(19)
(11) EP 0 640 552 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.09.1998  Patentblatt  1998/37

(21) Anmeldenummer: 94810476.5

(22) Anmeldetag:  17.08.1994
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B66B 5/20

(54)

Fang- und Blockiereinrichtung für einen auf Laufschienen geführten Laufwagen eines Schräg- oder Senkrechtaufzugs

Catching and clamping device of an inclined or vertical lift's car guided on rails

Dispositif de blocage et d'accrochage pour le chariot guidé sur rails d'un ascenseur oblique ou vertical


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB GR IT LI MC SE

(30) Priorität: 24.08.1993 CH 2510/93

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
01.03.1995  Patentblatt  1995/09

(73) Patentinhaber: GARAVENTA HOLDING AG
CH-6410 Goldau (CH)

(72) Erfinder:
  • Gerber, Hans
    Surrey, BC V3S 4S6 (CA)

(74) Vertreter: Schick, Carl et al
Isler & Pedrazzini AG Patentanwälte Postfach 6940
8023 Zürich
8023 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-B- 2 826 309
FR-A- 2 506 279
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Fangeinrichtung für einen auf Laufschienen geführten Laufwagen eines Schräg- oder Senkrechtaufzugs mit je einer mittels selbsthemmender Reibung an jeder Laufschiene angreifenden, aus einer exzentrisch gelagerten, in ihre Wirkrichtung vorgespannten Kurvenscheibe, mit je einer Gegenwirkfläche als Eingriffsicherung, so dass die Fangeinrichtung an den Laufschienen blockierend angreift, mit einer Auslöseeinrichtung bei bspw. Seilbruch und/oder Überschreitung einer vorbestimmbaren Höchstgeschwindigkeit des Laufwagens für den Eingriff der in Wirkrichtung vorgespannten Kurvenscheibe an der zugehörigen Laufschiene, wobei der Laufwagen aus einem Hauptrahmen und aus einem gegenüber diesem in Laufrichtung des Laufwagens schubbeweglich geführten Gleitrahmen, wobei die Verbindung zwischen Gleitrahmen und Hauptrahmen beidseitig mit Hilfe von jeweils einem elastisch nachgebenden Element vorgesehen ist.

    [0002] Aus der FR-A-2506279 ist eine solche Fangvorrichtung bekannt. Diese Fangvorrichtung verfügt über einen Wagen, der auf den Laufschienen aufsetzt. Dieser Wagen, dessen tragendes Gerüst als Hauptrahmen bezeichnet ist, ist mit der Fangvorrichtung ausgerüstet. Die beidseitigen Exzenterscheiben werden über ein Parallelogramm von den Laufschienen fern gehalten, wenn das Parallelogramm durch den Zug des oder der entsprechenden Zugkabel gehalten wird.

    [0003] Auf diesem Hauptrahmen ist nun ein zweiter Wagen mit einem Gleitrahmen aufgesetzt, der schubbeweglich in Fahrtrichtung auf dem Hauptrahmen aufsetzt. Dabei besteht eine Verbindung zwischen den beiden Rahmen beidseitig über jeweils eine Zugfeder. Bei einem Kabelbruch des Zugkabels wird ein Eckpunkt des Parallelogramms, nämlich der Eckpunkt, an dem die Zugfeder eingreift, durch die Federkraft bewegt, so dass die Kurvenscheibe selbsthemmend in Eingriff mit der Laufschiene kommt. Als Gegenlager dienen dabei die Laufräder des Hauptrahmens. Die Federkraft des Verbindungselementes zwischen Hauptrahmen und Laufrahmen dient dabei zur Regulierung der Schnelligkeit des Eingreifens bei unterschiedlichen schiefen Ebenen. Bei horizontal verlaufenden Schienen wird keine Bremsung stattfinden.

    [0004] Schienengebundene Schräg- oder Senkrechtaufzüge sind nach internationalen Standards mit Fangbremsen zu versehen, um bei Notfällen, wie bspw. Seilbruch oder Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit den Laufwagen bzw. Fahrkorb zum Stillstand zu bringen. Als Fangbremsen werden überwiegend Reibungsbremsen eingesetzt, die in solchen Fällen nach Auslösung durch geeignete Einrichtungen mit Reibbelägen an den Laufschienen gleitend angreifen. Dies hat den Nachteil, daß der Bremsweg vom Greifen der Fangeinrichtung bis zum Stillstand des Laufwagens sich nicht eindeutig vorherbestimmen läßt, weil er vom momentanen Reibbeiwert an den Laufschienen abhängig ist; zunächst bestehen die Laufschienen im allgemeinen aus Baustahl-Profilen mit unbearbeiteten Oberflächen und können, insbesondere bei im Außenbereich errichteten Aufzügen, teilweise korrodiert oder vereist sein, was den momentanen Reibbeiwert an der Reibpaarung und somit den Bremsweg stark beeinflußt.

    [0005] Bei Bauaufzügen, die ausschließlich für den Lastentransport vorgesehen sind, gibt es als Fangbremsen und/oder Geschwindigkeitsbegrenzer auch Blockiereinrichtungen, die an den Laufschienen kraftschlüssig angreifen oder gar formschlüssig in die Schienenführung eingreifen, bspw. gemäß DE-GM 77 27 207 eine Sperrfangvorrichtung mit einem federvorgespannten Exzenter als Kurvenscheibe, der den Laufwagen gegen einen Bremsblock an der Laufschiene selbsthemmend festklemmt. Derartige Blockiereinrichtungen haben praktisch keinen nennenswerten Bremsweg, wenn sie greifen ist dies mit dementsprechend hohen Bremsverzögerungen und mit unerwünschten Geräuschen verbunden.

    [0006] Eine Fangbremse und ein Geschwindigkeitsbegrenzer für einen schienengeführten Senkrechtaufzug ist durch die DE-PS 119 240 bekannt geworden. Als Fangeinrichtung sind zwei drehbare, durch eine Welle miteinander verbundene Exzenterscheiben vorgesehen, die ohne gleitende Reibung an der jeweils zugehörigen Laufschiene angreifen und sie gegen einen Bremsblock als Eingriffsicherung drücken; an jeder Exzenterscheibe kann die Drehachse quer zur Laufrichtung des Fahrkorbs schubbeweglich ausweichen und ist über eine Feder oder einen hydraulischen Buffer am Fahrkorbrahmen abgestützt. Bei dieser bekannten Fangbremse entspricht der Hub an der Exzenterscheibe unmittelbar dem quergerichteten Dämpfungsweg, da die Exzenterscheibe nicht blockierend an der Laufschiene angreift, sondern sich bei der Bremsung an ihr abwälzt; der Dämpfungsweg ist daher recht kurz, so daß die Bremsverzögerung beim Greifen der Fangeinrichtung dementsprechend hoch ist, weil die Neigung der Kurve am Exzenter klein gewählt werden muß, damit ihr Eingriff an der Laufschiene im Bereich selbsthemmender Reibung bleibt und für den Dämpfungsweg weniger als die volle Umdrehung der Exzenterscheibe zur Verfügung steht. Als Dämpfungseinrichtung für die kinetische Energie des Fahrkorbs kommt bei dieser bekannten Anordnung auch eine Feder in Frage, da die Exzenterscheibe nicht zurückschwingen kann.

    [0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Fangeinrichtung der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass der Laufwagen bei jeder Art von Belastung sicher gebremst wird und sich zudem ein vom Hub der Fangeinrichtung völlig unabhängiger Bremsweg einstellt.

    [0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss für eine Fangeinrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass die Drehachse der an einem Anschlag gehaltenen Kurvenscheibe an dem Gleitrahmen gegenüber dem Hauptrahmen des Laufwagens schubbeweglich geführt ist, dass die Gegenwirkflächen als Eingriffsicherung jeweils aus einem mit dem Gleitrahmen fest verbundenen Bremsblock bestehen, dass das elastisch nachgebende Element ein Stossdämpfer zur Dämpfung der Relativbewegung zwischen Gleitrahmen und Hauptrahmen beim Eingriff der Kurvenscheiben an den Laufschienen ist.

    [0009] Bei dieser Fangeinrichtung ist die Drehachse der Kurvenscheibe an dem Gleitrahmen befestigt. Die Kurvenscheibe wirkt nun, sobald die Eingriffsicherung in Gestalt eines Bremsblocks gegen die Schiene drückt. Dadurch wird gewährleistet, dass der Eingriff sicher zustande kommt und eine definierte Gegenwirkfläche besteht. Demgegenüber wird bei der FR-A-2506279 die Gegenwirkfläche durch die Räder gebildet, die auf den Laufschienen abrollen.

    [0010] In vorteilhafter und zweckmässiger Weiterbildung der Erfindung besteht die Auslöseeinrichtung an jedem Exzenter aus je einem Abzugbügel, an dessen Anschlag der zugehörige Exzenter anliegt und bei Normalfahrt ausser Eingriff gehalten wird und beide Abzugbügel sind über eine Auslösewelle drehfest miteinander verbunden. Eine beliebige Auslösung greift im Notfall an der Auslösewelle schwenkend an und hebelt beide Abzugbügel gleichzeitig aus. Dadurch fallen beide Exzenter stets gleichzeitig ein und ein Schiefziehen des Laufwagens wird sicher vermieden.

    [0011] Als erste Auslöseeinrichtung ist bei der Erfindung eine Schlaffseilauslösung vorgesehen, die aus einer am Hauptrahmen des Laufwagens mittig schwenkbar in einem Drehgelenk gelagerten Wippe, an deren Hebeln die beiden Zugseile angreifen, und zwei an den Hebelenden der Wippe schwenkbar in Drehgelenken gelagerten Schubstangen besteht, die an der Auslösewelle schwenkbeweglich angreifen, um im Falle eines Seilbruchs eines der beiden Zugseile die Fang- und Blockiereinrichtung auszulösen.

    [0012] Unabhängig von der ersten ist bei der Erfindung als zweite Auslöseeinrichtung ein Geschwindigkeitsbegrenzer vorgesehen, der aus einem an jeder Laufschiene drehbar am Gleitrahmen gelagerten Sensorrad und zumindest einem am Sensorrad schwenkbeweglich gelagerten, radial nach innen federvorgespannten, sichelförmigen Fliehgewicht besteht, das mit einem Stift über einen Auslösehebel an der Auslösewelle schwenkbeweglich angreift, um im Falle einer Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit des Laufwagens die Fang- und Blockiereinrichtung auszulösen. Vorzugsweise sind an dem Geschwindigkeitsbegrenzer zwei einander gegenüberliegene Fliehgewichte vorgesehen, die mittels einer Koppel über zwei weitere Drehgelenke zu einem Gelenkparallelogramm zwangläufig miteinander verbunden sind, so daß sie sich in radialer Richtung nur synchron bewegen können. Die beiden Fliehgewichte sind zweckmäßig in einem mit dem Sensorrad drehfest verbundenen Gehäusering angeordnet, der auf der dem Sensorrad abgewandten Seite mit einem Deckel abgeschlossen ist, und im Deckel sind Schlitze angeordnet, die von den fliehgewichtfesten Stiften durchgriffen sind; damit sind die rotierenden Fliehgewichte allseitig von dem Gehäuse geschüzt umschlossen.

    [0013] In besonders vorteilhafter Weiterbildung ist am Gehäusering des Drehzahlbegrenzers zumindest eine Blattfeder einenends befestigt, die mit ihrem anderen Ende die Fliehgewichte radial nach innen vorspannt, und der Gehäusering samt Blattfeder ist zur Bestimmung der Auslösefliehkraft in Umfangsrichtung verdrehbar zwischen Deckel und Sensorrad gehalten. Vorzugsweise sind zwei einander gegenüberliegende Blattfedern vorgesehen, von denen jede auf ein zugehöriges Fliehgewicht einwirkt.

    [0014] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel nach der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert:
    Fig.1
    zeigt den Laufwagen eines stationären Schrägaufzugs nach der Erfindung.

    Fig.1a ist eine Draufsicht und die

    Fig.1b und c sind die der Fig.1a entsprechenden Ansichten, jeweils von der Seite gesehen.

    Fig.2
    ist eine Schnittdarstellung entlang der Linie II-II in Fig.1b,
    Fig.3
    ist eine Ansicht in Richtung III-III der Fig.2,
    Fig.4
    zeigt den erfindungsgemäßen Geschwindigkeitsbegrenzer in einer Ansicht und in einem Schnitt. In den
    Fig.5 und 6
    ist die Wirkungsweise der Fang- und Blockiereinrichtung nach der Erfindung in drei maßgeblichen Betriebszuständen dargestellt, wobei die Darstellungen a) bis c) in

    Fig.6 jeweils einem vergrößerten Ausschnitt der Fig.5 entsprechen und die beiden

    Fig.5a) bzw. 6a) den Exzenter außer Eingriff zeigen, gemäß den

    Fig.5b) bzw. 6b) hat die Fliehkraftauslösung den Exzenter in Anlage an die Laufschiene gebracht und in den

    Fig.5c) bzw. 6c) hat der Exzenter den Gleitrahmen an der Laufschiene blockiert und den Laufwagen nach erfolgter Bremsung zum Stillstand gebracht.



    [0015] Gemäß Fig.1 ist der insgesamt mit 1 bezeichnete Laufwagen eines schienengebundenen und von einer Seilwinde betriebenen stationären Schrägaufzugs dargestellt, die beiden am Laufwagen 1 angreifenden Zugseile sind in Fig.1a mit 7 bezeichnet. Der Laufwagen 1 besteht aus einem Hauptrahmen 11, auf dem im Neigungswinkel α eine Plattform 13 über eine Stütze 14 schräg abgestützt ist. Die in Fig.1 waagrecht dargestellten Laufschienen 2 verlaufen gegenüber der ebenen Horizotalen auf einem Gefälle im Neigungswinkel α, so daß die Plattform 13 dann waagrecht steht, auf der ein im einzelnen nicht dargestellter Fahrkorb für Personen oder Lastentransport aufgebaut ist. Der Laufwagen 1 hat am Hauptrahmen 11 zwei Achsen 15, an denen je eine zweiarmige Wippe 16 mittig schwenkbeweglich aufgenommen wird; an den Enden jeder Wippe 16 sind je zwei Laufräder 17 gelagert. Die Laufräder 17 greifen gemäß Fig.1c in das insgesamt mit 2 bezeichnete Schienensystem ein, dessen Laufschienen aus zwei U-Profilen 21 bestehen, die mit kastenförmigen Rahmen 22 verschraubt und über nicht dargestellte Auflager auf Fundamenten am Hang abgestützt sind.

    [0016] Am Hauptrahmen 11 des Laufwagens 1 ist ein Gleitrahmen 11 in Laufrichtung A schubbeweglich aufgenommen und über beidseits angebrachte Stoßdämpfer 6 am Hauptrahmen 11 abgestützt. Am Gleitrahmen 11 ist oberhalb einer jeden Laufschiene 21 eine insgesamt mit 3 bezeichnete Fang- und Blockiereinrichtung angebracht, die von zwei voneinander unabhängig wirkenden Auslöseeinrichtungen 4 bzw. 5 mit den Laufschienen 21 in Eingriff bringbar ist:

    [0017] Die Fang- und Blockiereinrichtung 3 besteht gemäß den Fig.2 und 3 jeweils aus zwei beidseits, oberhalb jeder Laufschiene 21 am Gleitrahmen 11 frei um seine Achse 311 drehbar am (in Fig.3 verdeckten) Anschlag 361 eines Abzugbügels 36 gehaltenen Exzentern 31. Jeder Exzenter 31 wird von einem fest an ihm angebrachten Fallgewicht 33 in seine Wirkrichtung W zum Eingriff mit der Laufschiene 21 vorgespannt und befindet sich, solange ihn der Abzugbügel 36 an seinem Anschlag 361 hält, mit gewissem Abstand oberhalb des oberen Schenkels 211 des die Laufschiene bildenden U-Profils 21. Die Wirkfläche des Exzenters 31 wird von einer Kurve gebildet, deren Steigung in Umfangsrichtung auf selbsthemmende Reibung beim Eingriff mit dem oberen Schenkel 211 der Laufschiene 21 ausgelegt ist. Für die Eingriffsicherung sorgt ein fest am Gleitrahmen 11 angebrachter Bremsblock 32, der den oberen Schenkel 211 der Laufschiene 21 mit einer korrespondierenden Aussparung umgreift; in der in den Fig.2 und 3 dargestellten Außereingriffstellung sowohl am Exzenter 31 als auch an dem ihm gegenüberliegenden Bremsblock 32, ein gewisses Lüftspiel L zum oberen Schenkel des U-Profils 21 vorgesehen. Beide Abzugbügel 36 sind über eine Auslösewelle 36 drehfest miteinander verbunden. Wird die Auslösewelle 36 gedreht, bspw. durch Betätigung des in den Fig.2 und 3 dargestellten, fest mit Abzugbügel 36 und Auslösewelle 36 verbundenen Auslösehebels 35, dann gerät der Abzugbügel 36 an beiden Exzentern 31 gleichzeitig außer Eingriff und das Fallgewicht 33 dreht den Exzenter 31 in seine Wirkrichtung W zum Eingriff mit der Laufschiene 21.

    [0018] Es sind zwei voneinander unabhängig wirkende Auslöseeinrichtungen vorgesehen, die im Notfall für den Eingriff der Fang- und Blockiereinrichtung 3 an den Laufschienen 21 sorgen. Die Schlaffseilauslösung geht am besten aus Fig.1a) hervor und ist insgesamt mit 4 bezeichnet; weiter ist an jeder der beiden Fang-und Blockiereinrichtungen 3 ein insgesamt mit 5 bezeichneter Geschwindigkeitsbegrenzer angeordnet, der die Fang- und Blockiereinrichtung 3 unabhängig von der Schlaffseilauslösung 4 anspricht, wenn der Laufwagen 1 in Fahrtrichtung A abwärts seine vorbestimmte Höchstgeschwindigkeit überschreitet, bswp. wegen eines Ausfalls der Seilwindenbremse.

    [0019] Die in Fig.1a) dargestellte Schlaffseilauslösung 4 besteht aus einer im Drehgelenk 411 mittig schwenkbar am Hauptrahmen 11 gelagerten Wippe 41. An den einander gegenüberliegenden Hebeln der Wippe 41 greifen die beiden Zugseile 7 an. An beiden Hebelenden der Wippe 41 sind Schubstangen 42 in Drehgelenken 421 schwenkbeweglich gelagert, die jeweils über Schlitze 422 an einem Stift 341 der Auslösewelle 34 der Fang- und Blockiereinrichtung 3 angreifen. Die Länge der Schlitze 422 in den Schubstangen 42 ist auf den Dämpfungshub D bei der Bremsung abgestimmt. Im Falle eines Seilbruchs eines der beiden Zugseile 7 zieht das straffe andere Seil 7 die Wippe 41 in die in Fig.1a) gestrichelt dargestellte geschwenkte Lage, wodurch die Auslösewelle 34 an ihren Stiften 341 über die Schubstangen 42 gedreht wird, wodurch die Abzugbügel 36 an beiden Exzentern 31 außer Eingriff geraten und die Exzenter 31 auf die Laufschienen 21 greifen.

    [0020] Der insgesamt mit 5 bezeichnete Geschwindigkeitbegrenzer geht im einzelnen aus Fig.4 hervor. Ein Sensorrad 51 ist an jeder Laufschiene 21 auf einer gleitrahmenfesten Sensorradachse 511, die sich mit der Exzenterdrehachse 311 deckt, frei drehbar gelagert und rollt unter der Last des Gleitrahmens 12 auf dem oberen Schenkel 211 des die Laufschiene bildenden U-Profils 21 ab; seine Drehrichtung bei Fahrtrichtung A abwärts ist ebenfalls mit A bezeichnet. Mit dem Sensorrad 51 ist ein ringförmiges Gehäuse 52 fest verbunden und seitlich mit einem Gehäusedeckel 521 verschlossen. Im Gehäuse 52 befindet sich eine Fliehkraft-Auslöseeinrichtung:

    [0021] Zwei einander gegenüberliegende sichelförmige Fliehgewichte 53,53' sind jeweils einenends in Drehgelenken 54 bzw. 54' schwenkbar am Sensorrad 51 gelagert und haben an ihrem anderen Ende je einen festen Stift 531, der einen schrägen Schlitz 57 im Gehäusedeckel 521 durchgreift, wie dies in Fig.4 rechts unten dargestellt ist. Die beiden Fliehgewichte 53,53' sind über eine Koppel 56 in zwei weiteren Drehgelenken 55,55' zwangläufig zu einem Gelenkparallelogramm verbunden, führen also als Kurbeln eines Parallelkurbelgetriebes stets zueinander synchrone Bewegungen aus. Das Gelenkparallelogramm mit den Drehgelenken 54-55-55'-54' ist so aufgebaut, daß die Koppel am einen Fliehgewicht 53 auf der ihm abgewandten Seite und am anderen Fliehgewicht 53' auf der ihm zugewandten Seite seiner Lagerung 54 bzw. 54' im Drehgelenk 55 bzw. 55' angreift. Am Gehäusering 52 sind zwei einander gegenüberliegende Blattfedern 58 befestigt, die auf das jeweils zugehörige Fliehgewicht 53,53' radial nach innen einwirken und mit ihrem Angriffspunkt am Fliehgewicht 53 zur sensorradfesten Lagerung 54 den Hebelarm H bestimmen; dadurch werden die Fliehgewichte 53,53' in definierter Weise vorgespannt. Durch Verdrehung des zwischen Gehäusedeckel 521 und Sensorrad 51 geklemmten Gehäuserings 52 läßt sich die wirksame Länge des Hebelarms H verändern und somit die Fliehkraftauslösung und damit die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Laufwagens 1 definiert vorbestimmen.

    [0022] Wenn also bei zu hoher Drehzahl des Sensorrades 51 die Fliehkraft der Fliehgewichte 53 die eingestellte Vorspannkraft der beiden Blattfedern 58 überwindet, schwenken die den Gehäusedeckel 521 im Schlitz 57 durchgreifenden Stifte 531 von ihrem radial inneren Anschlag im Abstand R1 zur Drehache 511 radial nach außen und schlagen im Abstand R2 am anderen Ende des Schlitzes 57 an, wodurch sie in Eingriff mit dem in den Fig.2 und 3 dargestellten Auslösehebel 35 der Fang- und Blockiereinrichtung 3 geraten und den Abzugbügel 36 auslösen.

    [0023] Die Wirkungsweise der Fang- und Blockiereinrichtung 3 wird nachstehend in Verbindung mit dem Geschwindigkeitsbegrenzer 5 anhand der Fig.5 und 6 im einzelnen erläutert, deren Fig. a) bis c) einander unmittelbar entsprechen, wobei die den Laufwagen 1 betreffenden Einzelheiten besser aus Fig.5 hervorgehen, während die die Fang- und Blockiereinrichtung 3 und die Fliehkraftauslösung 5 betreffenden Einzelheiten am besten anhand der Fig.6 ersichtlich sind:

    [0024] Die Laufrichtung bei Fahrtrichtung Abwärts ist mit A bezeichnet; die Fang- und Blockiereinrichtung 3 ist in ihrer Wirkrichtung W mit der Laufschiene 2 in Eingriff bringbar.

    [0025] In den beiden Fig.a) ist der Normalzustand dargestellt. Das Sensorrad 51 rollt unter der Gewichtsbelastung durch den Gleitrahmen 12 auf dem oberen Schenkel 211 der Laufschiene 21 ab, ohne zu gleiten. Der Exzenter 31 samt Fallgewicht 33 ist am Anschlag 361 (in Fig.6b) sichtbar) des Abzugbügels 36 gehalten und durch das Fallgewicht 33 in Wirkrichtung W vorgespannt. Die Fliehgewichte 53 befinden sich bei Normaldrehzahl unter der Vorspannung durch die Blattfeder 59 an ihrem radial inneren Anschlag R1 (gemäß Fig.4), an dem ihre Stifte 531 um die Achse 511 rotieren ohne am Auslösehebel 35 anzuschlagen. Der Stoßdämpfer 6 ist im dargestellten Normalzustand eingefahren.

    [0026] Gemäß den beiden Fig.b) habe der Laufwagen 1, aus welchen Gründen auch immer, seine zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten, so daß die Fliehkraftauslösung des Geschwindigkeitsbegrenzers 5 greift, d.h. ihre Blattfedervorspannung überwindet, und die beiden jeweils als Kurbel eines Gelenkparallelogramms geführten Fliehgewichte 53 gemeinsam mit ihren Stiften 531 radial nach außen schwenken und am radial äußeren Anschlag R2 (gemäß Fig.4) im Schlitz 57 des Gehäusedeckels 521 anschlagen. Dadurch gerät einer der beiden Stifte 531 mit dem Auslösehebel 35 in Eingriff und lüftet den Abzugbügel 36 durch Drehung der Auslösewelle 34. An dem an der anderen Laufschiene 21 befindlichen Exzenter 31 geschieht dasgleiche, da beide Auslöseeinrichtungen über die Auslösewelle 34 drehfest miteinander verbunden sind. Die freigewordenen Fallgewichte 33 drehen den radial vorspringenden Teil der Kurve am jeweils zugehörigen Exzenter 31 aus der in Fig.6b) gestrichelt eingezeichneten Lage (des Fallgewichts 33a) der Fig.6a)) in Richtung des Pfeiles W in die in Fig.6b) mit durchgezogenen Linien dargestellte Lage 33b, in der der Exzenter 31 den oberen Schenkel 211 der Laufschiene 21 kontaktiert.

    [0027] Nach erfolgter kraftschlüssiger Anlage des Exzenters 31 am oberen Schenkel 211 der Laufschiene 21 wälzt seine Kurve gemäß den Fig.c) aus der in Fig.6c) gestrichelt eingezeichneten Lage (des Fallgewichts 33b) der Fig.6b) in die in Fig.6c) mit durchgezogenen Linien dargestellte Lage 33c weiter ab, ohne zu gleiten, da die Reibpaarung zwischen Laufschiene 21 und Exzenter 31 auf selbsthemmende Reibung ausgelegt ist, bis das in Fig.2 eingetragene Lüftspiel L zwischen Bremsblock 32 und der unteren Fläche am oberen Schenkel 211 der Laufschiene 21 überwunden ist und die Gegenwirkfläche am Bremsblock 32 ebenfalls kraftschlüssig am oberen Schenkel 211 der Laufschiene 21 anliegt. In der Lage 33c des Fallgewichts 33 ist der Gleitrahmen 12 des Laufwagens 1 an der Laufschiene 21 blockiert, so daß erst jetzt die eigentliche Bremsung einsetzt, indem der Hauptrahmen 11 des Laufwagens 1 gegen den zwischen Gleitrahmen 12 und Hauptrahmen 11 angeordneten Stoßdämper 6 aufläuft und sich relativ zum Gleitrahmen 12 in Laufrichtung A verschiebt, so daß der Stoßdäpfer 6 ausfährt.

    [0028] Der maximale Dämpfungs- und Bremsweg ist den Fig.5 und 6 mit D bezeichnet und läßt sich in geeigneter Weise für den jeweiligen Anwendungsfall durch Auslegung der zugehörigen Komponenten bemessen. Zweckmäßig wird am Hauptrahmen 11 ein Endpuffer 18 angeordnet, gegen den der Gleitrahmen 12 auffahren kann, wenn der Laufwagen 1 überlastet ist.

    [0029] Beim Greifen der Schlaffseilauslösung 4 wirkt die.Fang- und Blockiereinrichtung 3 analog, lediglich die Drehung der Auslösewelle 34 zum Lüften des Abzugbügels 36 wird von der Schubstange 42 der Schlaffseilauslösung 4 eingeleitet.

    [0030] Nach Beseitigung der jeweiligen Störungsursache lassen sich die Exzenter 31 der Fang- und Blockiereinrichtung 3 unter Zuhilfenahme der Seilwinde von den Laufschienen 21 freidrehen und wieder am zugehörigen Abzugbügel 36 einhängen.
    Bezugszeichenliste
    1 Laufwagen 5 Geschwindigkeitsbegrenzer
    11 Hauptrahmen 51 Sensorrad
    12 Gleitrahmen 511 Sensorradachse
    13 Plattform 52 Gehäusering
    14 Stütze 521 Gehäusedeckel
    15 Achse 53 Fliehgewicht
    16 Laufwippe 531 Stift
    17 Laufrad 54 Drehgelenk
    18 Endpuffer 55 Drehgelenk
      56 Koppel
    2 Laufschienen 57 Schlitz
    21 U-Profil (Laufschiene) 59 Blattfeder
    211 Schenkel  
    212 Steg  
    22 Rahmen 6 Stoßdämpfer
    3 Fang- und Blockiereinrichtung 7 Zugseil
    31 Exzenter  
    311 Exzenterdrehachse  
    32 Bremsblock  
    33 Fallgewicht  
    34 Auslösewelle  
    341 Stift A Fahrtrichtung abwärts
    35 Auslösehebel D Dämfung, Bremsweg
    36 Abzugbügel H Hebelarm
    361 Anschlag L Lüftspiel
    4 Schlaffseilauslösung R1 radialer Anschlag
    41 Wippe R2 radialer Anschlag
    411 Drehgelenk  
    42 Schubstange  
    421 Drehgelenk  
    422 Schlitz α Neigungswinkel



    Ansprüche

    1. Fangeinrichtung für einen auf Laufschienen (2) geführten Laufwagen (1) eines Schräg- oder Senkrechtaufzugs mit je einer mittels selbsthemmender Reibung an jeder Laufschiene (2) angreifenden, aus einer exzentrisch gelagerten, in ihre Wirkrichtung vorgespannten Kurvenscheibe (Exzenter 31), mit je einer Gegenwirkfläche (32) als Eingriffsicherung, so dass die Fangeinrichtung (3) an den Laufschienen (2) blockierend angreift, mit einer Auslöseeinrichtung (4 bzw. 5) bei bspw. Seilbruch und/oder Überschreitung einer vorbestimmbaren Höchstgeschwindigkeit des Laufwagens (1) für den Eingriff der in Wirkrichtung vorgespannten Kurvenscheibe (31) an der zugehörigen Laufschiene (2), wobei der Laufwagen (1) aus einem Hauptrahmen (11) und aus einem gegenüber diesem in Laufrichtung (A) des Laufwagens (1) schubbeweglich geführten Gleitrahmen (12), wobei die Verbindung zwischen Gleitrahmen (12) und Hauptrahmen (11) beidseitig mit Hilfe von jeweils einem elastisch nachgebenden Element (6) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (311) der an einem Anschlag (361) gehaltenen Kurvenscheibe (31) an dem Gleitrahmen (12) gegenüber dem Hauptrahmen (11) des Laufwagens (1) schubbeweglich geführt ist, dass die Gegenwirkflächen (32) als Eingriffsicherung jeweils aus einem mit dem Gleitrahmen fest verbundenen Bremsblock (32) bestehen, dass das elastisch nachgebende Element ein Stossdämpfer (6) zur Dämpfung der Relativbewegung zwischen Gleitrahmen (12) und Hauptrahmen (11) beim Eingriff der Kurvenscheiben (3) an den Laufschienen (2) ist.
     
    2. Fangeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vorspannung jedes Exzenters (31) ein Fallgewicht (33) dient, das fest am Exzenter (31) angebracht ist.
     
    3. Fangeinrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinrichtung (4 bzw. 5) an jedem Exzenter (31) aus je einem Abzugbügel (36) mit einem Anschlag (36) besteht, die über eine Auslösewelle (34) drehfest miteinander verbunden sind.
     
    4. Fangeinrichtung für einen seilbetriebenen Laufwagen (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
    daß als erste Auslöseeinrichtung eine Schlaffseilauslösung (4) vorgesehen ist, die aus

    - einer am Hauptrahmen (11) des Laufwagens (1) mittig schwenkbar (Drehgelenk 411) gelagerten Wippe (41), an deren Hebeln die Zugseile (7) angreifen, und

    - zwei an den Hebelenden der Wippe (41) schwenkbar (Drehgelenk 421) gelagerten Schubstangen (42) besteht,

    - die an der Auslösewelle (34) schwenkbeweglich angreifen.


     
    5. Fangeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
    daß als zweite Auslöseeinrichtung ein Geschwindigkeitsbegrenzer (5) vorgesehen ist, der aus

    - einem an jeder Laufschiene (2) drehbar (Achse 511) am Gleitrahmen (12) gelagerten Sensorrad (51) und

    - zumindest einem am Sensorrad (51) schwenkbeweglich gelagerten, radial nach innen federvorgespannten, sichelförmigen Fliehgewicht (53) besteht,

    - das mit einem Stift (531) an der Auslösewelle (34) schwenkbeweglich angreift.


     
    6. Fangeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
    daß zwei einander gegenüberliegene Fliehgewichte (53) vorgesehen sind, die mittels einer Koppel (56) über zwei weitere Drehgelenke (55) zu einem Gelenkparallelogramm (54-55-55'-54') zwangläufig derart miteinander verbunden sind, daß sie in radialer Richtung synchron beweglich sind.
     
    7. Fangeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
    daß die beiden Fliehgewichte (53) in einem mit dem Sensorrad (51) drehfest verbundenen Gehäusering (52) angeordnet sind, der auf der dem Sensorrad (51) abgewandten Seite mit einem Deckel (521) abgeschlossen ist, und daß im Deckel (521) Schlitze (51) angeordnet sind, die von den fliehgewichtfesten Stiften (531) durchgriffen sind.
     
    8. Fangeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
    daß am Gehäusering (52) zumindest eine Blattfeder (58) einenends befestigt ist, die mit ihrem anderen Ende die Fliehgewichte (53) radial nach innen vorspannt, und daß der Gehäusering (52) samt Blattfeder (58) zur Bestimmung der Auslösefliehkraft in Umfangsrichtung verdrehbar zwischen Deckel (521) und Sensorrad (51) gehalten ist.
     
    9. Fangeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
    daß zwei einander gegenüberliegende Blattfedern (58) auf je ein zugehöriges Fliehgewicht (53) einwirken.
     


    Claims

    1. The catching device of an inclined or vertical lift's carriage (1) guided on rails (2), said lift including a cam disk assembly (eccentric disk 31) mounted in an eccentric way and prestressed in the active direction at each rail (2) with self-locking friction, whereby the antagonistic surfaces (32) insure the engagement respectively, so that the catching device (3) engages the rails (2) in an blocking relationship, with an releasing device (4, 5) in the case that a cable breaks and/or the allowed velocity of the carriage (1) is exceeded for engagement with the cam disk assembly (31) at the associated rail (2), whereby the carriage (1) is composed of a main frame (11) and of a slide frame (12) which is slidably mounted in the direction of the movement (A) of the carriage (1), whereby the connection between slide frame (12) and main frame (11) comprises on both sides an elastic means (6), characterized in that the axis of rotation (311) of the cam disk assembly (31) held against an abutment (361) at the slide frame (12) is slidably mounted opposite to the main frame (11) of the carriage (1), in that the antagonistic surfaces (32) insuring the engagement comprise brake blocks (32) mounted with the slide frame, and in that the elastic means is a shock absorber (6) for damping the relative movement between slide frame (12) and main frame (11) when the cam disk assembly (3) engages the rails (2).
     
    2. The catching device as claimed in claim 1, further comprising a gravity weight (33) mounted with each eccentric disk (31) to prestress the eccentric disk (31).
     
    3. The catching device as claimed in claim 1 or claim 2, characterized in that the releasing devices (4 and 5) comprise a retreat bow (36) with an abutment (361) at each eccentric disk (31), which are connected together with a release shaft (34).
     
    4. The catching device for a carriage (1) as claimed in claim 3, wherein said first releasing device comprises a slack rope release (4), comprising:

    - The rocker (41), swively (swivel joint 411) mounted to said main frame (11) of the carriage (1) and to which ends said cables (7) are connected, and

    - push rods (42), swively (swivel joint 421) coupled to the ends of said rocker (41),

    - for swively engaging said release shaft (34).


     
    5. The catching device as claimed in claim 3, wherein said second releasing device comprises an overspeed safety device (5) comprising

    - one sensor wheel (51) which is rotably (axis 511) mounted on each rail (2) with the slide frame (12), and

    - at least one crescent fly weight (53), swively mounted to said sensor wheel (51) and prestressed radially inward toward an axis of rotation of said sensor wheel (51),

    - said at least one crescent fly weight (53) having a pin (531) swively engaging the release shaft (34).


     
    6. The catching device as claimed in claim 5, further comprising two opposing fly weights (53), connected together by a coupler (56) via two swivel joints (55) to form a joint parallelogram (54-55-55'-54') so that said fly weights (53) move synchronously in a radial direction of said sensor wheel.
     
    7. The catching device as claimed in claim 6, wherein the two fly weights (53) are disposed in a case ring (52) connected with the sensor wheel (51), whereby the case ring (52) is closed on the side opposite to the sensor wheel (51) with a case cover (521), said case ring (52) has slots (51) therein through which said pins (531) protrude.
     
    8. The catching device as claimed in claim 7, wherein an end of said at least one leaf spring (58) is attached to the case ring (52) and another end of said leaf spring (58) presses said fly weights (53) radially toward said axis of rotation of said sensor wheel (51), wherein the case ring (52) together with the leaf spring (58) is rotably mounted in the direction of the circumference between case cover (521) and sensor wheel (51) for the determination of the releasing centrifugal force.
     
    9. The catching device as claimed in claim 8, wherein each two of said leaf springs (58) are mounted opposite to each other to engage one associated fly weight (53).
     


    Revendications

    1. Dispositif de saisie pour une cabine (1), guidée sur des rails (2), d'un ascenseur oblique ou vertical comportant un disque à came respectif (excentrique 31), s'accrochant sur chaque rail (2) avec un système de frottement autobloquant, est monté de façon excentrique et est précontraint dans sa direction d'action, et comportant respectivement une surface active antagoniste (32) en tant que système de sécurité d'accrochage, de sorte que le dispositif de saisie (3) s'accroche au rail (2) avec un effet de blocage et comportant un dispositif de déclenchement (4 ou 5) par exemple dans le cas d'une rupture de câble et/ou d'un dépassement d'une vitesse maximale pouvant être prédéterminée de la cabine (1) pour l'accrochage du disque à came (31), précontraint dans la direction d'action, sur le rail associé (2), et dans lequel la cabine (1) est constituée par un cadre principal (11) et par un cadre coulissant (12) qui est guidé par rapport au cadre précédent de manière à être déplacé en poussée dans la direction de circulation (A) de la cabine (1), et dans lequel la liaison entre le cadre coulissant (12) et le cadre principal (11) est établie des deux côtés à l'aide d'éléments respectifs (6) qui fléchissent élastiquement, caractérisé en ce que l'axe de rotation (311) du disque à came (31), qui est retenu sur une butée (361) est guidé, de manière à être déplaçable en poussée, par rapport au cadre principal (11) de la cabine (1), que les surfaces d'action antagonistes (32) en tant que système de sécurité d'accrochage sont constituées respectivement par un bloc de frein (32) qui est relié de façon fixe au cadre coulissant, et que l'élément, qui fléchit élastiquement, est un amortisseur (6) servant à amortir le déplacement relatif entre le cadre coulissant (12) et le cadre principal (11) lors de l'accrochage des disques à came (3) aux rails (2).
     
    2. Dispositif de saisie selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour la précontrainte de chaque excentrique (31), on utilise un contrepoids (31), qui est monté de façon fixe sur l'excentrique (31).
     
    3. Dispositif de saisie selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de déclenchement (4 ou 5) sur chaque excentrique (31) est constitué respectivement par des étriers de tirage (36) respectifs comportant une butée (36 ) et qui sont reliés entre eux avec blocage en rotation par l'intermédiaire d'un arbre de déclenchement (34).
     
    4. Dispositif de saisie pour une cabine (1) entraînée par un câble selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'il est prévu comme premier dispositif de déclenchement un dispositif de déclenchement à câble lâche (4), qui est constitué par :

    - un organe basculant (41) monté de manière à pouvoir pivoter en position centrée (articulation de rotation 411) sur le cadre principal (11) de la cabine (1) et aux leviers duquel est accroché le câble de traction (7), et

    - deux barres travaillant en poussée (42) montées de manière à pouvoir pivoter (articulation de rotation 421) sur les extrémités des leviers de l'organe basculant (41),

    - qui sont accrochées, de manière à pouvoir pivoter, à l'arbre de déclenchement (34).


     
    5. Dispositif de saisie selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'il est prévu comme second dispositif de déclenchement un limiteur de vitesse (5), qui est constitué par

    - une roue de détection (51) montée de manière à pouvoir tourner (axe 511) sur chaque rail (2) sur le cadre coulissant (12), et

    - par au moins une masselotte en forme de croissant (53), qui est montée de manière à pouvoir pivoter sur la roue de détection (51) et est précontrainte radialement par un ressort, et

    - qui est accrochée, de manière à pouvoir pivoter, à une tige (531) située sur l'arbre de déclenchement (34).


     
    6. Dispositif de saisie selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'il est prévu deux masselottes (53) situées à l'opposé l'une de l'autre et qui sont reliées entre elles d'une manière imposée au moyen d'une bielle (56) et par l'intermédiaire de deux autres articulations de rotation (55), pour former un parallélogramme articulé (54-55-55'-54') de telle sorte qu'elles sont déplaçables de façon synchrone dans la direction radiale.
     
    7. Dispositif de saisie selon la revendication 6, caractérisé en ce que les deux masselottes (53) sont disposées dans un boîtier annulaire (52) qui est relié avec blocage en rotation à la roue de détection (51) et qui est fermé, sur son côté tourné à l'opposé de la roue de détection (51), par un couvercle (521), et que dans le couvercle (521) sont aménagées des fentes (51), qui sont traversées par les tiges (531) solidaires des masselottes.
     
    8. Dispositif de saisie selon la revendication 7, caractérisé en ce que sur le boîtier annulaire (52) est fixé, par une extrémité, au moins un ressort à lame (58), qui, par son autre extrémité, précontraint radialement vers l'intérieur les masselottes (53), et que le boîtier annulaire (52) ainsi que le ressort à lame (58) sont retenus de manière à pouvoir tourner dans la direction circonférentielle entre le couvercle (521) et la roue de détection (51), pour la détermination de la force centrifuge de déclenchement.
     
    9. Dispositif de saisie selon la revendication 8, caractérisé en ce que deux ressorts à lame (58), situés à l'opposé l'un de l'autre, agissent sur des masselottes respectives associées (53).
     




    Zeichnung