| (19) |
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(11) |
EP 0 638 727 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.05.1998 Patentblatt 1998/20 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.07.1994 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F04D 29/58 |
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| (54) |
Verdichter sowie Verfahren zu dessen Betrieb
Compressor and its method of operation
Compresseur ainsi que sa méthode de fonctionnement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
| (30) |
Priorität: |
14.08.1993 DE 4327376
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.02.1995 Patentblatt 1995/07 |
| (73) |
Patentinhaber: ASEA BROWN BOVERI AG |
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5400 Baden (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Meylan, Pierre
CH-5432 Neuenhof (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 541 325 GB-A- 2 103 718
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BE-A- 649 186 US-A- 1 541 834
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 7, no. 145 (M-224) 24. Juni 1983 & JP-A-58 057 100
(HITACHI) 5. April 1983
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 14, no. 404 (M-1018) 31. August 1990 & JP-A-21 053
232 (HITACHI) 12. Juni 1990
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Strömungsmaschinen. Sie
betrifft eine Verdichteranordnung mit einem Verdichter, insbesondere für eine Gasturbine,
die im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschrieben ist. Die Erfindung betrifft weiterhin
ein Verfahren zum Betrieb einer Verdichteranordnung.
[0002] Eine Verdichteranordnung der genannten Art ist z.B. aus Patent Abstracts of Japan,
Band 7, Nr. 145 und JP-A- 58 057 100 bekannt.
STAND DER TECHNIK
[0003] Bei rotierenden Verdichtern, insbesondere auch Hochdruckverdichtern, wie sie beispielsweise
in stationären Gasturbinen oder Turbinen-Triebwerken zur Kompression der Verbrennungsluft
verwendet werden, sind auf einer Rotorwelle in mehreren Druckstufen hintereinander
Kränze von Laufschaufeln angeordnet und konzentrisch von einem Verdichtergehäuse umgeben.
Zwischen den äusseren Enden der Laufschaufeln und der Innenwand des Verdichtergehäuses
ist ein radiales Spiel in der Grössenordnung von 1 mm vorgesehen, das möglichst klein
gehalten werden soll, um den Rückstrom der Luft und die damit einhergehende Verringerung
des Wirkungsgrades gering zu halten. Entsprechendes gilt für die Kränze von Leitschaufeln,
die zwischen den Druckstufen angeordnet und an der Innenwand des Verdichtergehäuses
befestigt sind.
[0004] Die Verringerung des radialen Spiels wird dadurch erschwert, dass sich in unterschiedlichen
Betriebszuständen des Verdichters Rotorschaufeln und Verdichtergehäuse in unterschiedlichem
Masse ausdehnen bzw. Zusammenziehen. Das radiale Spiel muss daher so gewählt werden,
dass es unter den ungünstigsten Betriebsbedingungen, d.h., bei ausgedehntem Rotor
und Laufschaufeln und zusammengezogenem Verdichtergehäuse, noch ausreichend ist. Dabei
ist zu berücksichtigen, dass die Veränderung des radialen Spiels sowohl mechanische
als auch thermische Ursachen haben kann. Als mechanische Ursache kommt vor allem die
radiale Auslenkung des Rotors und der Laufschaufeln durch die bei schneller Rotation
angreifenden Fliehkräfte in Frage. Als thermische Ursachen sind unterschiedliche thermische
Ausdehnungen in Rotor und Stator aufgrund von Temperaturdifferenzen oder unterschiedlichen
Ausdehnungskoeffizienten der verwendeten Materialien anzusehen.
[0005] In der Vergangenheit ist eine Vielzahl von Vorschlägen gemacht worden, die sich mit
der aktiven Ausregelung des radialen Spiels (sog "active clearance control") während
des Betriebs befassen. Zu diesem Zweck wird beispielsweise in der eingangs genannten
Druckschrift wahlweise kältere und/oder wärmere Druckluft, die aus unterschiedlichen
Kompressionsstufen stammt, ins Innere des Rotors geleitet, um durch eine Steuerung
der Temperatur der die Laufschaufeln tragenden Scheiben das radiale Spiel zu steuern.
Eine vergleichbare Lösung ist auch in der EP-B1-0 140 818 offenbart. Spezielle Verfahren
zum Steuern und Regeln des Spiels können z.B. der US-A 4,849,895 entnommen werden.
[0006] In den Patent Abstracts of Japan, Band 7, Nr. 145, Veröffentlichungs-Nr. JP-A-58057100,
wird die thermisch bedingte Deformation des inneren Gehäuses eines Kompressors durch
zwischen innerem und äusserem Gehäuse zirkulierendes Kühlwasser gesteuert, um den
Wirkungsgrad des Kompressors zu erhöhen.
[0007] Die GB-A-2 103 718 offenbart eine Gasturbinenanlage, bei welcher zur Spaltreduktion
für die Startphase der Turbine ein elektrisch heizbares Zwischenstück zwischen dem
Gaserzeuger und der Leistungsstufe vorgesehen ist.
[0008] In der BE-A-649 186 wird eine kalte Dampfturbine für einen schnellen Start elektrisch,
durch Dampf oder durch Gas in den verschiedenen Teilen vorgeheizt, um eine Zeitverzögerung
durch sich unterschiedlich aufheizende Anlagenteile zu vermeiden.
[0009] Die DE-A1-39 09 606 offenbart eine Spaltsteueranordnung zum Steuern der Spalten in
einem Gasturbinentriebwerk, bei welcher wahlweise und gesteuert Heizluft oder Kühlluft
zur Rotorbohrung zugeführt werden kann.
[0010] Gemäss der US-A-1,541,843 wird bei einer axialen Turbine ein die Turbine mantelförmig
umgebender Hohlraum vorgesehen, der von Frischdampf oder besonders heissen Gasen durchströmt
wird, um eine gleichmässige und effektive Aufheizung der verschiedenen Anlagenteile
zu gewährleisten.
[0011] In den Patent Abstracts of Japan, Band 14, Nr. 404, Veröffentlichungs-Nr. JP-A-2153232
wird eine Heizeinrichtung für das Gehäuse einer Gasturbine vorgeschlagen, bei der
komprimierte Luft aus dem Kompressor direkt über ein Ventil zur Aussenseite des Turbinengehäuses
geleitet wird, um eine Expansion des Gehäusese zu bewirken und eine sichere Spaltweite
einzustellen.
[0012] Neben der oben erwähnten Temperatursteuerung des Rotors ist auch bereits eine Temperatursteuerung
des Verdichtergehäuses vorgeschlagen worden (US-A-4,230,436), bei der die Temperatur
des Verdichtergehäuses durch einen mehr oder weniger starken Kühlluftstrom kontrolliert
abgesenkt wird. Die Kühlluft wird dabei an unterschiedlichen Verdichterstufen entnommen
und in Kühlkanälen sowohl hinter den Leitschaufeln als auch hinter der den Laufschaufeln
gegenüberliegenden Innenwand des Verdichtergehäuses entlanggeführt.
[0013] Die bekannten Verfahren zur aktiven Spiel regelung beziehen sich auf den normalen
Betrieb des Verdichters. Sie können daher auch zur Kühlung bzw. Heizung verschiedener
Verdichterteile oder -partien auf Verdichterluft unterschiedlicher Temperatur oder
- im Falle des Verdichters einer Gasturbine - Heissgas aus dem Triebwerksteil zurückgreifen.
[0014] Nicht berücksichtigt ist dabei der Fall des sog. "Warmstarts", bei welchem der Verdichter
nach einem vorangegangenen Abschalten, aber noch vor einer vollständigen Abkühlung,
wieder anläuft: In diesem Fall befinden sich Rotor und Stator auf deutlich unterschiedlichen
Temperaturen, da sich der aussenliegende Stator schneller abkühlt und entsprechend
zusammenzieht, während der Rotor länger heiss bleibt und entsprechend seine Ausdehnung
beibehält. Hierdurch verringert sich das radiale Spiel erheblich. Damit in diesem
Zustand ein erneutes Starten möglich wird (Warmstart), muss bei der Auslegung des
radialen Spiels dieser Sonderfall berücksichtigt werden, was zu erhöhten Werten des
radialen Spiels führt.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0015] Es ist nun Aufgabe der Erfindung, eine Verdichteranordnung mit einem Verdichter zu
schaffen, der ohne Verschlechterung des radialen Spiels für einen Warmstart geeignet
ist, sowie ein Verfahren zu deren Betrieb anzugeben.
[0016] Die Aufgabe wird bei einer Verdichteranordnung der eingangs genannten Art gemäß Anspruch
1 dadurch gelöst, dass zur Verringerung der Schwankungen des radialen Spiels das Verdichtergehäuse
heizbar ausgebildet und mit einer separaten, vom Betrieb des Verdichters unabhängigen
Heizvorrichtung verbunden ist, mittels derer es bei einem Warmstart aufgeheizt werden
kann, dass im Verdichtergehäuse eine Mehrzahl von umlaufenden und in Richtung der
Verdichterachse hintereinander angeordneten Heizkanälen vorgesehen sind, durch welche
umlaufend ein aufgeheiztes Heizmedium geschickt werden kann, dass zur Aufnahme der
Leitschaufeln am inneren Umfang des Verdichtergehäuses Schaufeleindrehungen vorgesehen
sind, in welche die Leitschaufeln mit entsprechenden Schaufelfüssen eingeschoben sind,
und dass die Heizkanäle jeweils durch Nuten gebildet werden, welche in die Böden der
Schaufeleindrehungen eingelassen sind.
[0017] Der Kern der Erfindung besteht darin, eine Heizvorrichtung vorzusehen, die unabhängig
vom Betrieb des Verdichters arbeitet und das Verdichtergehäuse vor einem Warmstart
soweit aufheizen kann, dass eine Verringerung des radialen Spiels durch ein Temperaturgefälle
zwischen Rotor und Stator praktisch nicht mehr auftritt, wobei sich durch die spezielle
Realisierung der Heizkanäle eine besonders einfache und betriebssichere Heizung realisieren
lässt, bei der nur geringfügige Aenderungen am Verdichtergehäuse vorgenommen werden
müssen.
[0018] Eine erste bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
jeweils mehrere, vorzugsweise drei, Heizkanäle in einer Reihe hintereinandergeschaltet
sind, dass das Heizmedium diese Reihe entgegen der Strömungsrichtung des Verdichters
durchfliesst, dass jeder Heizkanal für sich genommen einen Kreisring bildet, und bei
in Reihe geschalteten Heizkanälen die benachbarten einzelnen Heizkanäle durch parallel
zur Verdichterachse laufende Transferkanäle untereinander verbunden sind. Hierdurch
lässt sich eine effektive und gleichmässige Heizung bei einer gleichzeitig minimierten
Zahl von externen Anschlüssen erreichen.
[0019] Bei einer zweiten bevorzugten Ausführungsform wird als Heizmedium Druckluft verwendet,
die Heizvorrichtung umfasst einen Druckluftanschluss, von welchem eine Druckluftzuleitung
über eine Heizung zum Verdichtergehäuse führt, und die Heizung ist als elektrische
Heizung ausgebildet (kann aber auch mittels Gasbrenner erfolgen).
[0020] Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Verdichteranordnung
gemäß einem der Vorrichtungsansprüche bereitgestellt wird, dass zur Vorbereitung eines
Warmstarts das Verdichtergehäuse nach dem Abschalten des Verdichters aufgeheizt wird,
und dass das Aufheizen erst dann beendet wird, wenn der Verdichter nach dem Warmstart
einen bestimmten Teil, vorzugsweise etwa 75% bis 100%, seiner Vollast erreicht hat.
Auf diese Weise wird sichergestellt, dass dem Gehäuse nur solange externe Heizleistung
zugeführt wird, bis die betriebsbedingte Angleichung der Temperaturen von Rotor und
Stator erreicht ist.
[0021] Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens zeichnet sich dadurch
aus, dass zur Heizung des Verdichtergehäuses Druckluft erhitzt und durch in dem Verdichtergehäuse
verlaufende Heizkanäle gepresst wird und dass beim Warmstart des Verdichters zunächst
Druckluft von aussen zugeführt und nach Erreichen eines vorbestimmten Arbeitsdruckes
im Verdichter die Zufuhr der Druckluft von aussen unterbrochen und an deren Stelle
verdichtete Luft vom Ausgang des Verdichters abgezweigt und verwendet wird .
[0022] Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0023] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
den Figuren näher erläutert werden. Es zeigen
- Fig. 1
- im Längsschnitt entlang der Rotorachse einen Ausschnitt aus einem Verdichter gemäss
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung mit unterhalb der Leitschaufeln
angeordneten Heizkanälen im Verdichtergehäuse;
- Fig. 2
- eine zu Fig. 1 entsprechende Darstellung mit einem Schnitt in der Ebene Z-Z aus Fig.
4 mit einem ersten Transferkanal, welcher zwei benachbarte Heizkanäle verbindet, und
einem Auslasskanal;
- Fig. 3
- eine zu Fig. 1 entsprechende Darstellung mit einem Schnitt entlang der Trennebene
(18) aus Fig. 4 mit einem zweiten Transferkanal und einem Einlasskanal;
- Fig. 4
- eine Querschnitt entlang der Ebenen X-X aus Fig. 2 (Gehäuseoberteil 2b) bzw. entlang
der Ebene Y-Y aus Fig. 3 (Gehäuseunterteil 2a);
- Fig. 5
- ein Schema für ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Heizeinrichtung für den Verdichter
nach der Erfindung; und
- Fig. 6
- den schematisierten Strömungsweg des Heizmediums in der Heizkonfiguration nach Fig.
2 und 3.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0024] In Fig. 1 ist eine bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Verdichters nach der Erfindung
im Längsschnitt entlang der Rotorachse dargestellt. Der Verdichter 1 umfasst einen
Rotor 3 und ein den Rotor 3 konzentrisch umgebendes Verdichtergehause 2. Auf dem Rotor
3 sind entlang der Rotorachse hintereinander eine Mehrzahl von Laufschaufelkränzen
angeordnet, die ihrerseits jeweils eine Mehrzahl von Laufschaufeln 5a-d aufweisen.
Die Lauf schaufeln sind mit entsprechenden Schaufelfüssen am Rotor 3 befestigt (auf
die schnittbedingte Schraffur ist am Rotor der Einfachheit halber verzichtet worden).
Jeder der Laufschaufelkränze bildet eine eigene Verdichterstufe. Zwischen den einzelnen
Laufschaufelkränzen sind Leitschaufelkränze angeordnet, deren einzelne Leitschaufeln
4a,b mit entsprechenden Schaufelfüssen 6a,b in Schaufeleindrehungen 8 am Verdichtergehäuse
2 (als Schaufelträger) befestigt sind (zur besseren Sichtbarkeit der Schaufeleindrehungen
8 ist der rechte Leitschaufelkranz weggelassen).
[0025] Zwischen den äusseren Enden der Laufschaufeln 5a-d und der Innenseite des Verdichtergehäuses
2 ebenso wie zwischen den inneren Enden der Leitschaufeln 4a,b und der Aussenfläche
des Rotors 3 ist ein radiales Spiel vorgesehen, welches so gewählt ist, dass einerseits
in jedem Betriebszustand ein Schleifen der Schaufelenden an der gegenüberliegenden
Wand sicher vermieden wird, und dass andererseits der Wirkungsgrad des Verdichters
durch den entstehenden Spalt nicht unnötig vermindert wird.
[0026] Das zu verdichtende Medium (z.B. die Verbrennungsluft einer Turbine) strömt in der
Darstellung zwischen dem Rotor 3 und dem Verdichtergehäuse 2 von rechts nach links
durch die Schaufelkränze, wird dabei verdichtet und erwärmt sich zunehmend. Ein Teil
der entstehenden Kompressionswärme wird an Rotor 3, Verdichtergehäuse 2 und die Schaufeln
5a-d und 4a,b abgegeben. Damit stellt sich während des Betriebs ein Temperaturprofil
im Verdichter ein, das entlang der Rotorachse von rechts nach links zunimmt, während
die Temperaturunterschiede in radialer Richtung zwischen Rotor 3 und Verdichtergehäuse
vergleichsweise gering sind. Da sich Rotor und Verdichtergehäuse im Normalbetrieb
in gleichem Umfang erwärmen bzw. abkühlen, sind die Schwankungen im radialen Spiel
relativ begrenzt.
[0027] Dies ändert sich jedoch bei einem sogenannten Warmstart: Bei einem Warmstart hat
der Verdichter nach einem vorangegangenen Abschalten keine Gelegenheit, sich vollständig
abzukühlen, weil das Starten relativ kurzfristig nach dem Abschalten erfolgt. In diesem
Fall hat sich das aussenliegende Verdichtergehäuse 2 schneller abgekühlt als der innenliegende
Rotor. Die dadurch bedingte unterschiedlich starke Kontraktion resultiert in einer
deutlichen Verringerung des radialen Spiels, die zusätzliche Massnahmen erforderlich
macht. Zwar kann diese Besonderheit grundsätzlich durch eine Vergrösserung des gewählten
Spiels berücksichtigt werden, jedoch führt diese Vergrösserung im Normalbetrieb zu
einer Verschlechterung des Wirkungsgrades.
[0028] Bei der vorliegenden Erfindung ist statt dessen vorgesehen, das Verdichtergehäuse
bei einem Warmstart so aufzuheizen, dass die übermässige Abkühlung ausgeglichen wird
und deshalb bei der Auswahl des radialen Spiels auf den Fall des Warmstarts keine
Rücksicht genommen zu werden braucht. Zu diesem Zweck sind im Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 im Verdichtergehause 2 Heizkanäle 7a-c vorgesehen, durch welche umlaufend
unter Druck ein aufgeheiztes Heizmedium, insbesondere Wasserdampf oder Druckluft,
gepresst werden kann. Der Einsatz von Wasserdampf ist dabei insbesondere denkbar,
wenn (i) eine Dampfquelle vorhanden ist, (ii) die Temperatur des Metalls kleiner 600°C
ist, und (iii) die Temperatur des Wasserdampfes grösser ist als die der Verdichterluft.
Die Heizkanäle 7a-c sind einfacherweise als ringförmig umlaufende Nuten in den Böden
der Schaufeleindrehungen 8 ausgebildet und können so beim Fertigen der Schaufeleindrehungen
8 gleich mitgefertigt werden.
[0029] Jeweils mehrere, vorzugsweise drei, der Heizkanale 7a-c sind in einer Reihe hintereinandergeschaltet
und werden vom Heizmedium entgegen der Strömungsrichtung des Verdichters 1, in der
Darstellung der Fig. 1 bis 3 also von links nach rechts, durchflossen. Durch die Reihenschaltung
ergibt sich ein axiales Temperaturgefälle, welches dem im Verdichter während des Betriebes
entstehenden Temperaturgefälle in etwa entspricht. Um die Temperaturverteilung quer
zur Verdichterachse zu homogenisieren und Verkrümmungen des Schaufelträgers zu vermeiden,
wird das Heizmedium dabei in benachbarten Heizkanälen vorzugsweise mit wechselndem
Umlaufsinn geführt (siehe Fig. 6). Die Reihenschaltung kann grundsätzlich durch eine
geeignete äussere Verbindung zwischen den einzelnen benachbarten Heizkanälen realisiert
werden. Bevorzugt wird im Rahmen der Erfindung jedoch eine interne Reihenschaltung,
die anhand der Fig. 2 bis 4 erläutert werden kann (eine Parallelschaltung ist ebenfalls
denkbar, und zwar abhängig von der Druckdifferenz Δp).
[0030] Die bevorzugte interne Reihenschaltung der Heizkanäle 7a-c macht sich den Umstand
zunutze, dass das Verdichtergehäuse 2 in der Regel entlang einer Trennebene 18 in
zwei Hälften, ein Gehäuseoberteil 2b und ein Gehäuseunterteil 2a, unterteilt ist (Fig.
4). Von der Trennebene 18 her sind abwechselnd in das Gehäuseoberteil 2b und das Gehäuseunterteil
2a jeweils in Achsenrichtung Transferkanäle 9, 16 eingefräst, die jeweils zwei benachbarte
Heizkanäle (in Fig. 2 die Heizkanäle 7a und 7b, und in Fig. 3 die Heizkanäle 7b und
7c) untereinander verbinden. Bei drei in Reihe geschalteten Heizkanälen 7a-c sind
insgesamt zwei Transferkanäle (9 und 16) notwendig. Fig. 2 zeigt dabei den Schnitt
durch das Gehäuseoberteil 2b entlang der Ebene Z-Z aus Fig. 4; der Transferkanal 9
ist entsprechend geschnitten. Fig. 3 zeigt die Draufsicht auf das Gehäuseunterteil
2a von der Trennebene 18 her; der Transferkanal 16 ist dabei entsprechend in der Draufsicht
zu sehen.
[0031] Der Transferkanal 9 (ebenso wie auch der Transferkanal 16) ist zur Trennebene 18
hin durch eine Trennplatte 17 (Fig. 4) abgeschlossen. Die Trennplatte 17 ist breiter
und länger als der zugehörige Transferkanal und ruht auf einem den Kanal umgebenden
Absatz (10 beim Transferkanal 9 in Fig. 2 bzw. 15 beim Transferkanal 16 in Fig. 3).
Die Trennplatte 17 reicht zur Verdichterachse hin bis an die Schaufeleindrehungen
8 und unterbricht dadurch in der Trennebene 18 gleichzeitig die beiden Heizkanäle
7a,b, die durch den zugehörigen Transferkanal 9 verbunden sind. Diese Unterbrechung
ist notwendig, um im jeweiligen Heizkanal eine bestimmte Strömungsrichtung des Heizmediums
festlegen zu können. Beide Transferkanäle 9, 16 überlappen im Bereich des mittleren
Heizkanals 7b, sind dort aber untereinander durch die beiden Trennplatten getrennt.
[0032] Bei den drei in den Figuren dargestellten, in Reihe geschalteten Heizkanälen 7a-c
wird nun das Heizmedium durch einen Einlasskanal 14 und einen Einlassraum 13 (Fig.
3) in den am weitesten stromab gelegenen Heizkanal 7a eingespiesen. Der Einlasskanal
14 mündet dabei auf der dem Transferkanal 9 gegenuberliegenden Seite der Trennplatte
17 in den Heizkanal (Fig. 4). Das Heizmedium umrundet in dem ersten Heizkanal 7a in
einem ersten Drehsinn einmal die Verdichterachse, gelangt dann über den ersten Transferkanal
9 in den mittleren Heizkanal 7b, umrundet dort in einem entgegengesetzten Drehsinn
ein zweites Mal die Verdichterachse, gelangt dann über den zweiten Transferkanal 16
in den dritten Heizkanal 7c, umrundet dort die Verdichterachse ein drittes Mal in
einem erneut geänderten Drehsinn und tritt schliesslich über einen mit dem Heizkanal
7c verbundenen Auslassraum 11 und Auslasskanal 12 (Fig. 2und 6) wieder nach aussen.
Dieser Strömungsweg des Heizmediums durch die drei mittels der Transferkanäle 9, 16
in Reihe geschalteten Heizkanäle 7a-c ist noch einmal zur Verdeutlichung in schematisierter
perspektivischer Darstellung in Fig. 6 wiedergegeben. Obgleich bei dem hier vorgestellten
bevorzugten Ausführungsbeispiel die Heizkanäle jeweils in Gruppen zu drei Kanälen
in Reihe geschaltet sind, versteht es sich von selbst, dass im Rahmen der Erfindung
die Zusammenschaltung verschiedener Heizkanäle auch in anderer Weise durchgeführt
werden kann.
[0033] Als Heizmedium wir bevorzugt Druckluft, insbesondere saubere Instrumentenluft, verwendet.
Die Druckluft wird gemäss Fig. 5 über einen Druckluftanschluss 25 und eine Heizung
22 mittels einer Druckluft zuleitung 27 zum Verdichtergehäuse 2 transportiert. Die
Heizung 22 ist vorzugsweise ein mit Gas (Propan, Butan o.dgl.) arbeitender Wärmetauscher
oder eine elektrische (Widerstands-)Heizung. Die Druckluft mit etwa 0,6 MPa Druck
wird in der Heizung 22 erwärmt und in die Heizkanäle 26 gedrückt, sobald der Verdichter
1 abgestellt wird. Die mit der Heizung 22 erreichte Temperatur des Druckmediums wird
dabei vorzugsweise 50 bis 100 K über der Metalltemperatur des Verdichters bei Normalbetrieb
(d.h. etwa 600°C) gewählt. Die Heizung und die Druckluftzufuhr werden abgestellt,
sobald der Verdichter einen bestimmten Teil seiner Vollast, vorzugsweise etwa 75%
bis 100%, erreicht hat. Dies kann über ein Hauptventil 24 erfolgen, welches zwischen
Druckluftanschluss 25 und Heizung 23 angeordnet ist. Zwischen dem Hauptventil 24 und
der Heizung kann zusätzlich eine Hilfsleitung 19 in die Druckluftzuleitung 27 münden,
die ein Rückschlagventil 21 enthält und mit Verdichterluft beaufschlagt werden kann.
Die Verdichterluft tritt dann an die Stelle der von aussen zugeführten Druckluft,
wenn der Verdichter nach dem Anlaufen selbst einen ausreichenden Druck erzeugt, um
das Rückschlagventil 21 zu öffnen. In der Hilfsleitung 19 ist zusätzlich ein Ventil
28 vorgesehen, welches im Normalbetrieb geschlossen ist, um Rückströmungen zu vermeiden.
[0034] Bei einer bevorzugten Tiefe T der Heizkanäle 7a-c von wenigen Millimetern, insbesondere
1 bis 5 mm, und einer bevorzugten Breite B von wenigen Zentimetern, insbesondere 20
bis 40 mm, und einem mittleren Umfang von z.B. 1,6 m ergibt sich bei den gewählten
Drücken eine Geschwindigkeit der Luft in den Heizkanälen von 100 bis 250 m/s und ein
Volumendurchsatz von 0,004 bis 0,04 m
3/s. Die für die Heizung 22 benötigte und über eine Heizungszuleitung 23 zugeführte
Heizleistung liegt in der Grössenordnung von 50 bis 200 kW. Bei einem Eingangsdruck
von 0,6 MPa beträgt der Druck der Luft am Auslass 20 (Fig. 5) etwa 0,1 MPa.
[0035] Insgesamt ergibt sich mit der Erfindung ein Verdichter, der ohne Einbusse hinsichtlich
des Wirkungsgrades für einen Warmstart geeignet ist.
BEZEICHNUNGSLISTE
[0036]
- 1
- Verdichter
- 2
- Verdichtergehäuse
- 2a
- Gehäuseunterteil
- 2b
- Gehäuseoberteil
- 3
- Rotor
- 4,4a-c
- Leitschaufel
- 5a-d
- Laufschaufel
- 6a-c
- Schaufelfuss (Leitschaufel)
- 7a-c
- Heizkanal
- 8
- Schaufeleindrehung (Leitschaufel)
- 9,16
- Transferkanal
- 10,15
- Absatz (Trennplatte)
- 11
- Auslassraum
- 12
- Auslasskanal
- 13
- Einlassraum
- 14
- Einlasskanal
- 17
- Trennplatte
- 18
- Trennebene
- 19
- Hilfsleitung
- 20
- Auslass
- 21
- Rückschlagventil
- 22
- Heizung (Wärmetauscher)
- 23
- Heizungszuleitung
- 24
- Hauptventil
- 25
- Druckluftanschluss
- 26
- Heizkanal
- 27
- Druckluftzuleitung
- 28
- Ventil
- T
- Tiefe (der Heizkanäle bzw. Nuten)
- B
- Breite (der Heizkanäle bzw. Nuten)
1. Verdichteranordnung mit einem Verdichter, insbesondere für eine Gasturbine, welcher
Verdichter (1) einen an seinem Umfang mit einer Mehrzahl von Laufschaufeln (5a-d)
besetzten, um eine Verdichterachse drehbar gelagerten Rotor (3) sowie ein Verdichtergehäuse
(2) umfasst, welches den Rotor (3) konzentrisch umgibt und an seinem inneren Umfang
mit einer Mehrzahl von Leitschaufeln (4, 4a-c) besetzt ist, wobei zwischen den äusseren
Enden der Laufschaufeln (5a-d) und der Innenwand des Verdichtergehäuses (2) ein radiales
Spiel vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verringerung der Schwankungen
des radialen Spiels das Verdichtergehäuse (2) heizbar ausgebildet und mit einer separaten,
vom Betrieb des Verdichters unabhängigen Heizvorrichtung (22, 25, 27) verbunden ist,
mittels derer es bei einem Warmstart aufgeheizt werden kann, dass im Verdichtergehäuse
(2) eine Mehrzahl von umlaufenden und in Richtung der Verdichterachse hintereinander
angeordneten Heizkanälen (7a-c) vorgesehen sind, durch welche umlaufend ein aufgeheiztes
Heizmedium geschickt werden kann, dass zur Aufnahme der Leitschaufeln (4, 4a-c) am
inneren Umfang des Verdichtergehäuses (2) Schaufeleindrehungen (8) vorgesehen sind,
in welche die Leitschaufeln (4, 4a-c) mit entsprechenden Schaufelfüssen (6a-c) eingeschoben
sind, und dass die Heizkanäle (7a-c) jeweils durch Nuten gebildet werden, welche in
die Böden der Schaufeleindrehungen (8) eingelassen sind.
2. Verdichteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils mehrere,
vorzugsweise drei, Heizkanäle (7a-c) in einer Reihe hintereinandergeschaltet sind,
und dass das Heizmedium diese Reihe entgegen der Strömungsrichtung des Verdichters
(1) durchfliesst.
3. Verdichteranordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Heizkanal
(7a-c) für sich genommen einen Kreisring bildet, und bei in Reihe geschalteten Heizkanälen
die benachbarten einzelnen Heizkanäle durch parallel zur Verdichterachse laufende
Transferkanäle (9, 16) untereinander verbunden sind.
4. Verdichteranordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizmedium in
benachbarten Heizkanälen mit wechselndem Umlaufsinn geführt wird.
5. Verdichteranordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdichtergehäuse
(2) entlang einer Trennebene (18) in ein Gehäuseoberteil (2b) und ein Gehäuseunterteil
(2a) unterteilt ist, dass die Heizkanäle (7a-c) in der Trennebene (18) unterbrochen
sind, und dass die Transferkanäle (9, 16) abwechselnd oberhalb und unterhalb der Trennebene
(18) verlaufen.
6. Verdichteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Nuten bzw. Heizkanäle (7a-c) eine Tiefe (T) von wenigen, insbesondere 1 bis 5
Millimetern, und eine Breite (B) von einigen Zentimetern, insbesondere 20 bis 40 mm,
aufweisen.
7. Verdichteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
als Heizmedium Druckluft verwendet wird, und dass die Heizvorrichtung einen Druckluftanschluss
25 umfasst, von welchem eine Druckluftzuleitung (27) über eine Heizung (22) zum Verdichtergehäuse
(2) führt.
8. Verdichteranordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizung (22)
als Wärmetauscher ausgebildet ist.
9. Verdichteranordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizung (22)
als elektrische Heizung ausgebildet ist.
10. Verdichteranordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem Druckluftanschluss (25) und der Heizung (22) ein Hauptventil (24) angeordnet
ist, und dass zwischen dem Hauptventil (24) und der Heizung (22) eine mit einem Rückschlagventil
(21) ausgerüstete Hilfsleitung (19) in die Druckluftzuleitung (27) mündet, durch welche
Hilfsleitung (19) Verdichterluft eingespeist werden kann.
11. Verfahren zum Betrieb einer Verdichteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Verdichteranordnung gemäß einem der Ansprüche 1-10 bereitgestellt wird,
daß zur Vorbereitung eines Warmstarts das Verdichtergehäuse (2) nach dem Abschalten
des Verdichters (1) aufgeheizt wird, und dass das Aufheizen erst dann beendet wird,
wenn der Verdichter (1) nach dem Warmstart einen bestimmten Teil, vorzugsweise etwa
75% bis 100%, seiner Vollast erreicht hat.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Heizung des Verdichtergehäuses
(2) Druckluft erhitzt und durch in dem Verdichtergehäuse verlaufende Heizkanäle (7a-c)
gepresst wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die heisse Druckluft mit
einem Druck von etwa 0,6 MPa bei einem Volumenstrom zwischen 0,004 und 0,038 m3/s durch die Heizkanäle (7a-c) gepresst wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluft
in der Heizung (22) auf eine Temperatur von 50 bis 100 K über der Metalltemperatur
des Verdichters (1) im Normalbetrieb aufgeheizt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass beim Warmstart
des Verdichters zunächst Druckluft von aussen zugeführt und nach Erreichen eines vorbestimmten
Arbeitsdruckes im Verdichter (1) die Zufuhr der Druckluft von aussen unterbrochen
und an deren Stelle verdichtete Luft vom Ausgang des Verdichters (1) abgezweigt und
verwendet wird.
16. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Heizung des Verdichtergehäuses
(2) Dampf als Heizmittel verwendet wird.
1. Compressor arrangement having a compressor, in particular for a gas turbine, which
compressor (1) includes a rotor (3), which is rotatably supported about a compressor
centre line and possesses at its periphery a plurality of rotor blades (5a-d), and
a compressor casing (2), which concentrically surrounds the rotor (3) and has on its
inner periphery a plurality of guide vanes (4, 4a-c), a radial clearance being provided
between the outer ends of the rotor blades (5a-d) and the inner wall of the compressor
casing (2), charactertized in that the compressor casing (2) is configured so that
it can be heated in order to reduce the fluctuations in the radial clearance and is
connected to a separate heating appliance (22, 25, 27), which is independent of the
operation of the compressor and by means of which the compressor casing can be heated
in the case of a warm start, in that a plurality of peripheral heating passages (7a-c),
which are arranged one behind the other in the direction of the compressor centre
line and through which a heated heating medium can be dispatched in a circulating
manner, are provided in the compressor casing (2), in that turned vane recesses (8)
are provided on the inner periphery of the compressor casing (2) to accommodate the
guide vanes (4, 4a-c), into which recesses the guide vanes (4, 4a-c) are pushed by
means of corresponding vane roots (6a-c) and in that the heating passages (7a-c) are
respectively formed by grooves which are let into the bottoms of the turned vane recesses
(8).
2. Compressor arrangement according to Claim 1, characterized in that a plurality, preferably
three, heating passages (7a-c) are respectively connected one behind the other in
a row, and in that the heating medium flows through this row against the flow direction
of the compressor (1).
3. Compressor arrangement according to Claim 2, characterized in that each heating passage
(7a-c) forms per se a circular ring and, in the case of heating passages connected
in series, the adjacent individual heating passages are connected to one another by
transfer passages (9, 16) extending parallel to the compressor centre line.
4. Compressor arrangement according to Claim 3, characterized in that the heating medium
is guided with alternating peripheral directions in adjacent heating passages.
5. Compressor arrangement according to Claim 4, characterized in that the compressor
casing (2) is subdivided along a split plane (18) into a casing upper part (2b) and
a casing lower part (2a), in that the heating passages (7a-c) are interrupted at the
split plane (18) and in that the transfer passages (9, 16) alternately extend above
and below the split plane (18).
6. Compressor arrangement according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the
grooves or heating passages (7a-c) have a depth (T) of a few millimetres, in particular
1 to 5 millimetres, and a width (B) of some centimetres, in particular 20 to 40 mm.
7. Compressor arrangement according to one of Claims 1 to 6, characterized in that compressed
air is used as the heating medium, and in that the heating appliance includes a compressed
air connection 25 from which a compressed air supply conduit (27) leads via a heating
system (22) to the compressor casing (2).
8. Compressor arrangement according to Claim 7, characterized in that the heating system
(22) is configured as a heat exchanger.
9. Compressor arrangement according to Claim 7, characterized in that the heating system
(22) is configured as an electrical heating system.
10. Compressor arrangement according to one of Claims 7 to 9, characterized in that a
main valve (24) is arranged between the compressed air connection (25) and the heating
system (22), and in that an auxiliary conduit (19) equipped with a non-return valve
(21) opens into the compressed air supply conduit (27) between the main valve (24)
and the heating system (22), it being possible to feed in compressor air through the
auxiliary conduit (19).
11. Method for operating a compressor arrangement according to Claim 1, characterized
in that a compressor arrangement according to one of Claims 1-10 is provided, in that,
in order to prepare for a warm start, the compressor casing (2) is heated after the
compressor (1) is shut down, and in that the heating is only ended when the compressor
(1), after the warm start, has attained a certain proportion, preferably approximately
75% to 100%, of its full load.
12. Method according to Claim 11, characterized in that, in order to heat the compressor
casing (2), compressed air is heated and forced through heating passages (7a-c) extending
in the compressor casing.
13. Method according to Claim 12, characterized in that the hot compressed air is forced
through the heating passages (7a-c) with a pressure of approximately 0.6 MPa at a
volume flow between 0.004 and 0.038 m3/s.
14. Method according to one of Claims 12 and 13, characterized in that the compressed
air in the heating system (22) is heated to a temperature of 50 to 100 K above the
metal temperature of the compressor (1) in normal operation.
15. Method according to one of Claims 12 to 14, characterized in that, during a warm start
of the compressor, externally compressed air is initially supplied and, after a specified
working pressure in the compressor (1) has been reached, the supply of externally
compressed air is interrupted and, in its place, compressed air from the outlet of
the compressor (1) is branched off and used.
16. Method according to Claim 11, characterized in that steam is used as the heating medium
for heating the compressor casing (2).
1. Dispositif de compression comprenant un compresseur, destiné en particulier à une
turbine à gaz, lequel compresseur (1) comporte un rotor (3), qui est muni sur son
pourtour d'une pluralité d'aubes mobiles (5a-d) et est monté de manière à pouvoir
tourner autour d'un axe de compresseur, ainsi qu'un carter (2) de compresseur, lequel
entoure le rotor (3) de manière concentrique et est muni, sur son pourtour intérieur,
d'une pluralité d'aubes fixes (4, 4a-c), un jeu radial étant prévu entre les extrémités
extérieures des aubes mobiles (5a-d) et la paroi intérieure du carter (2) du compresseur,
caractérisé en ce que, pour réduire les variations du jeu radial, le carter (2) du
compresseur est réalisé de manière à pouvoir être chauffé et est raccordé à un système
de chauffage (22, 25, 27) distinct, indépendant du fonctionnement du compresseur,
au moyen duquel le carter peut être chauffé en cas de démarrage à chaud, en ce que,
dans le carter (2) du compresseur, il est prévu une pluralité de conduits de chauffage
(7a-c) périphériques disposés l'un derrière l'autre, dans la direction de l'axe du
compresseur, dans lesquels un milieu chauffant chauffé peut être envoyé en circulation,
en ce que, pour recevoir les aubes fixes (4, 4a-c), il est prévu, sur le pourtour
intérieur du carter (2) du compresseur, des gorges d'aubes (8) dans lesquelles les
aubes fixes (4, 4a-c) sont engagées par des emplantures d'aubes (6a-c) correspondantes,
et en ce que les conduits de chauffage (7a-c) sont chacun constitués de rainures pratiquées
dans le fond des gorges d'aubes (8).
2. Dispositif de compression suivant la revendication 1, caractérisé en ce que, chaque
fois, plusieurs conduits de chauffage (7a-c), de préférence trois, sont montés en
série l'un à la suite de l'autre, et en ce que le milieu chauffant circule dans cette
série dans un sens opposé au sens d'écoulement du compresseur (1).
3. Dispositif de compression suivant la revendication 2, caractérisé en ce que chaque
conduit de chauffage (7a-c) pris séparément forme un cercle, et en ce que, dans les
conduits de chauffage montés en série, les différents conduits de chauffage voisins
sont raccordés entre eux au moyen de conduits de transfert (9, 16) s'étendant parallèlement
à l'axe du compresseur.
4. Dispositif de compression suivant la revendication 3, caractérisé en ce que le milieu
chauffant est amené dans des conduits de chauffage voisins en alternant le sens de
circulation.
5. Dispositif de compression suivant la revendication 4, caractérisé en ce que le carter
(2) du compresseur est divisé en une partie supérieure (2b) de carter et une partie
inférieure (2a) de carter suivant un plan de séparation (18), en ce que les conduits
de chauffage (7a-c) sont interrompus dans le plan de séparation (18), et en ce que
les conduits de transfert (9, 16) s'étendent alternativement au-dessus et en dessous
du plan de séparation (18).
6. Dispositif de compression suivant l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que les rainures, ou conduits de chauffage, (7a-c) présentent une profondeur
(T) de quelques millimètres, en particulier de 1 à 5 mm, et une largeur (B) de quelques
centimètres, en particulier 20 à 40 mm.
7. Dispositif de compression suivant l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé
en ce que le milieu chauffant utilisé est de l'air comprimé, et en ce que le dispositif
de chauffage comprend une arrivée d'air comprimé (25), à partir de laquelle une conduite
d'air comprimé (27) mène au carter (2) du compresseur via un système de chauffage
(22).
8. Dispositif de compression suivant la revendication 7, caractérisé en ce que le système
de chauffage (22) est conçu en tant qu'échangeur de chaleur.
9. Dispositif de compression suivant la revendication 7, caractérisé en ce que le système
de chauffage (22) est conçu en tant que chauffage électrique.
10. Dispositif de compression suivant l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé
en ce qu'une soupape principale (24) est disposée entre l'arrivée d'air comprimé (25)
et le système de chauffage (22), et en ce que, entre la soupape principale (24) et
le système de chauffage (22), une conduite auxiliaire (19) munie d'une soupape de
non-retour (21) débouche dans la conduite d'air comprimé (27), de l'air du compresseur
pouvant être injecté dans la conduite auxiliaire (19).
11. Procédé de fonctionnement d'un dispositif de compression suivant la revendication
1, caractérisé en ce qu'un dispositif de compression suivant l'une quelconque des
revendications 1 à 10 est fourni, en ce que, en prévision d'un démarrage à chaud,
le carter (2) du compresseur est chauffé après l'arrêt du compresseur (1), et en ce
que le chauffage ne se termine que lorsque le compresseur (1) a atteint une fraction
donnée, de préférence environ 75% à 100%, de sa pleine puissance après le démarrage
à chaud.
12. Procédé suivant la revendication 11, caractérisé en ce que, pour chauffer le carter
(2) du compresseur, de l'air comprimé est chauffé et injecté sous pression dans les
conduits de chauffage (7a-c) s'étendant dans le carter du compresseur.
13. Procédé suivant la revendication 12, caractérisé en ce que l'air comprimé chaud est
injecté dans les conduits de chauffage (7a-c) à une pression d'environ 0,6 MPa pour
un débit compris entre 0,004 et 0,038 m3/s.
14. Procédé suivant l'une et/ou l'autre des revendications 12 et 13, caractérisé en ce
que l'air comprimé est porté dans le système de chauffage (22) à une température située
de 50 à 100 K au-dessus de la température du métal atteinte par le compresseur (1)
en fonctionnement normal.
15. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que,
lors d'un démarrage à chaud du compresseur, de l'air comprimé est tout d'abord amené
de l'extérieur et en ce que, lorsque le compresseur (1) a atteint une pression de
service prédéterminée, l'arrivée de l'air comprimé provenant de l'extérieur est coupée
et de l'air comprimé provenant de la sortie du compresseur (1) est dérivé et utilisé
en remplacement.
16. Procédé suivant la revendication 11, caractérisé en ce que le milieu chauffant utilisé
pour chauffer le carter (2) du compresseur est de la vapeur.