[0001] Diese Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdecken von Speisen auf Tellern, Platten
oder in Schüsseln. Sowohl im Haushaltsbereich als auch in Gastronomiebetrieben sind
Abdeckvorrichtungen in der Form von Speiseglocken, Käseglocken und Insektenschutz-Hauben
bekannt. Sie dienen dabei zum Frischhalten der Speisen und zum Schutz vor Staub, Geruch
und Insekten. Für Obst werden zum Beispiel Hauben aus einem Draht-Gerippe angeboten,
das mit einem luftdurchlässigen Gewebe bespannt ist. Einige solche Hauben sind nach
Art eines Schirmes aufspannbar. Um Lebensmittel wie Käse oder auch Torten vor dem
Austrocknen an der Luft zu schützen, sind die dafür verwendeten Abdeckungen in Form
von Speiseglocken aus Kunststoff oder auch aus Glas gefertigt. Weiters werden Speiseglocken
auch zum Warmhalten von Speisen eingesetzt. In Restaurants werden dafür oft metallische,
halbkugelförmige, meist sehr voluminöse Abdeckglocken verwendet, die nicht nur ein
zu rasches Abkühlen der Speisen verhindern sollen, sondern auch dekorativ wirken sollen.
[0002] Ein Nachteil all dieser festen Abdeckglocken und Hauben ist ihre Grösse und der damit
verbundene Platzbedarf zum Aufbewahren. Bei den Abdeckglocken zum Warmhalten kommt
noch dazu, dass sie, sobald sie auch dekorativ gestaltet sind, in der Anschaffung
relativ teuer sind. Gerade aus den genannten Gründen wird daher im privaten Haushalt
und auch in vielen Gastronomiebetrieben auf Speiseglocken verzichtet, obwohl sie insbesondere
beim Servieren von Speisen im Freien sehr vorteilhaft sind.
[0003] Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schutz- und Warmhaltehaube
für Speisen zu schaffen, die platzsparend aufbewahrbar ist, dekorativ wirkt und kostengünstig
herstellbar ist.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst von einer Schutz- und Warmhaltehaube für Speisen, die sich
auszeichnet durch zwei gebogene Streben, die mit ihren Enden scharnierend verbunden
sind und zueinander von 0° bis maximal 180° verschwenkbar sind, wobei zwischen den
beiden Streben ein Faltenbalg angeordnet ist, sodass im auseinandergeschwenkten Zustand
der Streben ein faltenbalgartiges Gewölbe gebildet wird.
[0005] Anhand der Zeichnungen werden beispielsweise Ausführungen der Schutz- und Abdeckhaube
beschrieben.
[0006] Es zeigt:
- Figur 1 :
- Die über einem Teller aufgefaltete Schutz- und Abdeckhaube;
- Figur 2 :
- Die zusammengefaltete Schutz- und Abdeckhaube;
- Figur 3 :
- Die Schutz- und Abdeckhaube in halb geöffnetem Zustand;
- Figur 4 :
- Die Schutz- und Abdeckhaube in eine Unterlagsplatte integriert;
- Figur 5 :
- Die Schutz- und Abdeckhaube in eine Servierplatte integriert;
- Figur 6 :
- Die Schutz- und Abdeckhaube mit einem Tragbügel;
- Figur 7 :
- Die Schutz- und Abdeckhaube mit einer Tellerhalterung;
- Figur 8 :
- Die Schutz- und Abdeckhaube mit den Befestigungsmitteln für einen Papier-Faltenbalg;
- Figur 9 :
- Die Streben der Schutz- und Abdeckhaube für einen auswechselbaren Papier-Faltenbalg.
[0007] In der Figur 1 ist die erfindungsgemässe Schutz- und Warmhaltehaube in einer einfachen
prinzipiellen Ausführung in Gebrauchslage dargestellt. Sie besteht im gezeigten Beispiel
aus zwei halbkreisförmig gebogenen Streben 1 und 2, die mit ihren Enden scharnierend
verbunden sind. Diese Streben 1,2 sind zueinander von 0° bis maximal 180° verschwenkbar.
Zwischen den beiden Streben 1,2 ist ein Faltenbalg 4 angeordnet, sodass im hier auseinandergeschwenkten
Zustand der Streben 1,2 ein faltenbalgartiges Gewölbe gebildet wird, unter dem je
nach Grösse der Haube ein Teller oder eine Seriverplatte oder eine Schüssel Platz
findet.
[0008] In Figur 2 ist die Schutz- und Warmhaltehaube in zusammengefaltetem Zustand gezeigt.
Zwischen den beiden Streben 1,2, die hier aus gestanzten Stahlblechteilen bestehen,
befindet sich der zusammengefaltete Balg 4, und die Flachseiten der Streben 1,2 verlaufen
in diesem Zustand parallel zueinander. Die Streben 1,2 weisen auf der äusseren Bogenseite
in ihrer Mitte je eine Ausformung auf, die einen Haltegriff 3,20 bildet. Diese Haltgriffe
3,20 erleichtern das Öffnen und Zusammenfalten der Schutzhaube. Sie sind in Gebrauchslage
der Haube leicht gegen oben gebogen, sodass sie leicht ergriffen werden können. Im
hier gezeigten zusammengeschwenkten Zustand sind sie entspechend leicht zueinander
hin gebogen. Die Scharniere 5,6 sind durch rechtwinkliges Aufbiegen von an den Enden
der Streben geformten Laschen gebildet, wobei die Laschen 7 der hier obenliegenden
Strebe 2 ein Loch aufweisen und die Laschen 8 der darunterliegenden Strebe 1 einen
Bolzen 9 tragen - oder umgekehrt. Durch geringfügiges Zusammendrücken der inneren
oder Spreizen der Strebe mit den äusseren Laschen lassen sich die Bolzen im Zug der
Montage in die Löcher führen, in denen sie dann im entspannten Zustand des Materials
gehalten werden.
[0009] Figur 3 zeigt die Schutz- und Warmhaltehaube in halboffenem Zustand. Die Streben
1,2 können aus Stahlblech, Aluminium oder aber auch aus Kunststoff, z.B. aus Plexiglas,
oder Holz gefertigt sein. Um sie dekorativ zu gestalten, wird ihre Oberfläche lackiert,
metallisch veredelt oder eloxiert. Die Handgriffe können zusätzlich dekorativ gestaltet
werden, indem sie zum Beispiel andersfarbig lackiert werden, oder es werden zusätzliche
Formteile als Griffe an den integrierten Haltegriffen 3,20 montiert. Solche Formteile
können aus Metall, Holz oder auch aus Kunststoff gefertigt sein, und zum Beispiel
aufgeklebt oder aufgeschraubt werden. Der Faltenbalg 4, der je nach Bedarf aus den
unterschiedlichsten Materialien angefertigt sein kann, ist auswechselbar an den Streben
1,2 befestigt. In der hier gezeigten Ausführung ist der Faltenbalg 4 aus plissiertem
Papier nach der Art von Lampions gefertigt und mittels eines Klebebandes auf die Streben
aufgeklebt. Eine andere Möglichkeit der Befestigung des Faltenbalges an den Streben
1,2 ist die Verwendung eines Klettbandes anstelle eines Klebebandes, wenn der Faltenbalg
aus teurerem Material besteht. Damit kann der Faltenbalg 4 auswechselbar und wiederverwendbar
eingesetzt werden. Wird die Schutzhaube zum Abdecken von Obst verwendet, so besteht
der Faltenbalg vorteilhaft aus einem luftdurchlässigen Gewebe. Für das Schützen von
kalten Speisen eignet sich ein Faltenbalg aus transparenter und stabiler Kunststoff-Folie,
die ähnlich plissiert sein kann wie ein Papierfaltenbalg. Diese Ausführung wirkt besonders
attraktiv und dekorativ, weil sie den Blick auf die Speisen freigibt. Undurchsichtige
Faltenbalge können entsprechend der Verwendung graphisch gestaltet sein. Besonders
für Gartenparties eignet sich ein aus buntem Papier gefertigter Faltenbalg, der dann
sowohl als Schutz der Esswaren vor Staub und Insekten und vor zu raschem Auskühlen
dient als auch als attraktiver und dekorativer Tischschmuck wirkt. Der Faltenbalg
kann aber auch als eigentliche Werbefläche genutzt werden und mit Bildern und Werbetexten
versehen sein, die dann im aufgeklappten Zustand als Werbebotschaft vermittelt werden.
Gerade für Restaurants und Hotels wird so eine interessante Möglichkeit geboten, ihre
Identität mit einem eigenen Aufdruck auf dem Faltenbalg zu unterstreichen. Für thematisch
geprägte Anlässe wie Geburtstage, Firmenjubiläen und Vereinsanlässe lassen sich mit
ganz gezielten Aufdrucken überraschende Effekte erzielen. So können Faltenbalge mit
Namen oder Datumsaufdrucken angeboten werden, oder Firmenlogos können aufgedruckt
werden usw. Für den Einsatz der Schutzhaube als Wärmeschutz kann der Faltenbalg aus
einer speziell wärmeisolierenden, zum Beispiel metallbeschichteten Folie bestehen.
Auch diese Folie kann entsprechend ihrem Verwendungszweck werbetechnisch gestaltet
sein. Der Faltenbalg 4 ist grundsätzlich der Form der Streben 1,2 nachgeführt. Die
in den Zeichnungen gezeigten Streben 1,2 sind halbkreisförmig. Sie können aber auch
eine elliptische oder sogar eine rechteckige Form haben. Je nach Form der Streben
wird ein der Form entsprechender Faltenbalg eingesetzt.
[0010] Aus der Vielfalt der Materialien und der Formen, mit denen die Streben und der Faltenbalg
gefertigt sein können, ergibt sich auch eine Vielfalt von Anwendungsmöglichkeiten
für die erfindungsgemässe Schutz- und Warmhaltehaube. Neben dem praktischen Nutzen
als Schutz gegen Staub, Geruch, Sonneneinstrahlung, Insekten und als Wärmeschutz ist
die Schutzhaube besonders gut als dekorativer Servier- und Tischschmuck geeignet,
der einem Gedeck eine ganz neue und erfrischende Note zu verleihen vermag. Die Farbkombination
mit einer zugehörigen Serviette oder gar deren Abstimmung zu den servierten Speisen
eröffnet dem Gastronomen neue Horizonte zum Verwöhnen des Gastes. Der Einsatzbereich
dieser Schutz- und Warmhaltehaube erstreckt sich vom privaten Haushalt im Esszimmer,
auf dem Balkon oder im Garten über den Einsatz in Gastronomiebetrieben bis hin zum
Camping. Aufgrund der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten und der einfachen Konstruktion
der Schutzhaube ist es offensichtlich, dass auch sehr preisgünstige Modelle herstellbar
sind. Auf der anderen Seite ist es aber auch möglich, ausgesprochene Luxusvarianten
zu bauen, mit zum Beispiel verchromten oder vergoldeten Streben und einem Faltenbalg
aus einer dünnen Metallfolie oder aus einer transparenten Kunststoff-Folie.
[0011] In Figur 4 ist die Schutz- und Abdeckhaube in eine zum Beispiel hölzerne Unterlagsplatte
integriert. Die eine Strebe 1 ist dabei fest mit der Unterlagsplatte 10 verbunden,
während die andere Strebe 2 unter Mitnahme des zwischenliegenden Faltenbalges 4 frei
um 180° schwenkbar ist. Um die Unterlagsplatte leicht reinigen zu können, kann die
Strebe 1 aber auch wegnehmbar auf der Unterlagsplatte 10 befestigt sein, zum Beispiel
mittels Klammern, Druckknöpfen, Flügelschrauben oder -muttern, Magneten oder ähnlichen
Befestigungsmitteln. Diese Unterlagsplatte kann in der Küche zum Zurüsten und Zuschneiden
der Speisen dienen, wonach dann die Speisen sogleich auf dieser Unterlagsplatte 10
angerichtet werden. Die Haube wird danach geschlossenen, bis die Speisen serviert
werden. Auf dieser Unterlagsplatte können in dieser Weise Speisen wie zum Beispiel
assortierter Käse, Trockenfleisch und Wurst wie auch Früchte ganz adrett serviert
werden. Die Unterlagsplatte kann auch als individueller Teller dienen. Sie wird auf
den Tisch der Gäste gestellt und erst dann wird die Haube geöffnet, um einen Ueberraschungseffekt
zu erzielen. Die Unterlagsplatte kann auch eine kleine Tischplatte sein. Dabei sind
die beiden Streben 1,2 einer Tischplatte angepasst, die Strebe 1 ist auf dieser Platte
montiert, und durch Umklappen der Strebe 2 wird der ganze Tisch abgedeckt.
[0012] Figur 5 zeigt eine abgewandelte Form, bei welcher die Schutz- und Warmhaltehaube
auf einer üblichen Anricht- oder Servierplatte 11 mit zwei Griffen 12 angeordnet ist.
Dabei ist wiederum die eine Strebe 1 fest mit der Platte 11 verbunden, während die
andere frei schwenkbar ist. Diese Anrichtplatte kann aus Chromstahl, Silber oder auch
aus Glas, Holz oder Kunststoff bestehen. Mit einer Platte oder einem etwas tieferen
Behälter oder einer Schüssel aus Glas lassen sich auch Aufläufe warmhalten und servieren.
Die Schutz- und Warmhaltehaube ist dann je nach Material mit geeigneten Befestigungsmitteln
an der Platte oder an der Schüssel festgemacht. Diese können zum Beispiel aus Klammern
oder Druckknöpfen bestehen.
[0013] Für manche Verwendungszwecke ist es vorteilhaft, wenn die Schutzhaube mitsamt den
abgedeckten Speisen tragbar ist.
[0014] Eine Ausführung einer Schutzhaube mit einem Tragbügel 13 ist in der Figur 6 gezeigt.
Der Tragbügel 13 besteht aus einem Rundstahl oder Rohr und ist im Scharnier 5,6 eingehängt.
In dieser Ausführung kann die Schutz- und Warmhaltehaube einen durchgehenden Boden
14 aufweisen, auf dem die eine Strebe 1 fest montiert ist, während wiederum die andere
Strebe 2 frei schwenkbar ist. Der Tragbügel 13 kann so montiert sein, dass er unter
Belastung in eine Kerbe oder einen Schlitz am Scharnier einrastet, sodass er gegenüber
dem Boden 14 nicht mehr schwenkbar ist und somit keine Gefahr besteht, dass der Boden
während des Tragens kippt. Ohne Tragbelastung des Bügels 13 lässt sich dieser auf
beide Seite abschwenken. In dieser Ausführung können Tellergerichte besonders bequem
serviert werden. Es können von einer Person zwei Hauben mitsamt den darunterliegenden
Tellern getragen werden, oder es können mehrere Hauben auf einer Tragstange an den
Bügeln aufgehängt werden. In einer weiteren Variante kann der Boden unten einen abklappbaren
Haken aufweisen, an welchem der Bügel einer weiteren Schutzhaube mit Boden anhängbar
ist. Damit kann eine Person mit jeder Hand wenigstens vier abgedeckte Tellergerichte
zum Gästetisch tragen und dort servieren.
[0015] In Figur 7 ist eine andere Variante der Schutz- und Warmhaltehaube gezeigt, welche
das gedeckte Mittragen eines Tellergerichtes ermöglicht. Um den Teller zu halten,
sind hier vier schwenkbare Greifarme 15 schwenkbar an den Streben 1,2 montiert. Nachdem
die Schutz- und Warmhaltehaube über ein Tellergericht gestülpt wurde, werden diese
Greifarme 15 an den Streben durch Umschwenken der Griffe 16 in die Lage geschwenkt,
die in der Figur 7 dargestellt ist. Dabei greifen die Enden der Greifarme 15 allseits
unter den Tellerrand und die Schutz- oder Warmhaltehaube kann am Tragbügel mitsamt
dem darunterliegenden Teller weggetragen werden.
[0016] Figur 8 zeigt die Schutz- und Abdeckhaube mit den Befestigungsmitteln für einen Papier-Faltenbalg.
Meist sind die Papierfaltenbalge nach Art der Papier-Lampions gefertigt und weisen
beidenends einen Drahtbügel 17 in ihrem Rand auf. Die Enden dieser Drahtbügel werden
nun umgebogen, sodass sie Haken 18 bilden. In der Mitte der Bügel sind diese aussen
zu einer Drahtlasche 19 ausgeformt. Unter dem Faltenbalg 4 in der Figur 8 ist eine
Strebe 2 dargestellt. Auf diese Strebe wird der zusammengefaltete Faltenbalg 4 zur
Montage gelegt. Dabei sind im Scharnierbereich der Strebe 2 Ausnehmungen 20 vorgesehen,
in welche die Haken 18 eingehängt werden können. Wenn dies auf beiden Seiten erfolgt
ist, wird die Drahtlasche 19 über einen aus der Strebe 2 gestanzten und aufgebogenen
Widerhaken 21 gezogen und unter etwas Spannung eingehängt. Auf diese Art kann der
Faltenbalg 4 austauschbar und auch wiedereinsetzbar auf die Streben 1,2 montiert werden.
In gleicher Weise wird der Faltenbalg auf die gegenüberliegende Strebe montiert.
[0017] Die Figur 9 schliesslich zeigt die Streben der Schutz- und Abdeckhaube für einen
auswechselbaren Papier-Faltenbalg. Bei dieser Ausführung der erfindungsgemässen Schutz-
und Warmhaltehaube ist der nach Art eines Papier-Lampions gefertigte Papier-Faltenbalg
beidenends mit seinen Enden auf einen Kartonstreifen 21 aufgeklebt. In der Figur 9
ist dieser Kartonstreifen 21 gestrichelt eingezeichnet. Der bogenförmige Kartonstreifen
21 hat die gleiche Form und Grösse wie die Flachseite der Strebe 1,2 und weist in
seinem Polbereich eine ausragende Lasche 23 auf. Die gebogenen Streben 1,2 sind aus
gestanzten Blechteilen gefertigt, die im Querschnitt ein L-Profil haben, das heisst
einen um 90° aufgebogenen äusseren Rand aufweisen. Im Scharnierbereich sind die Flachseiten
der Streben 1,2 nach oben gebogen, sodass der hochgebogene Abschnitt 22 mit der Flachseite
der Strebe 1,2 einen Winkel von etwa 45° einschliesst. Weiters weisen die im Beispiel
gezeigten einstückig geformten Streben 1,2 im Polbereich je einen Haltegriff 20 auf.
Im Bereich der Haltegriffe 20 ist das L-Profil der Streben 1,2 durchbrochen, und zwar
derart, dass zwischen der Flachseite der Strebe 1,2 und dem Griff 20 eine schlitzförmige
Öffnung 24 gebildet ist. Beim Einsetzen des Faltenbalges in die Streben 1,2 werden
die Kartonstreifen 21 mit ihren Enden unter die hochgebogenen Abschnitte 22 der Strebe
1,2 eingelegt. Die Lasche 23 des Kartonstreifens 21 wird dann durch leichtes Zusammendrücken
des Kartonstreifens 21 in die Öffnung 24 der Streben 1,2 eingesteckt. Sobald die Lasche
23 in die Öffnung 24 eingeschoben ist, wird der Kartonstreifen 21 und somit der Faltenbalg
von den Streben gehalten. Der gleiche Vorgang wird für den zweiten Kartonstreifen
wiederholt. Sobald beide Kartonstreifen in den Streben 1,2 befestigt sind, ist die
Schutzhaube einsatzbereit. Im zusammengeschwenkten Zustand ist der Faltenbalg von
den L-Profilen der Streben 1,2 umschlossen und damit auch geschützt. Das hat den Vorteil,
dass die Schutzhaube bei deren Lagerung geschützt ist. Die einfache Montageart des
Faltenbalges in den Streben 1,2 erlaubt ein rasches und problemloses Wechseln des
Faletenbalges, wenn dieser ersetzt werden soll.
[0018] Der Faltbalg 4 kann entsprechend der Verwendung auch aus einer durchsichtigen Folie
gefertigt sein. So können servierbereite Speisen geschützt ausgestellt werden, wie
das zum Beispiel in Selbstbedienungsbuffets üblich ist, wobei die Haube nur gerade
dann geöffnet wird, wenn Speisen entnommen werden. Bei entsprechender Grösse der Schutzhaube
kann auch ein Teil eines Büffets abgedeckt werden. Die erfindungsgemässe Schutzhaube
ist meistens mehrfach einsetzbar. Zum Reinigen kann der Faltenbalg 4 demontiert werden.
Ebenso kann ein beschädigter Faltenbalg leicht ersetzt werden. Die Speisen sind durch
den Einsatz der Schutzhaube und durch die Verwendung eines entsprechenden Faltenbalges
4 dekorativ und hygienisch präsentierbar.
[0019] In einer hier nicht gezeigten Ausführung ist die Schutzhaube auf ein Kochgeschirr,
wie zum Beispiel eine Bratpfanne oder eine Friteuse, aufsetzbar. Die Schutzhaube kann
dabei entweder in die Pfanne integriert sein, oder auf diese aufsteckbar und wieder
abnehmbar montiert sein. In dieser Anwendung dient die Schutzhaube als Spritzschutz
beim Braten oder Fritieren. Der Faltenbalg besteht in dieser Ausführung aus einem
siebähnlichen Metallgewebe oder aus Filterpapier. Der Faltenbalg aus Metallgewebe
kann nach Gebrauch abgenommen, gereinigt und wiederverwendet werden. Ein verschmutzter
Papier-Faltenbalg lässt sich einfach durch einen neuen ersetzen.
1. Schutz- und Warmhaltehaube für Speisen, gekennzeichnet durch zwei gebogene Streben
(1,2), die mit ihren Enden scharnierend verbunden sind und zueinander von 0° bis maximal
180° verschwenkbar sind, wobei zwischen den beiden Streben (1,2) ein Faltenbalg (4)
angeordnet ist, sodass im auseinandergeschwenkten Zustand der Streben (1,2) ein faltenbalgartiges
Gewölbe gebildet wird.
2. Schutz- und Warmhaltehaube für Speisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Streben (1,2) gestanzte Blechteile sind, welche in auseinandergeschwenktem Zustand
flach auf dem Tisch liegen und deren Flachseiten in zusammengeschwenktem Zustand unter
Einschluss des zusammengefalteten Faltenbalges (4) parallel zueinander verlaufen.
3. Schutz- und Warmhaltehaube für Speisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass sie einen durchgehenden Boden (14) aufweist, auf dem die Streben
in Gebrauchslage aufliegen, sowie einen Tragbügel (13) aus einem Rundstahl oder Rohr
aufweist, der im Scharnier (5,6) eingehängt ist und der unter Tragbelastung in eine
Kerbe oder einen Schlitz am Scharnier einrastet, sodass er gegenüber dem Boden (14)
nicht mehr schwenkbar ist.
4. Schutz- und Warmhaltehaube für Speisen nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die eine Strebe (1) fest auf einer Unterlagsplatte oder Servierplatte
(10,11) sitzt und die andere unter Auffaltung des Faltenbalges (4) frei auf die gegenüberliegende
Seite der Unterlags- oder Servierplatte (10,11) abschwenkbar ist.
5. Schutz- und Warmhaltehaube für Speisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Faltenbalg (4) nach Art eines runden Lampions aus plissiertem
Papier oder aus transparentem Folienmaterial, aus Kunststoff-Folie, Metallfolie oder
Textilstoff gefertigt ist.
6. Schutz- und Warmhaltehaube für Speisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Faltenbalg (4) aus wärmeisolierendem Kunststoff- oder Metall-Folienmaterial
besteht.
7. Schutz- und Warmhaltehaube für Speisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Faltenbalg (4) austauschbar und wiederverwendbar ist, indem
er mittels eines im Rand des Faltenbalges (4) eingearbeiteten Drahtes (17), welcher
an den beiden Enden umgebogen ist, an den Scharnierbereichen der Streben (1,2) einhängbar
ist und mit einer von ihm in der Mitte gebildeten Drahtlasche (19) unter Spannung
an einem Widerhaken (21) in der Strebe (1,2) einhängbar ist.
8. Schutz- und Warmhaltehaube für Speisen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Faltenbalg mittels Klebestreifen oder Klettverschlüssen oder mittels Klammern,
Druckknöpfen oder Flügel schrauben oder Flügelmuttern an den Streben (1,2) befestigt
ist.
9. Schutz- und Warmhaltehaube für Speisen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die gebogenen Streben (1,2) gestanzte Blechteile sind, die im Querschnitt ein
L-Profil aufweisen und deren Flachseiten im Scharnierbereich hochgebogen sind, sodass
der hochgebogene Abschnitt (22) mit der Flachseite der Strebe (1,2) einen Winkel von
etwa 45° einschliesst, und dass die Streben (1,2) im Polbereich je einen Haltegriff
(20) aufweisen und die L-Profile der Streben (1,2) im Polbereich eine schlitzförmige
Öffnung (24) aufweisen, dass weiters der Faltenbalg austauschbar und wiederverwendbar
ist, indem er mittels eines am Rand des Faltenbalges aufgeklebten Kartonstreifens
(21) an den beiden Enden unter die hochgebogenen Abschnitte (22) der Strebe (1,2)
im Scharnierbereichen einhängbar ist, und mit einer im Polbereich des Kartonstreifens
(21) ausragenden Lasche (23) in die schlitzförmige Öffnung (24) der Strebe (1,2) einhängbar
ist.
10. Schutz- und Warmhaltehaube für Speisen nach einem der Ansprüche 1 bis 2 oder 5 bis
9, dadurch gekennzeichnet, dass an den Streben (1,2) mehrere schwenkbare Greifarme
(15) angebracht sind, die dazu bestimmt sind, unter einen unter der Haube liegenden
Teller geschwenkt zu werden, derart, dass dieser mitsamt der Haube von dieser tragbar
ist.