[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kollergang mit Läufern die auf mehreren
Mahlbahnen angeordnet sind, den Mahlbahnen zugeordneten Schabern zur Förderung des
Mahlguts auf den Mahlbahnen und Antriebseinrichtungen zur Erzeugung einer Relativbewegung
zwischen den Läufern und den Mahlbahnen sowie zur Betätigung der Schaber.
[0002] Ein derartiger Kollergang ist aus der DE-PS 194 976 bekannt. Bei diesem Kollergang
sind zwei dreifach abgestufte Läufer vorgesehen, die auf dementsprechend drei abgestuften
Bahnen laufen. Nachteilig bei diesem Kollergang ist, daß das durch Schaber unter die
von der Mahlbahn beabstandeten Läuferstufen transportierte Mahlgut nur in einer Richtung
gefördert werden kann. Außerdem sind sämtliche Mahlbahnen ungelocht und somit nicht
zur Abführung des gemahlenen Gutes geeignet. Dadurch ist es notwendig, eine zusätzliche
Siebbahn anzuordnen, was einen erhöhten Konstruktionsaufwand mit sich bringt und außerdem
ein Abführen des Mahlgutes unter Krafteinwirkung ausschließt. Ein weiterer Nachteil
besteht darin, daß die Läufersegmente ungleichmäßig verschleißen und nach einiger
Zeit ungleichmäßig mahlen. Bei der bekannten Anordnung wird das teilweise dadurch
ausgeglichen, daß der innere Kollergang einen nachstellbaren Boden aufweist. Normalerweise
würde der innere Läufer am stärksten verschleißen und nach einiger Zeit nicht mehr
mahlen. Ein weiterer Nachteil ergibt sich daraus, daß ein Läufer an seiner Außenseite
schneller verschleißt als an seiner Innenseite. Bei nicht abgestuften Läufern steckt
man die Laufringe nach einiger Zeit um, um Innen- und Außenseite zu vertauschen. Das
ist bei einem abgestuften Läufer von vornherein nicht möglich.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Kollergang der
in Rede stehenden Art derart auszugestalten und weiterzubilden, daß die Förderung
des Mahlgutes auf den Mahlbahnen in unterschiedlicher Richtung erfolgen kann und daß
die Läufer je nach Verschleißgrad umsteckbar sind . Außerdem soll der konstruktive
Aufwand hinsichtlich der Vorkehrungen zum Abführen des gemahlenen Gutes verringert
werden.
[0004] Die vorangestellte Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Danach ist der Kollergang der eingangs genannten Art derart ausgebildet, daß mindestens
drei konzentrische Mahlbahnen auf gleichem Niveau vorgesehen sind, von denen entweder
die innere oder die äußere Mahlbahn gelocht und auf jeder Mahlbahn wenigstens ein
Läufer angeordnet ist.
[0005] Erfindungsgemäß ist erkannt worden, daß der Materialtransport auf den Mahlbahnen
unterschiedlich gerichtet erfolgen kann, wenn die Mahlbahnen konzentrisch auf einem
Niveau angeordnet sind. Weiter ist erkannt worden, daß aufgrund der Anordnung der
Mahlbahnen auf einem Niveau eine abgestufte Ausbildung der Läufer entfällt. Ferner
ist erkannt worden, daß die Läufer bei stufenloser Ausbildung je nach Verschleißgrad
umsteckbar sind. Schließlich ist erkannt worden, daß der konstruktive Aufwand für
einen Kollergang hinsichtlich der Abführung des gemahlenen Gutes vom Kollergang dann
vermindert werden kann, wenn der Austrag durch Lochungen in der Mahlbahn selbst erfolgt.
[0006] An das Ausbringen des gemahlenen Gutes durch Lochungen in den Mahlbahnen knüpfen
sich mehrere Vorteile. Zum einen müssen keine Maßnahmen zur Installation einer weiteren
Siebbahn getroffen werden. Zum anderen kann das Ausbringen unter Krafteinwirkung erfolgen,
so daß auch Material mit einem höheren Restfeuchtegehalt durch die Mahlbahnöffnungen
hindurchgepreßt werden kann.
[0007] Die Antriebseinrichtungen zur Erzeugung einer Relativbewegung zwischen den Läufern
und den Mahlbahnen können nun einerseits die Läufer antreiben, die auf fest installierten
Mahlbahnen umlaufen. Andererseits ist es aber auch möglich, die Mahlbahnen in Drehbewegung
zu versetzen oder Läufer und Mahlbahnen gegenläufig zu bewegen.
[0008] Durch die erfindungsgemäße Erhöhung der Anzahl der Läufer und durch die Anordnung
wenigstens eines Läufers auf jeder der mindestens drei Mahlbahnen wird bei ortsfesten
Mahlbahnen auch im Vergleich zu bekannten Zweiläuferanordnungen mit ortsfester Mahlbahn
der Aufwand im Hinblick auf die Mechanik des Kollergangs erheblich reduziert. In diesem
Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn das Einzelgewicht eines Läufers eines erfindungsgemäßen
Kollergangs das Einzelgewicht eines Läufers eines Zweiläuferkollergangs unterschreitet.
Die Lagerung eines leichteren Läufers ist erheblich weniger aufwendig. Außerdem ist
von Vorteil, daß eine wesentlich bessere Zerkleinerung und Durchmischung stattfinden
kann, wenn das Mahlgut durch dreifaches bzw. mehrfaches Überrollen häufiger der Krafteinwirkung
ausgesetzt wird.
[0009] Infolge einer leichteren Bauausführung der Läufer können diese mit einer höheren
Geschwindigkeit auf den Mahlbahnen abgerollt werden. Dadurch kommt zur reinen Druckkraftwirkung
eine stärkere Scherkraftwirkung hinzu. Durch eine stärkere Scherkraft findet zusätzlich
zur Veränderung der Höhendimension des Mahlgutes verstärkt eine Verschiebung der Strukturen
statt, so daß das Mahlgut besser durchmischt wird.
[0010] Im Hinblick auf eine Reduzierung des Platzbedarf für den Kollergang wäre es denkbar,
die Gewichtsreduzierung durch die Verringerung der Breite der Läufer einhergehend
mit angepaßten Mahlbahnbreiten herbeizuführen, ohne daß sich der Durchsatz vermindert.
Die Handhabung eines Läufers mit einer kleineren Baugröße ist zudem, gerade bezüglich
des "Umsteckens" bei Verschleiß um vieles einfacher.
[0011] Bezüglich Zuordnung wenigstens eines Läufers zu einer der Mahlbahnen, bietet es sich
an, die Läufer um die selbe, sich vertikal zu den Mahlbahnflächen erstreckende Zentralachse
zu gruppieren, um die die konzentrischen Mahlbahnen angeordnet sind.Im Hinblick auf
eine günstige Platzaufteilung und auf eine ausgewogene Statik ist es besonders vorteilhaft,
die Läufer des erfindungsgemäßen Kollergangs sternförmig anzuordnen. Bei dieser Aufteilung
ist es auch problemlos möglich, zur Erzielung eines höheren Durchsatzes auf jeder
Mahlbahn zwei Läufer umlaufen zu lassen, die unter statischem Gesichtspunkt vorzugsweise
diametral zueinander positioniert sind.
[0012] Eine andere Möglichkeit zur Beeinflussung des Durchsatzes und der Mahlfeinheit besteht
in der besonderen Ausgestaltung der einzelnen Mahlbahnen. Mindestens eine gelochte
Mahlbahn muß vorhanden sein. Diese gelochte Mahlbahn wird dann außen angeordnet, wenn
die Mahlgutaufgabe mittig erfolgt. Wenn die Mahlgutaufgabe von außen erfolgt, ist
die gelochte Mahlbahn innen angeordnet. Unter Berücksichtigung des natürlichen Materialflusses
von innen nach außen wird es bevorzugt, das Mahlgut über eine Schurre in der Mitte
aufzugeben.
[0013] Zur Erhöhung des Durchsatzes bei gleichzeitg feiner Zerkleinerung ist es für den
erfindungsgemäßen Kollergang von besonderer Bedeutung, wenn zusätzlich zu einer gelochten
äußeren oder inneren Mahlbahn mindestens eine mittlere, zwischen der inneren und der
äußeren Mahlbahn angeordnete Mahlbahn, gelocht ausgeführt ist. Auf diese Weise kann
der Austrag bereits durch die Öffnungen dieser mittleren Mahlbahn beginnen.
[0014] Die Lochgrößen könnten auch variiert werden. Vorzugsweise wird die Lochgröße auf
der mittleren Bahn bzw. auf einer der mittleren Bahnen gegenüber den Lochgrößen der
Innen- oder Außenbahn kleiner gestaltet. Durch eine derartige Lochgrößenabstufung
ist es nun möglich, das von der ungelochten Mahlbahn kommende Mahlgut, sofern es bereits
fein genug ist, auszutragen. Das Mahlgut, das noch gröber ist, wird durch den mittleren
Läufer weiter zerkleinert, bevor es durch die größeren oder auch gleichgroßen Löcher
der angrenzenden äußeren oder inneren Mahlbahn austritt. Käme es auf eine genaue Klassierung
des zerkleinerten Mahlgutes an, wäre es denkbar, getrennt abzufuhren, indem beispielsweise
ein Sammelteller getrennt aufnimmt und von dort aus getrennt weitergefördert wird.
[0015] Eine besonders hohe Mahlfeinheit sowie eine sehr gute Vermischung des Mahlguts kann
erreicht werden, wenn die mittlere Mahlbahn bzw. die mittleren Mahlbahnen ungelocht
bleiben. Die Zerquetschung und Zerreibung erfolgt intensiver durch die höhere Anzahl
an Überrollvorgängen und der damit verbundenen häufigen Krafteinwirkung.
[0016] Von ganz besonderem Vorteil und für die Erfindung wesentlich ist es, wenn die Schaber
eine günstige Verteilung des Mahlgutes ermöglichen. Dazu sind sie verstellbar ausgestaltet.
[0017] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kollergangs sieht
es vor, mindestens einen, vorzugsweise einen mittlerer Schaber derart einzustellen,
daß er das Mahlgut auf den erfindungsgemäß auf einem Niveau angeordneten Mahlbahnen
wahlweise nach innen oder nach außen transportiert. Durch eine entsprechende Einstellung
des Schabers kann das von der ungelochten Bahn kommende Mahlgut ganz oder teilweise
zurückgeführt werden, so daß die Verweilzeit erhöht wird. Der Schaber kann aber auch
so eingestellt werden, daß das Mahlgut ganz oder teilweise auf die anschließende Bahn
transportiert wird. Jedenfalls kann auf diese Weise die Mahlfeinheit, die Durchmischung
und der Durchsatz beeinflußt bzw. eingestellt werden.
[0018] Besonders bei einer Ausführungsform mit einer feingelochten mittleren Mahlbahn, einer
ungelochten inneren Mahlbahn und einer gröber gelochtene äußeren Mahlbahn kann durch
die Verteilerfunktion des mittleren Schabers erreicht werden, daß das für den Durchtritt
durch die Löcher der mittleren Bahn noch zu grobe Gut zunächst wieder auf die innere
Bahn zurückgeführt wird. Danach wird das Mahlgut wieder zur mittleren Mahlbahn geleitet,
wo ein großer Anteil mit der erforderlichen Feinheit direkt durch die Löcher auf den
Sammelteller fällt. Erst wenn die Korngröße des verbleibenden Mahlgutes klein genug
ist, daS beispielsweise ein letzter Überrollvorgang mit dem äußeren Läufer ausreichend
ist, um die gewünschte Korngröße zu erreichen, führt der entsprechend eingestellte
mittlere Schaber das Mahlgut nach außen.
[0019] Außer der Anordnung von drei Mahlbahnen wäre es auch denkbar, vier Mahlbahnen vorzusehen,
die von drei oder vier Läufern kontaktiert werden. Dadurch würde die Krafteinwirkung
bzw. die Anzahl der Überrollvorgänge der Läufer erhöht werden. Wenn beide mittlere
Bahnen gelocht sind, könnte ein abgestufter Austrag entsprechend unterschiedlicher
Lochungsgröße erfolgen. Dazu wäre es auch hier von Vorteil, wenn die Bahn mit der
feinsten Lochgröße an die ungelochte Mahlbahn bzw. die Mahlbahn mit der gröberen jeweils
an die mit der nächstfeineren Lochgröße anschließt.
[0020] Alternativ zu der Möglichkeit eine Steuerung des Mahlgutstroms vorzugsweise durch
den mittleren Schaber oder auch durch einen inneren Schaber vorzunehmen, werden bei
einer ganz besonders vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Kollergangs
Schabersysteme eingesetzt. Diese Schabersysteme weisen zusätzlich zu einem dem Läufer
nachgeschalteten Schaber noch ein oder mehrere Leitbleche auf. Nachdem der Schaber
das infolge der Preßkraft auf der Bahn haftende Mahlgut abgelöst bzw. "abgeschabt"
hat, wird der Mahlgutstrom durch die Leitbleche wunschgemäß vollständig oder teilweise
wahlweise nach außen oder innen geleitet.
[0021] Ein solches Schabersystem arbeitet vorzugsweise auf der mittleren Mahlbahn. Es kann
ein spezielles Leitblech, nämlich das sogenannte Schleißblech, enthalten, das insbesondere
dazu genutzt wird, über die Gesamtfläche der Mahlbahnen hinaustretendes Mahlgut in
den Mahlbahnbereich, vorzugsweise auf die gelochte innere oder die gelochte äußere
Mahlbahn zurückzufördern.
[0022] Ein Schabersystem ohne Schleißblech kann bspw. auch bereits der Mahlbahn zugeordnet
sein , die über die Schurre mit Mahlgut beaufschlagt wird. So könnte bereits an dieser
Stelle die Verweilzeit dadurch verlängert werden, daß das Leitblech die Bewegung des
Gutes zu einer gelochten Bahn verzögert.
[0023] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung
des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung werden auch
im allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert.
In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- in vertikaler Schnittdarstellung einen erfindungsgemäßen Kollergang und
- Fig. 2
- eine vergrößerte Draufsicht auf den Kollergang aus Fig. 1.
[0024] Die Fig. 1 und 2 zeigen gemeinsam einen erfindungsgemäßen Kollergang mit einem inneren
Läufer 1, einem mittleren Läufer 2 und einem äußeren Läufer 3, die auf einer inneren
Mahlbahn 4, einer mittleren Mahlbahn 5 und einer äußeren Mahlbahn 6 umlaufen. Die
Mahlbahnen 4, 5, 6 liegen auf einem stabilen gegossenen Kollerbett 7 auf. Dem inneren
Läufer 1 ist ein Schaber 8, dem mittleren Läufer 2 ein Schaber 9 nachgeordnet. Eine
Königswelle 10 ist mit den Läufern 1, 2, 3 und den Schabern 8 und 9 antriebsverbunden.
[0025] Wie Fig. 2 verdeutlicht, sind die Läufer 1, 2, 3 sternförmig angeordnet. Weiter ist
erkennbar, daß der mittlere Schaber 9 Bestandteil eines Schabersystems ist, das weitere
Mittel zur Verteilung des Mahlgutes enthält, nämlich ein mittleres Leitblech 11 und
ein Schleißblech 12. Während das Leitblech 11 die Richtung des Mahlgutstromes steuern
kann, begrenzt das Schleißblech 12 die Ausbreitung des Mahlguts in Richtung des äußeren
Randbereichs des Kollerbetts 7.
[0026] Auch der Schaber 8 ist Bestandteil eines Schabersystems, das weiter ein Leitblech
13 enthält, das ebenfalls der Verteilung des Mahlgutstroms dient. Das Leitblech 13
eignet sich besonders gut für eine spiralförmige Weiterleitung des Mahlgutes nach
außen bzw. zur mittleren Mahlbahn 5. Das Leitblech 13 kann aber auch eine Verzögerung
der Weiterleitung des Mahlgutes herbeiführen, indem eine Einstellung gewählt wird,
die den Verbleib des Mahlgutes auf der inneren Mahlbahn 4 begünstigt.
[0027] Über eine Schurre 14 wird das Mahlgut in diesem Ausführungsbeispiel mittig, als gleichmäßiger
Materialteppich auf die innere, ungelochte Mahlbahn 4 aufgegeben.
[0028] Aus Fig. 1 ist erkennbar, daß die Mahlbahnen auf einer Ebene liegen. Die als einzige
gelochte äußere Mahlbahn 6 weist eine Rostplatte 15 und einen Rostuntersatz 16 auf,
die am Kollerbett 7 befestigt sind. Besonders günstig ist, daß derartige Rostplatten
15 bedarfsgerecht austauschbar sind und auch für die innere und die mittlere Mahlbahn
4, 5 mit wählbaren Lochgrößen zur Verfügung stehen. Im Bereich der mittleren und der
inneren Mahlbahn 4, 5 liegen ungelochte Platten auf dem Kollerbett 7 auf.
[0029] Aus den Fig. 1 und 2 ist weiter ersichtlich, daß die Drehbewegung der Läufer 1, 2,
3 und der Schaber 8, 9 mit den Leitblechen 11, 13 und dem Schleißblech 12 über einen
auf dem oberen Ende der Königswelle 10 sitzenden Kreuzkopf 17 bewerkstelligt wird.
An dem Kreuzkopf 17 befinden sich sternförmig verteilte Schleppkurbeln 18, 19, 20,
an denen die Läufer 1, 2, 3 gelagert sind. Der dem inneren Läufer 1 nachgeordnete
Schaber 8 sowie das Leitblech 13 sind an der Schleppkurbel 19 angelenkt. Das dem mittleren
Läufer 2 nachgeordnete Leitblech 11 ist an der Schleppkurbel 20 angebracht. Damit
der mittlere Schaber 9 dem mittleren Läufer 2 nachfolgen kann, ist zwischen den Schleppkurbeln
19 und 20, an dem Kreuzkopf 17 ein nicht näher bezeichneter Träger angeordnet, an
dem einerseits der Schaber 9 und das Schleißblech 12 gelagert sind. Am Kreuzkopf 17
ist ferner die sich mitdrehende Schurre 14 angebracht.
[0030] Der Antrieb der Königwelle 10 erfolgt über ein an dem unteren Ende der Königswelle
10 angeordnetes Planetengetriebe 21, das durch einen nicht näher bezeichneten Durchgang
das Kollerbett 7 ragt. Unterhalb des Planetengetriebes 21 ist ein Elektromotor 22
angeordnet, der über eine Kupplung 23 mit dem Planetengetriebe 21 verbunden ist.
[0031] Unterhalb des Kollerbettes 7 ist ein Sammelteller 24 angeordnet, der das durch die
Löcher der auf der äußeren Mahlbahn 6 aufliegenden Rostplatte 15 hindurchfallende
Mahlgut auffängt und zu einer Fördereinrichtung 25, beispielsweise einem Gummibandförderer,
weiterleitet. Zur Drehung des Sammeltellers 24 sind nicht näher bezeichnete, unterhalb
des Sammeltellers 24 angeordnete Antriebseinrichtungen vorgesehen.
[0032] Die Läufer 1, 2, 3 und die konzentrischen Mahlbahnen 4, 5, 6 des installierten Kollergangs
sind, wie besonders in Fig. 1 erkennbar, von einer nach oben offenen zylindrischen
Ummantelung 26 umgeben. Die Ummantelung 26 wird von einer Unterkonstruktion 27 getragen,
die über nicht dargestellte Stützen auf einem Fundament 28 steht.
[0033] Abschließend sei hervorgehoben, daß das zuvor erläuterte Ausführungsbeispiel lediglich
der beispielhaften Beschreibung der erfindungsgemäßen Lehre dient, diese jedoch nicht
auf das Ausführungsbeisbiel einschränkt.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- innerer Läufer
- 2
- mittlerer Läufer
- 3
- äußerer Läufer
- 4
- innere Mahlbahn
- 5
- mittlere Mahlbahn
- 6
- äußere Mahlbahn
- 7
- Kollerbett
- 8
- Schaber
- 9
- Schaber
- 10
- Königswelle
- 11
- Leiblech
- 12
- Schleißblech
- 13
- Leitblech
- 14
- Schurre
- 15
- Rostplatte
- 16
- Rostuntersatz
- 17
- Kreuzkopf
- 18
- Schleppkurbel
- 19
- Schleppkurbel
- 20
- Schleppkurbel
- 21
- Planetengetriebe
- 22
- Elektromotor
- 23
- Kupplung
- 24
- Sammelteller
- 25
- Fördereinrichtung
- 26
- Ummantelung
- 27
- Unterkonstruktion
- 28
- Fundament
1. Kollergang mit Läufern (1, 2, 3), die auf mehreren Mahlbahnen (4, 5, 6) angeordnet
sind, Schabern (8, 9) zur Förderung des Mahlguts auf den Mahlbahnen (4, 5, 6) und
Antriebseinrichtungen zur Erzeugung einer Relativbewegung zwischen den Läufern (1,
2, 3) und den Mahlbahnen (4, 5, 6) sowie zur Betätigung der Schaber (8, 9),
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens drei konzentrische Mahlbahnen (4, 5, 6) auf gleichem Niveau vorgesehen
sind, von denen entweder die innere oder die äußere Mahlbahn (4, 6) gelocht und auf
jeder Mahlbahn (4, 5, 6) wenigstens ein Läufer (1, 2, 3) angeordnet ist.
2. Kollergang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Läufer (1, 2, 3) sternförmig
um die selbe, sich vertikal zu den Mahlbahnflächen erstreckende Zentralachse angeordnet
sind, um die die konzentrischen Mahlbahnen (4, 5, 6) angeordnet sind.
3. Kollergang nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine zwischen
der inneren und der äußeren Mahlbahn (4, 6) angeordnete mittlere Mahlbahn (5) gelocht
oder ungelocht ausgeführt ist .
4. Kollergang nach Anspruch 3, wobei die mittlere Mahlbahn (5) gelocht ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lochungen der mittleren Mahlbahn (5) kleinere, höchstens gleichgroße Abmaße
aufweisen wie die Lochungen der äußeren oder der inneren Mahlbahn (4, 6).
5. Kollergang nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein mittlerer
Schaber (9) derart einstellbar ist, daß er das Mahlgut wahlweise nach innen oder nach
außen transportiert.
6. Kollergang nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtungen
eine Königswelle (10) umfassen, die mit den Läufern (1, 2, 3) antriebsverbunden ist.
7. Kollergang nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtungen
mindestens ein Zahnrad, insbesondere ein Kegelzahnrad umfassen, das mit mindestens
einer Mahlbahn (4, 5, 6) antriebsverbunden ist.
8. Kollergang nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Schaber
(9) Bestandteil eines Schabersystems ist, das ein Leitblech (11) und ein Schleißblech
(12) enthält.
9. Kollergang nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitblech (11) derart
einstellbar ist, daß es das Mahlgut wahlweise nach innen oder nach außen transportiert.
10. Kollergang nach Anspruch 9, wobei dadurch gekennzeichnet, daß das Schleißblech (12)
derart einstellbar ist, daß es über die Gesamtfläche der Mahlbahnen hinaustretendes
Mahlgut in den Mahlbahnbereich, vorzugsweise auf die gelochte inneren oder die gelochte
äußere Mahlbahn (4, 6) zurückfördert.
11. Kollergang einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Schaber
(8) Bestandteil eines Schabersystems ist, das ein Leitblech (13) enthält.
12. Kollergang nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitblech (13) derart
einstellbar ist, daß es das Mahlgut wahlweise nach innen oder nach außen transportiert.
13. Kollergang nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die innere
Mahlbahn (4) ungelocht und die äußere Mahlbann (6) gelocht ist und eine Schurre (14)
zur mittigen Materialgutaufgabe vorgesehen ist.
14. Kollergang nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere
Mahlbahn (6) ungelocht und die innere Mahlbahn (4) gelocht ist und daß die Schurre
(14) zur Materialgutaufgabe im Bereich der äußeren Mahlbahn (6) angeordnet ist.