| (19) |
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(11) |
EP 0 639 457 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.10.1996 Patentblatt 1996/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.07.1994 |
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Anordnung zur Aufnahme schaltbarer Perforierwerkzeuge
Device for holding switchable perforating tools
Dispositif de logement d'outils perforateurs dégageables
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
19.08.1993 DE 4327863
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.02.1995 Patentblatt 1995/08 |
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Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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D-69115 Heidelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Kusch, Hans-Jürgen
D-69151 Neckargemünd (DE)
- Ruf, Bernd
D-64331 Weiterstadt (DE)
- Stellberger, Rudi
D-76709 Kronau (DE)
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| (74) |
Vertreter: Stoltenberg, Heinz-Herbert Baldo et al |
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c/o Heidelberger Druckmaschinen AG
Kurfürsten-Anlage 52-60 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 040 183 EP-A- 0 444 612 DE-B- 1 019 321
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EP-A- 0 058 629 DE-A- 2 235 511
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme von Perforierwerkzeugen gegenüber
einem bogenführenden Zylinder einer Rotationsdruckmaschine, wobei ein Tragkörper auf
einer eine achsparallele Tragkörperbohrung durchsetzenden Welle axial verschiebbar
auf dieser gelagert ist, der Tragkörper mit Klemmitteln zu seiner Verklemmung gegenüber
der Welle sowie mit Betätigungsmitteln versehen ist, durch die die gegenseitige Verklemmung
von Welle und Tragkörper herstellbar bzw. lösbar ist und als Betätigungsmittel verdrehbar
gelagerter Ringe ausgebildet sind.
[0002] Aus DE-OS 1 561 176 ist eine Perforiervorrichtung bekannt, bei der Matrizenträger
und Gegenrad in verschiebbaren Gehäusen untergebracht sind. Eine Verschiebung der
Gehäuse quer zur Materialbahn ist über per Handräder bedienbare Verschiebespindeln
realisiert. Mit dieser Einrichtung sind vornehmlich Materialbahnen perforierbar; zur
Bogenverarbeitung ist sie ungeeignet, da zuviel Bauraum beansprucht wird.
[0003] Aus DE 22 35 511 C3 ist eine Einrichtung zum Stanzen von Lochreihen in endlose Papierbahnen
an einer Rotationsdruckmaschine bekannt. Auf einer stationären Welle aufgenommene
Oberwerkzeuge perforieren eine diese passierende Papierbahn und die ein- und ausfahrbaren
Stifte dieser Oberwerkzeuge sind über eine Schleifvorrichtung nacharbeitbar. Die einzelnen
Oberwerkzeuge sind über Schrauben in ihrer Arbeitsposition auf der stationären Welle
fixierbar.
[0004] Aus DE 29 12 458 C2 ist eine Rotationsstanze mit gegen die Messerwalze abgestützter
Gegenwalze bekannt geworden.
[0005] Messerwalze und Gegenwalze sind in sich einander gegenüberliegend angeordneten Lagern
aufgenommen, zwischen denen sich ein in seiner Stärke einstellbarer Körper befindet.
Mit Hilfe dieser Lösung sind die Anstellkräfte und damit der Verschleiß von Schneidwerkzeugen
beeinflußbar.
[0006] DE 40 21 470 A1 offenbart eine Klemmvorrichtung für den Tragkörper einer Schneidrolle
gegenüber einer Welle bei einer Schneidvorrichtung zum Längsschneiden von Materialbahnen.
Bei dieser Vorrichtung wird ein Klemmittel, welches mit einem Ende in einer Kurvenbahn
eines Stellringes läuft, mit dem anderen Ende an dem schwalbenschwanzartig, keilförmig
auslaufende Klemmflächen ausgebildet sind, in Klemmkörperhälften auf der Welle geführt.
Diese Lösung ist fertigungstechnisch aufwendig und damit kostenintensiv. Sie stellt
hohe Anforderungen an die Einhaltung der Toleranzbereiche während der Fertigung und
setzt eine hohe Paßgenauigkeit der Bauteile zueinander voraus.
[0007] DE 10 19 321 offenbart ein Perforierwerk, mit auf Walzen angeordneten Stiften bzw.
Löchern. Zwei miteinander in Berührung arbeitende Perforierkörper sind mit einer Bestiftung
bzw. mit Löchern versehen, die auf Perforierbändern angebracht sind. Diese werden
um die Walzen herumgelegt und auf ihnen in genauer Einstellung gegeneinander befestigt.
[0008] Ausgehend vom aufgezeigten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
unter Verwendung einer geringen Bauteilanzahl, Perforierwerkzeuge bauraumsparend einem
bogenführenden Zylinder gegenüber anzuordnen.
[0009] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0010] Ein mit der erfindungsgemäßen Lösung erzielbarer Vorteil liegt darin, daß nunmehr
Numerierwerke und Perforierwerkzeuge unabhängig voneinander anstellbar sind. Die Perforierwerkzeuge
sind auf ihrer Lagerungswelle an beliebige Perforierformate anpaßbar. Demnach sind
die Freiräume zwischen den Numerierwerken nahezu optimal ausnutzbar. Nunmehr können
Perforation- und Numerierwerkeindrücke sogar an gleichen Positionen auf den Bedruckstoff
aufgebracht werden. Da zwischen Exzenterring und Tragkörper kaum Spiel vorhanden ist,
läßt sich über die Exzenterbewegung eine hochgenaue Anstellung der Perforierwerkzeuge
an die Oberfläche eines bogenführenden Zylinders und damit an den Bedruckstoff erzielen.
Die Anordnung der Perforierräder unmittelbar gegenüber dem bogenführdenden Zylinder
erlaubt den Verzicht auf eine Hebellagerung, die elastisch verformbar wäre.
[0011] In weiteren Ausgestaltungen des der Erfindung zugrundeliegenden Gedankens sind auf
dem Exzenterring auf Wälzlagern Perforierkränze angeordnet, was die vorteilhafte Eigenschaft
hat, das Spiel der Gesamtanordnung Tragkörper, Exzenterring, Wälzlager, Perforierkranz
auf ein Minimum zu reduzieren.
[0012] Neben der Verwendung von Perforierkränzen ist nach einer weiteren erfindungsgemäßen
Ausgestaltungsmöglichkeit der Außenring eines auf dem Exzenterring aufgenommenen Wälzlagers
als Perforierwerkzeug ausbildbar.
[0013] Weiterhin ist der Exzenterring sowohl mit einem ersten Anschlag als auch mit einem
zweiten Anschlag versehen und, bezogen auf die Lagerungswelle mit einer Exzentrizität
angeordnet. Dadurch kann der Stellweg sehr klein gehalten werden. Am Tragkörper ist
ebenfalls ein Anschlag ausgebildet. Außerdem ist an diesem eine Klemmschraube vorgesehen,
mit welcher der Tragkörper in seiner jeweiligen axialen Position auf der Lagerungswelle
festlegbar ist. Somit sind schnell Anpassungen der Perforierpositionen durchführbar.
[0014] Zwischen einem Anschlag des Exzenterrings und dem des Tragkörpers ist eine Druckfeder
vorgesehen, mit welcher Tragkörper und Druckfeder gegeneinander verspannbar sind,
um Spiel zu eliminieren und Tragkörper sowie Exzenterring gegeneinander radial verstellen
zu können. Die Radialverstellung von Tragkörper und Exzenterring erfolgt über ein
Justiermittel, welches in den Tragkörper eingelassen ist und auf den zweiten Anschlag
des Exzenterringes einwirkt. Die Verdrehung des Justiermittels bewirkt eine Radialverstellung
von Exzenterring und Tragkörper gegeneinander entgegen der Druckfedervorspannung.
[0015] Anhand einer Zeichnung sei die Erfindung nachstehend detailliert erläutert:
[0016] Es zeigt:
- Fig. 1:
- einen Längsschnitt durch einen Tragkörper, einen Exzenterring samt Wälzlager mit Perforierkranz;
- Fig. 2:
- einen Querschnitt durch die einem bogenführenden Zylinder gegenüberliegend angeordnete
erfindungsgemäße Vorrichtung;
- Fig. 3:
- eine Seitenansicht der räumlichen Anordnung vom Perforierwerkzeug, Numerierwerkshüllkurve
und papierführendem Zylinder.
[0017] In Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Einrichtung dargestellt.
[0018] Auf einer Lagerungs- und Schaltwelle 1 ist ein Tragkörper 6 aufgenommen, der eine
Aufnahmebohrung 8 in einem oberen Anschlag 7 aufweist und in seiner unteren Hälfte
einen Gewindeabschnitt 9 vorsieht. Auf dem Tragkörper 6 befindet sich ein Exzenterring
13, auf welchem ein Wälzlager 19 aufgenommen ist. Das Wälzlager 19 und der Exzenterring
13 sind über einen an einer Scheibe anliegenden Sicherungsring 21 auf dem Tragkörper
6 axial festgelegt. Auf dem Wälzlager 19 befindet sich ein Perforierkranz 20, der
in der Mitte einen auf den Bedruckstoff einwirkenden, ringförmig verlaufenden Steg
aufweist, der die Perforation auf dem Bedruckstoff erzeugt. Ferner besteht die Möglichkeit,
auch den Außenring des Wälzlagers 19 als ein mit einem umlaufenden Steg versehenes
Perforierwerkzeug auszubilden und es besteht weiter die Möglichkeit, auch den Innenring
des Wälzlagers 19 als Exzenterring 13 auszuführen.
[0019] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch Tragkörper, Exzenterring, Lagerungs- und Schaltwelle,
sowie Wälzlager und Perforierkranz.
[0020] An einer Lagerungswelle 1, die gleichzeitig als Schaltwelle dient, ist eine durchgängig
ausgeführte Axialnut 2 vorgesehen, die radial von einer Anschlagfläche 3 sowie von
einer Anschlagfläche 4 begrenzt ist. In die Axialnut 2 greift ein Vorsprung 18 ein,
der an der Innenwand des Tragkörpers 6 ausgebildet ist. Der Tragkörper 6 ist durch
eine Klemmschraube 5 in seiner Position auf der Lagerungs- und Schaltwelle 1 fixierbar.
Ein Lösen der Klemmschraube 5 gestattet eine Axialverschiebung des Tragkörpers 6 in
jede beliebige Position auf der Lagerungs- und Schaltwelle 1, und somit das Erzeugen
einer Perforation unabhängig von Numerierwerkeindrücken. Auf dem Tragkörper 6 befindet
sich der Exzenterring 13, der zwei Anschläge 15 und 16 aufweist. Bezogen auf das Zentrum
der Lagerungs- und Schaltwelle 1 ist dieser mit einer Exzentrizität 14 zur Lagerungs-
und Schaltwelle 1 angeordnet.
[0021] Zwischen dem Anschlag 7 und der darin vorgesehenen Aufnahmebohrung 8 und dem ersten
Anschlag 15 des Exzenterringes 13 ist eine Druckfeder 10 aufgenommen, die Tragkörper
6 und Exzenterkörper 13 gegeneinander verspannt. Feinjustierungen sind über ein Justiermittel
11 möglich, welches durch den Gewindeabschnitt 9 im Tragkörper 6 aufgenommen ist und
auf den zweiten Anschlag 16 des Exzenterringes 13 einwirkt. Damit ist eine Relativverdrehung
des Exzenterringes 13, der das Wälzlager 19 samt Perforierkranz 20 aufnimmt, bezogen
auf den Tragkörper 6, der auf der Lagerungs- und Schaltwelle 1 fixiert ist, möglich.
Somit kann die Stärke der Perforation problemlos an den auf dem Umfang des bogenführenden
Zylinders 22 geführten Bedruckstoff angepaßt und erforderlichfalls während des Maschinenbetriebes
einfach verstellt werden.
[0022] Im Betrieb werden die Perforierkränze 20 durch Verdrehung der Lagerungs- und Schaltwelle
1 im Uhrzeigersinn - entsprechend der unteren Hälfte des Doppelpfeiles - an die Oberfläche
des bogenführenden Zylinders 22 angestellt. Die Klemmschraube 5 fixiert den Tragkörper
6 in einer bestimmten axialen Position auf der Lagerungs- und Schaltwelle 1. Während
der Verdrehung der Lagerungs- und Schaltwelle 1 bewirkt die Exzentrizität 14 eine
Annäherung des auf dem Exzenterring 13 durch das Wälzlager 19 aufgenommenen Perforierkranzes
20 an die Oberfläche des bogenführenden Zylinders 22. Über das durch eine Feder 12
vorgespannte Justiermittel 11 ist eine Feinverstellung der Perforiertiefe im angestellten
Zustand möglich. Diese richtet sich in erster Linie nach dem zu verarbeitenden Bedruckstoff.
[0023] Eine Drehbewegung der Lagerungs- und Schaltwelle 1 in entgegensetzter Richtung -
entsprechend dem oberen Pfeil des Doppelpfeiles - bewirkt eine Abstellung der Perforierwerkzeuges
von der Oberfläche des bogenführenden Zylinders 22. Im In Figur 2 gezeigten Zustand
können die Perforierwerkzeuge 20 durch eine Schaltungsbewegung der Lagerungs- und
Schaltwelle 1 im Uhrzeigersinn an den papierführenden Zylinder 22 angestellt werden.
Am Justierorgan 11 kann darüber hinaus eine Skalierung vorgesehen sein, auf welcher
Perforiertiefen ablesbar sind, um eine leichtere Reproduzierbarkeit einmal vorgenommener
Einstellungen zu gewährleisten.
[0024] Sind mehrere Perforierwerkzeuge - seien es Außenringe von Wälzlagern oder Perforierkränze
- auf der Lagerungs- und Schaltwelle 1 aufgenommen, so besteht die Möglichkeit, diejenigen
Perforierwerkzeuge, die bei einem Druckauftrag nicht benötigt werden, vom Bedruckstoff
abzustellen. Dazu wird die die Tragkörper 6 mit der Lagerungs- und Schaltwelle 1 verklemmende
Klemmschraube 5 gelöst. Dann werden die Tragkörper 6 entgegen dem Uhrzeigersinn solange
auf der Lagerungs- und Schaltwelle 1 verdreht, bis der Vorsprung 18 an der Anschlagfläche
4 der Axialnut 2 anliegt. Danach wird die Klemmschraube 5 wieder angezogen. So ist
bei all denjenigen Perforierwerkzeugen zu verfahren, die bei einem Auftrag bei einer
Schaltbewegung der Lagerungs- und Schaltwelle 1 nicht mit dem Bedruckstoff in Kontakt
kommen sollen.
[0025] Demgegenüber sind die Perforierwerkzeuge, die auf den Bedruckstoff einwirken so auf
der Lagerungs- und Schaltwelle 1 zu fixieren, daß der Vorsprung 18 des Tragkörpers
6 an der Anschlagfläche 3 der Axialnut 2 anliegt. Bei einer Schaltbewegung der Lagerungs-
und Schaltwelle 1 im Uhrzeigersinn wird der Bedruckstoff demnach durch die Perforierwerkzeuge,
deren Tragkörpervorsprünge 18 an der Anschlagfläche 3 anliegen, perforiert, während
die Perforierwerkzeuge, deren Tragkörpervorsprünge 18 an der Anschlagfläche 4 anliegen,
soweit vom Bedruckstoff zurückgestellt sind, daß sie bei einer Schaltbewegung der
Lagerungs- und Schaltwelle 1 an den bogenführenden Zylinder 22, nicht mit dem Bedruckstoff
in Berührung kommen.
[0026] Nach Anziehen der Klemmschraube 5 in angestellter Position - also Kontakt der unteren
Kante des Vorsprunges 18 mit der Anschlagfläche 3 der Lagerungs- und Schaltwelle 1
- kann eine Feinjustage zwischen Tragkörper 6 und Exzenterring 13 vorgenommen werden,
um die Perforiertiefe erforderlichenfalls anzupassen. Die manuelle An- und Abstellung
- begrenzt durch die radiale Ausdehnung der Axialnut 2 in der Lagerungs- und Schaltwelle
1 - versetzt den Drucker in die Lage, die momentan nicht benötigten Perforierwerkzeuge
vom Bedruckstoff auf dem bogenführenden Zylinder 22 abzustellen, so daß dort Perforationen
unterbleiben. Über die durch Kupplungen an den Seitenwänden in die Lagerungs- und
Schaltwelle 1 einleitbaren Schaltbewegungen sind die Perforierwerkzeuge an die Oberfläche
des bogenführenden Zylinders 22 anstellbar.
[0027] Diese Vorgehensweise kann beispielsweise dann erforderlich werden, wenn Numeriereindrücke
unabhängig von Perforationen erzeugt werden sollen. Die Axialnut 2 gestattet, die
Tragkörper 6, welche die Perforierwerkzeuge aufnehmen, in beliebige axiale Positionen
zwischen den Numerierwerken zu bringen. Durch die weitgehend spielfreie Gestaltung
der erfindungsgemäßen Einrichtung kann zudem ein hohe Stabilität einer einmal getroffenen
Einstellung gewährleistet werden, so daß diese unempfindlich gegenüber während des
Maschinenbetriebes auftretender Stöße ist.
[0028] Figur 3 zeigt die Anordnung der Perforierwerkzeuge zwischen dem bogenführenden Zylinder
und der Hüllkurve eines Numerierwerkes.
[0029] Die Lagerungs- und Schaltwelle 1, welche Tragkörper 6 samt Perforierwerkzeugen 20
aufnimmt ist so angeordnet, daß sie außerhalb einer Hüllkurve 23 liegt, welche die
Numerierwerke beschreiben. Dadurch ist es möglich, daß im Extremfall über die Klemmschraube
5 Positionen der Tragkörper 6 an der Lagerungs- und Schaltwelle 1 einstellbar sind,
die Perforationen in unmittelbarer Nähe von Numerierwerkeindrücken ermöglichen. Die
Tiefe der Perforationen auf dem Bedruckstoff am bogenführenden Zylinder 22 ist durch
das Justierorgan 11 einstellbar.
1. Rotationsdruckmaschine mit einer Vorrichtung zur Aufnahme von Perforierwerkzeugen
gegenüber einem bogenführenden Zylinder (22), mit einem Tragkörper (6), der eine Tragkörperbohrung
umfaßt, die von einer parallel zu dieser verlaufenden Welle (1) durchsetzt ist, auf
der der Tragkörper (6) axial verschiebbar gelagert ist, wobei der Tragkörper (6) mit
Klemmitteln (5) zu seiner Verklemmung gegenüber der Welle (1) versehen ist und wobei
als Betätigunsmittel ein verdrehbar gelagerter Exzenterring (13) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Tragkörper (6) durchsetzende Welle (1) als dessen Lagerungs welle und
als Schaltwelle (1) für ein Perforierwerkzeug (19, 20) dient, welches auf dem durch
Justiermittel (11, 12, 16) relativ zum Tragkörper (6) verstellbaren Exzenterring (13)
aufgenommen ist.
2. Rotationsdruckmaschine gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Exzenterring (13) ein einen Perforierkranz (20) aufnehmendes Wälzlager
(19) gelagert ist.
3. Rotationsdruckmaschine gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Außenring eines auf dem Exzenterring (13) aufgenommenen Wälzlagers (19) als
Perforierwerkzeug ausgebildet ist.
4. Rotationsdruckmaschine gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Innenring des Wälzlagers (19) als Exzenterring (13) ausgebildet ist.
5. Rotationsdruckmaschine gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Exzenterring (13) ein erster Anschlag (15) sowie ein zweiter Anschlag (16)
ausgebildet sind.
6. Rotationsdruckmaschine gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Exzenterring (13) bezogen auf die Lagerungs- und Schaltwelle (1) eine Exzentrizität
(14) aufweist.
7. Rotationsdruckmaschine gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragkörper (6) einen Anschlag (7) umfaßt.
8. Rotationsdruckmaschine gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragkörper (6) eine Klemmschraube (5) aufnimmt, mit welcher er in seiner Position
an der Lagerungs- und Schaltwelle (1) fixierbar ist.
9. Rotationsdruckmaschine gemäß der Ansprüche 5 und 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem ersten Anschlag (15) des Exzenterringes (13) und dem Anschlag (7)
des Tragkörpers (6) eine Druckfeder (10) aufgenommen ist.
10. Rotationsdruckmaschine gemäß der Ansprüche 1 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Tragkörper (6) zur radialen Verstellung von Exzenterring (13) gegenüber dem
Tragkörper (6) an diesem ein auf den zweiten Anschlag (16) des Exzenterringes (13)
einwirkendes Justagemittel (11) vorgesehen ist.
11. Rotationsdruckmaschine gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Tragkörper (6) ein in eine durchgängige Axialnut (2) der Lagerungs- und
Schaltwelle (1) eingreifender Vorsprung (18) ausgeführt ist.
12. Rotationsdruckmaschine gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das außer Eingriff setzen einzelner auf der Lagerungs- und Schaltwelle (1) befindlicher
Perforierwerkzeuge (20) durch einfaches Verdrehen der Tragkörper (6), entgegen dem
Uhrzeigersinn, gegenüber der Lagerungs- und Schaltwelle (1) erfolgt.
1. Web-fed printing machine with a device for receiving perforating tools opposite a
sheet-guiding cylinder (22) having a carrying body (6) which includes a carrying-body
bore passed through by a shaft (1) which runs parallel to said bore and on which the
carrying body (6) is mounted in an axially displaceable manner, the carrying body
(6) being provided with clamping means (5) for securing it with respect to the shaft
(1) and a rotatably mounted eccentric ring (13) being provided as actuating means,
characterized in that the shaft (1) which passes through the carrying body (6) serves
as the mounting shaft of said carrying body and as the actuating shaft (1) for a perforating
tool (19, 20) which is received on the eccentric ring (13), which can be adjusted
relative to the carrying body (6) using adjustment means (11, 12, 16).
2. Web-fed printing machine according to Claim 1, characterized in that a rolling contact
bearing (19) which receives a perforating rim (20) is mounted on the eccentric ring
(13).
3. Web-fed printing machine according to Claim 1, characterized in that the outer ring
of a rolling contact bearing (19) received on the eccentric ring (13) is designed
as a perforating tool.
4. Web-fed printing machine according to Claim 1, characterized in that the inner ring
of the rolling contact bearing (19) is designed as an eccentric ring (13).
5. Web-fed printing machine according to Claim 1, characterized in that a first stop
(15) and a second stop (16) are formed on the eccentric ring (13).
6. Web-fed printing machine according to Claim 1, characterized in that, with respect
to the mounting and actuating shaft (1), the eccentric ring (13) exhibits eccentricity
(14).
7. Web-fed printing machine according to Claim 1, characterized in that the carrying
body (6) comprises a stop (7).
8. Web-fed printing machine according to Claim 1, characterized in that the carrying
body (6) receives a clamping screw (5) by means of which it can be fixed in its position
on the mounting and actuating shaft (1).
9. Web-fed printing machine according to Claims 5 and 7, characterized in that a compression
spring (10) is received between the first stop (15) of the eccentric ring (13) and
the stop (7) of the carrying body (6).
10. Web-fed printing machine according to Claims 1 and 5, characterized in that an adjustment
means (11) which acts on the second stop (16) of the eccentric ring (13) is provided
on the carrying body (6) for the radial adjustment of the eccentric ring (13) with
respect to the carrying body (6).
11. Web-fed printing machine according to Claim 1, characterized in that a protrusion
(18) engaging into a continuous axial groove (2) of the mounting and actuating shaft
(1) is configured on the carrying body (6).
12. Web-fed printing machine according to Claim 1, characterized in that the disengagement
of individual perforating tools (20) located on the mounting and actuating shaft (1)
takes place simply by rotating the carrying body (6), in the anticlockwise direction,
with respect to the mounting and actuating shaft (1).
1. Machine à imprimer rotative comprenant un dispositif destiné à recevoir des outils
perforateurs en face d'un cylindre (22) de guidage de la feuille, comprenant un corps
porteur (6) qui présente un perçage de corps porteur qui est traversé par un arbre
(1) orienté parallèlement à celui-ci et sur lequel le corps porteur (6) est monté
mobile en coulissement axial, le corps porteur (6) étant de moyens de blocage (5)
servant à le bloquer par rapport à l'arbre (1), et un anneau excentrique (13) servant
de moyen d'actionnement étant monté mobile en translation axiale,
caractérisée
en ce que l'arbre (1) qui traverse le corps porteur sert d'arbre de support pour ce
corps et d'arbre de commande (1) pour un outil perforateur (19, 20) qui est monté
sur un anneau excentrique (13) qui peut être réglé par rapport au corps porteur (6)
à l'aide de moyens de réglage (11, 12, 16).
2. Machine à imprimer rotative selon la revendication 1,
caractérisée
en ce qu'un roulement (19) qui reçoit une couronne perforatrice (20) tourillonne sur
l'anneau excentrique (13).
3. Machine à imprimer rotative selon la revendication 1,
caractérisée
en ce que la bague extérieure d'un roulement (19) monté sur l'anneau excentrique (13)
constitue un outil perforateur.
4. Machine à imprimer rotative selon la revendication 1,
caractérisée
en ce que la bague intérieure du roulement (19) constitue un anneau excentrique (13).
5. Machine à imprimer rotative selon la revendication 1,
caractérisée
en ce qu'une première butée (15) ainsi qu'une deuxième butée (16) sont formées sur
l'anneau excentrique (13).
6. Machine à imprimer rotative selon la revendication 1,
caractérisée
en ce que l'anneau excentrique (13) présente une excentricité (14), rapportée à l'arbre
de support et de commande (1).
7. Machine à imprimer rotative selon la revendication 1,
caractérisée
en ce que le corps porteur (6) comprend une butée (7).
8. Machine à imprimer rotative selon la revendication 1,
caractérisée
en ce que le corps porteur (6) reçoit une vis de blocage (5) au moyen de laquelle
il peut être bloqué dans sa position sur l'arbre de support et de commande (1).
9. Machine à imprimer rotative selon les revendications 5 et 7,
caractérisée
en ce qu'un ressort de compression (10) est logé entre la première butée (15) de l'anneau
excentrique (13) et la butée (7) du corps porteur (6).
10. Machine à imprimer rotative selon les revendications 1 et 5,
caractérisée
en ce que, sur le corps porteur (6), est prévu pour le réglage radial de l'anneau
excentrique (13) par rapport au corps porteur (6), un moyen de réglage (11) qui agit
sur la deuxième butée (16) de l'anneau excentrique (13).
11. Machine à imprimer rotative selon la revendication 1,
caractérisée
en ce que, sur le corps porteur (6), est formée une saillie (18) qui s'engage dans
une rainure axiale continue (2) de l'arbre de support et de commande (1).
12. Machine à imprimer rotative selon la revendication 1,
caractérisée
en ce que la mise hors de prise d'outils perforateurs individuels situés sur l'arbre
de support et de commande (1) s'effectue par simple rotation du corps porteur (6)
dans le sens inverse de celui des aiguilles d'une montre par rapport à l'arbre de
support et de commande (1).

