[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine flüssige strahlungshärtbare Zusammensetzung,
insbesondere für die Stereolithographie, auf Basis mindestens einer Verbindung, die
radikalisch polymerisierbare Gruppen aufweist, und mindestens eines für die Polymerisierung
der genannten Verbindungen geeigneten Photoinitiators, auf bestimmte neue Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolymere.
die neben anderen schon bekannten Blockcopolymeren dieses Typs als eine sehr vorteilhafte
Formulierungskomponente für derartige Zusammensetzungen geeignet sind, sowie auf Verfahren
zur Verarbeitung dieser Zusammensetzungen.
[0002] Beim stereolithographischen Verfahren, wie es z. B. aus dem US-Patent 4,575.330 bekannt
ist, werden dreidimensionale Formkörper schichtweise aus flüssigen strahlungshärtbaren
Zusammensetzungen in der Weise aufgebaut. dass man jeweils eine dünne Schicht der
Zusammensetzung mit Hilfe von aktinischer Strahlung in definierter Weise so vorhärtet,
dass die Schicht gerade die gewünschte Querschnittsform des Formkörpers an dieser
Stelle aufweist, und dabei gleichzeitig an die im Schritt zuvor gehärtete Schicht
des Formkörpers anpolymerisiert wird. Der auf diese Weise erhaltene Formkörper wird
gegebenenfalls noch nachgehärtet, was z. B. thermisch erfolgen kann.
[0003] Prinzipiell sind für die Stereolithographie flüssige Zusammensetzungen mit strahlungshärtbaren
Komponenten sowie Photoinitiatoren geeignet. Will man Formkörper erhalten, die in
der Praxis wirklich einsetzbar sind, so müssen im allgemeinen kompliziert abgestimmte
und formulierte Zusammensetzungen eingesetzt werden. Bewährt haben sich insbesondere
Systeme auf Basis von Verbindungen mit radikalisch polymerisierbaren Gruppen, insbesondere
auf Basis von Polyacrylaten und/oder -methacrylaten, wie sie beispielsweise aus der
EP-A-0 378 144 bekannt sind. Die dort beschriebenen Gemische, die di- und polyfunktionelle
Acrylate und/oder Methacrylate sowie gewisse Monomere mit einer einzigen Kohlenstoffdoppelbindung
und geeignete Photoinitiatoren für die genannten Komponenten enthalten, ergeben Formkörper,
die eine hohe Glasübergangstemperatur aufweisen und auch mechanische sowie verarbeitungtechnische
Eigenschaften aufweisen, die für viele Anwendungsgebiete geeignet sind. Das Material
ist jedoch ziemlich spröde. Daher ist eine manchmal erwünschte spanabhebende Nachbearbeitung
des stereolithographisch hergestellten Formkörpers schwierig.
[0004] Weniger sprödes Materials kann mit Stereolithographieharzformulierungen erhalten
werden, denen bestimmte Polyurethanacrylate und/oder -methacrylate zugesetzt sind.
Solche Gemische sind z. B. in der EP-A-0 425 441 beschrieben, ihre Verwendung hat
jedoch den Nachteil, dass die Glasübergangstemperatur des ausgehärteten Materials
sinkt und auch die Viskosität der Stereolithographiegemische sehr stark ansteigen
kann.
[0005] Es hat sich nunmehr gezeigt, dass Material von verbesserter Schlagzähigkeit erhalten
werden kann, ohne dass der Tg-Wert und die Wärmeformbeständigkeit des Materials nennenswert
emiedrigt werden, wenn man Zusammensetzungen auf Basis von Verbindungen mit radikalisch
polymerisierbaren Gruppen und von Photoinitiatoren zu dessen Herstellung verwendet,
denen Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolymere der weiter unten genannten Formeln
(I), (II) oder (III) zusetzt sind. Auch die Viskosität der flüssigen Ausgangsgemische
wird durch diese Modifizierung nicht nachteilig beeinfusst, wie es beispielsweise
bei Einsatz anderer Copolymere anstatt der erfindungsgemässen Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolymeren
der Fall ist, die oftmals zu einer kräftigen Erhöhung der Viskosität führen.
[0006] Die vorliegende Erfindung betrifft daher eine flüssige strahlungshärtbare Zusammensetzung,
für die Stereolithographie, auf Basis mindestens einer Verbindung, die radikalisch
polymerisierbare Gruppen aufweist, und mindestens eines für diese Polymerisierung
geeigneten Photoinitiators, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich ein Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolymer
enthäh, das aus den Copolymeren der chemischen Formeln
(I): R
1-(OC
cH
2c)
d-{[T]-(C
cH
2cO)
d-1-(C
cH
2c)}
g-OR
1,

und

ausgewählt ist, in einer Menge von 5 bis 50 Gewichtsprozent der Zusammensetzung,
wobei die einzelnen Symbole jeweils die nachfolgende Bedeutung haben:
- R1
- ein Rest ausgewählt aus einem Wasserstoffatom und einer C1-C8-Alkylgruppe;
- c
- eine Zahl von 1 bis 8 entsprechend der durchschnittlichen Anzahl von Kohlenstoffatomen
einer Alkyleneinheit in einer Polyoxyalkylengruppe (CcH2cO)d;
- d
- eine ganze Zahl von 1 bis 100;
- g
- eine ganze Zahl von 1 bis 4;
- [T]
- eine Gruppe ausgewählt aus den Gruppen der Formeln T1 bis T12:
T1: -O-[PS]-O-,

T3: -O-[Alk]-[PS]-[Alk]-O-,





T9: -O-[G]-O-[PS]-O-[G]-O-,

T11: -O-[G]-O-[Alk]-[PS]-[Alk]-O-[G]-O-,
T12: -O-[G]-O-(CmH2mO)n-[Alk]-[PS]-[Alk]-(OCmH2m)n-O-[G]-O-;
- [PS]
- eine Polysiloxangruppe der Formel

- R2
- eine Gruppe ausgewählt aus Methyl und Phenyl;
- b
- eine ganze Zahl von 1 bis 100:
- [Alk]
- eine Alkylengruppe mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen;
- [Alk1]
- eine Alkylengruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen;
- m
- eine Zahl von 1 bis 8 entsprechend der durchschnittlichen Anzahl von Kohlenstoffatomen
einer Alkyleneinheit in einer Polyoxyalkylengruppe (CmH2mO)n;
- n
- eine ganze Zahl von 1 bis 50;
- [G]
- eine Gruppe der Formel

- X
- ein Atom ausgewählt aus Sauerstoff- und Schwefelatomen;
- [D]
- ein zweiwertiger organischer Rest mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen;
- e
- eine ganze Zahl von 1 bis 100 und
- f
- eine ganze Zahl von 1 bis 50.
[0007] Die Symbole c und m geben die Anzahl von Kohlenstoffatomen an, die sich durchschnittlich
für eine Alkyleneinheit in der entsprechenden Polyoxyalkylengruppe errechnet. Die
genannten Symbole müssen daher nicht unbedingt ganzzahlig sein, da es sich bei dem
Polyoxyalkylenblock auch um Mischpolymerisate aus Monomeren mit unterschiedlicher
Anzahl von Kohlenstoffatomen handeln kann, die zudem in unterschiedlichen Verhältnissen
eingesetzt werden können. Beispiele für übliche Monomere sind hierbei Ethylenoxid,
Propylenoxid oder Tetrahydrofuran.
[0008] [D] ist vorzugsweise ausgewählt aus Alkylengruppen mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen
und zweiwertigen Resten mit höchstens 30, insbesondere mit höchstens 20 Kohlenstoffatomen,
wobei die letztgenannten Reste mindestens einen sechsgliedrigen Kohlenstoffring enthalten,
der unsubstituiert ist oder einen oder mehrere geradkettige oder verzweigte C
1-C
4-Alkylsubstituenten auf weist.
[0009] [Alk] ist bevorzugt eine -(CH
2)
3-Gruppe.
[0010] Die vorgenannten Blockcopolymere von Formel (I) und (II) sind teilweise noch neu,
insbesondere diejenigen, bei denen die Symbole die nachfolgende Bedeutung haben:
- R1
- ein Rest ausgewählt aus einem Wasserstoffatom und einer C1-C8-Alkylgruppe;
- c
- eine Zahl von 1 bis 4 entsprechend der durchschnittlichen Anzahl von Kohlenstoffatomen
einer Alkyleneinheit in einer Polyoxyalkylengruppe (CcH2cO)d;
- d
- eine ganze Zahl von 7 bis 25;
- g
- 1;
- [T]
- eine Gruppe der Formel

- [PS]
- eine Polysiloxangruppe der Formel

- R2
- Methyl;
- b
- eine ganze Zahl von 5 bis 50;
- [Alk]
- eine Alkylengruppe mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen.
[0011] Diese neuen Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolymere gehören ebenfalls zum Gegenstand
der Erfindung. [Alk] ist auch hierbei bevorzugt eine -(CH
2)
3-Gruppe.
[0012] Copolymere der Formel (I), bei denen [T] die Bedeutung T1 oder T2 hat, sind beispielsweise
durch Umsetzung des gewünschten wasserstoffterminierten Polysiloxans mit dem gewünschten
Polyoxyalkylendiol beziehungsweise -diamin gemäss folgendem Schema erhältlich:

wobei A entweder ein Sauerstoffatom oder eine NH-Gruppe bedeutet. Geeignet ist auch
die Umsetzung von α,ω-Dichlorpolysiloxanen mit den entsprechend terminierten Polyethern
gemäss US-A-5,032,662. Eine Übersicht über Darstellungsverfahren für Blockcopolymere
dieses Typs findet sich z. B. in Allen Noshay, James E. McGrath, "Block Copolymers";
Academic Press New York 1977, S. 401 ff. Copolymere der Formel (I), die O-[Alk]-[PS]-[Alk]-O-Gruppen
aufweisen, können z. B. aus Polysiloxanen des Typs R
16O-[Alk]-[PS]-[Alk]-OR
16, worin R
16

-CH
2-CH(OH)-CH
2OH (bei Copolymeren mit [T] = T5) oder Wasserstoff (bei Copolymeren mit [T] = T3)
bedeutet, die z. B. gemäss oder analog zu der in der US 4,853,453 beschriebenen Verfahrensweise
erhältlich sind, hergestellt werden, indem man diese Polysiloxane in üblicher Weise
mit Polyoxyalkylendiolen zu den gewünschten Polysiloxan-Polyoxyalkylen-Blockcopoymeren
umsetzt. Copolymere der Formel (I) mit [T] = T4 können analog aus Polysiloxanen des
Typs H
2N-[Alk]-[PS]-[Alk]-NH
2 hergestellt werden. Die Herstellung von Copolymeren der Formel (I), bei denen [T]
die Bedeutung T5 und [Alk] die Bedeutung -(CH
2)
3- hat, kann in besonders einfacher Weise auch aus dem Umsetzungsprodukt eines wasserstoffterminierten
Polysiloxans der Formel H-[PS]-H mit Allylglycidylether, einer grosstechnisch verfügbaren
Substanz (Alcolac, Inc., Rhône-Poulenc, CPS Chemical Co., Inc) erfolgen. Eine entsprechende
Vorschrift findet sich z. B. in Comprehensive Handbook of Hydrosilylation, Pergamon
Press, Oxford 1991. Für die Herstellung von Blockcopolymeren der Formel (I), worin
die Gruppe [T] die Bedeutung T7 hat, müssen Polysiloxane der Formel HO-[Alk]-[PS]-[Alk]-OH
dagegen zunächst noch mit Dicarbonsäuren des Typs HOOC-[Alk
1]-COOH verlängert werden. Für Copolymere, bei denen die Gruppe [T] eine der Bedeutungen
T8 bis T12 hat, ist weiterhin noch die Umsetzung mit dem gewünschten Diisocyanat der
Zusammensetzung OCN-[D]-NCO oder dem entsprechenden Dithioisocyanat erforderlich.
Hierzu können entweder das Diisocyanat oder Diisothiocyanat gleichzeitig mit dem Polysiloxan
und dem Polyoxyalkylendiol beziehungsweise dem entsprechenden Diamin umgesetzt werden,
oder es kann zunächst in einem gesonderten Schritt eine Umsetzung des Polysiloxans
oder Polyetherdiols mit dem Diisocyanat oder Dithioisocyanat erfolgen, an die sich
die Reaktion mit der noch verbleibenden Komponente des Blockcopolymeren anschliesst.
Im Falle des Copolymers mit [T] = T12 wird hierbei als Polysiloxan ein Reaktionsprodukt
von HO-[Alk]-[PS]-[Alk]-OH mit einem Polyoxyalkylendiol der Formel HO-(C
mH
2mO)
n-H oder ein Reaktionsprodukt von HO-[Alk]-[PS]-[Alk]-OH mit geeigneten Monomeren,
wie beispielsweise Ethylenoxid, Propylenoxid oder Tetrahydrofuran oder Gemischen zweier
oder mehrerer derartiger Komponenten, eingesetzt.
[0013] Die Herstellung von Blockcopolymeren der Formel (II) kann ausgehend von den gewünschten
Polyoxyalkylendiolen und von Polysiloxanen der Formel

erfolgen. Die zuletzt genannten Polysiloxane sind z. B. durch Umsetzung von wasserstoffterminierten
Polysiloxanen mit Bernsteinsäurederivaten der Formel

herstellbar, wobei a einer ganzen Zahl von 0 bis 7 entspricht, und sind auch kommerziell
erhältlich. Für die besonders bevorzugten Copolymere der Formel (II), bei denen [Alk]
-(CH
2)
3- bedeutet, kann die erforderliche Allylbernsteinsäure sehr elegant z. B. aus Propen
und Maleinsäureanhydrid gemäss D.D. Phillips, T. B. Hill, J. Am. Chem. Soc. 1958,
80, S. 3663 hergestellt werden.
[0014] Erfindungsgemäss einsetzbare Blockcopolymere der Formel (III) finden z. B. als Bestandteil
von Kosmetika Verwendung. Sie sind kommerziell erhältlich, z. B. unter der Bezeichnung
DOW CORNING® 190 und 193 oder Silwet® L 7500, L-7600, L-7607 bzw. L 77 (UNION CARBIDE).
[0015] Die Polysiloxan-Polyoxyalkylen-Blockcopolymeren sind im allgemeinen in einer Menge
von 5 bis 50 Gewichtsprozent in den erfindungsgemässen Zusammensetzungen enthalten,
insbesondere in einer Menge von 10 bis 35 Gewichtsprozent.
[0016] Bevorzugt sind diejenigen der zuvor angeführten Zusammensetzungen, die Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolymere
der Formel (I), (II) oder (III) enthalten, worin
- R1
- einen Rest ausgewählt aus einem Wasserstoffatom und einer C1-C4-Alkylgruppe;
- R2
- eine Methylgruppe;
- [Alk]
- eine -(CH2)3-Gruppe;
- [Alk1]
- eine Alkylengruppe mit 2 bis 10, insbesondere 2 bis 4 Kohlenstoffatomen;
- X
- ein Sauerstoffatom;
- [D]
- einen zweiwertigen organischen Rest ausgewählt aus den Resten der nachstehenden Formeln:


- c
- eine Zahl von 2 bis 4;
- d
- eine ganze Zahl von 5 bis 50;
- b
- eine ganze Zahl von 10 bis 50;
- m
- xeine Zahl von 2 bis 4;
- n
- eine ganze Zahl von 5 bis 20;
- e
- eine ganze Zahl von 1 bis 50 und
- f
- eine ganze Zahl von 1 bis 25 bedeuten.
[0017] Ganz besonders bevorzugt sind erfindungsgemässe Zusammensetzungen mit Blockcopolymeren
der Formel (I), (II) oder (III), worin
- R1
- eine Methylgruppe;
- [Alk]
- und
- [Alk1]
- jeweils eine -(CH2)3-Gruppe:
- c
- 2;
- d
- im Fall einer Verbindung der Formel (I) oder (II) eine ganze Zahl von 7 bis 25 und
im Fall einer Verbindung der Formel (III) eine ganze Zahl von 2 bis 20;
- g
- 1;
- m
- 2 und
- n
- eine ganze Zahl von 7 bis 20 bedeuten.
[0018] Als Verbindungen, die radikalisch polymerisierbare Gruppen aufweisen, enthalten die
erfindungsgemässen Zusammensetzungen bevorzugt Mischungen mit den folgenden Komponenten:
(i) difunktionellen monomeren oder polymeren Acrylaten oder Methacrylaten;
(ii) tri- oder polyfunktionellen Acrylaten oder Methacrylaten;
(iii) ungesättigten monomeren Verbindungen der Formel

worin
- R5
- einen Rest ausgewählt aus einem Wasserstoffatom und einer Methylgruppe und
- R6
- ein Rest der Formel

bedeuten, in der
- R7
- für einen Rest ausgewählt aus Tetrahydrofurfuryl-, Cyclohexyl-, 2-Phenoxyethyl-, Benzyl-,
Isobornyl-, Glycidyl-, Dicyclopentyl-, Morpholinoethyl-, Dimethylaminoethyl- und geradkettigen
sowie verzweigten C1-C20-Alkylresten steht, und im Falle, dass R5 ein Wasserstoffatom darstellt, R6 zusätzlich zu den vorgenannten Resten auch einen Rest ausgewählt aus Pyrolidon-2-yl-,
Imidazonyl-, Carbazolyl-, Anthracenyl-, Phenyl-, C5-C8-Cycloalkyl-, Naphthenyl-, 2-Norbomyl-, Pyridyl-, N-Caprolactamyl, Formamidyl-, Acetamidyl
und Toluolylresten bedeuten kann.
[0019] Sehr gut für die Stereolithographie geeignet sind hierbei Mischungen, die mindestens
je einen Vertreter der oben genannten Komponenten (i), (ii) und (iii) enthalten.
[0020] Für die Komponente (i) eignen sich beispielsweise die Diacrylat- und Dimethacrylatester
von aliphatischen oder cycloaliphatischen Diolen, wie 1,3-Butylenglykol, 1,4-Butandiol,
Neopentylglykol, 1,6-Hexandiol, Diethylenglykol, Triethylenglykol, Tetraethylenglykol,
Polyethylenglykol-400, Polyethylenglykol-600, Tripropylenglykol, ethoxyliertes oder
propoxyliertes Neopentylglykol, 1,4-Dihydroxymelhylcyclohexan, 2,2-Bis-(4-hydroxycyclohexyl)-propan
oder Bis-(4-hydroxycyclohexyl)-methan, die gegebenenfalls alkoxyliert, insbesondere
ethoxyliert oder propoxyliert, oder aber glycidylisiert sein können. Solche monomeren
oder oligomeren Di(meth)acrylate sind zum Teil auch im Handel erhältlich, beispielsweise
unter der Produktbezeichnung SR-348 für ethoxyliertes Bisphenol A-dimethacrylat und
unter der Produktbezeichnung SR-349 für ethoxyliertes Bisphenol A-diacrylat von der
Firma SARTOMER Company. Die Verbindungen weisen bevorzugt ein Molekulargewicht von
200 bis 1000 auf.
[0021] Für die Komponente (ii) des oben angeführten Gemisches können beispielsweise eingesetzt
werden:
1,1,1-Trimethylolpropantriacrylat oder -methacrylat, ethoxyliertes 1,1,1-Trimethylolpropantriacrylat
oder -methacrylat, Pentaerythritoltetraacrylat, Pentaerythritolmonohydroxytriacrylat
oder -methacrylat, Dipentaerythritolmonohydroxypentaacrylat oder -methacrylat. Solche
Verbindungen sind bekannt und zum Teil im Handel erhältlich, beispielsweise von der
Firma SARTOMER Company unter der Produktebezeichnung SR-295, SR-350, SR-351, SR-367,
SR-399, SR-444 und SR-454. Die Verbindungen dieses Typs weisen bevorzugt ein Molekulargewicht
zwischen ca. 200 und 500.
[0022] Im allgemeinen sind in den genannten Gemischen etwa 20 bis 80, bevorzugt 30 bis 80,
Gewichtsprozent der Komponente (i), 5 bis 25 Gewichtprozent der Komponente (ii) sowie
1 bis 25 Gewichtsprozent der Komponente (iii) enthalten.
[0023] Besonders bevorzugt sind erfindungsgemässe Zusammensetzungen, die als Komponente
(i) zumindest eine Verbindung der Formel

enthalten, worin
- p
- 0 oder 1,
- t
- 0 oder 1 oder, wenn p den Wert 0 hat, eine ganze Zahl von 1 bis 3,
- [Z]
- -O-, -S-, -SO2- oder -C(R10)(R11)-,
- R10
- sowie
- R11
- unabhängig voneinander jeweils einen Rest ausgewählt aus einem Wasserstoffatom, -CF3 und Methyl,
- R14
- wenn p den Wert 0 hat, ein Wasserstoffatom oder Methyl und, wenn p den Wert 1 hat,
ein Wasserstoffatom,
- R8
- wenn p den Wert 0 hat, ein Wasserstoffatom und wenn p den Wert 1 hat, Hydroxyl und
- R9
- ein Wasserstoffatom oder Methyl bedeuten,
insbesondere wenn sie als Komponente (ii) ein Triacrylat oder Trimethacrylat der
Formel
(VII): R
12-CH
2-C(CH
2-R
13)
3
enthalten, worin
- R12
- Methyl oder einen Rest der Formel

- R15
- unabhängig voneinander jeweils ein Wasserstoffatom oder Methyl und
- R13
- einen Rest der Formel

darstellen.
[0024] Ganz besonders gute Ergebnisse werden schliesslich mit Zusammensetzungen erhalten,
die als Komponente (i) zumindest zwei verschiedene Verbindungen der Formel (VI) enthalten,
wobei
- [Z]
- in beiden Verbindungen eine -C(CH3)2- Gruppe bedeutet und
- p
- in der Formel einer der beiden Verbindungen die Bedeutung 0 und in der anderen Verbindung
die Bedeutung 1 hat,
und als Komponente (iii) entweder 1-Vinylpyrrolidon, Phenoxyethylacrylat, Phenoxyethylmethacrylat
oder ein Gemisch von mindestens zwei der genannten Komponenten.
[0025] Besonders bevorzugt sind diese Zusammensetzungen, wenn mehr als 50 Gewichtsprozent
der Komponente (i) aus Verbindungen der Formel (VI) besteht, bei denen p = 1 ist.
[0026] In den erfindungsgemässen Zusammensetzungen können alle Typen von Photoinitiatoren
eingesetzt werden, welche bei der entsprechenden Bestrahlung freie Radikale bilden.
Typische Verbindungen bekannter Photoinitiatoren sind Benzoine, wie Benzoin oder Benzoinether,
z. B. Benzoinmethylether, Benzoinethylether und Benzoinisopropylether, Benzoinphenylether
und Benzoinacetat, Acetophenone, wie Acetophenon, 2,2-Dimethoxyacetophenon, und 1,1-Dichloracetophenon,
Benzil, Benzilketale, wie Benzildimethylketal und Benzildiethylketal, Anthrachinone,
wie 2-Methylanthrachinon, 2-Ethylanthrachinon, 2-tert.-Butylanthrachinon, 1-Chloranthrachinon
und 2-Amylanthrachinon, Triphenylphosphin, Benzoylphosphinoxide, wie beispielsweise
2,4,6-Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid (Luzirin®TPO), Benzophenone, wie Benzophenon
und 4,4'-Bis-(N,N'-dimethylamino)-benzophenon,Thioxanthone und Xanthone, Acridinderivate,
Phenazinderivate, Quinoxalinderivate oder 1-Phenyl-1,2-propandion-2-O-benzoyloxim,
1-Aminophenylketone oder 1-Hydroxyphenylketone, wie 1-Hydroxycyclohexylphenylketon,
Phenyl-(1-hydroxyisopropyl)-keton und 4-lsopropylphenyl(1-hydroxyisopropyl)-keton,
welche alle bekannte Verbindungen darstellen.
[0027] Besonders geeignete Photoinitiatoren, welche gewöhnlich in Kombination mit einem
HeCd-Laser als Strahlenquelle verwendet werden, sind Acetophenone, wie 2,2-Dialkoxybenzophenone
und α-Hydroxyphenylketone, beispielsweise 1-Hydroxycyclohexylphenylketon oder (2-Hydroxyisopropyl)-phenylketon
(= 2-Hydroxy-2,2-dimethylacetophenon).
[0028] Eine andere Klasse von Photoinitiatoren, die gewöhnlich bei Verwendung von Argonion-Lasern
eingesetzt wird, sind die Benzilketale, wie beispielsweise Benzildimethylketal. Insbesondere
verwendet man als Photoinitiator ein α-Hydroxyphenylketon, Benzildimethylketal oder
2,4,6-Trimethylbenzoyldiphenylphosphinoxid.
[0029] Eine weitere Klasse von geeigneten Photoinitiatoren stellen die ionischen Farbstoff-Gegenionverbindungen
(ionic dye-counter ion compounds) dar, welche in der Lage sind, aktinische Strahlen
zu absorbieren und freie Radikale zu erzeugen, die die Polymerisation von Substanzen,
wie (Meth)acrylaten oder Vinylverbindungen, initiieren. Die erfindungsgemässen Gemische,
welche ionische Farbstoff-Gegenionverbindungen enthalten, können auf diese Weise mit
sichtbarem Licht im einstellbaren Wellenlängenbereich von 400-700 nm variabler gehärtet
werden. Ionische Farbstoff-Gegenionverbindungen und deren Wirkungsweise sind bekannt,
beispielsweise aus der EP-A-0 223 587 und den US-Patenten 4,751,102; 4,772,530 und
4,772,541. Als Beispiele für geeignete ionische Farbstoff-Gegenionverbindungen seien
genannt die anionischen Farbstoff-Jodoniumionkomplexe, die anionischen Farbstoff-Pyrylliumionkomplexe
und insbesondere die kationischen Farbstoff-Boratanionverbindungen der Formel

worin X
+ für einen kationischen Farbstoff steht und R', R", R"' und R"" unabhängig voneinander
je ein Alkyl, Aryl, Alkaryl, Allyl, Aralkyl, Alkenyl, Alkinyl, eine alicyclische oder
gesättigte oder ungesättigte heterocyclische Gruppe bedeuten.
[0030] Die Photoinitiatoren werden in wirksamen Mengen zugesetzt, das heisst, in Mengen
von etwa 0,1 bis etwa 10 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmenge des Gemisches.
Wenn die erfindungsgemässen Gemische für stereolithographische Verfahren verwendet
werden, wobei normalerweise Laserstrahlen eingesetzt werden, ist es wesentlich, dass
die Absorptionsfähigkeit der Gemische durch Typ und Konzentration des Photoinitiators
so abgestimmt wird, dass die Härtungstiefe bei normaler Lasergeschwindigkeit ungefähr
0,1 bis 2,5 mm beträgt.
[0031] Die erfindungsgemässen Gemische können auch verschiedene Photoinitiatoren enthalten,
welche gegenüber Strahlen von Emissionslinien unterschiedlicher Wellenlängen verschieden
strahlungsempfindlich sind. Man erreicht dadurch beispielsweise eine bessere Ausnützung
einer UV/VIS-Lichtquelle, welche Emissionslinien unterschiedlicher Wellenlänge ausstrahlt.
Vorteilhaft ist es dabei, wenn die verschiedenen Photoinitiatoren so ausgewählt und
in einer solchen Konzentration eingesetzt werden, dass bei den verwendeten Emissionslinien
eine gleiche optische Absorption erzeugt wird.
[0032] Falls erwünscht können den erfindungsgemässen Gemischen die üblichen Additive zugesetzt
werden, beispielsweise Stabilisatoren, wie UV-Stabilisatoren, Polymerisationsinhibitoren,
Trennmittel, Benetzungsmittel, Verlaufsmittel, Sensibilisatoren, Antiabsetzmittel,
oberflächenaktive Mittel, Farbstoffe, Pigmente oder Füllstoffe.
[0033] Die erfindungsgemässen Zusammensetzungen sollten bei einer Temperatur zwischen 20
und 30 °C bevorzugt eine Viskosität zwischen 200 und 5000 mPa·s aufweisen, insbesondere
zwischen 500 und 3500 mPa·s.
[0034] Sie können in bekannter Weise hergestellt werden, beispielsweise durch Vormischen
einzelner Komponenten und anschliessendes Vermischen dieser Vormischungen oder durch
Vermischen aller Komponenten mittels üblicher Vorrichtungen, wie Rührbehälter, in
Abwesenheit von Licht und gegebenenfalls bei leicht erhöhter Temperatur.
[0035] Die erfindungsgemässen Zusammensetzungen können durch Bestrahlen mit aktinischem
Licht, beispielsweise mittels Elektronen- oder Rontgenstrahlen, UV- oder VIS-Licht.
das heisst. mit Strahlen im Wellenlängenbereich von 280-650 nm polymerisiert werden.
Besonders geeignet sind Laserstrahlen von HeCd. Argon oder Stickstoff sowie Metalldampf
und NdYAG-Laser mit vervielfachter Frequenz. Es ist dem Fachmann bekannt. dass für
jede gewählte Lichtquelle der geeignete Photoinitiator ausgewählt und gegebenenfalls
sensibilisiert werden muss. Man hat erkannt, dass die Eindringtiefe der Strahlen in
die zu polymensierende Zusammensetzung und die Arbeitsgeschwindigkeit in direktem
Zusammenhang mit dem Absorptionskoeffizienten und der Konzentration des Photoinitiators
stehen. In der Stereolithographie werden vorzugsweise solche Photoinitiatoren eingesetzt,
welche die höchste Anzahl von entstehenden freien Radikalen bewirken und die grösste
Strahlungseindringtiefe in die zu polymerisierenden Zusammensetzungen ermöglichen.
[0036] Ein weiterer Erfindungsgegenstand ist schliesslich ein Verfahren zur Herstellung
von dreidimensionalen Gegenständen aus den flüssigen, erfindungsgemässen Gemischen
mittels stereolithographischen Verfahren, umfassend einen Schritt, bei dem die Oberfläche
einer Schicht aus dem erfindungsgemässen, flüssigen Gemisch ganzflächig oder in einem
vorbestimmten Muster mit einer UV/VIS-Lichtquelle bestrahlt wird, so dass sich in
den bestrahlten Bereichen eine Schicht in einer gewünschten Schichtdicke verfestigt,
dann eine neue Schicht aus den erfindungsgemässen Gemischen auf der verfestigten Schicht
gebildet wird, die ebenfalls ganzflächig oder in einem vorbestimmten Muster bestrahlt
wird, und wobei durch wiederholtes Beschichten und Bestrahlen dreidimensionale Gegenstände
aus mehreren aneinander haftenden, verfestigten Schichten erhalten werden.
[0037] Bei diesem Verfahren wird als Strahlungsquelle vorzugsweise ein Laserstrahl verwendet,
der vorzugsweise computergesteuert ist.
[0038] Hierbei verwendet man die erfindungsgemässen Gemische zur Herstellung von photopolymerisierten
Schichten, in Form von dreidimensionalen Gegenständen, die aus mehreren aneinander
haftenden, verfestigten Schichten aufgebaut sind.
Beispiel 1: Herstellung eines Polyoxyalkylen-Potydimethylsiloxan-Blockcopolymers aus Polyethylenglycolmonomethylether
und einem Polysiloxan der Formel
[0039]

worin b die Zahl
10 ist und das Polysiloxan eine Epoxidzahl von 0,18 Äquivalenten/100 g aufweist.
[0040] Zu einer Lösung aus 0,1 Mol (110 g) des Polysiloxans (Hersteller: Wacker-Chemie GmbH,
München) und 0.2 Mol (110 g) Polyethylenglycolmonomethylether (MG = 550) werden bei
100 °C eine Lösung von 1,8 g BF
3·Et
2O in 20 Milliliter Dioxan zugetropft. Nach beendeter Zugabe wird bei 130 °C bis zum
Verschwinden des Epoxidgehaltes (16 h) weitergerührt. Die klare, leicht gelbliche
Lösung wird am Hochvakuum (1,3·10
-4 bar, 60 °C, 2 h) getrocknet.
Ausbeute: 200 g leicht gelbliches Öl, welches beim Stehenlassen kristallisiert.
Beispiel 2: Herstellung eines Polyoxyalkylen-Polydimethylsiloxan-Blockcopolymers aus Polyethylenglycolmonomethylether
und einem Polysiloxan der Formel
[0041]

worin b = 25 ist und das eine Anhydridzahl von 1,0 Milliäquivalent/g aufweist.
[0042] Eine Lösung von 0,06 Mol (120 g) des Polysiloxans (Hersteller: Wacker-Chemie GmbH,
München), 0,24 Mol (132 g) Polyethylenglycolmonomethylether (MG = 550) und 1,2 g p-Toluolsulfonsäure
in 500 Milliliter Xylol wird am Wasserabscheider unter Rückfluss erhitzt, bis die
theoretisch zu erwartende Wassermenge abgetrennt ist (ca. 30 h). Das Xylol wird am
Rotationsverdampfer abgezogen und das entstehende gelbliche Öl am Hochvakuum (1,3·10
-4 bar, 60°C, 2 h) getrocknet.
[0043] Ausbeute: 225 g gelbliches Öl, das beim Stehenlassen zum Teil kristallisiert.
Beispiel 3: Herstellung eines Blockcopolymers aus Toluylen-2,4-diisocyanat, Polyethylenglycolmonomethylether
und einem Polysiloxan der Formel
[0044]

worin b = 10 ist und das eine Hydroxylzahl von 110 mg KOH/g aufweist.
[0045] Zu einer Mischung aus 0,15 Mol (22 Milliliter) Toluylen-2,4-Diisocyanat und 3 Tropfen
Benzoylchlorid werden bei 60 °C unter Stickstoffatmosphäre 0,075 Mol (76,5 g) des
Polysiloxans (IM® 11 der Wacker-Chemie GmbH, München) während 1,5 h zugetropft. Die
Reaktionslösung wird noch 4 h bei 60 °C gerührt und der Gehalt an Isocyanat mittels
Titration zu 1,53 Mol/kg bestimmt (Theorie: 1,46 Mol/kg). Anschliessend wird die Reaktionslösung
auf 45 °C abgekühlt und 0,13 g Zinn-2-ethylhexanoat zugegeben. Unter Luftatmosphäre
werden 0,16 Mol (118,9 g) Polyethylenglycolmonomethylether (MG = 750) langsam zugetropft.
Es wird bis zum Verschwinden des Isocyanatgehaltes bei 45 °C gerührt (32 h).
[0046] Ausbeute 221 g orangefarbenes Öl, das bei Stehen langsam kristallisiert. GPC: M
n = 2450, M
w/M
n = 2,33; in THF mit Polystyrol als Standard).
Beispiel 4: Herstellung eines Blockcopolymers aus Toluylen-2,4-diisocyanat, Polyethylenglycolmonomethylether
und einem Polysiloxan der Formel
[0047]

worin b = 15 ist und das eine Hydroxylzahl von 62 mg KOH/g aufweist (IM®22, Hersteller:
Wacker-Chemie GmbH, München).
[0048] Es wird analog zu Beispiel 3 gearbeitet, wobei 0,025 Mol (40,06 g) des Polysiloxans,
0,05 Mol (7,4 Milliliter) Toluylen-2,4-diisocyanat und 0,05 Mol (97,64 g) Polyethylenglycolmonomethylether
(MG = 2000) eingesetzt werden und 146 g des Produkts in Form einer gelblich orangenen
kristallinen Masse erhalten werden.
Beispiel 5:
[0049] 90 Gramm eines flüssigen strahlungsempfindlichen Gemisches der Zusammensetzung
| 48,85 Gewichtsteile |
Bisphenol-A-diglycidyldiacrylat |
| 25 Gewichtsteile |
ethoxyliertes Bisphenol-A-dimethacrylat (SR 348*) |
| 12 Gewichtsteile |
Trimethylolpropantrimethacrylat |
| 5 Gewichtsteile |
2-Phenoxyethylmethacrylat |
| 5 Gewichtsteile |
1-Vinyl-2-pyrrolidon |
| 4 Gewichtsteile |
1-Hydroxycyclohexylphenylmethanon (Irgacure®184) |
| 0,15 Gewichtsteile |
4-Methoxyphenol |
werden mit 10 Gramm eines kommerziellen
Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolymers (IM®22; Handelsprodukt der Wacker-Chemie
GmbH, München) vermischt und es wird noch einmal soviel 1-Hydroxycyclohexylphenylmethanon
(Irgacure®184) zugegeben, dass die Konzentration dieses Photoinitiators in der Gesamtmischung
4 Gewichtsprozent beträgt. Die Zusammensetzung mit dem Blockcopolymer hat bei 30 °C
eine Viskosität von 1500 mPa·s.
[0050] Mit Hilfe eines He/Cd-Lasers mit einer Bestrahlungsenergie von 40 mJ/cm
2 werden durch Bestrahlung der Mischung Formkörper hergestellt.
[0051] Die mechanischen Eigenschaften des mittels Laserstrahlen gehärteten Gegenstandes
(green strength) und des durch Nachhärtung erhaltenen Gegenstandes werden an der Zugtestmaschine
Lloyd® 500 der Firma Lloyd gemessen, wobei die Formkörper typischerweise eine Dimension
von 50 Millimetern Länge und einen Querschnitt von 1,2 x 0,3 Millimetern aufweisen.
[0052] Die durch Laserhärtung erhaltenen Formkörper (Grünlinge) weisen folgende Eigenschaften
auf:
Elastizitätsmodul (E-Modul) gemäss DIN 53371 = 15 N/mm
2.
[0053] Zur vollständigen Aushärtung werden die Grünlinge 30 Minuten (min) im Nachhärtungsschrank
(PCA der Firma 3D Systems, Inc.) mit maximaler Strahlungsdosis bestrahlt. Die so erhaltenen
Formkörper weisen folgende Eigenschaften auf:
| E-Modul |
= 2418 N/mm2. |
| Reissdehnung gemäss DIN 53455 |
= 3 %. |
[0054] Zur Bestimmung der Schlagzähigkeit wird die Zusammensetzung zwischen zwei Glasplatten
im Abstand von 4 mm gegossen und 30 min lang im Nachhärtungsschrank (PCA der Firma
3D Systems, Inc.) mit maximaler Strahlungsdosis ausgehärtet. Es werden Prüfkörper
der Abmessung 50 x 10 x 4 mm hergestellt.
| Schlagzähigkeit (DIN 52453) |
= 8,0 kJ/m2. |
[0055] Die Glasübergangstemperatur (TMA; 10 °C/min; 0,5 N; bestimmt mit Mettler TA 4000)
des Materials beträgt 92 °C.
[0056] Ohne Zugabe des Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolymers werden unter gleichen
Bedingungen mit dem oben angeführten strahlungsempfindlichen Gemisch demgegenüber
die folgenden Eigenschaftwerte erreicht:
| Viskosität bei 30 °C |
= 2140 mPa·s |
| E-Modul der Grünlinge (40 mJ/cm2) |
= 66,1 N/mm2. |
| E-Modul der ausgehärteten Formlinge |
= 2687,4 N/mm2. |
| Reissdehnung |
= 2,1 %. |
| Schlagzähigkeit |
= 2,0 kJ/m2. |
| Glasübergangstemperatur |
= 95 °C. |
Beispiel 6:
[0057] 90 Gramm eines flüssigen strahlungsempfindlichen Gemisches aus Beispiel 5 werden
mit 10 Gramm des Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolymers aus Beispiel 1 vermischt
und es wird noch einmal soviel 1-Hydroxycyclohexylphenylmethanon (Irgacure® 184) zugegeben,
dass die Konzentration dieses Photoinitiators in der Gesamtmischung 4 Gewichtsprozent
beträgt (Zusammensetzung 6A). In gleicher Weise wird eine Zusammensetzung aus 70 Gramm
des oben angeführten strahlungsempfindlichen Gemisches und 30 Gramm des Blockcopolymers
aus Beispiel 1 hergestellt (Zusammensetzung 6B).
| Eigenschaft |
Zusammensetzung |
| |
6A |
6B |
| Viskosität bei 30 °C in mPa·s |
1750 |
1340 |
| E-Modul der Grünlinge (40 mJ/cm2) in N/mm2 |
61,0 |
15,0 |
| E-Modul der ausgehärteten Formlinge in N/mm2 |
2598,0 |
1686,0 |
| Reissdehnung in % |
3,3 |
6,1 |
| Schlagzähigkeit in kJ/m2 |
9,0 |
11,0 |
Beispiel 7:
[0058] 90 Gramm eines flüssigen strahlungsempfindlichen Gemisches aus Beispiel 5 werden
mit 10 Gramm des Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolymers aus Beispiel 3 vermischt
und es wird noch einmal soviel 1-Hydroxycyclohexylphenylmethanon (Irgacure®184) zugegeben,
dass die Konzentration dieses Photoinitiators in der Gesamtmischung 4 Gewichtsprozent
beträgt (Zusammensetzung 7A). In gleicher Weise wird eine Zusammensetzung aus 70 Gramm
des oben angeführten strahlungsempfindlichen Gemisches und 30 Gramm des Blockcopolymers
aus Beispiel 3 hergestellt (Zusammensetzung 7B).
| Eigenschaft |
Zusammensetzung |
| |
7A |
7B |
| Viskosität bei 30 °C in mPa·s |
2620 |
3270 |
| E-Modul der Grünlinge (40 mJ/cm2) in N/mm2 |
48,0 |
23,0 |
| E-Modul der ausgehärteten Formlinge in N/mm2 |
2632,0 |
1525,0 |
| Reissdehnung in % |
3,0 |
7,0 |
| Schlagzähigkeit in kJ/m2 |
9,0 |
11,0 |
Beispiel 8:
[0059] 90 Gramm eines flüssigen strahlungsempfindlichen Gemisches aus Beispiel 5 werden
mit 10 Gramm des Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolymers aus Beispiel 4 vermischt
und es wird noch einmal soviel Irgacure® 184 zugegeben, dass die Konzentration dieses
Photoinitiators in der Gesamtmischung wieder 4 Gewichtsprozent beträgt (Zusammensetzung
8A). In gleicher Weise wird eine Zusammensetzung aus 70 Gramm des oben angeführten
strahlungsempfindlichen Gemisches und 30 Gramm des Blockcopolymers aus Beispiel 4
hergestellt (Zusammensetzung 8B).
| Eigenschaft |
Zusammensetzung |
| |
8A |
8B |
| Viskosität bei 30 °C in mPa·s |
2470 |
3240 |
| E-Modul der Grünlinge (40 mJ/cm2) in N/mm2 |
33,0 |
12,0 |
| E-Modul der ausgehärteten Formlinge in N/mm2 |
2679,0 |
1664,0 |
| Reissdehnung in % |
3,0 |
5,0 |
| Schlagzähigkeit in kJ/m2 |
7,0 |
12,0 |
1. Flüssige strahlungshärtbare Zusammensetzung für die Stereolithographie auf Basis mindestens
einer Verbindung die radikalisch polymerisierbare Gruppen aufweist, und mindestens
eines für diese Polymerisierung geeigneten Photoinitiators
dadurch gekennzeichnet. dass sie zusätzlich ein Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolymer enthalt, das aus den
Copolymeren der chemischen Formeln
(I): R
1-(OC
cH
2c)
d-{[T]-(C
cH
2cO)
d-1-(C
cH
2c)}
g-OR
1,

und

ausgewählt ist, in einer Menge von 5 bis 50 Gewichtsprozent der Zusammensetzung,
wobei die einzelnen Symbole jeweils die nachfolgende Bedeutung haben:
R1 ein Rest ausgewählt aus einem Wasserstoffatom und einer C1-C8-Alkylgruppe;
c eine Zahl von 1 bis 8 entsprechend der durchschnittlichen Anzahl von Kohlenstoffatomen
einer Alkyleneinheit in einer Polyoxyalkylengruppe (CcH2cO)d;
d eine ganze Zahl von 1 bis 100;
g eine ganze Zahl von 1 bis 4;
[T] eine Gruppe ausgewählt aus den Gruppen der Formeln T1 bis T12:
T1: -O-[PS]-O-,

T3: -O-[Alk]-[PS]-[Alk]-O-,





T9: -O-[G]-O-[PS]-O-[G]-O-,

T11: -O-[G]-O-[Alk]-[PS]-[Alk]-O-[G]-O-,
T12: -O-[G]-O-(CmH2mO)n-[Alk]-[PS]-[Alk]-(OCmH2m)n-O-[G]-O-;
[PS] eine Polysiloxangruppe der Formel

R2 eine Gruppe ausgewählt aus Methyl und Phenyl;
b eine ganze Zahl von 1 bis 100;
[Alk] eine Alkylengruppe mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen;
[Alk1] eine Alkylengruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen;
m eine Zahl von 1 bis 8 entsprechend der durchschnittlichen Anzahl von Kohlenstoffatomen
einer Alkyleneinheit in einer Polyoxyalkylengruppe (CmH2mO)n;
n eine ganze Zahl von 1 bis 50;
[G] eine Gruppe der Formel

X ein Atom ausgewählt aus Sauerstoff- und Schwefelatomen;
[D] ein zweiwertiger organischer Rest mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen;
e eine ganze Zahl von 1 bis 100 und
f eine ganze Zahl von 1 bis 50.
2. Zusammensetzung gemäss Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
[D] ausgewählt ist aus:
Alkylengruppen mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen und
zweiwertigen Resten mit höchstens 30, insbesondere mit höchstens 20 Kohlenstoffatomen,
wobei diese zweiwertigen Reste mindestens einen sechsgliedrigen Kohlenstoffring enthalten
und unsubstituiert sind oder einen oder mehrere geradkettige oder verzweigte C1-C4-Alkylsubstituenten aufweisen.
3. Zusammensetzung gemäss Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
R1 einen Rest ausgewählt aus einem Wasserstoffatom und einer C1-C4-Alkylgruppe;
R2 eine Methylgruppe;
[Alk] eine -(CH2)3-Gruppe;
[Alk1] eine Alkylengruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen;
X ein Sauerstoffatom;
[D] einen zweiwertigen organischen Rest ausgewählt aus den Resten der nachstehenden
Formeln:


c eine Zahl von 2 bis 4;
d eine ganze Zahl von 5 bis 50;
b eine ganze Zahl von 10 bis 50;
m eine Zahl von 2 bis 4;
n eine ganze Zahl von 5 bis 20;
e eine ganze Zahl von 1 bis 50 und
f eine ganze Zahl von 1 bis 25 bedeuten.
4. Zusammensetzung gemäss Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
R1 eine Methylgruppe;
[Alk] und
[Alk1] jeweils eine -(CH2)3-Gruppe;
c 2;
d im Fall einer Verbindung der Formel (I) oder (II) eine ganze Zahl von 7 bis 25
und im Fall einer Verbindung der Formel (III) eine ganze Zahl von 2 bis 20;
g 1;
m 2 und
n eine ganze Zahl von 7 bis 20 bedeuten.
5. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen, die radikalisch polymerisierbare Gruppen aufweisen, eine Mischung
darstellen, die folgende Komponenten enthält:
(i) ein difunktionelles monomeres oder polymeres Acrylat oder Methacrylat;
(ii) ein tri- oder polyfunktionelles Acrylat oder Methacrylat;
(iii) eine ungesättigte monomere Verbindung der Formel

worin
R5 einen Rest ausgewählt aus einem Wasserstoffatom und einer Methylgruppe und
R6 einen Rest der Formel

darstellen, wobei
R7 für einen Rest ausgewählt aus Tetrahydrofurfuryl-, Cyclohexyl-, 2-Phenoxyethyl-,
Benzyl-, Isobornyl-, Glycidyl-, Dicyclopentyl-, Morpholinoethyl-, Dimethylaminoethyl-
und geradkettigen sowie verzweigten C1-C20-Alkylresten steht, und im Falle, dass R5 ein Wasserstoffatom darstellt, R6 zusätzlich zu den vorgenannten Resten auch einen Rest ausgewählt aus Pyrrolidon-2-yl-,
Imidazonyl-, Carbazolyl-, Anthracenyl-, Phenyl-, C5-C8-Cycloalkyl-, Naphthenyl-, 2-Norbornyl-, Pyridyl-, N-Caprolactamyl-, Formamidyl-,
Acetamidyl und Toluolylresten bedeuten kann.
6. Zusammensetzung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass sie als Komponente (i) zumindest eine Verbindung der Formel

enthält, worin
p 0 oder 1,
t 0 oder 1 oder, wenn p den Wert 0 hat, eine ganze Zahl von 1 bis 3,
[Z] -O-, -S-, -SO2- oder -C(R10)(R11)-,
R10 sowie
R11 unabhängig voneinander jeweils einen Rest ausgewählt aus einem Wasserstoffatom,
-CF3 und Methyl,
R14 wenn p den Wert 0 hat, ein Wasserstoffatom oder Methyl und, wenn p den Wert 1 hat,
ein Wasserstoffatom,
R8 wenn p den Wert 0 hat, ein Wasserstoffatom und wenn p den. Wert 1 hat, Hydroxyl
und
R9 ein Wasserstoffatom oder Methyl bedeutet; und
als Komponente (ii) ein Triacrylat oder -Trimethacrylat der Formel
(VII): R
12-CH
2-C(CH
2-R
13)
3
enthält, worin
R12 Methyl oder einen Rest der Formel

R15 unabhängig voneinander jeweils ein Wasserstoffatom oder Methyl und
R13 einen Rest der Formel

bedeuten.
7. Zusammensetzung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass sie als Komponente (i) zumindest zwei Verbindungen der Formel (VI) enthält, wobei
[Z] in beiden Verbindungen eine -C(CH3)2- Gruppe bedeutet und
p in der Formel einer der beiden Verbindungen die Bedeutung 0 und in der anderen
Verbindung die Bedeutung 1 hat,
und die Komponente (iii) ausgewählt ist aus 1 -Vinylpyrrolidon, Phenoxyethylacrylat,
Phenoxyethylmethacrylat und einem Gemisch von mindestens zwei der genannten Verbindungen.
8. Polyoxyalkylen-Polysiloxan-Blockcopolymere mit einer Formel ausgewählt unter den Formeln
(I): R
1-(OC
cH
2c)
d-{[T]-(C
cH
2cO)
d-1-(C
cH
2c)}
g-OR
1
und

worin die einzelnen Symbole jeweils die nachfolgende Bedeutung haben:
R1 ein Rest ausgewählt aus einem Wasserstoffatom und einer C1-C8-Alkylgruppe;
c eine Zahl von 1 bis 4 entsprechend der durchschnittlichen Anzahl von Kohlenstoffatomen
einer Alkyleneinheit in einer Polyoxyalkylengruppe (CcH2cO)d;
d eine ganze Zahl von 7 bis 25;
g 1;
[T] eine Gruppe der Formel

[PS] eine Polysiloxangruppe der Formel

R2 Methyl:
b eine ganze Zahl von 5 bis 50:
[Alk] eine Alkylengruppe mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen.
9. Verfahren zur Herstellung von dreidimensionalen Gegenständen aus einer Zusammensetzung
nach einem der Ansprüche 1 bis 7 mittels Stereolithographie, umfassend einen Schritt,
bei dem die Oberfläche einer Schicht aus der Zusammensetzung ganzflächig oder in einem
vorbestimmten Muster mit einer UV/VIS-Lichtquelle bestrahlt wird, so dass sich in
den bestrahlten Bereichen eine Schicht in einer gewünschten Schichtdicke verfestigt,
dann eine neue Schicht aus der Zusammensetzung auf der verfestigten Schicht gebildet
wird, die ebenfalls ganzflächig oder in einem vorbestimmten Muster bestrahlt wird,
und wobei durch wiederholtes Beschichten und Bestrahlen dreidimensionale Gegenstände
aus mehreren aneinander haftenden, verfestigten Schichten erhalten werden.
1. A liquid radiation-curable composition for stereolithography based on at least one
compound that contains radically polymerizable groups and on at least one photoinitiator
suitable for this polymerization, which composition additionally comprises a polyoxyalkylene-polysiloxane
block copolymer which is selected in an amount of from 5 to 50% by weight of the composition
from the copolymers of the chemical formulae
(I) : R
1-(OC
cH
2c)
d-{[T]-(C
cH
2cO)
d-1-(C
cH
2c)}
g-OR
1,

and

in which the individual symbols each have the following meanings:
R1 is a member selected from hydrogen and C1-C8alkyl;
c is a number from 1 to 8 corresponding to the average number of carbon atoms of
an alkylene unit in a polyoxyalkylene group (CcH2cO)d;
d is an integer from 1 to 100;
g is an integer from 1 to 4;
[T] is a group selected from the groups of formulae T1 to T12:
T1: -O-[PS]-O-,

T3: -O-[Alk]-[PS]-[Alk]-O-,





T9: -O-[G]-O-[PS]-O-[G]-O-,

T11: -O-[G]-O-[Alk]-[PS]-[Alk]-O-[G]-O-,
T12: -O-[G]-O-(CmH2mO)n-[Alk]-[PS]-[Alk]-(OCmH2m)n-O-[G]-O-;
[PS] is a polysiloxane group of formula

R2 is a group selected from methyl and phenyl;
b is an integer from 1 to 100;
[Alk] is an alkylene group of 3 to 10 carbon atoms;
[Alk1] is an alkylene group of 1 to 20 carbon atoms;
m is a number from 1 to 8 corresponding to the average number of carbon atoms of
an alkylene unit in a polyoxyalkylene group (CmH2mO)n;
n is an integer from 1 to 50;
[G] is a group of formula

X is an atom selected from oxygen and sulfur;
[D] is a divalent organic radical containing at least 2 carbon atoms;
e is an integer from 1 to 100, and
f is an integer from 1 to 50.
2. A composition according to claim 1, wherein [D] is chosen from alkylene groups of
2 to 8 carbon atoms and divalent radicals containing not more than 30, especially
not more than 20, carbon atoms, which divalent radicals contain at least one six-membered
carbon ring and are unsubstituted or carry one or more straight-chain or branched
C1-C4alkyl substituents.
3. A composition according to claim 2, wherein
R1 is a member selected from hydrogen and C1-C4alkyl;
R2 is a methyl group;
[Alk] is a -(CH2)3- group;
[Alk1] is an alkylene group of 2 to 10 carbon atoms;
X is an oxygen atom;
[D] is a divalent organic radical selected from the radicals of the following formulae:


c is a number from 2 to 4;
d is an integer from 5 to 50;
b is an integer from 10 to 50;
m is a number from 2 to 4;
n is an integer from 5 to 20;
e is an integer from 1 to 50, and
f is an integer from 1 to 25.
4. A composition according to claim 3, wherein
R1 is a methyl group;
[Alk] and [Alk1] are each a -(CH2)3- group;
c is 2;
d, in the case of a compound of formula (I) or (II), is an integer from 7 to 25
and, in the case of a compound of formula (III), is an integer from 2 to 20;
g is 1;
m is 2, and
n is an integer from 7 to 20.
5. A composition according to any one of claims 1 to 4, wherein the compounds that contain
radically polymerizable groups are a mixture comprising the following components:
(i) a difunctional monomeric or polymeric acrylate or methacrylate;
(ii) a tri- or polyfunctional acrylate or methacrylate;
(iii) an unsaturated monomer of formula

wherein
R5 is a member selected from hydrogen and methyl, and
R6 is a radical of formula

where
R7 is a radical selected from tetrahydrofurfuryl, cyclohexyl, 2-phenoxyethyl, benzyl,
isobornyl, glycidyl, dicyclopentyl, morpholinoethyl, dimethylaminoethyl and straight-chain
and branched C1-C20alkyl radicals, and, if R5 is hydrogen, R6 can, in addition to the aforementioned radicals, be a radical selected from pyrrolidon-2-yl,
imidazonyl, carbazolyl, anthracenyl, phenyl, C5-C8cycloalkyl, naphthenyl, 2-norbornyl, pyridyl, N-caprolactamyl, formamidyl, acetamidyl
and toluenyl.
6. A composition according to claim 5 comprising as component (i) at least one compound
of formula

wherein
p is 0 or 1,
t is 0 or 1 or, if p is 0, is an integer from 1 to 3,
[Z] is -O-, -S-, -SO2- or -C(R10)(R11)-,
R10 and
R11 are each independently of the other a member selected from hydrogen, -CF3 and methyl,
R14, if p is 0, is hydrogen or methyl and,
if p is 1, is hydrogen,
R8, if p is 0, is hydrogen and
if p is 1, is hydroxyl, and
R9 is hydrogen or methyl; and
as component (ii) a triacrylate or trimethacrylate of formula
(VII): R
12-CH
2-C(CH
2-R
13)
3
wherein
R12 is methyl or a radical of formula

R15 are each independently of the other hydrogen or methyl, and
R13 is a radical of formula

7. A composition according to claim 6, which comprises as component (i) at least two
compounds of formula (VI) in which
[Z] in both compounds is a -C(CH3)2- group, and
p in the formula of one of the two compounds is 0 and in the other is 1,
and component (iii) is selected from 1-vinylpyrrolidone, phenoxyethyl acrylate, phenoxyethyl
methacrylate and a mixture of at least two of the cited compounds.
8. A polyoxyalkylene-polysiloxane block copolymer having a formula selected from the
formulae
(I): R
1-(OC
cH
2c)
d-{[T]-(C
cH
2cO)
d-1-(C
cH
2c)}
g-OR
1,
and

wherein the individual symbols each have the following meanings:
R1 is a member selected from hydrogen and C1-C8alkyl;
c is a number from 1 to 4 corresponding to the average number of carbon atoms of
an alkylene unit in a polyoxyalkylene group (CcH2cO)d;
d is an integer from 7 to 25;
g is 1;
[T] is a group of formula

[PS] is a polysiloxane group of formula

R2 is methyl;
b is an integer from 5 to 50;
[Alk] is an alkylene group of 3 to 10 carbon atoms.
9. A process for the production of three-dimensional objects from a composition according
to any one of claims 1 to 7 by stereolithography, which comprises a step of irradiating
a layer of the composition over the entire surface or in a predetermined pattern with
a UV/VIS light source, such that within the irradiated areas a layer solidifies in
a desired layer thickness, then a new layer of the composition is formed on the solidified
layer, which layer is likewise irradiated over the entire surface or in a predetermined
pattern, and such that by repeated coating and irradiation three-dimensional objects
are formed from a plurality of solidified layers which adhere to one another.
1. Composition durcissable par irradiation, pour la stéréolithographie, à base d'au moins
un composé, qui présente des groupes polymérisables par voie radicalaire, et au moins
un photoamorceur approprié pour cette polymérisation,
caractérisée en ce que ce qu'elle contient de plus un copolymère séquencé polyoxyalkylène-polysiloxane en
une quantité de 5 à 50 % en poids de la composition, qui est choisi parmi les copolymères
de formules chimiques :
R
1-(OC
cH
2c)
d)-([T]-C
cH
2cO)
d-1-(C
cH
2c))
g-OR
1 (I)

et

où les différents symboles ont à chaque fois la signification suivante :
R1 un reste choisi parmi un atome d'hydrogène et un groupe alkyle en C1-C8 ;
c un nombre de 1 à 8, correspondant au nombre moyen d'atomes de carbone d'une unité
alkylène dans un groupe polyalkylène (CcH2cO)d ;
d un nombre entier de 1 à 100 ;
g un nombre entier de 1 à 4 ;
[T] un groupe choisi parmi les groupes de formules T1 à T12 :
T1: -O-[PS]-O-,

T3: -O-[Alk]-[PS]-[Alk]-O-,





T9: -O-[G]-O-[PS]-O-[G]-O-,

T11: -O-[G]-O-[Alk]-[PS]-[Alk]-O-[G]-O-,
T12: -O-[G]-O-(CmH2mO)n-[Alk]-[PS]-[Alk]-(OCmH2m)n-O-[G]-O-;
[PS] un groupe polysiloxane de formule

R2 un groupe choisi parmi les groupes méthyle et phényle ;
b un nombre entier de 1 à 100 ;
[Alk] un groupe alkylène avec de 3 à 10 atomes de carbone ;
[Alk1] un groupe alkylène avec de 1 à 20 atomes de carbone ;
m un nombre de 1 à 8, correspondant au nombre moyen d'atomes de carbone d'une unité
alkylène dans un groupe polyoxyalkylène (CmH2mO)n ;
n un nombre entier de 1 à 50 ;
[G] un groupe de formule

X un atome choisi parmi un atome d'oxygène et un atome de soufre ;
[D] un reste organique bivalent avec au moins deux atomes de carbone ;
e un nombre entier de 1 à 100 ; et
f un nombre entier de 1 à 50.
2. Composition selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'on choisit [D] de préférence parmi les groupes alkylène avec de 2 à 8 atomes de
carbone et des restes bivalents avec au maximum 30, en particulier avec au maximum
20 atomes de carbone, où ces restes bivalents comportent au moins un cycle carboné
à 6 chaînons et sont non substitués ou présentent un ou plusieurs substituants alkyle
en C1-C4 à chaîne linéaire ou ramifiée.
3. Composition selon la revendication 2,
caractérisée en ce que :
R1 est un reste choisi parmi un atome d'hydrogène et un groupe alkyle en C1-C4 ;
R2 représente un groupe méthyle ;
[Alk] représente un groupe en -(CH2)3-;
[Alk1] représente un groupe alkylène avec de 2 à 10,
X représente un atome d'oxygène ;
[D] un reste organique bivalent choisi parmi les restes de formules suivantes :


c représente un nombre de 2 à 4 ;
d un nombre entier de 5 à 50 ;
b un nombre entier de 10 à 50 ;
m un nombre de 2 à 4 ;
n un nombre entier de 5 à 20 ;
e un nombre entier de 1 à 50 ; et
f un nombre entier de 1 à 25.
4. Composition selon la revendication 3,
caractérisée en ce que :
R1 représente un groupe méthyle ;
[Alk] et [Alk1] représentent à chaque fois un groupe (CH2)3 ;
c vaut 2 ;
d représente dans le cas d'un composé de formule (I) ou (II) un nombre entier de
7 à 25, et dans le cas d'un composé de formule (III) un nombre entier de 2 à 20 ;
g représente 1 ;
m vaut 2 ; et
n représente un nombre entier de 7 à 20.
5. Composition selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que les composés qui représentent des groupes polymérisables par voie radicalaire, représentent
un mélange qui contient les composants suivants :
(i) un acrylate ou méthacrylate bifonctionnel monomère ou polymère;
(ii) un acrylate ou méthacrylate tri- ou polyfonctionnels;
(iii) un composé monomère insaturé de formule :

où
R5 est un reste choisi parmi un atome d'hydrogène et un groupe méthyle et
R6 un reste de formule :

R7 étant un reste choisi parmi les restes tétrahydrofurfuryle, cyclohexyle, 2-phénoxyéthyle,
benzyle, isobornyle, glycidyle, dicyclopentyle, morpholinoéthyle, diméthylaminoéthyle,
ainsi qu'un alkyle en C1-C20 à chaîne linéaire ou ramifiée, et dans le cas où R5 représente un atome d'hydrogène, R6 est de plus des restes précités, également choisi un reste parmi les restes pyrrolidon-2-yle,
imidazonyle, carbazolyle, anthracényle, phényle, cycloalkyle en C5-C8, naphtényle, norbornyle-2, pyridyle, N-caprolactamyle, formamidyle, acétamidyle et
toluyle.
6. Composition selon la revendication 5,
caractérisée en ce qu'elle contient en tant que composant (i) au moins un composé de formule :

où
P vaur 0 ou 1,
t vaut 0 ou 1, ou lorsque p vaut 0, un nombre entier de 1 à 3 ;
[Z] représente -O-, -S-, -SO2- ou -C(R10)(R11)-,
R10 de même que
R11 représentent chacun indépendamment l'un de l'autre, un reste choisi parmi un atome
d'hydrogène, CF3 et un groupe méthyle,
R14 lorsque p vaut 0, il un atome d'hydrogène ou un groupe méthyle, et lorsque p vaut
1, un atome d'hydrogène,
R8 lorsque p vaut 0, représente un atome d'hydrogène, et lorsque p vaut 1, un groupe
hydroxyle, et
R9 représente un atome d'hydrogène ou un groupe méthyle, et
en tant que composant (ii) un triacrylate ou un triméthacrylate de formule (VII)
:
R
12-CH
2-C(CH
2-R
13)
3 (VII)
où
R12 représente un groupe méthyle ou un reste de formule :

R15 représente chacun, indépendamment l'un de l'autre, un atome d'hydrogène ou un groupe
méthyle, et
R13 représente un reste de formule

7. Composition selon la revendication 6,
caractérisé en ce que le composant (i) contient au moins deux composés différents de formule (VI) où
[Z] représente dans les deux composés un groupe -C(CH3)2-, et
p dans la formule d'un des deux composéx vaut 0, dans l'autre composé vaut 1,
et comme composant (iii) est choisi parmi la 1-vinylpyrrolidone, soit l'acrylate
de phénoxyéthyle, le méthacrylate de phénoxyéthyle ou un mélange d'au moins deux des
composés cités.
8. Copolymère séquencé polyoxyalkylène-polysiloxane répondant à une formule choisie parmi
les formules ci-dessous :
R
1-(OC
cH
2c)
d)-([T]-C
cH
2cO)
d-1-(C
cH
2c))
g-OR
1 (I)
et

où les différents symboles ont à chaque fois la signification suivante :
R1 représente un reste choisi parmi un atome d'hydrogène et un groupe alkyle en C1-C8 ;
c est un nombre de 1 à 4 correspondant au nombre moyen d'atomes de carbone d'une
unité alkylène dans un groupe polyoxyalkylène (CcH2cO)d ;
d est un nombre entier de 7 à 25 ;
g vaut 1 ;
[T] représente un groupe de formule :

[PS] représente un groupe polysiloxane de formule

R2 représente un méthyle ;
b est un nombre de 5 à 50 ;
[Alk] représente un groupe alkylène avec de 3 à 10 atomes de carbone.
9. Procédé pour la préparation d'objets à trois dimensions à partir d'une composition
selon l'une des revendications 1 à 7 au moyen de stéréolithographie, comprenant une
étape, au cours de laquelle on irradie une couche de la composition sur la totalité
de la surface, ou delon un modèle prédéterminé, avec une source de lumière UV/VIS,
de façon telle sorte qu'une couche avec une épaisseur voulue se consolide dans les
domaines irradiés, ensuite on forme une nouvelle couche de la composition sur la couche
consolidée, que l'on irradie également sur la totalité de la surface ou selon un modèle
prédéterminé, en obtenant par revêtement et irradiation répétés des objets tridimensionnels
constitués de plusieurs couches consolidées adhérentes les unes aux autres.