| (19) |
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(11) |
EP 0 636 237 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.01.1997 Patentblatt 1997/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.03.1993 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F25J 3/04 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9300/623 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9319/336 (30.09.1993 Gazette 1993/24) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR TIEFTEMPERATURZERLEGUNG VON LUFT UND LUFTZERLEGUNGSANLAGE
PROCESS FOR THE LOW-TEMPERATURE AIR SEPARATION AND AIR SEPARATION PLANT
PROCEDE DE SEPARATION D'AIR A BASSE TEMPERATURE ET INSTALLATION DE SEPARATION D'AIR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE GB IT NL |
| (30) |
Priorität: |
20.03.1992 DE 4209131 21.07.1992 DE 4224068
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.02.1995 Patentblatt 1995/05 |
| (73) |
Patentinhaber: Linde Aktiengesellschaft |
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65189 Wiesbaden (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Rohde, Wilhelm
D-8000 München 71 (DE)
- Moll, Anton
D-8121 Raisting (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kasseckert, Rainer |
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Linde Aktiengesellschaft,
Zentrale Patentabteilung 82049 Höllriegelskreuth 82049 Höllriegelskreuth (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Tieftemperaturzerlegung von Luft, bei dem
gereinigte und abgekühlte Luft in ein mindestens eine Rektifiziersäule aufweisendes
Destilliersystem geleitet und dort durch Gegenstrom-Stoffaustausch zwischen einer
Dampf- und einer Flüssigkeitsphase rektifiziert wird, wobei der Stoffaustausch in
mindestens einem Teilbereich mindestens einer Rektifiziersäule durch eine Packung
bewirkt wird.
[0002] Seit einiger Zeit hat man begonnen, in der Tieftemperaturtechnik, insbesondere bei
der Luftzerlegung Packungen einzusetzen, die bisher hauptsächlich für andere Trennaufgaben
verwendet wurden. Der Begriff Packung schließt hier sowohl geordnete Packungen als
auch ungeordnete Packungen (Füllkörperschüttungen) ein.
[0003] Beispielsweise aus der EP-A-0 321 163 ist bekannt, mindestens in einem Teilbereich
der Niederdrucksäule eines zweistufigen Luftzerlegers eine Packung einzusetzen. Dabei
wird vorgeschlagen, aus anderen Gebieten der Destillation bekannte Packungen zu verwenden,
da es angeblich nicht auf die speziellen Eigenschaften der Packung ankommt. Üblicherweise
besitzen derartige, beispielsweise geordneten, Packungen eine spezifische Oberfläche
(d.h. für den Stoffaustausch zur Verfügung stehende Oberfläche relativ zum Gesamtvolumen
der Packung) von 125 bis 700 m
2/m
3. Der Einsatz von Packungen höherer Dichte in industriellen Luftzerlegern ist bisher
nicht bekannt. Auch die EP-A-0 467 395, in der pauschal ein Bereich zwischen 250 und
1000 m
2/m
3 genannt ist, beschränkt sich in der konkreten Ausführung auf spezifische Oberflächen
bis höchstens 700 m
2/m
3.
[0004] Durch den gegenüber ausschließlich mit konventionellen Rektifizierböden ausgestatteten
Kolonnen verringerten Druckabfall kann das Verfahren bei gleichen Produktspezifikationen
mit geringerem Einsatzdruck gefahren werden, Dem dadurch bewirkten Rückgang an Energiekosten
stehen jedoch erhöhte Kosten für die Herstellung der Rektifiziersäule gegenüber.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die wirtschaftlich besonders günstig
sind, insbesondere durch relativ geringe Anlagekosten.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Stoffaustausch in mindestens einem Teilbereich
mindestens einer Rektifiziersäule durch eine Packung bewirkt wird, die eine spezifische
Oberfläche von mehr als 1000 m
2/m
3 aufweist.
[0007] Durch Einspeisungen und Abführungen von verschiedenen Fraktionen weisen verschiedene
Abschnitte einer Luftzerlegersäule in der Regel verschiedene Belastungen, das heißt
unterschiedliche Durchsätze an Dampf und Flüssigkeit auf. Wenn insbesondere in relativ
gering belasteten Teilbereichen einer Rektifiziersäule eines Luftzerlegungsverfahrens
eine Packung eingesetzt wird, hat es sich im Rahmen der Erfindung gezeigt, daß durch
den Einsatz einer Packung mit sehr hoher spezifischer Oberfläche die Höhe der entsprechenden
mit Packungen gefüllten Säulenbereiche erheblich geringer ist. Im Vergleich zu den
aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren ergeben sich bei gleicher Stoffaustauschwirkung
eine geringere Gesamthöhe der Säule und die damit verbunden entsprechend niedrige
Anlagekosten. Dies gilt selbstverständlich in verstärktem Maße bei einer Rektifiziersäule,
bei der in allen gepackten Abschnitten Packungen von mehr als 1000 m
2/m
3 eingesetzt werden.
[0008] Aus früheren Messungen im Bereich von spezifischen Oberflächen bis etwa 500 m
2/m
3 war jedoch zu erwarten, daß sich die hydraulischen Eigenschaften einer sehr dichten
Packung deutlich verschlechtern, daß insbesondere der Druckverlust pro theoretischem
Boden mit steigender Packungsdichte merklich anwächst und auch der für eine bestimmte
Gasbelastung benötigte Kolonnendurchmesser ansteigt. In der begründeten Erwartung,
daß sich dieser Zusammenhang bei höheren absoluten spezifischen Oberflächen fortsetzen
würde, kamen solche dichteren Packungen wegen der vorauszusehenden wirtschaftlichen
Nachteile beim Einsatz in industriellen Luftzerlegern nicht in Frage. Darüber hinaus
war außerdem mit größeren Problemen bei der Verteilung von Gas und insbesondere von
Flüssigkeit auf die Packung sowie bei der Querverteilung von Gas und Flüssigkeit innerhalb
der Packung zu rechnen.
[0009] Im Rahmen umfangreicher Messungen, die in einer aufwendigen Versuchsanlage unter
den Bedingungen eines industriellen Luftzerlegers durchgeführt wurden, hat sich herausgestellt,
daß im Falle der Rektifikation von Luftgasen die hydraulischen Verschlechterungen
bei Packungen mit spezifischer Oberfläche oberhalb etwa 1000 m
2/m
3 sehr viel geringer ausfallen, als nach bisherigen Erkenntnissen zu erwarten war.
Dieser Effekt ist so bedeutend, daß beim Einsatz derart dichter Packungen bei der
Luftrektifikation die Vorteile hinsichtlich der Anlagekosten die Nachteile in der
Hydraulik deutlich überwiegen. Dies gilt insbesondere beim Einsatz dieser Art von
Packungen in relativ gering belasteten Abschnitten einer Säule oder in einer Säule
mit konstanter Gasbelastung.
[0010] Die dichte Packung weist ansonsten vorzugsweise geordnete Struktur auf, ähnlich wie
beispielsweise aus DE-C-27 22 424 oder DE-B-27 22 556 bekannte Packungen. Bevorzugt
wird jedoch eine glatte Packung eingesetzt, deren Struktur in der WO-A-9319335 beschrieben
ist, auf die hier ausdrücklich Bezug genommen wird.
[0011] In vorteilhafter Weiterbildung des Erfindungsgedankens wird der Stoffaustausch im
obersten und/oder im untersten Abschnitt der Rektifiziersäule mindestens teilweise
durch eine Packung bewirkt wird, die eine spezifische Oberfläche von mehr als 1000
m
2/m
3 aufweist. Bei dem obersten Säulenabschnitt kann es sich beispielsweise um den Rein-Stickstoff-Abschnitt
einer Luftzerlegersäule handelt, durch den nur ein Teil des Stickstoffprodukts geführt
wird, bei dem untersten Abschnitt um den Sauerstoff-Abschnitt, der in der Regel ebenfalls
einen relativ geringen Durchsatz an Gas und Flüssigkeit aufweist. An diesen Stellen
kann die von der Stoffaustauschfläche her besonders dichte Packung ihre Vorteile voll
entfalten.
[0012] Bei der Rektifiziersäule, in der Stoffaustausch in mindestens einem Teilbereich mindestens
teilweise durch eine Packung bewirkt wird, die eine spezifische Oberfläche von mehr
als 1000 m
2/m
3 aufweist, handelt es sich vorzugsweise um eine Niederdrucksäule, wie sie beispielsweise
bei einem Doppelsäulenverfahren vorkommt. Insbesondere können weite Teilbereiche oder
auch der gesamte für den Stoffaustausch wirksame Bereich der Niederdrucksäule mit
einer dichten Packung ausgestattet sein.
[0013] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens kommen im Falle des Anschlusses einer
Rohargonsäule an eine Niederdrucksäule noch stärker zur Geltung. In der Regel handelt
es sich dabei um die Niederdrucksäule einer zweistufigen Säule, grundsätzlich ist
jedoch auch der Anschluß einer Rohargonsäule an eine Einzelsäule zur Stickstoff-Sauerstoff-Trennung
möglich. Gemäß der Erfindung kann sowohl in der Rohargonsäule als auch in der Niederdrucksäule
oder lediglich in einer der beiden Säulen, beispielsweise in der Niederdrucksäule,
eine Packung mit mehr als 1000 m
2/m
3 eingesetzt werden.
[0014] Besonders günstig ist es, wenn der Stoffaustausch mindestens in einem Teilbereich
der Rohargonsäule durch eine Packung bewirkt wird, die eine spezifische Oberfläche
von mindestens 1000 m
2/m
3 aufweist. In vielen Fällen kann ein großer Teil, im wesentlichen der gesamte oder
auch der gesamte Stoffaustausch in der Rohargonsäule durch eine derartige Packung
bewirkt werden.
[0015] Ein weiterer Aspekt der Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Tieftemperaturzerlegung
von Luft, bei dem gereinigte und abgekühlte Luft in ein Destilliersystem geleitet
wird, das mindestens zwei Rektifiziersäulen, darunter eine Niederdrucksäule und eine
Rohargonsäule, aufweist, und dort durch Gegenstrom-Stoffaustausch zwischen jeweils
einer Dampf- und einer Flüssigkeitsphase rektifiziert wird, wobei bei dem Verfahren
ein argonhaltiger Sauerstoffstrom aus der Niederdrucksäule entnommen und in der Rohargonsäule
in Rohargon und in eine Rest fraktion zerlegt wird und der Stoffaustausch in mindestens
einem Teilbereich der Rohargonsäule durch eine geordnete Packung bewirkt wird. Hierbei
wird die oben beschriebene Aufgabe dadurch gelöst, daß der Stoffaustausch mindestens
in einem Teilbereich der Rohargonsäule durch eine geordnete Packung bewirkt wird,
die eine spezifische Oberfläche von mindestens 1000 m
2/m
3 aufweist.
[0016] Als Beispiel sei hier auf ein Verfahren zur rein rektifikatorischen Abtrennung von
Sauerstoff und Argon in einer Rohargonsäule hingewiesen, die Packungen enthält und
eine sehr hohe Trennstufenzahl aufweist (EP-A-0 377 l17). Es ergibt sich damit eine
sehr große Bauhöhe der Rohargonsäule. Durch den erfindungsgemäßen Einsatz einer Packung
mit sehr hoher spezifischer Oberfläche, beispielsweise 1200 oder 1500 m
2/m
3, können die Bauhöhe einer derartigen Rohargonsäule und damit die Investitionskosten
für die Anlage entscheidend reduziert werden.
[0017] Vorzugsweise wird der Stoffaustausch mindestens in einem Teilbereich der Rektifiziersäule
beziehungsweise der Rohargonsäule durch eine geordnete Packung bewirkt, die eine spezifische
Oberfläche mindestens 1100 m
2/m
3 aufweist.
[0018] Vorteilhaft ist außerdem die Anwendung der Erfindung auf ein Doppelsäulenverfahren,
bei dem das Destilliersystem eine Drucksäule und eine Niederdrucksäule aufweist, wobei
mindestens ein Teil der gereinigten und abgekühlten Luft in die Drucksäule eingeleitet
wird und eine sauerstoffangereicherte und eine stickstoffreiche Fraktion aus der Drucksäule
in die Niederdrucksäule eingeleitet werden. Diese Doppelsäule kann beispielsweise
ausschließlich zur Gewinnung von Sauerstoff und/oder Stickstoff dienen, oder es können
zusätzliche Trennsäulen zur Gewinnung von Edelgasen angeschlossen sein.
[0019] Durch die Verbindung mit der in aller Regel unterhalb der Niederdrucksäule angeordneten
Drucksäule bewirkt die durch die Erfindung verringerte Bauhöhe einen besonders großen
Vorteil. Es kann unter Umständen auf ansonsten benötigte Pumpen zur Förderung der
flüssigen Fraktionen aus der Drucksäule zur Niederdrucksäule verzichtet werden. Dies
gilt insbesondere dann, wenn der Kopf der Niederdrucksäule durch indirekten Wärmeaustausch
mit einer Fraktion aus dem unteren Bereich der Drucksäule gekühlt wird. Beim erfindungsgemäßen
Einsatz der dichten Packung kann sogar die Höhendifferenz zwischen Sumpf der Drucksäule
und Kopf der Niederdrucksäule allein durch die vorhandene Druckdifferenz überwunden
werden.
[0020] Falls nur Teile der Niederdrucksäule mit der Packung hoher spezifischer Oberfläche
ausgestattet werden, ist es günstig, wenn der Stoffaustausch in dem Abschnitt der
Niederdrucksäule, der unterhalb der Einspeisestelle der sauerstoffangereicherten Fraktion
aus der Drucksäule liegt, mindestens teilweise durch eine Packung bewirkt wird, die
eine spezifische Oberfläche von mehr als 1000 m
2/m
3 aufweist. Dieser Abschnitt wird allgemein als Sauerstoffabschnitt bezeichnet. Da
die Einspeisungen der beiden Fraktionen aus der Drucksäule oberhalb dieses Abschnittes
liegen, weist dieser eine relativ geringe Belastung auf.
[0021] Ähnliches gilt für den Rein-Stickstoff-Abschnitt, der zwischen dem Kopf der Niederdrucksäule,
an dem eine Rein-Stickstofffraktion entnommen wird und der Entnahmestelle einer Unrein-Stickstofffraktion
unterhalb des Kopfes liegt, und für den Argon-Zwischenabschnitt. Letzterer befindet
sich zwischen der Entnahmestelle eines argonhaltigen Sauerstoffstroms, der zur Rohargonsäule
geführt wird und der Einspeisestelle einer in indirektem Wärmeaustausch mit Gas vom
Kopf der Rohargonsäule verdampften Fraktion. Bevorzugt wird in einem dieser Abschnitte
oder in beiden der Stoffaustausch mindestens teilweise durch eine Packung bewirkt,
die eine spezifische Oberfläche von mehr als 1000 m
2/m
3 aufweist.
[0022] Zusätzlich kann auch der Stoffaustausch in der Drucksäule mindestens teilweise durch
eine Packung bewirkt werden. Es kann sich dabei um eine Packung hoher spezifischer
Oberfläche handeln, aber auch der Einsatz einer weniger dichten Packung ist möglich.
Seltener kommt der Einsatz einer sehr dichten Packung ausschließlich in der Drucksäule
in Frage.
[0023] Die Erfindung betrifft außerdem eine Luftzerlegungsanlage gemäß den Patentansprüchen
15 und 21.
[0024] Die Patentansprüche 16 bis 20 und 22 bis 28 betreffen besondere Ausführungsarten
dieser erfindungsgemäßen Luftzerlegungsanlagen.
[0025] Im folgenden werden die Erfindung sowie weitere Einzelheiten der Erfindung anhand
von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in den Zeichnungen schematisch dargestellt
sind. Die in den Figuren gezeigten Verfahren weisen jeweils mindestens zwei Rektifizierstufen
auf; die Erfindung ist jedoch auch auf einstufige Luftzerlegungsverfahren anwendbar.
[0026] Es zeigen im einzelnen:
- Figur 1
- ein Luftzerlegungsverfahren gemäß der Erfindung mit drei Abschnltten in der Niederdrucksäule,
- Figur 2
- ein Verfahren mit vier Abschnitten in der Niederdrucksäule, bei dem zusätzlich ein
Teil der Luft direkt in die Niederdrucksäule eingeblasen wird,
- Figur 3
- eine andere Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer der Niederdrucksäule
angeschlossenen Rohargonsäule und fünf Abschnitten in der Niederdrucksäule und
- Figur 4
- eine weitere Variante mit Rohargonsäule und direkter Lufteinblasung mit sechs Abschnitten
in der Niederdrucksäule.
[0027] Die einander entsprechenden Verfahrensschritte und Vorrichtungsmerkmale sind in den
Ausführungsbeispielen mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0028] Bei dem in dem Schema von Figur 1 dargestellten Verfahren wird gereinigte Luft 1
unter einem Druck von 4 bis 20 bar, vorzugsweise 5 bis 12 bar in einem Wärmetauscher
2 gegen Produktströme auf etwa Taupunkt abgekühlt und in die Drucksäule 3 einer zweistufigen
Rektifiziereinrichtung eingespeist. Die Drucksäule 3 steht über einen gemeinsamen
Kondensator-Verdampfer 4 in Wärmeaustauschbeziehung zu einer Niederdrucksäule 5.
[0029] Sumpfflüssigkeit 6 und Stickstoff 7 werden aus der Drucksäule 3 abgezogen, in einem
Gegenströmer 8 unterkühlt und in die Niederdrucksäule 5 eingedrosselt. Aus der Niederdrucksäule
werden Sauerstoff 9, Stickstoff 10 und unreiner Stickstoff 11 entnommen. Die Produkte
können auch mindestens teilweise flüssig entnommen werden. Dies ist der Übersichtlichkeit
halber in den Verfahrensschemen nicht dargestellt.
[0030] Die Niederdrucksäule 5 weist in Verfahren und Vorrichtung von Figur 1 folgende Abschnitte
auf:
- A
- Rein-Stickstoff-Abschnitt (oberhalb der Unreinstickstoffleitung 11)
- B
- Unrein-Stickstoff-Abschnitt (begrenzt durch Unreinstickstoffleitung 11 und Sumpfflüssigkeitsleitung
6)
- E
- Sauerstoff-Abschnitt (unterhalb der Mündung der Sumpfflüssigkeitsleitung 6)
[0031] Bei dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsform von erfindungsgemäßem Verfahren
und Vorrichtung gemäß der Erfindung wird ein Teil der zu zerlegenden Luft in einer
Turbine 12 arbeitsleistend entspannt und über Leltung 13 unter Umgehung der Vorzerlegung
in Drucksäule 3 direkt in die Niederdrucksäule 5 eingeblasen. Die Turbinenluft 13
kann dabei beispielsweise in Höhe der Sumpfflüssigkeitsleitung 6 in die Niederdrucksäule
eingespeist werden; günstiger ist jedoch eine Zuführung im Bereich unterhalb der Sumpfflüssigkeitseinführung,
wie sie in Figur 2 dargestellt ist. Dadurch werden in der Niederdrucksäule insgesamt
vier Abschnitte definiert:
- A und B
- wie in Figur 1
- C
- Unrein-Sauerstoff-Abschnitt (begrenzt durch Sumpfflüssigkeitsleitung 6 und Einblaseleitung
13 für Turbinenluft)
- E
- Sauerstoff-Abschnitt (unterhalb der Mündung der Einblaseleitung 13)
[0032] Figur 3 zeigt eine der Luftrektifikation angeschlossene Rohargonsäule 15. Uber Argonübergangsleitung
14 wird ein argonhaltiger Sauerstoffstrom aus dem unteren Bereich der Niederdrucksäule
5 (unterhalb der Sumpfflüssigkeitsleitung 6) entnommen, in den unteren Bereich der
Rohargonsäule 15 geleitet und dort in ein Rohargonprodukt 16 und eine Restfraktion
17 zerlegt. Die Restfraktion wird in die Niederdrucksäule zurückgeleitet. Sie kann
entweder über die Leitung 14 zurückfließen (falls ein entsprechendes Gefälle vorhanden
ist) oder, wie in Figur 3 gezeigt, mittels einer Pumpe 18 über eine eigene Leitung
17 gefördert werden.
[0033] Der Kopf der Rohargonsäule wird durch einen Rohargonkondensator 19 gekühlt, auf dessen
Verdampfungsseite über Leitung 20 herangeführte Sumpfflüssigkeit aus der Drucksäule
3 verdampft. Die verdampfte Fraktion wird über Leitung 21 zur Niederdrucksäule geführt.
Sie kann beispielweise auf Höhe der Sumpfflüssigkeitsleitung 6 eingeleitet werden.
Besonders vorteilhaft ist jedoch eine Einspeisung zwischen Mündung der Sumpfflüssigkeitsleitung
6 und Anschluß der Argonübergangsleitung.
[0034] Durch die beschriebene Verfahrensweise ergeben sich in der Niederdrucksäule von Figur
3 folgende Unterteilungen:
- A und B
- wie in Figur 1
- C
- Unrein-Sauerstoff-Abschnitt (begrenzt durch Sumpfflüssigkeitsleitung 6 und Leitung
21 zur Einführung der verdampften Fraktion aus dem Rohargonkondensator 19)
- D
- Argon-Zwischenabschnitt (begrenzt durch Leitung 21 zur Einführung der verdampften
Fraktion aus dem Rohargonkondensator 19 und Entnahmeleitung 14 für die in der Rohargonsäule
zu zerlegende argonhaltige Sauerstofffraktion)
- E
- Sauerstoff-Abschnitt (unterhalb der Entnahmeleitung 14 für die in der Rohargonsäule
zu zerlegende argonhaltige Sauerstofffraktion)
[0035] In Figur 4 ist eine Kombination der Varianten der Figuren 2 und 3 dargestellt. Ausgehend
von Figur 3 wird als zusätzliches Merkmal in einer Turbine 12 arbeitsleistend entspannte
Luft direkt in die Niederdrucksäule 5 eingeblasen. Ähnllch wie beim Verfahren der
Figur 2 ist es möglich, die Turbinenluft beispielsweise in Höhe der Sumpfflüssigkeitsleitung
6 einzuführen. Bevorzugt wird sie, wie in Figur 4 gezeigt, im Bereich zwischen Sumpfflüssigkeitseinführung
6 und Einleitung der verdampften Fraktion 21 aus dem Rohargonkondensator 19 eingespeist.
So wird der Unrein-Sauerstoff-Abschnitt weiter in zwei Unterabschnitte C
1 und C
2 unterteilt.
[0036] Erfindungsgemäß wird der Stoffaustausch in einigen Abschnitten der Niederdrucksäule
5 mindestens teilweise durch eine Packung bewirkt, die eine spezifische Oberfläche
von mehr als 1000 m
2/m
3 aufweist, und/oder der Stoffaustausch in der Rohargonsäule 15 wird mindestens teilweise
durch eine Packung bewirkt, die eine spezifische Oberfläche von mindestens 1000 m
2/m
3 aufweist.
[0037] Zur Verwirklichung der Erfindung müssen nicht in jedem Abschnitt der Niederdrucksäule
Packungen eingesetzt werden; in einem oder mehreren Abschnitten kann der Stoffaustausch
auch teilweise oder ausschließlich durch andere Stoffaustauschelemente bewirkt werden,
beispielsweise durch konventionelle Rektifizierböden wie Glocken- oder Siebböden.
In einem Abschnitt, in dem in einem oder in mehreren Teilbereichen eine Packung angeordnet
ist, kann der Stoffaustausch in anderen Teilbereichen durch andere Stoffaustauschelemente
bewerkstelligt werden. Bevorzugt werden in allen Abschnitten der Niederdrucksäule
5 hauptsächlich Packungen eingesetzt, um den Stoffaustausch zu bewirken.
[0038] Eine einfache Form der Realisierung der Erfindung ist ein Verfahren gemäß Figur 1,
bei dem in einem Stickstoffabschnitt, beispielsweise dem im Sauerstoff-Abschnitt E
und/oder im Rein-Stickstoff-Abschnitt eine Packung mit einer spezifische Oberfläche
von mehr als 1000 m
2/m
3 eingesetzt wird.
[0039] Die folgende Tabelle zeigt ein Zahlenbeispiel für eine Niederdrucksäule mit fünf
Abschnitten gemäß Figur 3. Die Bezeichnung der Abschnitte in den Ausführungsbeispielen
der übrigen Figuren ist so gewählt, daß die Werte der Tabelle unmittelbar auf diese
Varianten übertragen werden können. Die Tabelle enthält für jeden der Abschnitte A
bis E einen Zahlenbereich für die Belastung (Durchsatz an aufsteigendem Gas) relativ
zum Unrein-Stickstoff-Abschnitt B, einen bevorzugten Zahlenbereich für eine in dem
Abschnitt einzusetzende Packung sowie zwei besonders bevorzugte Zahlenwerte von konkreten
Ausführungsbeispielen.
TABELLE
| Abschnitt |
relative Belastung % |
spezifische Oberfläche m2/m3 |
| A |
Rein-Stickstoff-Abschnitt |
60-75 |
600-1250 |
750 |
1100 |
| B |
Unrein-Stickstoff-Abschnitt |
100 |
350-800 |
500 |
750 |
| C |
Unrein-Sauerstoff-Abschnitt |
ca.90 |
350-800 |
500 |
750 |
| D |
Argon-Zwischenabschnitt |
40-50 |
600-1500 |
1100 |
1250 |
| E |
Sauerstoff-Abschnitt |
75-85 |
500-1250 |
750 |
1100 |
[0040] Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß im Abschnitt B, der am höchsten belastet ist,
eine relativ grobe Packung zum Einsatz kommt. Niedriger belastete Abschnitte, beispielsweise
Abschnitt E, werden vorzugsweise mit feineren Packungen ausgestattet. Der Argon-Zwischenabschnitt
D enthält bevorzugt eine Packung mit besonders hoher spezifischer Oberfläche. Der
Wert 1500 m
2/m
3 ist dabei keine Obergrenze, grundsätzlich sind auch höhere spezifische Oberflächen
denkbar.
[0041] Die in verschiedenen Abschnitten eingesetzten Packungen können ansonsten gleiche
oder verschiedene Struktur aufweisen. Bevorzugt werden jedoch in einem, mehreren oder
allen Abschnitten geordnete Packungen eingesetzt, wie sie in der WO-A-9319335 mit
gleichem Zeitrang beschrieben sind. Verschiedene spezifische Oberflächen werden durch
verschiedene Amplituden bei der Faltung der Lamellen erzeugt, aus denen die Packung
hergestellt ist.
[0042] Durch den erfindungsgemäßen Einsatz von Packungen sehr hoher spezifischer Oberfläche
fällt die Bauhöhe der Niederdrucksäule 5 der Ausführungsbeispiele wesentlich geringer
aus als beispielsweise beim ausschließlichen Einsatz von Packungen einer spezifischen
Oberfläche von weniger als 1000 m
2/m
3.
[0043] In den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 bis 4 beziehungsweise 3 und 4 kann auch
in der Drucksäule 3 und/oder insbesondere in der Rohargonsäule 15 der Stoffaustausch
in einem oder mehreren Teilbereichen oder in der gesamten Kolonne durch Packungen
bewirkt werden. Diese weisen vorzugsweise ebenfalls die in der WO-A-9319335 beschriebene
Struktur auf.
[0044] Es können auch in der Rohargonsäule Packungen unterschiedlicher spezifischer Oberfläche
eingesetzt werden, vorzugsweise wird jedoch eine Packung mit konstanter spezifischer
Oberfläche verwendet. Die besonders bevorzugten Werte der spezifischen Oberfläche
dieser Packung liegen bei 1000 bis 1500 m
2/m
3, vorzugsweise bei 1100 bis 1250 m
2/m
3. Bevorzugt findet im wesentlichen der gesamte Stoffaustausch in der Rohargonsäule
15 an einer derart dichten Packung statt.
[0045] Falls bereits in der Niederdrucksäule oder in der Drucksäule eine Packung mit einer
spezifischen Oberfläche von mehr als 1000 m
2/m
3 eingesetzt wird, können die Packungsdichte in der Rohargonsäule auch unterhalb dieser
Grenze liegen, vorzugsweise bei 700 bis 900 m
2/m
3, insbesondere bei ca. 750 m
2/m
3.
[0046] Besonders günstig ist der Einsatz einer besonders dichten Packung außerdem bei Luftzerlegungsanlagen
und -verfahren, bei denen eine Rektifiziersäule in einen Vakuumbehälter, beispielsweise
einen Flüssigkeitstank eingebaut ist. (Einzelheiten zu derartigen Verfahren und Vorrichtungen
sind der DE-A-41 35 302 zu entnehmen.) Durch den Einbau einer Packung mit einer spezifischen
Oberfläche von - mehr als 1000 m
2/m
3 in einen oder mehrere Teilbereiche oder in den gesamten für den Stoffaustausch wirksamen
Bereich einer derartigen Säule kann deren Bauhöhe verringert werden. Es vermindern
sich damit nicht nur die Herstellungskosten der Säule selbst, sondern auch diejenigen
des sie umschließenden Vakuumbehälters.
[0047] Daneben ist auch die Anwendung der Erfindung auf Verfahren und Vorrichtungen vorteilhaft,
bei denen flüssig gewonnener Sauerstoff gegen eine kondensierende Fraktion (beispielsweise
Hochdruckluft) verdampft wird. Bei solchen Verfahren wird das Sauerstoffprodukt oftmals
flüssig auf Druck gebracht (sogenannte Innenverdichtung), beispielsweise durch Ausnutzung
eines hydrostatischen Potentials oder durch eine Pumpe. Im Falle der Einspeisung von
gegen verdampfenden Sauerstoff kondensierter Luft an einer mittleren Stelle der Drucksäule
kann es günstig sein, oberhalb und unterhalb dieser Einspeisestelle verschieden dichte
Packungen in der Drucksäule zu verwenden.
1. Verfahren zur Tieftemperaturzerlegung von Luft, bei dem gereinigte und abgekühlte
Luft in ein mindestens eine Rektifiziersäule aufweisendes Destilliersystem geleitet
und dort durch Gegenstrom-Stoffaustausch zwischen einer Dampf- und einer Flüssigkeitsphase
rektifiziert wird, wobei der Stoffaustausch in mindestens einem Teilbereich mindestens
einer Rektifiziersäule durch eine geordnete Packung bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffaustausch in mindestens einem Teilbereich mindestens einer Rektifiziersäule
durch eine geordnete Packung bewirkt wird, die eine spezifische Oberfläche von mehr
als 1000 m2/m3 aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffaustausch im obersten Abschnitt der Rektifiziersäule mindestens teilweise
durch eine Packung bewirkt wird, die eine spezifische Oberfläche von mehr als 1000
m2/m3 aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffaustausch im untersten Abschnitt der Rektifiziersäule mindestens teilweise
durch eine Packung bewirkt wird, die eine spezifische Oberfläche von mehr als 1000
m2/m3 aufweist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die oder eine Rektifiziersäule, in welcher der Stoffaustausch in mindestens einem
Teilbereich mindestens teilweise durch eine Packung bewirkt wird, die eine spezifische
Oberfläche von mehr als 1000 m2/m3 aufweist, als Niederdrucksäule ausgebildet ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Destilliersystem eine Niederdrucksäule und eine Rohargonsäule aufweist und
daß ein argonhaltiger Sauerstoffstrom aus der Niederdrucksäule entnommen und in der
Rohargonsäule in Rohargon und in eine Restfraktion zerlegt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffaustausch mindestens in einem Teilbereich der Rohargonsäule durch eine
Packung bewirkt wird, die eine spezifische Oberfläche von mindestens 1000 m2/m3 aufweist.
7. Verfahren zur Tieftemperaturzerlegung von Luft, bei dem gereinigte und abgekühlte
Luft in ein Destilliersystem geleitet wird, das mindestens zwei Rektifiziersäulen,
darunter eine Niederdrucksäule und eine Rohargonsäule, aufweist, und dort durch Gegenstrom-Stoffaustausch
zwischen jeweils einer Dampf- und einer Flüssigkeitsphase rektifiziert wird, wobei
bei dem Verfahren ein argonhaltiger Sauerstoffstrom aus der Niederdrucksäule entnommen
und in der Rohargonsäule in Rohargon und in eine Restfraktion zerlegt wird und der
Stoffaustausch in mindestens einem Teilbereich der Rohargonsäule durch eine geordnete
Packung bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffaustausch mindestens in einem Teilbereich der Rohargonsäule durch eine
geordnete Packung bewirkt wird, die eine spezifische Oberfläche von mindestens 1000
m2/m3 aufweist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffaustausch mindestens in einem Teilbereich der Rektifiziersäule beziehungsweise
der Rohargonsäule durch eine geordnete Packung bewirkt wird, die eine spezifische
Oberfläche von mindestens 1100 m2/m3 aufweist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Destilliersystem eine Drucksäule und eine Niederdrucksäule aufweist, wobei
mindestens ein Teil der gereinigten und abgekühlten Luft in die Drucksäule eingeleitet
wird und eine sauerstoffangereicherte und eine stickstoffreiche Fraktion aus der Drucksäule
in die Niederdrucksäule eingeleitet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem ein argonhaltiger Sauerstoffstrom unterhalb der
Einspeisestelle der sauerstoffangereicherten Fraktion aus der Niederdrucksäule entnommen
und in einer Rohargonsäule in Rohargon und in eine Restfraktion zerlegt wird, und
bei dem Gas vom Kopf der Rohargonsäule in indirekten Wärmeaustausch mit einer verdampfenden
Fraktion aus der Drucksäule gebracht wird, wobei die bei dem indirekten Wärmeaustausch
verdampfte Fraktion in die Niederdrucksäule eingeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffaustausch in dem Abschnitt der Niederdrucksäule, der zwischen der Einspeisestelle
der verdampften Fraktion und der Entnahmestelle des argonhaltigen Sauerstoffstroms
liegt, mindestens teilweise durch eine Packung bewirkt wird, die eine spezifische
Oberfläche von mehr als 1000 m2/m3 aufweist.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffaustausch in dem Abschnitt der Niederdrucksäule, der unterhalb der Einspeisestelle
der sauerstoffangereicherten Fraktion aus der Drucksäule liegt, mindestens teilweise
durch eine Packung bewirkt wird, die eine spezifische Oberfläche von mehr als 1000
m2/m3 aufweist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß am Kopf der Niederdrucksäule eine Rein-Stickstofffraktion und unterhalb des Kopfes
eine Unrein-Stickstofffraktion entnommen werden und daß der Stoffaustausch in dem
Abschnitt der Niederdrucksäule, der zwischen den Entnahmestellen von Rein- und Unrein-Stickstoff
liegt, mindestens teilweise durch eine Packung bewirkt wird, die eine spezifische
Oberfläche von mehr als 1000 m2/m3 aufweist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffaustausch in der Drucksäule mindestens teilweise durch eine Packung
bewirkt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffaustausch in mindestens einem Teilbereich der Drucksäule durch eine
Packung bewirkt wird, die eine spezifische Oberfläche von mindestens 1000 m2/m3 aufweist.
15. Luftzerlegungsanlage mit einem Destilliersystem, das mindestens eine Rektifiziersäule
aufweist, die Stoffaustauschelemente enthält, wobei die Stoffaustauschelemente in
mindestens einem Teilbereich mindestens einer Rektifiziersäule durch eine geordnete
Packung gebildet werden, die eine spezifische Oberfläche von mehr als 1000 m2/m3 aufweist.
16. Luftzerlegungsanlage nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffaustauschelemente im obersten Abschnitt der Rektifiziersäule mindestens
teilweise durch eine Packung gebildet werden, die eine spezifische Oberfläche von
mehr als 1000 m2/m3 aufweist.
17. Luftzerlegungsanlage nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffaustauschelemente im untersten Abschnitt der Rektifiziersäule mindestens
teilweise durch eine Packung gebildet werden, die eine spezifische Oberfläche von
mehr als 1000 m2/m3 aufweist.
18. Luftzerlegungsanlage nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die oder eine Rektifiziersäule, in welcher die Stoffaustauschelemente mindestens
teilweise durch eine Packung gebildet werden, die eine spezifische Oberfläche von
mehr als 1000 m2/m3 aufweist, als Niederdrucksäule ausgebildet ist.
19. Luftzerlegungsanlage nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Destilliersystem eine Niederdrucksäule und eine Rohargonsäule aufweist und
daß Niederdrucksäule und Rohargonsäule über eine Argonübergangsleitung miteinander
verbunden sind.
20. Luftzerlegungsanlage nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffaustauschelemente mindestens in einem Teilbereich der Rohargonsäule
durch eine Packung gebildet werden, die eine spezifische Oberfläche von mindestens
1000 m2/m3 aufweist.
21. Luftzerlegungsanlage mit einem Destilliersystem, das eine Niederdrucksäule und eine
Rohargonsäule aufweist, die Stoffaustauschelemente enthalten und über eine Argonübergangsleitung
miteinander verbunden sind. dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffaustauschelemente mindestens in einem Teilbereich der Rohargonsäule
durch eine geordnete Packung gebildet werden, die eine spezifische Oberfläche von
mindestens 1000 m2/m3 aufweist.
22. Luftzerlegungsanlage nach einem der Ansprüche 15 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens in einem Teilbereich der Rektifiziersäule beziehungsweise der Rohargonsäule
die Stoffaustauschelemente durch eine geordnete Packung gebildet werden, die eine
spezifische Oberfläche von mindestens 1100 m2/m3 aufweist.
23. Luftzerlegungsanlage nach einem der Ansprüche 15 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Destilliersystem eine Drucksäule und eine Niederdrucksäule aufweist, wobei
eine Speiseleitung für zu zerlegende Luft in die Drucksäule mündet und eine Sumpfflüssigkeitsleitung
und eine Druckstickstoffleitung von der Drucksäule in die Niederdrucksäule führen.
24. Luftzerlegungsanlage nach Anspruch 23, bei der eine Argonübergangsleitung unterhalb
der Mündung der Sumpfflüssigkeitsleitung mit der Niederdrucksäule verbunden ist und
in eine Rohargonsäule führt, die einen Kopfkondensator aufweist, dessen Verdampfungsraum
über eine Flüssigkeitsleitung mit der Drucksäule und über eine Gasleitung mit der
Niederdrucksäule verbunden ist. dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffaustauschelemente in dem Abschnitt der Niederdrucksäule, der zwischen
der Mündung der Gasleitung und der Argonübergangsleitung liegt, mindestens teilweise
durch eine Packung gebildet werden, die eine spezifische Oberfläche von mehr als 1000
m2/m3 aufweist.
25. Luftzerlegungsanlage nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffaustauschelemente in dem Abschnitt der Niederdrucksäule, der unterhalb
der Mündung der Sumpfflüssigkeitsleitung liegt, mindestens teilweise durch eine Packung
gebildet werden, die eine spezifische Oberfläche von mehr als 1000 m2/m3 aufweist.
26. Luftzerlegungsanlage nach einem der Ansprüche 20 bis 25, gekennzeichnet durch eine Rein-Stickstoffleitung, die mit dem oberen Bereich der Niederdrucksäule verbunden
ist, und durch eine Unrein-Stickstoffleitung, die unterhalb der Rein-Stickstoffleitung
mit der Niederdrucksäule verbunden ist, wobei die Stoffaustauschelemente in dem Abschnitt
der Niederdrucksäule, der zwischen Rein-Stickstoffleitung und Unrein-Stickstoffleitung
angeordnet ist, mindestens teilweise durch eine Packung gebildet werden, die eine
spezifische Oberfläche von mehr als 1000 m2/m3 aufweist.
27. Luftzerlegungsanlage nach einem der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffaustauschelemente in der Drucksäule mindestens teilweise durch eine
Packung gebildet werden.
28. Luftzerlegungsanlage nach einem der Ansprüche 23 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffaustausch in mindestens einem Teilbereich der Drucksäule durch eine
Packung bewirkt wird, die eine spezifische Oberfläche von mindestens 1000 m2/m3 aufweist.
1. Process for the low-temperature fractionation of air, in which purified and cooled
air is passed into a distillation system having at least one rectifying column and
is there rectified by countercurrent mass transfer between a vapour phase and a liquid
phase, the mass transfer being effected in at least one partial area of at least one
rectifying column by an arranged packing, characterized in that the mass transfer
is effected in at least one partial area of at least one rectifying column by an arranged
packing which has a specific surface area of more than 1,000 m2/m3.
2. Process according to Claim 1, characterized in that the mass transfer in the uppermost
section of the rectifying column is effected at least in part by a packing which has
a specific surface area of more than 1,000 m2/m3.
3. Process according to Claim 1 or 2, characterized in that the mass transfer in the
lowest section of the rectifying column is effected at least in part by a packing
which has a specific surface area of more than 1,000 m2/m3.
4. Process according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the or a rectifying
column in which the mass transfer is effected in at least a partial area at least
in part by a packing which has a specific surface area of more than 1,000 m2/m3 is constructed as a low-pressure column.
5. Process according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the distillation
system has a low-pressure column and a crude argon column and in that an argon-containing
oxygen stream is withdrawn from the low-pressure column and is fractionated in the
crude argon column into crude argon and a residual fraction.
6. Process according to Claim 5, characterized in that the mass transfer is effected
at least in a partial area of the crude argon column by a packing which has a specific
surface area of at least 1,000 m2/m3.
7. Process for the low-temperature fractionation of air, in which purified and cooled
air is passed into a distillation system which has at least two rectifying columns,
including a low-pressure column and a crude argon column, and is there rectified by
countercurrent mass transfer between a vapour phase and a liquid phase in each case,
in the process an argon-containing oxygen stream being withdrawn from the low-pressure
column and being fractionated in the crude argon column into crude argon and a residual
fraction and the mass transfer being effected in at least a partial area of the crude
argon column by an arranged packing, characterized in that the mass transfer is effected
at least in a partial area of the crude argon column by an arranged packing which
has a specific surface area of at least 1,000 m2/m3.
8. Process according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the mass transfer
is effected at least in a partial area of the rectifying column or the crude argon
column by an arranged packing which has a specific surface area of at least 1100 m2/m3.
9. Process according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the distillation
system has a pressure column and a low-pressure column, at least some of the purified
and cooled air being introduced into the pressure column and an oxygen-enriched fraction
and a nitrogen-rich fraction being introduced from the pressure column into the low-pressure
column.
10. Process according to Claim 9, in which an argon-containing oxygen stream is withdrawn
from the low-pressure column beneath the feed-in point of the oxygen-enriched fraction
and is fractionated in a crude argon column into crude argon and a residual fraction,
and in which gas from the top of the crude argon column is brought into indirect heat
exchange with an evaporating fraction from the pressure column, the fraction which
is evaporated in the indirect heat exchange being introduced into the low-pressure
column, characterized in that the mass transfer in the section of the low-pressure
column which is situated between the feed-in point of the evaporated fraction and
the take-off point of the argon-containing oxygen stream is effected at least in part
by a packing which has a specific surface area of more than 1,000 m2/m3.
11. Process according to Claim 9 or 10, characterized in that the mass transfer in the
section of the low-pressure column which is situated below the feed-in point of the
oxygen-enriched fraction from the pressure column is effected at least in part by
a packing which has a specific surface area of more than 1,000 m2/m3.
12. Process according to one of Claims 4 to 11, characterized in that a pure nitrogen
fraction is withdrawn from the top of the low-pressure column and an impure nitrogen
fraction is withdrawn below the top and in that the mass transfer in the section of
the low-pressure column which is situated between the take-off points of pure and
impure nitrogen is effected at least in part by a packing which has a specific surface
area of more than 1,000 m2/m3.
13. Process according to one of Claims 9 to 11, characterized in that the mass transfer
in the pressure column is effected at least in part by a packing.
14. Process according to Claim 13, characterized in that the mass transfer in at least
a partial area of the pressure column is effected by a packing which has a specific
surface area of at least 1,000 m2/m3.
15. Air fractionation plant having a distillation system which has at least one rectifying
column which contains mass transfer elements, the mass transfer elements in at least
a partial area of at least one rectifying column being formed by an arranged packing
which has a specific surface area of more than 1,000 m2/m3.
16. Air fractionation plant according to Claim 15, characterized in that the mass transfer
elements in the uppermost section of the rectifying column are formed at least in
part by a packing which has a specific surface area of more than 1,000 m2/m3.
17. Air fractionation plant according to Claim 15 or 16, characterized in that the mass
transfer elements in the lowest section of the rectifying column are formed at least
in part by a packing which has a specific surface area of more than 1,000 m2/m3.
18. Air fractionation plant according to one of Claims 15 to 17, characterized in that
the or a rectifying column in which the mass transfer elements are formed at least
in part by a packing which has a specific surface area of more than 1,000 m2/m3 is constructed as a low-pressure column.
19. Air fractionation plant according to one of Claims 15 to 18, characterized in that
the distillation system has a low-pressure column and a crude argon column and in
that low-pressure column and crude argon column are connected together via an argon
transfer line.
20. Air fractionation plant according to Claim 19, characterized in that the mass transfer
elements at least in a partial area of the crude argon column are formed by a packing
which has a specific surface area of at least 1,000 m2/m3.
21. Air fractionation plant having a distillation system which has a low-pressure column
and a crude argon column which contain mass transfer elements and are connected together
via an argon transfer line, characterized in that the mass transfer elements at least
in a partial area of the crude argon column are formed by an arranged packing which
has a specific surface area of at least 1,000 m2/m3.
22. Air fractionation plant according to one of Claims 15 to 21, characterized in that
at least in a partial area of the rectifying column or the crude argon column the
mass-transfer elements are formed by an arranged packing which has a specific surface
area of at least 1100 m2/m3.
23. Air fractionation plant according to one of Claims 15 to 22, characterized in that
the distillation system has a pressure column and a low-pressure column, a feed line
for the air to be fractionated opening into the pressure column and a bottom-phase
liquid line and a pressure nitrogen line leading from the pressure column into the
low-pressure column.
24. Air fractionation plant according to Claim 23, in which an argon transfer line is
connected to the low-pressure column below the opening of the bottom liquid-phase
line and leads into a crude argon column which has a top condenser whose evaporation
space is connected via a liquid line to the pressure column and via a gas line to
the low-pressure column, characterized in that the mass-transfer elements in the section
of the low-pressure column which is between the opening of the gas line and the argon
transfer line are formed at least in part by a packing which has a specific surface
area of more than 1,000 m2/m3.
25. Air fractionation plant according to Claim 23 or 24, characterized in that the mass-transfer
elements in the section of the low-pressure column which is situated below the opening
of the bottom liquid-phase line are formed at least in part by a packing which has
a specific surface area of more than 1,000 m2/m3.
26. Air fractionation plant according to one of Claims 20 to 25, characterized by a pure
nitrogen line which is connected to the upper region of the low-pressure column and
by an impure nitrogen line which is connected to the low-pressure column below the
pure nitrogen line, the mass-transfer elements in the section of the low-pressure
column which is arranged between pure nitrogen line and impure nitrogen line being
formed at least in part by a packing which has a specific surface area of more than
1,000 m2/m3.
27. Air fractionation plant according to one of Claims 23 to 26, characterized in that
the mass-transfer elements in the pressure column are formed at least in part by a
packing.
28. Air fractionation plant according to one of Claims 23 to 27, characterized in that
the mass transfer in at least a partial area of the pressure column is effected by
a packing which has a specific surface area of at least 1,000 m2/m3.
1. Procédé de séparation de l'air à basse température, dans lequel l'air épuré et refroidi
est conduit dans un système de distillation comportant au moins une colonne de rectification
et y est rectifié par échange de matières à contre-courant entre une phase vapeur
et une phase liquide, dans lequel l'échange de matières est réalisé dans au moins
une zone partielle d'au moins une colonne de rectification par une garniture ordonnée,
caractérisé en ce que l'échange de matières est réalisé dans au moins une zone partielle
d'au moins une colonne de rectification par une garniture ordonnée, qui présente une
surface spécifique de plus de 1000 m2/m3.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'échange de matières est
réalisé dans le tronçon supérieur de la colonne de rectification au moins en partie
par une garniture, qui présente une surface spécifique de plus de 1000 m2/m3.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'échange de matières
est réalisé dans le tronçon inférieur de la colonne de rectification au moins en partie
par une garniture, qui présente une surface spécifique de plus de 1000 m2/m3.
4. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la
ou une colonne de rectification, dans laquelle l'échange de matières est réalisé dans
au moins une zone partielle au moins en partie par une garniture qui présente une
surface spécifique de plus de 1000 m2/m3, est constituée par une colonne à basse pression.
5. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le
système de distillation présente une colonne à basse pression et une colonne à argon
brut, et en ce qu'un courant d'oxygène contenant de l'argon est prélevé dans la colonne
à basse pression et est séparé dans la colonne à argon brut en argon brut et en une
fraction résiduelle.
6. Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce que l'échange de matières est
réalisé au moins dans une zone partielle de la colonne à argon brut par une garniture,
qui présente une surface spécifique d'au moins 1000 m2/m3.
7. Procédé de séparation de l'air à basse température, dans lequel l'air épuré et refroidi
est conduit dans un système de distillation qui comporte au moins deux colonnes de
rectification, parmi lesquelles une colonne à basse pression et une colonne à argon
brut, et y est rectifié par échange de matières à contre-courant entre une phase vapeur
et une phase liquide, dans lequel au cours du procédé un courant d'oxygène contenant
de l'argon est prélevé dans la colonne à basse pression et est séparé en argon brut
et en une fraction résiduelle dans la colonne à argon brut et l'échange de matières
est réalisé dans au moins une zone partielle de la colonne à argon brut par une garniture
ordonnée, caractérisé en ce que l'échange de matières est réalisé dans au moins une
zone partielle de la colonne à argon brut par une garniture ordonnée, qui présente
une surface spécifique d'au moins 1000 m2/m3.
8. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'échange
de matières est réalisé au moins dans une zone partielle de la colonne de rectification
respectivement de la colonne à argon brut par une garniture ordonnée, qui présente
une surface spécifique d'au moins 1100 m2/m3.
9. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le
système de distillation comprend une colonne de pression et une colonne à basse pression,
dans lequel au moins une partie de l'air épuré et refroidi est introduit dans la colonne
de pression et une fraction enrichie en oxygène et une fraction riche en azote venant
de la colonne de pression sont introduites dans la colonne à basse pression.
10. Procédé suivant la revendication 9, dans lequel un courant d'oxygène contenant de
l'argon est prélevé dans la colonne à basse pression en dessous du point d'entrée
de la fraction enrichie en oxygène et est séparé en argon brut et en une fraction
résiduelle dans une colonne à argon brut, et dans lequel un gaz venant de la tête
de la colonne à argon brut est amené en échange de chaleur indirect avec une fraction
qui se vaporise de la colonne de pression, la fraction vaporisée par l'échange de
chaleur indirect étant introduite dans la colonne à basse pression, caractérisé en
ce que l'échange de matières est réalisé dans le tronçon de la colonne à basse pression,
qui se trouve entre le point d'entrée de la fraction vaporisée et le point de prélèvement
du courant d'oxygène contenant de l'argon, au moins en partie par une garniture ordonnée,
qui présente une surface spécifique de plus de 1000 m2/m3.
11. Procédé suivant la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que l'échange de matières
est réalisé dans un tronçon de la colonne à basse pression, qui se trouve en dessous
du point d'entrée de la fraction enrichie en oxygène venant de la colonne de pression,
au moins en partie par une garniture, qui présente une surface spécifique de plus
de 1000 m2/m3.
12. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 4 à 11, caractérisé en ce qu'une
fraction d'azote pur est prélevée à la tête de la colonne à basse pression et une
fraction d'azote impur est prélevée en dessous de cette tête et en ce que l'échange
de matières est réalisé dans le tronçon de la colonne à basse pression, qui se trouve
entre les points de prélèvement d'azote pur et d'azote impur, au moins en partie par
une garniture, qui présente une surface spécifique de plus de 1000 m2/m3.
13. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que
l'échange de matières est réalisé dans la colonne de pression au moins en partie par
une garniture.
14. Procédé suivant la revendication 13, caractérisé en ce que l'échange de matières est
réalisé dans au moins une zone partielle de la colonne de pression par une garniture,
qui présente une surface spécifique d'au moins 1000 m2/m3.
15. Installation de séparation de l'air avec un système de distillation, qui comprend
au moins une colonne de rectification, qui contient des éléments d'échange de matières,
dans laquelle les éléments d'échange de matières sont formés dans au moins une zone
partielle d'au moins une colonne de rectification, par une garniture ordonnée, qui
présente une surface spécifique de plus de 1000 m2/m3.
16. Installation de séparation de l'air suivant la revendication 15, caractérisée en ce
que les éléments d'échange de matières sont formés dans le tronçon supérieur de la
colonne de rectification au moins en partie par une garniture, qui présente une surface
spécifique de plus de 1000 m2/m3.
17. Installation de séparation de l'air suivant la revendication 15 ou 16, caractérisée
en ce que les éléments d'échange de matières sont formés dans le tronçon inférieur
de la colonne de rectification au moins en partie par une garniture, qui présente
une surface spécifique de plus de 1000 m2/m3.
18. Installation de séparation de l'air suivant l'une quelconque des revendications 15
à 17, caractérisée en ce que la ou les colonne(s) de rectification, dans laquelle
les éléments d'échange de matières sont formés au moins en partie par une garniture,
qui présente une surface spécifique de plus de 1000 m2/m3, est constituée par une colonne à basse pression.
19. Installation de séparation de l'air suivant l'une quelconque des revendications 15
à 18, caractérisée en ce que le système de distillation présente une colonne à basse
pression et une colonne à argon brut et en ce que la colonne à basse pression et la
colonne à argon brut sont reliées l'une à l'autre par l'intermédiaire d'une conduite
de transfert d'argon.
20. Installation de séparation de l'air suivant la revendication 19, caractérisée en ce
que les éléments d'échange de matières sont formés au moins dans une zone partielle
de la colonne à argon brut par une garniture, qui présente une surface spécifique
d'au moins 1000 m2/m3.
21. Installation de séparation de l'air avec un système de distillation, qui présente
une colonne à basse pression et une colonne à argon brut qui contiennent des éléments
d'échange de matières et sont reliées l'une à l'autre par l'intermédiaire d'une conduite
de transfert d'argon, caractérisée en ce que les éléments d'échange de matières sont
formés au moins dans une zone partielle de la colonne à argon brut par une garniture
ordonnée, qui présente une surface spécifique d'au moins 1000 m2/m3.
22. Installation de séparation de l'air suivant l'une quelconque des revendications 15
à 21, caractérisée en ce que les éléments d'échange de matières sont formés, au moins
dans une zone partielle de la colonne de rectification respectivement de la colonne
à argon brut, par une garniture ordonnée, qui présente une surface spécifique d'au
moins 1100 m2/m3.
23. Installation de séparation de l'air suivant l'une quelconque des revendications 15
à 22, caractérisée en ce que le système de distillation comprend une colonne de pression
et une colonne à basse pression, dans laquelle une conduite d'alimentation de l'air
à séparer débouche dans la colonne de pression et une conduite de liquide résiduel
et une conduite d'azote sous pression mènent de la colonne de pression à la colonne
à basse pression.
24. Installation de séparation de l'air suivant la revendication 23, dans laquelle une
conduite de transfert d'argon est reliée à la colonne à basse pression en dessous
de l'embouchure de la conduite de liquide résiduel et mène à une colonne à argon brut,
qui présente un condenseur de tête, dont la chambre de vaporisation est reliée à la
colonne de pression par l'intermédiaire d'une conduite de liquide et à la colonne
à basse pression par l'intermédiaire d'une conduite de gaz, caractérisée en ce que
les éléments d'échange de matières sont formés, dans le tronçon de la colonne à basse
pression situé entre l'embouchure de la conduite de gaz et la conduite de transfert
d'argon, au moins en partie par une garniture, qui présente une surface spécifique
de plus de 1000 m2/m3.
25. Installation de séparation de l'air suivant la revendication 23 ou 24, caractérisée
en ce que les éléments d'échange de matières sont formés, dans le tronçon de la colonne
à basse pression situé en dessous de l'embouchure de la conduite de liquide résiduel,
au moins en partie par une garniture, qui présente une surface spécifique de plus
de 1000 m2/m3.
26. Installation de séparation de l'air suivant l'une quelconque des revendications 20
à 25, caractérisée par une conduite d'azote pur, qui est reliée à la zone supérieure
de la colonne à basse pression, et par une conduite d'azote impur, qui est reliée
à la colonne à basse pression en dessous de la conduite d'azote pur, dans laquelle
les éléments d'échange de matières sont formés, dans le tronçon de la colonne à basse
pression situé entre la conduite d'azote pur et la conduite d'azote impur, au moins
en partie par une garniture, qui présente une surface spécifique de plus de 1000 m2/m3.
27. Installation de séparation de l'air suivant l'une quelconque des revendications 23
à 26, caractérisée en ce que les éléments d'échange de matières sont formés dans la
colonne de pression au moins en partie par une garniture.
28. Installation de séparation de l'air suivant l'une quelconque des revendications 23
à 27, caractérisée en ce que l'échange de matières est réalisé dans au moins une zone
partielle de la colonne de pression, par une garniture qui présente une surface spécifique
d'au moins 1000 m2/m3.