.
10. Doppelriemchen-Streckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Riemchen (6) aus einem Material besteht, das eine größere Elastizität aufweist
als das für Streckfeldriemchen verwendete Material.
11. Doppelriemchen-Streckwerk nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Riemchen (6) keine Gewebeeinlage enthält.
12. Doppelriemchen-Streckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Riemchen (6) in seiner Höhe zum Ausgangswalzenpaar (3, 3') verstellbar ist.
13. Doppelriemchen-Streckwerk nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch eine in der Höhe verstellbare Abstützung (7).
14. Doppelriemchen-Streckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Riemchen (6) zwischen Ausgangswalzenpaar (3, 3') und Lieferzylinderpaar
(5, 5') eingeschlossene Raum seitlich abgeschlossen und an eine Unterdruckeinrichtung
angeschlossen ist.
15. Doppelriemchen-Streckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugeinrichtung (62, 67) einen gehäuseartigen Riemchenkäfig (62) aufweist,
der den von dem Riemchen (6) zwischen Ausgangswalzenpaar (3, 3') und Lieferzylinderpaar
(5, 5') eingeschlossenen Raum ausfüllt.
16. Doppelriemchen-Streckwerk nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Riemchenkäfig (62) im Bereich der Riemchen-Perforation (61) eine Nut (66) aufweist,
in die eine Absaugleitung (67) mündet.
17. Doppelriemchen-Streckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugeinrichtung (62, 67) gegenüber der Lieferwalze (5) abgeschlossen ist.
18. Doppelriemchen-Streckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugeinrichtung (62, 67) gegenüber dem Nip des Ausgangswalzenpaares (5, 5')
offen ist.
19. Doppelriemchen-Streckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Absaugeinrichtung (62, 67) eine Einrichtung zugeordnet ist zur Variierung des
in der Absaugeinrichtung wirksamen Saugluftstromes.
20. Doppelriemchen-Streckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Riemchenkäfig (62) eine Reinigungsöffnung (70) aufweist, die auf die Innenseite
des Riemchens (6) gerichtet und an eine Absaugleitung (67) angeschlossen ist.
21. Doppelriemchen-Streckwerk nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsöffnung (70) sich quer zur Absaugnut (66) über die Breite des Riemchens
(6) erstreckt.
22. Doppelriemchen-Streckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Unterzylinder (3', 5') sich ein ortsfest im Maschinengestell angeordneter
Absaugkanal (69) erstreckt, an welchen die mit den Oberwalzen (3, 5) bewegbaren Absaugeinrichtungen
(62, 67) jeweils kuppelbar angeschlossen sind.
23. Doppelriemchen-Streckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Riemchenspannung einstellbar ist, so daß es zu einer Ablösung des Riemchens (6)
von der Lieferwalze (5) im Ausgangsbereich kommt.
24. Doppelriemchen-Streckwerk nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Riemchenkäfig (62) an einem Träger (63) einstellbar gegenüber der Lieferwalze
(5) befestigt ist.
25. Doppelriemchen-Streckwerk nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Riemchen (6) umschlungene Lieferwalze (5) im Bereich der Riemchen-Perforation
(61) einen Freiraum (51) aufweist.
1. A process for bundling a fibre composite (FC) which has been finish-drafted in a double
apron drafting device and, subsequent, to the drafting process, is gathered together
in a fibre bundling zone and twisted together to Form a yarn, wherein the fibre composite
(FC) leaving the pair of output rollers (3, 3') of the drafting device is subjected
in the fibre bundling zone to a suction air stream directed transversely to the conveying
direction,
characterized in that
(b1) the finish-drafted fibre composite (FC), while being gathered together, passes
through an essentially planar distance,
(b2) in which the fibre composite (FC) is supported on one side through the planar
conveying means (6),
(b3) wherein the suction air stream acts on the fibre composite (FC) alone
(b4) approximately at the desired width of the gathering together
(b5) while being drawn through the conveying means,
(b6) so that the fibres of the fibre composite (FC) which are guided only on one side
and exit from the pair of output rollers (3, 3') of the drafting system move freely
and are smoothly gathered together by the air stream directed transversely to the
conveying direction.
2. The process as in claim 1, characterized in that the circumferential speed ratio between the pair of output rollers (3, 3') and the
pair of delivery rollers (5, 5') can be adjusted as a function of crimp of the fibre
composite material.
3. The process as in claim 2, characterized in that the speed of the conveying means (6) is dependent upon the speed of the pair of delivery
rollers (5, 5').
4. The process as in one or more of claims 1 to 3, characterized in that the gathering together of the fibre composite (FC) is varied by varyinq the intensity
of said suction air stream.
5. The process as in one or more of claims 1 to 4, characterized in that a continuous yarn filament (Y) is introduced directly into the pair of output rollers
(3, 3') for the production of a core yarn, said yarn filament passing, along with
the fibre composite (FC), through the distance between the pair of output rollers
(3, 3') and the pair of delivery rollers (5, 5') and being spun subsequently to form
a yarn (YF).
6. A double apron drafting device for spinning machinery for the implementation of the
process as in one or more of claims 1 to 5, having a fibre bundling zone which extends
after the pair of output rollers (3, 3') of the main drafting zone and is followed
by a pair of delivery rollers (5, 5'), wherein a pneumatic condensation apparatus
is arranged between the pair of output rollers (3, 3') and the pair of deliver rollers
(5, 5'),
characterized in that
(c1) the pneumatic condensation apparatus includes a perforated belt (6)
(c2) defining the conveying means with an essentially planar conveying surface for
the finish-drafted fibre composite (FC) between said pair of output rollers (3, 3')
and said pair of delivery rollers (5, 5)
(c3) and supports the finish-drafted fibre composite (FC) on one side,
(c4) wherein the perforated belt is passed around one of the delivery cylinders (5,
5') and extends up to a point close in front of the pair of output rollers (3, 3'),
(c5) and that said condensation apparatus further includes a suction device (62, 67)
(c6) which extends along one side of said perforated belt defining the conveying means
opposite said fibre composite (FC) between said pair of output rollers (3, 3') and
said pair of delivery rollers (5, 5'),
(c7) and which draws in air through said fibre composite.
7. The double apron drafting device as in claim 6, characterized in that the suction device (62, 67) is disposed above the conveying means (8) of the fibre
composite (FC) in the area of the upper rollers (5, 3) and draws in air from the space
below the fibre composite (FB).
8. The double apron drafting device as in one or more of claims 6 or 7 characterized in that the belt (6) includes perforations (61) which are disposed centrally to the direction
of running and through which said suction air stream passes.
9. The double apron drafting device as in one or more of claims 6 to 8, characterized in that the perforations (61) comprise a size which is dependent upon the yarn count which
is spun so that larger sized perforations are provided with coarser yarn numbers than
are provided with finer yarn numbers.
10. The double apron drafting device as in one or more of claims 6 to 9, characterized in that the belt (6) is comprised of a material the elasticity of which is larger than that
of the material for use in aprons of the drafting zone.
11. The double apron drafting device as in claim 10, characterized in that the belt (6) does not contain any fabric insert.
12. The double apron drafting device as in one or more of claims 6 to 11, characterized in that the level of the belt (6) is adjustable with respect to the pair of output rollers
(3, 3').
13. The double apron drafting device as in claim 12, characterized by a support the height level of which is adjustable.
14. The double apron drafting device as in one or more of claims 6 to 13, characterized in that the space enclosed by the belt (8) between the pair of output rollers (3, 3') and
the pair of delivery rollers (5, 5) is closed off laterally and is connected to a
negative pressure source.
15. The double apron drafting device as in one or more of claims 6 to 14, characterized in that the suction device (62, 67) comprises a casing-like belt cage (62) which fills the
space enclosed by the belt (6) between the pair of output rollers (3, 3') and the
pair of delivery rollers (5, 5).
16. The double apron drafting device as in claim 15, characterized in that the belt cage (62) comprises a groove (66) in the area of the belt perforations (61),
in which groove a suction pipe (67) ends.
17. The double apron drafting device as in one or more of claims 6 to 16, characterized in that the suction device (62, 67) is closed off in relation to the delivery roller (5).
18. The double apron drafting device as in one or more of claims 6 to 17, characterized in that the suction device (62, 67) is open to the nip of the pair of output rollers (5,
5').
19. The double apron drafting device as in one or more of claims 6 to 18, characterized in that a means is associated with the suction device (62, 67) for the variation of the suction
air stream effective in said suction device.
20. The double apron drafting device as in one or more of claims 6 to 19, characterized in that the belt cage (62) further comprises a cleaning opening (70) which is directed to
the inside of the belt (6) and is connected to a suction line (67).
21. The double apron drafting device as in claim 20, characterized in that the cleaning opening (70) extends at a right angle to the suction groove (66) over
the width of the belt (6).
22. The double apron drafting device as in one or more of claim 14 to 21, characterized in that a suction channel (69) fixedly installed in the machine frame extends in the area
of the lower rollers (3', 5'), to which channel the suction means (62, 67) which are
movable along with the upper rollers (3, 5) are connected each with a coupling.
23. The double apron drafting device as in one or more of claims 6 to 22, characterized in that said perforated belt comprises an adjustable tension so that the belt (6) can be
loosened from the delivery roller (5) in the exit area.
24. The double apron drafting device as in claim 23, characterized in that the belt cage (62) is attached to a support (63) and is adjustable in relation to
the delivery roller (5).
25. The double apron drafting device as in one or more of claims 6 to 24, characterized in that the delivery roller (5) around which the belt (6) is looped comprises a free space
(51) defined therearound in the area of the perforated belt (61).
1. Procédé de mise en faisceau d'un assemblage (FB) de fibres finies d'étirage dans un
système d'étirage à doubles lanières qui, à la suite de l'étirage, est rassemblé dans
une zone de mise en faisceau des fibres et retordu en un fil, l'assemblage (FB) de
fibres qui quitte le couple de cylindres de sortie du système d'étirage étant soumis
dans la zone de mise en faisceau des fibres à un courant d'air dirigé transversalement
à la direction de transport,
caractérisé en ce que
(b1) l'assemblage (FB) de fibres finies passe, pendant le rassemblement sur une étendue
sensiblement plane
(b2) dans laquelle l'assemblage (FB) de fibres est soutenu d'un côté par un moyen
de transport plan (6),
(b3) le courant d'air d'aspiration agissant à peu près sur la largeur du rassemblement
souhaité
(b4) en passant à travers le moyen de transport (6)
(b5) et agissant seul sur l'assemblage (FB) de fibres,
(b6) de sorte que seules les fibres guidées d'un côté de l'assemblage (FB) de fibres
sortant du couple de cylindres de sortie (3, 3') du système d'étirage se déplacent
librement et sont rassemblées sans obstacles par le courant d'air dirigé transversalement
à la direction de transport.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que pendant le rassemblement de l'assemblage (FB) de fibres, le rapport des vitesses
périphériques du couple (3, 3') de cylindres de sortie et du couple (5, 5') de cylindres
délivreurs étant adapté à la frisure de la matière en fibres.
3. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé en ce que la vitesse du moyen (6) de transport est déterminé par le couple (5, 5') de cylindres
délivreurs.
4. Procédé suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le rassemblement de l'assemblage (FB) de fibres est modifié en faisant varier l'intensité
du courant d'air d'aspiration.
5. Procédé suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que pour fabriquer un filé à âme on introduit directement dans le couple (3, 3') de cylindres
de sortie, un fil (E) sans fin qui ensemble avec l'assemblage (FB) de fibres passe
dans la zone comprise entre la paire (3, 3') de cylindres de sortie et la paire (5,
5') de cylindres délivreurs et est ensuite filé en un fil.
6. Système d'étirage à double lanières pour matériel de filature pour la réalisation
du procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5, comprenant une zone
de mise en faisceau des fibres qui se raccorde à la paire de cylindres de sortie (3,
3') du champ principal d'étirage et fait suite à un couple de cylindres délivreurs
(5, 5'), un dispositif pneumatique de condensation étant interposé entre le couple
de cylindres de sortie (3, 3') et le couple de cylindres délivreurs (3, 3'),
caractérisé en ce que
(c1) le dispositif pneumatique de condensation comporte une lanière perforée (6),
(c2) qui constitue le moyen de transport comportant une surface de transport sensiblement
plane pour l'assemblage (FB) de fibres finies d'étirage entre le couple de cylindres
de sortie (3, 3') et le couple de cylindres délivreurs (5, 5')
(c3) et soutient d'un côté l'assemblage (FB) de fibres finies d'étirage,
(c4) la lanière perforée étant guidée autour d'un des cylindres délivreurs (5, 5')
et s'étendant jusqu'au ras de l'avant du couple de cylindres de sortie (3, 3')
(c5) et le dispositif de condensation comportant en outre un dispositif d'aspiration
(62, 67),
(c6) qui s'étend sur le côté détourné de l'assemblage (FB) de fibres de la lanière
perforée constituant le moyen de transport entre la paire de cylindres de sortie (3,
3') et la paire de cylindres délivreurs (5, 5')
(c7) et aspire de l'air à travers l'assemblage de fibres.
7. Système d'étirage à double lanières suivant la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif (62, 67) d'aspiration est disposé au-dessus du moyen (6) de transport
de l'assemblage (FB) de fibres dans la région des cylindres (5, 3) supérieurs et aspire
de l'air dans l'espace se trouvant en dessous de l'assemblage (FB) de fibres.
8. Système d'étirage à double lanières suivant l'une ou plusiers des revendications 6
ou 7, caractérisé en ce que la lanière (6) comporte, disposée au milieu dans le sens de déplacement, des trous
(61) traversant par lesquels passent le courant d'air d'aspiration.
9. Système d'étirage à double lanières suivant l'une ou plusiers des revendications 6
à 8, caractérisé en ce que la dimension des trous (61) est en relation avec le titre du fil à filer de sorte
que pour un titre de fil plus grossier il est prévu une perforation plus grossière
que pour un titre de fil fin.
10. Système d'étirage à double lanières suivant l'une ou plusieurs des revendications
6 à 9, caractérisé en ce que la lanière (6) est en matériau qui a une élasticité plus grande que le matériau utilisé
pour les lanières du champ d'étirage.
11. Système d'étirage à double lanières suivant la revendication 10, caractérisé en ce que la lanière (6) ne comporte pas d'insert tissé.
12. Système d'étirage à doubles lanières suivant l'une ou plusieurs des revendications
6 à 11, caractérisé en ce que le niveau de la lanière (6) par rapport au couple (3, 3') de cylindres de sortie
est réglable.
13. Système d'étirage à double lanières suivant la revendication 12, caractérisé par un appui (7) réglable en hauteur.
14. système d'étirage à double lanières suivant l'une ou plusieurs des revendications
6 à 13, caractérisé en ce que l'espace enfermé par la lanière (6) et compris entre le couple (3, 3') de cylindres
de sortie et le couple (5, 5') de cylindres délivreurs est fermé latéralement et est
raccordé à un dispositif donnant une dépression.
15. Système d'étirage à double lanières suivant l'une ou plusieurs des revendications
6 à 14, caractérisé en ce que le dispositif (62, 67) d'aspiration comporte une cage (62) de lanière du type d'un
boîtier qui empli l'espace enfermé par la lanière (6) et compris entre le couple (3,
3') de cylindres de sortie et le couple (5, 5') de cylindres délivreurs.
16. Système d'étirage à double lanières suivant la revendication 15, caractérisé en ce que la cage (62) de lanière comporte dans la région de la perforation (61) de la lanière
une gorge (66) dans laquelle débouche un conduit (67) d'aspiration.
17. Système d'étirage à double lanières suivant l'une ou plusieurs des revendications
6 à 16, caractérisé en ce que le dispositif (62, 67) d'aspiration est fermé par rapport au cylindre (5) délivreur.
18. Système d'étirage à double lanières suivant l'une ou plusieurs des revendications
6 à 17, caractérisé en ce que le dispositif (62, 67) d'aspiration est ouvert par rapport au pincement du couple
(5, 5') de cylindres de sortie.
19. Système d'étirage à double lanières suivant l'une ou plusieurs des revendications
6 à 18, caractérisé en ce qu'il est associé au dispositif (62, 67) d'aspiration un dispositif destiné à faire varier
le courant d'air aspiré efficace dans le dispositif d'aspiration.
20. Système d'étirage à double lanières suivant l'une ou plusieurs des revendications
6 à 19, caractérisé en ce que la cage (62) à lanière comporte une ouverture (70) de nettoyage qui est dirigé sur
le côté intérieur de la lanière (6) et qui est raccordé à un conduit (67) d'aspiration.
21. Système d'étirage à double lanières suivant la revendication 20, caractérisé en ce que l'ouverture (70) de nettoyage s'étend transversalement à la gorge (66) d'aspiration
sur la largeur de la lanière (6).
22. Système d'étirage à double lanières suivant l'une ou plusieurs des revendications
14 à 21, caractérisé en ce que dans la région des cylindres (3', 5') inférieurs, s'étend un canal (69) d'aspiration
disposé à poste fixe sur le bâti de la machine et auquel sont raccordés avec possibilité
de les accoupler respectivement les dispositif (62, 67) d'aspiration mobiles sur les
cylindres (3, 5) supérieurs.
23. Système d'étirage à double lanières suivant l'une ou plusieurs des revendications
6 à 22, caractérisé en ce que la tension de la lanière est réglable de sorte que l'on peut obtenir un détachement
de la lanière (6) du cylindre (5) délivreur dans la région de sortie.
24. Système d'étirage à double lanières suivant la revendication 23, caractérisé en ce que la cage (62) à lanière est fixée à un support (63) de manière réglable par rapport
aux cylindres (5) délivreurs.
25. Système d'étirage à double lanières suivant l'une ou plusieurs des revendications
6 à 24, caractérisé en ce que le cylindre (5) délivreur sur lequel est enroulé la lanière (6) comporte un espace
(51) libre dans la région de la perforation (61) de la lanière.