[0001] Die Erfindung betrifft den in den Patentansprüchen 1 und 6 angegeben Gegenstand.
[0002] Durch chemische Modifizierung von Polyamidfaserstoffen ist es möglich, ein unterschiedliches
färberisches Verhalten zu erreichen. Auf diese Weise kann man bei einer Stückfärbung
einbadig Hell-Dunkeleffekte bzw. Mehrfarbeneffekte erzielen.
[0003] Polyamide, die Wasser absorbieren und quellen, wie Nylon 6 und 66, können verhältnismäßig
einfach mit Dispersionsfarbstoffen, Säurefarbstoffen oder Metallkomplexfarbstoffen
gefärbt werden. Das Färben von Polyamidfasern mit Säurefarbstoffen resultiert aus
der Umsetzung mit den Aminoendgruppen. Die Anzahl dieser reaktiven Stellen wird vom
Molekulargewicht beeinflußt, kann jedoch durch Zusätze, wie Viskositätsstabilisatoren
modifiziert werden. Z.B. blockieren carboxygruppenhaltige Stabilisatoren Aminoendgruppen
und vermindern die Affinität für Säurefarbstoffe. Die Verwendung von primären aliphatischen
Aminen oder Diaminen liefert zusätzliche basische Stellen und erhöht die Säureanfärbbarkeit.
Die Einführung von tertiären Aminogruppen in die Kette erhöht die Absorption von Säurefarbstoffen
stark.
[0004] Polyamide können modifiziert werden, um basische Farbstoffe aufzunehmen indem man
stark saure Gruppen einführt, wie Sulfonsäuregruppen, z.B. 5-Sulfoisophthalsäure im
äquimolaren Gemisch mit 1,6-Diaminohexan.
[0005] Somit können Vielfarbeneffekte, die abgestufte Farbtiefe oder veränderliche Farbe
und Farbschattierungen sein können, durch Färben von Geweben aus gemischten Polyamidfasern
mit unterschiedlicher Anfärbbarkeit in einem einzigen Bad erzeugt werden, das Säure-,
basische und Dispersionsfarbstoffe enthält.
[0006] Diese Arbeitsweise wird auch für die Stückfärbung von Teppichen aus Polyamidfasern
angewandt, wobei entweder einfarbige Veloure oder Schlingenqualitäten aus texturierten
Endlosgarnen von unterschiedlicher Anfärbbarkeit, also Differentialdyegarne, hergestellt
werden. Wenn also ein Teppich, der aus drei verschiedenen Garntypen besteht, in der
Kufe oder auf der Continueanlage gefärbt wird, bekommt man mehrfarbige Färbungen,
ein sogenanntes Differentialdyeing.
[0007] Diese seit langer Zeit unter dem Begriff "Differential-Dyeing-Verfahren" bekannte
Arbeitsweise liefert jedoch beim Drucken nicht diesen Effekt. Wenn man nämlich auf
solche Ware druckt, bleibt der Druck einfarbig oder höchstens von unten her kann man
ahnen, daß die Grundqualität aus mehreren Garntypen besteht.
[0008] Es besteht demnach ein starker Bedarf, dieses "Differential-Dyeing" auch als Druckverfahren
anwenden zu können, da man bis jetzt beim Drucken mit einer Schablone nur eine Farbe
erzeugen kann und somit für jede weitere Farbe auch eine weitere Schablone benötigt.
[0009] Aus der DE 36 23 967 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung von Reserve- oder Bunteffekten
auf textilen Flächengebilden und Garnen aus natürlichen oder synthetischen Polyamiden
bekannt, wobei man das Textilmaterial mit einer anionische Farbstoffel enthaltenden
Färbeflotte imprägniert, direkt anschließend lokal auf das Textilmaterial eine oder
mehrere Flotten oder Pasten aufbringt, die ein 5 bis 10-fach alkoxyliertes Fettdiamin,
gegebenenfalls zusammen mit einem oder mehreren anionischen Farbstoffen oder Aufhellern
oder Dispersionsfarbstoffen, enthält und danach das Textilmaterial einer Hitzebehandlung
zur Fixierung der Farbstoffe bzw. Aufheller unterwirft, wobei die Stufen A) und B),
also Färbung und Druck, auch in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden können.
Die DE 32 22 516 C2 zeigt ein Verfahren zur Herstellung von Reserven auf mit anionischen
Farbstoffen anfärbbaren textilen Materialien, wobei man lokal auf das Textilmaterial
bei Raumtemperatur mindestens eine Flotte oder Paste aufbringt, die mindestens ein
eine Affinität gegenüber anionischen Farbstoffen mit einem K'
pH6-Wert≥5 aufweisendes alkoxyliertes Fettamin oder -polyamin einer spezifischen Formel
als solches, in Form der freien Base oder in protonierter oder quaternierter Form
enthält, direkt danach ohne Zwischenspülen, -waschen und/oder -trocknen das Textilmaterial
mit einer sauren Färbeflotte, die mindestens einen anionischen Farbstoff mit einem
K'
pH6-Wert≥5 enthält, imprägniert, und danach das Textilmaterial einer Hitzebehandlung
zur Fixierung der Farbstoffe unterwirft.
[0010] Diese Verfahren und anionischen Mittel ergeben jedoch bei der Anwendung auf den Differentialdruck
von Textilwaren aus Polyamidfasern unterschiedlicher Anfärbbarkeit keinen kräftigen
und sauberen Druck, sondern beim Aufbringen dieser Pasten auf ein Differential und
anschließendem Färben ist als Ergebnis immer noch eine fast Uni- oder Weißreserve
und der kationisch anfärbbare Polyamidanteil macht sich bestenfalls als leicht heller
Anteil bemerkbar.
[0011] Schließlich ist in der DE 42 19 317 A1 ein kationisches Tensid, welches an sich beim
Färben von mit anionischen Farbstoffen färbbaren Substraten als Reserviermittel wirkt,
oder ein Gemisch solcher Tenside, und ein kationisches Tensid, welches an sich beim
Färben von Polyacrylnitril mit kationischen Farbstoffen als Retardiermittel wirkt,
oder ein Gemisch solcher Tenside enthalten als Reserviermittel für mit anionischen
Farbstoffen färbbare Substrate zeigt. Dieses kationische Tensid ist jedoch nur als
Reserviermittel für mit anionischen Farbstoffen färbbaren Substanzen gezeigt und verwendbar.
[0012] EP-A-0 487 771 beschreibt die Herstellung von Weiß- und Buntreserven unter oder auf
Färbungen mit anionischen Farbstoffen auf Polyamidfasermaterial. Als Reservierungsmittel
werden quaternierte alkoxylierte Dialkylmonoamin-Verbindungen verwendet. Diese Verbindungen
werden in einem zweistufigen Verfahren hergestellt.
[0013] Die Anwendung dieser anionischen Mittel auf Polyamidfasern unterschiedlicher Anfärbbarkeit
ergibt jedoch keinen kräftigen sauberen Druck, sondern beim Aufbringen dieser Pasten
auf ein Differential und anschliessendem Färben ist als Ergebnis immer noch eine fast
Uni- oder Weiß-Reserve vorhanden und der kationisch anfärbbare Polyamidteil macht
sich bestenfalls als leicht heller Anteil bemerkbar.
[0014] WO-A-80/01577 beschreibt ein Zweistufenverfahren für Ton-in-Ton-Reserven oder Multicoloreffekte
nach dem Naß-auf-Naß-Verfahren, in welchem als Reservierungsmittel alkoxylierte Fettamine
verwendet werden. Das zu färbende Textilmaterial wird zuerst mit einer üblichen Färbeflotte
mit anionischen Farbstoffen mit einem K'-Wert von ≥ 5 vorbehandelt und direkt anschließend
mit den vorgenannten Reservierungsmitteln und gegebenenfalls anionischen Farbstoffen
behandelt. Für die erste und zweite Phase dieses Verfahrens müssen anionische Farbstoffe
mit unterschiedlichen K'-Werten (möglichst zwei K'-Werte Unterschied) benutzt werden.
[0015] FR-A-2 677 675 beschreibt ein Färbereihilfsmittel, das einen Gehalt an
(a) einem kationischen Tensid, welches an sich beim Färben von mit anionischen Farbstoffen
anfärbbaren Substraten als Reservierungsmittel wirkt, oder einem Gemisch solcher Tenside,
und
(b) einem kationischen Tensid, welches an sich beim Färben von Polyacrylnitril mit
kationischen Farbstoffen als Retardiermittel wirkt, oder einem Gemisch solcher Tenside
zeigt. Dieses Färbereihilfsmittel ist ein Reserviermittel für mit anionischen Farbstoffen
färbbare Substrate. Das Mittel kann auch als Retardiermittel für ein kationisch anfärbbares
Polyacrylnitril eingesetzt werden.
[0016] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, ein verbessertes Verfahren
für den Differentialdruck von Textilfasern, insbesondere von Teppichen, aus Polyamidfasern
unterschiedlicher Anfärbbarkeit sowie ein Mittel zur Durchführung eines solchen verbesserten
Verfahrens bereitzustellen.
[0017] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 sowie durch die Verwendung
gemäß Anspruch 6. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0018] Es wurde nun gefunden, daß man, wie beim Stückfärben Teppiche oder Textilien allgemein,
die aus verschiedenen Garntypen bestehen die unterschiedliches färberisches Verhalten
haben, mehrfarbig drucken kann, wenn man der Druckpaste ein kationisches Reservierungsmittel
auf der Basis von quartären Fettaminpolyglykoletherderivaten und/oder quaternären
Ammoniumpolyglykolen und kationische und anionische Farbstoffe zusammen zusetzt.
[0019] Das bedeutet, daß man aus einer Schablone und aus einer Druckpaste je nach der Beschaffenheit
der Grundware bunte Drucke machen kann. Wenn der Teppich z.B. aus drei verschiedenen
Garntypen besteht, die jeweils unterschiedliches färberisches Verhalten zeigen, kann
man mit einer Schablone drei Farben und demgemäß mit zwei Schablonen sechs Farben
und mit drei Schablonen neun Farben erzielen, da sich die Colorierungsmöglichkeiten
je nach Anzahl der unterschiedlich anfärbenden Polyamidtypen im Teppich oder in der
Textilie entsprechend vervielfachen.
[0020] Die Ware kann entweder in Naß-auf-Naß-Verfahren bedruckt und gefärbt werden oder
bedruckte Ware kann nachträglich in der Kufe gefärbt werden.
[0021] Die Rohware muß lediglich aus verschieden anfärbbaren Polyamidsorten bestehen.
[0022] Die Arbeitsweise besteht allgemein darin, daß die Ware entweder trocken bedruckt
oder vorher benetzt wird, z.B. auf einem vor der Druckmaschine installierten Foulard.
Anschließend wird kontinuierlich mit einer oder mehreren Schablonen bedruckt. Dann
wird mit Färbeflotte kontinuierlich, naß-in-naß übergossen und bei Sattdampf ineinem
Arbeitsgang ca. 10 Minuten gedämpft (t = 98°C). Anschließend wird kontinuierlich gewaschen
und abgesaugt.
[0023] Als weitere Möglichkeit kann die Ware nur bedruckt, gedämpft und getrocknet und dann
in der Haspelkufe zwischen 60° bis 96°C diskontinuierlich gefärbt werden.
[0024] Das erfindungsgemäße Verfahren und das erfindungsgemäß verwendete Mittel kann auch
auf einer Spritzdruckanlage benutzt werden. Diese Spritzdruckanlagen, insbesondere
die Chromo-Jet-Anlagen und das Arbeiten mit ihnen ist dem Fachmann wohlbekannt und
braucht hier nicht näher erläutert werden.
[0025] Das wesentliche bei diesem Verfahren ist ein kationisches Reservierungsmittel auf
des Basis von quaternären Ammoniumpolyglykolen und/oder quartären Fettaminpolyglykolethern,
wobei letztere bevorzugt werden.
[0026] Zwei auf dem Markt befindliche Produkte, nämlich
1. Printoblanc® CPA von der Firma CHT (ein quartärer Fettaminpolyglykolether) sowie
2. Raniresist® KT 200 von Ranie Chemie (Kombination quaternärer Ammoniumpolyglykole
in wäßriger Aufbereitung) also quartäre Fettaminpolyglykolether oder quartäre Ammoniumpolyglykole
ermöglichen durch ihren Zusatz zur Druckpaste bei den üblichen leicht saueren pH-Werten
von etwa 3 bis 5, insbesondere etwa 4, einen Differentialdruck wie dies sonst nur
bei der Färbung möglich ist.
[0027] Verschiedene quartäre Fettaminpolyglykole oder Polyglykolether können je nach Aufbau
einen unterschiedlichen Wirkungsgrad haben, der jedoch leicht durch wenige Vorversuche
ermittelt werden kann.
[0028] Es werden 0,3 bis 5 Gew.% des Reservierungsmittels verwendet, insbesondere ca. 1
Gew.%, bezogen auf gesamte Druckpaste einschließlich Wasser. Die Rezeptur der Druckpaste
ist ansonsten wie üblich, sowohl hinsichtlich der Farbstoffe und Hilfsstoffe als auch
hinsichtlich deren Mengen.
[0029] Die in den Druckpasten verwendeten Farbstoffe und Hilfsstoffe waren die folgenden:
| Irgalanschwarz BGL = |
Metallkomplexfarbstoff (CIBA) |
| Maxilongelb GL 200 % = |
Basischer Farbstoff (CIBA) |
| Maxilonblau TL 50 % = |
Basischer Farbstoff (CIBA) |
| Maxilonrot 3 GLN = |
Basischer Farbstoff (CIBA) |
| Rapidoprint SC = |
Alkoholentschäumer (CHT) (Kombination aliphatischer Hydroxylverbindungen) |
| Printoblanc® CPA = |
Resistprodukt (CHT) (quartärer Fettaminpolyglykolether) |
| Prisulon GTS 800 S = |
Verdickungsmittel (CHT) (Stärkeether) |
| Zitronensäure = |
|
| Fixierbeschleuniger = 14933/1A |
Polyglykolether, Fettsäureamid, aromatische Alkohole (Baumheier) |
[0030] Die in den Färbeflotten verwendeten Farbstoffe und Hilfsstoffe sind jeweils nach
der Zusammensetzung der Färbeflotten angegeben.
[0031] Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
[0032] Es wurde ein Teppich mit einem Flächengewicht von 650 g/m
2 aus drei unterschiedlich anfärbbaren Polyamidsorten eingesetzt.
| Die Rezeptur für die Druckpaste war wie folgt: |
| |
Türkis/ |
2,0 g |
Irgalanschwarz BGL |
| |
Hellgrau/ |
0,02 g |
Maxilongelb GL 200 % |
| |
Dunkelgrau/ |
0,6 g |
Maxilonblau TL 50 % |
| |
|
55,0 g |
Prisulon GTS 800 S |
| |
|
20,0 g |
Rapidoprint SC |
| |
|
10,0 g |
Printoblanc® CPS |
| |
|
1,5 g |
Zitronensäure |
| |
|
20,0 g |
Fixierbeschleuniger Nr. 149331A |
| |
| Wasser auf |
|

|
pH 4,0. |
[0033] Der Teppich wurde trocken mit einer Schablone bedruckt, wobei ein dreifarbiger Teppich
in den Farben türkis/hellgrau/dunkelgrau entstand. Dieser wurde gedämpft und getrocknet
und dann in der Haspelkufe diskontinuierlich gefärbt.
| Rezept der Färbeflotte: |
| 0,029 % |
Tectilongelb 3R |
200 % |
| 0,027 % |
Tectilonrot 2B |
200 % |
| 0,041 % |
Tectilonblau G |
200 % |
| 0,2 % |
Maxilonblau TL |
50 % |
| 2,0 % |
Sandogen NH |
|
| 0,1 % |
Perifoam NSI |
|
pH 5,3
[0034] Temperatur 60°C
| Tectilongelb 3R |
200 % |
(CIBA) = |
Säurefarbstoff |
| Tectilonrot 2B |
200 % |
(CIBA) = |
Säurefarbstoff |
| Tectilonblau G |
200 % |
(CIBA) = |
Säurefarbstoff |
| Maxilonblau TL |
50 % |
(CIBA) = |
Basischer Farbstoff |
| Sandogen NH |
|
(Sandoz) = |
Egalisiermittel (Fettaminpolyglykolether) |
| Perifoam NSI |
|
(Dr.Petry) = |
Entschäumer (Fettalkoholpolyglykolether mit höheren Kohlewasserstoff) |
Farbton: grau/blau.
[0035] Der Teppich wurde in üblicher Weise weiterbehandelt.
Beispiel 2
[0036] Auch hier wurde ein Teppich aus drei unterschiedlichen anfärbbaren Polyamidsorten
verwendet. Die Rezeptur der Druckpaste war wie folgt:
| |
Grün/ |
2,0 g |
Irgalanschwarz BGL |
| |
Hellgrau/ |
0,19 g |
Maxilongelb GL 200 % |
| |
Dunkelgrau |
0,02 g |
Maxilonrot 3 GLN |
| |
|
0,6 g |
Maxilonblau TL |
| |
|
55,0 g |
Prisulon GTS 800 S |
| |
|
10,0 g |
Printoblanc® CPA |
| |
|
1,5 g |
Zitronensäure |
| |
|
20,0 g |
Fixierbeschleuniger 149331A |
| |
| Wasser auf |
|

|
pH 4,0. |
[0037] Der Teppich mit einem Flächengewicht von 650 g/m
2 wurde auf einem vor der Druckmaschine installierten Foulard benetzt und anschließend
kontinuierlich mit einer Schablone bedruckt. Sofort nach dem Drucken wurde mit Färbeflotte
naß-in-naß übergossen und bei Sattdampf in einem Arbeitsgang ca. 10 Minuten gedämpft
(= 98°C). Anschließend wurde wie üblich kontinuierlich gewaschen und abgesaugt.
[0038] Die Rezeptur der Färbeflotte war wie folgt:
Übergießflotte (Kontifärbung naß-in-naß)
| |
0,06 g |
Tectilongelb 3R |
200 % |
| |
0,055 g |
Tectilonrot 2B |
200 % |
| |
0,085 g |
Tectilonblau G |
200 % |
| |
0,45 g |
Maxilonblau TL |
50 % |
| |
1,0 g |
Meropan CIT 2N |
|
| |
2,0 g |
Sandogen NH |
|
| |
1,0 g |
Colorcontin TMF 8 |
|
| |
2,5 g |
Prisulon ES 200 |
|
| |
| Wasser auf |

|
pH 6,0. |
|
| Tectilongelb 3R |
200 % |
(CIBA) = Säurefarbstoff |
| Tectilonrot 2B |
200 % |
(CIBA) = Säurefarbstoff |
| Maxilonblau TL |
50 % |
(CIBA) = Basischer Farbstoff |
| Meropan CIT 2N |
|
(CHT) = pH Puffer Carbonsäure in Kombination mit Salzen und anionischem Dispergiermittel) |
| |
| Sandogen NH |
|
(SANDOZ) = Egalisiermittel (Fettaminopolyglykolether) |
| Colorcontin TMF 8 |
|
(CHT) = Frostverhinderer (Modifizierter Alkylpolyglykolether mit N-haltigen Fettsäurederivaten) |
| Prisulon ES 200 |
|
(CHT) = Verdickungsmittel (Guarmehl). |
Beispiel 3
[0039] In zwei weiteren Druckvorgängen wurden folgende zwei Rezepte für die Druckpaste verwendet:
| |
Gelb/ |
2,0 g |
Irgalanschwarz BGL |
| |
Grau/ |
0,8 g |
Maxilongelb GL 200 % |
| |
Graubraun |
55,0 g |
Prisulon GTS 800 S |
| |
|
20,0 g |
Rapidoprint SC |
| |
|
10,0 g |
Printoblanc CPA |
| |
|
1,5 g |
Zitronensäure |
| |
|
20,0 g |
Fixierbeschleuniger 14933/1A |
| Wasser auf |
|

|
pH 4,0. |
Beispiel 4
[0040]
| |
Rot/ |
2,0 g |
Irgalanschwarz BGL |
| |
Braun/ |
0,2 g |
Maxilongelb GL 200 % |
| |
Graubraun |
1,0 g |
Maxilonrot 3 GLN |
| |
|
55,0 g |
Prisulon GTS 800 S |
| |
|
20,0 g |
Rapidoprint SC |
| |
|
10,0 g |
Printoblanc CPA |
| |
|
1,5 g |
Zitronensäure |
| |
|
20,0 g |
Fixierbeschleuniger 14933/1A |
| Wasser auf |
|

|
pH 4,0. |
[0041] Selbstverständlich kann man bei geeigneter Wahl der Polyamidsorten auch andere Säure-
sowie Metallkomplexfarbstoffe für sauer anfärbbare Fasertypen nehmen, z.B. statt Irgalanschwarz
ein Nylosanschwarz.
[0042] Zusammenfassend ist also zu sagen, daß die Arbeitsweise grundsätzlich die gleiche
ist wie beim üblichen Drucken und nachträglichen Färben, wobei jedoch durch die Verwendung
des quarternären Fettaminpolyglykolethers schon beim Drucken die unterschiedlichen
Farben aus der Druckpaste entstehen.
1. Verfahren für den Differentialdruck von Textilwaren aus Polyamidfasern unterschiedlicher
Anfärbbarkeit, dadurch gekennzeichnet, daß man der üblichen Druckpaste für das Bedrucken
von Polyamidfasern 0,3 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Druckpaste einschließlich
Wasser, eines kationischen Reservierungsmittels auf der Basis von quaternären Fettaminpolyglykolethern
und/oder quaternären Ammoniumpolyglykolen und kationische und anionische Farbstoffe
zusammen zusetzt, wobei die Druckpaste mehrere unterschiedliche Farbstoffsorten enthält,
die Textilware bedruckt und dann gegebenenfalls in an sich bekannter Weise naß-in-naß
im Differential-Dyeing-Verfahren nachfärbt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Textilwaren Teppiche sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man der Druckpaste 0,5
bis 1,5 Gew.-% eines kationischen Reservierungsmittels zusetzt.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Druckpaste
einsetzt, deren pH-Wert zwischen 3 und 6,5 beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckpaste einen pH-Wert
von 4 hat.
6. Verwendung einer Druckpaste im Differentialdruckverfahren von Textilwaren zum Herstellen
von mehrfarbigen Färbungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckpaste 0,3 bis 5 Gew.-%,
bezogen auf die gesamte Druckpaste einschließlich Wasser, eines kationischen Reservierungsmittels
auf der Basis von quaternären Fettaminpolyglykolethern und/oder quaternären Ammoniumpolyglykolen
und kationische und anionische Farbstoffe zusammen enthält.
7. Verwendung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Textilwaren Teppiche sind.
8. Verwendung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckpaste
0,5 bis 1,5 Gew.-% eines kationischen Reservierungsmittels enthält.
1. A differential printing process of textiles made of polyamide fibers of various dye
affinity, characterized by
adding together 0.3 to 5 % by weight, based on the total printing paste including
water, of a cationic reserve based on quaternary fatty amine polyglycol ethers and/or
quaternary ammonium polyglycols and cationic and anionic dyes to the usual printing
paste for the printing of polyamide fibers,
wherein the printing paste contains several various types of dyes, printing the textiles,
and
then optionally cross-dyeing in the usual manner wet-in-wet by differential dyeing
process.
2. The process according to claim 1, characterized in that the textiles are carpets.
3. The process according to claims 1 and 2, characterized by adding 0.5 to 1.5 % by weight
of a cationic reserve to the printing paste.
4. The process according to claims 1 to 3, characterized by using a printing paste having
a pH-value between 3 and 6.5.
5. The process according to claim 4, characterized in that the printing paste has a pH-value
of 4.
6. Use of a printing paste in the differential printing process of textiles for preparing
of multicoloured dyeings, characterized in that the printing paste contains together
0.3 to 5 % by weight, based on the total printing paste including water, of a cationic
reserve based on quaternary fatty amine polyglycol ethers and/or quaternary ammonium
polyglycols and cationic and anionic dyes.
7. The use according to claim 6, characterized in that the textiles are carpets.
8. The use according to claims 6 and 7, characterized in that the printing paste contains
0.5 to 1.5 % by weight of a cationic reserve.
1. Procédé pour l'impression différentielle de matières textiles en fibres de polyamide
ayant différentes susceptibilités à la teinture, caractérisé en ce que l'on ajoute
à la pâte d'impression habituellement utilisée pour l'impression de fibres de polyamide
0,3 à 5% en poids, relativement à l'ensemble de la pâte d'impression et de l'eau,
d'un agent de réserve cationique basé sur des polyglycoléthers gras aminés quaternaires
et/ou des ammoniums quaternaires de polyglycols et des matières tinctoriales cationiques
et anioniques, la pâte d'impression comprenant différentes sortes de matières tinctoriales,
en ce que l'on imprime la matière textile, et ensuite, le cas échéant de manière connue,
en ce que l'on surteinte en fraîche-à-fraîche par un procédé de coloration différentielle.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les matières textiles sont
des tapis.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on ajoute à la pâte
d'impression 0,5 à 1,5% en poids d'un agent de réserve cationique.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on
utilise une pâte d'impression dont le pH est compris entre 3 et 6,5.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la pâte d'impression a un
pH de 4.
6. Utilisation d'une pâte d'impression dans un procédé d'impression différentielle de
matières textiles pour la réalisation de teintures à plusieurs teintes, caractérisé
en ce que la pâte d'impression comprend 0,3 à 5% en poids, relativement à l'ensemble
de la pâte d'impression et de l'eau, d'un agent de réserve cationique basé sur des
polyglycoléthers gras aminés quaternaires et/ou des ammoniums quaternaires de polyglycols
et des matières tinctoriales cationiques et anioniques.
7. Utilisation selon la revendication 6, caractérisée en ce que les matières textiles
sont des tapis.
8. Utilisation selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que la pâte d'impression
comprend 0,5 à 1,5% en poids d'un agent de réserve cationique.