[0001] Die Erfindung betrifft lagerstabile, pumpfähige, alkalische Reinigerkonzentrate,
insbesondere für die industrielle Reinigung von metallischen Oberflächen auf Basis
konzentrierter wäßriger Dispersionen von alkalischen Builderstoffen, nichtionischen
und/oder anionischen Tensiden und Stabilisatoren in Alkalimetallhydroxid-Lösungen.
[0002] Die aus reinigungstechnischer Sicht wichtigsten Komponenten dieser Konzentrate sind
Builder- und Tensidsysteme. Die Eigenschaften dieser Basismischungen aus Builderstoffen
und nichtionischen und/oder anionischen Tensiden werden für den praktischen Einsatz
häufig noch durch den Zusatz von weiteren Inhaltsstoffen, wie Komplexbildnern und
Korrosionsinhibitoren, dem jeweils vorliegenden Anwendungsfall angepaßt.
[0003] Die wäßrigen Lösungen der alkalischen Reinigungsmittel besitzen einen pH-Wert von
ca. 11-14. Sie sind besonders für schwierige Reinigungsaufgaben, z.B. zur Entfernung
von dicken Öl- und Pigmentverschmutzungen in Reparaturbetrieben und zur Behälter-
und Anlagenreinigung, geeignet. Weiterhin wird dieser Produkttyp insbesondere zur
Feinreinigung von metallischen Oberflächen eingesetzt, wobei metallisch reine Oberflächen
gefordert sind. Dies gilt beispielsweise bei der Reinigung vor und nach Härteprozessen,
bei der Reinigung von Bandstahl vor der Glühe und vor dem Beschichten sowie bei der
Vorbehandlung von Werkstücken in Galvaniken, Phosphatierungen, Lackierereien und Emaillierbetrieben.
Mit diesen Reinigungslösungen wird eine sehr hohe Reinheit der Werkstückoberfläche
bei einem gleichzeitig guten Schmutztragevermögen des Bades erreicht.
[0004] Typische alkalische Reinigungsmittel werden meist als Pulver durch Mischen von 80
bis 100 Gew.-% alkalischen Builderstoffen und 0 bis 20 Gew.-% verschiedenen anionischen
und/oder nichtionischen Tensiden hergestellt. Die gebräuchlichsten anorganischen Builderstoffe
sind alkalisch reagierende Silicate, Phosphate und Carbonate von Natrium und/oder
Kalium. Je nach Bedarf kommen noch als Komplexbildner Gluconate, Alkanolamine, Polycarbonsäuren,
Polyoxycarbonsäuren und Phosphonate zum Einsatz. Die Tensidmischungen bestehen aus
niedrig und hoch ethoxylierten und propoxylierten Alkylphenolen und/oder Fettalkoholen
mit verschiedener Kettenlänge und/oder Fettaminen mit verschiedenen Kettenlängen und/oder
Fettsäuren bzw. Sulfonsäuren. Diese Inhaltsstoffe sind in den alkalischen Reinigungsmitteln
in verschiedenen Kombinationen und Relativkonzentrationen vertreten. Die Zusammensetzung
eines optimalen Produktes kann in der Regel nur empirisch durch eine spezielle Musterbearbeitung
gefunden werden.
[0005] Pulverförmige Reinigungsmittel neigen stark zum Stauben und können daher beim Dosieren
eine Belästigung oder sogar Gefährdung des Anwenders verursachen.
[0006] Derartige Schwierigkeiten können mit flüssigen oder zumindest pumpfähigen Reinigungsprodukten
weitgehend vermieden werden, die in der Regel sehr viel einfacher dosiert werden können.
Bei der Formulierung derartiger Reinigungsmittel tauchen jedoch zwei Probleme auf:
Natriumverbindungen der Builderstoffe können in der Mehrzahl der Fälle nur bis zu
einer maximalen Konzentration von ca. 100 bis 150 g/l als thermodynamisch stabile
Lösungen bei Umgebungstemperatur (Raumtemperatur) konfektioniert werden. Beim Einsatz
der entsprechenden Kaliumverbindungen können dagegen Mengen von ca. 500 g/l gelöst
werden. Die Rohstoffkosten steigen dann allerdings beträchtlich an. Weiterhin ist
die Löslichkeit der bewährten Tenside in derartig hoch salzhaltigen, stark alkalischen
Lösungen in der Regel völlig ungenügend. Übliche nichtionische Tenside sind überhaupt
nicht aufzulösen, und bei anionischen Tensiden besteht nur die Möglichkeit, Verbindungen
aufzulösen, die eine sehr kurze, wenig hydrophobe C-Kette in der Größenordnung von
sechs oder weniger C-Atomen aufweisen. Nonylphenolethoxylate, Fettalkoholethoxylate,
Fettsäuren und Alkylbenzolsulfonate sind dann für derartige Reinigungsmittel ungeeignet.
[0007] Einen Überblick über Zweikomponentenreiniger, die Natriumhydroxid in einer separaten
Lösung enthalten, gibt Ch. Roßmann in "Rationelle Vorbehandlung durch kontinuierlichen
Betrieb von Entfettungsbädern", Metalloberfläche, Vol. 39 (1985), Seiten 41 bis 44.
[0008] Die gebräuchlichen technischen Industriereiniger werden üblicherweise in Silicat-
und Phosphatreiniger unterteilt. Hierbei charakterisiert man die pulverförmigen Silicatreiniger
auf Basis von Natriummetasilicat und Ätznatron in der Regel durch das SiO
2/Na
2O- Gewichts- bzw. Molverhältnis, das sich beim Auflösen der Produkte in Wasser einstellt.
Derartige Reiniger können bei Umgebungstemperatur bis zu einer maximalen Konzentration
von ca. 100 g/l in Wasser aufgelöst werden, sofern die entsprechenden Natriumsalze
und Ätznatron eingesetzt werden. Finden hingegen die entsprechenden Kaliumsalze und
Kaliumhydroxid Verwendung, so resultieren Lösungen mit einer maximalen Konzentration
von ca. 500 g/l.
[0009] In Chemical Abstracts Vol. 100 (1984), Seite 114, 100:70377k, Referat zu JP-A-83/108300,
wird ein Geschirrspülmittel auf Basis eines alkalischen Slurrys beschrieben, welches
5 bis 10 % NaOH, 15 bis 40 % KOH, 10 bis 35 % Natriumtripolyphosphat, 5 bis 15 % Silicate,
0,5 bis 10 % Isoamylen-Maleinsäureanhydrid-Copolymer, 0,5 bis 5 % Polyacrylsäure und
40 bis 60 % Wasser enthält.
[0010] Auch die US-A-4 147 650 beschreibt einen alkalischen Slurry, der für maschinelle
Geschirrspülmittel Verwendung finden soll. Dieser wäßrige Slurry enthält Alkalimetallhydroxide
und/oder -silicate als alkalische Builderstoffe, Natriumhypochlorit als Chlor-Quelle
und Natriumtripolyphosphat oder Natriumpyrophosphat oder andere kondensierte Phosphate
sowie Natriumpolyacrylat oder Natriumpolymethacrylat als Wasserkonditionierungsmittel.
[0011] Gegenstand der US-A-4 521 332 sind Reiniger-Dispersionen zur Reinigung von gewalztem
Stahlband vor dessen Weiterverarbeitung. Diese lagerstabilen, hoch-alkalischen, wäßrigen
Dispersionen enthalten Natriumhydroxid, Natriumcarbonat als Stellmittel, Alkalimetallphosphate
als Builder sowie ferner Chelatbildner, nichtionische Tenside und Polyacrylsäure als
Dispergiermittel.
[0012] Aus der DE-A-37 08 330 sind ferner flüssige, alkalische Reinigerkonzentrate zur Reinigung
von Metalloberflächen vor Veredelungs- oder Verarbeitungsprozessen bekannt, die die
folgenden Komponenten aufweisen: a) 80 bis 99,7 Gew.-% einer wäßrigen Lösung eines
Builders oder Buildergemisches, enthaltend 50 bis 60 Gew.-% Wasser sowie mindestens
ein Alkalimetallsilicat und/oder -phosphat und b) 0,3 bis 22 Gew.-% einer Tensidkombination,
bestehend aus anionischen Tensiden, nichtionischen Tensiden und Alkylglucosiden. Hierbei
handelt es sich jedoch um Lösungen - und nicht um Dispersionen -, die zudem nur bei
Verwendung der speziellen Tensidkombination erhältlich sind.
[0013] Dem genannten Stand der Technik gegenüber bestand die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
in der Bereitstellung pumpfähiger alkalischer Reinigerkonzentrate auf Basis von wäßrigen
Dispersionen alkalischer Builderstoffe, Alkalimetallhydroxide und nichtionischer und/oder
anionischer Tenside mit hoher Lagerstabilität. Bei im Stand der Technik bekannten
Reinigerkonzentraten tritt häufig bereits nach wenigen Tagen eine Destabilisierung
der Dispersion auf, die sich in einer Phasentrennung, d.h. dem Absetzen von festen
Bestandteilen, äußert.
[0014] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, nichtionische und/oder
anionische Tenside stabil in hochkonzentrierte Builder-Dispersionen einzubringen.
[0015] Weiterhin besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein pumpfähiges Reinigerkonzentrat
zum Reinigen von Metalloberflächen, insbesondere von Stahl, Buntmetall, Kupfer, Aluminium
und Zink, die anschließend Veredelungsprozessen wie Phosphatieren, Galvanisieren,
Emaillieren, Lackieren etc. unterworfen werden sollen, zur Verfügung zu stellen. Auch
sollen die erfindungsgemäßen Reinigerkonzentrate Anwendung bei der Zwischenreinigung
vor Verarbeitungsprozessen, beispielsweise vor der Glühe, finden.
[0016] Die vorstehend genannten Aufgaben werden gelöst durch lagerstabile, pumpfähige, alkalische
Reinigerkonzentrate, die aus einer konzentrierten wäßrigen Dispersion eines Builderstoffes
oder Buildergemisches sowie nichtionischen und/oder anionischen Tensiden in Alkalimetallhydroxid-Lösungen
bestehen.
[0017] Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind dementsprechend lagerstabile, pumpfähige,
alkalische Reinigerkonzentrate, bestehend aus wäßrigen Dispersionen auf Basis von
Alkalimetallhydroxiden, die Alkalimetallsilicate und/oder Alkalimetallphosphate als
alkalische Builderstoffe sowie nichtionische und/oder anionische Tenside und gegebenenfalls
weitere Builderstoffe und/oder Komplexbildner und/oder weitere an sich bekannte Wirk-
oder Hilfsstoffe dispergiert enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Stabilisatoren
eine Kombination aus
a) Polyacrylsäure und/oder Alkalimetallpolyacrylaten und
b) Glycerin und/oder Polyglycerin
aufweisen.
[0018] Die erfindungsgemäß bereitgestellten Dispersionen zeichnen sich durch folgende Eigenschaften
aus:
- sehr hohe Feststoff-Aktivsubstanz-Gehalte;
- sehr geringe Mengen zusätzlich benötigter Dispersionshilfsmittel, die alkalistabil,
preiswert und zudem
- zum großen Teil (schnell) biologisch abbaubar sind;
- die üblicherweise in der Reinigung verwendeten Netzmittel sind in der Dispersion chemisch
stabil und separieren nicht;
- die Dispersionen haben - verglichen mit den Pulverprodukten - eine verbesserte Lösegeschwindigkeit.
[0019] Als Alkalimetalle finden im Sinne der Erfindung vorzugsweise Natrium und/oder Kalium
Verwendung. Hierbei werden auch Mischungen entsprechender Natrium- und Kaliumverbindungen
eingesetzt. Insbesondere bevorzugt ist jedoch die Verwendung von Natrium als Alkalimetall.
[0020] Wie vorstehend bereits gesagt, basieren die erfindungsgemäßen Reinigerkonzentrate
auf wäßrigen Lösungen von Alkalimetallhydroxiden, welche die alkalischen Builderstoffe,
die nichtionischen und/oder anionischen Tenside, die Stabilisatoren sowie die gegebenenfalls
zuzusetzenden Inhaltsstoffe in dispergierter Form enthalten. Im Sinne der vorliegenden
Erfindung ist es bevorzugt, als wäßrige Alkalimetallhydroxid-Lösung eine 40 bis 50
Gew.-%ige wäßrige Lösung von Natriumhydroxid einzusetzen.
[0021] Als alkalische Builderstoffe werden erfindungsgemäß Alkalimetallsilicate und/oder
Alkalimetallphosphate eingesetzt, wobei die entsprechenden Natriumverbindungen bevorzugt
sind. Wenn hier von Alkalimetallsilicaten die Rede ist, so werden erfindungsgemäß
bevorzugt Natriumsilicate mit einem Molverhältnis SiO
2/Na
2O im Bereich von 1:1 bis 3,5:1 eingesetzt, wobei Natriumsilicate mit einem Molverhältnis
SiO
2/Na
2O = 1:1 insbesondere bevorzugt sind. Die erfindungsgemäßen Reinigerkonzentrate enthalten
derartige Natriumsilicate in einer Menge von 5 bis 80 Gew.-%, bezogen auf die wäßrige
Natriumhydroxid-Lösung. Aufgrund der Kombination von Natriumsilicaten mit Natriumhydroxid
verschiebt sich nun das Molverhältnis SiO
2/Na
2O dieser Kombination zu geringeren Werten. Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, daß das
resultierende Molverhältnis SiO
2/Na
2O - bezogen auf die Kombination von Natriumsilicat und Natriumhydroxid - vorzugsweise
im Bereich von 0,1:1 bis 0,5:1 liegt.
[0022] Wie bereits gesagt, können die erfindungsgemäßen Reinigerkonzentrate als alkalische
Builderstoffe Alkalimetallphosphate enthalten, die entweder zusammen mit den Alkalimetallsilicaten
oder anstelle derselben dispergiert in der Natriumhydroxid-Lösung vorliegen. Erfindungsgemäß
werden als Alkalimetallphosphate vorzugsweise Natriumtriphosphat (auch Tripolyphosphat
genannt) und/oder Natriumpyrophosphat eingesetzt, wobei Natriumpyrophosphat bevorzugt
ist. Die erfindungsgemäßen Reinigerkonzentrate enthalten derartige Natriumphosphate
in einer Menge von 5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge von 10 bis 50 Gew.-%,
jeweils bezogen auf die wäßrige Natriumhydroxid-Lösung.
[0023] Als Beispiele für die im Sinne der Erfindung einzusetzenden, nichtionischen Tenside
seien genannt: Ethoxylierte bzw. propoxylierte Alkohole, Phenole und Amine. Insbesondere
verwendet werden Fettalkohole mit einer Kettenlänge von 12 bis 18 C-Atomen, Oxoalkohole
mit einer Kettenlänge von 9 bis 15 C-Atomen, Nonylphenol sowie Fettamine mit einer
Kettenlänge von 12 bis 18 C-Atomen, jeweils mit 1 bis 14 Mol Ethylenoxid (E0) bzw.
Propylenoxid (PO).
[0024] Beispielhaft seien hier genannt:
C
12-18-Fettalkohole, ethoxyliert mit 4, 9 oder 14 Mol EO; Oleylalkohol, ethoxyliert mit
2 oder 10 Mol EO; C
9-12-Oxoalkohol, ethoxyliert mit 6 EO; C
11-15-Oxoalkohole, ethoxyliert mir 7 oder 9 Mol EO; Nonylphenol, ethoxyliert mit 6 oder
12 Mol EO; C
12-18-Fettamine (Kokosamin), ethoxyliert mit 12 Mol EO; C
14-18-Fettamine (Talgamin), ethoxyliert mit 12 Mol EO. Auch die entsprechenden propoxylierten
Verbindungen können Verwendung finden.
[0025] Als Beispiele für die im Sinne der Erfindung einzusetzenden anionischen Tenside seien
genannt: Geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Carbonsäuren mit
10 bis 18 C-Atomen und deren Alkalimetallsalze, vorzugsweise Natriumsalze, insbesondere
entsprechende Fettsäureseifen; Alkylbenzolsulfonate mit 8 bis 18 C-Atomen im Alkylrest;
Alkansulfonate mit 12 bis 18 C-Atomen im Alkanrest; α-Olefinsulfonate mit 12 bis 18
C-Atomen im Olefinrest; α-Sulfofettsäureester von C
12 bis C
18-Fettsäuremethylester; Fettalkoholsulfate mit 8 bis 18 C-Atomen im Fettalkoholrest
sowie Fettalkoholethersulfate mit 12 bis 16 C-Atomen im Fettalkoholrest und 2 bis
4 Mol Ethylenoxid.
[0026] Die erfindungsgemäßen Reinigerkonzentrate enthalten derartige nichtionische und/oder
anionische Tenside in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge
von 1 bis 3 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtzusammensetzung der Reinigerkonzentrate.
[0027] In Abhängigkeit vom Alkoxylierungsgrad können die nichtionischen Tenside je nach
Bedarf zum Reinigen, Emulgieren und Entschäumen herangezogen werden.
[0028] Bei verschiedenen Anforderungen an die Reinigungslösungen können auch Mischungen
der nichtionischen Tenside eingesetzt werden. Gleiches gilt für Mischungen anionischer
Tenside sowie für Mischungen von nichtionischen und anionischen Tensiden. In der Regel
ist der Einsatz nichtionischer Tenside bevorzugt.
[0029] Die erfindungsgemäßen Reinigerkonzentrate enthalten als wesentliche Bestandteile
ferner eine Kombination aus
a) Polyacrylsäure und/oder Alkalimetallpolyacrylaten und
b) Glycerin und/oder Polyglycerin
zur Stabilisierung der Dispersion.
[0030] Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, daß die Reinigerkonzentrate Polyacrylsäure und/oder
Alkalimetallpolyacrylate in einer Menge von 0,5 bis 10 Gew.-%, insbesondere in einer
Menge von 2 bis 6 Gew.-%, jeweils bezogen auf den in der Dispersion dispergierten
Feststoff, enthalten.
[0031] Die Verwendung von Polyacrylsäure erweist sich gegenüber der neutralisierten Natrium-Form
bei gleicher Molekularmasse vorteilhafter hinsichtlich der erreichten Dispersionsstabilität.
Prinzipiell sind die einzusetzenden Polyacrylsäuren bereits aus der US-A-4 521 332
bekannt. Die Verwendung von Polyacrylsäuren wird gegenüber den Salzen bevorzugt, weil
die freien Säuren im Gegensatz zu den Salzen deutlich besser in Wasser löslich sind
und so in einem ersten Herstellungsschritt sehr gut, auch in Kombination mit den verwendeten
nichtionischen und/oder anionischen Tensiden, auf die zu dispergierenden Feststoffe
aufgebracht werden können. Das besonders bevorzugte Molekulargewicht der Polyacrylsäuren
liegt im Bereich von 500 bis 12 000, vorzugsweise unter 10 000; beste Ergebnisse wurden
bei Verwendung einer 63 Gew.-%igen Lösung einer Polyacrylsäure mit einem Molekulargewicht
von 2 100 erhalten. Höhere Molekulargewichte der Polyacrylsäuren führten bei gleichen
Aktivsubstanzgehalten lediglich zu erhöhten Viskositäten. Beim Einsatz von Alkalimetallsalzen
der Polyacrylsäure, wie beispielsweise Natriumpolyacrylaten, ist - bezüglich der Einsatzmenge
- dem Molekulargewicht des Natriums entsprechend Rechnung zu tragen.
[0032] Bestandteil der erfindungsgemäßen Stabilisator-Kombination sind ferner Glycerin und/oder
Polyglycerin. Diese liegen in den erfindungsgemäßen Reinigerkonzentraten in einer
bevorzugten Menge von 0,5 bis 10 Gew.-%, insbesondere in einer Menge von 1 bis 3 Gew.-%,
jeweils bezogen auf die Gesamtzusammensetzung der Reinigerkonzentrate, vor. Polyglycerine
im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise bekannt aus Ullmanns Encyklopädie
der technischen Chemie, 4. Auflage 1976, Band 12, Seite 374. Die Polyglycerine haben
relative Molekülmassen von 166 (6 C-Atome) bis 2238 (90 C-Atome) und 4 bis 32 Hydroxylgruppen.
Diese werden durch alkalikatalysierte Polykondensation aus Glycerin unter Wasserabspaltung
(Verknüpfung über Etherfunktionen) erhalten. Bei dieser Reaktion werden Oligomerengemische
erhalten, deren mittlerer Polymerisationsgrad sich beispielsweise über die OH-Zahl
bestimmen läßt.
[0033] Neben den oben genannten Wirkstoffkomponenten können die erfindungsgemäßen Reinigerkonzentrate
auch noch weitere, in alkalischen Reinigungsmitteln üblicherweise verwendete Bestandteile
enthalten. Als solche kommen insbesondere in Frage: zusätzliche alkalische Builderstoffe,
Komplexbildner, Entschäumer und Korrosionsinhibitoren. Beispielhaft für im Sinne der
Erfindung besonders geeignete Verbindungen seien genannt:
Zusätzliche alkalische Builderstoffe: Alkanolamine, wie Mono-, Di- oder Triethanolamin,
Alkalimetallcarbonate, wie Natriumcarbonat, Alkalimetallgluconate, insbesondere Natrium-
oder Kaliumgluconat, sowie weitere Alkalimetallhydroxide, d.h. insbesondere Natriumhydroxid.
Die erfindungsgemäßen Reinigerkonzentrate enthalten diese zusätzlichen alkalischen
Builderstoffe in einer Menge von 1 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis 10 Gew.-%, jeweils
bezogen auf die Gesamtzusammensetzung der Reinigerkonzentrate.
Komplexbildner: Polycarbonsäuren, Phosphonsäuren, wie Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure
(HEDP), Aminotris(methylenphosphonsäure) (ATMP), Aminopolycarbonsäuren, beispielsweise
Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) oder Nitrilotriessigsäure (NTA), Polyoxycarbonsäuren,
z.B. Citronensäure, und die wasserlöslichen Salze derartiger Säuren, vorzugsweise
die Natriumsalze. Die erfindungsgemäßen Reinigerkonzentrate können derartige Komplexbildner
in einer Menge von 0,5 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 4 Gew.-%, jeweils bezogen
auf die Gesamtzusammensetzung der Reinigerkonzentrate, enthalten.
Entschäumer: C
12/18-Fettalkohol(Kokosalkohol)-polyethylenglykolbutylether, Ethylendiamin + 30E0 + 60P0;
jeweils in Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung der
Reinigerkonzentrate.
Korrosionsinhibitoren: (für Buntmetalle) Benztriazol, Tolyltriazol; jeweils in Mengen
von 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung der Reinigerkonzentrate.
[0034] Ein Zusatz derartiger Verbindungen ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung keineswegs
generell erforderlich; solche Additive können vielmehr je nach Anwendungsfall von
Vorteil sein, wobei die jeweils erforderlichen Mengen auf den Bedarfsfall abzustimmen
sind.
[0035] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen pumpfähigen alkalischen Reinigerkonzentrate
geht man in der Regel in der folgenden Weise vor: Die Builderstoffe werden zunächst
als Feststoffe mit den im Reiniger verwendeten Netzmitteln, d.h. den nichtionischen
und/oder anionischen Tensiden, und den Stabilisatoren, d.h. mit Polyacrylsäure und
Glycerin/Polyglycerin, sowie den gegebenenfalls einzusetzenden weiteren Inhaltsstoffen
vermischt. In einem zweiten Schritt wird dieses Gemisch in technischer 40 bis 50 Gew.-%iger
wäßriger Natronlauge dispergiert. Es ist natürlich auch möglich, die Builderstoffe,
Tenside, Stabilisatoren sowie die gegebenenfalls einzusetzenden weiteren Inhaltsstoffe
einzeln in beliebiger Reihenfolge in der vorgelegten wäßrigen Natronlauge zu dispergieren.
Wichtig hierbei ist, daß dieses Dispergieren unter Einwirkung hoher Scher-, Schub-
und Reibungskräfte erfolgt, beispielsweise durch den Einsatz sogenannter ROTOR-STATOR-Systeme.
Als ROTOR-STATOR-Systeme werden handelsübliche Fabrikate, z.B. der Firma Janke & Kunkel
GmbH & Co. (Ultra-Turrax®), der Firma Silverson, der Firma Fryma (Zahnkolloidmühle®),
der Firma Cavitron (Cavitron®) oder der Firma Krupp (Supratron®) verwendet. Die ROTOR-STATOR-Systeme
können hierbei sowohl als Kammer-, Loch- oder Kegelwerkzeuge ausgeführt sein.
[0036] Die Herstellung der erfindungsgemäßen Reinigerkonzentrate kann durchaus bei Raumtemperatur
erfolgen. Bevorzugt ist es jedoch, daß dieses Dispergieren bei erhöhter Temperatur,
d.h. bei Temperaturen bis 220 °C, erfolgt; insbesondere ist hier ein Temperaturbereich
von 50 bis 60 °C bevorzugt. Selbstverständlich kann die Herstellung der Reinigerkonzentrate
sowohl diskontinuierlich als auch kontinuierlich erfolgen.
[0037] Weiterhin ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung die Verwendung der erfindungsgemäßen
Reinigerkonzentrate bei der Reinigung von Metalloberflächen, insbesondere von Stahl,
Buntmetallen, Kupfer, Aluminium und Zink vor Veredelungsprozessen wie Phosphatieren,
Galvanisieren, Emaillieren und Lackieren sowie bei der Zwischenreinigung vor Verarbeitungsprozessen,
insbesondere vor der Glühe.
[0038] Obwohl die erfindungsgemäßen Reinigerkonzentrate selbstverständlich auch in unverdünnter
Form angewendet werden können, ist jedoch im Sinne der vorliegenden Erfindung bevorzugt,
die Reinigerkonzentrate derart zu verwenden, daß man eine 1 bis 20 Gew.-% Reinigerkonzentrat
enthaltende wäßrige Lösung für die oben genannten Reinigungsprozesse einsetzt. Dementsprechend
enthalten bevorzugt verwendete Reinigungslösungen 10 bis 200 g/l der erfindungsgemäßen
Reinigerkonzentrate. Zur Bereitung von verdünnten Anwendungslösungen, d.h. Reinigungslösungen,
werden die Reinigerkonzentrate in der Regel unter Rühren direkt in das Reinigungsbad
eindosiert.
[0039] Der Vorteil der erfindungsgemäßen pumpfähigen, alkalischen Reinigerkonzentrate besteht
zum einen darin, daß diese einen hohen Wirkstoffgehalt an Builderstoffen und gleichzeitig
eine außerordentliche Lagerstabilität aufweisen und zum anderen darin, daß diese eine
einfache Dosierung erlauben.
[0040] Somit können für alle Anwendungsfälle in der industriellen technischen Reinigung
geeignete Produkte angeboten werden, beispielsweise für das Spritz-, Bürst-, Tauch-
und Ultraschallverfahren sowie für die elektrolytische Reinigung. Durch geeignete
Kombinationen können vorgegebene Trübungspunkte eingestellt und so Hochtemperatur-
oder Niedrigtemperatur-Reiniger zubereitet werden.
Beispiele
[0041] Die nachfolgend genannten Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung.
[0042] In den Beispielen und Vergleichsbeispielen wurden jeweils die nichtionischen Tenside
zusammen mit der Polyacrylsäure-Lösung und dem Glycerin aufgeschmolzen und dieses
Gemisch anschließend in einem Labormischer mit den Builderstoffen, d.h. insbesondere
Natriummetasilicat und/oder Natriumpyrophosphat, vermischt. Hieran anschließend wurde
diese Mischung in eine im Handel erhältliche 50 Gew.-%ige Natronlauge eingerührt,
auf 60 °C erwärmt und anschließend mit einem Hochleistungsdispergierer dispergiert.
Die erfindungsgemäßen Dispersionen sind bei Raumtemperatur über mehrere Wochen absetzstabil
und zeigen keine Änderung des Fließverhaltens, während bei nicht erfindungsgemäßen
Dispersionen schon nach relativ kurzer Zeit eine Phasentrennung beobachtet werden
konnte, die entsprechende Produkte für die technische Anwendung ungeeignet macht.
Beispiel 1
[0043] Gemäß der obigen Arbeitsvorschrift wurde ein pumpfähiges alkalisches Reinigerkonzentrat
hergestellt aus 53 Gew.-% einer 50 %igen Natronlauge, 40,3 Gew.-% Natriummetasilicat
K0 mit einer Teilchengrößenverteilung 20 % < 0,4 mm, 40 % < 0,2 mm, 20 % < 0,1 mm
und 15 % < 0,05 mm (Natriummetasilicat K0 = Na
2SiO
3, wasserfrei).
[0044] Das Reinigerkonzentrat enthielt weiterhin 1,7 Gew.-% Polyacrylsäure (Good-Rite K
752® (63 %)) mit einem Molekulargewicht von 2100 und einem Natriumgehalt von 0,8 %
mit einem pH-Wert im Bereich von 2,2 bis 3. Als nichtionische Tensid-Basis diente
eine Kombination aus gleichen Teilen eines C
12_
18-Fettalkoholen mit 14 EO (OHZ 68 bis 74, AS 100 %) und eines modifizierten Fettalkoholpolyglycolethers
auf der Basis von Kokoslorol mit 9,5 EO, Butylether verschlossen. Das Gemisch der
beiden Tenside ist in dem Reinigungskonzentrat in einer Menge von 2 Gew.-% enthalten.
Darüber hinaus enthält das Reinigungskonzentrat 3 Gew.-% Glycerin.
[0045] Selbst nach mehreren Wochen Lagerung bei Raumtemperatur trat keine Phasentrennung
auf.
Beispiel 2
[0046] Unter Verwendung von 8,0 Gew.-% festem Natriumhydroxid, 74,7 Gew.-% 50 Gew.-%iger
Natronlauge, 0,9 Gew.-% Diglycerin (OHZ 1300), 9,6 Gew.-% Natriumpyrophosphat (Tetranatriumdiphosphat
Na
4P
2O
7), 3,2 Gew.-% Natriumgluconat, 1,1 Gew.-% der oben genannten Polyacrylsäure, 1,4 Gew.-%
des oben genannten nichtionischen Tensidgemisches und 1,1 Gew.-% Glycerin wurde ein
pumpfähiges alkalisches Reinigerkonzentrat hergestellt.
[0047] Auch nach 8 Wochen trat keine Phasentrennung auf.
Beispiel 3
[0048] Analog Beispiel 2 jedoch unter Verwendung von 0,6 Gew.-% Polyacrylsäure, 9,7 Gew.-%
Natriumpyrophosphat und 75,1 Gew.-% 50 %iger Natronlauge anstelle der in Beispiel
2 entsprechend genannten Rezepturbestandteile konnte ebenfalls ein über 8 Wochen stabiles
Reinigerkonzentrat erhalten werden.
Vergleichsbeispiel 1
[0049] Unter Verwendung von 54,7 Gew.-% 50 %iger Natronlauge, 41,5 Gew.-% des oben genannten
Natriummetasilicats, 1,8 Gew.-% der oben genannten Polyacrylsäure, 2,0 Gew.-% der
obigen Tensidbasis, jedoch ohne Verwendung von Glycerin, wurde ein Reinigerkonzentrat
hergestellt. Bereits nach 2 Tagen trat eine Phasentrennung auf.
Vergleichsbeispiel 2
[0050] Unter Verwendung von 53,9 Gew.-% der 50 %igen Natronlauge, 41,0 Gew.-% des oben genannten
Natriummetasilicats, 2 Gew.-% der obigen Tensidbasis und 3,1 Gew.-% Glycerin wurde
ein Reinigerkonzentrat hergestellt, bei dem jedoch nach einem Tag bereits eine Phasentrennung
auftrat.
Vergleichsbeispiel 3
[0051] Unter Verwendung von 8,2 Gew.-% Natriumhydroxid (fest), 76,2 Gew.-% 50 %iger Natronlauge,
9,8 Gew.-% des Natriumpyrophosphats, 3,3 Gew.-% Natriumgluconat, 1,1 Gew.-% Polyacrylsäure
und 1,4 Gew.-% der oben genannten Tensidbasis wurde ein Reinigerkonzentrat hergestellt,
bei dem jedoch nach 3 Tagen bereits eine Phasentrennung auftrat.
Vergleichsbeispiel 4
[0052] Unter Verwendung von 8,2 Gew.-% Natriumhydroxid (fest), 75,4 Gew.-% 50 %iger Natronlauge,
0,9 Gew.-% Diglycerin, 9,8 Gew.-% Natriumpyrophosphat, 3,2 Gew.-% Natriumgluconat,
1,4 Gew.-% Tensidbasis und 1,1 Gew.-% Glycerin wurde ein Reinigerkonzentrat hergestellt,
bei dem jedoch nach einem Tag bereits eine Phasentrennung auftrat.
1. Lagerstabile, pumpfähige, alkalische Reinigerkonzentrate, bestehend aus wäßrigen Dispersionen
auf Basis von Alkalimetallhydroxiden, die Alkalimetallsilicate und/oder Alkalimetallphosphate
als alkalische Builderstoffe sowie nichtionische und/oder anionische Tenside und gegebenenfalls
weitere Builderstoffe und/oder Komplexbildner und/oder weitere an sich bekannte Wirk-
oder Hilfsstoffe dispergiert enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Stabilisatoren
eine Kombination aus
a) Polyacrylsäure und/oder Alkalimetallpolyacrylaten und
b) Glycerin und/oder Polyglycerin
aufweisen.
2. Reinigerkonzentrate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Alkalimetall
Natrium und/oder Kalium, insbesondere Natrium, enthalten.
3. Reinigerkonzentrate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Alkalimetallhydroxid
eine 40 bis 50 Gew.-%ige wäßrige Lösung von Natriumhydroxid enthalten.
4. Reinigerkonzentrate nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß sie als Alkalimetallsilicate Natriumsilicate mit einem Molverhältnis SiO2/Na2O im Bereich von 1:1 bis 3,5:1, vorzugsweise 1:1, enthalten.
5. Reinigerkonzentrate nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie Natriumsilicate
in einer Menge von 5 bis 80 Gew.-%, bezogen auf die wäßrige Natriumhydroxid-Lösung,
enthalten, wobei das resultierende Molverhältnis SiO2/Na2O, bezogen auf Natriumsilicat und Natriumhydroxid, vorzugsweise im Bereich von 0,1:1
bis 0,5:1 liegt.
6. Reinigerkonzentrate nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß sie als Alkalimetallphosphate Natriumtriphosphat und/oder Natriumpyrophosphat,
vorzugsweise Natriumpyrophosphat, enthalten.
7. Reinigerkonzentrate nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Natriumphosphate
in einer Menge von 5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 50 Gew.-%, jeweils bezogen
auf die wäßrige Natriumhydroxid-Lösung, enthalten.
8. Reinigerkonzentrate nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die nichtionischen Tenside ausgewählt sind aus der Gruppe der Anlagerungsprodukte
von jeweils 1 bis 14 Mol Ethylenoxid oder Propylenoxid an Fettalkohole mit 12 bis
18 C-Atomen, Oxoalkohole mit 9 bis 15 C-Atomen, Fettamine mit 12 bis 18 C-Atomen und
Nonylphenol oder deren Gemischen.
9. Reinigerkonzentrate nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die anionischen Tenside ausgewählt sind aus: geradkettigen oder verzweigten, gesättigten
oder ungesättigten Carbonsäuren mit 10 bis 18 C-Atomen und deren Alkalimetallsalzen,
Alkylbenzolsulfonaten mit 8 bis 18 C-Atomen im Alkylrest, Alkansulfonaten mit 12 bis
18 C-Atomen im Alkanrest, α-Olefinsulfonaten mit 12 bis 18 C-Atomen im Olefinrest,
α-Sulfofettsäureestern von C12 bis C18-Fettsäuremethylestern, Fettalkoholsulfaten mit 8 bis 18 C-Atomen im Fettalkoholrest
und Fettalkoholethersulfaten mit 12 bis 16 C-Atomen im Fettalkoholrest und 2 bis 4
Mol Ethylenoxid oder deren Gemischen.
10. Reinigerkonzentrate nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie nichtionische
und/oder anionische Tenside in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis
3 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtzusammensetzung der Reinigerkonzentrate, enthalten.
11. Reinigerkonzentrate nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß sie Polyacrylsäure und/oder Alkalimetallpolyacrylate, vorzugsweise Polyacrylsäure,
in einer Menge von 0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 6 Gew.-%, jeweils bezogen
auf den in der Dispersion dispergierten Feststoff, enthalten.
12. Reinigerkonzentrate nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Molekulargewicht
der Polyacrylsäuren im Bereich von 500 bis 12000 liegt.
13. Reinigerkonzentrate nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß sie Glycerin und/oder Polyglycerin in einer Menge von 0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise
1 bis 3 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtzusammensetzung der Reinigerkonzentrate,
enthalten.
14. Reinigerkonzentrate nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyglycerine
relative Molekulargewichte im Bereich von 166 bis 2238 und 4 bis 32 Hydroxylgruppen
aufweisen.
15. Reinigerkonzentrate nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß sie zusätzliche alkalische Builderstoffe, vorzugsweise ausgewählt aus Alkanolaminen,
Alkalimetallcarbonaten, Alkalimetallgluconaten und weiteren Alkalimetallhydroxiden,
in einer Menge von 1 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis 10 Gew.-%, jeweils bezogen
auf die Gesamtzusammensetzung der Reinigerkonzentrate, enthalten.
16. Reinigerkonzentrate nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß sie Komplexbildner, vorzugsweise ausgewählt aus Polycarbonsäuren, Polyoxycarbonsäuren,
Aminopolycarbonsäuren, Phosphonsäuren und den wasserlöslichen Salzen derartiger Säuren,
in einer Menge von 0,5 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 4 Gew.-%, jeweils bezogen
auf die Gesamtzusammensetzung der Reinigerkonzentrate, enthalten.
17. Verfahren zur Herstellung von Reinigerkonzentraten nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß man die alkalischen Builderstoffe, die nichtionischen
und/oder anionischen Tenside, die Stabilisatoren sowie die gegebenenfalls einzusetzenden
weiteren Inhaltsstoffe entweder einzeln in beliebiger Reihenfolge oder zusammen als
Gemisch in der wäßrigen Lösung der Alkalimetallhydroxide, vorzugsweise unter Einwirkung
hoher Scher-, Schub- und Reibungskräfte, dispergiert.
18. Verwendung von Reinigerkonzentraten nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16
zur Reinigung von Metalloberflächen, insbesondere von Stahl, Buntmetallen, Kupfer,
Aluminium und Zink, vor Prozessen zur Veredelung derselben, vorzugsweise vor dem Phosphatieren,
Galvanisieren, Emaillieren und Lackieren, sowie bei der Zwischenreinigung derselben
vor Verarbeitungsprozessen, insbesondere vor der Glühe.
19. Verwendung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reinigerkonzentrate
in Form einer 1 bis 20 Gew.-%igen wäßrigen Lösung einsetzt.
1. Storable, pumpable alkaline cleaning concentrates consisting of aqueous dispersions
based on alkali metal hydroxides which contain alkali metal silicates and/or alkali
metal phosphates as alkaline builders and nonionic and/or anionic surfactants and,
optionally, other builders and/or complexing agents and/or other active substances
or auxiliaries known per se in dispersed form, characterized in that they contain
a combination of
a) polyacrylic acid and/or alkali metal polyacrylates and
b) glycerol and/or polyglycerol
as stabilizers.
2. Cleaning concentrates as claimed in claim 1, characterized in that they contain sodium
and/or potassium, more particularly sodium, as the alkali metal.
3. Cleaning concentrates as claimed in claim 1 or 2, characterized in that they contain
a 40 to 50% by weight aqueous solution of sodium hydroxide as the alkali metal hydroxide.
4. Cleaning concentrates as claimed in one or more of claims 1 to 3, characterized in
that they contain sodium silicates with a molar SiO2:Na2O ratio of 1:1 to 3.5:1 and preferably 1:1 as the alkali metal silicates.
5. Cleaning concentrates as claimed in claim 4, characterized in that they contain sodium
silicates in a quantity of 5 to 80% by weight, based on the aqueous sodium hydroxide
solution, the resulting molar SiO2:Na2O ratio, based on sodium silicate and sodium hydroxide, preferably being in the range
from 0.1:1 to 0.5:1.
6. Cleaning concentrates as claimed in one or more of claims 1 to 3, characterized in
that they contain sodium triphosphate and/or sodium pyrophosphate, preferably sodium
pyrophosphate, as the alkali metal phosphates.
7. Cleaning concentrates as claimed in claim 6, characterized in that they contain the
sodium phosphates in a quantity of 5 to 50% by weight and preferably in a quantity
of 10 to 50% by weight, based on the aqueous sodium hydroxide solution.
8. Cleaning concentrates as claimed in one or more of claims 1 to 7, characterized in
that the nonionic surfactants are selected from the group of adducts of 1 to 14 moles
of ethylene oxide or propylene oxide with C12-18 fatty alcohols, C9-15 oxoalcohols, C12-18 fatty amines and nonylphenol or mixtures thereof.
9. Cleaning concentrates as claimed in one or more of claims 1 to 7, characterized in
that the anionic surfactants are selected from linear or branched, saturated or unsaturated
carboxylic acids containing 10 to 18 carbon atoms and alkali metal salts thereof,
alkyl benzenesulfonates containing 8 to 18 carbon atoms in the alkyl component, alkanesulfonates
containing 12 to 18 carbon atoms in the alkane component, α-olefin sulfonates containing
12 to 18 carbon atoms in the olefin component, α-sulfofatty acid esters of C12-18 fatty acid methyl esters, fatty alcohol sulfates containing 8 to 18 carbon atoms
in the fatty alcohol component and fatty alcohol ether sulfates containing 12 to 16
carbon atoms in the fatty alcohol component and 2 to 4 moles of ethylene oxide or
mixtures thereof.
10. Cleaning concentrates as claimed in claim 8 or 9, characterized in that they contain
nonionic and/or anionic surfactants in a quantity of 0.1 to 10% by weight and preferably
in a quantity of 1 to 3% by weight, based on the overall composition of the cleaning
concentrates.
11. Cleaning concentrates as claimed in one or more of claims 1 to 10, characterized in
that they contain polyacrylic acid and/or alkali metal polyacrylates, preferably polyacrylic
acid, in a quantity of 0.5 to 10% by weight and preferably in a quantity of 2 to 6%
by weight, based on the solids dispersed in the dispersion.
12. Cleaning concentrates as claimed in claim 11, characterized in that the molecular
weight of the polyacrylic acids is in the range from 500 to 12,000.
13. Cleaning concentrates as claimed in one or more of claims 1 to 10, characterized in
that they contain glycerol and/or polyglycerol in a quantity of 0.5 to 10% by weight
and preferably in a quantity of 1 to 3% by weight, based on the overall composition
of the cleaning concentrates.
14. Cleaning concentrates as claimed in claim 13, characterized in that the polyglycerols
have relative molecular weights in the range from 166 to 2238 and contain 4 to 32
hydroxyl groups.
15. Cleaning concentrates as claimed in one or more of claims 1 to 14, characterized in
that they contain additional alkaline builders preferably selected from alkanolamines,
alkali metal carbonates, alkali metal gluconates and other alkali metal hydroxides
in a quantity of 1 to 15% by weight and preferably in a quantity of 3 to 10% by weight,
based on the overall composition of the cleaning concentrates.
16. Cleaning concentrates as claimed in one or more of claims 1 to 14, characterized in
that they contain complexing agents preferably selected from polycarboxylic acids,
polyhydroxycarboxylic acids, aminopolycarboxylic acids, phosphonic acids and the water-soluble
salts of such acids in a quantity of 0.5 to 5% by weight and preferably in a quantity
of 2 to 4% by weight, based on the overall composition of the cleaning concentrates.
17. A process for the production of the cleaning concentrates claimed in one or more of
claims 1 to 16, characterized in that the alkaline builders, the nonionic and/or anionic
surfactants, the stabilizers and the other ingredients optionally used are dispersed
individually in any order or together in the form of a mixture in the aqueous solution
of the alkali metal hydroxides, preferably under the effect of intense shear, thrust
and friction forces.
18. The use of the cleaning concentrates claimed in one or more of claims 1 to 16 for
cleaning metal surfaces, particularly of steel, nonferrous metals, copper, aluminium
and zinc, before finishing processes, preferably before phosphating, electroplating,
enameling and painting, and in the intermediate cleaning thereof before processing,
particularly before annealing.
19. The use claimed in claim 18, characterized in that the cleaning concentrates are used
in the form of a 1 to 20% by weight aqueous solution.
1. Concentrés de produit de nettoyage alcalins aptes au pompage, stables au stockage,
qui consistent en des dispersions aqueuses à base d'hydroxydes de métal alcalin et
qui renferment en dispersion des silicates de métal alcalin, et/ou des phosphates
de métal alcalin en tant que adjuvants alcalines ainsi que des agents tensioactifs
non ioniques et/ou anioniques et le cas échéant d'autres adjuvants et/ou des agents
complexants et/ou d'autres principes actifs ou adjuvants connus en soi,
caractérisés en ce qu'
ils possèdent comme agents stabilisants une combinaison de,
a) acide polyacrylique et/ou de polyacrylate de métal alcalin, et
b) du glycérol et/ou du polyglycérol.
2. Concentrés de produit de nettoyage selon la revendication 1,
caractérisés en ce qu'
ils renferment comme métal alcalin du sodium et/ou du potassium, en particulier du
sodium.
3. Concentrés de produit de nettoyage selon la revendication 1 ou la revendication 2,
caractérisés en ce qu'
ils renferment comme hydroxyde de métal alcalin une solution aqueuse de 40 à 50 %
en poids d'hydroxyde de sodium.
4. Concentrés de produit de nettoyage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à
3,
caractérisés en ce qu'
ils renferment comme silicates de métal alcalin des silicates de sodium ayant un rapport
molaire SiO2/Na2O dans la zone de 1:1 à 3,5:1, de préférence de 1:1.
5. Concentrés de produit de nettoyage selon la revendication 4,
caractérisés en ce qu'
ils renferment des silicates de sodium en quantités allant de 5 à 80 % en poids rapporté
solution aqueuse d'hydroxyde de sodium, à cause de quoi le rapport molaire résultant
SiO2/Na2O rapporté au silicate de sodium et à l'hydroxyde de sodium, se situe de préférence
dans la zone de 0, 1:1 à 0,5:1.
6. Concentrés de produit de nettoyage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à
3,
caractérisés en ce qu'
ils renferment en tant que phosphates de métal alcalin du triphosphate de sodium et/ou
du pyrophosphate de sodium, de préférence du pyrophosphate de sodium.
7. Concentrés de produit de nettoyage selon la revendication 6,
caractérisés en ce qu'
ils renferment les phosphates de sodium en une quantité allant de 5 à 50 % en poids
de préférence de 10 à 50 % en poids à chaque fois rapporté à la solution aqueuse d'hydroxyde
de sodium.
8. Concentrés de produit de nettoyage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à
7,
caractérisés en ce que
les agents tensioactifs non ioniques sont choisis dans le groupe des produits d'addition
de respectivement 1 à 14 mol d'oxyde d'éthylène ou d'oxyde de propylène sur des alcools
gras ayant de 12 à 18 atomes de carbone, des oxo alcools ayant de 9 à 15 atomes de
carbone, des amines grasses ayant de 12 à 18 atomes de carbone et du nonylphénol ou
leurs mélanges.
9. Concentrés de produit de nettoyage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à
7,
caractérisés en ce que
les agents tensioactifs anioniques sont choisis parmi les acides carboxyliques saturés
ou non saturés, en chaîne droite ou ramifiés, ayant de 10 à 18 atomes de carbone et
leurs sels alcalins, les alkylbenzènesulfonates ayant 8 à 18 atomes de carbone dans
le radical alkyle, des alkane sulfonates ayant de 12 à 18 atomes de carbone dans le
radical alkane, des α-oléfine sulfonates ayant de 12 à 18 atomes de carbone dans le
radical oléfinique, des esters d'acide gras α-sulfonés à partir d'esters méthylique
d'acide gras en C12 à C18, des sulfates d'alcools gras avec de 8 à 18 atomes de carbone dans le radical d'alcool
gras et des sulfates d'éther d'alcool gras ayant de 12 à 16 atomes de carbone dans
le radical d'alcools gras et de 2 à 4 mol d'oxyde d'éthylène ou leurs mélanges.
10. Concentrés de produit de nettoyage selon la revendication 8 ou la revendication 9,
caractérisés en ce qu'
ils renferment des agents tensioactifs non ioniques et/ou anioniques en une quantité
allant de 0,1 à 10 % en poids, de préférence de 1 à 3 % en poids à chaque fois rapporté
à la composition totale du concentré de produit de nettoyage.
11. Concentrés de produit de nettoyage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à
10,
caractérisés en ce qu'
ils renferment de l'acide polyacrylique et/ou des polyacrylates de métal alcalin,
de préférence de l'acide polyacrylique en une quantité allant de 0,5 à 10 % en poids,
de préférence de 2 à 6 % en poids, à chaque fois rapporté à la matière solide dispersé
dans la dispersion.
12. Concentrés de produit de nettoyage selon la revendication 11,
caractérisés en ce que
le poids moléculaire des acides polyacryliques se situe dans le domaine de 500 à 12
000.
13. Concentrés de produit de nettoyage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à
10,
caractérisés en ce qu'
ils renferment du glycérol et/ou du polyglycérol en une quantité allant de 0,5 à 10
% en poids, de préférence de 1 à 3 % en poids, à chaque fois rapporté à la composition
totale des concentrés de produit de nettoyage.
14. Concentrés de produit de nettoyage selon la revendication 13,
caractérisés en ce que
les polyglycérols possèdent des poids moléculaires relatifs dans la zone de 166 à
2 238 et possèdent de 4 à 32 groupes hydroxyle.
15. Concentrés de produit de nettoyage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à
14,
caractérisés en ce qu'
ils renferment des adjuvants alcalines supplémentaires, de préférence choisies parmi
les alcanolamines, les carbonates de métal alcalins, les gluconates de métal alcalin
et d'autres hydroxydes de métal alcalin, en quantité allant de 1 à 15 % en poids,
de préférence de 3 à 10 % en poids à chaque fois rapporté à la composition totale
des concentrés de produit de nettoyage.
16. Concentrés de produit de nettoyage selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à
14,
caractérisés en ce qu'
ils renferment des agents complexants de préférence choisis parmi les acides polycarboxyliques,
les acides polyoxycarboxyliques, les acides aminopolycarboxyliques, les acides phosphoniques
et les sels solubles dans l'eau de ces acides, en une quantité allant de 0,5 à 5 %
en poids, de préférence de 2 à 4 % en poids à chaque fois rapporté à la composition
totale des concentrés de produit de nettoyage.
17. Procédé de production de concentrés de produit de nettoyage selon l'une ou plusieurs
des revendications 1 à 16,
caractérisé en ce qu'
on met en dispersion les substances de structuration alcalines, les agents tensioactifs
non ioniques et/ou anioniques, les agents stabilisants, ainsi que d'autres ingrédients
à mettre en oeuvre éventuellement soit isolément dans n'importe quelle séquence soit
conjointement en tant que mélange dans la solution aqueuse des hydroxydes de métal
alcalin, de préférence sous l'action de forces élevées de cisaillement, de poussée
et de frottement.
18. Utilisation des concentrés de produit de nettoyage selon l'une ou plusieurs des revendications
1 à 16, pour le nettoyage de surfaces métalliques en particulier de l'acier, des métaux
colorés non ferreux, du cuivre, de l'aluminium et du zinc, avant les processus de
modification de ceux-ci, de préférence avant la phosphatation, la galvanisation, l'émaillage,
et le laquage ainsi que dans la purification intermédiaire de ceux-ci avant les processus
de façonnage en particulier avant la calcination portée au rouge.
19. Utilisation selon la revendication 18,
caractérisée en ce que
l'on met en oeuvre les concentrés de produit de nettoyage sous forme d'une solution
aqueuse de 1 à 20 % en poids.