[0001] Die Erfindung betrifft die Sicherung einer Luftleitungsmuffe nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches.
[0002] Derartige Luftleitungsmuffen sind bei Haupt- sowie Bremsluftleitungssystemen von
Mittelpufferkupplungen im Einsatz. Im Betrieb ist es wiederholt vorgekommen, daß Muffen
durch Verdrehen aus ihrer Halterung gefallen sind und dadurch sowie durch den Verlust
weiterer von der Muffe in einer Bohrung zusammengehaltener Leitungsteile Betriebsstörungen
auftraten.
[0003] Bekannte Sicherungsmaßnahmen zum Verhindern der Verluste sehen vor, Flansche vor
die Luftleitungsmuffen zu schrauben oder mittels Schraube, Scheibe und speziell gefertigtem
Gewinde eine Nut im Kuppelkopfgehäuse für das Einführen von an einer Muffer befindlichen
Vorsprüngen oder Knaggen zu blockieren. Das gemeinsame Merkmal dieser bekannten Sicherungen
ist, daß Sie nicht nur zusätzliches Material erfordern, sondern auch durch die bei
der Montage und Demontage zusätzlich zu verrichtende Schraubarbeit zeitaufwendig sind.
Hinzu kommt der Aufwand für notwendige Vorbereitungsarbeiten, wie z. B. das Herstellen
eines Gewindes oder wie bei der Montage des Flansches erforderlich, das Herrichten
der Stirnfläche des Kuppelkopfgehäuses durch Fräsen, um den Flansch platzsparend unterzubringen.
[0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Sicherung gegen Verdrehen bzw.
den Verlust der Luftleitungsmuffe, insbesondere an einer Haupt- oder Bremsluftleitung
eines Kuppelkopfgehäuses einer Mittelpufferkupplung, vorzuschlagen, die möglichst
wenig Material erfordert, die schnell und einfach zu montieren bzw. zu demontieren
ist und insbesondere ohne zusätzlichen Herstellungsaufwand bei allen neu anzufertigenden
Kupplungen bzw. ohne weitere Umrüstarbeiten bei allen bereits im Einsatz befindlichen
Luftleitungsmuffen an Kuppelkopfgehäusen von Mittelpufferkupplungen eingesetzt werden
kann.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruches gelöst.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Lösung ist eine einfache, billige und wirksame Sicherung
gegen den Verlust von Luftleitungsmuffen und weiterer Teile gegeben, indem die Möglichkeit
zum Verdrehen der Muffe durch Blockierung in der Bohrung eingeschränkt wird. Das zu
Sicherung eingesetzte Federelement, das leicht und einfach herstellbar ist und zwei
Funktionselemente aufweist, wird an derselben Nut, durch die es in einen Freiraum
der Bohrung eingesetzt worden ist, verspannt. Es behindert die Längsbeweglichkeit
der Muffe nicht, die weiterhin gegen die Kraft der Feder verschieblich bleibt.
[0007] Das Federelement kann an neuen sowie bereits im Betrieb befindlichen Mittelpufferkupplungen
ohne weiteres eingesetzt werden, weil es an vorhandene Konstruktionsmerkmale angepaßt
ist.
[0008] Die Betriebs- und Funktionssicherheit der gesamten Kupplung, besonders die der Bremsleitungen,
wird erheblich erhöht.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schematisch in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben.
[0010] Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine Draufsicht auf eine Luftleitungsmuffe mit erfindungsgemäßer Sicherung in einer
im Schnitt dargestellten Bohrung an Kuppelkopfgehäuse und Anschlußstück einer Mittelpufferkupplung;
- Fig. 2
- Eine Seitenansicht im Teilschnitt gemäß der Linie II-II in Fig. 1.
[0011] Figur 1 zeigt eine mit einem Federelement 1 gesicherte Luftleitungsmuffe 2, die in
einer Bohrung 3 befindlich, vor das Kuppelkopfgehäuse 4 vorsteht. Die Bohrung 3 erstreckt
sich bis in ein Anschlußstück 5, das mittels Bolzen 6 und Muttern 7 an dem Kuppelkopfgehäuse
4 befestig ist und das die Fortsetzung der Luftleitung 8 enthält. In der Bohrung 3
befinden sich außerdem eine ein Vierkantprofil aufweisende Schraubenfeder 9 und ein
doppelwandiges Dichtungsrohr 10, welches den Übergang von der Luftleitung 8 zur Luftleitungsmuffe
2 abdichtet und von der Schraubenfeder 9 umschlossen wird (Fig. 2). Die Schraubenfeder
9 stützt sich einerseits in einem in dem Anschlußstück 5 gelegenen Führungsabschnitt
11 der Bohrung 3 ab und drückt andererseits gegen die Luftleitungsmuffe 2, die mit
zwei Vorsprüngen oder Knaggen 12 an einem Bund 13 in der teilweise verengten Bohrung
3 anliegt und aus dem Kuppelkopfgehäuse 4 heraussteht.
[0012] Im Bund 13 befinden sich zwei Nuten 14, die als Führung für die Vorsprünge oder Knaggen
12 dienen, mittels derer die Luftleitungsmuffe 2 von außerhalb in den verengten Abschnitt
der Bohrung 3 eingeführt wird. Hinter dem Bund 13 treten die Vorsprünge oder Knaggen
12 in den erweiterten Abschnitt der Bohrung 3 über, so daß die Muffe 2 verdreht werden
kann und die Vorsprünge oder Knaggen 12 durch die Kraft der Schraubenfeder 9 an dem
Bund 13 zur Anlage kommen.
[0013] In Figur 2 ist das Federelement 1 im Spalt 15, der wegen des Bohrungsdurchmessers
ringförmig ist, oberhalb von Muffe 2 und Schraubenfeder 9 abgebildet. Die Muffe 2
enthält einen Dichtungsring 16, der im vor das Kuppelkopfgehäuse 4 vorstehenden Abschnitt
der Muffe 2 eingelegt ist und zu Dichtzwecken etwas vorsteht.
[0014] Zur Montage der Sicherung wird der als Federschenkel 1a ausgebildete Teil des Federelementes
1 durch eine Nut 14 von außerhalb der Bohrung 3 in den Ringspalt 15 zwischen Schraubenfeder
9 und Koppelkopfgehäuse 4 eingefädelt. Der kürzere Arretierungsbügel 1b des Federelementes
1 wird ebenfalls in die Nut 14 gepreßt, wo er nach weiterem Einschieben einrastet,
nachdem sich der Federschenkel 1a im hinteren Führungsabschnitt 11 der Bohrung 3 verklemmt
hat. Nach der Montage des Federelementes 1 bleibt die Beweglichkeit der Muffe 2 in
der Bohrung 3 insofern gewahrt, als die Muffe 2 zwar frei einpuffern kann, jedoch
ein Verdrehen nur bis zur Anlage der Vorsprünge oder Knaggen 12 an den Arretierungsbügel
1b des Federelementes 1 möglich ist.
[0015] Zur Demontage des Federelementes 1 wird der Arretierungsbügel 1b unter Zuhilfenahme
eines geeigneten Werkzeuges weiter in den Ringspalt 15 bis hinter den Bund 13 eingedrückt,
wo er zur Seite geschoben werden kann. Anschließend kann die Muffe 2 wieder so weit
gedreht werden, bis deren Vorsprünge oder Knaggen 12 vor den Nuten 15 stehen, so daß
die Muffe 2 aus der Bohrung 3 herausziehbar ist. Nach dem Entfernen der Muffe 2 lassen
sich auch Schraubenfeder 9, Dichtungsrohr 10 sowie das Federelement 1 einfach demontieren.
Besugsziffern
[0016]
- 1
- Federelement
- 1a
- Federschenkel des Federelementes
- 1b
- Arretierungsbügel des Federelementes
- 2
- Luftleitungsmuffe
- 3
- Bohrung
- 4
- Kuppelkopfgehäuse
- 5
- Anschlußstück
- 6
- Bolzen
- 7
- Mutter
- 8
- Luftleitung
- 9
- Spiralfeder mit Vierkantprofil
- 10
- Dichtungsrohr, doppelwandig
- 11
- Führungsabschnitt im Anschlußstück
- 12
- Vorsprung oder Knagge der Luftleitungsmuffe 2
- 13
- Bund der Bohrung 3
- 14
- Nut
- 15
- Ringspalt
- 16
- Dichtungsring
1. Sicherung einer Luftleitungsmuffe, insbesondere einer Luftleitungsmuffe an einer Haupt-
oder Bremsluftleitung eines Kuppelkopfgehäuses einer Mittelpufferkupplung, bei der
die Muffe in einer Bohrung von der Stirnfläche des Kuppelkopfgehäuses her einsetzbar
ist und an ihrer Außenfläche Vorsprünge aufweist zum Zwecke der Führung in Nuten,
die sich in einem stirnflächenseitig gelegenem Bund der Bohrung befinden, und eine
Verriegelung durch Verdrehen hinter dem Bund in einem erweiterten Teil der Bohrung
erfolgt, in der ein Ringspalt zwischen Kuppelkopfgehäuse und einer in der Bohrung
befindlichen Spiralfeder besteht, wobei die Muffe gegen die Kraft der Spiralfeder
ins Bohrlochinnere einschiebbar ist und ständig an einem von der Spiralfeder umschlossenen
Dichtungsrohr dichtend anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Federelement (1),
das eine S-Form aufweist und aus einem längeren Federschenkel (1a) und einem kürzeren
Arretierungsbügel (1b) besteht, durch eine der Nuten (14) in den Ringspalt (15) einfädelbar
ist, mit seinem Federschenkel (1a) teilweise im Führungsabschnitt (11) der Spiralfeder
(9) verklemmt und mit seinem Arretierungsbügel (1b) in der Nut (14), durch die es
einfädelbar ist, verschiebungssicher verspannt ist.