[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Dehnungsstoß für ein auf einer Unterlage angeordnetes
Gleisteil mit einem ersten festgelegten Schienenabschnitt und einem zweiten zu diesem
verschiebbaren Schienenabschnitt, wobei der zweite Schienenabschnitt über einen Bereich
B an dem ersten eine Krümmung aufweisenden Schienenabschnitt anliegt und wobei bei
in den zweiten Schienenabschnitt bei dessen Verschieben eingeleiteten Querkräften
sein freies vorderes Ende einer Biegelinie folgt.
[0002] Bei bekannten Dehnungsstößen, die auch als Schienenauszug bezeichnet werden und die
z.B. im Bereich von Brücken eine Relativbewegung zwischen Bauwerk und Gleis ermöglichen,
erfolgt eine formschlüssige Verbindung, um die Zunge relativ zur Backenschiene verschieben
zu können. Hierzu kann eine Zunge in Vollschienenprofil zwischen der Backenschiene
und einer auf der gegenüberliegenden Seite ortsfest angeordneten Klemmbacke festgelegt
werden. Der Fuß der Zunge und der der Backenschiene sind auf einer gemeinsamen Unterlage
auf gleichem Niveau angeordnet. Hierdurch bedingt stützt sich die Backenschiene im
wesentlichen nur durch die der Zunge abgewandten Hälfte der Backenschiene auf der
Unterlage ab. Instabilitäten werden dadurch ausgeglichen, daß die Backenschiene über
Stützen und Winkelstücke befestigt ist. Dies erfordert eine zusätzliche Wartung.
[0003] Ein bekannter Schienenstoß ist z.B. der DE 30 16 492 Al zu entnehmen.
[0004] Ein Dehnungsstoß nach dem gattungsbildenden Stand der Technik ist in den Fig. 21
- 23 dargestellt und umfaßt einen ersten festgelegten Schienenabschnitt und einen
zweiten zu diesem verschiebbaren Schienenabschnitt, wobei letzterer über einen bestimmten
Bereich B an dem ersten Schienenabschnitt anliegt und wobei dieser erste Schienenabschnitt
in dem Bereich B eine Krümmung mit einem bestimmten Radius aufweist und somit einem
Kreis folgt. Bei Verschieben des zweiten Schienenabschnittes erfährt dieser bei Einleitung
einer Querkraft, bedingt durch das Zusammenwirken mit dem ersten Schienenabschnitt,
eine Biegung, die nicht der Kreiskrümmung des ersten Schienenabschnitts, sondern der
natürlichen Biegelinie des verschiebbaren Schienenabschnitts folgt, wodurch sich die
beiden Schienenabschnitte voneinander entfernen und es zu einer unerwünschten Spurerweiterung
kommt.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein sicheres
Anliegen der beiden Schienenabschnitte in einem Dehnungsstoß zu erzielen und damit
einen ruhigen Lauf für die den Dehnungsstoß durchfahrenden Fahrzeuge zu gewährleisten.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Krümmung des ersten festgelegten
Schienenabschnitts in dem Bereich B, in dem der verschiebbare zweite Schienenabschnitt
anliegt, der Biegelinie des verschiebbaren zweiten Abschnitts entspricht, d.h. der
Biegelinie, die sich beim Verschieben aufgrund der einwirkenden Querkräfte einstellt.
[0007] Dabei kann der erste Schienenabschnitt eine Zunge und der zweite Schienenabschnitt
eine Backenschiene oder umgekehrt sein.
[0008] Sofern der erste Schienenabschnitt eine Backenschiene und der zweite Schienenabschnitt
eine Zunge ist, ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Zunge über
ein Befestigungsmittel durch Kraftschluß an der Backenschiene anliegt. Insbesondere
wirkt das Befestigungsmittel im Übergangsbereich von Zungenfußund -steg derart ein,
daß eine Kraftkomponentenzerlegung in Richtung sowohl der Unterlage als auch des Backenschienenkopfs
erfolgt.
[0009] Dabei ist insbesondere vorgesehen, daß das Befestigungsmittel von der Unterlage oder
einem auf dieser angeordneten Element ausgehende Spannklemme ist, die im Übergangsbereich
von Zungenfuß und -steg zur Einleitung von Kraftkomponenten in Richtung sowohl der
Unterlage als auch des Backenschienenkopfes abgestützt ist.
[0010] Alternativ ist vorgesehen, daß das Befestigungselement von der Unterlage oder einem
auf dieser angeordneten Element wie Gleit- oder Auflageblock ausgeht und über ein
Roll- oder Gleitelement im Übergangsbereich von Zungenfuß und -steg zur Einleitung
von Kraftkomponenten in Richtung sowohl der Unterlage als auch des Backenschienenkopfes
abgestützt ist.
[0011] Erfindungsgemäß ist eine formschlüssige Verbindung zum Festlegen der Zunge, die ein
Zungenprofil, das von Weichen bekannt ist, aufweist, nicht mehr erforderlich. Vielmehr
reicht im wesentlichen ein Kraftschluß aus, der derart ausgerichtet ist, daß die zum
Festlegen der Schiene einzuleitenden Kräfte derart aufgeteilt werden, daß einerseits
ein kippfreies Abstützen auf der Unterlage und andererseits ein sicheres Anliegen
an dem Backenschienenkopf gewährleistet ist.
[0012] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist die Möglichkeit gegeben, daß Backenschienen-
und Zungenfußunterseite auf unterschiedlichen Niveausverlaufen, wobei sich der Schienenfuß
unterhalb des Zungenfuß erstreckt, also die Backenschiene über die gesamte Schienenfußbreite
abstützbar ist.
[0013] Zum Niederhalten der Backenschiene kann dabei auf der einen Seite eine übliche Spannklemme
und auf der gegenüberliegenden Seite mittelbar oder unmittelbar die Zunge selbst oder
aber z.B. ein Auflageblock, ein Gleitstuhl oder ein von diesem ausgehendes Federelement
benutzt werden.
[0014] Insbesondere ist vorgesehen, daß die Zunge auf einem Gleitstuhl längsverschiebbar
angeordnet ist, von dem ein sich auf dem Backenschienenfuß abstützendes Federelement
ausgeht.
[0015] Bevorzugterweise kann die Zunge auf einer Auflage gleitend abgestützt sein, die den
Backenschienenfuß bereichsweise sowohl unterlagen- als auch zungenseitig umgibt. Dabei
besteht die Auflage selbst vorzugsweise aus einem Kunstsoffmaterial geeigneter Steifigkeit.
[0016] Die Auflage kann dabei seitlich von einem Block begrenzt sein, an den der der Backenschiene
abgewandte Längsrand des Zungenfußes anliegt. Von dem Block selbst geht sodann das
Befestigungsmittel aus, welches kraftschlüssig auf die Zunge einwirkt.
[0017] Der Block kann beweglich zur Unterlage angeordnet sein. In diesem Fall wird der Block
von Verankerungsmitteln wie Schrauben durchsetzt, über die die Befestigungsmittel
selbst befestigt werden.
[0018] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Zunge auf einem Auflageblock
abgestützt ist, der seinerseits auf dem Backenschienenfuß abgestützt ist und backenschienenabgewandt
gegen einen Anschlag anliegt, und daß der zu der Unterlage beweglich angeordnete Auflageblock
von das Befestigungsmittel mit der Unterlage bzw. einer Unterstützung verbindender
Verankerung wie Schraube durchsetzt ist. Dabei kann die Verankerung selbst gegenüber
dem Befestigungsmittel über Federelemente wie Tellerfedern abgestützt sein. Hierdurch
erfolgt eine Beweglichkeit derart, daß insbesondere Schienentoleranzen ausgeglichen
werden können.
[0019] Um sicherzustellen, daß bei der Längsverschiebung der Zunge diese stets im erforderlichen
Abstand, also z.B. im Schwellenabstand unterstützt ist, insbesondere dann, wenn eine
Längenverschiebbarkeit über mehr als einen Schwellenabstand erfolgt, ist vorgesehen,
daß die Zunge im Übergangsbereich, in dem die Zungenfußunterseite höher als die im
Zungenwurzelbereich verläuft, auf Auflageblöcken abgestützt ist, die einerseits abschnittsweise
der Längsbewegung der Zunge folgen und andererseits im Bereich von Unterlagen haltbar
sind. Durch diese Maßnahmen ist stets gewährleistet, daß die Zunge in den erforderlichen
Abständen zueinander abgestützt ist, wobei gleichzeitig sichergestellt sein soll,
daß aufgrund des vorhandenen Niveauunterschiedes der Zungenfußunterseiten eine Behinderung
der Längsbewegung der Zunge durch Auflageblöcke oder gleichwirkende Elemente nicht
erfolgt.
[0020] Insbesondere sind die Auflageblöcke verschiebbar auf einer Gleitplatte angeordnet,
die im Bereich von vorzugsweise Unterlagen Arretierungen für Auflageblöcke aufweist,
wobei die Arretierungen durch Geometrieänderungen der Gleitplatte gebildet sein können.
[0021] Damit die Auflageblöcke selbsttätig zueinander beabstandbar sind, ist des weiteren
vorgesehen, daß diese gegeneinander federvorgespannt sind.
[0022] Die erforderliche Abstützung der Zunge kann selbstverständlich auch durch andere
geeignete Maßnahmen wie z.B. hydraulisch verstellbare Unterlagenabschnitte realisiert
sein, deren Verstellung durch die Längsbewegung der Zunge selbst ausgelöst wird.
[0023] Um sicherzustellen, daß die Backenschiene zu der Zunge verschiebbar ist, wobei gleichzeitig
sichergestellt sein soll, daß aufgrund temperaturbedingter Längenveränderungen die
Zunge gleichfalls im notwendigen Umfang in ihrer Längsrichtung verschoben werden kann,
sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, daß zwischen berührenden Flächen von Backenschienenfußunterseite
und dieser zugeordneten Abstütz- bzw. Gleitfläche ein Reibungskoeffizient µ
B ≤ 0,1 besteht und daß zwischen berührenden Flächen von Zungenfußunterseite und dieser
zugeordneten Abstützfläche ein Reibungskoeffizient µ
z mit µ
z ≥ 0,3 besteht.
[0024] Um die unterschiedlichen Reibungskoeffizienten sicherzustellen, kann zwischen den
Backenschienen- bzw. Zungenfußunterseiten und der Unterlage bzw. einem Abstützblock
eine Zwischenlage angeordnet sein, die gegebenenfalls durchgehend ausgebildet und
voneinander abweichende Abschnitte zur Erzielung der gewünschten Reibungskoeffizienten
aufweisen kann. Dabei kann sich die Zwischenlage in bezug auf die Zunge bis in den
Bereich erstrecken, in dem das Befestigungsmittel fußseitig abgestützt ist. Gleiches
gilt in bezug auf den Backenschienenfuß, d.h., daß sich die Zwischenlage bis zum Übergangsbereich
von Fuß und Steg erstreckt, in dem das Befestigungsmittel abgestützt ist.
[0025] Nach einer Weiterbildung ist vorgesehen, daß insbesondere dann, wenn eine Längenverschiebbarkeit
über mehr als einen Schwellenabstand erfolgt, die Backenschiene auf Auflageblöcken
abgestützt ist, die einerseits abschnittsweise der Längsbewegung der Backenschiene
folgen und andererseits im Bereich von Unterlagen haltbar sind. Durch diese Maßnahmen
ist stets gewährleistet, daß die Backenschiene in den erforderlichen Abständen zueinander
abgestützt ist.
[0026] Insbesondere sind die Auflageblöcke verschiebbar auf einer Gleitplatte angeordnet,
die im Bereich von vorzugsweise Unterlagen Arretierungen für Auflageblöcke aufweist,
wobei die Arretierungen durch Geometrieänderungen der Gleitplatte gebildet sein können.
[0027] Damit die Auflageblöcke selbsttätig zueinander beabstandbar sind, ist des weiteren
vorgesehen, daß diese gegeneinander federvorgespannt sind.
[0028] Bei dem Befestigungsmittel für die Backenschiene selbst handelt es sich vorzugsweise
um ein Roll- oder Gleitelement, das vorzugsweise federvorgespannt unmittelbar oder
mittelbar von der Unterlage ausgeht. Hierdurch ist ein sicheres Anliegen und damit
die erforderliche Krafteinleitung im Übergangsbereich von Backenschienenfuß und -steg
sichergestellt, wobei gleichzeitig Schienentoleranzen ausgeglichen werden können.
[0029] Abweichend vom vorbekannten Stand der Technik folgt die Krümmung der Backenschiene
keinem Kreis, wodurch andernfalls die mit der Backenschiene wechselwirkende Zunge,
die im Abstand zur Backenschiene zur ausschließlichen Verschiebung in ihrer Längsrichtung
festgelegt ist, Krafteinwirkungen erfahren würde, die im Zungenspitzenbereich zu einem
Auseinanderklaffen zur Backenschiene in einem umso stärkeren Umfang führt, je weiter
die Zunge eingefahren ist, also entlang der Backenschiene verschoben ist.
[0030] Durch diese erfindungsgemäße Konstruktion werden nur geringe Kräfte benötigt, um
die Zunge zu verbiegen. Ein stetes Anliegen der Zunge an der Backenschiene ist in
jeder Stellung gewährleistet. Auch ergibt sich eine Verschleißverringerung und ein
ruhiger Lauf für die den Dehnungsstoß durchfahrenden Fahrzeuge.
[0031] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung eines Dehnungsstoßes nach dem Stand der Technik mit einer
aus Vollschienenprofil bestehenden Zunge,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dehnungsstoßes
mit einer aus Zungenprofil bestehenden Zunge,
- Fig. 3
- Details einer Backenschienenbefestigung im Bereich des Dehnungsstoßes gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Schnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Dehnungsstoßes,
- Fig. 5
- eine Ansicht in Richtung X der Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung einer zur Fig. 4 alternativen Ausführungsform eines Dehnungsstoßes,
- Fig. 7
- eine Darstellung in Richtung X in Fig. 6,
- Fig. 8
- einen Schnitt einer dritten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dehnungsstoßes,
- Fig. 9
- einen Schnitt einervierten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dehnungsstoßes,
- Fig. 10
- einen Schnitt einer fünften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dehnungsstoßes,
- Fig. 11
- einen Schnitt einer sechsten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dehnungsstoßes,
- Fig. 12
- eine Seitenansicht eines Dehnungsstoßes in neutraler Stellung einer Zunge,
- Fig. 13
- der Dehnungsstoß nach Fig. 12 in Draufsicht,
- Fig. 14
- eine Gleitplatte mit auf dieser angeordneten Auflageblöcken,
- Fig. 15
- eine Seitenansicht eines Dehnungsstoßes mit zurückgezogener Zunge,
- Fig. 16
- der Dehnungsstoß nach Fig. 15 in Draufsicht,
- Fig. 17
- eine für den Dehnungsstoß gemäß Fig. 15 benutzte Gleitplatte mit Auflageblöcken,
- Fig. 18
- eine Seitenansicht eines Dehnungsstoßes mit vorgeschobener Zunge,
- Fig. 19
- eine Draufsicht des Dehnungsstoßes nach Fig. 18,
- Fig. 20
- eine Gleitplatte für den der Fig. 18 zu entnehmenden Dehnungsstoß mit Auflageblöcken,
- Fig. 21-23
- Draufsichten auf Dehnungsstöße mit einem Backenschienenverlauf nach dem Stand der
Technik,
- Fig. 24-26
- Draufsichten auf Dehnungsstöße mit einer einen erfindungsgemäßen Verlauf aufweisenden
Backenschiene,
- Fig. 27
- einen Schnitt durch eine siebte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dehnungsstoßes,
- Fig. 28
- einen Schnitt durch eine achte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dehnungsstoßes
und
- Fig. 29
- eine Draufsicht auf einen Gleisabschnitt im Bereich eines Bauwerkes
[0032] Der Fig. 1 ist ein Schnitt durch einen Dehnungsstoß nach einem Stand der Technik
zu entnehmen. So ist einer Backenschiene (10) eine Zunge (12) aus Vollschienenprofil
zugeordnet, die sich bereichsweise am Schienenkopf (14) abstützt. Die Unterseite von
sowohl dem Backenschienenfuß (16) als auch dem Zungenfuß (18) verlaufen auf gleichem
Niveau und sind auf einer Unterlage (20) angeordnet. Hierdurch bedingt wird die Backenschiene
(10) nur auf quasi einem halben Schienenfuß (16) abgestützt. Um ein Kippen zu vermeiden,
sind Stützwinkel (24), die mit der Unterlage (20) verbunden sind, sowie Stützschenkel
(26) umfassende Verklammerungen vorgesehen.
[0033] Die Zunge (12) wird formschlüssig zwischen der Backenschiene (10) und einer Klemmbacke
(28) festgelegt, die gleichfalls über nicht näher bezeichnete Befestigungselemente
mit der Unterlage (20) verbunden ist. Die Klemmbacke (28) weist eine unterlagenseitig
verlaufende Längsaussparung (30) auf, in der sich ein Randbereich des Zungenfußes
(18) erstreckt. Ferner ist ein dem Steg (32) der Zunge zugeordneter Abschnitt (33)
vorgesehen, der allerdings geringfügig beabstandet zum Steg (32) verläuft, um die
Längsverschiebbarkeit der Zunge (12) nicht zu behindern.
[0034] Die bekannten Dehnungsstöße sind konstruktiv aufwendig und daher wartungsintensiv.
Ferner besteht die Möglichkeit, daß aufgrund der gewählten Verbindungs- bzw. Befestigungsmittel
die Zunge (12) kippen kann.
[0035] Erfindungsgemäße Dehnungsstöße eines ersten Ausführungsprinzips sind den Fig. 2 bis
11 zu entnehmen. Dabei werden grundsätzlich für gleiche Elemente gleiche Bezugszeichen
benutzt.
[0036] Bei den erfindungsgemäßen Dehnungsstößen werden den Backenschienen (10) Zungen (34)
zugeordnet, die ein übliches Zungenprofil, das von Weichen her bekannt ist, aufweisen.
[0037] Erfindungsgemäß werden diese für die Dehnungsstöße verwendeten Zungen (34) im wesentlichen
durch Kraftschluß festgelegt, um einerseits ein sicheres Anliegen an den Backenschienenkopf
(14) zu ermöglichen und andererseits ein Kippen auszuschließen. Ergänzend bzw. für
den Fall einer Beschädigung kann neben dem Kraftschluß auch ein Fomischluß erfolgen.
[0038] Nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 wird der Kraftschluß durch eine an und für
sich bekannte Spannklemme (36) bewirkt, die von einem Gleit- oder Auflageblock (38)
ausgeht, der vorzugsweise fest mit der Unterlage (20) verbunden ist, also integraler
Bestandteil dieser sein kann.
[0039] Die Spannklemme (36) stützt sich sodann im Übergangsbereich zwischen Steg (40) und
Fuß (42) der Zunge (34), also im Bereich (35) ab, wodurch die eingeleitete Kraft in
Kraftkomponenten aufgeteilt wird, die einerseits in Richtung der Unterlage (20) und
andererseits in Richtung des Schienenkopfes (14) verlaufen.
[0040] Die Zunge (34) ist auf einem Abschnitt (44) des Auflage- bzw. Gleitblockes (38) gleitend
abgestützt, verläuft also oberhalb des Backenschienenfußes (16).
[0041] Die Backenschiene (10) wird auf der der Zunge (34) gegenüberliegenden Seite durch
eine Rippe und eine übliche Spannklemme (46) oder ein ansonsten benutztes Befestigungselement
festgelegt und auf der gegenüberliegenden Seite, also unterhalb des Zungenfußes (42)
von einem Federelement (48) niedergehalten, das von dem Gleitblock (38) ausgeht. Insoweit
wird eine Konstruktion benutzt, die bereits aus bei Weichen zum Einsatz gelangenden
Gleitstühlen bekannt ist.
[0042] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 4 und 5 unterscheidet sich von dem der Fig. 2 und
3 dahingehend, daß zum Festlegen der Zunge (34) keine Spannklemme, sondern zumindest
ein sich in dem Bereich (35) abstützendes Gleit- oder Rollelement (50) benutzt wird,
wodurch eine Reibungsverminderung bei der Längenverschiebung der Zunge (34) erfolgt.
[0043] Das Gleit- bzw. Rollelement (50) geht von einer Welle (52) aus, die auf einem Gleit-
bzw. Auflageblock (54) festgelegt ist, der dem der Fig. 2 entspricht, also einerseits
fest mit der Unterlageplatte verbunden ist und andererseits ein Federelement (56)
festlegt, welches auf dem Backenschienenfuß (16) zum Niederhalten der Backenschiene
(10) abgestützt ist.
[0044] Die Welle (52) ist zwischen einem rampenförmigen Abschnitt (58) des Gleitblocks (54)
und einer außenseitigen Platte (60) festgespannt, die im Ausführungsbeispiel von Schrauben
(62) und (64) durchsetzt sind. Zwischen den Schraubenköpfen und der Platte (60) sind
des weiteren nicht näher bezeichnete Tellerfedern angeordnet.
[0045] Auch besteht die Möglichkeit, z.B. eine Welle an einen Vierkant oder ein Flachmaterial
anzudrehen, wobei der Vierkant bzw. das Flachmaterial mit dem Gleitblock z.B. verschraubt
wird. Dabei sollte weiterhin die Möglichkeit einer geringfügigen Bewegung ermöglicht
sein, um z.B. Schienentoleranzen ausgleichen zu können. Auch hierzu können Tellerfedern
benutzt werden.
[0046] Das den Fig. 6 und 7 zu entnehmende Ausführungsbeispiel stellt eine Alternative zu
dem der Fig. 4 und 5 und zwar insoweit dar, daß die das Dreh- bzw. Gleitelement (50)
haltende Welle (52) elastisch gelagert ist. Hierzu wird die Welle (52) von einer Hülse
(70) aufgenommen, in dessen Längsrichtung die Welle (52) derart verschiebbar ist,
daß das Gleitelement (50) stets an der Zunge (34), also im Bereich (35) anliegt. Um
dies sicherzustellen, befindet sich zwischen der Welle (52) und dem Boden (72) der
Hülse (70) ein Federelement.
[0047] Die den Fig. 8 und 9 zu entnehmenden Ausführungsbeispiele unterscheiden sich von
den bisherigen im wesentlichen in der Art des Festlegens der Backenschiene (10). Folglich
bleibt weiterhin der erfindungsgemäß vorgesehene Kraftschluß zwischen Weichenzunge
(34) und Backenschiene (10) über z.B. Spannklemmen (36) (Fig. 9) oder Gleit- bzw.
Rollelemente (50) (Fig. 8) oder gleichwirkende Elemente bestehen.
[0048] Abweichend wird die Backenschiene (10) nunmehr nicht mehr über ein von einem Auflage-
bzw. Gleitblock ausgehendes Federelement, sondern über eine den Schienenfuß (16) umgebende
Auflage (76) realisiert, auf der der Zungenfuß (42) gleitend abgestützt ist.
[0049] Die Auflage (76), die ganz oder teilweise aus Kunststoff geeigneter Steifigkeit besteht,
erstreckt sich folglich entlang der Unterseite (78) des Backenschienenfußes (76) und
bereichsweise entlang der unter dem Zungenfuß (42) verlaufenden Oberseite (80) und
gegebenenfalls auch auf der gegenüberliegenden Oberseite (82) im Bereich der Befestigungsklemme
(46).
[0050] Die Auflage (76) ist seitlich einerseits durch eine Rippe (84) und andererseits zungenseitig
durch einen vorzugsweise aus Stahl bestehenden Block (86) begrenzt, von dem die Spannklemme
(36) bzw. die Welle (52) des Gleit- bzw. Rollelementes (50) ausgeht.
[0051] Der Block (86) muß nicht notwendigerweise fest mit der Unterlage (20) verbunden sein.
Vielmehr kann der Block (86) zwischen der Auflage (76) und einem fest mit der Unterlage
(20) verbundenen Anschlag (88) angeordnet sein. Bei einer diesbezüglichen Konstruktion
durchsetzen jedoch Verankerungselemente wie Schrauben (62), (64) bzw. (90) (Fig. 9)
den Block (86), um in der Unterlage (20) bzw. in einer unterhalb dieser verlaufenden
Unterstützung wie z.B. Schwelle verankert zu werden. Die Verankerungselemente ihrerseits
legen das den Kraftschluß hervorrufenden Befestigungsmittel in Form von vorzugsweise
der Spannklemme (36) oder dem Gleit- bzw. Rollelement (50) fest.
[0052] Die Ausführungsbeispiele der Fig. 10 und 11 unterscheiden sich wiederum von denen
der Fig. 8 und 9 dahingehend, daß die Backenschiene (10) von einem Auflage- bzw. Gleitblock
(92) niedergehalten wird, auf dem die Zunge (34) verschiebbar ist. Dabei ist der Gleitblock
(92) lose auf der Unterlage (20) angeordnet und wird über die Verankerungselemente
(62), (64) bzw. (90) der Befestigungsmittel (36) bzw. (50), (52) festgelegt.
[0053] Um ein kippfreies Niederhalten der Backenschiene (10) zu gewährleisten, ist die unterlagenseitige
Fläche (94) des Auflage- oder Gleitblocks (92) zu der Unterlage (20) beabstandet bzw.
es befindet sich zwischen diesen eine elastische Schicht, wodurch sichergestellt ist,
daß der über den Backenschienenfuß (16) sich erstreckende Abschnitt (96) des Gleitblocks
(92) den Schienenfuß (16) im erforderlichen Umfang niederhält.
[0054] Anhand der Fig. 12 bis 20 sollen weitere hervorzuhebende Merkmale der Erfindung erläutert
werden.
[0055] Da bei einem erfindungsgemäßen Dehnungsstoß als Zunge (34) eine solche mit einem
üblichen Zungenprofil benutzt wird, weist die Zunge (34) eine Ausballung (100) auf,
vor der, also zungenspitzenseitig, die Schienenfußunterseite (102) auf einem höheren
Niveau als die Schienenunterseite (104) im der Zungenwurzel zugewandten Bereich verläuft.
[0056] Um sicherzustellen, daß die Zunge (34) im vorderen Bereich (106) im erforderlichen
Umfang auch dann abgestützt ist, wenn die Zunge (34) in Richtung ihrer Spitze (+ oder
eingefahrene Stellung) bzw. in Richtung ihrer Wurzel (- oder ausgefahrene Stellung)
verschoben ist, also außerhalb der neutralen Stellung oder Mittelstellung, die den
Fig. 12 und 14 zu entnehmen ist, positioniert ist, werden erfindungsgemäß Auflageblöcke
(108) und (110) verschiebbar auf einer Gleitplatte (112) angeordnet, die ihrerseits
auf Unterstützungen wie Schwellen (114) angeordnet ist. Die beweglichen Auflageblöcke
(108) und (110) sollten in einem Umfang auf der Gleitplatte (112) verschiebbar sein,
die der maximalen Verschiebung der Zunge (34) gleichkommt.
[0057] Außerhalb der beweglichen Auflageblöcke (108) und (110) sind in gewohnter Weise feste
Auflageblöcke vorgesehen, die in einer Art auf Unterlagen (20) bzw. Schwellen (114)
angeordnet und befestigt sein können, wie es in den vorherigen Ausführungsbeispielen
erläutert wurde.
[0058] Die beweglichen Auflageblöcke (108) und (110) sind gegeneinander und gegenüber angrenzenden
festen Auflageblöcken federvorgespannt, um den erforderlichen Abstand zur ordnungsgemäßen
Unterstützung der Zunge (34) einzunehmen. Entsprechende Federelemente sind beispielhaft
mit dem Bezugszeichen (116) und (118) versehen.
[0059] Wie ein Vergleich der Fig. 15 bis 17 (-Stellung) und 18 bis 20 (+ Stellung) verdeutlicht,
können die beweglichen Auflageblöcke von der Ausballung (100) dann mitgenommen, also
entlang der Gleitplatte (112) in Richtung der Zungenspitze bewegt werden, wenn eine
Bewegung der Zunge (34) selbst in diese Richtung erfolgt. Bei einer Bewegung der Zunge
(34) in Richtung ihrer Wurzel werden die beweglichen Auflageblöcke (108) und (110)
aufgrund der zwischen diesen verlaufenden Federn (116) und (118) auseinandergedrückt.
Um hierbei eine Begrenzung des Verschiebeweges zu erzielen, weist die Gleitplatte
als Stufen ausgebildete Arretierungen für die Auflageblöcke (108) und (110) auf. Beispielhaft
ist eine diesbezügliche Stufe mit dem Bezugszeichen (120) versehen.
[0060] Die beweglichen Auflageblöcke (108) und (110), die in etwa in Art eines Schiebers
auf der Gleitplatte (112) angeordnet und entlang dieser verschiebbar sind, sind nun
derart der Geometrie der Gleitplatte (112) zumindest bereichsweise angepaßt, daß die
Auflageblöcke (108) und (110) nur bis zu zugeordneten Arretierungen in Richtung der
Zungenwurzel bewegt werden können, wie es insbesondere anhand der Fig. 15 und 17 verdeutlicht
wird.
[0061] Mit anderen Worten kann der Auflageblock (110) eine Arretierung überwinden, die den
Auflageblock (108) festhält. Auf diese Weise ist stets gewährleistet, daß die Zunge
(34) in ihrem Übergangsbereich, in dem die Fußunterseiten auf unterschiedlichen Niveaus
verlaufen, im erforderlichen Umfang unterstützt ist, wobei der maximale Abstand zwischen
den Unterstützungspunkten gleich dem Abstand der Schwellen (114) sein soll.
[0062] Alternativ besteht u.a. auch die Möglichkeit, daß ein Abstandsausgleich durch Rollen
oder andere geeignete Mittel erfolgt.
[0063] Die den Fig. 12 bis 20 zu entnehmenden Maßnahmen sind selbstverständlich auch auf
Dehnungsstöße anwendbar, bei denen die Backenschiene zur Zunge verschiebbar ist. (Fig.
27 - 29)
[0064] Um im Bereich eines Dehnungsstoßes eine geringe Spurerweiterung zu erzielen, wird
nach der vorliegenden Erfindung der Backenschienenverlauf des Dehnungsstoßes derart
verändert, daß dieser der Biegelinie der anliegenden und relativ zu der Backenschiene
verschiebbaren Zunge folgt, wodurch nur geringe Kräfte in die Zunge eingeleitet werden
müssen, um ein stetes Anliegen sicherzustellen. Gleichzeitig ergibt sich eine Verschleißverringerung,
wodurch sich wiederum ein ruhiger Lauf für ein einen entsprechenden Dehnungsstoß durchfahrendes
Fahrzeug zeigt.
[0065] Nach dem Stand der Technik (Fig. 21 bis 23) weist eine Backenschiene (120) in ihrem
vorderen Ende einen Bereich (B) auf, entlang der eine Spitze einer Zunge (122) verschiebbar
ist. Der Bereich (B) weist nach dem Stand der Technik eine Krümmung mit einem Radius
(R
B) auf. folgt demnach einem Kreis.
[0066] Der entlang der Backenschiene (120) verschiebbare Abschnitt (124) der Zunge (122)
wird im Abstand zur Backenschiene (120) derart festgelegt, daß ausschließlich eine
Verschiebung in Längsrichtung der Zunge (122) erfolgt. In diesem Bereich (Bezugszeichen
126) weist die Zunge eine Krümmung auf, die -aus Gründen der Vereinfachung unterstellt-
einem Kreis mit dem Radius (R
K) folgt.
[0067] Betrachtet werden hierbei die Krümmungen der einander zugewandten Seiten sowohl von
der Backenschiene (120) als auch der Zunge (122).
[0068] Da der Abschnitt (124) erwähntermaßen als auskragendes und einseitig eingespanntes
Stabelement zu betrachten ist, erfährt der Abschnitt (124) bei Einleitung einer Querkraft,
die durch das Zusammenwirken mit der Backenschiene (120) hervorgerufen wird, eine
Biegung, die nicht dem Krümmungsradius (R
B) folgt, sondern einen hiervon abweichenden Verlauf zeigt. Durch den Krümmungsverlauf
der Backenschiene (120), also deren zungenseitiger Kopfflanke erfolgt ein fortwährendes
stärkeres Biegen des Abschnitts (124) als durch die natürliche Biegelinie vorgegeben.
Als Folge dessen entfernt sich die Spitze (128) der Zunge (122) im zunehmenden Maße
von der Backenschiene, wie die unterschiedlichen Positionen der Zunge (122) in den
Fig. 21, 22 und 23 verdeutlichen. Hierdurch erfolgt eine unerwünschte Spurerweiterung.
Um die Spitze (128) zum Anliegen an der Backenschiene zu zwingen, sind folglich erhebliche
Kräfte erforderlich.
[0069] Bei einem erfindungsgemäßen Dehnungsstoß, bei dem nicht notwendigerweise die Zunge
durch Kraftschluß an der Backenschiene anliegen muß, folgt eine Backenschiene (128)
in ihrem Bereich (B) einem gekrümmten Verlauf, der der Biegelinie des Abschnitts (124)
der Zunge (122) entspricht. Hierdurch bedingt liegt der Abschnitt (124) stets im erforderlichen
Umfang an der Backenschiene (128) an. Folglich erfolgt keine unzulässige Spurerweiterung.
[0070] Verwendete Kunststoffzwischen- oder einlagen können gegen eine Relativverschiebung
zu den Befestigungsteilen dadurch gesichert werden, daß z.B. im Randbereich eine Struktur
wie z.B. Wulst, Noppe oder andere geeignete Formveränderung vorgesehen ist.
[0071] Den Fig. 27 bis 29 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung zu entnehmen.
[0072] In Fig. 29 ist rein schematisch eine Draufsicht auf einen Gleisabschnitt im Bereich
eines Bauwerks wie Brücke (266) dargestellt.
[0073] Der Gleisabschnitt erstreckt sich von der Brücke (266) zu einem festen Untergrund
(268) hin, wobei zwischen dem festen Untergrund (268) und dem Bauwerk (266) eine Dehnfuge
(270) verläuft.
[0074] Um Abstandsveränderungen zwischen dem Bauwerk (266) und dem festen Untergrund (268)
bzw. Längenänderungen des Gleises, also der Schienen (270) und (272) zu kompensieren,
sind Dehnungsstöße (276) und (278) vorgesehen, die im Ausführungsbeispiel auf dem
festen Untergrund (268) angeordnet sind. Selbstverständlich bestünde auch die Möglichkeit,
entsprechende Dehnungsstöße auf dem Bauwerk (266) anzuordnen.
[0075] Der Dehnungsstoß (276) und (278) besteht jeweils aus einer Backenschiene (210) und
dieser zugeordneten Weichenzunge (212). Dabei ist - abweichend vom Stand der Technik
- die Backenschiene (210) entlang der Weichenzunge (212) verschiebbar.
[0076] Ansonsten sind die Schienen (272) und (274) und die von den Weichenzungen (212) ausgehenden
Regelschienen (280) und (282) in bekannter Weise über z.B. Unterlageplatten und über
z.B. Schwellen mit dem jeweiligen Untergrund verbunden.
[0077] Um bei der Längsverschiebung der Backenschienen (210) geringe Querkräfte einleiten
zu müssen, damit die Backenschienen entlang der Weichenzungen (212) verschoben werden,
ohne daß hierdurch eine Spurveränderung im Bereich der Dehnungsstöße (276) und (278)
erfolgt, ist vorgesehen, daß die Bereiche der Weichenzungen (212), an denen die Backenschienen
(210) anliegen, einen Krümmungsradius aufweisen, der den Biegelinien ρ der Backenschienen
(210) entspricht.
[0078] Die Biegelinie ρ entspricht dabei der Krümmung, die eine einseitig eingespannte Backenschiene
bei Einleitung von Querkräften beschreibt.
[0079] Mit anderen Worten entspricht die Krümmung ρ des Bereichs der Weichenzunge (212),
an dem die Backenschiene (210) bei deren Längsverschiebung anliegt, der natürlichen
Krümmung bzw. Biegelinie der Backenschiene (210), betrachtet als einseitig eingespanntes
Stabelement, auf dessen auskragenden Bereich Querkräfte einwirken.
[0080] Durch diese Krümmung ist sichergestellt, daß die Backenschiene (210) stets an der
Weichenzunge (212) anliegt, so daß unzulässige Spurerweiterungen ausgeschlossen sind.
[0081] Der erfindungsgemäße Dehnungsstoß (276) bzw. (278) wird anhand der Fig. 27 und 28
näher beschrieben. In diesen sind gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.
In den Fig. 27 und 28 ist jeweils ein Schnitt entlang der Linie A-A durch den Dehnungsstoß
(278) dargestellt, der die Backenschiene (210) und die an dieser anliegende Zunge
(212) umfaßt.
[0082] Bei der Zunge (212) handelt es sich vorzugsweise um eine solche mit einem üblichen
Zungenprofil, das von Weichen her bekannt ist.
[0083] Abweichend von bekannten Dehnungsstößen ist die Backenschiene (210) in ihrer Längsrichtung
zu der Zunge (212) verschiebbar.
[0084] Die Backenschiene (210) ist auf einer Unterlage (214) angeordnet. Die Backenschiene
(210) ist mit ihrem Fuß (218) zwischen einer Rippe (220) und einem Abschnitt (222)
eines Abstützblockes (216) festgelegt, auf dem die Zunge (212) abgestützt ist.
[0085] Der Abstützblock (216) übergreift mit dem Abschnitt (222) teilweise die Oberseite
des der Backenschiene (218), wodurch sichergestellt ist, daß die Backenschiene (210)
nicht wegkippen kann. Um ein sicheres Niederhalten mittels des Abschnitts (222) zu
gewährleisten, kann zwischen dem Abschnitt (222) und dem Schienenfuß (218) eine Zwischenlage
(224) verlaufen, die sich auch unterhalb des Backenschienenfußes (218) und des Fußes
(226) der Zunge (212) erstreckt.
[0086] Auch besteht die Möglichkeit, den Abstützblock (216) auf einer elastischen Zwischenlage
anzuordnen, damit bei Krafteinwirkung auf den Abstützblock (216) in Richtung der Unterlage
(214) der Abschnitt (222) auf dem Backenschienenfuß (218) aufliegt.
[0087] Auf der Zunge (212) abgewandter Seite wirkt auf die Backenschiene (210) ein Befestigungsmittel
(228), durch den Kraftkomponenten sowohl in Richtung der Unterlage (214) als auch
des Schienenkopfes (230), und zwar in den Anlagebereich zwischen Zunge (212) und Backenschiene
(210) eingeleitet werden. Hierdurch erfolgt eine kraftschlüssige Verbindung, die ein
sicheres Anliegen der Zunge an den Backenschienenkopf (230) gewährleistet.
[0088] Zur Zerlegung der Kraftkomponenten stützt sich das Befestigungsmittel (228) über
ein Roll- oder Gleitelement (232) oder gleichwirkendes Element auf den Übergangsbereich
(234) zwischen Backenschienenfuß (218) und Steg (236) ab.
[0089] Das Roll- oder Gleitelement (232) geht von einer Welle (238) aus, die z.B. an einem
Flacheisen oder Vierkantstück (240) angedreht ist, welches über Verankerungsmittel
wie Schrauben (242) und (244) mit der Unterlage (214) verbunden ist. Zwischen den
nicht näher bezeichneten Schraubenköpfen und dem Flacheisen oder Vierkantstück (240)
oder einem anderen geeigneten Element sind Tellerfedern (246) und (248) angeordnet,
um eine federnde Abstützung zu ermöglichen, wodurch insbesondere Schienentoleranzen
ausgeglichen werden können.
[0090] Andere kraftschlüssige Verbindungen zwischen der Unterlage (214) und der Backenschiene
(210) sind gleichfalls möglich. Eine Verbindungsart ist z.B. der DE 40 14 345 Al zu
entnehmen.
[0091] Die Zunge (212) wird im Ausführungsbeispiel nach Fig. 27 von einer Spannklemme (250)
festgelegt, die durch ein Verbindungselement wie Schraube gesichert ist, über die
wiederum der Abstützblock (216) mit der Unterlage (214) verbunden ist. Folglich ist
es nicht erforderlich, daß der Abstützblock (216) mit der Unterlage (214) verschweißt
ist. Selbstverständlich kann auch eine Verschweißung vorliegen. Außenseitig liegt
der Abstützblock (216) an einem Anschlag (254) an, der von der Unterlage (214) ausgeht.
[0092] Um sicherzustellen, daß die Backenschiene (210) zu der Zunge (212) längenverschiebbar
ist, daß also die Backenschiene (210) gleitender abgestützt ist als die Zunge (212),
erstreckt sich unterhalb der Abstützflächen von Backenschienenfuß (218) und Zungenfuß
(226) eine Zwischenlage (256), die im Bereich des Backenschienenfußes (218) andere
Materialeigenschaften als unterhalb des Zungenfußes (226) derart aufweist, daß im
Bereich der Abstützfläche des Backenschienenfußes (218) ein Reibungskoeffizient µ
B ≤ 0,1 und in der Abstützfläche des Zungenfußes (226) ein Reibungskoeffizient µ
z ≥ 0,3 ergibt.
[0093] Die Zwischenlage (256) kann sich einerseits bis in den Bereich der fußseitigen Abstützung
der Spannklemme (250) und andererseits bis in den Übergangsbereich (234) zwischen
Backenschienenfuß (218) und -steg (236) erstrecken, in dem das Roll- bzw. Gleitelement
(232) abgestützt ist.
[0094] Die Zwischenlage kann selbstverständlich auch durch andere geeignete Maßnahmen ersetzt
werden. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, auf dem Backenschienenfuß oder z.B.
dem Gleitstuhl Materialien aufzutragen wie aufzuspritzen, um die gewünschten Reibungskoeffizienten
zu erzielen.
[0095] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 28 unterscheidet sich von dem der Fig. 27 dahingehend,
daß die Zunge (212) nicht über eine Spannklemme, sondern über eine Klemmplatte (258)
festgelegt ist, von der eine Stütze (260) ausgeht, die am Steg (262) der Zunge (212)
anliegt.
[0096] Auch im Ausführungsbeispiel der Fig. 28 erstreckt sich die Zwischenlage (256) bis
in den Bereich der Abstützung der Klemmplatte (258) auf dem Zungenfuß (226).
[0097] Selbstverständlich ist es nicht erforderlich, daß die Zwischenlage (256) durchgehend
ausgebildet ist. Vielmehr können mehrere Zwischenlagen benutzt werden, die sich jeweils
nur unterhalb des Backenschienenfußes (218) bzw. des Zungenschienenfußes (226) und
gegebenenfalls bis in den Bereich der Abstützung der Befestigungselemente, also der
Klemmplatte (258) bzw. des Gleit- bzw. Rollelementes (232) erstrecken.
[0098] Zu der Zwischenlage ist noch anzumerken, daß diese abschnittsweise strukturiert sein
kann, um eine Bewegung in Richtung der Gleisachse relativ zu den umliegenden Elementen
zu unterbinden. Eine Strukturierung kann z.B. durch eine Nase, eine Abkantung, einen
Wulst oder ähnliches erfolgen.
[0099] Ferner sei darauf hingewiesen, daß die Zunge festlegenden Befestigungen (Spannklemme,
Klemmplatte) in regelmäßiger oder unregelmäßiger Reihenfolge angeordnet werden können.
1. Dehnungsstoß für ein auf einer Unterlage (214) angeordnetes Gleisteil mit einem ersten
festgelegten Schienenabschnitt (128, 212) und einem zweiten zu diesem verschiebbarem
Schienenabschnitt (122, 219), wobei der zweite Schienenabschnitt über einen Bereich
(B) an dem ersten eine Krümmung aufweisenden Schienenabschnitt anliegt und wobei bei
in den zweiten Schienenabschnitt bei dessen Verschieben eingeleiteten Querkräften
sein freies vorderes Ende einer Biegelinie folgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Krümmung des ersten festgelegten Schienenabschnitts (128) in dem Bereich (B),
in dem der verschiebbare zweite Schienenabschnitt (122) anliegt, der Biegelinie des
verschiebbaren zweiten Schienenabschnitts entspricht.
2. Dehnungsstoß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Schienenabschnitt eine Zunge (212) und der zweite Schienenabschnitt
eine Backenschiene (210) ist.
3. Dehnungsstoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Schieneabschnitt eine Backenschiene (128) und der zweite Schienenabschnitt
eine Zunge ist.
4. Dehnungsstoß nach Ansprüch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen berührenden Flächen von Backenschienenfußunterseite und zugeordneter
Abstütz- bzw. Gleitfäche ein Reibungskoeffizient µB mit µB ≤ 0,1 und zwischen berührenden Flächen von Zungenfußunterseite und zugeordneter Abstützfläche
ein Reibungskoeffizient µz mit µz ≥ 0,3 besteht.
5. Dehnungsstoß nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekenzeichnet,
daß die Zunge (34) über ein Befestigungsmittel (36, 50, 52) durch Kraftanschluß an
der Backenschiene (10, 14) anliegt, wobei
das Befestigungsmittel eine von der Unterlage (20) oder einem auf dieser angeordneten
Element (38) ausgehende Spannklemme (36) ist, die im Übergangsbereich (35) von Zungenfuß
und -steg (40, 42) zur Einleitung von Kraftkomponenten in Richtung sowohl der Unterlage
(20) als auch des Backenschienenkopfs (14) abgestützt ist.
6. Dehnungsstoß nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Befestigungsmittel (50, 52) von der Unterlage (20) oder einem auf dieser angeordneten
Element (38, 54, 86, 92) wie Gleit- oder Auflageblock ausgeht und über ein Roll- oder
Gleitelement (50) im Übergangsbereich (35) von Zungenfuß und -steg (40, 42) zur Einleitung
von Kraftkomponenten in Richtung sowohl der Unterlage (20) als auch des Backenschienenkopfs
(14) abgestützt ist, wobei das Roll- oder Gleitelement vorzugsweise von einer Welle
(52) oder einem diese aufweisenden Element ausgeht, die bzw. das relativ zu der Unterlage
bewegbar ist.
7. Dehnungsstoß nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf die Backenschiene (210) zumindest ein Befestigungsmittel (228) einwirkt, durch
das ein Kraftschluß zwischen Backenschienenkopf (230) und Zunge (212) erfolgt, wobei
vorzugsweise das Befestigungsmittel (228) wie Roll- oder Gleitelement (232) und gegebenenfalls
federvorgespannt mittelbar oder unmittelbar von der Unterlage (214) ausgehend im Übergangsbereich
(234) von Backenschienenfuß (218) und -steg (236) zur Einleitung von Kraftkomponenten
in Richtung sowohl der Unterlage (214) als auch des Backenschienenkopfes (230) abgestützt
ist.
8. Dehnungsstoß nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekenzeichnet,
daß die Zunge (34) auf einem Gleit- oder Auflageblock (38, 54) längsverchiebbar angeordnet
ist, von dem ein sich auf dem Backenschienenfuß (16) abstützen des Federelement (48)
ausgeht.
9. Dehnungsstoß nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zunge (34) auf einer vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Auflage (76)
gleitend abgestützt ist, die den Backenschienenfuß (16) bereichsweise sowohl unterlagen-
als auch zungenseitig umgibt.
10. Dehnungsstoß nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zunge (34) auf einem Gleit- bzw. Auflageblock (92) abgestützt ist, der einerseits
auf dem Backenschienefuß (16) abgestützt ist und andererseits backenschienenabgewandt
gegen einen Anschlag (88) anliegt, und daß der zu der Unterlage (20) beweglich angeordnete
Gleit- bzw. Auflageblock von das Befestigungsmittel (36, 50) mit den Unterlage (20)
verbindender Verankerung (62, 64, 90) wie Schraube durchsetzt ist, wobei die Verankerung
gegenüber dem Befestigungsmittel (50, 52) vorzugsweise über Tellerfedern abgestützt
ist.
11. Dehnungsstoß nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zunge (34) im Zungenspitzenbereich, in dem die Zungenfußunterseite (102) auf
einem höheren Niveau als die im Zungenwurzelbereich verläuft, auf Auflageblöcken (108,
110) abgestützt ist, die einerseits abschnittsweise der Längsbewegung der Zunge folgen
und andererseits im Bereich von vorgegebenen Punkten wie Unterlagen (114) festlegbar
sind.
12. Dehnungsstoß nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Backenschiene auf Auflageblöcken abgestützt ist, die einerseits abschnittsweise
der Längsbewegung der Backenschiene folgen und andererseits im Bereich von vorgegebenen
Punkten wie Unterlagen festlegbar sind.
13. Dehnungsstoß nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflageblöcke (108, 110) auf einer Gleitplatte (112) verschiebbar angeordnet
sind, die im Bereich von vorzugsweise Unterlagen wie Schwellen (114) Arretierungen
(120) für Auflageblöcke (108,110) aufweist, wobei die Arretierungen vorzugsweise durch
Geometrieänderungen der Gleitplatte gebildet sind.
14. Dehnungsstoß nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die verschiebbaren Auflageblöcke (108, 110) gegeneinander und gegebenenfalls gegenüber
zumindest einem zungenspitzenseitigen fest angeordneten Auflageblock federvorgespannt
sind.
1. An expansion joint for part of a railway track disposed on a foundation (214) comprising
a first fixed rail section (128, 212) and a second rail section (122, 219) movable
in relation thereto, said second rail section having a curvature is pressed against
said first rail section over an area (B), and said second rail section having in its
tip a bending when transverse forces are acting on it during its movement
characterized in that
said first fixed rail section (128) has, in said area (B) in which said movable second
rail section (122) is in contact, a curvature corresponding to the bending line of
said movable second rail section.
2. An expansion joint according to Claim 1,
characterized in that
said first rail section is a tongue (212) and the second rail section is a stock rail
(210).
3. An expansion joint according to one of the preceding Claims,
characterized in that
said first rail section is a stock rail (128) and the second rail section is a tongue.
4. An expansion joint according to Claim 3,
characterized in that
a friction coefficient of µB with µB ≤ 0.1 exists between contacting surfaces of the stock rail underside and the associated
support/sliding surface, and a friction coefficient of µz with µz ≥ 0.3 between contacting surfaces of said tongue foot underside and associated support
surface.
5. An expension joint according to Claim 3 or 4,
characterized in that
the tongue (34) presses against said stock rail (10, 14) in a non-positive connection
via said fastening means (36, 50, 52), wherein said fastening means is a clamp (36)
extending from said foundation (20) or from an element (38) disposed thereon, and
supported in the transitional area (25) of tongue foot and web (40, 42) in order to
transmit force components in the direction both of said foundation (20) and of said
stock rail head (14).
6. An expansion joint according to at least one of the preceding claims,
characterized in that
said fastening means (50, 52) extends from said foundation (20) or from an element
(38, 54, 86, 92) such as a sliding or support block disposed thereon, and is supported
by a rolling or sliding element (50) in said transitional area (35) of said tongue
foot and web (40, 42) in order to transmit force components in the direction both
of said foundation (20) and of said stock rail head (14), said rolling or sliding
element preferably extending from a shaft (52) or from an element having a shaft,
said shaft or said element being movable in relation to said foundation.
7. An expansion joint according to at least one of the preceding claims,
characterized in that
at least one fastening means (228) acts on said stock rail (210) and effects a non-positive
connection between said stock rail head (230) and said tongue (212), where said fastening
means (228) such as rolling or sliding element (232), if necessary spring-loaded and
extending directly or indirectly from said foundation (214) is supported in the transitional
area (234) of said stock rail foot (218) and said web (236) in order to transmit force
components in the directions both of said foundation (214) and of said stock rail
head (230).
8. An expansion joint according to at least one of the preceding claims,
characterized in that
said tongue (34) is disposed in longitudinally movable manner on a sliding or support
block (38, 54) from which extends a spring element (48) resting on said stock rail
foot (16).
9. An expansion joint according to at least one of the preceding claims,
characterized in that
said tongue (34) is supported in sliding manner on a support (76) preferably consisting
of plastic and surrounding said stock rail foot (16) in some areas both on the foundation
side and on the tongue side.
10. An expansion joint according to at least one of the preceding claims,
characterized in that
said tongue (34) is supported on a sliding/support block (92) that on the one hand
rests on said stock rail foot (16) and on the other hand presses against a stop (88)
on the side facing away from said stock rail, and wherein said sliding/support block
disposed movably in relation to said foundation (20) is passed through by an anchoring
means (62, 64, 90) such as a bolt connecting said fastening means (36, 50) to said
foundation (20), said anchoring means being supported in relation to said fastening
means (50, 52) preferably by cup springs.
11. An expansion joint according to at least one of the preceding claims,
characterized in that
said tongue (34) is supported in the tongue tip area, in which the tongue foot underside
(102) is at a higher level than that in the tongue foot area, on support blocks (108,
110) that on the one hand follow in some sections the longitudinal movement of said
tongue and on the other hand are fixable in the area of given points such as foundations
(114).
12. An expansion joint according to at least one of the preceding claims,
characterized in that
said stock rail is supported on support blocks that on the one hand follow in some
sections the longitudinal movement of said stock rail and on the other hand are fixable
in the area of given points such as foundations.
13. An expansion joint according to Claim 11 or Claim 12,
characterized in that
said support blocks (108, 110) are movably disposed on a sliding plate (112) that
has catches (120) for said support blocks (108, 110) in the area preferably of foundations
such as sleepers (114), said catches preferably being formable by geometrical changes
to said sliding plate.
14. An expansion joint according to at least one of the preceding claims,
characterized in that
said movable support blocks (108, 110) are spring-loaded against one another and if
necessary in relation to at least one support block permanently disposed on the tongue
tip side.
1. Joint de dilatation pour une partie de voie montée sur une embase (214) et comportant
un premier élément de rail (128, 212), fixe, et un second élément de rail (122, 219)
pouvant coulisser par rapport au premier, ce second élément étant, dans une zone (B),
en contact avec le premier élément qui présente à cet endroit une courbure tandis
que les forces transversales induites dans le second élément par son coulissement
font suivre à l'extrémité avant libre de cet élément une courbe de flexion élastique,
caractérisé en ce que
la courbure du premier élément de voie (128), dans la zone (B) où se trouve en appui
le second élément de voie (122) correspond à la courbe de flexion élastique du second
élément coulissant de rail.
2. Joint de dilatation selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le premier élément de voie est une aiguille (212) tandis que le second est une contre-aiguille
(210).
3. Joint de dilatation selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le premier élément de voie est une contre-aiguille (128) tandis que le second est
une aiguille.
4. Joint de dilatation selon la revendication 3,
caractérisé en ce qu'
entre les surfaces en contact constituées par la face inférieure du patin de la contre-aiguille
et la surface d'appui et de glissement qui lui est associée, le coefficient de frottement
µB est ≤ 0,1, tandis qu'entre les surfaces en contact constituées par la face inférieure
du patin de l'aiguille et la surface d'appui qui lui est associée, le coefficient
de frottement µz est ≥ 0,3.
5. Joint de dilatation selon les revendications 3 ou 4,
caractérisé en ce que
l'aiguille (34) est maintenue à force, au contact de la contre-aiguille (10, 14) par
un moyen de fixation (36, 50, 52) constitué par une pince de serrage (36) issue de
l'embase ou d'un élément (38) monté sur celle-ci, cette pince étant en appui sur la
zone (35) de transition entre le patin et l'âme de l'aiguille (40, 42), de manière
à induire des composantes de force dirigées vers l'embase (20) et aussi vers la tête
(14) de la contre-aiguille.
6. Joint de dilatation selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le moyen de fixation (50, 52) est issu de l'embase (20) ou d'un élément (38, 54, 86,
92), tel qu'un bloc de glissement ou d'appui, monté sur l'embase, ce moyen s'appuyant
par un élément de roulement ou de glissement (50) sur la zone de transition entre
le patin et l'âme (40, 42) de la contre-aiguille, de manière à induire des composantes
de force dirigées vers l'embase (20) et aussi vers la tête (14) de la contre-aiguille,
cet élément (50) étant issu de préférence d'un arbre (52) ou d'un élément portant
cet arbre, l'un ou l'autre pouvant se déplacer par rapport à l'embase.
7. Joint de dilatation selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
sur la contre-aiguille (210) agit au moins un moyen de fixation (228) produisant une
liaison par adhérence entre la tête (230) de la contre-aiguille et l'aiguille (212),
l'élément de fixation (228), constitué de préférence par un élément de roulement ou
de glissement (232), éventuellement sous précontrainte élastique et partant directement
ou indirectement de l'embase (214), est en appui sur la zone (234) de transition entre
le patin (218) et l'âme (236) de la contre-aiguille, de manière à induire des composantes
de force dirigées vers l'embase (214) et aussi vers la tête (230) de la contre-aiguille.
8. Joint de dilatation selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'aiguille (34) peut coulisser longitudinalement sur un bloc de glissement ou d'appui
(38, 54) d'où part un élément élastique (48) s'appuyant sur le patin (16) de la contre-aiguille.
9. Joint de dilatation selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'aiguille (34) est en appui glissant sur un support (76), de préférence en matière
plastique, qui entoure localement le patin (16) de contre-aiguille, à la fois du côté
de l'embase et du côté de l'aiguille.
10. Joint de dilatation selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'aiguille (34) est en appui sur un bloc de glissement ou de support (92) qui lui-même
est en appui d'une part sur le patin (16) de la contre-aiguille et d'autre part repose
à l'opposé de la contre-aiguille, sur une butée (88), le bloc (92), qui peut se déplacer
par rapport à l'embase (20), étant traversé par un ancrage (62, 64, 90), tel qu'une
vis, reliant le moyen de fixation (36, 50) à l'embase (20), cet ancrage s'appuyant
sur le moyen de fixation (50, 52), de préférence par l'intermédiaire de rondelles
Belleville.
11. Joint de dilatation selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'aiguille (34) dans la zone de sa pointe où le patin a la face inférieure (102) située
plus haut qu'au point de départ de cette zone, est en appui sur des blocs de support
(108, 110) qui d'une part suivent par secteurs le mouvement longitudinal de l'aiguille,
d'autre part peuvent avoir leurs positions définies au niveau d'endroits donnés, par
exemple des éléments d'infrastructure (114).
12. Joint de dilatation selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la contre-aiguille est en appui sur des blocs de support qui d'une part suivent par
secteurs le mouvement longitudinal de la contre-aiguille, d'autre part peuvent avoir
leurs positions définies au niveau d'endroits donnés, par exemple des éléments d'infrastructure.
13. Joint de dilatation selon la revendication 11 ou 12,
caractérisé en ce que
les blocs de support (108, 110) peuvent coulisser sur une plaque de glissement (112)
qui présente de préférence dans la zone de l'infrastructure, constituée de traverses
(114), par exemple des organes d'arrêt (120) de ces blocs, formés de préférence par
des modifications de la géométrie de la plaque de glissement.
14. Joint de dilatation selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les blocs de support (108, 110), qui peuvent coulisser l'un par rapport à l'autre
et le cas échéant par rapport à au moins un bloc de support monté fixe du côté de
la pointe de l'aiguille, sont sous précontrainte élastique.