| (19) |
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(11) |
EP 0 640 243 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.08.1996 Patentblatt 1996/35 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.05.1993 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9300/383 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9323/866 (25.11.1993 Gazette 1993/28) |
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| (54) |
POLARISIERTES LEISTUNGSRELAIS
POLARIZED POWER RELAY
RELAIS DE PUISSANCE POLARISE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
15.05.1992 DE 4216076
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.03.1995 Patentblatt 1995/09 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHEDELE, Helmut
D-86911 Diessen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 186 160 DE-A- 2 146 407 DE-A- 2 453 980
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CH-A- 521 019 DE-A- 2 148 377
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein polarisiertes elektromagnetisches Relais mit einer Spule,
einem über der Spule parallel zur Spulenachse angeordneten, langgestreckten Dauermagneten,
welcher an seinen beiden Enden jeweils gleichnamige Endpole und in seiner Mitte einen
dazu ungleichnamigen Mittelpol aufweist, mit einem innerhalb der Spule angeordneten
Kern, der an beiden Enden über Jochschenkel mit den beiden Enden des Dauermagneten
gekoppelt ist sowie mit einem langgestreckten Wippanker, der über dem Mittelpol des
Dauermagneten gelagert ist und mit beiden Jochschenkeln je einen Arbeitsluftspalt
bildet.
[0002] Ein derartiges Relais mit einem dreipoligen Magneten und einem oberhalb diese Magneten
gelagerten Wippanker ist beispielsweise aus der EP-A-0 197 391 bekannt. Dort ist allerdings
auch das Kontaktsystem oberhalb der Spule im Bereich des Ankers angeordnet, wobei
die zu beiden Seiten des Ankers angeordneten Kontaktfedern direkt mit diesem verbunden
und unmittelbar mit dem Anker ihre Schaltbewegungen ausführen.
[0003] Das gleiche Magnetsystem mit einem dreipoligen Dauermagneten und einem Wippanker
ist auch bereits in der DE-A-21 48 377 verwendet. Allerdings sind dort Dauermagnet
und Anker seitlich von der Spule angeordnet, und an den Ankerenden befestigte Betätigungsstifte
wirken auf Kontaktfedern, die unterhalb der Spule liegen und in einer zur Grundebene
des Relais parallelen Ebene bewegbar sind.
[0004] Diesen bekannten Relais ist gemeinsam, daß die Kontaktelemente mit geringen Abständen
im Bereich des Ankers und des Magnetsystems liegen. Damit sind diese Systeme nur zum
Schalten von geringen Strömen geeignet.
[0005] Aus der EP-A-186 160 ist weiterhin ein Relais zum Schalten größerer Leistungen bekannt,
bei dem ein Gehäuse in einen Spulenraum zur Aufnahme eines Elektromagnetsystems und
einen Schaltraum zur Aufnahme einer Kontaktanordnung unterteilt ist. Ein Anker, der
einen Dauermagneten trägt, ist stirnseitig vor der Spule angeordnet und greift mit
einem fest angespritzten Betätigungsarm in den Kontaktraum.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Vorteile des eingangs beschriebene
polarisierten Systems, nämlich die hohe Empfindlichkeit bei wahlweise einstellbarer
monostabiler oder bistabiler Schaltcharakteristik und die geringe Empfindlichkeit
des mittig gelagerten Ankers gegen Erschütterungen zum Schalten höherer Ströme und
Spannungen auszunutzen.
[0007] Erfindungsgemäß wird dieses Ziel bei einem Relais der eingangs genannten Art dadurch
erreicht, daß der Anker über eine unmittelbar an seinem Mittelabschnitt befestigte
und zu beiden Seiten an dem Dauermagneten einrastbare Lagerfeder gelagert ist, daß
unterhalb. der Spule ein Kontaktsatz mit mindestens einer annähernd parallel zur Spulenachse
angeordneten Kontaktfeder und mindestens einem feststehenden Kontaktelement angeordnet
ist und daß vor einer Stirnseite der Spule ein senkrecht zur Spulenachse bewegbarer
Schieber aus Isolierstoff angeordnet ist, der einerseits mit einem beweglichen Ende
des Ankers und andererseits mit einem beweglichen Ende der Kontaktfeder gekoppelt
ist.
[0008] Bei der Erfindung sind also die Kontaktelemente an der Unterseite des Relais bereits
in der Nähe der Anschlußseite angeordnet, so daß kurze Anschlußelemente auch beim
Führen hoher Ströme keine zu hohe Verlustwärme erzeugen. Da sich der Anker mit den
Eisenteilen des Magnetsystems entgegengesetzt zu den Kontaktelementen an der Oberseite
der Spule befindet, ergibt sich bereis durch die räumliche Entfernung eine große Isolierstrecke
zwischen Kontaktsystem und Magnetsystem. Die Spule und das gesamte Magnetsystem können
überdies durch entsprechende konstruktive Ausgestaltung eines Grundkörpers unter Schaffung
langer Isolierstrecken gegenüber dem Kontaktsystem abgeschirmt werden. Ein solcher
Grundkörper, in dem beispielsweise der Kontaktsatz mit zur Unterseite herausgeführten
Anschlußelementen angeordnet ist, bildet vorzugsweise eine Trennwand zwischen Kontaktsatz
und Spule, an der nach unten angeformte Seitenwände den Kontaktsatz und/oder nach
oben angeformte Seitenwände das Magnetsystem U-förmig bzw. wannenförmig umgeben. Diese
Trennwand kann zusätzlich einen seitlich offenen Schlitz aufweisen, in welchen eine
Isolierstoffplatte eingeschoben ist. Auf diese Weise erhält man drei übereinanderliegende
Isolierstoffwände zwischen Kontaktsatz und Spule, was die für bestimmte Anwendungen
geforderte Spannungsfestigkeit gewährleistet. Der an einer Stirnseite der Spule angeordnete
Isolierstoff-Schieber, der eine Verbindung zwischen Anker und Kontaktsystem herstellt,
kann durch entsprechende Überlappungen mit dem Grundkörper labyrinthartige Isolierstrecken
schaffen. Zweckmäßigerweise besitzt der Schieber jeweils Ausnehmungen, in welche deformierbare
Enden der Kontaktfeder einerseits und des Ankers andererseits eingreifen.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen
Figuren 1 bis 3 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäß gestalteten Relais
in drei verschiedenen Schnittansichten,
Figur 4 eine Explosionsdarstellung des Relais von Figur 1 bis 3 mit einer zusätzlichen
Darstellung des vormontierten Magnetsystems,
Figur 5 und 6 zwei gegenüber Figur 1 abgewandelte Details der Ankopplung zwischen
Anker und Schieber,
Figur 7 eine Ausführungsform der Ankopplung zwischen Kontaktfeder und Schieber,
Figur 8 bis 10 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäß gestalteten Relais
in drei Schnittansichten.
[0010] Das in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Relais besitzt einen Grundkörper 1 mit einer
parallel zur Bodenseite angeordneten mittleren Trennwand 3, an der nach oben angeformte
Seitenwände 4 und 5 sowie 6 und 7 eine wannenförmige Aufnahme für ein von oben einsteckbares
Magnetsystem 2 bilden. Nach unten umschließt die Trennwand 3 zusammen mit einer parallelen
Bodenwand 8 und einer Verlängerung der Seitenwand 4 angenähert U-förmig einen Kontaktraum
9, der in Figur 1 nach rechts offen ist. Der Grundkörper 1 bildet zusammen mit einer
von oben aufsetzbaren Kappe 10 ein ringsum geschlossenes Gehäuse.
[0011] Das Magnetsystem 2 besitzt einen rohrförmigen Spulenkörper 11 mit endseitigen Flanschen
12 und 13, zwischen denen eine Wicklung 14 angeordnet ist. In die rohrförmige Öffnung
des Spulenkörpers 11 ist von beiden Seiten je ein Kernjoch 15 bzw. 16 mit einem Kernschenkel
15a bzw. 16a eingesteckt, so daß die beiden rechtwinkelig abgebogenen Jochschenkel
15b bzw. 16b parallel nach oben stehen. Zwischen diesen beiden Jochschenkeln ist oberhalb
der Spule und parallel zur Spulenachse ein stabförmiger, dreipolig aufmagnetisierter
Dauermagnet 17 angeordnet, der im Bereich der beiden Jochschenkel jeweils gleichnamige
Pole, z. E. S, und im Mittelbereich einen dazu ungleichnamigen Pol, z. B. N, aufweist.
Der Dauermagnet besteht beispielsweise aus einer AlNiCo-Legierung und kann in diesem
Fall einfach aus einem Band geschnitten werden. Durch thermoplastische Verformung
der Spulenflansche kann der Magnet am Spulenkörper befestigt werden. Auch die Kernjoche
15 und 16 werden auf geeignete Weise am Spulenkörper fixiert.
[0012] Aus Figur 4 ist zu erkennen, daß die Kernschenkel 15a und 16a so abgestuft ausgebildet
sind, daß sie nebeneinanderliegend einen großen Überlappungsbereich bilden. Auf diese
Weise können die beiden Kernjoche identisch ausgebildet sein und trotzdem einen guten
Flußübergang zwischen beiden Teilen ermöglichen. Die Anzahl der Teile und Fertigungsschritte
wird somit verringert.
[0013] Auf dem mittleren Pol N des Dauermagneten 17 ist ein als Wippe ausgebildeter Anker
18 gelagert. Dieser Anker ist in seinem Mittelbereich leicht V-förmig zum Dauermagneten
hin geknickt, so daß die Enden 18a und 18b jeweils einen Luftspalt mit dem entsprechenden
Jochschenkel 15b bzw. 16b bilden. Zur Lagerung des Ankers dient eine vorzugsweise
aus ferromagnetischem Material bestehende Lagerfeder 19, welche an der Unterseite
des Ankers mit Nietungen 20 an diesem befestigt ist und mit seitlich abgebogenen Rastlappen
21 in entsprechenden Ausnehmungen des Dauermagneten 17 durch Rastung befestigt ist.
Die Lagerfeder 19 bildet eine Torsionsbandlagerung für den Anker. Durch diese Anordnung
und Form der Lagerfeder wird sichergestellt, daß der Anker reibfrei gelagert wird
und daß zugleich ein guter Flußübergang vom Dauermagneten 17 zum Anker 18 erfolgt.
Von oben wird der Anker außerdem durch eine an der Kappe 10 angeformte Rippe 22 in
der Lagerung gehalten bzw. gesichert. Da der Anker in seinem Schwerpunkt gelagert
ist, ist er in seinem Schaltzustand weitgehend unempfindlich gegen Erschütterungen.
[0014] Die Ankerbewegung wird über einen Schieber 23 auf einen noch zu beschreibenden Kontaktfedersatz
übertragen, wobei dieser Schieber zwischen der Seitenwand 5 des Grundkörpers und einer
Seitenwand der Kappe 10 angeordnet und senkrecht zur Anschlußebene bzw. zur Spulenachse
bewegbar ist. Diese Anordnung des isolierenden Schiebers zwischen isolierenden Wänden
ergibt lange, labyrinthartige Kriech- und Luftstrecken zwischen den Metallteilen des
Magnetsystems und dem Kontaktfedersatz. Die Kopplung zwischen Anker 18 und Schieber
23 erfolgt durch (zwei) Fortsätze 24 des Ankerendes 18b, die in entsprechende Ausnehmungen
25 des Schiebers eingreifen. Zur Sicherung ist außerdem ein Trennblech 26 mit jeweils
einem Haltelappen 26a versehen, der gemäß Figur 1 nach oben ooer gemäß der Detaildarstellung
in Figur 5 nach unten abgebogen sein kann. Eine andere Möclichkeit der Kopplung ist
in der Detaildarstellung von Figur 6 gezeigt. In diesem Fall ist am Ankerende 18b
jeweils ein hakenförmiger Fortsatz 27 angeformt, der in eine entsprechend gestaltete
Ausnehmung 28 des Schiebers 23 eingehängt wird. Auch andere Ausführungsformen dieser
Kopplung sind denkbar.
[0015] Der im Kontaktraum 9 unterhalb der Spule angeordnete Kontaktfedersatz besitzt eine
an einem Federträger 29 befestigte Kontaktfeder 30, welche an ihrem freien Ende gabelförmig
in zwei Federschenkel 31 und 32 aufgespalten ist. Oberhalb der Kontaktfeder 30 ist
ein feststehendes Schließerkontaktelement 33 angeordnet. Dabei bildet ein auf dem
Federschenkel 31 befestigtes bewegliches Hauptkontaktstück 34 mit einem gegenüberliegenden
feststehenden Hauptkontaktstück 35 des Kontaktelementes 33 einen Hauptkontakt, dessen
Kontaktstücke aus Edelmetall bestehen. Zusätzlich ist mit einem beweglichen Vorlaufkontaktstück
36 auf dem Federschenkel 32 und einem gegenüberliegenden feststehenden Vorlaufkontaktstück
37 am Kontaktelement 33 ein Vorlaufkontakt gebildet, dessen Kontaktstücke in bekannter
Weise aus Wolfram oder einem vergleichbaren Metall bestehen.
[0016] Bei der Montage werden der Kontaktfederträger 29 und das feststehende Schließerkontaktelement
33 von verschiedenen Seiten in den im unteren Teil U-förmigen Grundkörper 1 eingesteckt,
und zwar der Federträger 29 von der einen Seite, in Figur 2 von links, und das Schließerkontaktelement
33 in Figur 2 von rechts. Die Befestigung erfolgt jeweils durch Einpressen in entsprechende
Stecknuten.
[0017] Durch zusätzliches Verdrallen des Anschlußstifts 29a erreicht man ein sattes Aufliegen
des Federträgers 29 auf der Bodenwand 8. Durch diese Maßnahme ergibt sich für den
Kontaktabstand ein enges Toleranzfeld, das die Voraussetzung schafft, geringe Streuungen
der Relaiskennwerte zu erhalten.
[0018] Weiterhin wird bei der Montage der Schieber 23 mit seinem unteren Ende mit einer
Ausnehmung 38 über die hakenförmig gestalteten Enden 31a und 32a der Kontaktfeder
gesteckt und verrastet. Dies ist in Figur 7 gezeigt.
[0019] Im übrigen wird das Magnetsystem 2 bei der Montage von oben maßgenau zwischen die
Seitenwände 4, 5, 6 und 7 eingepreßt und zusätzlich durch Klebung fixiert. Damit entfällt
eine nachträgliche Justierung. Zur zusätzlichen Verbesserung der Isolation zwischen
Magnetsystem und Kontaktraum wird an der Stelle, wo der Abstand zwischen Magnetsystem
und Kontaktbereich kleiner als 2 mm ist, eine isolierende Folie 39 in einen längsseitigen
Grundkörperschlitz 40 eingeschoben. Durch diese Maßnahme entstehen die nach VDE-Vorschriften
geforderten drei Isolierwände.
[0020] Im vorliegenden Fall ist der Federträger 29 aus einem unmagnetischen, elektrisch
gut leitenden Werkstoff, beispielsweise einer Kupferlegierung, hergestellt. Da der
Anschlußstift 29a des Federträgers sich in Figur 1 in der Nähe des rechten Randes
des Grundkörpers befindet, während die Befestigungsstelle der Kontaktfeder nahe am
linken Rand liegt, erstreckt sich der Federträger fast über die gesamte Länge des
Relais. Der Strompfad des Federträgers ist auf diese Weise zwischen Anschlußstift
und Federbefestigung bewußt so lang gestaltet, damit gegenläufige Stromrichtungen
im Federträger einerseits und in der Kontaktfeder andererseits elektrodynamische Kräfte
erzeugen können, die die Schließerkontaktkraft erhöhen. Damit sollen bei einem Kurzschluß
sehr hohe Kontaktkräfte erzeugt werden, die den Kontaktübergangswiderstand verringern
und damit die Verschweißgefahr vermindern.
[0021] Allerdings könnte die Kontaktkrafterhöhung aufgrund der oben genannten gegenläufigen
Stromrichtungen zwischen Federträger und Feder bei längerer Lebensdauer des Relais
unter Umständen nicht ausreichen, weil sich der Abstand zwischen dem Federträger 29
und der Kontaktfeder 30 im Laufe der Zeit wegen des Kontaktabbrandes an den Kontaktstücken
zunehmend vergrößert. Durch diesen zunehmenden Abbrand sind auch die Kontaktkräfte,
die vom Magnetsystem über den Schieber auf die Kontaktfeder ausgeübt werden, ebenfalls
reduziert. Somit bestünde bei einem Kurzschluß unter Umständen trotzdem die Gefahr
eines Funktionsausfalls, wenn das Relais eine größere Zahl von Schaltspielen ausgeführt
hat.
[0022] Um dieser Gefahr zu begegnen, besteht im vorliegenden Fall das Schließerkontaktelement
aus ferromagnetischem Werkstoff; außerdem ist es in seinem (nicht vom Schaltstrom
durchflossenen) Mittelteil 33a abgekröpft, so daß es in diesem Bereich möglichst nahe
an der Kontaktfeder 30 liegt. Dies hat folgenden Effekt: Ein in der Mittelfeder fließender
Kurzschlußstrom erzeugt ein magnetisches Feld, das das ferromagnetische Schließerkontaktelement
anziehen möchte. Da dieses aber im Grundkörper fest verankert ist, wird umgekehrt
die Kontaktfeder zusammen mit ihrem Kontaktstück 34 an das feststehende Schließerkontaktelement
33 angezogen. Die Anziehungskraft wird umso größer, je kleiner der Abstand zwischen
der Kontaktfeder 30 und dem Schließerkontaktelement 33 ist. Diese zusätzliche Art
der Kontaktkraftverstärkung hat im Kurzschlußfall den ganz besonderen Vorteil, daß
sich die Anziehungskraft und damit auch die Kontaktkraft mit zunehmendem Kontaktabbrand
vergrößert.
[0023] So addieren sich bei der hier vorliegenden Kombination die beiden unterschiedlichen
Arten der Kontaktkraftverstärkung, nämlich einerseits die Abstoßung der Kontaktfeder
von ihrem stromdurchflossenen Federträger 29 und andererseits die Anziehung an das
ferromagnetische Schließerkontaktelement 33. Wenn bei Kontaktabbrand der eine Effekt
geringer wird, vergrößert sich gleichzeitig der andere Effekt, so daß das Relais während
seiner gesamen Lebensdauer auch bei einem Kurzschluß voll funktionsfähig bleibt. Die
hohen auftretenden Kurzschlußkontaktkräfte verhindern wegen des entstehenden niedrigen
Kontaktwiderstandes ein Verschweißen der Kontakte.
[0024] Das ferromagnetische Schließerkontaktelement 33 hat außerdem noch den Vorteil, daß
es den Lichtbogen anzieht, der beim Wolfram-Vorlaufkontakt 36, 37 beim Ein- und Ausschalten
entsteht. Dadurch wird der beispielsweise aus Silber bestehende Hauptkontakt 34, 35
durch die Wolfram-Verdampfung weniger stark verunreinigt. Die elektrische Leitfähigkeit
von Wolfram ist nämlich gegenüber der von Silber bei gleicher Kontaktkraft um den
Faktor 3,5 niedriger. Der geringeren Leitfähigkeit des Schließerkontaktelementes 33
wird übrigens durch zwei parallele Anschlußstifte 33b Rechnung getragen.
[0025] Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Kombination des polarisierten Wippanker-Magnetsystems
mit dem oben beschriebenen Kontaktsatz besteht auch darin, daß der Kontakt mit einer
Bewegung des Ankerarms 18b nach oben geschlossen wird. Dadurch kann das kürzere Schließerkontaktelement
oberhalb des längeren Federträgers 29, zwischen der Kontaktfeder 30 und der Spule
14 angeordnet werden. Auf diese Weise ergibt sich eine besonders günstige Raumausnutzung
unterhalb des Spulenkörpers, wodurch auch eine besonders kompakte Bauform des Relais
ermöglicht wird.
[0026] Es wäre aber auch eine Abwandlung des Relais in der Weise denkbar, daß zusätzlich
unterhalb der Kontaktfeder ein weiteres Gegenkontaktelement angeordnet würde, um so
einen Umschaltkontakt zu bilden. Der Federträger 29 müßte dann entsprechend anders
geformt werden.
[0027] In den Figuren 8 bis 10 ist noch eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäß
gestalteten Relais gezeigt. Soweit einzelne Teile dieses Ausführungsbeispiels nicht
im einzelnen beschrieben werden, sind sie gleich oder ähnlich wie bei dem vorherigen
Ausführungsbeispiel.
[0028] Das Relais gemäß Figuren 8 bis 10 besitzt einen Grundkörper 41, der nach oben im
wesentlichen wannenförmig und im unteren Teil U-förmig gestaltet ist, ähnlich wie
der Grundkörper 1. In den oberen Teil des Grundkörpers ist ein Magnetsystem 42 eingesetzt,
welches einen Spulenkörper 43 mit einer Wicklung 44 und zwei L-förmigen Kernjochen
45 und 46 aufweist. Die Kernjoche sind in diesem Fall so abgestuft, daß sie im Mittelbereich
übereinanderliegen und auf diese Weise größere Berührungsflächen im Überlappungsbereich
besitzen. Sie können in diesem Fall allerdings nicht identisch ausgebildet sein. Ein
auf der Spule liegender Dreipolmagnet 47 ist im Bereich seines Mittelpols dicker ausgeführt
und zu den beiden Endpolen hin abgeschrägt; so daß der über den Mittelpol gelagerte,
als ebene Platte ausgeführte Anker 48 eine Wippbewegung jeweils wahlweise zu einem
der beiden Kernjoche hin ausführen kann.
[0029] Der Anker 48 ist in seinem Mittelbereich mit einem Kunststoffring 49 umspritzt, welcher
zu beiden Seiten des Ankers jeweils einen Lagerzapfen 50 bildet. Über diese Lagerzapfen
50 ist der Anker beiderseits in Lagerbohrungen 51 des Grundkörpers drehbar gelagert.
[0030] Am rechten Ende des Ankers ist ein Betätigungsfinger 52 angeformt, der mit einem
Schieber 53 gekoppelt ist und diesen wie im vorhergehenden Fall stirnseitig vor der
Spule und senkrecht zu deren Achse bewegt. Über den Schieber 53 wird eine Kontaktfeder
54 betätigt, welche über einen Federträger 55 im Grundkörper befestigt ist. Ein Kontaktstück
56 der Kontaktfeder wirkt mit einem Kontaktstück eines Schließerkontaktelementes 58
zusammen, welches ebenfalls in Stecknuten des Grundkörpers verankert ist. Eine Bodenplatte
59 bildet zusammen mit einer Kappe 60 ein Gehäuse, welches das Relais allseitig umschließt.
[0031] Selbstverständlich sind auch verschiedene Kombinationen einzelner Elemente aus den
beiden beschriebenen Ausführungsbeispielen möglich, insbesondere was die Gestaltung
der Kontaktelemente und die Ausgestaltung als Öffner-, Schließer- oder Umschaltkontakt
betrifft.
1. Polarisiertes elektromagnetisches Relais mit einer Spule (11, 14; 43, 44), einem über
der Spule parallel zur Spulenachse angeordneten, langgestreckten Dauermagneten (17;
47), welcher an seinen beiden Enden jeweils gleichnamige Endpole und in seiner Mitte
einen dazu ungleichnamigen Mittelpol aufweist,
einem innerhalb der Spule angeordneten Kern (15, 16; 45, 46), der an beiden Enden
über Jochschenkel (15b, 16b; 45b, 46b) mit den beiden Enden des Dauermagneten gekoppelt
ist, sowie mit einem langgestreckten Wippanker (18; 48), der über dem Mittelpol des
Dauermagneten gelagert ist und mit beiden Jochschenkeln (15b; 16b; 45b; 46b) je einen
Arbeitsluftspalt bildet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anker (18) über eine unmittelbar an seinem Mittelabschnitt befestigte und
zu beiden Seiten an dem Dauermagneten (17) einrastbare Lagerfeder (19) gelagert ist,
daß unterhalb der Spule (11, 14; 43, 44) ein Kontaktsatz mit mindestens einer annähernd
parallel zur Spulenachse angeordneten Kontaktfeder (30; 54) und mindestens einem feststehenden
Kontaktelement (33; 58) angeordnet ist und
daß vor einer Stirnseite der Spule (11; 14; 43, 44) ein senkrecht zur Spulenachse
bewegbarer Schieber (23; 53) aus Isolierstoff angeordnet ist, der einerseits mit einem
beweglichen Ende des Ankers und andererseits mit einem beweglichen Ende der Kontaktfeder
gekoppelt ist.
2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktsatz in einem Grundkörper (1; 41) aus Isolierstoff mit zur Unterseite
herausgeführten Anschlußelementen angeordnet und durch diesen gegenüber dem Magnesystem
schachtel- bzw. labyrinthartig abgeschirmt ist.
3. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (1; 41) eine Trennwand (3) zwischen Kontaktsatz und Spule bildet,
an der nach oben angeformte Seitenwände (4, 5, 6, 7) das Magnetsystem und/oder nach
unten angeformte Seitenwände den Kontaktsatz umgeben.
4. Relais nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Trennwand (3) ein Schlitz (40) vorgesehen ist, in den von einer Seite
her eine Isolierstoffplatte (39) eingesteckt ist.
5. Relais nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper wannenförmig nach oben gezogene Seitenwände besitzt, zwischen
denen das Magnetsystem (2) auf Maß einpreßbar und in justierter Stellung fixierbar
ist.
6. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (23; 53) jeweils Ausnehmungen (25; 38) aufweist, in die deformierbare
Endabschnitte der Kontaktfeder (30) einerseits und ein Fortsatz des Ankers (18; 48)
andererseits eingreifen.
7. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der im wesentlichen gerade Anker (48) über einem gegenüber den Endpolen erhöhten
Mittelpol des Dauermagneten (47) gelagert ist.
8. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Dauermagnet (17) im wesentlichen die Form eines geraden Balkens besitzt und
daß der Anker (18) mit den Enden leicht von den Endpolen des Dauermagneten weggebogen
ist.
9. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn zeichnet, daß die Kontaktfeder (30; 54) mit einem starren Träger (29; 55) von einer Seite her
in eine Haltenut des Grundkörpers und ein feststehendes Schließerkontaktelement (33)
von der entgegengesetzten Seite in Befestigungsnuten des Grundkörpers (1) eingesteckt
sind.
10. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstelle zwischen der Kontaktfeder (30) und deren Träger (29) entgegengesetzt
zur Kontaktstelle liegt und daß Kontaktfeder und Träger über einen wesentlichen Teil
ihrer Länge annähernd parallel und in geringem Abstand voneinander verlaufen.
11. Relais nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließerkontaktelement (33) einen langgestreckten ferromagnetischen Abschnitt
(33a) aufweist, der sich der Kontaktfeder (30) gegenüberliegend über einen wesentlichen
Teil parallel zur Kontaktfeder erstreckt.
12. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (30) gespalten ist, wobei ein erster Federschenkel (31) mit
dem Schießerkontaktelement (33) einen mit Edelmetall gebildeten Hauptkontakt (34,
35) und ein zweiter Federschenkel (32) einen mit hochschmelzendem, Material gebildeten
Vorlaufkontakt (36, 37) bildet.
13. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern aus zwei identischen L-förmigen Teilen (15, 16) besteht.
1. Polarized electromagnetic relay having a coil (11, 14; 43, 44), an elongated permanent
magnet (17; 47) which is arranged above the coil and parallel to the coil axis and
which has like end poles at each of its two ends and a centre pole opposite thereto
in its centre, having a core (15, 16; 45, 46) which is arranged inside the coil and
which is coupled at both ends to the two ends of the permanent magnet by means of
yoke legs (15b, 16b; 45b, 46b), and also having an elongated rocking armature (18;
48) which is mounted above the centre pole of the permanent magnet and forms a working
air gap with each of the two yoke legs (15b, 16b; 45b, 46b), characterized in that
the armature (18) is mounted by means of a bearing spring (19) which is attached directly
to its centre section and can be latched on both sides to the permanent magnet (17),
in that a contact assembly having at least one contact spring (30; 54) arranged approximately
parallel to the coil axis and at least one fixed contact element (33; 58) is arranged
underneath the coil (11, 14; 43, 44) and in that there is arranged in front of one
end face of the coil (11, 14; 43, 44) a slide (23; 53) which can be moved perpendicular
to the coil axis and is made of insulating material and which is coupled, on the one
hand, to a movable end of the armature and, on the other hand, to a movable end of
the contact spring.
2. Relay according to Claim 1, characterized in that the contact assembly is arranged
in a main body (1; 41) made of insulating material with connecting elements brought
out to the underside and is screened by said main body in a box-like or labyrinth-like
fashion from the magnet system.
3. Relay according to Claim 2, characterized in that the main body (1; 41) forms a partition
(3) between contact assembly and coil, on which partition side walls formed on at
the top (4, 5, 6, 7) surround the magnet system and/or side walls formed on at the
bottom surround the contact assembly.
4. Relay according to Claim 3, characterized in that there is provided in the partition
(3) a slot (40) into which an insulating-material plate (39) is inserted from one
side.
5. Relay according to Claim 3, characterized in that the main body has side walls which
are drawn upward in trough-like fashion and between which the magnet system (2) can
be pressed in as a fit and can be fixed in an aligned position.
6. Relay according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the slide (23; 53)
has, in each case, recesses (25; 38) into which deformable end sections of the contact
spring (30), on the one hand, and an extension of the armature (18; 48), on the other,
fit.
7. Relay according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the essentially straight
armature (48) is mounted above a centre pole of the permanent magnet (47), which centre
pole is raised with respect to the end poles.
8. Relay according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the permanent magnet
(17) has essentially the shape of a straight beam and in that the armature (18) is
bent away slightly from the end poles of the permanent magnet at both ends.
9. Relay according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the contact spring
(30; 54) with a rigid support (29; 55) is inserted from one side into a retaining
groove of the main body and a fixed, normally open contact element (33) is inserted
into mounting grooves of the main body (1) from the opposite side.
10. Relay according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the joint between the
contact spring (30) and its support (29) is situated opposite the contact point and
in that contact spring and support extend approximately parallel and at a small spacing
from one another over a substantial section of their length.
11. Relay according to Claim 10, characterized in that the normally open contact element
(33) has an elongated ferromagnetic section (33a) which extends opposite the contact
spring (30) and parallel to the contact spring over a substantial section.
12. Relay according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the contact spring
(30) is split, a first spring leg (31) forming a main contact (34, 35) formed with
noble metal with the normally open contact element (33) and a second spring leg (32)
forming an early contact (36, 37) formed with refractory material.
13. Relay according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the core comprises
two identical L-shaped parts (15, 16).
1. Relais électromagnétique polarisé, comprenant une bobine (11, 14; 43, 44), un aimant
permanent (17; 47) de forme allongée disposé au-dessus de la bobine, parallèlement
à l'axe de bobine, lequel comporte à ses deux extrémités des pôles d'extrémité de
même nom et en son milieu un pôle central associé de nom contraire, un noyau (15,
16; 45, 46) disposé à l'intérieur de la bobine, qui est relié par ses deux extrémités,
par l'intermédiaire de branches de culasse (15b, 16b; 45b, 46b), aux deux extrémités
de l'aimant permanent et comprenant une armature à bascule (18; 48) de forme allongée,
qui est logée au-dessus du pôle central de l'aimant permanent et qui forme avec les
deux branches de culasse (15b, 16b; 45b, 46b) respectivement un entrefer de travail,
caractérisé en ce que l'armature (18) est logée par l'intermédiaire d'un ressort d'appui
(19) fixé directement à sa partie centrale et enclenchable de part et d'autre dans
l'aimant permanent (17), en ce qu'un jeu de contacts avec au moins une lame de contact
(30; 54) placée sensiblement parallèlement à l'axe de bobine et au moins un élément
de contact (33; 58) fixe est disposé au-dessous de la bobine (11, 14; 43, 44) et en
ce qu'une coulisse (23; 53) en matière isolante déplaçable verticalement par rapport
à l'axe de bobine est disposée devant une face de la bobine (11, 14; 43, 44), laquelle
coulisse est reliée d'une part à une extrémité mobile de l'armature et d'autre part
à une extrémité mobile de la lame de contact.
2. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que le jeu de contacts est disposé
dans un corps de base (1; 41) en matière isolante comportant des éléments de raccordement
sortant à la face inférieure, lequel corps de base la protège contre le système magnétique
par un blindage du type boîte ou labyrinthe.
3. Relais selon la revendication 2, caractérisé en ce que le corps de base (1; 41) forme
une paroi de séparation (3) entre le jeu de contacts et la bobine, où des parois latérales
(4, 5, 6, 7) formées de manière solidaire avec elle vers le haut entourent le système
magnétique et/ou des parois latérales formées de manière solidaire avec elle vers
le bas entourent le jeu de contacts.
4. Relais selon la revendication 3, caractérisé en ce que la paroi de séparation (3)
comporte une fente (40) dans laquelle est insérée par un côté une plaque isolante
(39).
5. Relais selon la revendication 3, caractérisé en ce que le corps de base possède des
parois latérales tirées vers le haut à la manière d'une cuvette, entre lesquelles
le système magnétique (2) peut être inséré sur mesure et bloqué en position ajustée.
6. Relais selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la coulisse
(23; 53) comporte à chaque fois des creux (25; 38), dans lesquels s'engrènent d'une
part des sections finales déformables de la lame de contact (30) et d'autre part un
prolongement de l'armature (18; 48).
7. Relais selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'armature
(48) essentiellement droite est logée au-dessus d'un pôle central de l'aimant permanent
(47), qui est surélevé par rapport aux pôles d'extrémité.
8. Relais selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'aimant
permanent (17) a essentiellement la forme d'une barre droite et en ce que l'armature
(18), à ses extrémités, est légèrement détournée des pôles d'extrémité de l'aimant
permanent.
9. Relais selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la lame
de contact (30; 54) est insérée avec un support (29; 55) rigide par un côté dans une
rainure de retenue du corps de base et un élément de contact de fermeture (33) fixe
par le côté opposé dans des rainures de fixation du corps de base (1).
10. Relais selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le point
de raccordement entre la lame de contact (30) et son support (29) est opposé au point
de contact et en ce que la lame de contact et le support s'étendent sur une partie
considérable de leur longueur de manière approximativement parallèle et à faible distance.
11. Relais selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'élément de contact de fermeture
(33) comporte une section ferromagnétique allongée (33a), qui, faisant face à la lame
de contact (30), s'étend sur une partie considérable de manière parallèle à la lame
de contact.
12. Relais selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la
lame de contact (30) est fendue, une première branche de lame (31) formant avec l'élément
de contact de fermeture (33) un contact principal (34, 35) en métal précieux et une
deuxième branche de lame (32) formant avec l'élément de contact de fermeture (33)
un contact à action préalable (36, 37) en matière à haut point de fusion.
13. Relais selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le
noyau se compose de deux pièces (15, 16) identiques en forme de L.