[0001] Die Erfindung betrifft einen Rahmen für ein Fenster, eine Tür oder Fassade, dessen
Holme aus wärmegedämmten Aluminium-Verbundprofilen bestehen und der einen umlaufenden,
von wenigstens einem die Außenschale mit der Innenschale eines jeden Holmes verbindenden
Isoliersteg begrenzten Glasfalz aufweist, in den die Ränder einer Scheibe, eines Paneels
oder dergleichen eingreifen, welche durch an der Außen- und Innenschale des Verbundprofiles
anliegende Dichtungen abgedichtet sind.
[0002] Fenster, Türen oder Fassaden dieser Art sind in vielfältigen Ausführungen bekannt.
Die Aluminium-Verbundprofile sind dabei stets Hohlprofile, deren Außenschalen mit
der Innenschale durch Kunststoff-Isolierstege verbunden sind, um die Wärmeleitfähigkeit
herabzusetzen. Es ist von jeher ein Bestreben der Fachwelt, unvermeidbare Wärmeverluste
bei den bekannten Rahmenkonstruktionen schrittweise immer weiter herabzusetzen, das
heißt, es soll die Wärmedurchgangszahl, der sogenannte k-Wert, verbessert werden.
Bei den bekannten Fenster- und Fassadenkonstruktionen ist der Bereich des Glas- bzw.
Paneelfalzes stets eine besondere Schwachstelle, durch den Wärmeverluste entstehen,
ebenso wie der Mittelfalzbereich zwischen dem Flügel- und Blendrahmen, der zur Erhöhung
der Wärmedämmung unter anderem durch eine Mitteldichtung in zwei Kammern unterteilt
wird. Dazu besteht die Mitteldichtung aus zwei Mittelstegen, die an aneinander zugewandten
Profilstegen des Blend- und Flügelrahmens außenseitig angesetzt und so gestaltet sind,
daß sich in der Schließstellung des Flügelrahmens die freien Dichtungsränder gegeneinander
abstützen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tür, ein Fenster oder eine Fassade
mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1 so weiterzuentwickeln, daß die
Wärmeverluste durch eine weitere Herabsetzung der Wärmdurchgangszahl gegenüber den
Ausführungen nach dem vorbekannten Stand der Technik auf einen Wert herabgesetzt werden,
der insbesondere dem Werkstoff Aluminium oder einem anderen Metall gestattet, den
ansonsten verwendeteten Werkstoffen Holz und Kunststoff hinsichtlich seiner Wärmedammungseigenschaften
ebenbürtig zu sein, d. h. einen k-Wert von höchstens 2 Watt pro Quadratmeter Kelvin
(2 W/m²K) zu erreichen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Glasfalzbereich des Verbundprofilrahmens
die Scheiben- bzw. Paneelränder auf deren Länge zumindest bereichsweise durch Wärmedämmstücke
oder -stäbe aus Isoliermaterial abgeschirmt sind, die sich im Glasflazquerschnitt
von der inneren oder äußeren Scheibendichtung möglichst nah in Richtung auf den den
Glasfalz begrenzenden Isoliersteg des Verbundprofiles erstrecken, derart, daß der
Glasfalzquerschnitt scheibenaußen- und scheibeninnenseitig im wesentlichen von den
Wärmedämmstücken bzw. -stäben und den zugeordneten Glasdichtungen begrenzt ist. Durch
die isolierten Profilstäbe bzw. -stücke wird bei einer Fassade in Form einer Festverglasung
oder bei einem Flügelrahmen eines Fensters oder einer Tür der dem Glasfalz zugeordnete
Bereich außen- und innenseitig in erheblichem Maß zusätzlich isoliert. Da der als
Wärmebrücke wirkende Bereich zwischen den inneren und äußeren Scheibendichtungen und
dem diesem Bereich zugewandten Isoliersteg begrenzt wird, kann durch den Vorschlag
nach der Erfindung nunmehr bei einer entsprechenden Gestaltung der Wärmedämmstäbe
jede der Innenflächen des Glasfalzes sinngemäß zusätzlich mit einer Isolierschicht
versehen werden, so daß der Wärmeverlust auch im Glasfalzbereich und damit bei der
gesamten Rahmenkonstruktion beträchtlich herabgesetzt wird. Allein durch diese Maßnahme
wird die Wärmedurchgangszahl K auf einen Wert gesenkt, der deutlich unter 2,0 W/m²K
liegt.
[0005] Zweckmäßig sind im Glasfalzquerschnitt gesehen jeweils zwei die Längskanten der eingesetzten
Scheibe bzw. des Paneels mit Abstand voneinander umgreifende Wärmedämmstäbe oder -stücke
angeordnet. Alternativ dazu kann auch ein einstückig ausgebildeter Wärmedämmstab oder
ein einstückiges Wärmedämmstück -im Glasfalzquerschnitt gesehen- vorgesehen sein,
wobei die dem Glasrandverbund gegenüberliegende Teilflächen des Stabes bzw. Stückes
zwecks Bildung einer Wasserableitung und/oder einer Glasfalzbelüftung gegenüber dem
Glasrandverbund zumindest bereichsweise zurückversetzt oder mit Bohrungen oder dergleichen
Ausnehmungen versehen sind.
[0006] Bei mehrteiligen Wärmedämmstäben bzw. -stücken sind diese vorteilhaft im Querschnitt
L- oder winkelförmig ausgebildet. Es wird dadurch erreicht, daß zwischen den Isolierprofilstäben
ein ausreichender Freiraum für die Belüftung des Glasfalzes und den Wasserablauf verbleibt.
[0007] Die Wärmedurchgangszahl wird noch weiter herabgesetzt, wenn die Wärmedämmstäbe oder
-stücke als auf der Verbundprofillänge in wesentlichen durchlaufende Massivstäbe ausgebildet
sind. Dieser Effekt wird noch weiter dadurch verbessert, daß der der äußeren Scheibendichtung
zugeordnete Wärmedämmstab bzw. das -stück als Hohlprofil und der der inneren Scheibendichtung
zugeordnete Stab bzw. das Stück als Massivteil ausgebildet ist.
[0008] In weiterer bevorzugter Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes bilden die Scheibendichtungen
mit den der gleichen Falzseite zugeordneten Wärmedämmstäben bzw. -stücken jeweils
ein einstückiges, vorzugsweise koextrudiertes Kunststoff-Formteil. Zweckmäßig ist
der von den Isolierstegen der zugehörigen Verbundprofile begrenzte Hohlraum mit einer
thermoplastischen Masse, oder einem Isoliergranulat, oder einem strangförmigen vorgefertigten
Formteil wärmedämmend verfüllt.
[0009] Zur noch weiteren Verbesserung der Wärmedurchgangszahl wird bei einer Tür oder einem
Fenster, bei denen im Mittelfalz zwischen dem Flügelrahmen und dem Blendrahmen eine
stegartige Mitteldichtung vorgesehen ist, vorgeschlagen, daß der Mitteldichtung zumindest
ein Formteil aus einem wärmedämmenden Werkstoff zugeordnet ist. Die Formteile können
entweder einstückig an die Mitteldichtung angeformt, oder gegenüber dieser getrennt
ausgebildet sein. Der bzw. die Formteile sind vorzugsweise an den Stegen der Mitteldichtung
angesetzt, die am Isoliersteg des zugeordneten Blendrahmens festgelegt ist. Diese
Formteile sind sinngemäß wie zusätzliche Profildichtungen zu sehen. Durch diese wird
der Wärmefluß zusätzlich erschwert. Um die Wärmedämmwirkung noch weiter zu erhöhen,
ist vorgesehen, daß an beiden Seiten der Mitteldichtung je ein Formteil angesetzt
ist. Auch der von einem jeweiligen Formteil und der Mitteldichtung begrenzte Hohlraum
kann außerdem mit einer wärmedämmenden Masse oder einem Kunststoffstrang ausgefüllt
sein.
[0010] Bei Türen und Fenstern, bei denen zwei Mitteldichtungen zwischen den Isolierstegen
des Blendrahmens und des Flügelrahmens vorgesehen sind, ist nach einem weiteren Merkmal
der Erfindung die von den Mitteldichtungen begrenzte Kammer mit einer Wärmedämmasse
oder einem isolierenden Strang oder dgl. verfüllt, wodurch die Wärmedurchgangszahl
nochmals herabgesetzt wird.
[0011] Weitere Kennzeichen und Merkmale von vorteilhaften Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes
sind in den weiteren Unteransprüchen angegeben.
[0012] Nachstehend ist die Erfindung anhand mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand
der Zeichnung näher erläutert.
[0013] Es zeigen:
- Figur 1:
- der Blend- und Flügelrahmen eines erfindungsgemäßen Fensters im Querschnitt nach einer
ersten Ausführungsform,
- Figur 2:
- eine der Figur 1 entsprechenden Darstellung einer in Details abgewandelten Ausführungsform,
- Figur 3:
- den Rahmen einer erfindungsgemäßen Festverglasung im Querschnitt,
- Figur 4:
- den Blend- und Flügelrahmen eines erfindungsgemäßen Fensters gemäß einer dritten Ausführungsform
und
- Figur 5:
- eine der Figur 4 entsprechende Darstellung einer abgewandelten vierten Variante.
[0014] In Figur 1 und allen anderen Figuren ist der aus einem Flügel- und einem Blendrahmen
bestehende Rahmen in Querschnitt dargestellt. Der Flügelrahmen ist aus einem Aluminium-Verbundprofil
1 gefertigt, dessen Außenschale 2 über zwei parallele Isolierstege 3, 4 mit der Innenschale
5 verbunden ist. In das Verbundprofil 1 ist eine Isolierglasscheibe 6 eingesetzt.
Der von dem stirnseitigen Rand der Isolierglasscheibe 6 und dem zugewandten Isoliersteg
4 begrenzte Glasfalz ist durch das Bezugszeichen 7 gekennzeichnet. Die Isolierglasscheibe
6 wird durch eine an der Rahmeninnenseite eingerastete Glashalteleiste 8, eine innere
Scheibendichtung 10 bzw. ein Vorlegeband und eine äußere Scheibendichtung 9 in bekannter
Weise gesichert.
[0015] Bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 1 bis 5 sind in jedem Glasfalz 7 zwei
die Längskanten der eingesetzten Isolierglasscheibe 6 umgreifende Wärmedämmstäbe 11,
12 eingesetzt. Diese erstrecken sich von den Scheibenrändern bis zu den diesen zugewandten
Innenwandungen der Außenschale 2 bzw. der Glashalteleiste 8, wobei die innerhalb des
Glasfalzes 7 liegenden Bereiche durch ihre L- oder winkelförmigen Querschnitte die
Stirnränder der Isolierglasscheibe 6 umfassen. In Richtung der Isolierglasscheibe
6 liegen die Wärmedämmstäbe 11, 12 zwischen den Scheibendichtungen 9, 10 und den nächst
gelegenen Profilstegen der Außenschale 2 und der Innenschale 5. Dadurch wird der zwischen
den Scheibendichtungen 9, 10 und den besagten Profilstegen liegende Bereich durchgehend
wärmedämmend abgeschirmt. Die Wärmedämmstäbe 11, 12 können auch einstückig mit etwa
U-förmigem Querschnitt (Fig. 4) ausgebildet sein. Dabei ist der untere Verbindungssteg
11 'zweckmäßig im Querschnitt ein wenig abgesetzt, um Platz für eine Belüftung und
Wasserableitung im Falzbereich bereitzustellen.
[0016] Der Blendrahmen besteht ebenfalls aus einem Aluminium-Verbundprofil 13. Die Außenschale
14 ist über die Isolierstege 15, 16 mit der Innenschale 17 verbunden. An den einander
zugewandten Isolierstegen 3 und 15 des Flügelrahmen- und des Blendrahmenprofils 1
und 13 ragen jeweils die eine Mitteldichtung bildenden Stege 3', 20 vor. Der von dem
Isoliersteg 15 abstehende Steg 20 ist in eine am Isoliersteg 15 angeformte, hinterschnittende
Nut eingesetzt. Beidseitig der Mitteldichtung 20 liegt an dem Steg des Isoliersteges
15 jeweils ein strangförmiges Formteil 18, 19 an, durch welche die geschlossene Hohlkammern
gebildet werden. Aus der Figur 1 ergibt sich, daß die als Profildichtungen wirkenden
Formteile 18, 19 den Wärmedurchgang durch den Mittelfalzbereich wesentlich erschweren.
Der abgewinkelte, dem Isoliersteg 15 zugewandte Fuß des jeweiligen Formteils 18, 19
erstreckt sich von der hinterschnittenen Nut bis etwa über die gesamte Breite des
Isoliersteges 15 und die Höhe der Mitteldichtung 20. Außerdem sind die von den Isolierstegen
3 und 4 des Flügel-Verbundprofiles 1 und die von den Isolierstegen 15, 16 des Blendrahmen-Verbundprofiles
13 sowie den zugeordneten Profilwandungen der Außen- und Innenschalen 2, 5 bzw. 14,
17 begrenzten Hohlräume mit einer wärmedämmenden thermoplastischen Masse oder einem
Isoliergranulat oder mit einem strangförmigen Formteil aus isolierenden Material verfüllt.
Das Einbringen von Isoliermasse kann erfolgen, nachdem der Flügel- und Blendrahmen
bereits fertig montiert ist, indem das Isoliermaterial in Form eines expandierenden
Isolierschaumes in thermoplastischem Zustand oder in Form von Isolierflocken oder
dergleichen Granulat oder Pulver in Bohrungen eingebracht und die Hohlräume verfüllt
werden. Das Einbringen von vorgefertigten strangförmigen Formteilen erfolgt durch
Einschieben in die offenen Stirnenden der einzelnen Verbundprofile vor dem Zusammenfügen
der Verbundprofile zu einem Rahmen.
[0017] Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Figur 2 ist der an der Innenwandung der Außenschale
2 anliegende Isolierprofilstab 11 im Unterschied zur Figur 1 als Hohlprofil ausgebildet.
[0018] In der Ausführungsform nach der Figur 3 ist ein Rahmenquerschnitt einer Fassade mit
einer Festverglasung dargestellt. In das Verbundprofil 13 des Blendrahmens ist die
Isolierglasscheibe 6 eingesetzt. Die Anordnung der Scheibendichtungen 9, 10 sowie
der Wärmedämmstäbe bzw. -stücke 11, 12 entspricht denen der Figuren 1 und 2. Die Glashalteleiste
8 ist an die der Form der Außenschale 17 angepaßt.
[0019] Das Ausführungsbeispiel nach der Figur 4 unterscheidet sich von den vorangegangenen
Figuren im Bereich des Flügelrahmens 1 durch die besonders abgewinkelte Form des Isoliersteges
3, in Verbindung mit dem Anschlag 3' für die Mitteldichtung 20. Im Bereich des Blendrahmen-Verbundprofils
13 ist die feststehende Mitteldichtung 21 als am Isoliersteg 15 eingerasteter Strang
ausgebildet. Da der Abstand zur Innenschale 17 geringer ist als zur Außenseite der
Außenschale 14 ist der Mitteldichtung 21 nur ein Formteil 21' an der der Innenschale
17 abgewandten Seite zugeordnet. Der von dem Isoliersteg 15 und der Mitteldichtung
21 und dem Formteil 18 begrenzte Hohlraum ist mit einer Masse 22 aus wärmegedämmten
Material ausgefüllt, z. B. einem thermoplastischen Isoliermaterial, einem Dämmgranulat
oder -pulver oder dgl.
[0020] Bei der Ausführung nach der Figur 5 ist der dem Blendrahmen-Verbundprofil 13 zugewandte
Isoliersteg 3' des Flügelrahmen-Verbundprofiles 1 nahe der Rahmenaußenseite gelegen.
Gegen dieses parallel zur Außenfläche der Rahmenprofile stehenden Anschlag legt sich
das freie Ende der Mitteldichtung 20 an, die am Isoliersteg 15 des Blendrahmen-Verbundprofiles
13 und der Außenschale 14 eingerastet ist. An der gegenüberliegenden Seite ist eine
weitere stegartige Mitteldichtung 21 eingeklipst, die in der Schließlage des Flügelrahmens
gegen einen Steg 5' der Außenschale 5 des Flügelrahmen-Verbundprofiles 1 anschlägt.
In den von den beiden Mitteldichtungen 20, 21 begrenzten Freiraum ist ein Isolierstrang
22 aus einem wärmedämmenden Material eingesetzt. Durch die doppelte Wirkung der beiden
Mitteldichtungen 20, 21 wird eine äußerst gute Isolierwirkung im kritischen Mittelfalzbereich
zwischen dem Flügel- und Blendrahmen erreicht.
[0021] Aus der Figur 5 ergibt sich, daß die Scheibendichtung 9 mit dem Profilstab 11 und
die Scheibendichtung 10 mit dem Profilstab 12 jeweils ein einstückiges, z. B. koextrudiertes
Formteil sein kann. Aus den Figuren 1 bis 3 und Figur 5 ergibt sich weiterhin, daß
die Wärmedämmstäbe 11, 12 im Querschnitt so ausgebildet sind, daß die quer zur Scheibenebene
stehenden Schenkel sich bis an die äußeren Ränder des Abstandshalterahmens 23 erstrecken,
so daß dieser im wesentlichen freibleibt. In nicht näher dargestellter Weise kann
die Entwässerung durch Bohrungen im unteren Holm des jeweiligen Rahmens erfolgen.
Bei allen Ausführungen ist es sinnvoll, nicht nur die Zwischenräume zwischen den Mitteldichtungen
durch Stränge 22 oder dgl. zu verfüllen, sondern gleichermaßen die Hohlräume zwischen
den Isolierstegen 3, 4 bzw. 15, 16 auszufüllen.
[0022] Auch wenn die vorliegende Erfindung ausschließlich im Zusammenhang mit sogenannten
Verbindungsprofilen aus Metall beschrieben worden ist, lassen sich das Erfindungsprinzip
wie auch die speziellen konstruktiven Merkmale der Ansprüche und der Beschreibung
auch bei Fenstern, Türen oder Fassaden aus Holz oder Kunststoff anwenden.
STÜCKLISTE
[0023]
- 1.
- Aluminium-Verbundprofil
- 2.
- Außenschale
- 3.
- Isoliersteg
- 3'.
- Mitteldichtungssteg
- 4.
- Isoliersteg
- 5.
- Innenschale
- 5'.
- Anschlagsteg
- 6.
- Isolierglasscheibe
- 7.
- Glasfalz
- 8.
- Glashalteleiste
- 9.
- Scheibendichtung außen
- 10.
- Scheibendichtung innen
- 11.
- Wärmedämmstab
- 11.'
- Wärmedämmprofilstab
- 12.
- Isolierprofilstab
- 13.
- Verbundprofilstab
- 14.
- Außenschale
- 15.
- Isoliersteg
- 16.
- Isoliersteg
- 17.
- Innenschale
- 18.
- Formteil
- 19.
- Formteil
- 20.
- Mitteldichtung
- 21.
- Mitteldichtung
- 21.'
- Formteil
- 22.
- Isolierstrang
- 23.
- Glasrandverbund mit Abstandhalter und Verklebung
- 24.
- Scheibenklotz
1. Rahmen für ein Fenster, eine Tür oder Fassade, dessen Holme aus wärmegedämmten Aluminium-Verbundprofilen
bestehen und der einen umlaufenden, von wenigstens einem die Außenschale mit der Innenschale
eines jeden Holmes verbindenden Isoliersteg begrenzten Glasfalz aufweist, in den die
Ränder einer Scheibe, eines Paneels oder dergleichen eingreifen, welche durch an der
Außen- und Innenschale des Verbundprofiles anliegende Dichtungen abgedichtet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß im Glasfalzbereich (7) des Verbundprofilrahmens die Scheiben-
bzw. Paneelränder auf deren Länge zumindest bereichsweise durch Wärmedämmstücke (11,
12) oder -stäbe aus Isoliermaterial abgeschirmt sind, die sich im Glasfalzquerschnitt
von der inneren oder äußeren Scheibendichtung (9, 10) möglichst nah in Richtung auf
den den Glasfalz begrenzenden Isoliersteg (4) des Verbundprofils (1) erstrecken, derart,
daß der Glasfalzquerschnitt scheibenaußen- und scheibeninnenseitig im wesentlichen
von den Wärmedämmstücken bzw. -stäben (11, 12) und den zugeordneten Glasdichtungen
(9, 10) begrenzt ist.
2. Rahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Glasfalzquerschnitt gesehen
jeweils zwei die Längskanten der eingesetzen Scheibe bzw. des Paneels (6) mit Abstand
voneinander umgreifende Wärmedämmstücke oder -stäbe (11, 12) angeordnet sind.
3. Rahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Glasfalzquerschnitt gesehen
ein einstückig ausgebildeter, die Längskanten der Scheibe bzw. des Paneels (6) durchlaufend
oder bereichsweise umgreifender Wärmedämmstab oder ein einstückiges Wärmedämmstück
(11, 12) angeordnet ist und daß die dem Glasrandverbund (23) gegenüberliegenden Teilflächen
des Stabes bzw. Stückes (11, 12) zwecks Bildung einer Wasserableitung und/oder einer
Glasfalzbelüftung gegenüber dem Glasrandverbund (23) zumindest bereichsweise zurückversetzt
oder mit Bohrungen oder dergleichen Ausnehmungen versehen sind.
4. Rahmen nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmedämmstäbe
bzw. -stücke (11, 12) im Querschnitt L- oder winkelförmig ausgebildet sind.
5. Rahmen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wärmedämmstäbe oder -stücke (11, 12) als auf der Verbundprofillänge im wesentlichen
durchlaufende Massivstäbe ausgebildet sind.
6. Rahmen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der der äußeren Scheibendichtung (9) zugeordnete Wärmedämmstab (11) bzw. das -stück
als Hohlprofil und der der inneren Scheibendichtung (10) zugeordneter Stab bzw. das
Stück (12) als Massivteil ausgebildet ist.
7. Rahmen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Scheibendichtungen (9, 10) mit den der gleichen Falzseite zugeordneten Wärmedämmstäben
(11, 12) bzw. -stücken jeweils ein einstückiges, vorzugsweise koextrudiertes Kunststofformteil
bilden.
8. Rahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von den Isolierstegen (3,
4) des Verbundprofils (1) und/oder der von den Isolierstegen (15, 16) des Verbundprofils
(13) des Flügel- und/oder des Blendrahmens begrenzte Hohlraum mit einer thermoplastischen
Masse, oder einem Isoliergranulat, oder einem strangförmigen vorgefertigten Formteil
wärmedämmend verfüllt ist.
9. Rahmen nach Anspruch 1, bei dem im Mittelfalz zwischen dem Flügelrahmen und dem Blendrahmen
eine stegartige Mitteldichtung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitteldichtung
(20) zumindest ein Formteil (18) aus einem wärmedämmenden Material zugeordnet ist.
10. Rahmen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitteldichtung (20) zwei strangförmige
Formteile (18, 19) zugeordnet sind, die beidseitig an dem dem Isoliersteg (15) zugeordneten
Teil der Mitteldichtung (20) befestigt sind.
11. Rahmen nach den Ansprüchen 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Formteile (18,
19) einstückig an die Mitteldichtung (20) angeformt oder gegenüber dieser getrennt
ausgebildet sind.
12. Rahmen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitteldichtung (20) eine weitere
an den Isoliersteg (15) des Blendrahmenprofils angeordnete Mitteldichtung (21) zugeordnet
ist und daß der Isoliersteg (3) des Flügelrahmens derart gekröpft ist, daß die äußere
Mitteldichtung (20) gegen einen Stegteil des Isoliersteges (3) und die innere Mitteldichtung
(21) gegen einen Profilsteg der Innenschale (5) des Verbundprofils (1) des Flügelrahmens
in seiner Schließstellung anschlägt.
13. Rahmen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den Mitteldichtungen
(20, 21) liegende Freiraum zumindest teilweise durch einen Isolierstrang (22) oder
dgl. verfüllt ist.
14. Rahmen nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitteldichtung (21) an der
der Blendrahmen-Innenschale (17) des Verbundprofils (13) zugewandten Seite angeordnet
ist und daß ein daran festgelegtes Formteil (21') sich bis in den Bereich der Blendrahmen-Außenschale
erstreckt.
15. Rahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9-14, dadurch gekennzeichnet, daß der
von den Mitteldichtungen (20, 21) und/oder den Formteilen (18, 19) sowie dem zugeordneten
Isoliersteg (15) des Verbundprofils (13) des Blendrahmens begrenzte Hohlraum im wesentlichen
mit einer Masse aus einem wärmedämmenden Material verfüllt ist.