[0001] Die Erfindung geht aus von einem Überspannungsableiter gemäss dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus der EP-A1-0 545 038 ist ein Überspannungsableiter bekannt mit zwei durch axial
leicht federnde Kunststoffleisten gegeneinander verspannten Armaturen. Die Kunststoffleisten
werden in den Armaturen formschlüssig geführt. Der Überspannungsableiter weist zylinderförmig
ausgebildete, zu einem Stapel geschichtete Varistorelemente auf. Zwischen dem Stapel
und der jeweiligen Anschlussarmatur ist eine Distanzplatte vorgesehen, die mittels
eines in die Armatur eingeschraubten Gewindebolzen gegen den Stapel gedrückt wird.
Die Armaturen begrenzen den Stapel von Varistorelementen. Zwischen den Varistorelementen
und zwischen den Varistorelementen und den elektrisch leitenden Distanzplatten sind
Rillenscheiben zur Verbesserung der Kontaktgabe vorgesehen. Die beschriebene Anordung
wird mit Isoliermaterial umgossen.
[0003] Die Herstellung eines derartigen Ueberspannungsableiters aus vergleichsweise vielen
Einzelteilen bedingt bei der Montage eine vergleichsweise grosse Anzahl Arbeitsschritte.
Insbesondere müssen die Kunststoffleisten sehr genau in ihre Führungen in den Armaturen
eingepasst werden.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Die Erfindung, wie sie im unabhängigen Anspruch 1 gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe,
einen Überspannungsableiter zu schaffen, der aus einfach und kostengünstig zu fertigenden
Teilen mit vergleichsweise wenigen Arbeitsschritten herzustellen ist.
[0005] Der Überspannungsableiter weist mindestens zwei durch einen Rahmen gehaltene Anschlussarmaturen,
mit mindestens einem zwischen den Anschlussarmaturen eingespannten Block aus Varistormaterial
auf. Bei dem Überspannungsableiter sind der Rahmen, der mindestens eine Block und
teilweise die Anschlussarmaturen mit einem isolierenden Kunststoffmaterial zu einem
monolithischen Körper vergossen. Der Rahmen ist einstückig ausgebildet und ist aus
einem Isoliermaterial gefertigt. Zudem sind Mittel vorgesehen, welche die Kontaktkraft
zwischen den Anschlussarmaturen und dem mindestens einen Block aus Varistormaterial
aufrechterhalten. Die durch diese Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen
darin zu sehen, dass die Montage des Überspannungsableiters insbesondere der Einbau
des Aktivteils wesentlich vereinfacht und verbilligt wird.
[0006] Als Mittel, welches die Kontaktkraft zwischen den Anschlussarmaturen und dem mindestens
einen Block aus Varistormaterial aufrechterhält, ist entweder mindestens ein elektrisch
leitendes, federndes Element, beispielsweise eine Wellenscheibe, oder ein in axialer
Richtung federnder Rahmen vorgesehen. Auf diese Art wird sichergestellt, dass während
der gesamten Lebensdauer des Überspannungsableiters eine ausreichende Kontaktkraft
herrscht.
[0007] Das Isoliermaterial des Rahmens ist faserverstärkt insbesondere glasfaserverstärkt,
sodass der Rahmen mechanisch hoch belastbar ist. Ein besonders hoch belastbarer Rahmen
ergibt sich, wenn für die Faserverstärkung des Rahmens Wirrfasern eingesetzt werden.
Für die Faserverstärkung des Rahmens werden 10 bis 80 Gewichtsprozent Fasern eingebracht.
Bei der Verwendung von Glasfasern als Verstärkung hat sich ein Anteil von 30 bis 50
Gewichtsprozent Glasfasern als günstig herausgestellt.
[0008] Der Rahmen lässt besonders preisgünstig herstellen, wenn er aus Polymermaterial gespritzt
oder gepresst oder aus Epoxydharz gegossen wird. Der Rahmen kann gegebenenfalls auch
aus mindestens einem faserverstärkten, mit Epoxydharz getränkten Strang gewickelt
werden. Die Anschlussarmaturen werden vorteilhaft als Gewindestifte ausgebildet. Als
besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, einen der Gewindestifte starr mit dem
Rahmen zu verbinden.
[0009] Die Rillenscheiben stellen sicher, dass eine Vielzahl von Kontaktpunkten für einen
einwandfreien Stromübergang gebildet wird. Zudem gleichen diese weichen Rillenscheiben
etwaige Unebenheiten der Blockoberfläche vorteilhaft aus, sodass diese Unebenheiten
die Stromtragfähigkeit nicht reduzieren können. Als besonders vorteilhaft erweist
es sich, dass die Rillenscheiben gleichzeitig auch die Stromübergangszonen des Ueberspannungsableiters
gegen das Eindringen von Isolierstoff beim Giessvorgang zur Aufbringung des Mantels
abdichten.
[0010] Die weiteren Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstände der abhängigen Ansprüche.
[0011] Die Erfindung, ihre Weiterbildung und die damit erzielbaren Vorteile werden nachstehend
anhand der Zeichnung, welche lediglich einen möglichen Ausführungsweg darstellt, näher
erläutert.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0012] Es zeigen:
Fig.1 einen ersten Teilschnitt längs durch eine erste Ausführungsform der Erfindung,
Fig.2 einen zweiten Teilschnitt längs durch eine zweite Ausführungsform der Erfindung,
Fig.3 bis 6 zeigen jeweils einen Schnitt A-A, wie er in Fig.1 angegeben ist, durch
verschiedene mögliche Ausführungsformen der Erfindung, und
Fig.7 zeigt einen Teilschnitt durch eine weitere mögliche Ausführungsform der Erfindung.
[0013] Bei allen Figuren sind gleich wirkende Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0014] Die Fig. 1 und 2 zeigen in schematischer Darstellung einen Längsschnitt durch einen
erfindungsgemässen Überspannungsableiter, wobei der Überspannungsableiter nach Fig.
2 gegenüber demjenigen der Fig. 1 um 90° um seine Längsachse gedreht ist. Bei diesen
Figuren ist jeweils die rechte Hälfte des Überspannungsableiters bereits mit einer
Isoliermasse umgossen dargestellt. Der Ueberspannungsableiter weist einen geschlossenen,
einstückig ausgebildeten Rahmen 1 aus einem Isoliermaterial auf, der in axialer Richtung
etwas federn kann. Sollte der Rahmen 1 nicht federn oder nicht genügend federn, so
wird mindestens ein federndes, elektrisch leitendes Element, beispielsweise eine Wellenscheibe
1a, vorgesehen. Der Rahmen 1 weist an seinen den beiden Anschlusseiten des Überspannungsableiters
zugekehrten Enden jeweils ein elliptisch oder zylindrisch ausgebildetes Endstück 2
auf. Die beiden Endstücke 2 werden hier durch zwei angeformte und symmetrisch einander
gegenüberliegende Verbindungssteile 3 zusammengehalten. In die elliptisch oder zylindrisch
ausgebildeten Endstücke 2 ist jeweils ein axial erstreckter Gewindestift 4 eingeschraubt.
Die Gewindestifte 4 dienen als Anschlussarmaturen für die elektrischen Anschlüsse
des Überspannungsableiters. Hier sind beispielsweise in die Endstücke 2 metallische
Gewindeeinsätze 5 eingelassen, welche die Gewindestifte 4 in einer Gewindebohrung
führen, es sind jedoch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten bekannt, wie dauerhaft
standfeste Gewinde in Kunststoffteile eingebracht werden können. So können die Gewinde
auch direkt in den Kunststoff des Rahmens 1 geschnitten werden. An die Endstücke 2
ist stirnseitig je ein Absatz 6 angeformt. Auf der der Stirnseite abgewandten Seite
der Endstücke 2 ist im Bereich der Übergänge vom jeweiligen Endstück 2 zu den Verbindungssteilen
3 eine zylindrisch ausgebildete Ausnehmung 7 angebracht, in welcher eine metallische
Druckplatte 8 mit Spiel geführt wird. Auf diese Druckplatte 8 wirkt jeweils der Gewindestift
4 direkt ein, wenn der Rahmen 1 federnde Verbindungssteile 3 aufweist. Falls die Verbindungssteile
3 nicht oder nicht stark genug federn, so werden zwischen die Druckplatte 8 und den
Gewindestift 4 elektrisch leitende, federnde Elemente eingebracht. Als besonders günstig
hat sich hier der Einsatz von Wellenscheiben 1a herausgestellt. Diese Wellenscheiben
1a können nur auf einer Seite des Überspannungsableiters oder, wenn grössere Kräfte
verlangt werden, auch auf beiden Seiten des Überspannungsableiters eigebaut werden.
Als federnde Elemente können auch Tellerfedern oder gewickelte Federn eingesetzt werden.
[0015] Zwischen den beiden Druckplatten 8 sind Blöcke 9 aus Varistormaterial, wie beispielsweise
ZnO, eingespannt. Die Blöcke 9 sind in der Regel zylindrisch ausgebildet. Zwischen
den Druckplatten 8 und dem jeweils nächsten Block 9 ist eine zylindrisch ausgebildete
Rillenscheibe 10 eingelegt, die eine zentrale Bohrung aufweist, ebenso ist stets zwischen
benachbarten Blöcken 9 eine Rillenscheibe 10 eingelegt. Die Gewindestifte 4 wirken,
eventuell über die Wellenscheiben 1a, auf die Druckplatten 8 ein. Beim Einbringen
der beschriebenen Teile in den Rahmen 1 ist darauf zu achten, dass keine Spalten zwischen
den Teilen offenbleiben, in welche beim Vergiessen Isolierstoff eindringen könnte.
Die eigentliche Kontaktkraft zwischen den Aktivteilen wird durch die Gewindestifte
4 erzeugt, die mit einem vorgegebenen Drehmoment angezogen und anschliessend auf eine
der bekannten Arten gegen ein Verdrehen gesichert werden. Anschliessend wird auf jeden
der Gewindestifte 4 eine Dichtscheibe 11 aufgeschoben, deren Querschnitt dem Endstück
2 angepasst ist und hier elliptisch beziehungsweise zylindrisch ausgebildet ist. Die
Dichtscheibe 11 wird vorzugsweise aus einer witterungsbeständigen Aluminiumlegierung,
wie beispielsweise AlMg3, hergestellt. Die Dichtscheibe 11 kann auch aus rostfreiem
Stahl, Messing oder Bronze gefertigt werden. Mittels jeweils einer auf den jeweiligen
Gewindestift 4 aufgeschraubten Mutter 12 wird die Dichtscheibe 11 gegen die Stirnseite
des Rahmens 1 gedrückt. Die Dichtscheibe 11 soll den fertigen Überspannungsableiter
gegen Umwelteinflüsse abdichten. Zusammen mit dem Absatz 6 bildet die Dichtscheibe
11 eine Rille, die beim Umgiessen mit elektrisch isolierendem Kunststoff aufgefüllt
wird.
[0016] Die so vormontierte Anordnung wird in eine Form eingelegt und bis zur Dichtscheibe
11 spalt- und lunkerfrei mit einem Mantel 13 aus elektrisch isolierendem Kunststoff
umgossen. Als geeigneter Kunststoff bietet sich hier beispielsweise Silikonkautschuk
an. Beim Umgiessen werden gleichzeitig isolierende Schirme 14 an den Mantel 13 angeformt.
Die Gewindestifte 4, die für die elektrischen Anschlüsse des Überspannungsableiters
benötigt werden, bleiben metallisch blank.
[0017] Der Rahmen 1 des Überspannungsableiters wird vorzugsweise aus einem glasfaserverstärkten
Polyamid 6.6 in einem Spritzgussverfahren hergestellt, der Glasfaseranteil liegt dabei
in einem Bereich von 30 bis 50 Gewichtsprozent. Einen besonders standfesten Rahmen
1 erhält man, wenn die Glasfasern als Wirrfasern eingebracht werden. Ausser dem erwähnten
Polyamid 6.6 können auch das Polyamid 610, das Polyamid 11 und auch das Polyamid 12
für die Herstellung des Rahmens 1 verwendet werden. Ferner ist es möglich, auch Recyclingprodukte
auf der Basis der erwähnten Polyamide einzusetzen, insbesondere dann, wenn keine grösseren
Anforderungen an die Umbruchfestigkeit der Überspannungsableiter gestellt werden.
Der Rahmen 1 kann jedoch auch spanabhebend aus einem entsprechenden Vollmaterial herausgearbeitet
werden. Es ist ferner möglich, den Rahmen 1 mit Hilfe eines harzgetränkten Glasfaserfadens
oder -bandes zu wickeln. Der Rahmen 1 wird im Normalfall in der der jeweiligen Baugrösse
des Überspannungsableiters angepassten Grösse gefertigt, sodass keine zusätzlichen
Anpassarbeiten am Rahmen 1 nötig sind. Bei Kleinserien kann es sich jedoch aus Wirtschaflichkeitsgründen
als nötig erweisen, den Rahmen 1 an verschiedene Baugrössen des Überspannungsableiters
anzupassen. Dafür ist es möglich, die Verbindungssteile 3 aufzutrennen und durch entsprechende
Zwischenstücke zu verlängern. Allerdings müssen diese Zwischenstücke absolut fest
eingefügt werden.
[0018] In Fig.1 ist der Schnitt A-A eingetragen. Die Fig.3 bis 6 zeigen den Schnitt A-A,
wie er bei verschiedenen möglichen Ausführungsformen der Erfindung aussehen könnte.
In der Fig.3 ist beispielsweise ein ellipsenförmig ausgebildeter Mantel 13 dargestellt,
der die Blöcke 9 umgibt. Dabei sind die Querschnitte der Verbindungssteile 3 der Form
des Mantels 13 angepasst. In der Fig.4 ist ein zylindrisch ausgebildeter Mantel 13
dargestellt, der die Blöcke 9 umgibt. Dabei sind die Querschnitte der Verbindungssteile
3 der Form des Mantels 13 angepasst. In der Fig.5 ist ein im wesentlichen rechteckig
ausgebildeter Mantel 13 dargestellt, der die Blöcke 9 umgibt. Dabei sind die Querschnitte
der Verbindungssteile 3 der Form des Mantels 13 angepasst. In der Fig.6 ist eine noch
nicht mit einem Mantel versehene Anordnung dargestellt. Dabei sind die Verbindungsteile
3 unsymmetrisch angeordnet, jedoch so, dass der Rahmen 1 auf der einen Seite eine
Öffnung 15 aufweist, die die Montage der Blöcke 9 erlaubt. Dieser Rahmen 1 wird mit
einem zylindrisch ausgebildeten Mantel 13 versehen, deshalb sind auch hier die Querschnitte
der Verbindungssteile 3 der Form des Mantels 13 angepasst. Ein derartiger Rahmen 1
ist besonders verwindungssteif und wird für Überspannungsableiter eingesetzt, die
für besonders hohe Biegebelastungen ausgelegt sind.
[0019] Die Rillenscheibe 10 weist eine zentrale Bohrung auf. Eine Vielzahl von Rillen umgibt
diese Bohrung konzentrisch. Die Rillenscheibe ist aus weichgeglühtem Aluminium hergestellt.
Jeweils die äusserste Kante der äussersten Rillen dient als Dichtkante gegen beim
Vergiessen eindringenden Kunststoff. Eine Vielzahl von Rillenformen ist vorstellbar,
jedoch muss aussen stets eine hinreichende Dichtkante gebildet werden, und zudem muss
sichergestellt sein, dass sich bei der Montage der Rillenscheiben 10 eine genügende
Anzahl von Kontaktpunkten für den elektrischen Kontakt ausbilden kann.
[0020] Es ist auch vorstellbar, dass für die Erzeugung der Kontaktkraft lediglich einer
der Gewindestifte 4 eingesetzt wird, während der andere, wie in Fig.7 dargestellt,
bereits bei der Herstellung des Rahmens 1 mit diesem fest vergossen wird. Dieser Gewindestift
4 weist ein Formstück 16 auf, welches starr mit ihm verbunden ist, dies kann beispielsweise
eine mit ihm verklebte Mutter sein, deren Sechskant ein Verdrehen des Gewindestifts
4 im Rahmen 1 verunmöglicht. In diesem Fall wird die Kontaktkraft allein durch den
gegenüberliegenden Gewindestift 4 erzeugt.
[0021] Zur Erläuterung der Wirkungsweise werden die beschriebenen Figuren etwas näher betrachtet.
Die Kontaktkraft, die durch die Gewindestifte 4 auf die Anordnung aufgebracht wird,
stellt sicher, dass sich die Kanten der Rillenscheiben 10 örtlich deformieren, wodurch
definierte punktförmige Kontakte entstehen, die einen besonders guten Stromübergang
im Überspannungsableiter erlauben. Der beste Stromübergang wird erreicht, wenn eine
Vielzahl derartiger punktförmiger Kontakte, die gleichmässig über eine Fläche verteilt
sind, vorliegt. Die Rillenscheiben 10 ermöglichen diese Vielzahl von punktförmigen
Kontakten. Auf diese Art und Weise ist sichergestellt, dass der bei einem Ansprechen
des Überspannungsableiters fliessende, vergleichsweise sehr hohe Strom, stets sicher
durch den Aktivteil des Überspannungsableiters abgeführt wird, ohne dass eine stellenweise
Überlastung von Stromübergängen und ein damit verbundenes Schmoren, welches Defekte
verursacht, auftreten kann. Die Betriebssicherheit des Ableiters wird auf diese Weise
deutlich erhöht.
[0022] Ferner dient es der Betriebssicherheit, dass die erwähnte Kontaktkraft über die gesamte
Lebensdauer des Überspannungsableiters aufrecht erhalten wird, da entweder der Rahmen
1 in axialer Richtung etwas federt, sodass er sich beim Anziehen der Gewindestifte
4 etwas dehnt und diese Vorspannung aufrecht erhält, oder zusätzliche federnde Elemente
wie die Wellenscheiben 1a die Vorspannung aufrecht erhalten. Es ist auch eine Wechselwirkung
zwischen Rahmen 1 und diesen federnden Elementen möglich. Diese Vorspannung wird so
gewählt, dass auch ein etwaiges Schwinden der Rillenscheiben 10 stets und sicher ausgeglichen
wird.
[0023] Durch das Eingiessen der gesamten Anordnung in den Mantel 13 und durch die Dichtscheiben
11 wird vorteilhaft sichergestellt, dass sowohl die Blöcke 9 als auch der Rahmen 1
mit den Verbindungssteilen 3 keine Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnehmen können,
sodass deren Spannungsfestigkeit nicht reduziert wird. Der monolithische Körper zu
dem der fertige Ueberspannungsableiter ausgebildet ist, weist eine hohe mechanische
Stabilität auf, insbesondere auch im Hinblick auf die Umbruchfestigkeit, und zudem
ist er unempfindlich gegen zersetzende Klimaeinflüsse, sodass er vorteilhaft in allen
Klimazonen eingesetzt werden kann.
BEZEICHNUNGSLISTE
[0024]
- 1
- Rahmen
- 1a
- Wellenscheiben
- 2
- Endstück
- 3
- Verbindungssteile
- 4
- Gewindestift
- 5
- Gewindeeinsatz
- 6
- Absatz
- 7
- Ausnehmung
- 8
- Druckplatte
- 9
- Block
- 10
- Rillenscheibe
- 11
- Dichtscheibe
- 12
- Mutter
- 13
- Mantel
- 14
- Schirm
- 15
- Öffnung
- 16
- Formstück
1. Überspannungsableiter mit mindestens zwei durch einen Rahmen (1) gehaltenen Anschlussarmaturen,
mit mindestens einem zwischen den Anschlussarmaturen eingespannten Block (9) aus Varistormaterial,
bei dem der Rahmen (1), der mindestens eine Block (9) aus Varistormaterial und teilweise
die Anschlussarmaturen mit einem isolierenden Kunststoffmaterial zu einem monolithischen
Körper vergossen sind, dadurch gekennzeichnet,
- dass der Rahmen (1) einstückig ausgebildet ist und aus einem Isoliermaterial gefertigt
ist, und
- dass Mittel vorgesehen sind, welche die Kontaktkraft zwischen den Anschlussarmaturen
und dem mindestens einen Block (9) aus Varistormaterial aufrechterhalten.
2. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- dass als Mittel, welches die Kontaktkraft zwischen den Anschlussarmaturen und dem
mindestens einen Block (9) aus Varistormaterial aufrechterhält, entweder mindestens
ein elektrisch leitendes, federndes Element oder ein in axialer Richtung federnder
Rahmen (1) vorgesehen ist.
3. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- dass das Isoliermaterial des Rahmens (1) faserverstärkt insbesondere glasfaserverstärkt
ist.
4. Überspannungsableiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
- dass für die Faserverstärkung des Rahmens (1) Wirrfasern eingesetzt werden.
5. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- dass der Rahmen (1) aus Polymermaterial gespritzt oder gepresst oder aus Epoxydharz
gegossen ist.
6. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Anschlussarmaturen als Gewindestifte (4) ausgebildet sind.
7. Überspannungsableiter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
- dass einer der Gewindestifte (4) starr mit dem Rahmen (1) verbunden ist.
8. Überspannungsableiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
- dass für die Faserverstärkung des Rahmens (1) 10 bis 80 Gewichtsprozent Fasern eingebracht
werden.
9. Überspannungsableiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
- dass für die Glasfaserverstärkung des Rahmens (1) 30 bis 50 Gewichtsprozent Glasfasern
eingebracht werden.
10. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- dass der Rahmen (1) aus mindestens einem faserverstärkten, insbesondere glasfaserverstärkten,
mit Epoxydharz getränkten Strang gewickelt wird.