[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines optischen Kabels mit einer
Seele aus vorzugsweise mehreren Lichtwellenleitern gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Lichtwellenleiter weisen gegenüber elektrischen (metallischen) Leitern ungünstigere
mechanische Eigenschaften auf. Vor allem sind die beispielsweise aus Glasfasersträngen
gebildeten Lichtwellenleiter recht spröde, wodurch sie bei einer Biegebeanspruchung
leicht brechen. Diese Eigenschaften der Lichtwellenleiter müssen bei der Herstellung
optischer Kabel berücksichtigt werden. Es muß deshalb gewährleistet sein, daß die
Lichtwellenleiter während der Herstellung des Kabels nicht in zu engen Bögen geführt,
geknickt und übermäßig tordiert werden. Um derartige nachteilige Beeinträchtigungen
zu vermeiden, werden die noch nicht von einer Hülle aus insbesondere verseilten Armierungsdrähten
umgebenen Lichtwellenleiter mit großem Nickeldurchmesser in Vorratspfannen abgelegt.
Von diesen Vorratspfannen werden die Lichtwellenleiter zum Umhüllen mit den Armierungsdrähten
abgezogen. Die die Seele des optischen Kabels bildenden Lichtwellenleiter werden dann
mittig durch eine Korbverseilmaschine geführt, die die Seele mit den Armierungsdrähten
versieht. Die von Vorratsrollen abgezogenen Armierungsdrähte sind auf den Umfang eines
oder mehrerer Körbe der Korbverseilmaschine angeordnet. Das hat zur Folge, daß zur
Vermeidung unzulässig hoher dynamischer Kräfte der Verseilkorb einer solchen Korbverseilmaschine
nur mit begrenzter Drehzahl antreibbar ist, wodurch der Fertigungsgeschwindigkeit
natürliche Grenzen gesetzt sind.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein leistungsfähiges und die Lichtwellenleiter
schonendes Verfahren zur Herstellung eines optischen Kabels zu schaffen.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Maßnahmen des Anspruchs 1.
Dadurch, daß eine Rohrverseilvorrichtung verwendet wird, bei der die Vorratsrollen
für die Stränge hintereinander auf der mittigen Drehachse eines länglichen Drehrohrs
liegen, kann mit im Vergleich zur Korbverseilvorrichtung wesentlich höheren Drehzahlen
gearbeitet werden. Dadurch kommt eine entsprechend höhere Fertigungskapazität zustande.
Problematisch ist jedoch, daß die Seele nicht von einer ebenfalls mittigen Vorratsrolle
vor dem Verseilpunkt abgezogen werden kann, weil vor dem Verseilpunkt die einen großen
Wickeldurchmesser der Lichtwellenleiter zulassende Vorratspfanne keinen Platz findet.
Deshalb wird die Seele der vor der Rohrverseilvorrichtung angeordneten Vorratspfanne
entnommen und mittig in die Rohrverseilvorrichtung eingeleitet. Im Bereich der Vorratsrollen
wird die Seele des weiteren außermittig, also an den Vorratsrollen vorbei, weitergeführt.
Diese Maßnahmen ermöglichen es, biege- und knickempfindliche Lichtwellenleiter aus
einer Vorratspfanne heraus auf einer Rohrverseilvorrichtung mit einer hohen Fertigungsgeschwindigkeit
zu verarbeiten.
[0005] Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen, die aus Lichtwellenleiter
bestehende Seele mittig der Rohrverseilvorrichtung zuzuführen und vorzugsweise ebenfalls
mittig wieder abzuführen, und zwar insbesondere kurz vor einem Verseilpunkt. Auf diese
Weise kann zwischen den mittigen Zu- und Abführstellen die Seele außermittig im Bereich
des Mantels des Drehrohrs geführt werden, ohne daß dabei die Seele verdreht wird,
was zu einer unerwünschten und unzulässigen Torsion der Lichtwellenleiter führen könnte.
[0006] Nach einer Weiterbildung des Verfahrens wird die Seele vor allem im Bereich ihrer
außermittigen Führung entlang des Mantels des Drehrohrs durch in regelmäßigen Abständen
angeordnete Leitorgane geführt. Diese Leitorgane sind in einem solchen Abstand voneinander
angeordnet, daß im Bereich zweier aufeinanderfolgender Leitösen die Seele infolge
der auf sie einwirkenden Fliehkraft durch das mit hohen Drehzahlen rotierende Drehrohr
nicht so weit auswandert, daß die Lichtwellenleiter übermäßigen Biegebeanspruchungen
ausgesetzt werden. Des weiteren sind die Leitorgane so ausgebildet, daß sie einen
nahezu torsionsfreien und wenig reibungsbehafteten Durchlauf der Seele ermöglichen.
Zugspannungen, die beim Hindurchziehen der Seele durch die Rohrverseilvorrichtung
und insbesondere die Leitösen entstehen, werden so gering gehalten.
[0007] Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung wird vor dem Verseilpunkt eine mögliche
Dehnung der Seele rückgängig gemacht, damit in der Seele nach dem Umhüllen derselben
mit den verseilten Armierungsdrähten keine bleibende Zugbeanspruchung bestehenbleibt.
Die Seele ist dadurch nahezu zugspannungsfrei in der Hülle aus den Armierungsdrähten
eingeschlossen. Erreicht werden kann die Rückgängigmachung der Dehnung der Seele durch
einen vorzugsweise reibschlüssigen Antrieb der Seele unmittelbar vor dem Verseilpunkt,
wobei der Antrieb der Seele mit einer solchen Geschwindigkeit erfolgt, daß im Verseilpunkt
die Seele praktisch spannungsfrei ist.
[0008] Vorzugsweise wird auch eine eventuell vorhandene Torsion der Seele vor dem Verseilpunkt
rückgängig gemacht. Das kann durch schräggestellte Leitrollen geschehen, die mit Reibschluß
auf den Mantel der Seele derart einwirken, daß sie die Seele entgegen ihrer Torsion
beim Zuführen zum Verseilpunkt verdrehen, nämlich "zurückschrauben".
[0009] Ein bevorzugtes Verfahren wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert.
Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine schematische Seitenansicht einer Rohrverseilvorrichtung.
[0010] Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herzustellende optische Kabel 10 verfügt
über eine Seele 11 aus vorzugsweise mehreren Lichtwellenleitern und einer diese umgebenen
(nicht gezeigten) Umhüllung aus zum Beispiel Kunststoff. Umgeben ist die Seele 11
von mehreren Strängen, wobei es sich im gezeigten Ausführungsbeispiel um Armierungsdrähte
12 handelt. Diese Armierungsdrähte 12 sind um die Seele 11 herum verseilt zur Bildung
einer die Seele 11 insbesondere mechanisch schützenden Hülle. Die Armierungsdrähte
12 wiederum sind von einem Mantel umgeben, der in der Regel auf die Armierungsdrähte
12 aufextrudiert wird. Auf diesen Mantel und seine (übliche) Herstellung wird im folgenden
nicht näher eingegangen.
[0011] Die in der Zeichnung schematisch dargestellte Rohrverseilvorrichtung 13 verfügt im
wesentlichen über ein längliches (zylindrisches) Drehrohr 14. Das horizontal verlaufende
Drehrohr 14 ist um eine durch seine Längsmittelachse verlaufende (mittige) Drehachse
15 kontinuierlich drehend antreibbar. Die Drehzahl des Drehrohrs 14 kann bis zu 1000
U/min betragen. Im Inneren des Drehrohrs 14 sind mehrere in Verseilrichtung 16 hintereinanderliegende
Vorratsrollen 17 angeordnet. Auf jeder Vorratsrolle 17 befindet sich ein größerer
Vorrat eines Armierungsdrahtes 12. Demzufolge ist im Drehrohr 14 eine Anzahl von Vorratsrollen
17 angeordnet, die der Anzahl der Armierungsdrähte 12 zur Bildung der die Seele 11
umgebenden Hülle entspricht. Jede Vorratsrolle 17 ist mittig im Drehrohr 14 angeordnet,
wobei eine Mittelachse 18 jeder Vorratsrolle 17 die Drehachse 15 des Drehrohrs 14
rechtwinklig schneidet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Mittelachsen 18
aufeinanderfolgender Vorratsrollen 17 gegeneinander versetzt. Es ist aber auch denkbar,
daß die Mittelachsen 18 aller Vorratsrollen 17 in einer gemeinsamen durch die Drehachse
15 des Drehrohrs 14 verlaufenden Ebene liegen, die gleichzeitig eine Mittelebene des
Drehrohrs 14 bildet.
[0012] Die von den Vorratsrollen 17 abgezogenen Armierungsdrähte 12 werden parallel zur
Drehachse 15 in Verseilrichtung 16 durch das Drehrohr 14 geführt. Am (hinteren) Ende
24 des Drehrohrs 14 befindet sich eine Lochscheibe 19 oder dergleichen mit einem Durchbruch
20 für jeweils einen Armierungsdraht 12. Die Durchbrüche 20 sind gleichmäßig verteilt
auf einem konzentrisch zum Außenumfang der Lochscheibe 19 verlaufenden Teilkreisdurchmesser,
so daß die Armierungsdrähte 12 mit parallelem Abstand vom Außenumfang der Lochscheibe
19 aus dem Drehrohr 14 heraustreten. Von hier aus werden alle Armierungsdrähte 12
außerhalb des Drehrohrs 14 in Verseilrichtung 16 zusammengeführt zu einem auf einer
Verlängerung der Drehachse 15 des Drehrohrs 14 liegenden Verseilpunkt 21. Der Verseilpunkt
21 befindet sich mittig in einem stillstehenden Verseilkopf 22 hinter der Lochscheibe
19 des Drehrohrs 14.
[0013] In erfindungsgemäß besonderer Weise wird die aus den Lichtwellenleitern gebildete
Seele 11 zum Verseilpunkt 21 geführt. Die Seele 11 wird aus einer vor der Rohrverseilvorrichtung
13 angeordneten Vorratspfanne 23 entnommen. Aus der Vorratspfanne 23 heraus wird die
Seele 11 mittig in das (vordere) Ende 30 am Anfang des Drehrohrs 14 eingezogen. Die
Seele 11 liegt also beim Einzug in das Drehrohr 14 auf der Drehachse 15 desselben.
Hiernach wird die Seele 11 vor der ersten Vorratsrolle 17 von der Drehachse 15 weggeleitet
zum Mantel des Drehrohrs 14. Die Seele 11 durchläuft dabei eine Umorientierungszone
25, in der sie durch mehrere Umorientierungsrollen 26 entlang großer, kontinuierlicher
Bögen geführt wird. Im Bereich aller Vorratsrollen 17 verläuft die Seele 11 am Mantel
des Drehrohrs 14 entlang, also parallel zur Drehachse 15. Auf dieser Strecke wird
die Seele 11 durch mehrere Leitorgane geführt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind
die Leitorgane als Leitösen 27 ausgebildet, die mit gleichmäßigem Abstand an der Außenseite
des Drehrohrs 14 befestigt sind. Der Abstand aufeinanderfolgender Leitösen 27 ist
derart gewählt, daß infolge der auf die Seele 11 beim rotierenden Drehrohr 14 einwirkenden
Fliehkräfte die Auslenkung der Seele 11 zwischen zwei Leitösen 27 nur so minimal ist,
daß die Lichtwellenleiter der Seele 11 keinen unzulässig großen Biege- und Zugspannungen
ausgesetzt werden. Weiterhin sind die Durchmesser der Leitösen so gewählt, daß die
Seele 11 mit nur geringer Reibung durch die Leitösen 27 hindurchlaufen kann.
[0014] Hinter der in Verseilrichtung 16 letzten Vorratsrolle 17 wird die Seele 11 in einer
weiteren Umorientierungszone 28 wiederum zur Drehachse 15 des Drehrohrs 14 geführt.
In der Umorientierungszone 28 wird die Seele 11 durch eine Mehrzahl von Umorientierungsrollen
26 wiederum entlang großer Bögen geführt, so daß der Verlauf der Seele 11 in beiden
Umorientierungszonen 25 und 28 etwa gleich ist. Nachdem die Seele 11 wiederum zur
Drehachse 15 geleitet ist, wird sie durch einen mittigen Durchbruch 29 durch die Lochscheibe
19 am (vorderen) Ende 24 des Drehrohrs 14 hindurchgeführt zum Verseilpunkt 21 des
Verseilkopfes 22 außerhalb des Drehrohrs 14. Dabei liegt die Seele 11 auf der Verlängerung
der Drehachse 15.
[0015] Das Hindurchziehen der Seele 11 und der Armierungsdrähte 12 durch die Rohrverseilvorrichtung
13 erfolgt vom fertigen optischen Kabel 10 bzw. von der mit den Armierungsdrähten
12 versehenen Seele 11 aus. Die Seele 11 kann zur Zugentlastung vor dem Verseilpunkt
21 durch eine in der Figur nicht gezeigte Abzugeinrichtung geführt werden. Diese befindet
sich vorzugsweise im Bereich zwischen der Lochscheibe 19 am (vorderen) Ende 24 des
Drehrohrs 14 und dem Verseilkopf 22. Die Abzugeinrichtung kompensiert vor dem Verseilpunkt
21 in die Seele 11 eingebrachte Zugspannungen, die durch das Hindurchführen der Seele
11 durch die Rohrverseilvorrichtung 13 und das Abziehen aus der Vorratspfanne 23 entstanden
sein können. Die Seele 11 wird auf diese Weise nahezu spannungsfrei in den Verseilkopf
22 eingeleitet. Gegebenenfalls kann die Seele 11 sogar in den Verseilpunkt 21 durch
die Abzugeinrichtung "eingeschoben" werden. In jedem Fall wird durch die Abzugeinrichtung
sichergestellt, daß die Seele 11 nach dem Aufseilen der Armierungsdrähte 12 im wesentlichen
zugspannungsfrei von den Armierungsdrähten 12 eingebettet ist.
[0016] Des weiteren kann der Seele 11 vor dem Verseilpunkt 21 eine Torsionsbremse zugeordnet
sein. Diese sorgt dafür, daß beim Verseilen der Armierungsdrähte 12 keine Torsion
der Seele 11 erfolgt und beim fertigen optischen Kabel 10 die Seele 11 im wesentlichen
frei von Torsionsspannungen ist. Gleichzeitig kann die Torsionsbremse Torsionen der
Seele 11, die beim Zuführen derselben zum Verseilkopf entstanden sind, rückgängig
machen, indem die Seele 11 entsprechend verdreht wird, beispielsweise durch schräggerichtete
Führungsrollen, die sowohl frei laufend als auch angetrieben sein können.
1. Verfahren zur Herstellung von optischen Kabeln mit einer Seele aus vorzugsweise mehreren
Lichtwellenleitern, wobei die Seele umhüllt wird von verseilten Strängen, insbesondere
Armierungsdrähten, dadurch gekennzeichnet, daß die Verseilung auf einer Rohrverseilvorrichtung (13) erfolgt, wobei die Seele
(11) der Vorderseite (vorderes Ende 30) der Rohrverseilvorrichtung (13) mittig zugeführt
und im Verlauf der Rohrverseilvorrichtung (13) bereichsweise außermittig geführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seele (11) von einem vor
der Rohrverseilvorrichtung (13) angeordneten ruhenden Vorrat, insbesondere aus einer
Vorratspfanne (23), abgezogen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrverseilvorrichtung
(13) eine Mehrzahl auf ihrer Rohrmitte liegende Vorratsrollen (17) aufweist, wobei
die Seele (11) mindestens im Bereich der Vorratsrollen (17) außermittig geführt wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seele (11) kurz vor einem Verseilpunkt (21), an dem die Seele (11) mit den
äußeren Strängen (Armierungsdrähte 12) versehen wird, in die Mitte der Rohrverseilvorrichtung
(13) zurückgeleitet wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seele (11) unmittelbar hinter der in Verseilrichtung (16) letzten Vorratsrolle
(17) der Stränge (Armierungsdrähte 12) in die Mitte der Rohrverseilvorrichtung (13)
geleitet wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seele (11) entlang einer mittigen Drehachse (15) eines drehend angetriebenen,
länglichen Drehrohrs (14) oder dergleichen der Rohrverseilvorrichtung (13) zu- und/oder
abgeleitet wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens im Bereich aller (mittigen) Vorratsrollen (17) der Rohrverseilvorrichtung
(13) die Seele (11) im wesentlichen parallel zur Drehachse (15) des Drehrohrs (14)
geführt wird, vorzugsweise an der Außenseite des Mantels des Drehrohrs (14) entlang.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seele (11) in demjenigen Bereich der Rohrverseilvorrichtung (13), in dem die
Seele (11) außerhalb der Drehachse (15) verläuft, durch in regelmäßigen Abständen
am Drehrohr (14) angeordnete Leitorgane, insbesondere Leitösen (27), geführt wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seele (11) in demjenigen Bereich, in dem sie etwa parallel zur Drehachse (15)
des Drehrohrs (14) verläuft, mit größere Abstände aufweisenden Leitorganen (Leitösen
27) geführt wird als in denjenigen Zonen, in denen die Seele (11) von der Drehachse
(15) weg und/oder zur Drehachse (15) geleitet wird.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem sich vor dem Verseilpunkt (21) befindlichen Bereich die Dehnung der Seele
(11) rückgängig gemacht wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Dehnung der Seele (11)
in einem vor dem Verseilpunkt (21) liegenden Bereich rückgängig gemacht wird durch
einen vorzugsweise reibschlüssigen Antrieb der Seele.
12. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Torsion der Seele (11) in einem vor dem Verseilpunkt (21) liegenden Bereich
verhindert und/oder rückgängig gemacht wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Torsion der Seele (11)
rückgängig gemacht wird durch schräggestellte Rollen oder dergleichen, die frei drehbar
oder angetrieben mit reibschlüssiger Anlage am Mantel der Seele (11) entlanglaufen,
wobei die Schrägstellung der Rollen derart ist, daß die Seele (11) entgegen der Torsionsrichtung
um eine Längsmittelachse zurückgedreht wird.