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(11) |
EP 0 641 909 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.11.1998 Patentblatt 1998/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.08.1994 |
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Langbügelschloss, mit selbsthemmender Verklemmung eines Riegelelements
Padlock, with self-blocking dead locking of a bolt element
Cadenas, avec serrage autobloquant d'un élément formant pêne
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE DK ES FR GB NL |
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Priorität: |
01.09.1993 DE 4329511
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.03.1995 Patentblatt 1995/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG |
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48291 Telgte (DE) |
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Erfinder: |
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- Chin, Loon Kam
Singapore 2056 (SG)
- Knabel, Walter, Dr. Ing.
Singapore 1025 (SG)
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| (74) |
Vertreter: Weickmann, Heinrich, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
H. Weickmann, Dr. K. Fincke
F.A. Weickmann, B. Huber
Dr. H. Liska, Dr. J. Prechtel, Dr. B. Böhm
Kopernikusstrasse 9 81679 München 81679 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C- 373 261 US-A- 1 607 758 US-A- 3 194 033
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US-A- 1 511 057 US-A- 2 460 474 US-A- 5 189 893
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schloß, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiges Schloß ist beispielsweise aus dem US-Patent 5 189 893 bekannt. Bei
dem bekannten Schloß werden starke Zugkräfte an dem Schließdorn, welche beispielsweise
bei unerlaubten Aufbruchversuchen auf den Schließdorn ausgeübt werden, durch Abstützung
an dem Stellelement und an einer das Stellelement beeinflussenden Blockiereinrichtung
aufgenommen.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schloß mit Schloßkörper
und Schließdorn so auszubilden, daß die sich bei starken Auszugskräften auf den Schließdorn
einstellenden Reaktionskräfte von dem Stellelement und einer dem Stellelement zugeordneten
Blockiereinrichtung möglichst ferngehalten werden.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe werden die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs
1 vorgeschlagen.
[0005] Die erfindungsgemäße Schloßkonstruktion bringt den großen Vorteil, daß die empfindlichen
Teile, Stellelement und Blockiereinrichtung, bei Aufbruchversuchen weitestgehend entlastet
sind. Dies bedeutet, daß zum einen Aufbruchversuche erschwert sind und zum anderen
auch erfolglose Aufbruchversuche nicht zu Deformationen an dem Stellelement und/oder
der Blockiereinrichtung führen können. Damit besteht die Chance, daß ein Schloß erfindungsgemäßer
Konstruktionsart auch Aufbruchversuche mit größter Kraftanlegung unbeschädigt überlebt.
[0006] Das erfindungsgemäße Konstruktionsprinzip kann in der Weise verwirklicht werden,
daß das Widerlager an einem vorzugsweise plattenförmigen Widerlagerelement ausgebildet
ist, welches den Schließdorn in seiner Schließdornschließstellung wenigstens teilweise
umfaßt und sich an diesem gegen eine im wesentlichen quer zur Schließdornauszugsrichtung
gerichtete Querkraft abstützt, die sich bei Einwirkung einer Auszugskraft auf den
Schließdorn als Folge der Einklemmung des Riegelelements zwischen Schließfläche und
Widerlager ergibt.
[0007] Durch diese Weiterbildungsmaßnahme wird erreicht, daß der Schloßkörper selbst von
Querkräften als Folge von Schließdornauszugskräften weitgehend entlastet ist. An dem
Schloßkörper treten dann im wesentlichen nur noch zur Schließdornauszugsrichtung parallele
Reaktionskräfte auf, die verhältnismäßig leicht und ohne großen Bau- und Materialaufwand
aufgenommen werden können.
[0008] Um einerseits bei normaler Schloßbenutzung ein leichtgängiges Ein- und Ausfahren
des Schließdorns in die Schließdornaufnahme zu ermöglichen, andererseits aber die
Querkrafteinleitung von dem Widerlagerelement in den Schließdorn zu ermöglichen, kann
dabei vorgesehen sein, daß das Widerlagerelement innerhalb des Schloßkörpers mit Bewegungsspiel
quer zu der Schließdornauszugsrichtung gelagert ist.
[0009] Das Widerlagerelement kann an der Innenseite einer Gehäusewand des Schloßkörpers
anliegen, so daß bei der Dimensionierung des Schlosses im Hinblick auf Ausreißversuche
im wesentlichen nur noch auf die Bemessung der in Auszugsrichtung vordersten Gehäusewand
des Schloßkörpers geachtet werden muß. Bevorzugt wird zum Zwecke der Querkrafteinleitung
in den Schließdorn das Widerlagerelement mit einem den Schließdorn vollständig umschliessenden
Durchbruch ausgeführt.
[0010] Das Widerlager kann von Kanten einer Schließdorndurchtrittsöffnung in dem Widerlagerelement
gebildet sein. Dies erleichtert die Herstellung des Widerlagers, indem beispielsweise
die Schließdorndurchtrittsöffnung und deren Erweiterung in einem einzigen Stanzvorgang
hergestellt werden können.
[0011] Bei Rundquerschnitt des Schließdorns und Kugelform des Riegelelements ergibt sich
als vorteilhafte Gestaltung eine schlüssellochförmige Durchbrechung des Widerlagerelements.
[0012] Das erfindungsgemäße Prinzip ist insbesondere anwendbar, wenn das Riegelelement durch
das Stellelement unter Federkraft in die Verriegelungsstellung vorgespannt ist und
wenn der Schließdorn unter nockenartigem Zusammenwirken mit dem Riegelelement aus
der Schließdornschließstellung zurückziehbar ist, wobei das Riegelelement in Richtung
auf die Freigabestellung ausweicht.
[0013] Bei einer solchen Ausführungsform ist es im Hinblick auf die normale Handhabung des
Schlosses wünschenswert, daß keine allzu großen Auszugskräfte an den Schließdorn angelegt
werden müssen, um den Schließdorn aus der Verrastung mit dem Riegelelement zu lösen.
Dies führt zu Eingriffsverhältnissen zwischen Riegelelement und Schließfläche, die
beim normalen Ausziehen des Schließdorns ein günstiges Übersetzungsverhältnis zwischen
Auszugskraft und der auf das Riegelelement wirkenden Reaktionskraft ergeben. Gerade
bei solchen günstigen Übersetzungsverhältnissen besteht aber andererseits die Gefahr,
daß bei Aufbruchversuchen, wenn das Riegelelement durch die Blockiereinrichtung in
der Verriegelungsstellung blockiert ist, große Reaktionskräfte auf das Riegelelement
übertragen werden.
[0014] Bei der erfindungsgemäßen Gestaltung wird dies, wie schon angedeutet, durch die selbsthemmende
Zusammenwirkung zwischen Schließdorn, Riegelelement und Widerlager des Schloßkörpers
verhindert.
[0015] Die Gestaltung der Schließfläche hängt natürlich von der Gestaltung des Schließelements
ab. Benutzt man einen Wälzkörper und insbesondere eine Kugel als Schließelement, so
empfiehlt es sich auch aus Gründen der Herstellungserleichterung, die Schließfläche
als eine Teilzylinderfläche oder Kugelkalottenfläche auszubilden, wobei bei der Gestaltung
der Schließfläche im einzelnen wiederum darauf zu achten ist, daß dem Ausziehen des
Schließdorns bei gelöster Blockiereinrichtung ein Widerstand entgegenwirkt, der einerseits
ein unbeabsichtigtes Herausfallen des Schließdorns aus der Schließdornaufnahme verhindert,
andererseits aber auch das normale Handhaben des Schlosses nicht über Gebühr erschwert.
[0016] Bei dem erfindungsgemäßen Konstruktionsprinzip tritt das Problem auf, daß bei normalem
Ziehen des Schließdorns, d.h. bei gelöster Blockiereinrichtung, das Riegelelement
nicht wesentlich in Eingriff mit dem Widerlager treten soll, denn das Auftreten eines
solchen Eingriffs würde ja das Ausziehen des Schließdorns erschweren. Es wird deshalb
weiter vorgeschlagen, daß unter Normalgebrauchsbedingungen das Riegelelement durch
die Führungsbahn bis zum Eintritt in die Verriegelungsstellung im wesentlichen ohne
ein in Schließdornauszugsrichtung bestehendes Spiel geführt ist und daß eine Verklemmung
des in seiner Verriegelungsstellung blockierten Riegelelements zwischen der Schließfläche
und dem Widerlager erst bei Überschreiten eines vorbestimmten Werts einer an den Schließdorn
angelegten Auszugskraft unter elastischer Auslenkung des Riegelelements aus seiner
Führungsbahn eintritt. Bis zum Eintreten der Verklemmung tritt demnach eine Reaktionskraft
auf das Stellelement und auch auf die das Stellelement beeinflussende Blockiereinrichtung
auf. Diese Reaktionskraft ist aber bei der Konstruktion des Schlosses leicht kalkulierbar.
Auf eine elastische Auslenkung des Riegelelements wird deshalb Wert gelegt, weil man
ja nach Aufhören einer großen Auszugskraft am Schließdorn das Schloß unverändert gebrauchsfähig
haben will. Eine plastische Auslenkung des Riegelelements aus seiner Führungsbahn
soll aber insbesondere für Spezialkonstruktionen nicht ausgeschlossen sein; hierbei
wird insbesondere an Schlösser gedacht, die einer starken Auszugskraft in aller Regel
nicht unterworfen werden und die, falls eine solche starke Auszugskraft einmal angelegt
wird, nicht mehr gebrauchsfähig sind, vielleicht auch gar nicht mehr gebrauchsfähig
sein sollen.
[0017] Eine Führungsbahn, welche die Forderung erfüllt, das Riegelelement bis zum Eintritt
in die Verriegelungsstellung im wesentlichen ohne ein in Schließdornauszugsrichtung
bestehendes Spiel zu führen, läßt sich durch einen Führungskanal innerhalb des Schloßkörpers
verwirklichen, insbesondere einen Führungskanal, welcher derart elastisch ausweitbar
ist, daß er bei Überschreiten einer vorbestimmten Auszugskraft an dem Schließdorn
ein elastisches Ausweichen des Riegelelements aus seiner Führungsbahn in Schließdornauszugsrichtung
gestattet. Ein solcher Führungskanal läßt sich insbesondere dann erreichen, wenn der
Führungskanal von einem Kunststoffteil gebildet ist. Dabei kann das elastische Ausweichen
noch durch Schlitzung des Führungskanals oder durch eine in Auszugsrichtung verjüngte
Gestaltung des führungskanalsquerschnittsbegünstigt werden.
[0018] Das Stellelement kann, wie schon angedeutet, durch eine Blockiereinrichtung in seiner
Sperrstellung blockierbar sein, wobei die Blockiereinrichtung bevorzugt auf der Basis
eines handelsüblichen Schließzylinders aufgebaut wird. Dabei kann die Blockiereinrichtung
mit einer drehbaren Kurvenscheibe ausgeführt sein, welche in einer Blockierstellung
der Blockiereinrichtung ein Ausweichen des Stellelements aus der Sperrstellung in
seine Rückzugsstellung blockiert und in einer Nichtblockierstellung ein Verschieben
des Stellelements aus seiner Sperrstellung in seine Rückzugsstellung gegen Federkraft
gestattet. Die Kurvenscheibe kann dabei an dem Schließzylinderkern des Schließzylinders
zur gemeinsamen Drehung mit diesem angebracht sein.
[0019] Im Hinblick auf einen einfachen und preisgünstigen Aufbau des Schlosses ist vorgesehen,
daß der Schließzylinder in einem Halteteil wenigstens teilweise aufgenommen ist, an
welchem die Führungsbahn für das Riegelelement und/oder das Stellelement ausgebildet
ist.
[0020] Der Schloßkörper kann mit einem rohrförmigen Gehäuse ausgeführt sein und innerhalb
dieses rohrförmigen Gehäuses ein Halteteil aufweisen, in welchem die Führungsbahn
für das Riegelelement und/oder das Stellelement ausgebildet ist. Da bei Anwendung
des Erfindungsprinzips keine wesentlichen Reaktionskräfte aus starken Auszugskräften
auf das Stellelement und die Blockiereinrichtung einwirken, genügt es, das rohrförmige
Gehäuse aus hochfestem Werkstoff, z.B. Stahlblech, herzustellen. Andererseits ist
es unschädlich, wenn der Halteteil mit der Führungsbahn für das Riegelelement und/oder
das Stellelement sowie ggf. mit einer Aufnahmekammer für den Schließdorn und mit einer
Lagerung für die Blockiereinrichtung aus Kunststoff, etwa im Gieß- oder Spritzgießverfahren
oder aus Zinkdruckguß hergestellt ist, weil auch der Halteteil nur geringen Reaktionskräften
unterliegt. Es ist vorteilhaft, wenn die Aufnahmekammer für den Schließdorn ebenfalls
in dem Halteteil ausgebildet wird, weil dann die Teilezahl die zum Montieren des Schlosses
notwendig ist, verringert wird. Die Führungsbahn mündet dann in die Aufnahmekammer
ein.
[0021] Das Riegelement soll bei zurückgezogenem Schließdorn in einer Stellung gehalten sein,
in der es das Wiedereinführen des Schließdorns ohne besondere Vorbereitungsmaßnahmen
erlaubt. Es ist deshalb vorgesehen, daß das Riegelelement in seiner Verriegelungsstellung
gegen Übertritt aus seiner Führungsbahn in die Schließdornaufnahme auch dann gesichert
ist, wenn der Schließdorn aus der Schließdornaufnahme zurückgezogen ist. Diese Sicherung
läßt sich leicht dadurch erreichen, daß an einem der Schließdornaufnahme nahen Ende
der Führungsbahn eine Führungsbahnverengung vorgesehen ist. Es können auch Anschlagmittel
zum Erreichen dieser Sicherung verwendet werden.
[0022] Das Erfindungsprinzip ist grundsätzlich bei allen bekannten Schlössern anwendbar,
bei denen ein oder mehrere Schließdorne in jeweils eine Schließdornaufnahme eingeführt
und dort verriegelt werden sollen. Besonders interessant ist die Anwendung des Erfindungsprinzips
bei einem Bügelschloß mit einem Schloßbügel, der an beiden Enden seiner Bügelschenkel
je einen Schließdorn zur Aufnahme in je einer Schließdornaufnahme eines Schloßkörpers
aufweist. Dabei kann der Schloßkörper, wie bei Bügelschlössern zur Zweiradsicherung
üblich, in bezug auf eine Symmetrieebene des Schlosses symmetrisch gestaltet sein,
wobei eine Blockiereinrichtung in einem mittleren Bereich zwischen den beiden Schließdornaufnahmen
angeordnet und den beiden Schließdornaufnahmen gemeinsam zugeordnet sein kann. Bei
einer solchen Schloßgestaltung wird empfohlen, daß die Blockiereinrichtung in einer
Blockiereinrichtungshaltekammer innerhalb des Schloßkörpers untergebracht ist, welche
durch zwei in der Symmetrieebene zusammenstoßende Halteteile begrenzt ist und wobei
von diesen beiden Halteteilen jeder eine Führungsbahn für ein jeweils zugehöriges
Riegelelement und/oder Stellelement bildet.
[0023] Auf diese Weise benötigt man zur Lagerung der bewegten Eingerichteteile nur zwei
Halteteile; diese Halteteile können mit identischer Form ausgeführt werden, was zu
einer weiteren Senkung der Herstellungskosten führt. Die Halteteile können aus Kunststoff
ausgeführt werden und brauchen, da sie keine wesentlichen Kräfte aufzunehmen haben,
nicht starkwandig ausgeführt zu werden. Es genügt vielmehr, die Kunststoffverteilung
in den einzelnen Halteteilen so zu wählen, daß einerseits die Führungsbahnen für das
Verriegelungselement und das Stellelement, die Aufnahme für den Schließdorn und die
Aufnahme für die Blockiereinrichtung bereitgestellt sind und andererseits Anlagekanten
oder Anlageflächen für die positionsgerechte Lagerung der Halteteile in einem Außengehäuse
des Schloßkörpers zur Verfügung stehen.
[0024] Der Schloßkörper kann dabei ein rohrförmiges Gehäuse von rundem oder polygonalem,
insbesondere rechteckigem, Querschnitt aufweisen, welches den Abstand zwischen den
beiden Schließdornaufnahmen überbrückt in einem Mittelbereich die Blockiereinrichtung
aufnimmt und über die Schließdornaufnahme nur soweit übersteht, als für die Bildung
der Schließdornaufnahmekammern erforderlich ist. Die Halteteile können von einem oder
von beiden Enden her in das rohrförmige Gehäuse eingeschoben werden, nachdem man vorher
an beiden Halteteilen die jeweils zugehörigen Eingerichteteile, nämlich Verriegelungselement,
Stellelement, Vorspannfedern und ggf. Verrastungsplatten vormontiert hat.
[0025] Die Blockiereinrichtung wird im Vorlauf zu der einen oder anderen vormontierten Einheit
in das rohrförmige Gehäuse eingeschoben und sitzt nach Einschieben der beiden vormontierten
Einheiten zwischen diesen in der richtigen Position fest. Man braucht dann nur noch
die Halteteile in ihrer eingeschobenen Position zu sichern, etwa durch Sicherungsstifte,
die in fluchtende Bohrungen des rohrförmigen Gehäuses und der Halteteile eingeschlagen
oder eingedrückt werden. Der Materialaufwand und das Gewicht des Schloßkörpers bleiben
relativ gering, ohne daß die Sicherheitsfunktion dadurch beeinträchtigt wird. Das
optische Erscheinungsbild wird im wesentlichen nur durch die Form des Gehäuses, insbesondere
rohrförmigen Gehäuses, und durch die Form des Bügels bestimmt, d.h. durch zwei Teile,
denen man mit geringem Aufwand eine vom Aussehen her günstige Oberflächengestaltung
verleihen kann.
[0026] Die Blockiereinrichtung läßt sich in ergonomisch günstiger Weise unterbringen. Der
Schlüsseleintrittsschlitz kann etwa bei rechteckigem Querschnitt des Gehäuserohrs
an jeder Seitenfläche des Gehäuserohrs angebracht werden. Aus ergonomischen und herstellungstechnischen
Gesichtspunkten wird es freilich bevorzugt, den Schlüsseleintrittsschlitz im Bereich
einer von dem Schloßbügelscheitel ferngelegenen Gehäusefläche anzubringen. Die Gestaltung
der Gehäuseteile aus leicht verformbarem Material, insbesondere Kunststoff, erlaubt
es, an diesen Halteteilen beliebige Kammerbegrenzungsflächen für die Bildung einer
den Schließzylinder aufnehmenden Kammer anzuformen, so daß man bei der Auswahl der
Schließzylinder eine große Wahl innerhalb des handelsüblichen Sortiments von Schließzylindern
hat.
[0027] Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels;
es stellen dar:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Bügelschloß in einer blockierten Stellung
bei Ausübung einer großen Auszugskraft auf einen Schließdorn;
- Figur 2
- einen Längsschnitt entsprechend Figur 1, ebenfalls in einer blockierten Stellung im
unbelasteten Zustand;
- Figur 3
- einen Schnitt nach Linie A-B der Figur 2;
- Figur 4
- einen Schnitt nach Linie G-H der Figur 2 und
- Figur 5
- einen Schnitt nach Linie K-L der Figur 2.
[0028] In den Figuren 1-5 ist ein Schloßbügel mit 10 bezeichnet. Die beiden Bügelschenkel
12 des Schloßbügels sind mit je einem Schließdorn 14 ausgeführt. Die Schließdorne
14 sind in einem Schloßkörper aufgenommen, der ganz allgemein mit 16 bezeichnet ist.
Der Schloßkörper 16 umfaßt ein rohrförmiges Schloßkörpergehäuse 18, das - wie aus
Figuren 4 und 5 ersichtlich - Rechtecksquerschnitt besitzt. In das rohrförmige Schloßkörpergehäuse
18 ist von beiden Enden je ein Halteteil 20 eingeschoben. Die beiden Halteteile 20
und ihre im folgenden zu beschreibenden Eingerichteteile sind miteinander identisch,
so daß die Beschreibung eines einzigen dieser Halteteile genügt. Das Halteteil 20
ist als ein Kunststoffspritzgußkörper ausgeführt, dessen Mittelabschnitt-wie in Figur
4 dargestellt - einen im wesentlichen pokalförmigen Querschnitt besitzt. In dem Mittelabschnitt
ist eine nach oben offene Fühgrungsbahn 22 von teilkreisförmigem Querschnitt eingeformt.
In dieser Führungsbahn 22 ist eine Verriegelungskugel 24 geführt. Die Führungskugel
24 ist zum Eingriff in eine Schließfläche 26 des Schließdorns 14 ausgebildet. An dem
schließdornfernen Ende der Verriegelungskugel 24 liegt ein Stellelement 28 an. Dieses
Stellelement 28 weist eine Führungsplatte 28a und einen Stellschenkel 28b auf. Der
Stellschenkel 28b liegt mit seinem schließdornnahen Ende an der Verriegelungskugel
24 an. Die Führungsplatte 28a ist an dem Halteteil 20 im oberen Bereich des Pokalprofils
oberhalb der Führungsbahn 22 in Pfeilrichtung 30 verschiebbar geführt. An dem schließdornfernen
Ende des Stellschenkels 28b greift eine Schraubendruckfeder 32 an, die am Gehäuse
34a eines insgesamt mit 34 bezeichneten Schließzylinders abgestützt ist. Die Führungsbahn
22 erstreckt sich im Bereich der Verriegelungskugel 24 in ihrem Querschnitt über mehr
als 180° der Verriegelungskugel 24, so daß auch dann noch, wenn unter normalen Betriebsumständen
die Verriegelungskugel 24 in die Schließfläche 26 des Schließdorns 14 eingreift, die
Verriegelungskugel 24 in Richtung des Doppelpfeils 38 kein wesentliches Spiel gegenüber
der Führungsbahn 22 hat. Der Doppelpfeil 38 repräsentiert die Schließdorneinführungsrichtung
bzw. Schließdornauszugsrichtung des Schließdorns 12 gegenüber dem Schloßkörper 16.
[0029] Der Schließzylinder 34a ist mit einem Schließzylinderkern 34b ausgeführt und beruht
auf dem Prinzip von schlüsselbrustgesteuerten federbelasteten Zuhaltungsstiftpaaren.
Der Schlüssel 34c kann von unten durch einen Schlitz 40 des rohrförmigen Gehäuses
18 in den Schließzylinder eingeführt werden, so daß der Schließzylinderkern 34b gedreht
werden kann. An dem oberen Ende des Schließzylinderkerns 34b ist eine Kurvenscheibe
44 angebracht, deren Form insbesondere in Figur 3 zu erkennen ist. An dieser Kurvenscheibe
liegen gemäß Figur 3 die Führungsplatten 28a an und zwar im Bereich von radial vorspringenden
Nocken 44a. Diese Nocken 44a sind so bemessen, daß in der Zuordnung gemäß Figur 2
die Verriegelungskugeln 24 durch die Stellelemente 28 in Eingriff mit den jeweiligen
Schließflächen 26 gehalten werden.
[0030] Da, wie schon ausgeführt, die Verriegelungskugeln 24 auch in dieser Stellung noch
im wesentlichen spielfrei in der Richtung des Doppelpfeils 38 durch die jeweilige
Führungsbahn 22 geführt sind, hat der Schließdorn 14 bei normaler Belastung in Auszugsrichtung
gemäß 38 im wesentlichen kein Spiel gegenüber der Schließdornaufnahme 46 des jeweiligen
Halteteils 20, in der er aufgenommen ist. Nur wenn, wie in Figur 1 dargestellt, eine
sehr große Auszugskraft P auf den Schließdorn 14 ausgeübt wird, z.B. in der Größenordnung
von 20 kN, so tritt eine elastische Verformung der Führungsbahn 22 auf, indem sich
diese im Bereich der oberen Öffnung des Pokalprofils gemäß Figur 4 aufspreizt. Dann
kann die Verriegelungskugel 24 in Richtung der Auszugskraft P nach oben durch die
Schließfläche 26 mitgenommen werden. Nun ist, wie insbesondere aus Figuren 1,2 und
3 zu ersehen, am oberen Ende der Schließdornaufnahme 46 eine Widerlagerplatte 48 angeordnet,
welche gemäß Figur 3 durch das rohrförmige Gehäuse 18 und das Halteteil 20 positioniert
ist. Diese Widerlagerplatte 48 weist eine schlüssellochförmige Öffnung 50 auf mit
einer Durchtrittsöffnung 50a für den Schließdorn 14 und einer Erweiterung 50b. Die
Erweiterung 50b steht, wie aus Figuren 1 und 2 ersichtlich, in Längsrichtung des Schließdorns
14 der Kugel 24 gegenüber. Wenn die große Auszugskraft P ausgeübt wird, so versucht
die Verriegelungskugel 24 durch die sich zwischen der Schließfläche 26 und der Verriegelungskugel
24 eintretende Nockenwirkung zunächst nach links auszuweichen und belastet damit das
Stellelement 28. Da das Stellelement 28 durch die Kurvenscheibe 44 starr abgestützt
ist, wird aber die Verriegelungskugel 24 nicht in Richtung der Führungsbahn 22 seitlich
verdrängt, sondern unter Deformation der Führungsbahn, d.h. des Pokalprofils gemäß
Figur 4, eine kurze Strecke nach oben in Richtung der Kraft P mitgenommen. Dabei wird
der Zustand gemäß Figur 1 erreicht, d.h. ein Zustand, bei dem die Kugel in die Erweiterung
50b der schlüssellochförmigen Öffnung 50 eintritt. Die Bemessung der Erweiterung 50b
ist nun so getroffen, daß dann, wenn die Verriegelungskugel 24 einmal in den Bereich
mit den unteren Kanten der Erweiterung 50b eingetreten ist, eine Selbsthemmung der
Verriegelungskugel 24 zwischen der Schließfläche 26 und diesen Kanten der Erweiterung
50b eintritt. Dieser Zustand ist in Figur 1 dargestellt. Die Selbsthemmung der Verriegelungskugel
24 zwischen der Schließfläche 26 und der Erweiterung 50b läßt sich leicht durch entsprechende
Bemessung der Tiefe der Schließfläche 26 und der Form und Größe der Erweiterung 50b
einstellen. Selbsthemmung soll besagen, daß - wenn die Verriegelungskugel 24 einmal
Eingriff mit der unteren Begrenzungskante der Erweiterung 50b gefunden hat und gleichzeitig
noch an der Schließfläche 26 anliegt, die Kugel 24 nicht mehr das Bestreben hat, in
Richtung des Doppelpfeils 30 nach links auszuweichen, sondern sich zwischen der Schließfläche
26 und der unteren Kante der Erweiterung 50b selbsthaltend einklemmt. Es wird also
keine weitere Kraft auf das Stellelement 28 ausgeübt, welche den Schließzylinder 34
über seine Tragfähigkeit hin aus belasten könnte. Die bis zum Eingriff der Verriegelungskugel
24 in die Erweiterung 50b auftretende Stützkraft des Stellelements 28 auf die Verriegelungskugel
24 kann durch entsprechende Dimensionierung und Materialwahl so bemessen werden, daß
eine Beschädigung des Schließzylinders 34 nicht eintreten kann und auch nicht der
übrigen an der Abstützung beteiligten Komponenten. Wenn die Kraft P aufhört, so kehrt
die Verriegelungskugel 24 aufgrund der elastischen Vorspannung, welche die Führungsbahn
22 bei der Aufwärtsbewegung der Verriegelungskugel 24 bis zum Eingriff mit der Erweiterung
50b erfahren hat, in die Stellung gemäß Figur 2 zurück.
[0031] Die Auszugskraft P, die - wie gesagt - zur Verklemmung der Verriegelungskugel 24
zwischen der Schließfläche 26 und der Erweiterung 50b führt, ergibt eine Reaktionskraft
in Pfeilrichtung 52 der Figur 1 auf die Widerlagerplatte 48. Diese Reaktionskraft
wird aber im wesentlichen auf den Schließdorn 14 übertragen, der ja mit der Durchtrittsöffnung
50a der Widerlagerplatte 48 in Eingriff steht. Es wird also auch durch die Querkraft
52 keine wesentliche Belastung des Schloßeingerichtes erzeugt.
[0032] Wenn das Schloß geöffnet werden soll, wird der Schließzylinderkern 34b mittels des
Schlüssels 34c um 90° gedreht. Die Stellelemente 28 liegen dann an der Kurvenscheibe
44 im Bereich von Ausnehmungen 44b an und können gegen die Wirkung der Schraubendruckfedern
32 zurückweichen. Wenn nunmehr der Schloßbügel 10 aus dem Schloßkörper ausgezogen
werden soll, so tritt wieder eine Nockenwirkung zwischen der Schließfläche 26 und
der Verriegelungskugeln 24 ein. Die Verriegelungskugeln 24 weichen nunmehr aber nicht
in Pfeilrichtung 38 nach oben aus, weil sie leichter in Pfeilrichtung 30 nach links
ausweichen können. Die Kugeln 24 kommen also gar nicht erst in Eingriff mit der Erweiterung
50b und können deshalb unter Kompression der jeweiligen Schraubendruckfedern 32 soweit
in Richtung des Pfeils 30 nach links ausweichen, bis die Verriegelungskugel 24 völlig
aus der Schließfläche 26 ausgetaucht und der Schließdorn 14 vollständig ausgezogen
werden kann. Notwendig ist dabei, daß die Verformungselastizität der Führungsbahn
22 und die Federkraft der Schraubendruckfeder 32 richtig aufeinander abgestimmt sind,
um der Verriegelungskugel 24 ein Ausweichen in Pfeilrichtung 30 vor einem Ausweichen
nach oben in Pfeilrichtung 38 zu ermöglichen.
[0033] Die Form der Schließfläche 26, der Durchmesser der Verriegelungskugel 24 und die
Vorspannung der Schraubendruckfeder 32 werden so aufeinander abgestimmt, daß bei einem
normalen Öffnen des Schlosses nach vorheriger Entblockierung des Schließzylinders
34 der Schloßbügel 10 mit einer geringen Auszugskraft gelöst werden kann, wobei andererseits
diese Auszugskraft nicht zu klein sein soll, damit nicht ein unbeabsichtigtes Herausfallen
des Schloßbügels aus dem Schloßkörper eintreten kann.
[0034] Das Wiedereinführen des Schließdorns 14 in die Schließdornaufnahme 46 ist auch nur
dann möglich, wenn die Kurvenscheibe 44 in die vorbeschriebene Stellung verdreht ist,
in welcher die Stellelemente 28 in Richtung auf den Schließzylinder 34 zurückweichen
können. Dann kann der Schließdorn 14 beim Einschieben in die Schließdornaufnahme die
Verriegelungskugel 24 zurückschieben, bis diese endlich in die Schließfläche 26 unter
der Wirkung der Schraubendruckfeder 32 einfallen kann. Der Schlüssel 34c kann erst
wieder in die Blockierstellung verdreht werden, nachdem die Schließfläche 26 in Flucht
mit der Verriegelungskugel 24 getreten ist. Erst nach dieser Verdrehung kann entsprechend
den Eigenschaften eines Schließzylinders mit federbelasteten Zuhaltungsstiftpaaren
der Schlüssel abgezogen werden, so daß ein vorzeitiges Abziehen des Schlüssels bei
nicht verriegeltem und gesichertem Schloß unmöglich ist. Der Benutzer hat deshalb,
wenn er den Schlüssel nach dem Einstecken des Schließdorns 14 gezogen hat, die Gewissheit,
daß er den Schließdorn weit genug eingeschoben und damit verriegelt und gesichert
hat.
[0035] Zu beachten ist, daß die Widerlagerplatte 48 neben der Widerlagerfunktion auch eine
Sicherungsfunktion erfüllen kann, indem sie die Zugänglichkeit des Schloßeingerichtes
durch Aufbohren des Gehäuses und anschließendes Einführen von Eingriffselementen erschwert;
außerdem versteift sie das Schloßgehäuse gegen Ausreißkräfte.
[0036] Zu bemerken ist weiter, daß die Halteteile 20 formgleich ausgebildet sein können.
Gleichwohl können die Formteile, wie aus Figur 4 ersichtlich, mit Paßstücken ausgeführt
sein, die ein Zusammenstecken ermöglichen. Man erkennt in der Figur 4 einen Zapfen
60 und eine Zapfenaufnahme 62. Wenn die beiden formgleichen Halteteile innerhalb des
Schloßgehäuses 18 zusammengesteckt werden, so findet der Zapfen des einen Halteteils
20 in die Zapfenaufnahme 62 des anderen Halteelements. Die Schließdornaufnahmen 46
sind Bestandteil des jeweiligen Halteteils 20. Die einander zugekehrten Enden der
Halteteile 20 bilden auch eine Aufnahme 64 für den Schließzylinder, so daß dieser
drehfest in dem Schloßkörper 16 gehalten ist. Die Festlegung der Halteteile 20 in
Längsrichtung des rohrförmigen Schloßgehäuses 18 erfolgt durch Verstiftung bei 66.
Man erkennt aus den Figuren 1-5, daß die Halteteile 20 dünnwandig ausgebildet sind,
so daß sie im wesentlichen nur die innerhalb der Halteteile notwendigen Funktionsflächen
festlegen. Die formschlüssige Aufnahme der Halteteile in dem rechteckförmigen Profil
des rohrförmigen Gehäuses 18 erfolgt in den oberen Ecken 68 durch die Ränder des Pokalprofils
und im Bodenbereich des Gehäuses durch den Stiel 70 des Pokalprofils. Somit kann die
Elastizität der Führungsbahn 22 gegen Ausweichen der Verriegelungskugel 24 in Pfeilrichtung
38 durch die Abstützung der Ränder des Pokalprofils an den Seitenwänden des rohrförmigen
Gehäuses eingestellt werden.
[0037] Die Anordnung des Schlüsseleingriffsschlitzes 40 an der unteren Gehäusewand erleichtert
die Handhabung des Schlosses.
[0038] Es muß natürlich dafür gesorgt sein, daß bei zurückgezogenem Schließdorn 14 die Verriegelungskugel
24 nicht in die Schließdornaufnahme 46 hineinfallen kann. Dies kann durch eine schließdornnahe
Verengung der Führungsbahn 22 oder durch andere Anschlagmittel erfolgen.
1. Schloß, umfassend einen Schloßkörper (16) mit mindestens einer Schließdornaufnahme
(46) und einen Schließdorn (14), welcher längs einer Schließdorneinführungsrichtung
(38) in eine Schließdornschließstellung innerhalb der Schließdornaufnahme (46) einführbar
und in dieser verriegelbar ist und welcher in einer der Schließdorneinführungsrichtung
(38) entgegengesetzten Schließdornauszugsrichtung (38) aus der Schließdornaufnahme
(46) ausziehbar ist, wobei zur Verriegelung des Schließdorns (14) in seiner Schließdornstellung
innerhalb des Schloßkörpers (16) ein Riegelelement (24) längs einer zur Schließdorneinführungsrichtung
(38) im wesentlichen orthogonal verlaufenden Führungsbahn (22) zwischen einer Freigabestellung
und einer Verriegelungsstellung verstellbar ist und in der Verriegelungsstellung in
eine Schließfläche (26) des Schließdorns (14) eingreift und wobei zur Steuerung des
Riegelelements (24) ein zwischen einer der Freigabestellung entsprechenden Rückzugsstellung
und einer der Verriegelungsstellung entsprechenden Sperrstellung längs der Führungsbahn
(22) verstellbares Stellelement (28) vorgesehen ist, vermittels welchem das Riegelelement
(24) wahlweise auf einen "Verriegelungszustand", d.h. einen Zustand des den Dornauszug
verhindernden Verharrens in der Verriegelungsstellung, oder auf einen "Freigabezustand"
einstellbar ist, d.h. einen Zustand, in dem das Riegelelement (24) bei Anlegen einer
Auszugskraft (P) an den Schließdorn (14) gegen Federkraft durch nockenartiges Zusammenwirken
mit dem Schließdorn (14) längs der Führungsbahn aus seiner Verriegelungsstellung in
Richtung auf seine Freigabestellung ausweichen und damit das Ausziehen des Schließdorns
(14) zulassen kann,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Riegelelement (24) in der Schließdornauszugsrichtung (38) von dem Stellelement
(28) zumindest im Rahmen eines Bewegungsspiels mechanisch entkoppelt ist und daß dem
Riegelelement (24) außerhalb der Führungsbahn (22) ein Widerlager (50b) des Schloßkörpers
(16) zugeordnet ist, wobei das Riegelelement (24) im Verriegelungszustand bei Anwachsen
der Dornauszugskraft (P) in eine zusätzliche selbsthaltende Klemmung zwischen der
Schließfläche (26) des Schließdorns (14) und dem Widerlager (50b) des Schloßkörpers
(16) eintritt.
2. Schloß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Widerlager (50b) an einem vorzugsweise plattenförmigen Widerlagerelement (48)
ausgebildet ist, welches den Schließdorn (14) in seiner Schließdornschließstellung
wenigstens teilweise umfaßt und sich an diesem gegen eine im wesentlichen quer zur
Schließdornauszugsrichtung (38) gerichtete Querkraft abstützt, die sich bei Einwirkung
einer Auszugskraft (P) auf den Schließdorn (14) als Folge der Einklemmung des Riegelelements
(24) zwischen Schließfläche (26) und Widerlager (50b) ergibt.
3. Schloß nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Widerlagerelement (48) innerhalb des Schloßkörpers (16) mit Bewegungsspiel
quer zu der Schließdornauszugsrichtung (38) gelagert ist.
4. Schloß nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Widerlagerelement (48) an der Innenseite einer Gehäusewand (18) des Schloßkörpers
(16) anliegt.
5. Schloß nach einem der Ansprüche 2-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Widerlagerelement (48) einen den Schließdorn (14) vollständig umschließenden
Durchbruch (50) aufweist.
6. Schloß nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Riegelelement (24) von einem Wälzkörper gebildet ist, welcher an einer der
Schließdornaufnahme (46) zugekehrten Endfläche des Stellelements (28) frei anliegt.
7. Schloß nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Riegelelement (24) von einer Kugel gebildet ist.
8. Schloß nach einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Widerlager (50b) von Kanten einer Erweiterung (50b) einer Schließdorndurchtrittsöffnung
(50a) in einem Widerlagerelement (48) gebildet ist.
9. Schloß nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Rundquerschnitt des Schließdorns (14) und Kugelform des Riegelelements (24)
die Schließdorndurchtrittsöffnung (50a) zusammen mit ihrer Erweiterung (50b) annähernd
Schlüssellochform besitzt.
10. Schloß nach einem der Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Riegelelement (24) durch das Stellelement (28) unter Federkraft (32) in die
Verriegelungsstellung vorgespannt ist und daß der Schließdorn (14) unter nockenartigem
Zusammenwirken mit dem Riegelelement (24) aus der Schließdornschließstellung zurückziehbar
ist, wobei das Riegelelement (24) in Richtung auf die Freigabestellung ausweicht.
11. Schloß nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schließfläche (26) des Schließdorns (14) als eine Teilzylinder- oder Kugelkalottenfläche
ausgebildet ist.
12. Schloß nach einem der Ansprüche 1-11,
dadurch gekennzeichnet,
daß unter Normalgebrauchsbedingungen das Riegelelement (24) durch die Führungsbahn
bis zum Eintritt in die Verriegelungsstellung im wesentlichen ohne ein in Schließdornauszugsrichtung
(38) bestehendes Spiel geführt ist und daß eine Verklemmung des in seiner Verriegelungsstellung
blockierten Riegelelements (24) zwischen der Schließfläche (26) und dem Widerlager
(50b) erst bei Überschreiten eines vorbestimmten Werts einer an den Schließdorn (14)
angelegten Auszugskraft (P) unter elastischer Auslenkung des Riegelelements (24) aus
seiner Führungsbahn (22) eintritt.
13. Schloß nach einem der Ansprüche 1-12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsbahn (22) durch einen Führungskanal (22) innerhalb des Schloßkörpers
(16) gebildet ist.
14. Schloß nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungskanal (22) derart elastisch ausweitbar ist, daß er bei Überschreiten
einer vorbestimmten Auszugskraft (P) an dem Schließdorn (14) ein elastisches Ausweichen
des Riegelelements (24) aus seiner Führungsbahn (22) in Schließdornauszugsrichtung
(38) gestattet.
15. Schloß nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungskanal (22) von einem Kunststoffteil (20) gebildet ist.
16. Schloß nach einem der Ansprüche 1-15,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Stellelement (28) durch eine Blockiereinrichtung (34), insbesondere in Form
eines Schließzylinders (34) in seiner Sperrstellung blockierbar ist.
17. Schloß nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blockiereinrichtung (34) eine drehbare Kurvenscheibe (44) besitzt, welche
in einer Blockierstellung ein Ausweichen des Stellelements (28) aus der Sperrstellung
in seine Rückzugsstellung blockiert und in einer Nichtblockierstellung ein Verschieben
des Stellelements (28) aus seiner Sperrstellung in seine Rückzugsstellung gegen Federkraft
(32) gestattet.
18. Schloß nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperreinrichtung (34) von einem Schließzylinder (34) mit einem Schließzylinderkern
(34b) gebildet ist, wobei der Schließzylinderkern (34b) mit der Kurvenscheibe (44)
zur gemeinsamen Verdrehung verbunden ist.
19. Schloß nach einem der Ansprüche 16-18,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schließzylinder (34) in einem Halteteil (20) aufgenommen ist, an welchem die
Führungsbahn (22) für das Riegelelement (24) und/oder das Stellelement (28) ausgebildet
ist.
20. Schloß nach einem der Ansprüche 1-19,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schloßkörper (16) ein rohrförmiges Gehäuse (18) und innerhalb dieses rohrförmigen
Gehäuses (18) einen Halteteil (20) umfaßt, in welchem die Führungsbahn (22) für das
Riegelelement (24) und/oder das Stellelement (28) ausgebildet ist.
21. Schloß nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Halteteil (20) eine Aufnahmekammer (46) für den Schließdorn (14) ausgebildet
ist und daß die Führungsbahn (22) des Riegelelements (24) in diese Aufnahmekammer
(46) mündet.
22. Schloß nach einem der Ansprüche 1-21,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Riegelelement (24) in seiner Verriegelungsstellung gegen Übertritt aus seiner
Führungsbahn (22) in die Schließdornaufnahme (46) auch dann gesichert ist, wenn der
Schließdorn (14) aus der Schließdornaufnahme (46) zurückgezogen ist.
23. Schloß nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß an einem der Schließdornaufnahme (46) nahen Ende der Führungsbahn (22) eine Führungsbahnverengung
vorgesehen ist.
24. Schloß nach einem der Ansprüche 1-23,
dadurch gekennzeichnet,
daß es als ein Bügelschloß mit einem Schloßbügel (10) ausgebildet ist, wobei dieser
Schloßbügel (10) an jedem Ende eines seiner beiden Bügelschenkel (12) je einen Schließdorn
(14) zur Aufnahme in je eine zugehörige Schließdornaufnahme (46) des Schloßkörpers
(16) aufweist.
25. Schloß nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schloßkörper (16) im wesentlichen symmetrisch ausgebildet ist in bezug auf
eine Symmetrieebene des Schloßbügels (10), wobei eine Blockiereinrichtung (34) in
einem mittleren Bereich zwischen den beiden Schließdornaufnahmen Schließdornaufnahmen(46)
angeordnet und den beiden (46) gemeinsam ist.
26. Schloß nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blockiereinrichtung (34) in einer Blockiereinrichtungshaltekammer (64) innerhalb
des Schloßkörpers (16) untergebracht ist, welche durch zwei in der Symmetrieebene
zusammenstoßende Halteteile (20) begrenzt ist und wobei von diesen beiden Halteteilen
(20) jeder eine Führungsbahn (22) für ein jeweils zugehöriges Riegelelement (24) und/oder
Stellelement (28) bildet.
27. Schloß nach Anspruch 25 oder 26,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Blockiereinrichtung (34) durch Schlüssel (34c) betätigbar ist und daß zur
Einführung eines Schlüssels (34c) in einer von dem Scheitelpunkt des Schloßbügels
abgelegenen Seitenfläche des Schloßkörpers (16) eine Schlüsseleinführungsöffnung (40)
vorgesehen ist.
28. Schloß nach einem der Ansprüche 24-27,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schloßkörper (16) ein rohrförmiges Gehäuse (18) umfaßt, welches den Abstand
zwischen den beiden Schließdornaufnahmen (46) des Schloßkörpers (16) überbrückt.
1. A lock, comprising a lock body (16) with at least one locking pin receptacle (46)
and a locking pin (14), which may be inserted in a locking pin insertion direction
(38) into a locking pin locking position inside the locking pin receptacle (46) and
secured therein and which may be withdrawn from the locking pin receptacle (46) in
a locking pin withdrawal direction (38), which is the opposite of the locking pin
insertion direction (38), a bolt element (24), which is provided to secure the locking
pin (14) in its locking position inside the lock body (16), being adjustable between
a release position and a securing position along a guide path (22) extending substantially
orthogonally to the locking pin insertion direction (38) and engaging, in the securing
position, with a locking face (26) of the locking pin (14) and a control element (28)
being provided for the purpose of controlling the bolt element (24) and being adjustable
along the guide path (22) between a retracted position corresponding to the release
position and an arresting position corresponding to the securing position, by means
of which control element (28) the bolt element (24) may be selectively set to a "securing
state", i.e. a state in which it remains in the securing position preventing pin withdrawal,
or to a "release state", i.e. a state in which, when a spring force-countering withdrawal
force (P) is applied to the locking pin (14), the bolt element (24) may move from
its securing position towards its release position along the guide path through cam-type
interaction with the locking pin (14) and thus enable withdrawal of the locking pin
(14), characterised in that the bolt element (24) is uncoupled mechanically from the
control element (28) in the locking pin withdrawal direction (38) at least within
the confines of the available motional play and in that, beyond the guide path (22),
the bolt element (24) is associated with an abutment (50b) on the lock body (16),
wherein, when the pin withdrawal force (P) increases, the bolt element (24), if in
the securing state, becomes additionally jammed in a self-retaining manner between
the locking face (26) of the locking pin (14) and the abutment (50b) on the lock body
(16).
2. A lock according to claim 1, characterised in that the abutment (50b) is formed on
a preferably plate-shaped abutment element (48), which at least partially encompasses
the locking pin (14) in its locking pin locking position and is supported thereon
against a transverse force oriented substantially perpendicularly to the locking pin
withdrawal direction (38), which transverse force arises as a consequence of the jamming
of the bolt element (24) between locking face (26) and abutment (50b) when a withdrawal
force (P) acts on the locking pin (14).
3. A lock according to claim 2, characterised in that the abutment element (48) is mounted
inside the lock body (16) with motional play perpendicular to the locking pin withdrawal
direction (38).
4. A lock according to claim 2 or claim 3, characterised in that the abutment element
(48) lies against the inside of a housing wall (18) of the lock body (16).
5. A lock according to any one of claims 2 to 4,
characterised in that the abutment element (48) comprises an aperture (50) completely
encompassing the locking pin (14).
6. A lock according to any one of claims 1 to 5,
characterised in that the bolt element (24) takes the form of a rolling element which
lies freely against an end face of the control element (28) facing the locking pin
receptacle (46).
7. A lock according to claim 6, characterised in that the bolt element (24) takes the
form of a ball.
8. A lock according to any one of claims 1 to 7,
characterised in that the abutment (50b) takes the form of edges of an enlargement
(50b) of a locking pin passage opening (50a) in an abutment element (48).
9. A lock according to claim 8, characterised in that, when the locking pin (14) has
a round cross section and the bolt element (24) takes the form of a ball, the locking
pin passage opening (50a), together with its enlargement (50b), is approximately keyhole-shaped.
10. A lock according to any one of claims 1 to 9,
characterised in that the bolt element (24) is preloaded into the securing position
by the control element (28) under spring force (32) and in that the locking pin (14)
may be withdrawn from the locking pin locking position through cam-type interaction
with the bolt element (24), wherein the bolt element (24) moves towards the release
position.
11. A lock according to claim 10, characterised in that the locking face (26) of the locking
pin (14) consists of a face in the form of part of a cylinder or a ball impression.
12. A lock according to any one of claims 1 to 11, characterised in that, under normal
conditions of use, the bolt element (24) is guided by the guide path substantially
without any play in the locking pin withdrawal direction (38) as far as entry into
the securing position and in that the bolt element (24), blocked in its securing position,
becomes jammed between the locking face (26) and the abutment (50b) only when a predetermined
value of a withdrawal force (P) applied to the locking pin (14) is exceeded, causing
resilient displacement of the bolt element (24) out of its guide path (22).
13. A lock according to any one of claims 1 to 12, characterised in that the guide path
(22) is formed by a guide channel (22) inside the lock body (16).
14. A lock according to claim 13, characterised in that the guide channel (22) may be
resiliently widened in such a way that, when the withdrawal force (P) applied to the
locking pin (14) exceeds a predetermined value, it permits resilient displacement
of the bolt element (24) out of its guide path (22) in the locking pin withdrawal
direction (38).
15. A lock according to claim 14, characterised in that the guide channel (22) is formed
by a plastics component (20).
16. A lock according to any one of claims 1 to 15, characterised in that the control element
(28) may be blocked in its arresting position by a blocking means (34), in particular
in the form of a cylinder lock (34).
17. A lock according to claim 16, characterised in that the blocking means (34) comprises
a rotatable cam plate (44) which, when in a blocking position, blocks displacement
of the control element (28) out of the arresting position into its retracted position
and, when in a non-blocking position, permits displacement of the control element
(28) against spring force (32) out of its arresting position into its retracted position.
18. A lock according to claim 17, characterised in that the arresting means (34) takes
the form of a cylinder lock (34) with a cylinder lock plug (34b), wherein the cylinder
lock plug (34b) is connected with the cam plate (44) for the purpose of joint rotation.
19. A lock according to any one of claims 16 to 18, characterised in that the cylinder
lock (34) is accommodated in a retaining element (20), on which there is formed the
guide path (22) for the bolt element (24) and/or the control element (28).
20. A lock according to any one of claims 1 to 19, characterised in that the lock body
(16) comprises a tubular housing (18) and, within this tubular housing (18), a retaining
element (20) in which there is formed the guide path (22) for the bolt element (24)
and/or the control element (28).
21. A lock according to claim 20, characterised in that a receiving chamber (46) for the
locking pin (14) is formed in the retaining element (20) and in that the guide path
(22) of the bolt element (24) opens into this receiving chamber (46).
22. A lock according to any one of claims 1 to 21, characterised in that, when in its
securing position, the bolt element (24) is secured against crossing from its guide
path (22) into the locking pin receptacle (46) even when the locking pin (14) is withdrawn
from the locking pin receptacle (46).
23. A lock according to claim 22, characterised in that a contracted guide path portion
is provided at an end of the guide path (22) near the locking pin receptacle (46).
24. A lock according to any one of claims 1 to 23, characterised in that it takes the
form of a padlock with a shackle (10), wherein this shackle (10) comprises a locking
pin (14) at each end of one of its two shackle arms (12), said locking pins (14) being
accommodated in an associated locking pin receptacle (46) in the lock body (16).
25. A lock according to claim 24, characterised in that the lock body (16) is of substantially
symmetrical construction with respect to a plane of symmetry of the shackle (10),
wherein a blocking means (34) is arranged in a central area between the two locking
pin receptacles (46) and is common to the two locking pin receptacles (46).
26. A lock according to claim 25, characterised in that the blocking means (34) is accommodated
in a blocking means retaining chamber (64) inside the lock body (16), which chamber
(64) is defined by two retaining elements (20) abutting in the plane of symmetry and
wherein each of these two retaining elements (20) forms a guide path (22) for an associated
bolt element (24) and/or control element (28) respectively.
27. A lock according to claim 25 or claim 26, characterised in that the blocking means
(34) may be actuated by keys (34c) and in that a key insertion opening (40) for insertion
of a key (34c) is provided in a side face of the lock body (16) remote from the apex
of the shackle.
28. A lock according to any one of claims 24 to 27, characterised in that the lock body
(16) comprises a tubular housing (18) which bridges the distance between the two locking
pin receptacles (46) of the lock body (16).
1. Serrure, comprenant un corps de serrure (16) avec au moins un logement de broche de
fermeture (46) et une broche de fermeture (14), qui peut être introduite le long d'un
dispositif d'introduction de broche de fermeture (38) dans une position de fermeture
de broche de fermeture à l'intérieur du logement de broche de fermeture (46) et qui
peut être verrouillée dans celui-ci et qui, dans un sens d'extraction (38) de la broche
de fermeture, opposé au sens d'introduction (38) de la broche de fermeture, peut être
extrait du logement de broche de fermeture (46), serrure dans laquelle, pour le verrouillage
de la broche de fermeture (14) dans sa position de fermeture, un élément à verrou
(24) est déplaçable, à l'intérieur du corps de serrure (16), le long d'une voie de
guidage (22), sensiblement perpendiculaire au sens d'introduction (38) de la broche
de fermeture, entre une position de déverrouillage et une position de verrouillage,
et s'engage dans la position de verrouillage, dans une face de fermeture (26) de la
broche de fermeture (14), et, dans laquelle, pour la commande de l'élément à verrou
(24) est prévu un élément de positionnement (28) déplaçable le long de la voie de
guidage (22), entre une position de rappel correspondant à la position de déverrouillage
et une position de blocage correspondant à la position de verrouillage, au moyen duquel
l'élément à verrou (24) est réglable au choix sur un " état de verrouillage ", c'est-à-dire
un état d'arrêt dans la position de verrouillage, empêchant l'extraction de la broche,
ou sur un " état de déverrouillage ", c'est-à-dire un état dans lequel lorsqu'on applique
une force d'extraction (P) sur la broche de fermeture (14) à l'encontre de la force
d'un ressort, par coopération à la manière d'une came avec la broche de fermeture
(14), l'élément à verrou (24) peut s'écarter, le long de la voie de guidage, de sa
position de verrouillage en direction de sa position de déverrouillage et peut autoriser
ainsi l'extraction de la broche de fermeture (14)
caractérisée
en ce que l'élément à verrou (24) est désaccouplé, mécaniquement dans le sens d'extraction
(38) de la broche de fermeture, de l'élément de positionnement (28), au moins dans
le cadre d'un jeu de déplacement et en ce qu'à l'élément à verrou (24) est associée
une butée (50b) du corps de serrure (16), à l'extérieur de la voie de guidage (22),
l'élément à verrou (24) à l'état de verrouillage et lorsque la force d'extraction
P de la broche augmente, s'engageant dans un serrage à auto-maintien supplémentaire
entre la face de fermeture (26) de la broche de fermeture (14) et la butée (50b) du
corps de serrure (16).
2. Serrure selon la revendication 1,
caractérisée
en ce que la butée (50b) est formée sur un élément de butée (48) de préférence en
forme de plaque, qui entoure au moins partiellement la broche de fermeture (14) dans
sa position de fermeture et qui prend appui contre celle-ci à l'encontre d'une force
transversale dirigée sensiblement transversalement au sens d'extraction (28) de la
broche de fermeture, force qui résulte de l'élément à verrou (24) entre la face de
fermeture (26) et la butée (50b), lorsqu'une force d'extraction (P) agit sur la broche
de fermeture (14).
3. Serrure selon la revendication 2,
caractérisée
en ce que l'élément de butée (48) est monté à l'intérieur du corps de serrure (16)
avec un jeu de déplacement transversalement au sens d'extraction (38) de la broche
de fermeture.
4. Serrure selon la revendication 2 ou 3,
caractérisée
en ce que l'élément de butée (48) s'applique contre la face intérieure d'une paroi
de boîtier (18) du corps de serrure (16).
5. Serrure selon l'une des revendications 2 à 4,
caractérisée
en ce que l'élément de butée (48) présente un ajour (50) entourant complètement la
broche de fermeture (14).
6. Serrure selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée
en ce que l'élément à verrou (24) est formé par un corps de roulement, qui s'applique
librement contre une face terminale de l'élément de positionnement (28), tournée vers
le logement de broche de fermeture (46).
7. Serrure selon la revendication 6,
caractérisée
en ce que l'élément à verrou (24) est formé par une bille.
8. Serrure selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée
en ce que la butée (50b) est formée par des bords d'un élargissement (50b) d'une ouverture
de passage (50a) de la broche de fermeture dans un élément de butée (48).
9. Serrure selon la revendication 8,
caractérisée
en ce que dans le cas d'une section ronde de la broche de fermeture (14) et d'une
forme sphérique de l'élément à verrou (24), l'ouverture de passage (50a) de la broche
de fermeture présente, avec son élargissement (50b), approximativement la forme d'un
trou de serrure.
10. Serrure selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée
en ce que l'élément à verrou (24) est précontraint dans la position de verrouillage
par l'élément de positionnement (28) soumis à la force d'un ressort (32) et en ce
que la broche de fermeture (14) peut être retirée de sa position de fermeture, par
coopération à la manière d'une came avec l'élément à verrou (24), l'élément à verrou
(24) s'écartant en direction de la position de déverrouillage.
11. Serrure selon la revendication 10,
caractérisée
en ce que la face de fermeture (26) de la broche de fermeture (14) est une surface
partiellement cylindrique ou en forme de calotte sphérique.
12. Serrure selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisée
en ce que, dans des conditions d'utilisation normales, l'élément à verrou (24) est
guidé par la voie de guidage jusqu'à l'entrée dans la position de verrouillage, sensiblement
sans jeu existant dans le sens d'extraction (38) de la broche de fermeture et en ce
qu'un serrage de l'élément à verrou (24), bloqué dans sa position de verrouillage,
entre la face de fermeture (26) et la butée (50b), ne se produit que lorsqu'est dépassée
une valeur prédéterminée d'une force d'extraction (P), appliquée à la broche de fermeture
(14), avec déviation élastique de l'élément à verrou (24) hors de sa voie de guidage
(22).
13. Serrure selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisée
en ce que la voie de guidage (22) est formée par un canal de guidage (22) à l'intérieur
du corps de serrure (16).
14. Serrure selon la revendication 13,
caractérisée
en ce que le canal de guidage (22) peut être élargi élastiquement de manière qu'en
cas de dépassement d'une force d'extraction (P) prédéterminée sur la broche de fermeture
(14), il autorise une déviation élastique de l'élément à verrou (24) hors de sa voie
de guidage (22), dans la sens d'extraction (38) de la broche de fermeture.
15. Serrure selon la revendication 14,
caractérisée
en ce que le canal de guidage (22) est formé par un élément en matière plastique (20).
16. Serrure selon l'une des revendications 1 à 15,
caractérisée
en ce que l'élément de positionnement (28) peut être bloqué dans sa position de blocage,
par un dispositif de blocage (24), en particulier sous la forme d'un cylindre de fermeture
(34).
17. Serrure selon la revendication 16,
caractérisée
en ce que le dispositif de blocage (34) possède un disque à came (44) rotatif qui,
dans une position de blocage, bloque une déviation de l'élément de positionnement
(28) de la position de blocage dans sa position de rappel et dans une position de
non-blocage, autorise un déplacement de l'élément de positionnement (28) de sa position
de blocage dans sa position de rappel, à l'encontre de la force d'un ressort (32).
18. Serrure selon la revendication 17,
caractérisée
en ce que le dispositif de blocage (34) est formé par un cylindre de fermeture (34)
avec un noyau (34b), le noyau (34b) du cylindre de fermeture étant relié au disque
à came (44) pour une rotation commune.
19. Serrure selon l'une des revendications 16 à 18,
caractérisée
en ce que le cylindre de fermeture (34) est logé dans un élément de maintien (20),
sur lequel est formée la voie de guidage (22) pour l'élément à verrou (24) et/ou l'élément
de positionnement (28).
20. Serrure selon l'une des revendications 1 à 19,
caractérisée
en ce que le corps de serrure (16) comprend un boîtier (18) tubulaire et à l'intérieur
de ce boîtier (18) tubulaire, un élément de maintien (20), dans lequel est formée
la voie de guidage (22) pour l'élément à verrou (24) et/ou l'élément de positionnement
(28).
21. Serrure selon la revendication 20,
caractérisée
en ce que dans l'élément de maintien (20) est formée une chambre formant logement
(46) pour la broche de fermeture (14) et en ce que la voie de guidage (22) de l'élément
à verrou (24) débouche dans cette chambre formant logement (46).
22. Serrure selon l'une des revendications 1 à 21,
caractérisée
en ce que, dans sa position de verrouillage, l'élément à verrou (24) est empêché de
passer de sa voie de guidage (22) dans le logement de broche de fermeture (46), même
lorsque la broche de fermeture (14) est retirée du logement de broche de fermeture
(46).
23. Serrure selon la revendication 22,
caractérisée
en ce qu'un rétrécissement de la voie de guidage est prévu à une extrémité de la voie
de guidage (22) proche du logement de broche de fermeture (46).
24. Serrure selon l'une des revendications 1 à 23,
caractérisée
en ce qu'elle est conformée en serrure à étrier avec un étrier de serrure (10), cet
étrier de serrure (10) présentant à chaque extrémité de l'une de ses deux branches
d'étrier (12), une broche de fermeture (14) destinée à être logée dans un logement
de broche de fermeture (46) correspondant du corps de serrure (16).
25. Serrure selon la revendication 24,
caractérisée
en ce que le corps de serrure (16) est sensiblement symétrique par rapport à un plan
de symétrie de l'étrier de serrure (10), un dispositif de blocage (34) étant prévu
dans une zone centrale entre les deux logements de broche de fermeture (46) et étant
commun aux deux logements de broche de fermeture (46).
26. Serrure selon la revendication 25,
caractérisée
en ce que le dispositif de blocage (34) est logé dans une chambre de maintien (64)
du dispositif de blocage à l'intérieur du corps de serrure (16), laquelle est délimitée
par deux éléments de maintien (20) se rejoignant dans le plan de symétrie, et chacun
de ces deux éléments de maintien (20) formant une voie de guidage (22) pour un élément
à verrou (24) et/ou un élément de positionnement (28) correspondant.
27. Serrure selon la revendication 25 ou 26,
caractérisée
en ce que le dispositif de blocage (34) est actionnable au moyen d'une clé (34c) et
en ce que pour l'introduction d'une clé (34c) dans une face latérale du corps de serrure
(16), éloignée du sommet de l'étrier de serrure, il est prévu une ouverture d'introduction
de clé (40).
28. Serrure selon l'une des revendications 24 à 27,
caractérisée
en ce que le corps de serrure (16) comprend un boîtier (18) tubulaire, qui franchit
la distance entre les deux logements de broche de fermeture (46) du corps de serrure
(16).

