[0001] Die Erfindung betriffl einen Randsteckverbinder für Leiterplatten gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Leiterplatten bestehen in der Regel aus einem Schichtpreßstoff. Dieser
Schichtpreßstoff ist zu einer dünnen Isolierstoffplatte gepreßt und anschließend ist
auf die Isolierstoffplatte eine elektrische Schaltung aufgedruckt. Zusätzlich zu den
aufgedruckten Leiterzügen der gedruckten Schaltung können noch Bauelemente, beispielsweise
Chips, Widerstände, Kondensatoren, Spulen, Transistoren, integrierte Schaltkreise
und vieles anderes mehr auf der Leiterplatte befestigt sein. Die Leiterplatten weisen
zur Befestigung der Bauelemente in der Regel Bohrungen auf, in welche die Bauelemente
zunächst eingesteckt werden und anschließend mit der Leiterplatte verlötet werden.
Es ist auch bekannt, auf beiden Oberflächen der Leiterplatte gedruckte Schaltungen
anzubringen. Auch mehrschichtige Leiterplatten sind bekannt. Die Leiterplatten sind
beispielsweise unter dem Stichwort "gedruckte Schaltung" bekannt aus "BROCKHAUS, NATURWISSENSCHAFTEN
UND TECHNIK", Zweiter Band, EL-IN, F.A. Brockhaus-Verlag, ISBN 3-7653-0357-7", Seite
178.
[0003] Derartige Leiterplatten benötigen Schnittstellen zum Anschluß bzw. zur Verbindung
mit anderen elektrischen Geräten. Als Schnittstellen sind sogenannte Steckverbinder
bekannt aus "BROCKHAUS, NATURWISSENSCHAFTEN UND TECHNIK", Fünfter Band, SO-Z, F.A.
Brockhaus-Verlag, ISBN 3-7653-0357-7", Seite 43f.. Mit den bekannten Steckverbindern
sind die Leiterplatten beispielsweise an elektrische Leitungen oder elektrische Stromkreise
anschließbar. Auch ist es möglich, die Leiterplatten in Einschübe oder Baugruppenträger
zu integrieren und über die Steckverbinder mit anderen elektrischen oder elektronischen
Elementen zu verbinden.
[0004] Als Schnittstellen sind im wesentlichen zwei Grundaufbauarten von Steckverbindern
bekannt. Einerseits sind dies die indirekten Steckverbinder und andererseits die direkten
Steckverbinder. Bei den indirekten Steckverbindern ist eine Stiftleiste mit der Leiterplatte
fest verbunden. Die Stiftleiste bildet ein Vaterteil. Die korrespondierenden elektrischen
Leitungen, insbesondere Leitungsdrähte sind mit einem komplementär dazu ausgebildeten
Mutterteil verbunden. Zum Anschluß der Leiterplatte müssen das Vaterteil und das Mutterteil
nur nach dem Stecker-Steckdosen-Prinzip miteinander zusammengesteckt werden.
[0005] Weniger teileaufwendig ist die zweite Grundaufbauart, die direkten Steckverbinder.
Diese direkten Steckverbinder sind in der Regel als sogenannte Randsteckverbinder
ausgestaltet und auf einen als Kontakffeld ausgebildeten Randbereich der Leiterplatte
einfach aufschiebbar. Zur Bildung des Kontakffeldes sind die Leiterbahnzüge an ihren
Enden im Bereich des Randes der Leiterplatte in der Regel um ein vielfaches ihrer
Leiterbreite verbreitert, zur Ausbildung von großflächigen Kontaktzonen. Die einzelnen
Kontaktzonen der Leiterbahnzüge sind durch unbedruckte Bereiche des Leiterplattenrohmaterials
voneinander getrennt, um Kurzschlüsse zu verhindern.
[0006] Die direkten Randsteckverbinder weisen auf ihrer einen Seite Buchsen auf zur Aufnahme
der Enden von den Leitungskabeln. Die Leitungskabel können in die Buchsen einfach
eingesteckt sein oder zusätzlich nach Art von Lüsterklemmen in den Buchsen verschraubt
sein. Zum Anschließen der Leiterplatte weist der Randsteckverbinder eine vorzugsweise
schlitzförmige Aufnahmenut auf. Mit dieser Aufnahmenut kann der Randsteckverbinder
einfach auf den als Kontaktfeld ausgebildeten Randbereich der Leiterplatte aufgeschoben
werden. Im Montageendzustand liegt der als Kontakffeld ausgebildete Randbereich der
Leiterplatte dann in der schlitzförmigen Aufnahmenut ein.
[0007] Zur elektrischen Kontaktierung sind innerhalb der Aufnahmenut vorzugsweise als Federkontakte
ausgebildete Kontaktelemente vorgesehen. Diese Kontaktelemente sind derart beabstandet
nebeneinander angeordnet, daß stets ein Kontaktelement bei aufgeschobenem Randverbinder
mit dem zugehörigen Kontaktende der zugehörigen Leiterbahn in Berührung kommt, also
einen elektrischen Kontakt bildet. Besonders bevorzugt werden hier federartige Klammerkontakte,
die nicht nur einen guten elektrischen Leitungskontakt mit den Kontaktenden der Leiterzüge
ausbilden, sondern den Randsteckverbinder zusätzlich auf der Leiterplatte klemmfixieren.
[0008] Der Vorteil der direkten Randsteckverbinder gegenüber den indirekten Steckverbindungen
besteht im Wegfall des an der Leiterplatte fest angebrachten Vaterteils. Dieser Vorteil
wird jedoch dadurch "erkauft", daß zwischen der Leiterplatte und dem Randsteckverbinder
nur die meistens federklemmenartig ausgebildeten Kontaktelemente im Randsteckverbinder
auch die einzige mechanische Befestigung sind. Diese mechanische Befestigung ist sehr
unvollkommen.
[0009] Eine derartige Klemmfixierung ist beispielsweise bekannt aus der
DE-A-38 28 904. Nachteilig bei diesem bekannten Steckverbinder ist zunächst, daß eine in ihren Abmessungen
an den Steckverbinder angepaßte Kontaktzunge an der Leiterplatte ausgebildet sein
muß. Diese Kontaktzunge muß zusätzlich Ausnehmungen für formschlüssige Verriegelungselemente
enthalten. Es sind also komplizierte Fräsarbeiten an der Leiterplatte zur Anpassung
an den Steckverbinder erforderlich. Die Verbindung zwischen Steckverbindung und Leiterplatte
ist jedoch weitgehend nur eine Klemmfixierung. Die zusätzliche formschlüssige Verbindung
kann durch ein Verdrehen des Steckverbinders gegenüber der Leiterplatte leicht gelöst
werden, so daß unter Einfluß von Rüttel- und Schüttelkräften die Verbindung zwischen
Steckverbinder und Leiterplatte leicht lösbar ist. Die bekannte Befestigung wird deshalb
als unzureichend angesehen.
[0010] Zur Verbesserung der mechanischen Fixierung von Randsteckverbindern an Leiterplatten
ist es deshalb aus der
DE-C-28 07 018 darüber hinaus bekannt, den Randsteckverbinder in einen Führungsrahmen zu integrieren.
Zur Verbindung von Randsteckverbinder und Leiterplatte ist die Leiterplatte in den
Führungsrahmen einschiebbar und in ihrer Montageendstellung im Führungsrahmen durch
mechanische Sicherungsmittel fixierbar. Die mechanische Fixierung der Leiterplatte
im Führungsrahmen ist zwar zufriedenstellend. Der Führungsrahmen muß aber in seinen
Abmessungen zumindest an die Leiterplattenbreite angepaßt sein. Außerdem muß der Randsteckverbinder
in dem Bereich des Rahmens angeordnet sein, in dem sich auch das Kontaktfeld im Montageendzustand
befindet. Es ist deshalb unumgänglich, für vielfältige Leiterplattentypen auch entsprechend
vielfältige Typen von Führungsrahmen zu bevorraten. Zudem sind die Führungsrahmen
sehr materialaufwendig und damit teuer zu fertigen. Schließlich sind die starren Führungsrahmen
nur sehr bedingt in der Lage, Fertigungstoleranzen bei den Leiterplatten zu kompensieren.
[0011] Aus der
DE-A-39 15 777 ist schließlich ein auf eine Leiterplatte aufsetzbarer Steckverbinder bekannt. Eine
Ausführungsform lehrt die randseitige Befestigung des dort bekannten Verbinders mit
Hilfe von Führungsleisten am Steckverbinder, die in Führungsschlitze an der Leiterplatte
eingreifen. Nachteilig bei dieser Ausführungsform ist die Tatsache, daß der auf die
Leiterplatte aufgesetzte Verbinder nur mit einer Leiterplattenseite einen elektrischen
Kontakt ausbildet. Der dort bekannte Verbinder ist folglich als Schnittstelle für
beidseitig bedruckte Leiterplatten ungeeignet. Ferner ist nachteilig, daß der Aufbau
der Befestigungsteile am Steckverbinder sehr aufwendig ist. Neben den gesondert vorhandenen
Führungsleisten müssen außerdem noch Winkellager und Vorsprünge sowie eine zusätzliche
mechanische Verriegelung vorgesehen sein. Nachteilig bei diesen bekannten Verbindern
ist neben der begrenzten Möglichkeit, nur eine Leiterplattenseite kontaktieren zu
können also auch der komplizierte Aufbau der Befestigungseinrichtung.
[0012] Ausgehend von diesen Nachteilen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die mechanische
Verbindung vom Randsteckverbinder mit der Leiterplatte zu verbessern und den Aufbau
des Randsteckverbinders zu vereinfachen.
[0013] Diese Aufgabe ist durch die Merkmalskombination des Anspruchs 1 gelöst. In den rückbezogenen
Ansprüchen 2 bis 6 sind sowohl erfinderische als auch zweckmäßige Weiterbildungen
der Erfindung angegeben.
[0014] Der erfindungsmäßige Randsteckverbinder weist hierzu eine den als Kontaktfeld ausgebildeten
Randbereich der Leiterplatte umfassende Aufnahmenut auf. Die Nutseitenwände der Aufnahmenut
umgreifen im Montageendzustand den Randbereich der Leiterplatte nach Art eines Ober-
und Unterkiefers eines Mauls. Auf den Innenseiten mindestens einer Nutseitenwand sind
Gegenkontakte zur Kontaktierung der einzelnen, das Kontakffeld bildenden Kontaktzonen
angebracht. Die Kontakte stehen also nach Art von Zähnen aus den die Maulkiefer bildenden
Innenseiten der Nutseitenwände hervor.
[0015] Zusätzlich ist die Aufnahmenut an mindestens einer Stirnseite von einer Stirnwand
verschlossen. Die Stirnwand bildet bei auf der Leiterplatte aufgestecktem Randsteckverbinder
gleichzeitig einen Fixiersteg. Die Nutseitenwände verlaufen bei aufgestecktem Randsteckverbinder
im wesentlichen gleichebig zu den Leiterplattenoberflächen und der Fixiersteg verläuft
folglich im wesentlichen senkrecht zu den Leiterplattenoberflächen.
[0016] Während bei den bekannten Randsteckverbindern nur eine kraftschlüssige Klemmfixierung
vorhanden ist, bilden die als Fixiersteg wirksame Stirnwand des Randsteckverbinders
und der entsprechende Fixierschlitz in der Leiterplatte einen zur Klemmebene im wesentlichen
senkrecht wirkenden Formschluß aus. Die Formschlußebene verläuft also im wesentlichen
senkrecht zur Klemmschlußebene. Dies hat den Vorteil, daß der Randsteckverbinder in
Richtung beider Ebenen mechanisch gesichert ist. Schließlich ist durch die Nut-Feder-Verbindung
zwischen Fixiersteg und Fixierschlitz ein zur Leiterplattenoberfläche gleichebiges
Verschieben des Randsteckverbinders entlang dem Randbereich der Leiterplatte unmöglich.
[0017] Zusätzlich ermöglicht es die Erfindung, die in erster Linie der elektrischen Kontaktierung
dienende Klemmverbindung an ihre Kontaktierungsanforderungen besser anzupassen und
die hierdurch möglicherweise entstehenden befestigungstechnischen Nachteile durch
die zusätzliche formschlüssige Steckverbindung zu kompensieren. Schließlich ist vorteilhaft,
daß für die formschlüssige Verbindung keine weiteren, gesonderten Elemente am Randsteckverbinder
vorgesehen sein müssen. Üblicherweise sind Randsteckverbinder stirnseitig ohnehin
durch Stirnseitenwände verschlossen. Zudem vorteilhaft ist, daß in die Leiterplatte
lediglich ein Fixierschlitz eingeschnitten werden muß. Dieser Schnitt ist fertigungstechnisch
einfach möglich. Eine spezielle, insbesondere zungenartige Ausgestaltung des Klemmbereichs
der Leiterplatte ist nicht erforderlich.
[0018] Der Fixiersteg deckt nach Art einer Zwischenwand oder Seitenwand den gesamten Querschnitt
der Aufnahmenut ab. Dadurch ist die Wirkfläche des Fixierstegs maximiert. Der Fixiersteg
muß nur in den Nutquerschnitt hineinstehen und ihn teilweise überdecken.
[0019] Um einerseits die Führung des Randsteckverbinders beim Aufschieben auf das Kontaktfeld
der Leiterplatte einerseits zu verbessern und um andererseits die mechanische Verbindung
zwischen Randsteckverbinder und Leiterplatte solide zu gestalten, sind am Fixiersteg
zwei zu den Leiterplattenoberflächen im wesentlichen gleichebig verlaufende Führungslippen
angeordnet. Besonders vorteilhaft ist die federstegartige Ausbildung der Führungslippen.
Hierbei wird von den Führungslippen eine weitere Klemmwirkung auf die Leiterplatte
ausgeübt, was die mechanische Befestigung des Randsteckverbinders an der Leiterplatte
verbessert. Zudem kompensieren die federnden Führungslippen Fertigungstoleranzen bezüglich
der Leiterplattenstärke besonders einfach und wirkungsvoll.
[0020] Die Führungslippen können so gestaltet sein, daß sie sich mit zunehmender Enffernung
vom Fixiersteg in ihrem Querschnitt verjüngen. Durch diese Querschnittsabnahme sinkt
zugleich das Widerstandsmoment der Führungslippen in den fixierstegfernen Bereichen
der Führungslippen, wodurch ebenfalls eine gewisse Federwirkung der Führungslippen
realisiert ist.
[0021] In konsequenter Weiterbildung ist die Aufnahmenut mittels zweier Fixierstege an beiden
Stirnseiten verschlossen. Die Nutseitenwände werden also durch die als Stirnseitenwände
wirksamen Fixierstege zu einem rechteckförmigen Hohlkasten ergänzt.
[0022] In zweckmäßiger Ausgestaltung sind die zwischen den Nutseitenwänden gehaltenen Kontaktelemente
als Federklammern ausgebildet. Diese federklammerartig ausgebildeten Kontaktelemente
gewährleisten die bekannte Klemmfixierung des Randsteckverbinders auf dem Kontakffeld
und ermöglichen darüber hinaus einen besonders guten elektrischen Leitungskontakt
zwischen dem Kontakffeld der Leiterplatte und den am Randsteckverbinder angeschlossenen
Leitungen. Zudem ist es vorteilhaft, den ansonsten funktionslosen, der Leiterplatte
abgewandten Nutboden der Aufnahmenut mit Buchsen zu versehen. Diese Buchsen können
als Klemmbuchsen ausgestaltet sein. Besonders solide jedoch sind die bevorzugt vorgeschlagenen
Schraubbuchsen. Hier liegen die Kabelenden der Leitungskabel in den Buchsen ein und
sind zur Lagesicherung in den Buchsen zusätzlich verschraubt.
[0023] Der rechteckförmige Hohlkasten bildet zusammen mit den Fixierschlitzen eine geschlossene
Flächenführung zwischen dem Kontakffeld der Leiterplatte und dem Randsteckverbinder
aus. Der Randsteckverbinder umschließt hierbei vollständig das Kontakffeld der Leiterplatte.
Das Kontakffeld der Leiterplatte liegt im Montageendzustand allseitig umschlossen
im rechteckförmigen Hohlkasten ein. Ferner sind die in einer definierten Distanz benachbarten
Fixierschlitze als Kodierung wirksam. Durch den definierten Abstand zwischen den Fixierschlitzen
ist es nur möglich, auch nur den jeweils vorgesehenen, passenden Randsteckverbinder
auf die Leiterplatte aufzuschieben.
[0024] Durch die geschlossene Bahnführung entstehen sowohl zwei gleichebig zu den Leiterplattenoberflächen
verlaufende Gleifführungsebenen. Hier gleiten die Innenflächen der Nutseitenwände
auf den Leiterplattenoberflächen. Zusätzlich gleiten die Fixiersteginnenseiten und
die Fixierstegaußenseiten an den Innenkanten der Fixierschlitze, wodurch eine exakte
Führung des Randsteckverbinders bereits kurz nach dem Aufstecken auf den Randbereich
der Leiterplatte gewährleistet ist. Der Randsteckverbinder ist so sehr gut geführt
bis in seine Montageendstellung auf den Randbereich der Leiterplatte aufschiebbar.
[0025] In zweckmäßiger Weiterbildung sind als zusätzliche mechanische Rastsicherung auf
den Fixierstegen zusätzliche Rastvorsprünge angeordnet. In den Fixierschlitzen der
Leiterplatte sind des weiteren zu den Rastvorsprüngen komplementär ausgebildete Rastausnehmungen
vorgesehen. Die Rastvorsprünge und die Rastausnehmungen sind hierbei so angeordnet,
daß die Rastvorsprünge bei Erreichen der Montageendstellung des Randsteckverbinders
in die Rastausnehmungen geradezu einschnappen. Im Montageendzustand hintergreifen
die Rastvorsprünge die Rastausnehmungen. Hierdurch ist eine weitere formschlüssige
Sicherung des Randsteckverbinders an der Leiterplatte im Montageendzustand gewährleistet.
Die Rastvorsprung-Rastausnehmung-Kombination hat zudem den Vorteil, daß beim manuellen
Anbringen des Randsteckverbinders an die Leiterplatte ein deutliches Schnappgeräusch
ertönt, wenn der Randsteckverbinder seine Montageendstellung, also seine Sollposition
an der Leiterplatte erreicht hat. Die Rastvorsprung-Rastausnehmung-Kombination nach
Anspruch 9 ist also nicht nur als zusätzliche mechanische Sicherung sondern auch als
akustische und optische Sollage-Erreichungsanzeige wirksam.
[0026] In einer Kombination sämtlicher vorgenannter erfinderischer Schritte weist der Randsteckverbinder
einen hohlkastenförmigen Querschnitt, also zwei Fixierstege im Bereich der Stirnseiten
der Aufnahmenut auf. Beide Fixierstege weisen sowohl die federstegartigen Führungslippen
als auch die Rastvorsprünge auf. Die Leiterplatte weist in Anpassung an diesen Randsteckverbinder
die beiden in definiertem Abstand zueinander angeordneten Fixierschlitze auf, wobei
in jeden Fixierschlitz eine Rastausnehmung eingearbeitet ist. Diese Merkmalskombination
bewirkt eine Dreifachführung zum Aufstecken des Randsteckverbinders auf die Leiterplatte.
Die erste Führung ist die vorbeschriebene geschlossene Flächenführung des Hohlkastens
und des entsprechenden Kontakffeldes. Die zweite und die dritte Führung bilden die
beiden jeweils an den Stirnwandaußenseiten angebrachten federstegartigen Führungslippenpaare,
die die Leiterplatte zusätzlich zwischen sich führen. Zudem verhindern sowohl die
geschlossene Flächenführung als auch die beiden durch die Führungslippen bedingten
Führungen ein Aufkippen des Randsteckverbinders im Verhältnis zur Leiterplattenoberflächenebene
im Montageendzustand. Durch die zusätzliche Rastvorsprung-Rastausnehmung-Kombination
einerseits und durch die Fixiersteg-Fixierschlitz-Kombination andererseits ist wirksam
verhindert, daß der Randsteckverbinder sowohl entlang dem Randbereich der Leiterplatte
als auch in Aufschieberichtung des Randsteckverbinders verschiebbar ist.
[0027] Durch die Verbesserung der mechanischen Fixierung des Randsteckverbinders an der
Leiterplatte ist zudem das Schwingverhalten der Leiterplatte im Einsatz verbessert.
Bei den eingangs geschilderten Randsteckverbindern nach dem Stand der Technik besteht
das latente Risiko, daß der Randsteckverbinder infolge von Schwingungen von der Leiterplatte
losgeschüttelt wird oder sich die mechanische Verbindung zwischen Randsteckverbinder
und Leiterplatte zumindest insoweit löst, daß Fehlfunktionen der Leiterplatte zu befürchten
sind. Durch die erfindungsmäßige Verbesserung der mechanischen Verbindung ist auch
beim Auftreten von Schwingungen gewährleistet, daß die mechanische Verbindung zwischen
Randsteckverbinder und Leiterplatte dauerhaft erhalten bleibt.
[0028] Anhand des folgenden Ausführungsbeispiels wird die Erfindung weiter erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- den Randbereich einer Leiterplatte mit einem Kontakffeld einerseits und den aufzuschiebenden
Randsteckverbinder andererseits, beides in Draufsicht,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung des Randsteckverbinders.
[0029] Die Leiterplatte 1 besteht aus Isoliermaterial. Auf der Leiterplattenoberfläche 2
ist die aus den einzelnen Leiterbahnen 3 bestehende gedruckte Schaltung aufgedruckt.
In die Leiterplatte 1 sind des weiteren Bohrungen 4 eingebracht. Die Bohrungen 4 dienen
zur Aufnahme von in den Zeichnungen nicht dargestellten Bauelementen. Im Bereich des
Randbereichs 5 der Leiterplatte 1 sind die Leiterbahnen 3 bezüglich ihrer Leiterbahnbreite
6 zur Bildung von Kontakts zonen 7 deutlich verbreitert. Die Kontaktzonen 7 bilden
folglich den Kontaktbereich der Leiterplatte.
[0030] Im Randbereich 5 der Leiterplatte sind die Fixierschlitze 8 in die Leiterplatte eingebracht.
Die Fixierschlitze 8 erstrecken sich in Längsrichtung 9 der Leiterplatte 1, wobei
die Längsrichtung 9 zugleich auch die Aufschieberichtung für den in Fig. 1 ebenfalls
dargestellten Randsteckverbinder 10 auf die Leiterplatte 1 darstellt. Der Plattenrandverlauf
im Randbereich 5 der Leiterplatte 1 ist rechtwinklig zur Längsrichtung 9 bzw. Aufschieberichtung
des Randsteckverbinders 10. Er verläuft in der zur Längsrichtung 9 rechtwinklig verlaufenden
Querrichtung 16.
[0031] Der auch in Fig. 2 dargestellte Randsteckverbinder 10 weist eine Aufnahmenut 11 mit
zwei gleichebig zur Leiterplattenoberfläche 2 verlaufenden Nutseitenwänden 12 auf.
Die Nutseitenwände 12 bilden die Aufnahmenut 11 zwischen sich. Der Randsteckverbinder
10 weist des weiteren zwei die Aufnahmenut 11 stirnseitig begrenzende, als Stirnwände
wirksame Fixierstege 13 auf. Die Fixierstege 13 tragen auf ihren Außenseiten federstegartig
ausgebildete Führungslippen 19.
[0032] In der Aufnahmenut 11 sind die in den Zeichnungen nicht dargestellten Kontaktklemmen
zur Herstellung des elektrischen Kontakt zwischen dem Randsteckverbinder 10 und der
Leiterplatte 1 angeordnet. Der der Leiterplatte 1 im Montageendzustand abgewandte
Boden der Aufnahmenut 11 des Randsteckverbinders 10 ist mit einer der Anzahl der anzuschließenden
Leitungskabel entsprechenden Anzahl von Buchsen 14 versehen. Die in den Zeichnungen
nicht dargestellten Leitungskabel sind an den Buchsen 14 anschließbar und über die
Buchsen 14 mit dem Randsteckverbinder 10 verbindbar. Die Buchsen 14 sind beim Ausführungsbeispiel
als Schraubbuchsen ausgeführt. Dies bedeutet, daß die in den Buchsen 14 im Montageendzustand
einliegenden Enden der nicht dargestellen Kabel mittels der Sicherungsschrauben 15
zusätzlich fixierbar sind.
[0033] Die Wirkungsweise des Ausführungsbeispiels ist folgende:
Der Randsteckverbinder 10 ist auf die Leiterplatte 1 in Längsrichtung 9 aufschiebbar.
Der Abstand zwischen den Schlitzen 8 in der zur Längsrichtung 9 rechtwinklig verlaufenden
Querrichtung 16 stimmt überein mit dem Abstand der Fixierstege 13 in Querrichtung
16. Die Längsrichtung 9 und die Querrichtung 16 spannen zwischen sich die Leiterplattenoberflächenebene
auf. Beim Aufschieben des Randsteckverbinders 10 in Längsrichtung 9 auf die Leiterplatte
1 greifen die als Stirnwände wirksamen Fixierstege 13 formschlüssig in die Fixierschlitze
8 ein. In den Fixierschlitzen 8 ist jeweils eine sich in Querrichtung 9 erstreckende
Rastausnehmung 17 vorgesehen. Zugleich steht aus den Fixierstegen 13 jeweils in Querrichtung
16 ein Rastvorsprung 18 hervor.
[0034] In Fig. 1 ist die Montageendstellung des Randsteckverbinders 10 auf der Leiterplatte
1 am Randsteckverbinder 10 in seiner rechten unteren Hälfte durch einen Aufbruch schematisch
dargestellt. Der Randsteckverbinder 10 ist hierbei mit seinem Fixiersteg 13 in den
hier nicht erkennbaren Fixierschlitz 8 eingeschoben. In dieser Montageendstellung
liegt der Rastvorsprung 18 in der Rastausnehmung 17 ein. Der Randsteckverbinder 10
ist somit mit der Leiterplatte 1 formschlüssig verrastet.
1. Randsteckverbinder (10) zum Aufschieben auf einen als Kontakffeld (7) ausgebildeten
Randbereich (5) einer Leiterplatte (1) mit mindestens einem im Randbereich (5) eingeformten
und in Aufschiebrichtung (9) verlaufenden Fixierschlitz (8), mit einer Aufnahmenut
(11) zur klemmenden Fixierung des Randbereichs (5), wobei an der Innenfläche mindestens
einer Nutseitenwand (12) der Aufnahmenut (11) Gegenkontakte zur Beaufschlagung des
Kontakffelds (7) vorgesehen sind, und mit einem senkrecht zur Nutseitenwand (12) verlaufenden
und in den Fixierschlitz (8) einschiebbaren Fixiersteg (13) zur zusätzlichen formschlüssigen
Fixierung,
dadurch gekennzeichnet,
daß entlang des gesamten Fixierstegs (13) zwei als Federstege ausgebildete, parallel
zu einander in Einschubrichtung des verbinders verlaufende, Führungslippen (19) angeformt
sind.
2. Randsteckverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Fixiersteg (13) eine den gesamten Querschnitt der Aufnahmenut (11) überdeckende
Stirnwand bildet.
3. Randsteckverbinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß an beiden Stirnseiten der Aufnahmenut (11) jeweils ein Fixiersteg (13) vorgesehen
ist, wobei die Fixierstege (13) und die Nutseitenwände (12) der Aufnahmenut (11) einen
rechteckförmigen Hohlkasten bilden.
4. Randsteckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf beiden Innenseiten der Nutseitenwände (12) vorzugsweise als Federklammern
ausgebildete Kontaktelemente angebracht sind zur Bildung eines Berührungskontakts
mit dem Kontakffeld (7), und daß in den dem Randbereich (5) der Leiterplatte (1) im
Montageendzustand abgewandten Nutboden als Anschlußelemente für Leitungskabel vorgesehene
Buchsen (14) - vorzugsweise Klemm- oder Schraubbuchsen - eingeformt sind.
5. Randsteckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungslippen (19) einen sich mit zunehmender Enffernung vom Fixiersteg (13)
verjüngenden Querschnitt aufweisen.
6. Randsteckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Außenseite des oder jedes Fixierstegs (13) ein Rastvorsprung (18) vorgesehen
ist, welcher in eine komplementär ausgebildete Rastausnehmung (17) in der Leiterplatte
(1) einrasten kann.
1. An edge connector (10) to be pushed onto an edge zone (5), formed as a contact bank
(7), of a printed circuit board (1); with at least one fixing slot (8) formed in the
edge zone (5) and extending in the insertion direction (9); with a receiving groove
(11) for fixing the edge zone (5) with a clamping grip, in which arrangement, cooperating
contacts are provided on the internal surface of at least one groove side wall (12)
of the receiving groove (11) for loading the contact bank (7); and with a fixing member
(13) extending perpendicularly to the groove side wall (12) and insertable into the
fixing slot (8) for an additional securing action with a form-fit,
characterized in that
along the whole fixing member (13) there are formed two guide lips (19) extending
parallel to one another in the insertion direction of the connector, formed as spring
strips.
2. An edge connector according to claim 1,
characterized in that
the fixing member (13) forms an end wall covering the whole cross-section of the receiving
groove (11).
3. An edge connector according to claim 1 or 2,
characterized in that
on both end sides of the receiving groove (11) there is provided one fixing member
(13) each, in which arrangement the fixing members (13) and the groove side walls
(12) of the receiving groove (11) form a rectangular hollow box.
4. An edge connector according to one of claims 1 to 3,
characterized in that
contact elements, preferably formed as spring clips, are mounted on both internal
sides of the groove side walls (12) for forming a touch contact with the contact bank
(7); and that in the groove bottom remote from the edge zone (5) of the printed circuit
board (1), in the final assembled state, there are formed sockets (14), preferably
terminal or screw-type sockets, provided as connector elements for conductor cables.
5. An edge connector according to one of claims 1 to 4,
characterized in that
the guide lips (19) have a cross-section tapering with an increasing distance from
the fixing member (13).
6. An edge connector according to one of claims 1 to 5,
characterized in that
on the outer side of the or each fixing member (13) there is provided an engagement
projection (18) which can engage in a complementary engagement recess (17) formed
in the printed circuit board (1).
1. Connecteur de bord à enfichage (10) pour l'enfilement sur une région de bord (5),
réalisée sous forme d'un banc de contacts (7), d'une carte à circuit imprimé (1),
comportant au moins une fente de fixation (8) formée dans la région de bord (5) et
s'étendant en direction d'enfilement (9), comportant une gorge de réception (11) pour
la fixation par coincement de la région de bord (5), des contre-contacts pour engager
le banc de contacts (7) étant prévus sur la surface intérieure d'au moins une paroi
latérale (12) de la gorge de réception (11), et comportant une barrette de fixation
(13) s'étendant perpendiculairement à la paroi latérale de gorge (12) et susceptible
d'être enfilée dans la fente de fixation (8) pour une fixation supplémentaire par
coopération de formes, caractérisé en ce que le long de toute la barrette de fixation
(13) sont formées deux lèvres de guidage (19) réalisées sous forme de barrettes élastiques
et s'étendant parallèlement l'une à l'autre en direction d'enfilement du connecteur.
2. Connecteur de bord à enfichage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la
barrette de fixation (13) forme une paroi frontale recouvrant toute la section transversale
de la gorge de réception (11).
3. Connecteur de bord à enfichage selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé
en ce qu'il est prévu une barrette de fixation respective (13) sur les deux faces
frontales de la gorge de réception (11), les barrettes de fixation (13) et les parois
latérales (12) de la gorge de réception (11) formant un caisson creux rectangulaire.
4. Connecteur de bord à enfichage selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que des éléments de contact réalisés de préférence sous forme de pinces élastiques
sont agencés sur les deux faces intérieures des parois latérales de gorge (12) pour
former un contact direct avec le banc de contacts (7), et en ce que des douilles (14),
de préférence des douilles de coincement ou de vissage, prévues en tant qu'éléments
de connexion pour des câbles, sont formées au fond de gorge détourné de la région
de bord (5) de la carte à circuit imprimé (1) à l'état de montage final.
5. Connecteur de bord à enfichage selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que les lèvres de guidage (19) présentent une section transversale qui va en
se rétrécissant en éloignement de la barrette de fixation (13).
6. Connecteur de bord à enfichage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce qu'il est prévu sur la face extérieure de la ou de chaque barrette de fixation
(13) une saillie d'enclenchement (18) qui peut s'enclencher dans un évidement d'enclenchement
(17) réalisé de façon complémentaire dans la carte à circuit imprimé (1).