[0001] Die Erfindung geht aus von einem Anschlußstück für den elektrischen Anschluß, beispielsweise
von Kochplatten, wie sie im Stand der Technik bekannt sind.
[0002] Ein derartiges Anschlußstück ist aus DE-PS 26 51 848 bekannt. Es dient dazu, die
aus der Kochplatte herausgeführten, zu den Beheizungen der Kochplatte führenden Anschlußleitungen
mit weiterführenden Leitungen zu verbinden. Die Verbindung geschieht dabei durch ein
Festklemmen, das durch das Betätigen der Schraube erreicht wird. Bei den bisherigen
Anschlußstücken werden übliche Zylinderkopfschrauben mit einem üblichen Querschlitz
verwendet.
[0003] Bei dem Verklemmen der Anschlußdrähte, was ggf. mit Hilfe automatischer Schrauber
geschieht, werden die Schlitzschraubendreher durch den Schlitz selbst nicht geführt.
Es besteht daher die Möglichkeit, daß der Schraubendreher seitlich abrutscht. Bei
einer automatischen Montage kann dies durch entsprechende Führungseinrichtungen, beispielsweise
eine Führungshülse, verhindert werden. Die Anschlußsteine müssen jedoch auch nach
dem Einbau der Kochplatte bedienbar sein, etwa wenn eine Kochplatte oder die Anschlußleitung
ausgewechselt werden soll.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Anschlußstück zur elektrischen Verbindung
insbesondere von Kochplatten zu schaffen, bei dem das Anklemmen der Leitungen sowohl
bei der automatischen Montage als auch bei manuellem Eingriff verbessert wird.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ein Anschlußstück mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 vor. Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Durch die Verwendung einer Schraube mit einer zylindrischen Schraubenantriebsvertiefung
und einem durchgehenden Schlitz wird das Anschließen der Leitungen vereinfacht, da
der Benutzer zwei verschiedene Werkzeuge verwenden kann, sowohl das für die zylindrische
Antriebsvertiefung bestimmte als auch den üblichen Schraubendreher. Für die automatische
Montage kann vorgesehen werden, die Schraube mit einem Werkzeug zu verdrehen, das
in die Schraubenantriebsvertiefung eingreift. Aufgrund der Verwendung einer Vertiefung
besteht nicht mehr die Gefahr, daß das Werkzeug seitlich abrutscht, so daß sich auch
eine Vereinfachung der Montageeinrichtung ergibt. Dennoch kann der Handwerker, der
die Kochplatte neu anschließt, mit seinem üblichen Schraubendreher arbeiten.
[0007] Besonders günstig ist die automatische Montage dann, wenn in Weiterbildung vorgesehen
ist, daß die zylindrische Schraubenantriebsvertiefung zentrierend ausgebildet ist.
[0008] Derartige sich zentrierende Schraubenantriebsausbildungen in Form von Vertiefungen
sind im Stand der Technik bekannt. Sie sind dazu entwickelt worden, beim Festdrehen
der Schrauben höhere Drehmomente übertragen zu können, so daß die Anzugskraft der
Schraube vergrößert wird. Mit den bekannten Schlitzschrauben ist dies nicht möglich,
da hier der Schraubenkopf zerstört wird, bevor die maximal mögliche Anzugskraft des
Schraubenmaterials erreicht wird. Bei dem hier vorgesehenen Anwendungszweck spielt
das maximal übertragbare Drehmoment jedoch eine vernachlässigbare Rolle. Mit der Schraube
soll ja eine Anschlußleitung verklemmt und nicht zerstört werden.
[0009] Ein Beispiel für eine derartige Schraubenantriebsvertiefung ist eine Form, bei der
die Kontur der Vertiefung von abwechselnd konkaven und konvexen Kreisbögen gebildet
wird, die tangential ineinander übergehen. Beispielsweise sind sechs nach außen gerichtete
und sechs nach innen gerichtete Kreisbögen vorhanden, von denen die nach außen gerichteten
Kreisbögen einen kleineren Radius als die übrigen haben.
[0010] Ebenfalls möglich ist die Verwendung eines Sechsecks als Kontur der Vertiefung.
[0011] Erfindungsgemäß kann in Weiterbildung vorgesehen sein, daß der Schlitz eine geringere
Tiefe aufweist als die Schraubenantriebsvertiefung.
[0012] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge ergeben sich aus den Patentansprüchen,
deren Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird, der folgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie anhand der Zeichnung.
Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- schematisch die Seitenansicht einer Kochplatte mit geschnittenem Anschlußstück;
- Fig. 2
- eine Stirnansicht eines Anschlußstücks;
- Fig. 3
- teilweise geschnitten die Seitenansicht einer Schraube für das von der Erfindung vorgeschlagene
Anschlußstück;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Schraube aus einer um 90° versetzten Richtung;
- Fig. 5
- die Aufsicht auf den Schraubenkopf.
[0013] In Fig. 1 ist eine Elektrokochplatte in teilweiser Seitenansicht dargestellt. Ihre
Unterseite wird von einem Abdeckblech 1 abgedeckt, das über eine Mittelschraube 2
an der Elektrokochplatte befestigt ist. An dem Abdeckblech 1 ist ein Anschlußblech
3 befestigt, das seitlich über den Kochplattenrand vorsteht. In seinem inneren Bereich
ist ein Durchführungsteil 4 vorgesehen, das durch das Abdeck- und das Anschlußblech
hindurchragt und eine isolierte Durchführung für die Verbindungsdrähte 5 schafft,
die zu den Heizwiderständen im Innern der Kochplatte führen.
[0014] Am äußeren freien Ende des Anschlußblechs 3 ist durch Bördeln ein Anschlußstück 6
befestigt, das im dargestellten Fall vier Schraubanschlußklemmen 7 enthält, mit deren
Hilfe die Verbindungsdrähte 5 mit den nicht dargestellten Anschlußleitungen der Elektrokochplatte
verbunden werden.
[0015] Dieses Anschlußstück 6 ist in Fig. 2 in einer Stirnansicht dargestellt, wobei das
Anschlußstück gegenüber der Fig. 1 um 180° herumgedreht ist. Das Anschlußstück 6 besteht
aus einem zusammenhängenden Teil aus keramischen Isolierwerkstoff. Von der Vorderseite
8 zur Rückseite 9 erstrecken sich vier im wesentlichen zylindrische Durchbrüche, die
an ihren beiden Stirnseiten offen sind. In diesen liegen die metallischen Schraubenanschlußklemmen,
die jeweils aus einer einseitig verstärkten Hülse 10 und einer in den verstärkten
Bereich der Hülse 10 eingeschraubten Schraube 11 bestehen. Die Schrauben 11 weisen
jeweils einen Schraubenkopf 12 auf, der von außerhalb des Anschlußteils her zugänglich
ist.
[0016] Bei den Schrauben handelt es sich um Zylinderschrauben, deren Kopf breiter ist als
der Schraubenschaft. In der Endfläche des Schraubenkopfs 12 ist eine Schraubenantriebsvertiefung
13 eingeformt, deren Kontur aus Fig. 5 hervorgeht. Die Kontur ist aus sechs nach außen
gerichteten Kreisbögen und sechs nach innen gerichtete Kreisbögen zusammengesetzt,
wobei die Kreisbögen tangential ineinander übergehen, also unter Bildung einer glatten
Mantelfläche der Vertiefung. Der Radius der nach außen gerichteten Kreisbögen ist
halb so groß wie der Radius der nach innen gerichteten Kreisbögen.
[0017] Wie aus Fig. 3 hervorgeht, die den Schraubenkopf teilweise geschnitten darstellt,
weist die Schraubenantriebsvertiefung 13 eine bestimmte Tiefe auf.
[0018] Zusätzlich zu der Schraubenantriebsvertiefung 13 enthält der Schraubenkopf 12 noch
den üblichen Querschlitz 14, siehe Fig. 3 und 4, dessen Tiefe kleiner ist als die
Tiefe der Schraubenantriebsvertiefung 13. Daher bleibt die aus Fig. 5 zu sehende Kontur
13 im unteren Bereich der Schraubenantriebsvertiefung 13 erhalten. Die Schraube kann
sowohl mit einem üblichen Schlitzschraubendreher als auch mit einem Schraubendreher
betätigt werden, der eine der Vertiefung 13 entsprechende Form aufweist.
1. Anschlußstück für den elektrischen Anschluß, insbesondere von Kochplatten, mit
1.1 mindestens einem auf mindestens einer Stirnseite offenen Durchbruch,
1.2 mindestens einer Schraubanschlußklemme (7), die
1.2.1 eine metallische Hülse (10) aufweist,
1.2.2 in dem Durchbruch angeordnet ist und
1.2.3 eine in die Hülse (10) radial eingeschraubte Schraube (11) aufweist,
1.2.3.1 deren Schraubenkopf (12) von außen her zugänglich ist und
1.2.3.2 eine zylindrische Schraubenantriebsvertiefung (13) und
1.2.3.3 einen durchgehenden Schraubenantriebsschlitz (14) aufweist.
2. Anschlußstück nach Anspruch 1, bei dem die zylindrische Schraubenantriebsvertiefung
(13) zentrierend ausgebildet ist.
3. Anschlußstück nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Kontur der Schraubenantriebsvertiefung
(13) von abwechselnd konkaven und konvexen Kreisbögen gebildet wird, die tangential
ineinander übergehen.
4. Anschlußstück nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Kontur ein Sechseck ist.
5. Anschlußstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Schraubenantriebsschlitz
(14) eine geringere Tiefe aufweist als die Schraubenantriebsvertiefung (13).
6. Anschlußstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Schraubenkopf (12)
im wesentlichen ein Zylinderkopf ist.