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(11) |
EP 0 640 805 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.01.1998 Patentblatt 1998/05 |
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Anmeldetag: 17.06.1994 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F41A 9/20 |
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Geschosszuführungsvorrichtung für eine Panzerhaubitze
Ammunition feeding device for a cannon of an armoured vehicle
Dispositif d'alimentation en munitions du canon d'un char
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
22.07.1993 DE 4324572
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.03.1995 Patentblatt 1995/09 |
| (73) |
Patentinhaber: Wegmann & Co. GmbH |
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D-34127 Kassel (DE) |
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Erfinder: |
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- Wallwey, Erich
D-34246 Vellmar (DE)
- Heldmann, Heinrich
D-34119 Kassel (DE)
- Hopke, Manfred
D-34582 Borken 3 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Feder, Wolf-Dietrich, Dr. Dipl.-Phys. et al |
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Dr. Wolf-D. Feder, Dr. Heinz Feder
Dipl.-Ing. P.-C. Sroka
Dominikanerstrasse 37 40545 Düsseldorf 40545 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 522 831 DE-A- 2 027 586 GB-A- 2 120 759
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EP-A- 0 549 190 DE-A- 2 257 679
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Geschoßzuführungsvorrichtung für eine Panzerhaubitze mit
einem auf einem Fahrzeug im Bereich hinter der Fahrzeugmitte angeordneten drehbaren
Turm, an dem eine schwere Waffe in Elevation schwenkbar angeordnet ist, wobei im Turmheck
hinter der Waffe ein Geschoßmagazin zur Aufnahme von im wesentlichen horizontal mit
nach vorne weisender Geschoßspitze gelagerten Geschossen und im Fahrzeugheck eine
von hinten zugängliche Be/Entladeöffnung angeordnet sind.
[0002] Panzerhaubitzen mit Geschoßzuführungsvorrichtungen sind an sich bekannt. So ist beispielsweise
in EP 0 331 980 B1 eine Panzerhaubitze beschrieben, bei der die im Fahrzeug im Bereich
der Fahrzeugmitte in einem Geschoßmagazin gelagerten Geschosse mittels einer aus einem
Geschoßtransporter, einer Transportschiene sowie einem Geschoßübergabearm bestehenden
Geschoßzuführungsvorrichtung vom Geschoßmagazin bis zur Waffe befördert werden. Die
bekannten Geschoßzuführungsvorrichtungen sind konstruktiv relativ aufwendig aufgebaut
und nur schwer, falls notwendig, manuell bedienbar.
[0003] In EP 0 549 190 A2 ist ein automatisches Munitions-Handhabungssystem beschrieben,
das zum Transport von Geschossen aus einem im Heck eines Kampfpanzers angeordneten
Vorratsmagazin zu einem im hinteren Teil des Turmes des Kampfpanzers angeordneten
Bereitschaftsmagazin gedacht ist. Dabei sind die beiden Magazine jeweils als umlaufende
Bandmagazine ausgebildet. Es ist eine Transportvorrichtung vorgesehen mit einem Schlitten,
auf den ein Geschoß aus dem Vorratsmagazin aufgeschoben wird und der dann vertikal
hochgefahren wird, bis in seiner Endposition das Geschoß in das Bereitschaftsmagazin
eingeschoben werden kann. Um beim Rücklauf der Waffe nach dem Abschuß genügend Freiraum
zu behalten, ist es möglich, den Schlitten in eine senkrechte Richtung zu stellen
und in einer Richtung quer zur Waffenachse um ein vorgegebenes Stück zu verschieben.
[0004] In EP 0 522 831 A2 ist eine automatische Ladevorrichtung für eine Panzerkanone beschrieben.
Bei dieser Einrichtung ist die Waffe oberhalb eines drehbaren Turmes angeordnet und
die Geschosse befinden sich in einem Trommelmagazin unterhalb der Waffe im Turm. Es
sind im Turm gekrümmte Führungsschienen angeordnet, deren Krümmungsmittelpunkt mit
der Schildzapfenachse der Waffe zusammenfällt. Auf den Führungsschienen läuft ein
Schlitten, mit dessen Hilfe ein Geschoß aus dem Trommelmagazin in eine Position auf
der Rohrseelenachse der Waffe gefahren werden kann.
[0005] Schließlich ist in DE-A- 2 027 586 eine Vorrichtung zum automatischen Laden von Kanonen
beschrieben, bei welcher Magazine für Geschosse und Kartuschen im Bereich hinter der
Waffe angeordnet sind. Es ist mindestens ein erster horizontal in einer Richtung quer
zur Längsachse der Waffe verschiebbarer Schlitten vorhanden, der eine an einem Gelenkarm
angeordnete Greifeinrichtung aufweist, sowie ein zweiter Schlitten, der horizontal
in einer durch die Längsachse der Waffe verlaufenden Ebene verschiebbar ist und ebenfalls
eine Gelenkeinrichtung und einen Greifer besitzt. Die Funktionsweise ist derart, daß
beispielsweise ein Geschoß von der Greifeinrichtung des ersten Schlittens ergriffen
und dann nach einer Bewegung des ersten Schlittens auf den zweiten Schlitten zu an
diesen übergeben wird. Mittels der Greifeinrichtung des zweiten Schlittens wird dann
das Geschoß der Waffe zugeführt
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Geschoßzuführungsvorrichtung für eine
Panzerhaubitze mit den eingangs angegebenen Merkmalen so auszugestalten, daß sie konstruktiv
sehr einfach aufgebaut ist, grundsätzlich oder im Notfall leicht manuell zu bedienen
ist und außerordentlich flexibel einsetzbar ist, daß heißt, mit ihrer Hilfe sollen
die Geschosse sowohl vom Geschoßmagazin zur Waffe als auch von außen durch die Be/Entladeöffnung
zur Waffe oder zum Geschoßmagazin befördert werden können. Schließlich soll auch das
Entladen, also das Befördern der Geschosse vom Geschoßmagazin nach außen in einfacher
Weise möglich sein.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe geschieht erfindungsgemäß mit den Merkmalen aus dem Patentanspruch
1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0008] Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, im Turm zwischen dem im Turmheck angeordneten
Geschoßmagazin und der Waffe eine einfach aufgebaute Ladehilfe anzuordnen, die im
wesentlichen aus dem in Querrichtung verschiebbaren Tragarm und der an diesem Tragarm
aufgehängten, auf- und abbewegbaren Ladeschale besteht, wobei sich das hintere Ende
der Ladeschale in einer vorgegebenen Position an das vordere Ende einer durch die
Be/Entladeöffnung geführten Rollenbahn anschließt. Wie weiter unten an Hand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert, ist es mit dieser "Ladehilfe" sehr leicht möglich, die Geschosse
von außen über die Rollenbahn der Ladeschale zuzuführen, mit deren Hilfe sie entweder
der Waffe zugeführt werden oder zum Geschoßmagazin befördert werden können. Gemäß
einer ersten besonders einfach aufgebauten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Geschoßzuführungsvorrichtung
ist es möglich, alle Bewegungen der Vorrichtungsteile rein manuell durchzuführen.
Auch diese einfache Ausführungsform hat den großen Vorteil, daß die schweren Geschosse
vom Bediener nicht innerhalb des Fahrzeuges hochgehoben werden müssen. Bei der Aufwärtsbewegung
der Ladeschale mit daraufliegendem Geschoß kann, wie ebenfalls weiter unten näher
erläutert, der hierzu vorgesehene Kurbeltrieb durch einen Federausgleicher entlastet
werden.
[0009] Es sind aber auch, wie weiter unten beschrieben, Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Geschoßzuführungsvorrichtung möglich, bei denen wenigstens ein Teil der Antriebsbewegungen
motorisch bewirkt wird.
[0010] Schließlich ist es möglich, die erfindungsgemäße Geschoßzuführungsvorrichtung so
auszugestalten, daß das Laden der Waffe nicht nur in einer fest definierten Ansetzposition,
sondern innerhalb eines größeren Richtbereiches von beispielsweise 0 bis 50° Elevation
durchgeführt werden kann.
[0011] Bei der erfindungsgemäßen Geschoßzuführungsvorrichtung kann der eigentliche Ansetzvorgang
von Hand durchgeführt werden. Es ist aber auch in vorteilhafter Weise möglich, die
Geschoßzuführungsvorrichtung in Kombination mit einem automatischen Ansetzer zu verwenden.
Besonders vorteilhaft ist hier die Verwendung eines automatischen Ansetzers, wie er
beispielsweise in der älteren, nicht vorveröffentlichten DE 43 17 639 A1 beschrieben
ist.
[0012] Im folgenden werden an Hand der beigefügten Zeichnungen Ausführungsbeispiele für
eine Geschoßzuführungsvorrichtung nach der Erfindung näher erläutert.
[0013] In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 in teilweise geschnittener Seitenansicht eine erste Ausführungsform einer Geschoßzuführungsvorrichtung
im Heckbereich einer Panzerhaubitze;
Fig. 2 die Geschoßzuführungsvorrichtung nach Fig. 1 gesehen aus der Richtung X in
Fig. 1;
Fig. 3 in einer Darstellung analog Fig. 1 eine zweite Ausführungsform einer Geschoßzuführungsvorrichtung
in Kombination mit einem automatischen Ansetzer;
Fig. 4 die Geschoßzuführungsvorrichtung nach Fig. 3 in einer Darstellung analog Fig.
2;
Fig. 5 in einer Darstellung analog Fig. 1 eine Geschoßzuführungsvorrichtung zur Verwendung
in Kombination mit einem Ansetzer und geeignet zum Laden innerhalb eines größeren
Richtbereiches;
Fig. 6 die Geschoßzuführungsvorrichtung nach Fig. 5 in einer Darstellung analog Fig.
2.
[0014] Die in den Fig. 1 und 2 beschriebene Geschoßzuführungsvorrichtung für eine Panzerhaubitze
stellt eine besonders einfache Ausführungsform dar, die vollständig manuell bedienbar
ist.
[0015] Von der Panzerhaubitze sind lediglich der Heckbereich H des Fahrzeugs mit der sich
nach hinten öffnenden Be/Entladeöffnung B sowie ein Teil des Turms T und das Rohrende
25 der im übrigen nicht dargestellten schweren Waffe gezeigt. Im Heck des Turms T
ist ein in seinen Einzelheiten nicht näher erläutertes Geschoßmagazin 23 angeordnet,
in welchem Geschosse in mehreren Reihen übereinander horizontal und mit der Spitze
nach vorne weisend gelagert sind. Die im Geschoßmagazin 23 lagernden Geschosse sind
in dieser Lage mit G1 bezeichnet.
[0016] An der Unterseite der Dachplatte D des Turms T sind im Bereich zwischen dem Geschoßmagazin
23 und dem Waffenende 25 quer zur Längsrichtung des Turmes verlaufende Führungsschienen
2.1 angeordnet, an denen ein Schlitten 2 in Querrichtung verschiebbar geführt ist.
Am Schlitten 2 ist ein Tragarm 1 aufgehängt, der sich im wesentlichen vertikal nach
unten durch das Innere des Turms T hindurch erstreckt. Der Tragarm 1 ist demnach in
Querrichtung verschiebbar. Seine Handhabung geschieht mittels eines Handgriffs 19,
an dem ein Zurrhebel 19.1 angeordnet ist. Der Zurrhebel 19.1 ist über einen Bowdenzug
19.2 mit einer Positionierraste 20 verbunden, die in eine Positionierleiste 21 eingreifen
kann, welche parallel zu den Führungsschienen 2.1 am Turmdach D befestigt ist. Der
Tragarm 1 kann also nach dem Verschieben in Querrichtung in vorgegebenen Stellungen,
die beispielsweise bestimmten Geschoßpositionen innerhalb des Geschoßmagazins 23 entsprechen,
arretiert werden.
[0017] Am Tragarm 1 sind Linearführungen 18 angeordnet, an denen eine Ladeschalenaufnahme
11 verschiebbar geführt ist. Die Ladeschalenaufnahme 11 trägt eine Ladeschale 22,
die mittels eines ladeschalenfesten Drehzapfens in der Ladeschalenaufnahme 11 um eine
horizontale in Querrichtung verlaufende Achse schwenkbar gelagert ist. Der Drehzapfen
trägt einen Steuerhebel 8, an dessen Ende eine Führungsrolle 15 befestigt ist, die
in einer Führungsnut 6 des Tragarms 1 geführt ist. Diese Führungsnut 6 weist, wie
aus Fig. 1 ersichtlich, eine spezielle Form auf, welche sicherstellt, daß die Ladeschale
22 bei der weiter unten erläuterten Aufwärts- und Abwärtsbewegung jeweils eine bestimmte,
für die jeweilige Position vorgesehene Winkelstellung gegenüber der Horizontalen einnimmt.
So steht die Ladeschale 22 beispielsweise in ihrer untersten Position unter einem
Winkel von ca. 20° die, wie weiter unten erläutert, einerseits der bei dieser Ausführungsform
festgelegten Ansetzposition und andererseits der ebenfalls festgelegten Be/Entladeposition
entspricht. Wird die Ladeschale 22 durch Bewegung der Ladeschalenaufnahme 11 nach
oben angehoben, so wird sie über die Führungsnut 6 und den Steuerhebel 8 in eine waagerechte
Stellung gedreht.
[0018] Das Anheben der Ladeschale 22 bzw. der Ladeschalenaufnahme 11 erfolgt mittels eines
umlaufenden Kettentriebs 3, an dessen Kette 3.1 die Lagerschalenaufnahme 11 befestigt
ist. Durch Betätigen einer Handkurbel 4 wird der Kettentrieb 3 in Bewegung gesetzt
und je nach Drehrichtung die Ladeschale 22 nach oben oder unten gefahren.
[0019] Um das Drehmoment an der Handkurbel 4 beim Heben eines in der Ladeschale 22 angeordneten
Geschosses zu reduzieren, ist am Tragarm ein Federausgleicher angeordnet. Der Federausgleicher
besitzt eine Seiltrommel 16, die mit dem oberen Kettenumlenkrad 3.2 verbunden ist.
Durch eine Gasfeder 17.1, die in vertikaler Richtung im Tragarm 1 angeordnet und an
deren Schubstange am unteren Ende das um die Seiltrommel 16 geführte Seil 17 befestigt
ist, wird das erforderliche Ausgleichsmoment erzeugt.
[0020] Am hinteren Ende der Ladeschale 22 ist eine unter Federkraft in eine Verriegelungsstellung
einschwenkende Geschoßhaltenase 13 angeordnet, die das in die Ladeschale 22 eingelegte
Geschoß G 3 am Zurückrutschen hindert. Die Geschoßhaltenase 13 kann entweder mittels
eines Handhebels 13.1 in die Entriegelungsstellung gebracht werden oder sie wird beim
Hochfahren der Ladeschale 22 automatisch in die Entriegelungsstellung gebracht, indem
ein mit der Geschoßhaltenase 13 verbundener Entriegelungshebel 13.2 auf eine Führungsschiene
7 aufläuft. Wie in Fig. 1 gestrichelt dargestellt, wird hierdurch die Geschoßhaltenase
13 nach unten geschwenkt, so daß beim Anfahren der untersten Geschoßreihe im Geschoßmagazin
23 ein Geschoß G 1 von hinten in die Ladeschale 22 (Geschoßposition G4) eingeschoben
werden kann.
[0021] Die Arretierung der Ladeschalenaufnahme 11 und damit der Ladeschale 22 in den verschiedenen
angehobenen Positionen vor dem Geschoßmagazin 23 geschieht über eine Arretierrolle
14, die am ladeschalenfesten Drehzapfen der Ladeschale 22 angeordnet ist und jeweils
in eine der drei möglichen Rasterstellungen einer Stelleinheit 5.1, 5.2 und 5.3 einrastet,
womit eine exakte Übergabe der Geschosse aus dem Geschoßmagazin 23 oder in umgekehrter
Richtung möglich ist.
[0022] In der in Fig. 1 mit ausgezogenen Linien dargestellten untersten Stellung der Ladeschale
22 können, wie dargestellt, entweder Geschosse G 2 über die Rollenbahn 24 von außen
zugeführt werden oder es kann ein aus dem Geschoßmagazin 23 gefördertes Geschoß G
1 weitergefördert werden. Um das in der Ladeschale 22 liegende Geschoß G 3 zum Ansetzen
näher an das Waffenende 25 heranzuführen, ist in der Ladeschale 22 ein schalenartig
ausgebildetes Ladeschaleninnenteil 9 angeordnet, das in Richtung auf die Waffe aus
der Ladeschale 22 herausbewegbar ist. Das Vorschieben des Ladeschaleninnenteils 9
erfolgt dabei mittels eines Handgriffs 10. Am hinteren Ende des Ladeschaleninnenteils
ist eine automatisch ausschwenkbare Mitnehmernase 12 angeordnet. Beim Vorschieben
des Ladeschaleninnenteils 9 mittels des Handgriffs 10 schwenkt die Mitnehmernase 12
automatisch hinter den Boden des Geschosses G 3, so daß dieses in die Position G 5
befördert werden kann. Von dort aus kann das Geschoß von Hand weiter in den Ladungsraum
der Waffe 25 eingeschoben werden.
[0023] Bei der in den Fig. 1 bis 2 dargestellten Ausführungsform einer Geschoßzuführungsvorrichtung
kann ein über die Rollenbahn 24 zugeführtes Geschoß G 2 unter Entriegelung der Geschoßhaltenase
13 mittels des Handhebels 13.1 in die Ladeschale 22, die sich in ihrer untersten Stellung
befindet, eingeschoben werden. Von dort kann es entweder wie oben geschildert, der
Waffe 25 zugeführt oder durch Anheben der Ladeschale 22 in das Geschoßmagazin 23 befördert
werden. Weiterhin können die im Geschoßmagazin 23 gelagerten Geschosse G 1 nach Anheben
der Ladeschale 22, Einschieben der Geschosse G 1 in die Ladeschale und wieder Absenken
der Ladeschale 22 entweder der Waffe 25 zugeführt werden oder sie können nach hinten
über die Rollenbahn 24 aus dem Fahrzeug durch die Be/Entladeöffnung B hinausbefördert
werden.
[0024] Wie bereits erwähnt, erfolgt bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 die Bedienung
der Geschoßzuführungsvorrichtung rein manuell.
[0025] In den Fig. 3 und 4 ist eine Ausführungsform der Geschoßzuführungsvorrichtung dargestellt,
bei der zwar die Verschiebung des Tragarms 1 in Querrichtung manuell erfolgt. Das
Anheben der Ladeschale 22 jedoch und das Ausfahren des Ladeschaleninnenteils 9 zum
Ansetzen eines Geschosses erfolgen durch einen motorischen Antrieb. Weiterhin ist
diese Ausführungsform der Geschoßzuführungsvorrichtung zur Kombination mit einem automatischen
Ansetzer, der ebenfalls motorisch angetrieben ist, gut geeignet.
[0026] In den Fig. 3 und 4 sind Bauteile, die im wesentlichen genau den in Fig. 1 und 2
dargestellten Bauteilen entsprechen, mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Diese
Bauteile werden im folgenden nicht mehr oder nur ganz kurz erläutert.
[0027] Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 ist die Ladeschale 22 über die Ladeschalenaufnahme
11 am Tragarm 1 gelagert, der an dem in den Führungen 2.1 laufenden Schlitten 2 aufgehängt
ist. Der Tragarm 1 kann mittels des Handgriffs 19 in Querrichtung verschoben werden,
wobei die Positionen des Tragarms 1 durch die Positionierraste 20 und Positionierleiste
21 gegeben sind. Das Anheben der Ladeschale 22 erfolgt wiederum über einen Kettentrieb
3 (unteres Kettenumlenkrad 3.3), der in diesem Fall von einem am oberen Ende des Tragarms
1 angeordneten Elektromotor 26 angetrieben wird. Die Bewegung der Ladeschalenaufnahme
11 und der Ladeschale 22 und ihre Führung und Arretierung erfolgt in der gleichen
Weise wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 und wird im folgenden nicht weiter
beschrieben. Das Anfahren der unterschiedlichen Positionen kann dabei in an sich bekannter
und nicht dargestellter Weise durch Endschalter und Anschläge erfolgen.
[0028] Die Verschwenkung der Ladeschale 22 aus der untersten Stellung (ca. 20°) in die waagerechte
Stellung in den erhöhten Positionen erfolgt auch bei dieser Ausführungsform in der
bereits beschriebenen Weise über die Führungsrolle 15 und die Führungsnut 6. Zum Vorfahren
des innerhalb der Ladeschale 22 angeordneten Ladeschaleninnenteils 9 dient ein weiterer
Kettentrieb, der im folgenden beschrieben wird. Über eine nicht dargestellte Schaltkupplung
kann der Antriebsmotor 26 mit einem Kettenrad 27 verbunden werden, dessen Kette 27.1
um ein am unteren Ende des Tragarms 1 angeordnetes zweites Kettenrad 27.2 läuft. Mit
dem Kettenrad 27.2 ist ein Zahnrad 28 verbunden, das mit einem Zahnrad 29 kämmt, welches
über eine durch den Drehzapfen der Ladeschale 22 geführte Ritzelwelle 30.1 mit einem
Ritzel 30 verbunden ist, das in eine an dem Ladeschaleninnenteil 9 angeordnete Zahnstange
31 eingreift. Durch Umschalten des Antriebsmotors 26 über die Kupplung auf den zweiten
Kettentrieb 27 wird das Ladeschaleninnenteil 9 mit einem auf ihm angeordneten Geschoß
G 3 nach vorne in die in Fig. 3 gestrichelt eingezeichnete Position gefahren, in der
sich das Geschoß G 5 in einer Position befindet, in der es angesetzt werden kann.
Bei dieser Bewegung ist in der bereits beschriebenen Weise die Mitnehmernase 12 hinter
den Geschoßboden eingeschwenkt.
[0029] Wird die Ladeschale 22 aus ihrer in Fig. 3 dargestellten untersten Stellung angehoben,
werden, wie aus Fig. 4 zu entnehmen, automatisch die Zahnräder 28 und 29 entkoppelt,
so daß in den angehobenen Stellungen ein Ausfahren der inneren Ladeschale 9 aus sicherheitstechnischen
Gründen nicht mehr möglich ist.
[0030] Um die Antriebsvorrichtung beim Anheben der Ladeschale mit Geschoß zu entlasten,
ist die Vorrichtung nach den Fig. 3 und 4 ebenfalls mit einem Federausgleicher, bestehend
aus der Seiltrommel 16, dem Seil 17 und der Gasfeder 17.1, wie an Hand von Fig. 1
und 2 beschrieben, ausgerüstet.
[0031] Für den Notbetrieb befindet sich an der Antriebswelle für die beiden Kettentriebe
ein Vierkant 4.1, auf das eine Handkurbel für den manuellen Betrieb aufsteckbar ist.
[0032] Wie aus Fig. 3 zu entnehmen, kann diese Ausführungsform vorteilhafter Weise mit einem
automatischen Ansetzer verwendet werden, der im folgenden nur ganz kurz erläutert
wird und ausführlich in der älteren Patentanmeldung P 43 17 639.9 beschrieben ist.
Bei diesem automatischen Ansetzer ist eine Verschiebevorrichtung für das Geschoß vorgesehen,
die ein parallel zur Rohrseelenachse an der Waffe 25 angeordnetes Führungsrohr 32
aufweist, an dem eine Zahnstange angeordnet ist, über die es mittels eines Antriebsritzels
einer Antriebsvorrichtung 34 in Längsrichtung V 1 verschiebbar ist. Das Führungsrohr
32 besitzt im Bereich hinter dem Waffenrohrende einen gekrümmten Endabschnitt 32.1,
der um insgesamt 180° nach vorne gekrümmt ist derart, daß das Ende des Endabschnittes
32.1 in den Bereich unmittelbar hinter das nach vorne gefahrene Ladeschaleninnenteil
9 einschwenkbar ist. Innerhalb des Führungsrohres 32 ist eine federsteife Zuführerkette
33 geführt, die mittels eines zweiten Antriebsritzels der Antriebsvorrichtung 34 im
Führungsrohr 32 in Richtung V2 verschiebbar ist derart, daß ihr eines Ende aus dem
gekrümmten Endabschnitt des Führungsrohres 32 ausfährt, wobei das vordere Ende 33.1
der Zuführerkette als Verschiebungselement ausgebildet ist.
[0033] Infolge der besonderen kinematischen Bedingungen wird mit diesem Ansetzer eine Übersetzung
der Ansetzgeschwindigkeit erreicht. Nach dem Ansetzen wird die Zuführerkette 33 wieder
in das Führungsrohr 32 eingezogen, das dann in nicht eigens dargestellter Weise aus
dem Bereich hinter dem Ladeschaleninnenteil 9 in eine Ruhestellung geschwenkt wird,
so daß das Ladeschaleninnenteil 9 zurückgefahren und der Schuß abgegeben werden kann,
ohne daß der Rücklauf des Waffenrohres 25 behindert wird.
[0034] In den Fig. 5 und 6 ist eine Ausführungsform einer Geschoßzuführungsvorrichtung dargestellt,
die sich von den beiden bisher beschriebenen Ausführungsformen in erster Linie dadurch
unterscheidet, daß ein Ansetzen des Geschosses mittels des bereits beschriebenen automatischen
Ansetzers nicht nur in einer einzigen Position des Waffenrohres 25 möglich ist, sondern
innerhalb eines großen Richtbereiches von beispielsweise 0 bis + 50° Elevation.
[0035] In den Fig. 5 und 6 sind Bauteile, die in Aufbau und Wirkungsweise den Bauteilen
nach den vorangegangenen Ausführungsbeispielen entsprechen, mit der gleichen Bezugsziffer
bezeichnet, die mit einem "'" versehen ist. Diese Bauteile werden im folgenden nicht
mehr in allen Einzelheiten beschrieben.
[0036] Auch bei dieser Ausführungsform ist der Tragarm 1' an einem Schlitten 2' aufgehängt,
der in Querrichtung zum Turm T an Führungsschienen 2.1' verschiebbar ist. Der Tragarm
1' erstreckt sich bei dieser Ausführungsform aber nicht im wesentlichen gerade vertikal
nach unten, sondern er ist nach vorne gekrümmt, und zwar derart, daß die Führungen
18' für die Ladeschalenaufnahme 11', die bei dieser Ausführungsform fest mit der Ladeschale
22' verbunden ist, auf einer kreisförmigen Bahn am Tragarm 1' geführt sind, deren
Mittelpunkt auf der Schildzapfenachse S der Waffe 25' liegt. Damit entspricht Verfahrweg
der Ladeschale 22 (mit Geschoß) automatisch dem Rotationsradius der Waffe 25' um die
Schildzapfenachse S.
[0037] Auch bei dieser Ausführungsform wird die Ladeschale 22' durch einen Kettentrieb 3'
bewegt und das Ausfahren des Ladeschaleninnenteils 9' geschieht mittels eines zweiten
Kettentriebs 27', die von einem Antriebsmotor 26' aus angetrieben werden. Hierzu ist
in der Ladeschale 22' ein Kettenrad 29' gelagert, das in die das untere Kettenrad
27.1' des zweiten Kettentriebs umlaufende Kette 27.2' eingreift. Das Kettenrad 29'
ist mit einem Ritzel 30' verbunden, das in eine am Ladeschaleninnenteil 9' angeordnete
Zahnstange 31' eingreift. Durch eine nicht dargestellte Schaltkupplung am Antriebsmotor
26' können die beiden Kettentriebe synchron oder nur der zweite Kettentrieb 27' angetrieben
werden. Über einen im Drehpunkt der Waffe 25' gelagerten Winkelgeber 35 wird der Antrieb
für die Ladeschale so gesteuert, daß die Ladeschale 22' jeweils in Ansetzposition
hinter die Waffe 25' gebracht wird. Durch Anwählen der einzelnen Übergabe-bzw. Übernahmestellungen
fährt die Ladeschale 22' die erforderlichen Positionen automatisch an.
[0038] Das Beladen und Entladen des Geschoßmagazins 23' sowie das Schießen vom Stapel von
außen her erfolgt bei dieser Ausführungsform über eine auf dem Fahrzeugboden montierte
Rollenbahn 24'. Die Geschosse G2' werden mit dem Geschoßboden nach vorne weisend über
die Rollenbahn 24' geschoben und dann, wie durch den Pfeil K angedeutet, auf die Ladeschale
22' gekippt.
[0039] Für den Notbetrieb befindet sich an der oberen Antriebswelle der beiden Kettentriebe
3' und 27' ein Vierkant 4.1', auf das eine Handkurbel aufgesteckt werden kann. Das
Umschalten der einzelnen Funktionen erfolgt dann ebenfalls manuell.
[0040] Die Verschiebung des Tragarms 1' in Querrichtung erfolgt manuell mittels des Handgriffs
19' in der bereits bei den früheren Ausführungsformen beschriebenen Weise. Ebenso
sind die Positionen des Tragarms 1' in Querrichtung durch die Positionierraste 20'
und die Positionierleiste 21' arretierbar.
[0041] Die Teile des automatischen Ansetzers, nämlich das Führungsrohr 32' mit dem gekrümmten
Abschnitt 32.1', die Zuführerkette 33' mit dem Verschiebungselement 33.1' sowie die
Antriebsvorrichtung 34', entsprechen genau den anhand von Fig. 3 und 4 beschriebenen
Bauteilen und werden nebst ihrer Funktionsweise im weiteren nicht näher erläutert.
1. Geschoßzuführungsvorrichtung für eine Panzerhaubitze mit einem auf einem Fahrzeug
im Bereich hinter der Fahrzeugmitte angeordneten drehbaren Turm (T), an dem eine schwere
Waffe (25) in Elevation schwenkbar angeordnet ist, wobei im Turmheck hinter der Waffe
ein Geschoßmagazin (23) zur Aufnahme von im wesentlichen horizontal mit nach vorne
weisender Geschoßspitze gelagerten Geschossen (G1) und im Fahrzeugheck eine von hinten
zugängliche Be/Entladeöffnung (B) angeordnet sind, und bei der an der Innenseite der
Dachplatte (D) des Turms (T) zwischen dem hinteren Ende der Waffe (25) und dem Geschoßmagazin
(23) eine in Querrichtung verlaufende Führung (2.1) befestigt ist, an welcher ein
Schlitten (2) verschiebbar geführt ist und an dem Schlitten (2) ein sich nach unten
in das Turminnere erstreckender Tragarm (1) aufgehängt ist, an welchem eine Ladeschalenaufnahme
(11) entlang des Tragarms (1) bewegbar geführt ist, die eine Ladeschale (22) trägt
derart, daß die Längsachse der Ladeschale in mindestens einer Elevationsstellung der
Waffe (25) in eine Position fluchtend zur Rohrseelenachse der Waffe bringbar ist,
sowie in Positionen, in denen das hintere Ende der Ladeschale (22) unmittelbar vor
vorgegebenen Lagerplätzen des Geschoßmagazins (23) liegt und in eine Position, in
welcher das hintere Ende der Ladeschale (22) unmittelbar an das vordere Ende einer
im Bereich der Be/Entladeöffnung (B) angeordneten Rollenbahn (24) anschließt.
2. Geschoßzuführungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladeschale
(22) mit der Ladeschalenaufnahme (11) um eine Achse parallel zur Schildzapfenachse
der Waffe (25) verschwenkbar verbunden ist.
3. Geschoßzuführungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Tragarm (1) im wesentlichen vertikal nach unten ausgerichtet ist und die Ladeschalenaufnahme
(11) senkrecht zur Schildzapfenachse der Waffe (25) am Tragarm (1) verschiebbar geführt
ist.
4. Geschoßzuführungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm
(1') im wesentlichen gekrümmt nach unten ausgerichtet ist und die Ladeschalenaufnahme
(11') auf einer kreisförmigen Bahn am Tragarm (1') geführt ist, deren Mittelpunkt
auf der Schildzapfenachse (S) der Waffe (25') liegt, wobei die Ladeschale (22') fest
mit der Ladeschalenaufnahme (11') verbunden ist.
5. Geschoßzuführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Ladeschale (22, 22') ein schalenartig ausgebildetes Ladeschaleninnenteil
(9, 9') angeordnet ist, das in Richtung auf die Waffe (25, 25') aus der Ladeschale
(22, 22') heraus bewegbar ist.
6. Geschoßzuführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Antrieb der Ladeschalenaufnahme (11, 11') entlang des Tragarms (1, 1') ein
am Tragarm angeordneter Kettentrieb (3, 3') dient.
7. Geschoßzuführungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kettentrieb
(3) mittels einer Handkurbel (4) antreibbar ist.
8. Geschoßzuführungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kettentrieb
(3, 3') mittels eines Antriebsmotors (26, 26') antreibbar ist.
9. Geschoßzuführungsvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
Tragarm (1) und Kettentrieb (3) ein das Hubdrehmoment reduzierender Federausgleicher
(16, 17, 17.1) angeordnet ist.
10. Geschoßzuführungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Federausgleicher
eine mit dem oberen Kettenrad des Kettentriebs (3) gekoppelte Seiltrommel (16) aufweist
und das auf der Seiltrommel aufgewickelte Seil (17) mit dem unteren Ende der Schubstange
einer im Tragarm (1) im wesentlichen vertikal angeordneten Gasfeder (17.1) verbunden
ist.
11. Geschoßzuführungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Drehzapfen der Ladeschale (22) einen Steuerhebel (8) mit einer Führungsrolle (15)
trägt, die in einer am Tragarm (1) angeordneten Führungsnut (6) läuft, welche so ausgestaltet
ist, daß die Ladeschale (22) in Abhängigkeit von ihrer Position am Tragarm (1) vorgegebene
Winkelstellungen einnimmt.
12. Geschoßzuführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß am hinteren Ende der Ladeschale (22) eine unter Federkraft in eine Verriegelungsstellung
einschwenkende Geschoßhaltenase (13) angeordnet ist.
13. Geschoßzuführungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschoßhaltenase
(13) einerseits über einen automatisch durch eine im Bereich vor dem Geschoßmagazin
(23) am Tragarm (1) angeordnete Führungsschiene (7) und andererseits mittels eines
Handhebels (13.1) in die Entriegelungsstellung bringbar ist.
14. Geschoßzuführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch
eine lösbare Verriegelung (20, 21) zur Festlegung des Tragarms (1) an vorgegebenen
Punkten der Bewegungsbahn in Querrichtung zum Turm (T).
15. Geschoßzuführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, gekennzeichnet durch
am Tragarm (1) sowie am Ladeschaleninnenteil (9) angeordnete Handgriffe (19, 10) zur
manuellen Betätigung der Geschoßzuführungsvorrichtung.
16. Geschoßzuführungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß am hinteren
Ende des Ladeschaleninnenteils (9) eine automatisch ausschwenkbare Mitnehmernase (12)
angeordnet ist.
17. Geschoßzuführungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor
(26) mittels einer umschaltbaren Kupplung entweder mit dem Kettentrieb (3) oder mit
einer Antriebsvorrichtung (27) zum Bewegen des Ladeschaleninnenteils (9) verbindbar
ist.
18. Geschoßzuführungsvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß zum Antrieb
des Ladeschaleninnenteils (9, 9') ein zweiter am Tragarm (1, 1') angeordneter Kettentrieb
(27, 27') dient, der ein Ritzel (30, 30') antreibt, welches in eine am Ladeschaleninnenteil
(9, 9') angeordnete Zahnstange (31, 31') eingreift.
19. Geschoßzuführungsvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Ritzel
(30) zum Antrieb des Ladeschaleninnenteils (9) nur in der untersten Stellung der Ladeschalenaufnahme
(11) mit dem zweiten Kettentrieb (27) gekoppelt ist.
1. Shell-feeding device for a tank howitzer with a rotatable turret (T) which is disposed
on a vehicle in the region behind the centre of the vehicle and on which a heavy weapon
(25) is disposed so as to be pivotable in elevation, wherein a shell magazine (23)
for receiving shells (G1) which are stored essentially horizontally with the nose
of the shell pointing forward is disposed in the rear of the turret, behind the weapon,
and a loading/unloading aperture (B) which is accessible from the rear is disposed
in the rear of the vehicle, and in which there is fastened to the inside of the roof
panel (D) of the turret (T), between the rear end of the weapon (25) and the shell
magazine (23), a guide (2.1) which extends in the transverse direction and on which
a carriage (2) is displaceably guided, and there is suspended, from the carriage (2),
a carrying arm (1) which extends downwards into the interior of the turret and on
which there is guided, so as to be movable along the said carrying arm (1), a loading
tray receptacle (11) which carries a loading tray (22) in such a way that the longitudinal
axis of the loading tray can be brought, in at least one elevational position of the
weapon (25), into a location in alignment with the axis of the bore of the weapon,
and also into locations in which the rear end of the loading tray (22) lies immediately
in front of predetermined storage places in the shell magazine (23), and into a location
in which the rear end of the loading tray (22) is immediately adjacent to the front
end of a roller track (24) disposed in the region of the loading/unloading aperture
(B).
2. Shell-feeding device according to claim 1, characterised in that the loading tray
(22) is connected to the loading tray receptacle (11) so as to be tiltable about an
axis parallel to the axis of the trunnion of the weapon (25).
3. Shell-feeding device according to claim 1 or 2, characterised in that the carrying
arm (1) is essentially orientated vertically downwards and the loading tray receptacle
(11) is guided so as to be displaceable on the carrying arm (1) perpendicularly to
the axis of the trunnion of the weapon (25).
4. Shell-feeding device according to claim 1, characterised in that the carrying arm
(1') is orientated downwards in an essentially curved manner and the loading tray
receptacle (11') is guided on a circular trajectory on the carrying arm (1'), the
centre point of which trajectory lies on the axis (S) of the trunnion of the weapon
(25'), the loading tray (22') being fixedly connected to the loading tray receptacle
(11').
5. Shell-feeding device according to one of claims 1 to 4, characterised in that there
is disposed, in the loading tray (22, 22'), a loading tray inner part (9, 9') which
is of tray-like construction and can be moved out of the loading tray (22, 22') in
the direction of the weapon (25, 25').
6. Shell-feeding device according to one of claims 1 to 5, characterised in that a chain
drive (3, 3') disposed on the carrying arm serves to drive the loading tray receptacle
(11, 11') along the said carrying arm (1, 1').
7. Shell-feeding device according to claim 6, characterised in that the chain drive (3)
can be driven by means of a hand crank (4).
8. Shell-feeding device according to claim 6, characterised in that the chain drive (3,
3') can be driven by means of a driving motor (26, 26')
9. Shell-feeding device according to claim 7 or 8, characterised in that a spring equilibrator
(16, 17, 17.1) reducing the lifting torque is disposed between the carrying arm (1)
and the chain drive (3).
10. Shell-feeding device according to claim 9, characterised in that the spring equilibrator
has a cable drum (16) coupled to the upper chain wheel of the chain drive (3) and
the cable (17) wound on the said cable drum is connected to the lower end of the thrust
rod of a gas spring (17.1) disposed essentially vertically in the carrying arm (1).
11. Shell-feeding device according to claim 2 or 3, characterised in that the fulcrum
pin of the loading tray (22) carries a control lever (8) with a guide roller (15)
which runs in a guide groove (6) which is disposed on the carrying arm (1) and is
contrived in such a way that the loading tray (22) assumes predetermined angular positions
in dependence upon its location on the carrying arm (1).
12. Shell-feeding device according to one of claims 1 to 11, characterised in that there
is disposed, on the rear end of the loading tray (22), a shell-retaining nose (13)
which pivots inwards, under spring force, into a locking position.
13. Shell-feeding device according to claim 12, characterised in that the shell-retaining
nose (13) can be brought into the unlocking position, on the one hand automatically
via an unlocking lever by way of a guide rail (7) disposed on the carrying arm (1)
in the region in front of the shell magazine (23) and, on the other hand, by means
of a hand lever (13.1).
14. Shell-feeding device according to one of claims 1 to 13, characterised by a detachable
locking system (20, 21) for securing the carrying arm (1) in position at predetermined
points in the trajectory of movement in the direction transverse to the turret (T).
15. Shell-feeding device according to one of claims 1 to 14, characterised by handles
(19, 10) disposed on the carrying arm (1) and also on the loading tray inner part
(9) for manual actuation of the shell-feeding device.
16. Shell-feeding device according to claim 5, characterised in that an entrainment nose
(12), which can be pivoted outwards automatically, is disposed on the rear end of
the loading tray inner part (9).
17. Shell-feeding device according to claim 8, characterised in that the driving motor
(26) can be connected, by means of a coupling which can be switched over, either to
the chain drive (3) or to a driving device (27) for moving the loading tray inner
part (9).
18. Shell-feeding device according to claim 17, characterised in that use is made, for
the purpose of driving the loading tray inner part (9, 9'), of a second chain drive
(27, 27') which is disposed on the carrying arm (1, 1') and drives a pinion (30, 30')
which engages in a toothed rack (31, 31') disposed on the loading tray inner part
(9, 9').
19. Shell-feeding device according to claim 18, characterised in that the pinion (30)
for driving the loading tray inner part (9) is coupled to the second chain drive (27)
only when the loading tray receptacle (11) is in the lowest position.
1. Dispositif d'alimentation en projectiles pour un obusier blindé comportant, disposée
de maniere rotative sur un véhicule dans la région située à l'arrière du centre de
celui-ci, une tourelle (T) sur laquelle est disposée de manière à pivoter en élévation
une arme lourde (25), tandis qu'à l'arrière de la tourelle, derrière l'arme, sont
disposés un magasin à projectiles (23) destiné à loger des projectiles (61) placés
sensiblement horizontalement, leur ogive étant orientée vers l'avant et, à l'arrière
du véhicule, une ouverture (8) de chargement et de déchargement accessible de l'arrière,
sur la face intérieure de la plaque de toiture (D) de la tourelle (T) étant fixé,
entre l'extrémité arrière de l'arme (25) et le magasin (23) à projectiles, un guidage
(2.1) s'étendant en direction transversale sur lequel est guidé de manière coulissable
un chariot (2) sur lequel est accroché un bras porteur (1) qui s'étend vers le bas
et pénètre dans l'intérieur de la tourelle, sur ce bras (1) et le long de celui-ci
étant guidé un réceptacle (11) d'un plateau de chargement (22), ledit réceptacle (11)
supportant ledit plateau de chargement (22) de telle manière que l'axe longitudinal
dudit plateau, dans au moins une position d'élévation de l'arme (25), peut être amené
en alignement avec l'axe de l'âme du canon, ainsi que dans des positions dans lesquelles
l'extrémité arrière du plateau (22) se situe immédiatement devant certains emplacements
prédéterminés du magasin à projectiles (23) et en une position dans laquelle l'extrémité
arrière du plateau de chargement (22) fait immédiatement suite à l'extrémité avant
d'un train à rouleaux (24) disposé dans la région de l'ouverture de chargement et
de déchargement (B).
2. Dispositif d'alimentation en projectiles selon la revendication 1, caractérisé en
ce que, le plateau de chargement (22) est relié avec son réceptacle (11) de manière
à pivoter autour d'un axe parallèle à l'axe du tourillon de l'axe (25).
3. Dispositif d'alimentation en projectiles selon les revendications 1 ou 2, caractérisé
en ce que le bras support (1) est orienté en direction sensiblement verticale vers
le bas et que le réceptacle (11) du plateau de chargement est guidé de manière coulissable
sur le bras support (1), perpendiculairement à l'axe du tourillon de l'arme (25).
4. Dispositif d'alimentation en projectiles selon la revendication 1, caractérisé en
ce que le bras support (1') est courbe et orienté sensiblement vers le bas et que
le réceptacle (11') du plateau de chargement est guidé sur une voie de forme circulaire
le long du bras support (1'), le centre de cette voie circulaire se situant sur l'axe
(S) du tourillon de l'arme (25'), le plateau de chargement (22') étant relié de manière
fixe à son réceptacle (11').
5. Dispositif d'alimentation en projectiles selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que, dans le plateau de chargement (22, 22') est disposée une partie intérieure
(9, 9') en forme de rigole qui peut être déplacée, en sortant du plateau (22, 22'),
en direction de l'arme (25, 25').
6. Dispositif d'alimentation en projectiles selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que pour l'entraînement du réceptacle (11, 11') du plateau de chargement le
long du bras support (1, 1'), est utilisé un mécanisme à chaînes (3, 3') disposé sur
ledit bras support.
7. Dispositif d'alimentation en projectiles selon la revendication 6, caractérisé en
ce que le mécanisme à chaînes (3) est entraînable au moyen d'une manivelle 4.
8. Dispositif d'alimentation en projectiles selon la revendication 6, caractérisé en
ce que le mécanisme à chaînes (3, 3') peut être entraîné au moyen d'un moteur d'entraînement
(26, 26').
9. Dispositif d'alimentation en projectiles selon les revendications 7 ou 8, caractérisé
en ce que, entre le bras support (1) et le mécanisme à chaînes (3), est disposé un
compensateur à ressorts (16, 17, 17.1) ayant pour fonction de réduire le couple de
rotation.
10. Dispositif d'alimentation en projectiles selon la revendication 9, caractérisé en
ce que le compensateur à ressorts présente un tambour (16) accouplé à la roue à chaînes
supérieure du mécanisme à chaînes (3) et que le câble (17) enroulé sur ledit tambour
est relié à l'extrémité inférieure du poussoir d'un ressort à gaz (17.1) disposé de
manière sensiblement verticale dans le bras support (1).
11. Dispositif d'alimentation en projectiles selon les revendications 2 ou 3, caractérisé
en ce que le pivot du plateau de chargement (22) supporte un levier de commande (8)
comportant un galet de guidage (15), lequel roule à l'intérieur d'une rainure de guidage
(6) pratiquée sur le bras support (1), cette rainure étant conformée de telle manière
que les positions angulaires prédéterminées du plateau de chargement (22) dépendent
de la position dudit plateau (22) sur le bras support (1).
12. Dispositif d'alimentation en projectiles selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé
en ce que, à l'extrémité arrière du plateau de chargement (22), est disposé un ergot
(13) de maintien du projectile qui bascule dans une position de verrouillage sous
l'effet d'un ressort.
13. Dispositif d'alimentation en projectiles selon la revendication 12, caractérisé en
ce que l'ergot (13) peut être amené dans la position de déverrouillage, d'une part
automatiquement au moyen d'un rail (7) disposé sur le bras support (1) dans la zone
placée devant le magasin à projectiles (23), et d'autre part au moyen d'un levier
manuel (13.1).
14. Dispositif d'alimentation en projectiles selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé
par la présence d'un verrouillage déverrouillable (20, 21) destiné à fixer le bras
porteur (1) en des points prédéterminés de la voie de déplacement en direction transversale
de la tourelle (T).
15. Dispositif d'alimentation en projectiles selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé
par la présence de poignées (19, 10) disposées sur le bras support (1) ainsi que sur
la partie intérieure (9) du plateau de chargement, destinées à actionner manuellement
le dispositif d'alimentation en projectiles.
16. Dispositif d'alimentation en projectiles selon la revendication 5, caractérisé en
ce que, à l'extrémité arrière de la partie intérieure (9) du plateau de chargement,
est disposé un ergot d'entraînement (12) automatiquement pouvant basculer vers une
position désactivée.
17. Dispositif d'alimentation en projectiles selon la revendication 8, caractérisé en
ce que le moteur d'entraînement (26) peut être relié, en vu de déplacer la partie
intérieure (9) du plateau de chargement, au moyen d'un embrayage débrayable, soit
au mécanisme à chaînes (3) soit à un dispositif d'entraînement (27).
18. Dispositif d'alimentation en projectiles selon la revendication 17, caractérisé en
ce que pour entraîner la partie intérieure (9, 9') du plateau de chargement, est utilisé
un deuxième mécanisme à chaînes (27, 27') disposé sur le bras support (1, 1'), ce
mécanisme entraînant un pignon (30, 30'), lequel s'engrène dans une crémaillère (31,
31') disposée sur la partie intérieure (9, 9') du plateau de chargement.
19. Dispositif d'alimentation en projectiles selon la revendication 18, caractérisé en
ce que le pignon (30) pour l'entraînement de la partie intérieure (9) du plateau de
chargement n'est accouplée au deuxième mécanisme à chaînes (27) que dans la position
la plus basse du réceptacle (11) du plateau de chargement.