[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Analog-Uhr, insbesondere Armbanduhr, mit
Uhr- und Zeigermittel sowie motorischen Antriebsmitteln und Batterie in einem Gehäuse.
[0002] Durch die US-Patentschrift Nr. 4'608'655 ist bereits vorgeschlagen worden, eine Digital-Uhr
mit einer DosimeterSchaltungsanordnung zu versehen, um jedermann die Möglichkeit zu
geben, sich auf handliche Weise konkrete Aussagen über die momentane Strahlenbelastung
seiner Umgebung zu verschaffen.
[0003] Solche Digital-Uhren sind aber in der Entwicklung steckengeblieben, nachdem es nicht
gelungen ist, die umfänglichen Schaltungsmittel zum Messen und Anzeigen insbesondere
atomarer Strahlung im Gehäuse der Digital-Uhr unterzubringen, obwohl doch die LCD-Displays
zur Anzeige von Daten bereits integrierte Bestandteile solcher Uhren sind.
[0004] Nachdem zudem inzwischen Digital-Uhren nicht mehr sehr marktgängig sind und Analog-Uhren
wieder erheblich an Bedeutung gewonnen haben, ist es nun Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Analog-Uhr, insbesondere Armbanduhr zu schaffen, die neben den üblichen
Zeitgeberfunktionen in der Lage ist, eine atomare Einstrahlung exakt zu messen und
anzuzeigen.
[0005] Dies wird erfindungsgemäss zunächst erreicht durch zusätzlich im Uhrengehäuse angeordnete
Mittel zum Messen und Anzeigen insbesondere atomarer Strahlung, welche Mittel einen
in das Gehäuse eingefalteten, biegefähigen, in der Abwicklung flächigen Schaltungsträger
mit gedruckter Schaltung umfassen, welcher Schaltungsträger einen Messfühler über
eine Verstärker- und Auswertschaltung mit den Anzeigemitteln verbindet.
[0006] Durch das geeignete Einfalten eines erfindungsgemäss biegefähigen Schaltungsträgers
ist es nunmehr möglich, neben Uhren-Kaliber und Uhren-Batterie auch die umfangreichen
Schaltungsmittel incl.Messfühler und Verstärker- und Auswertschaltung eines Dosimeters
im Uhrengehäuse unterzubringen.
[0007] Bevorzugt besteht dabei eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemässen Analog-Uhr
darin, dass der eingefaltete, biegefähige Schaltungsträger eine erste, das Uhrwerk
tragende Zwischenplatte durch Umbiegen von in der Abwicklung des Schaltungsträgers
abragende Flächenteile umschliesst und mit einem weiteren Flächenteil eine zweite,
die Primär-Batterie für den Uhrenantrieb tragende Zwischenplatte untergreift. Hierbei
ist es zweckmässig, wenn die Schaltungsmittel des Schaltungsträgers die Primär-Batterie
sowie eine der Datensicherung dienende Sekundär-Batterie mindestens mit der Verstärker-
und Auswertschaltung verbinden.
[0008] Weiter ergibt sich eine kompakte Bauweise dadurch, dass eine der Zwischenplatten
eine Abragung zur Abstützung des Messfühlers aufweist, der von einer Ausweitung des
Uhrengehäuses umgeben ist.
[0009] Erfindungswesentlich ist zudem, dass die Mittel zum Anzeigen der Strahlung LCD-Displays
sind oder aber, dass die Mittel zur Anzeige der Strahlung ein zusätzliches Zeigerwerk
umfassen.
[0010] Weiter ist von Bedeutung, dass die Sekundär-Batterie zur Datensicherung über die
Verstärker- und Auswertschaltung geschaltet ist und mit einem Detektor zusammenwirkt,
um einen Spannungsabfall an der Primär-Batterie der Uhr festzustellen und anzuzeigen,
resp. eine automatische Umschaltung von der Primär-Batterie auf die Sekundär-Batterie
vorzunehmen.
[0011] Von erfindungswesentlicher Bedeutung ist ferner eine Verbindung zwischen dem Motor
des Uhrwerkes und der DosimeterZeitbasis des Multiprozessors, um genaue Zeit-Messwerte
zu gewährleisten.
[0012] Beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind nachfolgend anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in schaubildartiger Darstellung eine Analog-Armbanduhr mit im Gehäuse integrierten
Messfühler zur Messung und LCD-Displays zur Anzeige von festgestellter atomarer Strahlung.
- Fig. 2
- in einer Explosiv-Darstellung die wesentlichsten Teile der Analog-Uhr gemäss Fig.
1;
- Fig. 3
- ein Block-Schaltbild der Messfühleranordnung mit integrierter Verstärker- und Auswertschaltung
und Uhrenantrieb der Uhr gemäss Fig. 1;
- Fig. 4
- eine Abwicklung des gemäss Fig. 2 verwendeten Schaltungsträgers mit gedruckter Schaltung
und Schaltungsmitteln;
- Fig. 5 und 6
- eine fotographische Abbildung der einen und der anderen Seite des Schaltungsträgers
gemäss Fig. 4; und
- Fig. 7
- eine Ausführungsvariante eines Schaltungsträgers in Teilabwicklung.
[0013] Fig. 1 zeigt zunächst ein Modell einer erfindungsgemässen Analog-Armbanduhr mit in
einem Gehäuse 1 integrierten Messfühler 3 sowie LCD-Displays 16, 17 zum Messen und
Anzeigen atomarer Strahlung. Daneben sind die üblichen Merkmale einer Analog-Uhr,
nämlich Zifferblatt 21 und Zeiger 22, erkennbar und in gewohnter Art ausgeführt.
[0014] Das Problem der Unterbringung der Schaltungsmittel für ein Dosimeter zum Messen und
Anzeigen von Alpha-, Beta- oder Gamma-Strahlen ist nun gemäss der Darstellung in Fig.
2 dadurch gelöst, dass sich die Leiterbahnen und Schaltungsmittel auf einem in das
Gehäuse der Uhr (hier nicht gezeigt) eingefalteten, biegefähigen, in der Abwicklung
flächigen Schaltungsträger 2 befinden.
[0015] Ein solcher Schaltungsträger 2 kann aus Polyimid bestehen, welches beidseitig mit
Metall kaschiert ist und das auf fotomechanischem Weg erstellte Strukturen bzw. Leiterbahnen
und entsprechende Durchkontaktierungen 18 (Fig. 4) aufweist.
[0016] Gemäss Fig. 2 besteht dabei eine erste Ausführungsform darin, dass der eingefaltete,
biegefähige Schaltungsträger 2 eine erste, das Uhrwerk 5 tragende Zwischenplatte 6
durch Umbiegen von in der Abwicklung des Schaltungsträgers 2 abragende Flächenteile
7,7' umschliesst und mit einem weiteren Flächenteil 8 eine zweite, die Primär-Batterie
9 für den Uhrenantrieb tragende Zwischenplatte 10 untergreift.
[0017] Weitere Zwischenplatten 12 sowie ein Zwischengehäuse 23 vorzugsweise aus Kunststoff
zur Aufnahme aller Elemente vor Einbau in das Uhrengehäuse 1 können vorgesehen sein.
[0018] Vorzugsweise weist dabei die Zwischenplatte 10 eine Abragung 13 auf, welche der Abstützung
des Messfühlers 3 dient, der von einer Ausweitung 14 des Uhrengehäuses 3 (Fig. 1)
umgeben ist.
[0019] Hierbei verbinden die Schaltungsmittel des Schaltungsträgers 2 die Primär-Batterie
9 sowie eine weitere, der Datensicherung dienende Sekundär-Batterie 11 mindestens
mit der Verstärker- und Auswertschaltung 4, wie das nachfolgend anhand der Blockschaltung
gemäss Fig. 3 noch näher erläutert ist.
[0020] In Fig. 4 ist die Abwicklung des vorgenannten Schaltungsträgers 2 schematisch dargestellt,
wogegen die Fig. 5 und 6 eine fotographische Abbildung der einen und der anderen Seite
des Schaltungsträgers 2 zur Veranschaulichung der Anordnung der Leiterbahnen und der
Schaltungselemente wiedergeben.
[0021] Dosimeter-Schaltungen sind ansich bekannt. Gemäss dem in Fig. 3 veranschaulichten
Block-Schaltbild dient als ladungsempfindlicher Verstärker 14' für den Messfühler
3, der eine PIN-Fotodiode mit einer Abmessung von ca. 3 mm2 Detektorfläche sein kann,
beispielsweise ein FET-Impedanzwandler, an dessen Gate die Anode des Messfühlers 3
sowie ein Arbeitswiderstand 15 (Fig. 7) anliegen. Die auf dem Silizium des Fühlers
3 auftreffende Gammastrahlung o. dgl. erzeugt Ladungsverschiebungen, welche das am
Widerstand anliegende elektrische Potential derart verändern, dass am Gate eine Spannung
entsteht, welche den durch weitere Widerstände (nicht gezeigt) eingestellten Ruhestrom
verändert und elektrische Impulse generiert. Diese Impulse gelangen dann über die
Verstärker- und Auswertschaltung 4 zur Anzeige an den LCD-Displays 16 und 17.
[0022] Bei einer anderen, nicht näher gezeigten Ausführungsform können erfindungsgemäss
die vorgenannten elektrischen Impulse als ein Mass der aufgenommenen Strahlung auf
ein weiteres Zeigerwerk einwirken, um auch die Strahlendosis analog anzuzeigen.
[0023] Wie bereits angedeutet, besteht ein erfindungswesentliches Merkmal in der Anordnung
einer Sekundär-Batterie 11 zur Datensicherung, welche über die Verstärker- und Auswertschaltung
4 geschaltet ist und mit einem nicht näher gezeigten Detektor zusammenwirkt, um einen
Spannungsabfall an der Primär-Batterie 9 der Uhr festzustellen und anzuzeigen, resp.
eine automatische Umschaltung von der PrimarBatterie 9 auf die Sekundär-Batterie 11
vorzunehmen.
[0024] Wie Fig. 3 zudem zeigt, besteht ein weiteres erfindungswesentliches Merkmal in der
Verbindung zwischen dem Motor des Uhrwerkes 5 und der Dosimeter-Zeitbasis des Multiprozessors
4, um genaue Zeit-Messwerte zu gewährleisten.
[0025] Die Einstellung aller Funktionen der erfindungsgemässen Analog-Uhr kann über übliche
kronenförmige Stellmittel 20 (Fig. 1) erfolgen.
[0026] Die in Fig. 7 veranschaulichte Ausführungsvariante veranschaulicht einen auf andere
Weise einfaltbaren, biegefähigen, in der Abwicklung flächigen Schaltungsträger 2',
welcher sich um die Axe a-a ringförmig zusammenfügen lässt und mit einer Einstecklasche
25 fixiert werden kann. Hierbei kann im Teil 26 der Abwicklung eine Trennstelle 27
vorgesehen sein zur Begrenzung einer Abschirmung 26. Ein abragender, wegbiegbarer
Flächenteil 28 trägt hier den Messfühler 3, wogegen der Ringkörper beidseitig Schaltbausteine
29 resp. den Multiprozessor 4 trägt.
[0027] Durch diese Massnahme ist es erstmals möglich, nunmehr eine Analog-Uhr, insbesondere
Armbanduhr herkömmlicher Bauart mit einem Dosimeter innerhalb des Uhrengehäuses zu
versehen.
[0028] Über die Verbindungsstufe 25 (Fig. 3) ist die erfindungsgemässe Anordnung an eine
Computer-Prüf- und Auswerteinrichtung anschliessbar.
[0029] Es wird Schutz beansprucht wie folgt:
1. Analog-Uhr, insbesondere Armbanduhr, mit Uhr- und Zeigermittel sowie motorischen Antriebsmitteln
und Batterie in einem Gehäuse, gekennzeichnet durch zusätzlich im Uhrengehäuse (1)
angeordnete Mittel zum Messen und Anzeigen insbesondere atomarer Strahlung, welche
Mittel einen in das Gehäuse (1) eingefalteten, biegefähigen, in der Abwicklung flächigen
Schaltungsträger (2) mit gedruckter Schaltung umfassen, welcher Schaltungsträger einen
Messfühler (3) über eine Verstärker- und Auswertschaltung (4) mit den Anzeigemitteln
verbindet.
2. Analog-Uhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eingefaltete, biegefähige
Schaltungsträger (2) eine erste, das Uhrwerk (5) tragende Zwischenplatte (6) durch
Umbiegen von in der Abwicklung des Schaltungsträgers (2) abragende Flächenteile (7,7')
umschliesst und mit einem weiteren Flächenteil (8) eine zweite, die Primär-Batterie
(9) für den Uhrenantrieb tragende Zwischenplatte (10) untergreift.
3. Analog-Uhr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsmittel des
Schaltungsträgers (2) die Primär-Batterie (9) sowie eine der Datensicherung dienende
Sekundär-Batterie (11) mit der Verstärker- und Auswertschaltung (4) verbinden.
4. Analog-Uhr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Zwischenplatten
(6 oder 10) eine Abragung (13) zur Abstützung des Messfühlers (3) aufweist, der von
einer Ausweitung (14) des Uhrengehäuses (3) umgeben ist.
5. Analog-Uhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Anzeigen der
Strahlung LCD-Displays (16,17) sind.
6. Analog-Uhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Anzeige der
Strahlung ein zusätzliches Zeigerwerk umfassen.
7. Analog-Uhr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundär-Batterie (11)
zur Datensicherung über die Verstärker- und Auswertschaltung (4) geschaltet ist und
mit einem Detektor zusammenwirkt, um einen Spannungsabfall an der Primär-Batterie
(9) der Uhr festzustellen und anzuzeigen, resp. eine automatische Umschaltung von
der Primär-Batterie (9) auf die SekundärBatterie (11) vorzunehmen.
8. Analog-Uhr nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Verbindung zwischen dem Motor
des Uhrwerkes (5) und der Dosimeter-Zeitbasis des Multiprozessors (4), um genaue Zeit-Messwerte
zu gewährleisten.