[0001] Die Erfindung betrifft eine Fangeinrichtung für einen auf Laufschienen geführten
Laufwagen eines Schräg- oder Senkrechtaufzugs mit je einer mittels selbsthemmender
Reibung an jeder Laufschiene angreifenden, aus einer exzentrisch gelagerten, in ihre
Wirkrichtung vorgespannten Kurvenscheibe, mit je einer Gegenwirkfläche als Eingriffsicherung,
so dass die Fangeinrichtung an den Laufschienen blockierend angreift, mit einer Auslöseeinrichtung
bei bspw. Seilbruch und/oder Überschreitung einer vorbestimmbaren Höchstgeschwindigkeit
des Laufwagens für den Eingriff der in Wirkrichtung vorgespannten Kurvenscheibe an
der zugehörigen Laufschiene, wobei der Laufwagen aus einem Hauptrahmen und aus einem
gegenüber diesem in Laufrichtung des Laufwagens schubbeweglich geführten Gleitrahmen,
wobei die Verbindung zwischen Gleitrahmen und Hauptrahmen beidseitig mit Hilfe von
jeweils einem elastisch nachgebenden Element vorgesehen ist.
[0002] Aus der FR-A-2506279 ist eine solche Fangvorrichtung bekannt. Diese Fangvorrichtung
verfügt über einen Wagen, der auf den Laufschienen aufsetzt. Dieser Wagen, dessen
tragendes Gerüst als Hauptrahmen bezeichnet ist, ist mit der Fangvorrichtung ausgerüstet.
Die beidseitigen Exzenterscheiben werden über ein Parallelogramm von den Laufschienen
fern gehalten, wenn das Parallelogramm durch den Zug des oder der entsprechenden Zugkabel
gehalten wird.
[0003] Auf diesem Hauptrahmen ist nun ein zweiter Wagen mit einem Gleitrahmen aufgesetzt,
der schubbeweglich in Fahrtrichtung auf dem Hauptrahmen aufsetzt. Dabei besteht eine
Verbindung zwischen den beiden Rahmen beidseitig über jeweils eine Zugfeder. Bei einem
Kabelbruch des Zugkabels wird ein Eckpunkt des Parallelogramms, nämlich der Eckpunkt,
an dem die Zugfeder eingreift, durch die Federkraft bewegt, so dass die Kurvenscheibe
selbsthemmend in Eingriff mit der Laufschiene kommt. Als Gegenlager dienen dabei die
Laufräder des Hauptrahmens. Die Federkraft des Verbindungselementes zwischen Hauptrahmen
und Laufrahmen dient dabei zur Regulierung der Schnelligkeit des Eingreifens bei unterschiedlichen
schiefen Ebenen. Bei horizontal verlaufenden Schienen wird keine Bremsung stattfinden.
[0004] Schienengebundene Schräg- oder Senkrechtaufzüge sind nach internationalen Standards
mit Fangbremsen zu versehen, um bei Notfällen, wie bspw. Seilbruch oder Überschreitung
der zulässigen Höchstgeschwindigkeit den Laufwagen bzw. Fahrkorb zum Stillstand zu
bringen. Als Fangbremsen werden überwiegend Reibungsbremsen eingesetzt, die in solchen
Fällen nach Auslösung durch geeignete Einrichtungen mit Reibbelägen an den Laufschienen
gleitend angreifen. Dies hat den Nachteil, daß der Bremsweg vom Greifen der Fangeinrichtung
bis zum Stillstand des Laufwagens sich nicht eindeutig vorherbestimmen läßt, weil
er vom momentanen Reibbeiwert an den Laufschienen abhängig ist; zunächst bestehen
die Laufschienen im allgemeinen aus Baustahl-Profilen mit unbearbeiteten Oberflächen
und können, insbesondere bei im Außenbereich errichteten Aufzügen, teilweise korrodiert
oder vereist sein, was den momentanen Reibbeiwert an der Reibpaarung und somit den
Bremsweg stark beeinflußt.
[0005] Bei Bauaufzügen, die ausschließlich für den Lastentransport vorgesehen sind, gibt
es als Fangbremsen und/oder Geschwindigkeitsbegrenzer auch Blockiereinrichtungen,
die an den Laufschienen kraftschlüssig angreifen oder gar formschlüssig in die Schienenführung
eingreifen, bspw. gemäß DE-GM 77 27 207 eine Sperrfangvorrichtung mit einem federvorgespannten
Exzenter als Kurvenscheibe, der den Laufwagen gegen einen Bremsblock an der Laufschiene
selbsthemmend festklemmt. Derartige Blockiereinrichtungen haben praktisch keinen nennenswerten
Bremsweg, wenn sie greifen ist dies mit dementsprechend hohen Bremsverzögerungen und
mit unerwünschten Geräuschen verbunden.
[0006] Eine Fangbremse und ein Geschwindigkeitsbegrenzer für einen schienengeführten Senkrechtaufzug
ist durch die DE-PS 119 240 bekannt geworden. Als Fangeinrichtung sind zwei drehbare,
durch eine Welle miteinander verbundene Exzenterscheiben vorgesehen, die ohne gleitende
Reibung an der jeweils zugehörigen Laufschiene angreifen und sie gegen einen Bremsblock
als Eingriffsicherung drücken; an jeder Exzenterscheibe kann die Drehachse quer zur
Laufrichtung des Fahrkorbs schubbeweglich ausweichen und ist über eine Feder oder
einen hydraulischen Buffer am Fahrkorbrahmen abgestützt. Bei dieser bekannten Fangbremse
entspricht der Hub an der Exzenterscheibe unmittelbar dem quergerichteten Dämpfungsweg,
da die Exzenterscheibe nicht blockierend an der Laufschiene angreift, sondern sich
bei der Bremsung an ihr abwälzt; der Dämpfungsweg ist daher recht kurz, so daß die
Bremsverzögerung beim Greifen der Fangeinrichtung dementsprechend hoch ist, weil die
Neigung der Kurve am Exzenter klein gewählt werden muß, damit ihr Eingriff an der
Laufschiene im Bereich selbsthemmender Reibung bleibt und für den Dämpfungsweg weniger
als die volle Umdrehung der Exzenterscheibe zur Verfügung steht. Als Dämpfungseinrichtung
für die kinetische Energie des Fahrkorbs kommt bei dieser bekannten Anordnung auch
eine Feder in Frage, da die Exzenterscheibe nicht zurückschwingen kann.
[0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Fangeinrichtung der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass der Laufwagen
bei jeder Art von Belastung sicher gebremst wird und sich zudem ein vom Hub der Fangeinrichtung
völlig unabhängiger Bremsweg einstellt.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss für eine Fangeinrichtung mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass die Drehachse der an einem Anschlag
gehaltenen Kurvenscheibe an dem Gleitrahmen gegenüber dem Hauptrahmen des Laufwagens
schubbeweglich geführt ist, dass die Gegenwirkflächen als Eingriffsicherung jeweils
aus einem mit dem Gleitrahmen fest verbundenen Bremsblock bestehen, dass das elastisch
nachgebende Element ein Stossdämpfer zur Dämpfung der Relativbewegung zwischen Gleitrahmen
und Hauptrahmen beim Eingriff der Kurvenscheiben an den Laufschienen ist.
[0009] Bei dieser Fangeinrichtung ist die Drehachse der Kurvenscheibe an dem Gleitrahmen
befestigt. Die Kurvenscheibe wirkt nun, sobald die Eingriffsicherung in Gestalt eines
Bremsblocks gegen die Schiene drückt. Dadurch wird gewährleistet, dass der Eingriff
sicher zustande kommt und eine definierte Gegenwirkfläche besteht. Demgegenüber wird
bei der FR-A-2506279 die Gegenwirkfläche durch die Räder gebildet, die auf den Laufschienen
abrollen.
[0010] In vorteilhafter und zweckmässiger Weiterbildung der Erfindung besteht die Auslöseeinrichtung
an jedem Exzenter aus je einem Abzugbügel, an dessen Anschlag der zugehörige Exzenter
anliegt und bei Normalfahrt ausser Eingriff gehalten wird und beide Abzugbügel sind
über eine Auslösewelle drehfest miteinander verbunden. Eine beliebige Auslösung greift
im Notfall an der Auslösewelle schwenkend an und hebelt beide Abzugbügel gleichzeitig
aus. Dadurch fallen beide Exzenter stets gleichzeitig ein und ein Schiefziehen des
Laufwagens wird sicher vermieden.
[0011] Als erste Auslöseeinrichtung ist bei der Erfindung eine Schlaffseilauslösung vorgesehen,
die aus einer am Hauptrahmen des Laufwagens mittig schwenkbar in einem Drehgelenk
gelagerten Wippe, an deren Hebeln die beiden Zugseile angreifen, und zwei an den Hebelenden
der Wippe schwenkbar in Drehgelenken gelagerten Schubstangen besteht, die an der Auslösewelle
schwenkbeweglich angreifen, um im Falle eines Seilbruchs eines der beiden Zugseile
die Fang- und Blockiereinrichtung auszulösen.
[0012] Unabhängig von der ersten ist bei der Erfindung als zweite Auslöseeinrichtung ein
Geschwindigkeitsbegrenzer vorgesehen, der aus einem an jeder Laufschiene drehbar am
Gleitrahmen gelagerten Sensorrad und zumindest einem am Sensorrad schwenkbeweglich
gelagerten, radial nach innen federvorgespannten, sichelförmigen Fliehgewicht besteht,
das mit einem Stift über einen Auslösehebel an der Auslösewelle schwenkbeweglich angreift,
um im Falle einer Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit des Laufwagens
die Fang- und Blockiereinrichtung auszulösen. Vorzugsweise sind an dem Geschwindigkeitsbegrenzer
zwei einander gegenüberliegene Fliehgewichte vorgesehen, die mittels einer Koppel
über zwei weitere Drehgelenke zu einem Gelenkparallelogramm zwangläufig miteinander
verbunden sind, so daß sie sich in radialer Richtung nur synchron bewegen können.
Die beiden Fliehgewichte sind zweckmäßig in einem mit dem Sensorrad drehfest verbundenen
Gehäusering angeordnet, der auf der dem Sensorrad abgewandten Seite mit einem Deckel
abgeschlossen ist, und im Deckel sind Schlitze angeordnet, die von den fliehgewichtfesten
Stiften durchgriffen sind; damit sind die rotierenden Fliehgewichte allseitig von
dem Gehäuse geschüzt umschlossen.
[0013] In besonders vorteilhafter Weiterbildung ist am Gehäusering des Drehzahlbegrenzers
zumindest eine Blattfeder einenends befestigt, die mit ihrem anderen Ende die Fliehgewichte
radial nach innen vorspannt, und der Gehäusering samt Blattfeder ist zur Bestimmung
der Auslösefliehkraft in Umfangsrichtung verdrehbar zwischen Deckel und Sensorrad
gehalten. Vorzugsweise sind zwei einander gegenüberliegende Blattfedern vorgesehen,
von denen jede auf ein zugehöriges Fliehgewicht einwirkt.
[0014] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel nach der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert:
- Fig.1
- zeigt den Laufwagen eines stationären Schrägaufzugs nach der Erfindung.
Fig.1a ist eine Draufsicht und die
Fig.1b und c sind die der Fig.1a entsprechenden Ansichten, jeweils von der Seite gesehen.
- Fig.2
- ist eine Schnittdarstellung entlang der Linie II-II in Fig.1b,
- Fig.3
- ist eine Ansicht in Richtung III-III der Fig.2,
- Fig.4
- zeigt den erfindungsgemäßen Geschwindigkeitsbegrenzer in einer Ansicht und in einem
Schnitt. In den
- Fig.5 und 6
- ist die Wirkungsweise der Fang- und Blockiereinrichtung nach der Erfindung in drei
maßgeblichen Betriebszuständen dargestellt, wobei die Darstellungen a) bis c) in
Fig.6 jeweils einem vergrößerten Ausschnitt der Fig.5 entsprechen und die beiden
Fig.5a) bzw. 6a) den Exzenter außer Eingriff zeigen, gemäß den
Fig.5b) bzw. 6b) hat die Fliehkraftauslösung den Exzenter in Anlage an die Laufschiene
gebracht und in den
Fig.5c) bzw. 6c) hat der Exzenter den Gleitrahmen an der Laufschiene blockiert und
den Laufwagen nach erfolgter Bremsung zum Stillstand gebracht.
[0015] Gemäß
Fig.1 ist der insgesamt mit 1 bezeichnete Laufwagen eines schienengebundenen und von einer
Seilwinde betriebenen stationären Schrägaufzugs dargestellt, die beiden am Laufwagen
1 angreifenden Zugseile sind in Fig.1a mit 7 bezeichnet. Der Laufwagen 1 besteht aus
einem Hauptrahmen 1
1, auf dem im Neigungswinkel α eine Plattform 1
3 über eine Stütze 1
4 schräg abgestützt ist. Die in Fig.1 waagrecht dargestellten Laufschienen 2 verlaufen
gegenüber der ebenen Horizotalen auf einem Gefälle im Neigungswinkel α, so daß die
Plattform 1
3 dann waagrecht steht, auf der ein im einzelnen nicht dargestellter Fahrkorb für Personen
oder Lastentransport aufgebaut ist. Der Laufwagen 1 hat am Hauptrahmen 1
1 zwei Achsen 1
5, an denen je eine zweiarmige Wippe 1
6 mittig schwenkbeweglich aufgenommen wird; an den Enden jeder Wippe 1
6 sind je zwei Laufräder 1
7 gelagert. Die Laufräder 1
7 greifen gemäß Fig.1c in das insgesamt mit 2 bezeichnete Schienensystem ein, dessen
Laufschienen aus zwei U-Profilen 2
1 bestehen, die mit kastenförmigen Rahmen 2
2 verschraubt und über nicht dargestellte Auflager auf Fundamenten am Hang abgestützt
sind.
[0016] Am Hauptrahmen 1
1 des Laufwagens 1 ist ein Gleitrahmen 1
1 in Laufrichtung A schubbeweglich aufgenommen und über beidseits angebrachte Stoßdämpfer
6 am Hauptrahmen 1
1 abgestützt. Am Gleitrahmen 1
1 ist oberhalb einer jeden Laufschiene 2
1 eine insgesamt mit 3 bezeichnete Fang- und Blockiereinrichtung angebracht, die von
zwei voneinander unabhängig wirkenden Auslöseeinrichtungen 4 bzw. 5 mit den Laufschienen
2
1 in Eingriff bringbar ist:
[0017] Die Fang- und Blockiereinrichtung 3 besteht gemäß den
Fig.2 und 3 jeweils aus zwei beidseits, oberhalb jeder Laufschiene 2
1 am Gleitrahmen 1
1 frei um seine Achse 3
11 drehbar am (in Fig.3 verdeckten) Anschlag 3
61 eines Abzugbügels 3
6 gehaltenen Exzentern 3
1. Jeder Exzenter 3
1 wird von einem fest an ihm angebrachten Fallgewicht 3
3 in seine Wirkrichtung W zum Eingriff mit der Laufschiene 2
1 vorgespannt und befindet sich, solange ihn der Abzugbügel 3
6 an seinem Anschlag 3
61 hält, mit gewissem Abstand oberhalb des oberen Schenkels 2
11 des die Laufschiene bildenden U-Profils 2
1. Die Wirkfläche des Exzenters 3
1 wird von einer Kurve gebildet, deren Steigung in Umfangsrichtung auf selbsthemmende
Reibung beim Eingriff mit dem oberen Schenkel 2
11 der Laufschiene 2
1 ausgelegt ist. Für die Eingriffsicherung sorgt ein fest am Gleitrahmen 1
1 angebrachter Bremsblock 3
2, der den oberen Schenkel 2
11 der Laufschiene 2
1 mit einer korrespondierenden Aussparung umgreift; in der in den Fig.2 und 3 dargestellten
Außereingriffstellung sowohl am Exzenter 3
1 als auch an dem ihm gegenüberliegenden Bremsblock 3
2, ein gewisses Lüftspiel L zum oberen Schenkel des U-Profils 2
1 vorgesehen. Beide Abzugbügel 3
6 sind über eine Auslösewelle 3
6 drehfest miteinander verbunden. Wird die Auslösewelle 3
6 gedreht, bspw. durch Betätigung des in den Fig.2 und 3 dargestellten, fest mit Abzugbügel
3
6 und Auslösewelle 3
6 verbundenen Auslösehebels 3
5, dann gerät der Abzugbügel 3
6 an beiden Exzentern 3
1 gleichzeitig außer Eingriff und das Fallgewicht 3
3 dreht den Exzenter 3
1 in seine Wirkrichtung W zum Eingriff mit der Laufschiene 2
1.
[0018] Es sind zwei voneinander unabhängig wirkende Auslöseeinrichtungen vorgesehen, die
im Notfall für den Eingriff der Fang- und Blockiereinrichtung 3 an den Laufschienen
2
1 sorgen. Die Schlaffseilauslösung geht am besten aus Fig.1a) hervor und ist insgesamt
mit 4 bezeichnet; weiter ist an jeder der beiden Fang-und Blockiereinrichtungen 3
ein insgesamt mit 5 bezeichneter Geschwindigkeitsbegrenzer angeordnet, der die Fang-
und Blockiereinrichtung 3 unabhängig von der Schlaffseilauslösung 4 anspricht, wenn
der Laufwagen 1 in Fahrtrichtung A abwärts seine vorbestimmte Höchstgeschwindigkeit
überschreitet, bswp. wegen eines Ausfalls der Seilwindenbremse.
[0019] Die in Fig.1a) dargestellte Schlaffseilauslösung 4 besteht aus einer im Drehgelenk
4
11 mittig schwenkbar am Hauptrahmen 1
1 gelagerten Wippe 4
1. An den einander gegenüberliegenden Hebeln der Wippe 4
1 greifen die beiden Zugseile 7 an. An beiden Hebelenden der Wippe 4
1 sind Schubstangen 4
2 in Drehgelenken 4
21 schwenkbeweglich gelagert, die jeweils über Schlitze 4
22 an einem Stift 3
41 der Auslösewelle 3
4 der Fang- und Blockiereinrichtung 3 angreifen. Die Länge der Schlitze 4
22 in den Schubstangen 4
2 ist auf den Dämpfungshub D bei der Bremsung abgestimmt. Im Falle eines Seilbruchs
eines der beiden Zugseile 7 zieht das straffe andere Seil 7 die Wippe 4
1 in die in Fig.1a) gestrichelt dargestellte geschwenkte Lage, wodurch die Auslösewelle
3
4 an ihren Stiften 3
41 über die Schubstangen 4
2 gedreht wird, wodurch die Abzugbügel 3
6 an beiden Exzentern 3
1 außer Eingriff geraten und die Exzenter 3
1 auf die Laufschienen 2
1 greifen.
[0020] Der insgesamt mit 5 bezeichnete Geschwindigkeitbegrenzer geht im einzelnen aus
Fig.4 hervor. Ein Sensorrad 5
1 ist an jeder Laufschiene 2
1 auf einer gleitrahmenfesten Sensorradachse 5
11, die sich mit der Exzenterdrehachse 3
11 deckt, frei drehbar gelagert und rollt unter der Last des Gleitrahmens 1
2 auf dem oberen Schenkel 2
11 des die Laufschiene bildenden U-Profils 2
1 ab; seine Drehrichtung bei Fahrtrichtung A abwärts ist ebenfalls mit A bezeichnet.
Mit dem Sensorrad 5
1 ist ein ringförmiges Gehäuse 5
2 fest verbunden und seitlich mit einem Gehäusedeckel 5
21 verschlossen. Im Gehäuse 5
2 befindet sich eine Fliehkraft-Auslöseeinrichtung:
[0021] Zwei einander gegenüberliegende sichelförmige Fliehgewichte 5
3,5
3' sind jeweils einenends in Drehgelenken 5
4 bzw. 5
4' schwenkbar am Sensorrad 5
1 gelagert und haben an ihrem anderen Ende je einen festen Stift 5
31, der einen schrägen Schlitz 5
7 im Gehäusedeckel 5
21 durchgreift, wie dies in Fig.4 rechts unten dargestellt ist. Die beiden Fliehgewichte
5
3,5
3' sind über eine Koppel 5
6 in zwei weiteren Drehgelenken 5
5,5
5' zwangläufig zu einem Gelenkparallelogramm verbunden, führen also als Kurbeln eines
Parallelkurbelgetriebes stets zueinander synchrone Bewegungen aus. Das Gelenkparallelogramm
mit den Drehgelenken 5
4-5
5-5
5'-5
4' ist so aufgebaut, daß die Koppel am einen Fliehgewicht 5
3 auf der ihm abgewandten Seite und am anderen Fliehgewicht 5
3' auf der ihm zugewandten Seite seiner Lagerung 5
4 bzw. 5
4' im Drehgelenk 5
5 bzw. 5
5' angreift. Am Gehäusering 5
2 sind zwei einander gegenüberliegende Blattfedern 5
8 befestigt, die auf das jeweils zugehörige Fliehgewicht 5
3,5
3' radial nach innen einwirken und mit ihrem Angriffspunkt am Fliehgewicht 5
3 zur sensorradfesten Lagerung 5
4 den Hebelarm H bestimmen; dadurch werden die Fliehgewichte 5
3,5
3' in definierter Weise vorgespannt. Durch Verdrehung des zwischen Gehäusedeckel 5
21 und Sensorrad 5
1 geklemmten Gehäuserings 5
2 läßt sich die wirksame Länge des Hebelarms H verändern und somit die Fliehkraftauslösung
und damit die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Laufwagens 1 definiert vorbestimmen.
[0022] Wenn also bei zu hoher Drehzahl des Sensorrades 5
1 die Fliehkraft der Fliehgewichte 5
3 die eingestellte Vorspannkraft der beiden Blattfedern 5
8 überwindet, schwenken die den Gehäusedeckel 5
21 im Schlitz 5
7 durchgreifenden Stifte 5
31 von ihrem radial inneren Anschlag im Abstand R
1 zur Drehache 5
11 radial nach außen und schlagen im Abstand R
2 am anderen Ende des Schlitzes 5
7 an, wodurch sie in Eingriff mit dem in den Fig.2 und 3 dargestellten Auslösehebel
3
5 der Fang- und Blockiereinrichtung 3 geraten und den Abzugbügel 3
6 auslösen.
[0023] Die Wirkungsweise der Fang- und Blockiereinrichtung 3 wird nachstehend in Verbindung
mit dem Geschwindigkeitsbegrenzer 5 anhand der
Fig.5 und 6 im einzelnen erläutert, deren Fig. a) bis c) einander unmittelbar entsprechen, wobei
die den Laufwagen 1 betreffenden Einzelheiten besser aus Fig.5 hervorgehen, während
die die Fang- und Blockiereinrichtung 3 und die Fliehkraftauslösung 5 betreffenden
Einzelheiten am besten anhand der Fig.6 ersichtlich sind:
[0024] Die Laufrichtung bei Fahrtrichtung Abwärts ist mit A bezeichnet; die Fang- und Blockiereinrichtung
3 ist in ihrer Wirkrichtung W mit der Laufschiene 2 in Eingriff bringbar.
[0025] In den beiden
Fig.a) ist der Normalzustand dargestellt. Das Sensorrad 5
1 rollt unter der Gewichtsbelastung durch den Gleitrahmen 1
2 auf dem oberen Schenkel 2
11 der Laufschiene 2
1 ab, ohne zu gleiten. Der Exzenter 3
1 samt Fallgewicht 3
3 ist am Anschlag 3
61 (in Fig.6b) sichtbar) des Abzugbügels 3
6 gehalten und durch das Fallgewicht 3
3 in Wirkrichtung W vorgespannt. Die Fliehgewichte 5
3 befinden sich bei Normaldrehzahl unter der Vorspannung durch die Blattfeder 5
9 an ihrem radial inneren Anschlag R
1 (gemäß Fig.4), an dem ihre Stifte 5
31 um die Achse 5
11 rotieren ohne am Auslösehebel 3
5 anzuschlagen. Der Stoßdämpfer 6 ist im dargestellten Normalzustand eingefahren.
[0026] Gemäß den beiden
Fig.b) habe der Laufwagen 1, aus welchen Gründen auch immer, seine zulässige Höchstgeschwindigkeit
überschritten, so daß die Fliehkraftauslösung des Geschwindigkeitsbegrenzers 5 greift,
d.h. ihre Blattfedervorspannung überwindet, und die beiden jeweils als Kurbel eines
Gelenkparallelogramms geführten Fliehgewichte 5
3 gemeinsam mit ihren Stiften 5
31 radial nach außen schwenken und am radial äußeren Anschlag R
2 (gemäß Fig.4) im Schlitz 5
7 des Gehäusedeckels 5
21 anschlagen. Dadurch gerät einer der beiden Stifte 5
31 mit dem Auslösehebel 3
5 in Eingriff und lüftet den Abzugbügel 3
6 durch Drehung der Auslösewelle 3
4. An dem an der anderen Laufschiene 2
1 befindlichen Exzenter 3
1 geschieht dasgleiche, da beide Auslöseeinrichtungen über die Auslösewelle 3
4 drehfest miteinander verbunden sind. Die freigewordenen Fallgewichte 3
3 drehen den radial vorspringenden Teil der Kurve am jeweils zugehörigen Exzenter 3
1 aus der in Fig.6b) gestrichelt eingezeichneten Lage (des Fallgewichts 3
3a) der Fig.6a)) in Richtung des Pfeiles W in die in Fig.6b) mit durchgezogenen Linien
dargestellte Lage 3
3b, in der der Exzenter 3
1 den oberen Schenkel 2
11 der Laufschiene 2
1 kontaktiert.
[0027] Nach erfolgter kraftschlüssiger Anlage des Exzenters 3
1 am oberen Schenkel 2
11 der Laufschiene 2
1 wälzt seine Kurve gemäß den
Fig.c) aus der in Fig.6c) gestrichelt eingezeichneten Lage (des Fallgewichts 3
3b) der Fig.6b) in die in Fig.6c) mit durchgezogenen Linien dargestellte Lage 3
3c weiter ab, ohne zu gleiten, da die Reibpaarung zwischen Laufschiene 2
1 und Exzenter 3
1 auf selbsthemmende Reibung ausgelegt ist, bis das in Fig.2 eingetragene Lüftspiel
L zwischen Bremsblock 3
2 und der unteren Fläche am oberen Schenkel 2
11 der Laufschiene 2
1 überwunden ist und die Gegenwirkfläche am Bremsblock 3
2 ebenfalls kraftschlüssig am oberen Schenkel 2
11 der Laufschiene 2
1 anliegt. In der Lage 3
3c des Fallgewichts 3
3 ist der Gleitrahmen 1
2 des Laufwagens 1 an der Laufschiene 2
1 blockiert, so daß erst jetzt die eigentliche Bremsung einsetzt, indem der Hauptrahmen
1
1 des Laufwagens 1 gegen den zwischen Gleitrahmen 1
2 und Hauptrahmen 1
1 angeordneten Stoßdämper 6 aufläuft und sich relativ zum Gleitrahmen 1
2 in Laufrichtung A verschiebt, so daß der Stoßdäpfer 6 ausfährt.
[0028] Der maximale Dämpfungs- und Bremsweg ist den Fig.5 und 6 mit D bezeichnet und läßt
sich in geeigneter Weise für den jeweiligen Anwendungsfall durch Auslegung der zugehörigen
Komponenten bemessen. Zweckmäßig wird am Hauptrahmen 1
1 ein Endpuffer 1
8 angeordnet, gegen den der Gleitrahmen 1
2 auffahren kann, wenn der Laufwagen 1 überlastet ist.
[0029] Beim Greifen der Schlaffseilauslösung 4 wirkt die.Fang- und Blockiereinrichtung 3
analog, lediglich die Drehung der Auslösewelle 3
4 zum Lüften des Abzugbügels 3
6 wird von der Schubstange 4
2 der Schlaffseilauslösung 4 eingeleitet.
[0030] Nach Beseitigung der jeweiligen Störungsursache lassen sich die Exzenter 3
1 der Fang- und Blockiereinrichtung 3 unter Zuhilfenahme der Seilwinde von den Laufschienen
2
1 freidrehen und wieder am zugehörigen Abzugbügel 3
6 einhängen.
| Bezugszeichenliste |
| 1 Laufwagen |
5 Geschwindigkeitsbegrenzer |
| 11 Hauptrahmen |
51 Sensorrad |
| 12 Gleitrahmen |
511 Sensorradachse |
| 13 Plattform |
52 Gehäusering |
| 14 Stütze |
521 Gehäusedeckel |
| 15 Achse |
53 Fliehgewicht |
| 16 Laufwippe |
531 Stift |
| 17 Laufrad |
54 Drehgelenk |
| 18 Endpuffer |
55 Drehgelenk |
| |
56 Koppel |
| 2 Laufschienen |
57 Schlitz |
| 21 U-Profil (Laufschiene) |
59 Blattfeder |
| 211 Schenkel |
|
| 212 Steg |
|
| 22 Rahmen |
6 Stoßdämpfer |
| 3 Fang- und Blockiereinrichtung |
7 Zugseil |
| 31 Exzenter |
|
| 311 Exzenterdrehachse |
|
| 32 Bremsblock |
|
| 33 Fallgewicht |
|
| 34 Auslösewelle |
|
| 341 Stift |
A Fahrtrichtung abwärts |
| 35 Auslösehebel |
D Dämfung, Bremsweg |
| 36 Abzugbügel |
H Hebelarm |
| 361 Anschlag |
L Lüftspiel |
| 4 Schlaffseilauslösung |
R1 radialer Anschlag |
| 41 Wippe |
R2 radialer Anschlag |
| 411 Drehgelenk |
|
| 42 Schubstange |
|
| 421 Drehgelenk |
|
| 422 Schlitz |
α Neigungswinkel |
1. Fangeinrichtung für einen auf Laufschienen (2) geführten Laufwagen (1) eines Schräg-
oder Senkrechtaufzugs mit je einer mittels selbsthemmender Reibung an jeder Laufschiene
(2) angreifenden, aus einer exzentrisch gelagerten, in ihre Wirkrichtung vorgespannten
Kurvenscheibe (Exzenter 31), mit je einer Gegenwirkfläche (32) als Eingriffsicherung, so dass die Fangeinrichtung (3) an den Laufschienen (2) blockierend
angreift, mit einer Auslöseeinrichtung (4 bzw. 5) bei bspw. Seilbruch und/oder Überschreitung
einer vorbestimmbaren Höchstgeschwindigkeit des Laufwagens (1) für den Eingriff der
in Wirkrichtung vorgespannten Kurvenscheibe (31) an der zugehörigen Laufschiene (2), wobei der Laufwagen (1) aus einem Hauptrahmen
(11) und aus einem gegenüber diesem in Laufrichtung (A) des Laufwagens (1) schubbeweglich
geführten Gleitrahmen (12), wobei die Verbindung zwischen Gleitrahmen (12) und Hauptrahmen (11) beidseitig mit Hilfe von jeweils einem elastisch nachgebenden Element (6) vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (311) der an einem Anschlag (361) gehaltenen Kurvenscheibe (31) an dem Gleitrahmen (12) gegenüber dem Hauptrahmen (11) des Laufwagens (1) schubbeweglich geführt ist, dass die Gegenwirkflächen (32) als Eingriffsicherung jeweils aus einem mit dem Gleitrahmen fest verbundenen Bremsblock
(32) bestehen, dass das elastisch nachgebende Element ein Stossdämpfer (6) zur Dämpfung
der Relativbewegung zwischen Gleitrahmen (12) und Hauptrahmen (11) beim Eingriff der Kurvenscheiben (3) an den Laufschienen (2) ist.
2. Fangeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vorspannung jedes
Exzenters (31) ein Fallgewicht (33) dient, das fest am Exzenter (31) angebracht ist.
3. Fangeinrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Auslöseeinrichtung (4 bzw. 5) an jedem Exzenter (31) aus je einem Abzugbügel (36) mit einem Anschlag (36) besteht, die über eine Auslösewelle (34) drehfest miteinander verbunden sind.
4. Fangeinrichtung für einen seilbetriebenen Laufwagen (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß als erste Auslöseeinrichtung eine Schlaffseilauslösung (4) vorgesehen ist, die
aus
- einer am Hauptrahmen (11) des Laufwagens (1) mittig schwenkbar (Drehgelenk 411) gelagerten Wippe (41), an deren Hebeln die Zugseile (7) angreifen, und
- zwei an den Hebelenden der Wippe (41) schwenkbar (Drehgelenk 421) gelagerten Schubstangen (42) besteht,
- die an der Auslösewelle (34) schwenkbeweglich angreifen.
5. Fangeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß als zweite Auslöseeinrichtung ein Geschwindigkeitsbegrenzer (5) vorgesehen ist,
der aus
- einem an jeder Laufschiene (2) drehbar (Achse 511) am Gleitrahmen (12) gelagerten Sensorrad (51) und
- zumindest einem am Sensorrad (51) schwenkbeweglich gelagerten, radial nach innen federvorgespannten, sichelförmigen
Fliehgewicht (53) besteht,
- das mit einem Stift (531) an der Auslösewelle (34) schwenkbeweglich angreift.
6. Fangeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei einander gegenüberliegene Fliehgewichte (53) vorgesehen sind, die mittels einer Koppel (56) über zwei weitere Drehgelenke (55) zu einem Gelenkparallelogramm (54-55-55'-54') zwangläufig derart miteinander verbunden sind, daß sie in radialer Richtung synchron
beweglich sind.
7. Fangeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Fliehgewichte (53) in einem mit dem Sensorrad (51) drehfest verbundenen Gehäusering (52) angeordnet sind, der auf der dem Sensorrad (51) abgewandten Seite mit einem Deckel (521) abgeschlossen ist, und daß im Deckel (521) Schlitze (51) angeordnet sind, die von den fliehgewichtfesten Stiften (531) durchgriffen sind.
8. Fangeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß am Gehäusering (52) zumindest eine Blattfeder (58) einenends befestigt ist, die mit ihrem anderen Ende die Fliehgewichte (53) radial nach innen vorspannt, und daß der Gehäusering (52) samt Blattfeder (58) zur Bestimmung der Auslösefliehkraft in Umfangsrichtung verdrehbar zwischen Deckel
(521) und Sensorrad (51) gehalten ist.
9. Fangeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei einander gegenüberliegende Blattfedern (58) auf je ein zugehöriges Fliehgewicht (53) einwirken.
1. The catching device of an inclined or vertical lift's carriage (1) guided on rails
(2), said lift including a cam disk assembly (eccentric disk 31) mounted in an eccentric way and prestressed in the active direction at each rail
(2) with self-locking friction, whereby the antagonistic surfaces (32) insure the engagement respectively, so that the catching device (3) engages the
rails (2) in an blocking relationship, with an releasing device (4, 5) in the case
that a cable breaks and/or the allowed velocity of the carriage (1) is exceeded for
engagement with the cam disk assembly (31) at the associated rail (2), whereby the carriage (1) is composed of a main frame
(11) and of a slide frame (12) which is slidably mounted in the direction of the movement (A) of the carriage (1),
whereby the connection between slide frame (12) and main frame (11) comprises on both sides an elastic means (6), characterized in that the axis of
rotation (311) of the cam disk assembly (31) held against an abutment (361) at the slide frame (12) is slidably mounted opposite to the main frame (11) of the carriage (1), in that the antagonistic surfaces (32) insuring the engagement comprise brake blocks (32) mounted with the slide frame, and in that the elastic means is a shock absorber
(6) for damping the relative movement between slide frame (12) and main frame (11) when the cam disk assembly (3) engages the rails (2).
2. The catching device as claimed in claim 1, further comprising a gravity weight (33) mounted with each eccentric disk (31) to prestress the eccentric disk (31).
3. The catching device as claimed in claim 1 or claim 2, characterized in that the releasing
devices (4 and 5) comprise a retreat bow (36) with an abutment (361) at each eccentric disk (31), which are connected together with a release shaft (34).
4. The catching device for a carriage (1) as claimed in claim 3, wherein said first releasing
device comprises a slack rope release (4), comprising:
- The rocker (41), swively (swivel joint 411) mounted to said main frame (11) of the carriage (1) and to which ends said cables (7) are connected, and
- push rods (42), swively (swivel joint 421) coupled to the ends of said rocker (41),
- for swively engaging said release shaft (34).
5. The catching device as claimed in claim 3, wherein said second releasing device comprises
an overspeed safety device (5) comprising
- one sensor wheel (51) which is rotably (axis 511) mounted on each rail (2) with the slide frame (12), and
- at least one crescent fly weight (53), swively mounted to said sensor wheel (51) and prestressed radially inward toward an axis of rotation of said sensor wheel
(51),
- said at least one crescent fly weight (53) having a pin (531) swively engaging the release shaft (34).
6. The catching device as claimed in claim 5, further comprising two opposing fly weights
(53), connected together by a coupler (56) via two swivel joints (55) to form a joint parallelogram (54-55-55'-54') so that said fly weights (53) move synchronously in a radial direction of said sensor wheel.
7. The catching device as claimed in claim 6, wherein the two fly weights (53) are disposed in a case ring (52) connected with the sensor wheel (51), whereby the case ring (52) is closed on the side opposite to the sensor wheel (51) with a case cover (521), said case ring (52) has slots (51) therein through which said pins (531) protrude.
8. The catching device as claimed in claim 7, wherein an end of said at least one leaf
spring (58) is attached to the case ring (52) and another end of said leaf spring (58) presses said fly weights (53) radially toward said axis of rotation of said sensor wheel (51), wherein the case ring (52) together with the leaf spring (58) is rotably mounted in the direction of the circumference between case cover (521) and sensor wheel (51) for the determination of the releasing centrifugal force.
9. The catching device as claimed in claim 8, wherein each two of said leaf springs (58) are mounted opposite to each other to engage one associated fly weight (53).
1. Dispositif de saisie pour une cabine (1), guidée sur des rails (2), d'un ascenseur
oblique ou vertical comportant un disque à came respectif (excentrique 31), s'accrochant sur chaque rail (2) avec un système de frottement autobloquant, est
monté de façon excentrique et est précontraint dans sa direction d'action, et comportant
respectivement une surface active antagoniste (32) en tant que système de sécurité d'accrochage, de sorte que le dispositif de saisie
(3) s'accroche au rail (2) avec un effet de blocage et comportant un dispositif de
déclenchement (4 ou 5) par exemple dans le cas d'une rupture de câble et/ou d'un dépassement
d'une vitesse maximale pouvant être prédéterminée de la cabine (1) pour l'accrochage
du disque à came (31), précontraint dans la direction d'action, sur le rail associé (2), et dans lequel
la cabine (1) est constituée par un cadre principal (11) et par un cadre coulissant (12) qui est guidé par rapport au cadre précédent de manière à être déplacé en poussée
dans la direction de circulation (A) de la cabine (1), et dans lequel la liaison entre
le cadre coulissant (12) et le cadre principal (11) est établie des deux côtés à l'aide d'éléments respectifs (6) qui fléchissent élastiquement,
caractérisé en ce que l'axe de rotation (311) du disque à came (31), qui est retenu sur une butée (361) est guidé, de manière à être déplaçable en poussée, par rapport au cadre principal
(11) de la cabine (1), que les surfaces d'action antagonistes (32) en tant que système de sécurité d'accrochage sont constituées respectivement par
un bloc de frein (32) qui est relié de façon fixe au cadre coulissant, et que l'élément, qui fléchit élastiquement,
est un amortisseur (6) servant à amortir le déplacement relatif entre le cadre coulissant
(12) et le cadre principal (11) lors de l'accrochage des disques à came (3) aux rails (2).
2. Dispositif de saisie selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour la précontrainte
de chaque excentrique (31), on utilise un contrepoids (31), qui est monté de façon fixe sur l'excentrique (31).
3. Dispositif de saisie selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en
ce que le dispositif de déclenchement (4 ou 5) sur chaque excentrique (31) est constitué respectivement par des étriers de tirage (36) respectifs comportant une butée (36 ) et qui sont reliés entre eux avec blocage en rotation par l'intermédiaire d'un
arbre de déclenchement (34).
4. Dispositif de saisie pour une cabine (1) entraînée par un câble selon la revendication
3, caractérisé en ce qu'il est prévu comme premier dispositif de déclenchement un
dispositif de déclenchement à câble lâche (4), qui est constitué par :
- un organe basculant (41) monté de manière à pouvoir pivoter en position centrée (articulation de rotation
411) sur le cadre principal (11) de la cabine (1) et aux leviers duquel est accroché le câble de traction (7), et
- deux barres travaillant en poussée (42) montées de manière à pouvoir pivoter (articulation de rotation 421) sur les extrémités des leviers de l'organe basculant (41),
- qui sont accrochées, de manière à pouvoir pivoter, à l'arbre de déclenchement (34).
5. Dispositif de saisie selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'il est prévu comme
second dispositif de déclenchement un limiteur de vitesse (5), qui est constitué par
- une roue de détection (51) montée de manière à pouvoir tourner (axe 511) sur chaque rail (2) sur le cadre coulissant (12), et
- par au moins une masselotte en forme de croissant (53), qui est montée de manière à pouvoir pivoter sur la roue de détection (51) et est précontrainte radialement par un ressort, et
- qui est accrochée, de manière à pouvoir pivoter, à une tige (531) située sur l'arbre de déclenchement (34).
6. Dispositif de saisie selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'il est prévu deux
masselottes (53) situées à l'opposé l'une de l'autre et qui sont reliées entre elles d'une manière
imposée au moyen d'une bielle (56) et par l'intermédiaire de deux autres articulations de rotation (55), pour former un parallélogramme articulé (54-55-55'-54') de telle sorte qu'elles sont déplaçables de façon synchrone dans la direction radiale.
7. Dispositif de saisie selon la revendication 6, caractérisé en ce que les deux masselottes
(53) sont disposées dans un boîtier annulaire (52) qui est relié avec blocage en rotation à la roue de détection (51) et qui est fermé, sur son côté tourné à l'opposé de la roue de détection (51), par un couvercle (521), et que dans le couvercle (521) sont aménagées des fentes (51), qui sont traversées par les tiges (531) solidaires des masselottes.
8. Dispositif de saisie selon la revendication 7, caractérisé en ce que sur le boîtier
annulaire (52) est fixé, par une extrémité, au moins un ressort à lame (58), qui, par son autre extrémité, précontraint radialement vers l'intérieur les masselottes
(53), et que le boîtier annulaire (52) ainsi que le ressort à lame (58) sont retenus de manière à pouvoir tourner dans la direction circonférentielle entre
le couvercle (521) et la roue de détection (51), pour la détermination de la force centrifuge de déclenchement.
9. Dispositif de saisie selon la revendication 8, caractérisé en ce que deux ressorts
à lame (58), situés à l'opposé l'un de l'autre, agissent sur des masselottes respectives associées
(53).