[0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Additivs für unverbleite Ottokraftstoffe
zur Verhinderung bzw. Herabsetzung von Ventilsitzverschleiß, das im wesentlichen mindestens
ein Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalz einer organischen Sulfosäure und mindestens
ein aschefreies Detergens sowie gegebenenfalls andere bekannte Zusätze enthält.
[0002] Mit Einführung und Verbreitung des unverbleiten Benzins ist das Problem entstanden,
daß Fahrzeuge, die mit bleihaltigem Benzin klaglos betrieben werden konnten, plötzlich
dramatischen Ventilsitzverschleiß am Auslaßventil zeigten, wenn unverbleites Benzin
verwendet wurde.
[0003] Als Abhilfe dafür ist neben anderen Maßnahmen der Zusatz von Additiven zu den verwendeten
Kraftstoffen vorgeschlagen worden.
[0004] Diese Verschleißschutzadditive schützen die Auslaßventilsitze der Ottomotoren und
ermöglichen die Verwendung bleifreier Benzine auch für den Betrieb von Altfahrzeugen,
die noch nicht im Hinblick auf den Einsatz von bleifreiem Benzin speziell ausgerüstet
sind.
[0005] Als Additive zum Schutz gegen Ventilsitzverschleiß wurden bisher insbesondere alkalimetallhaltige
Additive vorgeschlagen.
[0006] Beispielsweise beschreibt die US-PS 3 955 938 (Exxon) Zusammensetzungen auf der Basis
anorganischer und organischer Natriumsalze, die gemeinsam mit aschefreien Dispergiermitteln
als Additive in unverbleiten Kraftstoffen zum Schutz der Ventilsitze eingesetzt werden.
[0007] In der EP 0 288 296 (BP Chemicals) wird als Additiv gegen Ventilsitzverschleiß eine
feinteilige Metallsalzdispersion, insbesondere eine Dispersion von Kaliumborat, Natriumborat,
Kaliumkarbonat und Kaliumbikarbonat, vorgeschlagen.
[0008] Gemäß der EP 0 301 448 (BASF) enthalten die Kraftstoffe zur Verhinderung oder Verringerung
der Abnutzungserscheinungen an den Ventilen und zur gleichzeitigen Herabsetzung von
Korrosionserscheinungen Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalze von Monoamiden von
Dicarbonsäuren mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen zwischen den Carboxylgruppen oder von
Amiden von Tri- oder Tetracarbonsäuren, wobei der Aminostickstoff zumindest eine Kohlenwasserstoffgruppe,
die gegebenenfalls sauerstoff- oder aminsubstituiert ist, trägt. Diese Additive sollen
gleichzeitig durch ihre Detergenswirkung auch die Reinhaltung der Motoren bewirken.
[0009] Die EP-A1-0 307 815 (BASF) betrifft Kraftstoffe, in denen geringe Mengen von Copolymeren
von Olefinen und/oder Cycloolefinen mit Maleinsäureanhydrid und/oder Copolymere von
Alkylvinylethern und/oder Cycloalkylvinylethern mit Maleinsäureanhydrid und/oder Copolymere
von Alkylvinylethern und/oder Cycloalkylvinylethern und Olefinen und/oder Cycloolefinen
mit Maleinsäureanhydrid enthalten sind, wobei die Carboxylgruppen ganz oder teilweise
unter Bildung von Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalzen und der Rest der Carboxylgruppen
mit Alkoholen und/oder Aminen zu entsprechenden Ester- und/oder Amidgruppen und/oder
Ammoniumgruppen umgesetzt sind.
[0010] Die EP 0 342 497 (BASF) beschreibt ebenfalls zum Zweck der Verhinderung der Abnutzungserscheinungen
an den Ventilen und der gleichzeitgen Herabsetzung der Korrosionserscheinungen den
Zusatz von Copolymeren aus Alkyl(meth)acrylaten und/oder Vinylestern aus gegebenenfalls
monoethylenisch ungesättigten Carbonsäuren, wobei die Carboxylgruppen der Copolymeren
ganz oder teilweise mit Alkali unter Bildung der Alkalimetallsalze umgesetzt sind
und der Rest der Säuregruppen mit Ammoniak und/oder Aminen zu den entsprechenden Amidgruppen
und/oder Ammoniumsalzen umgesetzt ist.
[0011] In der EP-A1-0 207 560 (Shell) werden Alkalimetall- und Erdalkalimetallsalze von
kohlenwasserstoffsubstituierter Bernsteinsäure als Verschleißschutzadditive beschrieben.
Die Kohlenwasserstoffsubstituenten an dem oder den alpha-Kohlenstoffatom(en) dieser
Bernsteinsäure haben eine Länge von 20 bis 200 Kohlenstoffatomen.
[0012] Die kohlenwasserstoffsubstituierten Bernsteinsäurederivate sind Gegenstand einer
ausgedehnten älteren und neueren Patentliteratur. Auch die Imidderivate dieser Substanzen
werden wegen ihrer Dispergierwirkung allein oder in Kombination mit anderen Additiven
eingesetzt.
[0013] In der EP-A-233 250 (Lubrizol) wird als Additiv gegen den Ventilsitzverschleiß eine
Kombination aus alkali- oder erdalkalimetallhaltigen Zusammensetzungen und aschefreien
Dispergiermitteln vorgeschlagen. Von den alkalimetallhaltigen Zusammensetzungen werden
konkret nur die Salze organischer Alkylarylsulfonsäuren genannt; bei den Dispergiermitteln
handelt es sich um die bereits erwähnten, bekannten Alkenylsuccinimide, die in der
Regel mindestens etwa 30 aliphatische Kohlenstoffatome enthalten.
[0014] Die PCT-Anmeldung WO 91/07477 (Rechem) beschäftigt sich mit der Verbesserung des
Zündverhaltens von Kraftstoffen und offenbart als diesbezüglichen Zusatz Alkalimetall-
und Erdalkalimetallsalze von Mono- oder Diestern der Sulfobernsteinsäure. Diese Verbindungen
stellen Bernsteinsäurederivate dar, bei denen die Carbonsäuregruppe(n) mit Kohlenwasserstoffresten
verestert sind und ein alpha-Kohlenstoffatom der Bernsteinsäure durch eine Sulfonsäuregruppe
substituiert ist. Diese Sulfobernsteinsäureester liegen in Form von Alkalimetall-
oder Erdalkalimetallsalzen vor.
[0015] Diese Gruppe von Verbindungen ist in der Fachwelt nicht neu. Es wurde bereits früher
vorgeschlagen, sie ebenso wie andere oberflächenaktive Substanzen als antistatische
Zusätze (FR-PS 1 602 314 Mobil Oil), als Mittel zur Verhinderung der Rußbildung in
den Abgasen von Dieselmotoren (GB 1 066 878 SHELL) oder als Mittel zur Verbesserung
des Verbrennungsverhaltens bzw. zur Gewinnung reinerer Abgase in Verbrennungsmotoren
allgemein (AT-PS 337 333 Mohnhaupt) einzusetzen.
[0016] Ziel der vorliegenden Erfindung war es nun, ein preiswertes Verschleißschutzadditiv
für unverbleite Ottokraftstoffe zur Verfügung zu stellen, das den Ventilsitzverschleiß
an der Motorausgangsseite herabsetzt bzw. zur Gänze verhindert und gleichzeitig für
die Motorreinhaltung sorgt. Zusätzlich dazu muß auch der gesamten Palette der heute
gemäß dem Stand der Technik allgemein üblichen Tests für Kraftstoffkomponenten entsprochen
werden.
[0017] Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß die in anderem Zusammenhang bekannten Salze
der Sulfobernsteinsäureester diesen Zweck besonders gut erfüllen. Dies konnte nicht
vorausgesehen werden, da zur Zeit der älteren Veröffentlichungen das Problem des Ventilsitzverschleißes
bei bleifreien Benzinen nicht bekannt war und die PCT-Anmeldung WO/07477 sich mit
einer anderen Aufgabenstellung nämlich der Steigerung der Leistung der Zündkerzen
und der Erhöhung der Flammgeschwindigkeit beschäftigte.
[0018] Erfindungsgemäß wird somit ein neutrales Alkalimetall- und/oder Erdalkalimetallsalz
eines Mono-oder Diesters der Sulfobernsteinsäure der allgemeinen Formel I

in welcher R
1 und R
2 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe
stehen, mit der Maßgabe, daß höchstens einer der Reste R
1 bzw. R
2 Wasserstoff bedeutet, M für ein Alkalimetall- oder Erdalkalimetallion steht und n
der Wertigkeit von M entspricht, in Kombination mit einem aschefreien Detergenz als
Verschleißschutzadditiv verwendet zur Herabsetzung bzw. Verhinderung von Ventilsitzverschließ.
[0019] Die aliphatischen Gruppen können gesättigte oder ungesättigte Gruppen sein, die gegebenenfalls
auch Substituenten tragen können. Als Substituenten kommen beispielsweise Hydroxy-,
Ether-, Keton-, Phenyl- oder Estergruppen in Frage, die auf den beiden Kohlenwasserstoffgruppen
gleich oder verschieden sein können.
[0020] Es können Mono- oder Diester der Sulfobernsteinsäure zum Einsatz kommen, wobei die
zur SO
3-Gruppe α-ständige Carboxylgruppe, die β-ständige Carboxylgruppe oder beide Carboxylgruppen,
mit gleichen oder unterschiedlichen Resten verestert sein können. Die Salze der Diester
der Sulfobernsteinsäure sind bevorzugt. Sie haben sich in einem Ausmaß als benzinlöslich
erwiesen, das es gestattet, die gewünschte Menge des Alkalimetall- bzw. Erdalkalimetallzusatzes
problemlos einzustellen. Die Kettenlänge der aliphatischen Kohlenwasserstoffgruppe
im Esterrest liegt vorzugsweise bei 4 bis 20 Kohlenstoffatomen. Besonders bevorzugt
sind Kohlenwasserstoffreste mit der Kettenlänge von 6 bis 13 Kohlenstoffatomen, insbesondere
mit einer Kettenlänge von etwa 8 Kohlenstoffatomen.
[0021] Es können auch Gemische der genannten Salze eingesetzt werden.
[0022] Bevorzugt sind die Alkalimetallsalze der Sulfobernsteinsäureester, wobei sich zum
Zweck des Schutzes der Auslaßventile die Kaliumsalze als besonders günstig erwiesen
haben.
[0023] Abgesehen von der ausgezeichneten Verschleißschutzwirkung wurde bei den erfindungsgemäß
verwendeten Additiven noch ein weiterer überraschender Effekt festgestellt, nämlich
der einer demulgierenden Wirkung in Gegenwart von Wasser. Bekanntlich ist ein völliges
Freisein des Benzins von Wasser nur schwer zu erreichen. Durch Kondensationseffekte
muß praktisch immer mit der Anwesenheit von Feuchtigkeit gerechnet werden. Die neuen
Additive mit ihrer demulgierenden Wirkung verringern die nachteiligen Auswirkungen
solcher Wasserkontaminationen. Der Kraftstoff bleibt klar, die Phasengrenzflächen
sind scharf und es lagern sich keine Feststoffe ab.
[0024] Die Salze der Sulfobernsteinsäureester wirken auch als oberflächenaktive Mittel,
was die Formulierung von Additivpaketen für hohe Anforderungen an die Motorsauberkeit
erleichtert. Da jedoch das Problem der Motorverunreinigung und der Bildung von störenden
Ablagerungen an den Einlaßventilen bei modernen Motoren immer noch große Bedeutung
hat, ist es für die erfindungsgemäß verwendeten Additive notwendig, sie gemeinsam
mit Detergentien zu formulieren. Es sind die verschiedensten aschefreien Detergentien,
wie langkettige Amid-Imid-Verbindungen, langkettige Amine, Polyether oder Polyetheramine
geeignet. Besonders vorteilhaft haben sich die Polybutenamine in Kombination mit den
Salzen der Sulfobernsteinsäureester erwiesen. Vorzugsweise haben die Detergentien
ein durchschnittliches Molekulargewicht von 2000 bis 3000.
[0025] Wie erwähnt, können die erfindungsgemäß verwendeten Additve außerdem noch andere
an sich bekannte Zusätze enthalten. Häufig ist z.B. ein Korrosionsschutz erwünscht
bzw. notwendig.
[0026] Ein weiterer Teil aller modernen Additiv-Pakete sind die sogenannten "Trägeröle".
Diese bestehen entweder aus Mineralölfraktionen oder sie sind synthetische Produkte,
wie z.B. Poly-alpha-Olefine. In der Regel sind es die Detergentien, die als Lösung
in einem Trägeröl formuliert sind und daher diese Komponente in das Additiv-Paket
einbringen. Außerdem kann auch die Alkalimetallkomponente durch den Zusatz eines Trägeröls
leichter handhabbar sein.
[0027] Erforderlichenfalls kann das gesamte Additiv-Paket zur leichteren Verarbeitbarkeit,
Löslichkeit in Benzin und geringeren Viskosität bei tiefen Temperaturen mit einem
Verdünnungsmittel, das gegebenenfalls auch aromatische Komponenten enthalten kann,
versetzt werden. Bevorzugt sind aromatische Kerosene für diesen Zweck verwendbar.
Mit Hilfe derartiger Verdünnungsmittel können Viskositätsgrenzen von etwa 800 cP bei
-20°C eingehalten werden, die für europäische Verhältnisse günstig sind.
[0028] Die Mengenverhältnisse von Alkalimetallkomponente zu Detergens liegen vorzugsweise
im Bereich von 1:(8-15), wobei sich diese Angaben auf Detergentien beziehen, die gegebenenfalls
ein Trägeröl enthalten.
[0029] Je nach den Anforderungen kann das Additiv 15 Masse-% bis 40 Masse-%, vorzugsweise
30 Masse-% bis 40 Masse-%, eines aromatischen Kerosens als Verdünnungsmittel enthalten.
[0030] Verfahren zur Herstellung der Metallsalze von Mono- oder Diestern der Sulfobernsteinsäure
sind bereits bekannt und werden in den GB-Patentschriften 446 568, 760 121 oder 1
050 578 beschrieben.
[0031] Ein Kraftstoff für Ottomotoren, der ein erfindungsgemäß verwendetes Additiv enthält,
entspricht den an ihn gestellten Anforderungen, wenn er 0,01 Milligrammatom (mVal)
bis 2,5 Milligrammatom (mVal) Alkalimetall pro kg Kraftstoff enthält. Der bevorzugte
Bereich liegt zwischen 0,02 mVal und 1,0 mVal, insbesondere zwischen 0,07 mVal und
0,25 mVal Alkalimetall pro kg Kraftstoff.
[0032] Für das bevorzugt verwendete Kalium heißt das, daß ein Kaliumgehalt von 0,5 mg -
100 mg pro kg Kraftstoff verwendet wird. Bevorzugt sind die Bereiche 1 mg bis 30 mg,
insbesondere 3 mg bis 10 mg Kalium pro kg Kraftstoff.
[0033] Die Erfindung wird nun anhand der folgenden Beispiele näher erläutert.
Additiv:
[0034] Es wird ein Verschleißschutzadditiv aus folgenden Komponenten erstellt:
[0035] Die Alkalimetallkomponente besteht aus einem Kalium-Sulfobernsteinsäuredioctylester.
Wenn diese Komponente ohne Trägeröl vorliegt, enthält sie etwa 8,5 Masse-% Kalium.
[0036] Das Detergens ist ein solches auf der Basis von Polybutenamin.
[0037] Aus der Detergenskomponente stammt ein Anteil Trägeröl, wobei auch das Kaliumsulfosuccinat
mit Trägeröl formuliert sein kann.
[0038] Zur Verdünnung enthält das Produkt ein aromatisches Kerosen.
[0039] Die Mischungsverhältnisse in diesem konkreten Beispiel sind folgende:
6,3 Masse-% K-Sulfosuccinat-Komponente
70,4 Masse-% Detergens-Komponente
23,3 Masse-% Kerosen
Der Kaliumgehalt dieses Additivs liegt bei 0,31 Masse-%.
[0040] Dieses Additiv wird in einer Menge von 1100 ml zu 1000 Liter Kraftstoff zugesetzt,
sodaß pro kg Kraftstoff etwa 4 mg Kalium enthalten sind.
Anwendungsbeispiel
[0041] Um den positiven Einfluß des erfindungsgemäß hergestellten Kraftstoffes auf den Verschleiß
von nicht speziell gehärteten Auslaßventilen in Ottomotoren zu zeigen, wird am Motorprüfstand
ein Vergleichstest über 50 h durchgeführt. Ein Versuchsmotor einer am Markt häufig
vertretenen Type mit Grauguß-Zylinderkopf ohne speziell gehärteten Auslaßventilsitzen
wird 50 h mit hoher Belastung und hoher Drehzahl betrieben, wobei unverbleiter, handelsüblicher
Kraftstoff einmal ohne und einmal mit dem erfindungsgemäßen Zusatz in der oben angegebenen
Menge verwendet wird.
[0042] Nach Abschluß der Tests weisen die Auslaßventilsitze der mit bleifreiem Kraftstoff
ohne Zusatz betriebenen Motoren eine Einsenkung auf, die infolge regelmäßiger Ventilspielnachstellung
ein Mehrfaches des vom Hersteller vorgeschriebenen Ventilspiels beträgt. Beim Betrieb
mit unverbleitem Kraftstoff, der den erfindungsgemäßen Zusatz in der genannten Dosierung
enthält, kann hingegen nur eine geringfügige Einsenkung, die einen Bruchteil des vorgeschriebenen
Ventilspieles beträgt, gemessen werden.
Anwendungsbeispiel 2
[0043] Um zu zeigen, daß unverbleiter Kraftstoff mit dem erfindungsgemäßen Zusatz auch im
Langzeitbetrieb die Wirksamkeit eines modernen Abgasreinigungssystems beim Ottomotor
(Lambda-Sonde; 3-weg-Katalysator) nicht negativ beeinflußt, wurde ein Fahrzeugdauertest
mit Fahrzeugen gleichen Typs über 80.000 km durchgeführt. Dabei wurde ein Fahrzeug
mit handelsüblichem, unverbleitem Benzin ohne und eines mit dem erfindungsgemäßen
Zusatz in der in Anwendungsbeispiel 1 erprobten Dosierung im kontrollierten Straßenbetrieb
gefahren. Die Wirksamkeit des Abgasreinigungssystems und die Vergleichbarkeit bei
Emissionen beider Fahrzeuge wurde zu Testbeginn entsprechend den österreichischen
Vorschriften zur Abgastypisierung überprüft.
[0044] Nach Beendigung des Fahrtests werden mit dem Fahrzeug, das mit unverbleitem Benzin
plus dem erfindungsgemäßen Zusatz in der genannten Dosierung betrieben worden war,
bessere Emissionswerte als bei dem Fahrzeug, das ohne den Zusatz gefahren worden war,
gemessen. Die in den Typisierungsvorschriften genannten Abgasgrenzwerte für CO
2, HC und NO
x werden deutlich unterschritten.
Anwendungsbeispiel 3
[0045] Ablagerungen im Ansaugtrakt und auf den Einlaßventilen moderner Ottomotoren mit entsprechend
den gesetzlichen Anforderungen fein abgestimmten Gemischaufbereitungs- und Abgasreinigungssystemen
können Laufverhalten und Abgasemissionen wesentlich beeinträchtigen.
[0046] In einem europaweit standisierten Prüflauf (CEC F-05-T-92) mit einem 4-Zylinder-Ottomotor
wird das Ablagerungsverhalten von unadditivierten und additivierten Benzinen vergleichbar
bewertet.
[0047] Der erfindungsgemäße Zusatz erbringt in diesem Test folgende Verbesserungen hinsichtlich
der Ablagerungsbildung an den Einlaßventilen:
| Testkraftstoff: |
Ablagerungen: |
| Benzin (Eurosuper) unadditiviert |
350 bis 700 mg/Ventil |
| Benzin (Eurosuper)+Zusatz |
weniger als 100 mg/Ventil |
| (1 g/1000 g Benzin) |
|
1. Verwendung eines neutralen Alkalimetall- und/oder Erdalkalimetallsalzes eines Mono-
oder Diesters der Sulfobernsteinsäure der allgemeinen Formel [I]

worin R
1 und R
2 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe
stehen, mit der Maßgabe, daß höchstens einer der Reste R
1 bzw. R
2 Wasserstoff bedeutet, M für ein Alkalimetall- oder Erdalkalimetallion steht und n
der Wertigkeit von M entspricht, in Kombination mit mindestens einem aschefreien Detergens
sowie gegebenenfalls anderen bekannten Zusätzen als Additiv für unverbleite Ottokraftstoffe
zur Verhinderung bzw. Herabsetzung von Ventilsitzverschleiß.
2. Verwendung eines Salzes eines Sulfobernsteinsäure-Diesters der in Anspruch 1 genannten
Formel I in Kombination mit einem aschefreien Detergens für den in Anspruch 1 genannten
Zweck.
3. Verwendung eines Salzes eines Sulfobernsteinsäureesters der in Anspruch 1 genannten
Formel I, bei dem die Estergruppen aus Kohlenwasserstoffresten mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen
bestehen, in Kombination mit einem aschefreien Detergens für den in Anspruch 1 genannten
Zweck.
4. Verwendung eines Salzes eines Sulfobernsteinsäureesters der in Anspruch 1 genannten
Formel I, bei dem die Estergruppen aus Kohlenwasserstoffresten mit 6 bis 13 Kohlenstoffatomen
bestehen, in Kombination mit einem aschefreien Detergens für den in Anspruch 1 genannten
Zweck.
5. Verwendung eines Salzes eines Sulfobernsteinsäureesters der in Anspruch 1 genannten
Formel I, bei dem die Estergruppen aus Kohlenwasserstoffresten mit 8 Kohlenstoffatomen
bestehen, in Kombination mit einem aschefreien Detergens für den in Anspruch 1 genannten
Zweck.
6. Verwendung eines Alkalimetallsalzes eines Sulfobernsteinsäureesters der in Anspruch
1 genannten Formel I in Kombination mit einem aschefreien Detergens für den in Anspruch
1 genannten Zweck.
7. Verwendung eines Kaliumsalzes eines Sulfobernsteinsäureesters der in Anspruch 1 genannten
Formel I in Kombination mit einem aschefreien Detergens für den in Anspruch 1 genannten
Zweck.
8. Verwendung eines Alkalimetall- und/oder Erdalkalimetallsalzes eines Sulfobernsteinsäureesters
der in Anspruch 1 genannten Formel I in Kombination mit einem Detergens auf der Basis
von Polybutenamin für den in Anspruch 1 genannten Zweck.
9. Verwendung eines Alkalimetall- und/oder Erdalkalimetallsalzes eines Sulfobernsteinsäureesters
der in Anspruch 1 genannten Formel I in Kombination mit einem Detergens auf der Basis
von Polyetheramin für den in Anspruch 1 genannten Zweck.
10. Verwendung eines Alkalimetall- und/oder Erdalkalimetallsalzes eines Sulfobernsteinsäureesters
der in Anspruch 1 genannten Formel I in Kombination mit einem aschefreien Detergens
mit einem Molekulargewicht von 2000 bis 3000 für den in Anspruch 1 genannten Zweck.
11. Verwendung eines Kaliumsalzes eines Sulfobernsteinsäureesters der in Anspruch 1 genannten
Formel I in Kombination mit einem aschefreien Detergens in einem Masseverhältnis von
1:(8-15) für den in Anspruch 1 genannten Zweck.
12. Verwendung einer Mischung aus 4 Masse-% bis 9 Masse-% Alkalimetallsalz eines Sulfobernsteinsäureesters
der in Anspruch 1 genannten Formel I und 60 Masse-% bis 80 Masse-% aschefreies Detergens
mit Trägeröl und/oder Verdünnungsmittel als Ergänzung auf 100 Masse-% für den in Anspruch
1 genannten Zweck.
13. Verwendung einer Mischung, die ein Kaliumsalz eines Sulfobernsteinsäureesters der
in Anspruch 1 genannten Formel I und ein aschefreies Detergens enthält, wobei Kalium
in einer Menge von 0,2 Masse-% bis 0,7 Masse-% vorliegt, für den in Anspruch 1 genannten
Zweck.
1. Use, as an additive for unleaded petrols to prevent or reduce valve seat wear, of
a neutral alkali metal and/or alkaline-earth metal salt of a mono- or diester of sulphosuccinic
acid of the general formula (I)

wherein R
1 and R
2, independently of each other, represent hydrogen or an aliphatic hydrocarbon group,
on condition that at most one of the residues R
1 or R
2 signifies hydrogen, M represents an alkali metal or alkaline-earth metal ion and
n corresponds to the valency of M, combined with at least one ash-free detergent and
optionally other known additives.
2. Use, for the purpose mentioned in claim 1, of a salt of a sulphosuccinic acid diester
of the formula I mentioned in claim 1 combined with an ash-free detergent.
3. Use, for the purpose mentioned in claim 1, of a salt of a sulphosuccinic acid ester
of the formula I mentioned in claim 1, in which the ester groups consist of hydrocarbon
residues with from 4 to 20 carbon atoms, combined with an ash-free detergent.
4. Use, for the purpose mentioned in claim 1, of a salt of a sulphosuccinic acid ester
of the formula I mentioned in claim 1, in which the ester groups consist of hydrocarbon
residues with from 6 to 13 carbon atoms, combined with an ash-free detergent.
5. Use, for the purpose mentioned in claim 1, of a salt of a sulphosuccinic acid ester
of the formula I mentioned in claim 1, in which the ester groups consist of hydrocarbon
residues with 8 carbon atoms, combined with an ash-free detergent.
6. Use, for the purpose mentioned in claim 1, of an alkali metal salt of a sulphosuccinic
acid ester of the formula I mentioned in claim 1 combined with an ash-free detergent.
7. Use, for the purpose mentioned in claim 1, of a potassium salt of a sulphosuccinic
acid ester of the formula I mentioned in claim 1 combined with an ash-free detergent.
8. Use, for the purpose mentioned in claim 1, of an alkali metal and/or alkaline-earth
metal salt of a sulphosuccinic acid ester of the formula I mentioned in claim 1 combined
with a detergent based on polybutene amine.
9. Use, for the purpose mentioned in claim 1, of an alkali metal and/or alkaline-earth
metal salt of a sulphosuccinic acid ester of the formula I mentioned in claim 1 combined
with a detergent based on polyether amine.
10. Use, for the purpose mentioned in claim 1, of an alkali metal and/or alkaline-earth
metal salt of a sulphosuccinic acid ester of the formula I mentioned in claim 1 combined
with an ash-free detergent with a molecular weight of from 2000 to 3000.
11. Use, for the purpose mentioned in claim 1, of a potassium salt of a sulphosuccinic
acid ester of the formula I mentioned in claim 1 combined with an ash-free detergent
in a weight ratio of 1:(8-15).
12. Use, for the purpose mentioned in claim 1, of a mixture of from 4 wt.% to 9 wt.% alkali
metal salt of a sulphosuccinic acid ester of the formula I mentioned in claim 1 and
from 60 wt.% to 80 wt.% ash-free detergent, the weight being made up to 100 % with
carrier oil and/or diluent.
13. Use, for the purpose mentioned in claim 1, of a mixture containing a potassium salt
of a sulphosuccinic acid ester of the formula I mentioned in claim 1 and an ash-free
detergent, potassium being present in an amount of from 0.2 wt.% to 0.7 wt.%.
1. Utilisation d'un sel neutre d'un métal alcalin et/ou d'un métal alcalino-terreux d'un
mono- ou d'un diester de l'acide sulfosuccinique de formule générale (I)

dans laquelle R
1 et R
2, indépendamment l'un de l'autre, représentent chacun un atome d'hydrogène ou un groupe
hydrocarboné aliphatique, à la condition qu'au moins l'un des radicaux R
1 ou R
2 soit un atome d'hydrogène, M est un ion d'un métal alcalin ou alcalino-terreux, et
n correspond à la valence de M, en combinaison avec au moins un détergent sans cendres,
et éventuellement d'autres additifs connus, en tant qu'additif pour des essences sans
plomb pour moteur à allumage commandé, pour empêcher ou réduire l'usure des sièges
de soupape.
2. Utilisation d'un sel d'un diester de l'acide sulfosuccinique ayant la formule I donnée
dans la revendication 1, en combinaison avec un détergent sans cendres, pour l'application
mentionnée dans la revendication 1.
3. Utilisation d'un sel d'un ester de l'acide sulfosuccinique ayant la formule I donnée
dans la revendication 1, dans lequel les groupes esters sont constitués de résidus
hydrocarbonés ayant de 4 à 20 atomes de carbone, en combinaison avec un détergent
sans cendres pour l'application mentionnée dans la revendication 1.
4. Utilisation d'un sel d'un ester de l'acide sulfosuccinique ayant la formule I donnée
dans la revendication 1, dans lequel les groupes esters sont constitués de résidus
hydrocarbonés ayant de 6 à 13 atomes de carbone, en combinaison avec un détergent
sans cendres, pour l'application mentionnée dans la revendication 1.
5. Utilisation d'un sel d'un ester de l'acide sulfosuccinique ayant la formule I donnée
dans la revendication 1, dans lequel les groupes esters sont constitués de résidus
hydrocarbonés ayant 8 atomes de carbone, en combinaison avec un détergent sans cendres,
pour l'application mentionnée dans la revendication 1.
6. Utilisation d'un sel d'un métal alcalin d'un ester de l'acide sulfosuccinique ayant
la formule I donnée dans la revendication 1, en combinaison avec un détergent sans
cendres, pour l'application mentionnée dans la revendication 1.
7. Utilisation d'un sel de potassium d'un ester de l'acide sulfosuccinique ayant la formule
I donnée dans la revendication 1, en combinaison avec un détergent sans cendres, pour
l'application mentionnée dans la revendication 1.
8. Utilisation d'un sel d'un métal alcalin ou d'un métal alcalino-terreux d'un ester
de l'acide sulfosuccinique ayant la formule I donnée dans la revendication 1, en combinaison
avec un détergent à base de polybuténamine, pour l'application mentionnée dans la
revendication 1.
9. Utilisation d'un sel d'un métal alcalin ou d'un métal alcalino-terreux d'un ester
de l'acide sulfosuccinique ayant la formule I donnée dans la revendication 1, en combinaison
avec un détergent à base de polyétheramine, pour l'application mentionnée dans la
revendication 1.
10. Utilisation d'un sel d'un métal alcalin et/ou d'un métal alcalino-terreux d'un ester
de l'acide sulfosuccinique ayant la formule I donnée dans la revendication 1, en combinaison
avec un détergent sans cendres, ayant une masse moléculaire de 2000 à 3000, pour l'application
mentionnée dans la revendication 1.
11. Utilisation d'un sel de potassium d'un ester de l'acide sulfosuccinique ayant la formule
I donnée dans la revendication 1, en combinaison avec un détergent sans cendres, selon
un rapport en masse de 1:(8-15), pour l'application mentionnée dans la revendication
1.
12. Utilisation d'un mélange de 4 % en masse à 9 % en masse du sel d'un métal alcalin
d'un ester de l'acide sulfosuccinique ayant la formule I donnée dans la revendication
1, et de 60 % en masse à 80 % en masse d'un détergent sans cendres, le complément
à 100 % en masse étant constitué d'une huile support et/ou d'un diluant, pour l'application
mentionnée dans la revendication 1.
13. Utilisation d'un mélange contenant un sel de potassium d'un ester de l'acide sulfosuccinique
ayant la formule I mentionnée ci-dessus et un détergent sans cendres, où le potassium
est présent en une quantité de 0,2 % en masse à 0,7 % en masse, pour l'application
mentionnée dans la revendication 1.