[0001] Die Erfindung betrifft eine Betonleitwand für Verkehrswege aus miteinander verbindbaren
Einzelelementen, wobei jedes Einzelelement an seinen beiden schmalen Stirnseiten jeweils
mit einer Kupplungsschiene mit wenigstens annähernd C- oder T-förmigem Querschnitt
versehen ist, wobei jede Kupplungsschiene direkt oder indirekt über ein Zwischenglied
mit einer Kupplungsschiene eines benachbarten Einzelelementes verbindbar ist, und
wobei die beiden einander gegenüberliegenden Kupplungsschienen jedes Einzelelementes
durch ein aus Längsstäben und Schmalseiten bestehendes Längselement miteinander verbunden
sind.
[0002] Eine solche Betonleitwand ist aus der Offenlegungsschrift DE 39 42 838 bekannt geworden.
Daraus ist zu entnehmen, daß ein Längselement mit seinen beiden Schmalseiten an die
Rückseiten der Kupplungsschienen eines Einzelelementes befestigt ist. Die Schmalseiten
sind durch vertikale Rundstäbe gebildet.
[0003] Diese bekannte Betonleitwand kann Längszugkräfte nur in begrenztem Rahmen aufnehmen,
bei auftretenden Querkräften kommt es zu Verformungen der Kupplungsschienen und zur
Zerstörung der Betonleitwand im Bereich der Kupplungen. Das kann auch zum Ausfall
der Zugbandwirkung führen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Betonleitwand zur Verfügung zu stellen, die
stabiler ist, höhere Längs- und Querkräfte aufzunehmen imstande ist, und bei welcher
Zerstörungen im Kupplungsbereich erst bei wesentlich höheren Beanspruchungen auftreten
können.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Schmalseiten des Längselementes
einer Betonleitwand aus Profilschienen oder dergleichen mit mindestens einem längsausgerichteten
Steg und querstehenden Flanschen bestehen, also I-, C- oder T-förmige Profilschienen
oder dergleichen, wobei die Profilschienen oder dergleichen als verstärkende Elemente
an die Rückseiten der Kupplungsschienen angeschlossen oder in diese integriert und
mit diesen fest verbunden sind.
[0006] Dadurch sind die Kupplungsschienen in Längs- und in Querrichtung verstärkt und es
ist eine Krafteinleitung aus den Längsstäben über die längsausgerichteten Stege der
Profilschienen oder dergleichen in die Kupplungsschienen besonders vorteilhaft möglich.
[0007] Wenn nun gemäß Anspruch 2 die profilschienen oder dergleichen der Schmalseiten der
Längselemente Flansche besitzen, die seitlich über die zugeordnete Kupplungsschiene
hinausragen, so ist damit eine noch höhere Versteifung und zusätzlich eine wesentlich
verbesserte Verankerung der Kupplungsschiene erreicht.
[0008] Gemäß einem weiteren Kennzeichen der Erfindung ist vorgesehen, daß die Längsstäbe
des Längselementes an die oberen und unteren Stirnseiten der Stege der Profilschienen
geschweißt sind, wobei die Enden der Längsstäbe zur Rückwand der zugeordneten Kupplungsschiene
einen Sicherheitsabstand aufweisen und die Profilschienen und die zugeordneten Kupplungsschienen
jeweils - ohne Längsstäbe - in einem Stück verzinkt sind.
[0009] Das hat den Vorteil, daß die Kupplungsschienen mit den Profilschienen als relativ
kompakte Einheiten, ohne sperrige Längsstäbe, günstig und rationell verzinkt werden
können. Die verzinkten Einheiten können ebenfalls unkompliziert in die Schalungen
der Betonleitwand-Einzelteile eingebaut werden. Nun ist es auch einfach möglich, die
Längsstäbe an die Stege der Profilschienen anzuschweißen, wobei Längentoleranzen verschiedener
Schalungen ausgeglichen werden können. Der Sicherheitsabstand verhindert dabei, daß
infolge der Schweißarbeiten die Verzinkung der Rückwand der Kupplungsschiene beschädigt
wird und bewirkt gleichzeitig, daß das Ende des (unverzinkten) Längsstabes eine Betondeckung
besitzt.
[0010] Im Anspruch 4 ist beschrieben, daß die Profilschienen der Schmalseiten eines Längselementes
in zwei oder mehrere Teilstücke geteilt sind, wobei zwischen dem oberen und unteren
Längsstab weitere Längsstäbe angeordnet sind, deren Enden zwischen die voneinander
im Ausmaß etwa eines Längsstabdurchmessers beabstandeten Stege der Profilschienen
eingebunden und mit dem jeweils oberen und unteren Teilstück verschweißt sind.
[0011] Mit dieser erfindungsgemäßen Lösung ist eine optimale Krafteinleitung aus den Längsstäben
in die Stege der Profilschienen möglich. Erstens laufen die Achsen der Längsstäbe
in der Ebene der Stege der Profilschienen, wodurch jede Ausmittigkeit bzw. jede Hebelwirkung
bzw. jede Torsion bei der Krafteinleitung ausgeschaltet ist. Weiters ist durch die
obere
und untere Verschweißung ebenfalls eine ausgewogene Krafteinleitung und optimale Einspannung
der Längsstäbe gegeben.
[0012] Das Zusammenwirken von Kupplungsschienen und Zwischengliedern kann erfahrungsgemäß
vorteilhaft bewirkt sein, wenn im Falle von Kupplungsschienen mit wenigstens annähernd
C-förmigem Querschnitt und etwa trapezförmigen Tragschenkeln ein im Querschnitt etwa
I-förmiges in die Kupplungsschiene einschiebbares Zwischenglied angeordnet ist, dessen
querabstehende Flansche an der den Tragschenkeln zugewandten Seite an die Form der
Tragschenkel im wesentlichen angepaßt sind, wobei die Berührung zwischen Flanschen
und Tragschenkel nahe den Flanschenden bzw. nahe den Tragschenkelansätzen gegeben
ist.
[0013] Hierdurch wird erreicht, daß die Tragschenkel einer minimierten Beanspruchung ausgesetzt
sind und daß ein Ausschlüpfen des Zwischengliedes aus der Kupplungsschiene weitgehend
verhindert wird.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Betonleitwand kann vorgesehen
sein, daß die Kupplungsschienen an den schmalen Stirnseiten der Einzelelemente in
lotrechten Schlitzen liegen, welche nach unten zu offen, jedoch nach oben hin verschlossen
sind, wobei das Zwischenglied von unten her einschiebbar ist, bzw. die Einzelelemente
von oben her auf das Zwischenglied aufschiebbar sind.
[0015] Mit dieser Ausführungsform wird erreicht, daß der Kupplungsbereich von oben her vor
Witterungseinflüssen und Tausalzen weitgehend geschützt ist. Außerdem ist es so Unbefugten
nicht möglich, Zwischenglieder herauszulösen.
[0016] Bei vorgenannter Ausführungsform ist es auch möglich, das Zwischenglied in den Boden
eingreifend anzuordnen, es in den Untergrund zu rammen oder das Zwischenglied in ein
Fundament einzubetonieren.
[0017] Hiermit kann eine unverschiebliche Betonleitwand errichtet werden. Dabei ist es aber
jederzeit einfach möglich, die Einzelteile aus der geschlossenen Wand zu heben, was
Vorteile bei Verkehrsumleitungen oder Baumaßnahmen mit sich bringt. Anschließend kann
bei geringem Montageaufwand die Betonleitwand wieder hergestellt werden.
[0018] Die Erfindung umschließt außerdem noch eine Ausführungsform, in der zur Unterstützung
des Erfüllens ihrer Aufgabe vorgesehen sein kann, daß zwei miteinander verbundene
benachbarte Einzelelemente durch, in der Fuge zwischen den beiden einander zugewandten
schmalen Stirnseiten angeordnete, Keile, Distanzstücke oder dergleichen voneinander
beabstandet sind.
[0019] Durch die Keile oder dergleichen sind die Zwischenglieder bzw. die Verbindung der
beiden benachbarten Einzelelemente auf Spannung gebracht bzw. in kraftschlüssigem
Zustand. Die Keile, Distanzstücke oder dergleichen stehen gleichzeitig unter Druck,
so daß die aus den beiden Einzelelementen - im weiteren Sinne aus vielen Einzelelementen
- bestehende Betonleitwand zu einem relativ steifen Baukörper ausgebildet ist. Das
Zusammenwirken der Einzelelemente und das Verhalten der aus diesen Einzelelementen
zusammengesetzten Betonleitwand ist somit im Hinblick auf den seitlichen Anprall von
Kraftfahrzeugen wesentlich verbessert. Umgekehrt ist das gefürchtete Ausknicken bzw.
das Durchbrechen einer Betonleitwand somit weitgehend unterbunden.
[0020] Wenn nun die Keile, Distanzstücke oder dergleichen in lotrechten etwa rinnenförmigen
Ausnehmungen der schmalen Stirnseiten lagern, so wirken diese auch als Riegel gegen
Querkräfte, Querschläge bzw. Querbewegung der Einzelelemente gegeneinander.
[0021] Sind die Keile oder dergleichen als Rohrstücke ausgebildet und lagern diese in lotrechten
Ausnehmungen, die konisch ausgebildet und nach unten hin enger sind, so ist damit
eine vorteilhafte Handhabung und Wirkung vorgegeben. Die Rohrstücke können von oben
her in die einander gegenüberliegenden und ein lotrechtes Loch bildenden Ausnehmungen
gesteckt und soweit eingeschlagen werden, bis Kraftschluß der Verbindung gegeben ist.
Bei Anprall von Fahrzeugen kann durch die Verformung der Rohrstücke kinetisch Energie
abgebaut werden, ohne daß die Einzelelemente beschädigt oder zerstört werden.
[0022] Die Erfindung ist anhand von Beispielen in den Zeichnungen, zum Teil nur schematisch,
dargestellt. Es zeigt:
- Fig. 1
- die Schrägansicht eines Einzelelementes der erfindungsgemäßen Betonleitwand;
- Fig. 2
- die Schrägansicht einer Hälfte eines erfindungsgemäß ausgebildeten Längselementes
mit angeschlossener Kupplungsschiene;
- Fig. 3
- die Schrägansicht einer Hälfte eines erfindungsgemäß ausgebildeten Längselementes
mit angeschlossener Kupplungsschiene;
- Fig. 4
- die Schrägansicht einer Kupplungsschiene mit angeweißter Profilschiene;
- Fig. 5
- die Schrägansicht einer Kupplungsschiene mit integrierter Profilschiene;
- Fig. 6
- die Schrägansicht der Hälfte eines Längselementes mit angeschlossener Kupplungsschiene;
- Fig. 7
- den Grundriß der Hälfte eines erfindungsgemäß ausgebildeten Längselementes mit angeschlossener
Kupplungsschiene;
- Fig. 8
- den Grundriß einer Kupplungsschiene mit einem erfindungsgemäß ausgebildeten Zwischenglied,
und
- Fig. 9
- die Schrägansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Einzelelementes im Bereich der
Stirnseite mit zugeordnetem Zwischenglied und zugeordnetem Keil oder dergleichen.
[0023] Die Beschreibung der Figuren im einzelnen:
Das Einzelelement 1 einer erfindungsgemäßen Betonleitwand ist in Fig. 1 als durchsichtiger
Körper mit strichlierten Umrissen dargestellt. An den beiden schmalen Stirnseiten
2 sind Kupplungsschienen 3 angeordnet, die einen wenigstens annäherend C-förmigen
Querschnitt besitzen. Zwischen den einander im dargestellten Einzelelement 1 gegenüberliegenden
Kupplungsschienen 3 ist ein Längselement 5 vorgesehen, welches die beiden Kupplungsschienen
miteinander verbindet. Das Längselement besteht aus zwei Längsstäben 5' und seine
beiden Schmalseiten 6 sind durch Profilschienen 7 gebildet. Diese Profilschienen weisen
ein T-Profil auf, dessen Steg 7' längsausgerichtet ist und dessen beide Flansche 7''
querab stehen. Die Längsstäbe 5' sind an die oberen und unteren Stirnseiten der Stege
7' angeschweißt. Die beiden Kupplungsschienen 3 liegen in Schlitzen 9 und sind bis
zum Scheitel des Einzelelementes 1 hinaufgezogen.
[0024] Fig. 2 zeigt die linke Hälfte eines Längselementes 5, das mit einer Kupplungsschiene
3 verschweißt ist. Dieses Längselement besitzt drei Längsstäbe 5'. Die Profilschienen
7 sind in diesem Ausführungsbeispiel wieder T-förmig ausgebildet, wobei die Profilschiene
in zwei Teilstücke geteilt ist. Das obere und untere Teilstück sind voneinander im
Ausmaß des Durchmessers der Längsstäbe 5' beabstandet. Dadurch ist es möglich, den
mittleren Längsstab zwischen die Stege 7' der Profilschienenteilstücke einzusetzen
und oben und unten einzuschweißen. So erfolgt die Krafteinleitung absolut zentrisch.
Die oberen und unteren Längsstäbe sind an die Stirnflächen der Stege 7' geschweißt,
wodurch die Krafteinleitung ebenfalls in der Hauptebene der Gesamtkonstruktion abläuft.
Zwischen den Enden der Längsstäbe und der Rückwand ist ein Sicherheitsabstand a eingehalten,
um die Verzinkung der Kupplungsschiene beim Schweißen nicht zu beschädigen. Die Flansche
7'' der Profilschienen 7 ragen seitlich über die Kupplungsschiene 3 und bilden somit
eine besonders sichere Versteifung in der Querrichtung und darüber hinaus bewirken
sie eine solide Verankerung der Einbauteile im Beton.
[0025] Fig. 3 zeigt die Hälfte eines erfindungsgemäß ausgebildeten Längselementes 5 mit
einer angeschlossenenen Kupplungsschiene 3. In diesem Beispiel sind die Profilschienen
7 aus etwa C-förmigen Stücken gebildet. Die längsausgerichteten Stege 7' liegen in
diesem Falle waagrecht, wobei die querabstehenden Flansche 7'' die Kupplungsschienen
3 seitlich - etwa zangenartig - umfassen. Die Profilschienen 7 sind an die Kupplungsschiene
3 angeschweißt und somit fest mit dieser verbunden. Die Längsstäbe 5' sind an die
Stege 7' der Profilschienen 7 angeschweißt.
[0026] Die in Fig. 4 abgebildete Kupplungsschiene 3 mit daran angeschweißter Profilschiene
7 als Schmalseite eines Längselementes bilden zusammen eine Einheit für die Verzinkung.
Da die Längsstäbe noch nicht angeschweißt sind, können solche Einheiten gut gehandhabt
und unproblematisch verzinkt werden. Bei diesem Beispiel ist die Kupplungsschiene
wenigstens annähernd C-förmig ausgebildet, wogegen die Profilschiene I-Form besitzt.
Der Steg 7' ist längsausgerichtet und liegt in der Hauptebene der Gesamtkonstruktion,
die Flansche 7'' ragen seitlich über die Kupplungsschiene hinaus.
[0027] Fig. 5 stellt eine Schrägansicht einer Kupplungsschiene 3 dar, an deren Rückseite
eine Profilschiene 7 angeschlossen ist. Die Profilschiene ist in diesem Falle in die
Kupplungsschiene integriert. Die Flansche 7'' der Profilschiene bilden mit der Rückwand
der Kupplungsschiene eine Einheit. In dieser Ausführung können die Kupplungsschiene
und die, eine Schmalseite eines Längselementes 5 bildende, Profilschiene in einem
Stück gefertigt sein, so z.B. stranggepreßt.
[0028] In Fig. 6 ist die rechte Hälfte eines Längselementes 5 zu sehen, dessen Längsstäbe
5' an die oberen und unteren Stirnseiten einer T-förmigen Profilschiene 7 angeschweißt
sind. Die angeschweißte Kupplungsschiene 3 besitzt in diesem Beispiel I-Form und ist
geeignet, direkt (ohne weiteres Zwischenglied) mit der etwa C-förmigen Kupplungsschiene
eines benachbarten Einzelelementes verbunden zu werden. Die Enden der Längsstäbe 5'
weisen zur Rückseite der Kupplungsschiene einen Sicherheitsabstand a auf.
[0029] Fig. 7 zeigt schematisch im Grundriß eine weitere Möglichkeit, die Schmalseite eines
Längselementes zu gestalten. In diesem Fall ist die Profilschiene 7 durch zwei C-Profile
gegeben, deren Stege längsausgerichtet sind. Zwischen die Stege ist ein Längsstab
5' eingeschweißt. Die Profilschienen sind mit der Kupplungsschiene 3 verschweißt.
[0030] Fig. 8 stellt einen Teilgrundriß dar, in dem eine Kupplungsschiene 3 mit einem darin
eingeschobenen Zwischenglied 4 dargestellt ist. Die Kupplungsschiene weist einen etwa
C-förmigen Querschnitt mit etwa trapezförmigen Tragschenkeln 8 auf, wie sie bei gebräuchlichen
Ankerschienen (z.B. Halfenschienen) vorkommen. Das I-förmige Zwischenglied weist Flansche
4' auf, die an der den Tragschenkeln zugewandten Seite der Form der Tragschenkel im
wesentlichen angepaßt sind. Die Berührungspunkte liegen erfahrungsgemäß nahe den Flanschenenden
bzw. nahe den Tragschenkelansätzen.
[0031] In Fig. 9 ist der Kopf eines Einzelelementes 1 mit der sichtbaren schmalen Stirnseite
2 zu sehen. Eine etwa C-förmige Kupplungsschiene 3 liegt in einem vertikalen Schlitz
9. Der Schlitz ist nach unten hin offen, nach oben zu verschlossen. Ein etwa I-förmiges
Zwischenglied 4 kann von unten her in die Kupplungsschiene eingeschoben werden bzw.
das Einzelelement kann von oben her auf ein vormontiertes Zwischenglied aufgeschoben
werden. Des weiteren sind in der Stirnseite lotrechte, etwa rinnenförmige Ausnehmungen
11 zu sehen, die für die Aufnahme bzw. Lagerung von Keilen 10 oder dergleichen ausgebildet
sind. In diesem Beispiel ist ein Keil ein Rohrstück, das an der Unterseite angeschrägt
ist. Die Ausnehmungen können konisch geformt sein, wobei sie nach unten zu enger sind.
[0032] Es ist für den Fachmann sicher unschwer vorstellbar, daß die aufgezeigten Beispiele
im Sinne der erfindungsgemäßen Möglichkeiten in weiteren Varianten fortgesetzt und
kombiniert werden können.
1. Betonleitwand für Verkehrswege aus miteinander verbindbaren Einzelelementen, wobei
jedes Einzelelement an seinen beiden schmalen Stirnseiten jeweils mit einer Kupplungsschiene
mit wenigstens annähernd C-oder T-förmigem Querschnitt versehen ist, wobei jede Kupplungsschiene
direkt oder indirekt über ein Zwischenglied mit einer Kupplungsschiene eines benachbarten
Einzelelementes verbindbar ist, und wobei die beiden einander gegenüberliegenden Kupplungschienen
jedes Einzelelementes durch ein aus Längsstäben und Schmalseiten bestehendes Längselement
miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmalseiten (6) des Längselementes (5) aus Profilschienen (7) oder dergleichen
mit mindestens einem längsausgerichteten Steg (7') und querstehenden Flanschen (7'')
bestehen, also I-, C- oder T-förmige Profilschienen (7) oder dergleichen, wobei die
Profilschienen (7) oder dergleichen als verstärkende Elemente an die Rückseiten der
Kupplungsschienen (3) angeschlossen oder in diese integriert und mit diesen fest verbunden
sind.
2. Betonleitwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschienen (7) oder dergleichen der Schmalseiten (6) der Längselemente
(5) Flansche (7'') besitzen, die seitlich über die zugeordnete Kupplungsschiene (3)
als Anker- bzw. Versteifungsflügel hinausragen.
3. Betonleitwand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsstäbe (5') des Längselementes (5) an die oberen und unteren Stirnseiten
der Stege (7') der Profilschienen (7) oder dergleichen geschweißt sind, wobei die
Enden der Längsstäbe (5') zur Rückwand der Kupplungsschiene (3) einen Sicherheitsabstand
(a) aufweisen und die Profilschienen (7) oder dergleichen und die zugeordneten Kupplungsschienen
(3) jeweils - ohne Längsstäbe (5') - in einem Stück verzinkt sind.
4. Betonleitwand nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschienen (7) der Schmalseiten (6) des Längselementes (5) in zwei oder
mehrere Teilstücke geteilt sind, wobei zwischen dem oberen und unteren Längsstab weitere
Längsstäbe (5') angeordnet sind, deren Enden zwischen die voneinander im Ausmaß etwa
eines Längsstabdurchmessers beabstandeten Stege (7') der Profilschienen (7) eingebunden
und mit dem jeweils oberen und unteren Teilstück verschweißt sind.
5. Betonleitwand nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle von Kupplungsschienen (3) mit wenigstens annähernd C-förmigem Querschnitt
und etwa trapezförmigen Tragschenkeln (8) ein im Querschnitt etwa I-förmiges in die
Kupplungsschiene (3) einschiebbares Zwischenglied (4) angeordnet ist, dessen querabstehende
Flansche (4') an den den Tragschenkeln (8) zugewandten Seiten an die Form der Tragschenkel
im wesentlichen angepaßt sind, wobei die Berührung zwischen Flanschen (4') und Tragschenkeln
88) nahe den Flanschenden bzw. nahe den Tragschenkelansätzen gegeben ist.
6. Betonleitwand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsschienen (3) an den schmalen Stirnseiten (2) der Einzelelemente
(1) in lotrechten Schlitzen (9) liegen, welche nach unten zu offen, jedoch nach oben
zu verschlossen sind, wobei das Zwischenglied (4) von unten her einschiebbar ist,
bzw. die Einzelelemente (1) von oben her auf das Zwischenglied (4) aufschiebbar sind.
7. Betonleitwand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied (4) in den Boden eingreift bzw. in den Untergrund gerammt oder
in ein Fundament einbetoniert ist.
8. Betonleitwand nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwei miteinander verbundene Einzelelemente (1) durch, in der Fuge zwischen den
beiden einander zugewandten Stirnseiten (2) angeordnete, Keile (10), Distanzstücke
oder dergleichen (10) voneinander beabstandet sind.
9. Betonleitwand nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Keile (10), Distanzstücke oder dergleichen in lotrechten etwa rinnenförmigen
Ausnehmungen (11) der Stirnseiten (2) lagern.
10. Betonleitwand nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Keile (10), Distanzstücke oder dergleichen Rohrstücke sind und die Ausnehmungen
(11) konisch ausgebildet und unten enger sind.